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HANDY- ROAMING : Europa wird Inland
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Thema: HANDY- ROAMING : Europa wird Inland (Gelesen 10780 mal)
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SiLæncer
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HANDY- ROAMING : Europa wird Inland
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am:
10 Februar, 2005, 18:08 »
Wer aus dem Urlaub in Spanien oder den USA per Handy zuhause anruft, muss sich in der Regel auf eine saftige Rechnung gefasst machen. Die EU-Wettbewerbshüter haben jetzt ein Verfahren gegen Vodafone und T-Mobile eingeleitet, weil die beiden Mobilfunkanbieter von den Deutschen überzogen hohe Roaming-Gebühren kassiert haben sollen.
Brüssel - Die Europäische Kommission wirft Vodafone und T-Mobile einen Missbrauch ihrer Marktmacht vor. Nach Ansicht der Wettbewerbshüter zahlen deutsche Kunden für das als Roaming bekannte Telefonieren im Ausland deutlich zu hohe Gebühren.
Entsprechende Beschwerden sandte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes an beide Unternehmen, wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag mitteilte. Danach sollen T-Mobile, eine Tochter der Deutschen Telekom Chart zeigen und der britische Netzbetreiber Vodafone Chart zeigen ihre beherrschende Stellung auf dem deutschen Markt ausgenutzt haben, in dem sie überhöhte Roaming-Gebühren kassierten.
Roaming bedeutet, dass Kunden einer Mobilfunkgesellschaft beispielsweise im Urlaub das Netz eines anderen Anbieters benutzen. Für diese Verbindungen aus dem Ausland gelten andere Tarife. Die EU-Kommission will gewährleisten, dass die Verbraucher keine überhöhten Gebühren zahlen müssen, wenn sie in Europa auf Reisen gehen.
Die Verfahren gehen zurück auf Razzien, die die Kartellbeamten der Kommission und nationaler Behörden im Juli 2001 bei einer ganzen Reihe von Mobilfunkanbietern in Deutschland und Großbritannien durchführten. Gegen Vodafone und mmO2 in Großbritannien hat die Kommission bereits im vergangenen Juli Verfahren eingeleitet. Ursprünglich hatte Brüssel vermutet, es sei zwischen den Anbietern auch zu illegalen Preisabsprachen gekommen. Dieser Verdacht ließ sich jedoch nicht erhärten.
Abzocke im Ausland?
Die Kommission moniert, dass die mit Roaming-Diensten erzielten Gewinne um ein Mehrfaches höher waren als die von Mobilfunkbetreibern erbrachten vergleichbaren Dienste. Auch seien die Tarife für Roaming-Anrufe wesentlich höher als jene Preise gewesen, die T-Mobile und Vodafone für die Anrufe deutscher Abonnenten von anderen Anbietern auf ihren jeweiligen Netze berechnen.
T-Mobile habe seine Marktmacht zwischen 1997 und "wenigstens" Ende 2003 missbraucht, stellte die Kommission fest. Bei Vodafone gab sie den Zeitraum mit Anfang 2000 bis "zumindest" Ende 2003 an. Dies ist insofern von Bedeutung, als die Höhe eines Bußgeldes nicht nur von der Schwere des Verstoßes abhängt, sondern auch von der Dauer. Auch die "Kooperationsbereitschaft" eines Unternehmen spielt eine Rolle.
Sollte die Behörde zu der Erkenntnis gelangen, dass ausreichend Beweise für einen Verstoß gegen EU-Wettbewerbsrecht vorliegen, könnte sie die Unternehmen mit einer hohen Geldstrafe belegen, die bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes betragen kann. Allerdings hat die Behörde diesen Rahmen noch nie auch nur annäherungsweise ausgeschöpft. Auch könnte die Kommission die Unternehmen zu Änderungen ihrer Geschäftpolitik zwingen.
Preise könnten immer noch zu hoch sein
T-Mobile weist den Vorwurf überhöhter Roaming-Gebühren zurück. Die Anschuldigungen seien "unbegründet und nicht nachvollziehbar", sagte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag auf Anfrage. T-Mobile sei zuversichtlich, die Vorwürfe widerlegen zu können. Der Sprecher wies darauf hin, dass das Unternehmen in den vergangenen Monaten und Jahren die umstrittenen Roaming-Gebühren bis zu 50 Prozent gesenkt.
Vodafone Deutschland wollte sich zu dem Vorgehen der Kommission nicht äußern, die ein Kartellverfahren gegen beide Unternehmen eingeleitet hat. Ein Sprecher sagte lediglich, man werde eine schriftliche Stellungnahme nach Brüssel geben.
Die Kommission will unterdessen nicht ausschließen, dass die Tarife in Deutschland zwischen den Mobilfunkanbietern auch nach Dezember 2003 noch überhöht sein könnten. Wie es zuletzt in Kommissionskreisen hieß, sollten die hohen Gebühren für das Telefonieren mit dem Handy im Ausland bald sinken. Vodafone habe in Brüssel vor kurzem entsprechende Pläne angekündigt, die im Sommer in die Tat umgesetzt werden sollten. Bereits zu Ostern sollten in einigen EU-Staaten Pilotprojekte gestartet werden.
Das Vorgehen gegen die deutschen Betreiber wird von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso persönlich verantwortet. Die eigentlich zuständige Wettbewerbskommisarin Neeli Kroes hält sich aus dem Verfahren heraus, weil sie bei mmO2 zeigen früher im Aufsichtsrat saß.
Quelle :
www.spiegel.de
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EU-Kommission richtet Webseite zu Roaming-Gebühren ein
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Antwort #1 am:
18 Juli, 2005, 20:34 »
Die EU-Kommission will im Herbst eine Internetseite zu Roaming-Gebühren einrichten. Das Internetangebot soll einen Überblick über die Ausland-Roaming-Tarife der Mobilfunkbetreiber in den 25 EU-Staaten bieten, teilt die Kommission in Brüssel mit. Ziel sei es, den Wettbewerb anzukurbeln und eine bessere Vergleichbarkeit der Preise zu ermöglichen.
Bei den Preisen, die für Anrufe aus dem Ausland nach Hause verlangt werden, gibt es laut EU-Kommission innerhalb der Europäischen Union erhebliche Unterschiede: So kostet zum Beispiel ein Gespräch von Zypern nach Finnland mit einem finnischen Vertrag 58 Cent pro Minute. Für ein Telefonat von Malta nach Polen mit einem polnischen Vertrag würden dagegen bis zu 5,01 Euro pro Minute verlangt.
Quelle und Links :
http://www.heise.de/newsticker/meldung/61805
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Roaming-Preise direkt auf dem Handy prüfen
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Antwort #2 am:
19 Juli, 2005, 13:35 »
Wer aus dem Ausland per Handy zu Hause oder innerhalb des Urlaubslandes anruft, muss sich in der Regel auf eine satte Rechnung gefasst machen. Die Roamingpreise können je nach Uhrzeit, Roamingpartner und Tarifmodell beträchtlich variieren -- was zuletzt zu Beschwerden der EU-Kommission geführt hat, die zudem zumindest im Web eine Übersicht über Roaming-Gebühren gibt. Das Jenaer Unternehmen M.volution hat nun eine Java-Anwendung veröffentlicht, die Licht in den Dschungel der Tarife auch unterwegs und ohne Internet-Zugang bringen soll.
Die Software GoRoam läuft direkt auf dem Handy und benötigt keine Online-Verbindung. Das Programm zeigt dem Reisenden die Roamingpreise für das Telefonieren aus dem Ausland nach Deutschland und innerhalb des Urlaubslandes, die Preise für SMS, MMS sowie für GPRS- bzw. WAP-Verbindungen an.
GoRoam kosten knapp 5 Euro und muss vor Antritt der Reise von der Webseite des Anbieters geladen werden. Man wählt dazu das Reiseland und dann den Netzbetreiber aus und kann dann die passende Software übertragen. Der Preis schließt den Update-Service bis zum Ende des Jahres ein. Das Programm zeigt die Roamingpreise für der Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone und O2 sowie der Serviceprovider Debitel, Mobilcom, Talkline an. E-Plus fehlt bisher, soll jedoch in Kürze folgen.
Quelle und Links :
http://www.heise.de/newsticker/meldung/61841
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EU-Kommission stellt Handy-Roaming-Gebühren ins Internet
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Antwort #3 am:
04 Oktober, 2005, 16:23 »
Nach jahrelanger Kritik an hohen Kosten für Handy-Nutzer im Ausland macht die EU-Kommission ernst: Wie versprochen veröffentlicht die Kommission auf einer Internetseite die Tarife sämtlicher Betreiber aus den 25 EU-Mitgliedstaaten für das Telefonieren im Ausland. Damit sollen die Gebühren für den Verbraucher transparenter werden, sagte Medienkommissarin Viviane Reding am Dienstag in Brüssel.
Anhand von Tabellen mit Tarifbeispielen soll die Website eine Vorstellung davon vermitteln, mit welchen Tarifen Handy-Nutzer an ihrem Urlaubsort oder bei der nächsten Geschäftsreise zu rechnen haben, sagte Reding. "Angesichts der großen Fortschritte bei anderen Telekommunikationsdiensten ist kaum nachzuvollziehen, warum die Handybenutzung im Ausland immer noch so teuer ist."
In der Wettbewerbsbehörde der Kommission laufen bereits mehrere Verfahren gegen Mobilfunkbetreiber -- darunter auch T-Mobile -- wegen der Kosten beim so genannten Roaming. Roaming-Gebühren berechnen Mobilfunkanbieter untereinander für grenzüberschreitende Anrufe. Ein Anbieter in Deutschland muss beispielsweise an seinen Partner in Griechenland Gebühren für die Nutzung dessen Netzes bezahlen. Diese werden dann auf die Kunden teilweise umgelegt.
Quelle und Links :
http://www.heise.de/newsticker/meldung/64566
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HANDY- ROAMING : Europa wird Inland
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Antwort #4 am:
28 März, 2006, 18:37 »
Auslandsgespräche sind für Mobilfunkanbieter bisher fast eine Lizenz zum Gelddrucken: Für das "Roaming" bitten sie kräftig zur Kasse. Das soll bald vorbei sein, wenn es nach EU-Kommissarin Viviane Reding geht: Bis zum Sommer 2007 soll aus der EU auch mobil ein grenzenloser Binnenmarkt werden.
Handynutzer können sich auf niedrigere Gebühren bei Gesprächen im EU-Ausland einstellen. Die für Telekommunikation zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding kündigte am Dienstag in Brüssel einen Vorschlag für eine Verordnung an, die ihren Angaben zufolge bis zum Sommer 2007 umgesetzt sein soll. "Ein Mobilfunknutzer sollte bei Reisen ins europäische Ausland nicht automatisch höhere Tarife zahlen müssen", sagte Reding. Deshalb müssten "alle ungerechtfertigten Gebühren" abgeschafft werden.
Reding bemängelt schon seit langem, dass die so genannten Roaming-Gebühren für im EU-Ausland geführte Gespräche erheblich variieren. So zahlt ein Finne in Schweden für ein vierminütiges Handy-Gespräch nach Hause laut EU-Kommission 0,20 Euro, während ein Malteser in Lettland für ein vergleichbares Telefonat 13,05 Euro abgerechnet bekommt. Deutsche zahlen für ein Handy-Gespräch in Großbritannien oder Frankreich weit mehr als in Italien oder Spanien.
Wer nicht hören will...
"Den Grund dafür kennt keiner", sagte Reding. "Ich habe die Betreiber immer gewarnt, aber sie haben Schwierigkeiten, meine Botschaft zu verstehen." Eine Untersuchung der Kommission habe gezeigt, dass die Gebühren für grenzüberschreitende Mobilfunkgespräche trotz einer Warnung der Kommission im September nicht zurückgegangen seien.
Die Mobiltelefon-Gesellschaften wehren sich gegen eine gesetzliche Regelung ihrer Auslandstarife. Die Telefongesellschaften haben in den vergangenen Monaten teilweise neue Angebote aufgelegt, um Roaming-Gebühren zu senken oder zumindest transparenter zu gestalten. Vodafone etwa bot einen Pauschal-Roaming-Preis pro Gespräch und damit unabhängig von der Verbindungsdauer an. Auch Viviane Reding erkannte an, dass es "wenige positive Ausnahmen" unter den Mobilfunkunternehmen gäbe - allerdings zu wenige.
Für den Verbraucher nicht nachvollziehbar sei auch, warum er bezahlen müsse, wenn er im EU-Ausland angerufen werde, sagte Reding. Eine Gebühr falle auch dann an, wenn das Handy ausgeschaltet und die Mailbox den Anruf beantworte. Deshalb wolle sie "bei Endkunden die Gebühren für eingehende Anrufe ganz abschaffen", sagte die Kommissarin.
Schluss mit "ungerechtfertigten Gebühren"?
Zudem sollten einem Mobilfunknutzer im EU-Ausland "stets nur die in seinem Wohnsitzland geltenden Gebühren in Rechnung gestellt" werden, heißt es in einer Erklärung der EU-Kommission. Auch kleinere und mittlere Unternehmen litten extrem unter den hohen Gebühren. Die Tarife, die sich die Telekommunikationskonzerne für Gespräche im Ausland gegenseitig in Rechnung stellen, sollen Redings Vorstellungen zufolge "nicht erheblich über den tatsächlichen Kosten liegen". Der Vorsitzende der Regulierer-Gruppe, der Brite Kip Meek, erklärte, die die Kommission beratenden Regulierer wollten gemeinsam eine schnelle Lösung, um die Endpreise deutlich zu senken.
Dass die Konzerne sinkende Einnahmen durch niedrigere Gebühren im Inland wieder an die Verbraucher abgeben könnten, schloss Reding nicht aus. Erfahrungen zeigten aber, dass sich solche Drohungen meist nicht bewahrheiteten.
Reding verwies darauf, dass die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Frühjahrsgipfel vergangene Woche in Brüssel die hohen Roaming-Gebühren ebenfalls kritisiert hätten. Deshalb rechne sie mit einer Zustimmung der Mitgliedstaaten. Ihren formellen Vorschlag will die Luxemburger Kommissarin im Juni vorlegen. Vom 3. bis 28. April haben Verbraucher noch einmal die Gelegenheit, sich im Internet zu dem Thema zu äußern. Eine erste Konsultation vom 20. Februar bis 22. März sei auf große Resonanz gestoßen.
Neben den Mitgliedstaaten muss auch das Europäische Parlament zustimmen. Viele Abgeordneten hätten ihre Pläne bereits begrüßt, so dass sie von einer Verabschiedung der Verordnung bis Sommer 2007 ausgehe, sagte Reding. Eine EU-Verordnung gilt im Gegensatz zu einer Richtlinie mit sofortiger Wirkung.
Die Anbieter lehnen EU-Vorstoß ab
Wenig Motivation, sich die Preisgestaltung für das Roaming durch die EU-Kommission vorgeben zu lassen, zeigten am Dienstagnachmittag die Mobilfunkanbieter. Vodafone, Europas größtes Mobilfunkunternehmen, bezeichnete die Vorschläge von EU-Medienkommissarin Viviane Reding als zu weitgehend. T-Mobile bekräftigte, regulatorische Eingriffe seien nicht notwendig, um die Roamingpreise nach unten zu bringen.
T-Mobile habe selbst ein Interesse an geringeren Roaming-Gebühren, weil das Unternehmen Nettozahler sei, teilte die Tochter der Deutschen Telekom mit: Weil die Deutschen wesentlich häufiger Urlaub im Süden machen als umgekehrt, nutzen sie entsprechend auch häufiger ausländische Netze. Jedoch sollte die Preissenkung dem Markt überlassen werden. "Um dieses Ziel zu erreichen, sind keine regulatorischen Eingriffe notwendig."
Verbraucherschützer: "Absolut überfällig"
Verbraucherschützer sehen das allerdings anders. Als "absolut überfällig" haben deutsche Verbraucherschützer den Vorstoß der EU-Kommission für niedrigere Gebühren bei Handygesprächen im Ausland begrüßt. "Damit soll ein erheblicher Missstand beseitigt werden, der schon seit geraumer Zeit andauert", sagte Patrick von Braunmühl vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) der Nachrichtenagentur AP. Allerdings sei es bedauerlich, dass der angestrebte verbesserte Schutz der Mobilfunknutzer wohl erst 2007 und nicht schon in diesem Sommer greife.
Wer sich auf anstehenden Urlaubsfahrten vor überhöhten Handy-Rechnungen schützen will, dem bleiben bis dahin nur die Tricks, die jetzt schon wirken:
· Mailbox deaktivieren: Für die wird ebenfalls extra kassiert, wenn man sich im Ausland aufhält;
· Vor der Fahrt Preisinfos zu örtlichen Anbietern einholen: Über die manuelle Netzauswahl lassen sich die Kosten zumindest begrenzen;
· Insbesondere bei Fernreisen kann es günstiger sein, sich dort eine SIM-Karte zu besorgen;
· Der effektivste Kostenschutz überhaupt: Handy Zuhause lassen und per Münztelefon telefonieren, erreichbar ist man auch via Hotel-Telefon. Nicht erreichbar sein ist allerdings billiger und erhöht den Erholungswert deutlich.
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Handytarife: Das Ende überteuerter Auslandsgespräche
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Antwort #5 am:
11 Juli, 2006, 11:44 »
Das zähe Ringen der EU-Kommission mit den Mobilfunkbetreibern um die Gebühren für mobile Auslandsgespräche geht in eine neue Runde, obwohl längst absehbar ist, dass Minutenpreise generell ein Auslaufmodel darstellen.
Mit dem deutschen Vertragshandy von Italien aus in Australien anzurufen ist heute zwar problemlos möglich, aber die Minutentarife erinnern an die Steinzeit des Festnetztelefons, als transatlantische Gespräche noch ein Statussymbol für Manager waren, und mit einem "Fräulein, verbinden sie mit New York!" in die Wege geleitet wurden.
Die EU-Kommission wirft den Mobilfunkbetreibern daher bereits seit Jahren vor, bei Handy-Gesprächen aus dem Ausland unangemessen hohe Roaming-Gebühren zu kassieren - was die Gescholtenen bislang allerdings wenig beeindruckt.
Aber auch wenn die für diesen Donnerstag angekündigten neuen EU-Regeln zum Thema wirklich so strikt ausfallen wie erwartet, können sie höchstens eine Entwicklung beschleunigen, deren Ergebnis schon längst feststeht: Telefonieren zur Flatrate in alle Netze wird in absehbarer Zeit zum Standardmodel.
Rückzugsgefechte
Die EU-Kommission argumentiert beim Thema Roaming mit dem Schutz der Konsumenten vor dem Missbrauch der monopolartigen Position, die die Netzbetreiber gegenüber ihren Vertragskunden haben. Gleichzeitig ist aber offensichtlich, dass die Mobilfunkunternehmen gerade deshalb so verbissen an den saftigen Roaming-Gebühren festhalten, weil sie genau wissen, dass diese Einkommensquelle bald komplett versiegen wird.
In wenigen Jahren dürfte nämlich auch beim mobilen Telefonieren VoIP (Voice over Internet Protocol) üblich sein, das dann wie heute E-Mails keine nutzungsabhängigen Kosten verursachen wird. In der Kombination mit einer Flatrate für den Datentransfer von und zum Handy bedeutet dies: Minutenpreise sind genauso ein Auslaufmodel wie die Unterscheidung von nationalen und internationalen Gesprächen.
Mobil VoIP nutzen
Für die Konsumenten sind diese Aussichten natürlich erfreulich, aber bis das Telefonieren ohne Gebührensorgen Realität wird, müssen sie sich entweder mit der Preisgestaltung ihres Anbieters arrangieren oder die Mühe auf sich nehmen, den passenden Zusatzservice für bestimmte Gespräche zu finden.
So ist es schon heute möglich, mit dem Handy internationale Gespräche zu einem Bruchteil der üblichen Kosten zu führen, etwa indem eine Festnetznetznummer als individuelle Relaisstation verwendet wird, von der aus Telefonate mittels VoIP ins Zielland laufen.
Dazu muss man allerdings erst den richtigen Anbieter finden und sich bei diesem als Kunde registrieren - und die Mobilfunkbetreiber wissen genau, dass dies den meisten Nutzern zu aufwendig ist, weshalb sie den Poker mit der EU-Kommission bis zur letzten Tarifminute ausreizen werden.
P.S.: Noch wehrt sie sich, die Lobby
Und das offenbar mit Erfolg: Am Dienstag berichtete die "Financial Times", dass die Kommission ihren Entwurf auf Druck von Industrielobbyisten und einzelner EU-Kommissare abgeschwächt habe. Nun solle es zunächst so bleiben, dass die Anbieter weiterhin zweiseitig für Auslandsgespräche abkassieren können - bei Anrufer wie Angerufenem, wenn wohl auch in regulierter Höhe. Des weiteren soll es den Industrie-Lobbyisten gelungen sein, die verordneten Preiskürzungen um sechs Monate zu verschieben.
Quelle :
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T-Mobile senkt Tarife für EU-Auslandsgespräche
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Antwort #6 am:
14 Dezember, 2006, 21:02 »
Der Mobilfunkanbieter T-Mobile hat die Tarife für Telefonate ins europäische Ausland gesenkt. Ab dem Jahreswechsel würden die Preise in der Tarifoption T-Mobile Weltweit für Handy-Gespräche in die Länder der Europäischen Union und Kroatien um 14 Prozent auf 59 Cent pro Minute reduziert, teilte die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom mit. T-Mobile reagiert damit auf Forderungen der EU-Kommission, die seit längerem günstigere Tarife verlangt und bereits eine entsprechende Verordnung zur Regulierung der Roaming-Gebühren angekündigt hat. Auch die Bundesregierung hat vor, im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft Druck für niedrigere Roaming-Gebühren zu machen.
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Verbraucherverbände: Mobilfunkbetreiber senken Roaming-Preise nicht
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Antwort #7 am:
20 Februar, 2007, 16:49 »
Das mobile Telefonieren im Ausland (Roaming) ist trotz einer von der EU-Kommission angedrohten Verordnung zur Preisbegrenzung immer noch nicht billiger geworden. Dies erklärte (PDF-Datei) der Direktor des Dachverbandes der EU-Verbraucherorganisationen (BEUC), Jim Murray, heute in Brüssel. Der Verband forderte einen Roaming-Höchstpreis von 33 Cent pro Minute. Die tatsächlichen Kosten der Anbieter seien oft deutlich niedriger. Heute zahlen die Handy-Kunden beim Telefonieren im Ausland nach Angaben der EU-Kommission durchschnittlich 1,15 Euro pro Minute.
In einer Studie des BEUC heißt es, die Mobilfunkbetreiber operierten zwar mit vielen "Bündel-Angeboten" und Tarifplänen aller Art. Diese seien "sehr komplex, schwer zu benutzen und ohne nachvollziehbare Auswirkungen auf die Gesamtkosten". Sie dienten offensichtlich lediglich der Vernebelung. Die Tarife seien, gerade was das Telefonieren im Ausland angehe, sehr unübersichtlich. Vor allem gebe es oft keine Unterschiede beispielsweise zwischen dem Telefonieren aus dem Ausland nach Hause, dem Telefonieren innerhalb eines ausländischen Staates oder zwischen zwei Staaten.
Die EU-Kommission hatte im Juli vergangenen Jahres den Entwurf einer Verordnung zur Begrenzung der Roaming-Kosten vorgelegt. Diese Verordnung soll nach bisherigen Planungen noch unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft bis Ende Juni verabschiedet werden. Die Kommission will unter anderem, dass der Endkundenpreis nicht mehr als 30 Prozent über dem Großkundenpreis liegen darf. Von den hohen Roaming-Tarifen sind der Kommission zufolge 110 Millionen Geschäftskunden und 37 Millionen Touristen betroffen. Die Kosten für einen Roaming-Anruf lägen fünfmal höher als die tatsächlichen Kosten und viermal höher als die Inlandstarife. Die Kommission begründet das beabsichtigte Eingreifen in den Roaming-Markt damit, die Tarife stellten vor allem für mittlere Unternehmen "einen erheblichen Kostenfaktor" dar.
Der EU-Verbraucherverband BEUC bezeichnete die Argumentation der Betreiber, die Geschäftskunden seien zum Roaming gezwungen und würden bei niedrigeren Endpreisen auch nicht mehr als bisher telefonieren, als "bizarr". Dies erkläre zwar "exorbitante" Preise, sei aber falsch: Nicht nur Geschäftskunden, vor allem Touristen würden wesentlich mehr im Ausland mobil telefonieren, wenn das nicht so teuer wäre. Der Verband kam bei der Prüfung der Handy-Rechnungen von 29 Europa-Abgeordneten zu dem Ergebnis, dass jeder Parlamentarier bei Begrenzung der Roamingkosten im Durchschnitt 1159 Euro pro Monat sparen würde.
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ROAMING- KOSTEN - EU kappt Handygebühren - Konzerne empört
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Antwort #8 am:
15 März, 2007, 19:35 »
Netzgebühren sollen gedeckelt, Telefonate aus dem Ausland billiger werden. Der EU-Beschluss entsetzt die Mobilfunk-Anbieter: Eine Begrenzung der Roaming-Gebühren sei unnötig - und gefährde den Wettbewerb. Experten sehen das ganz anders.
Berlin - "Die Tendenz zeigt ganz klar, dass die Preise für Telefonate im Ausland sinken", sagte ein T-Mobile-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Preise seien in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt worden, zuletzt im Januar. Die Preissenkungen waren allerdings vor allem auf Druck der EU zustande gekommen: Eigentlich hatten die Anbieter gehofft, so eine Regulierung der Roaming-Gebühren verhindern zu können. Diese werden im Ausland für die Nutzung fremder Netze fällig.
Auch der Deutschland-Chef von Vodafone, Friedrich Joussen, zeigte sich dementsprechend empört über den heutigen Beschluss der zuständigen EU-Minister, dennoch eine Höchstgrenze für die Gebühren festzusetzen. Sollte die Regulierung tatsächlich kommen, würde das aus seiner Sicht den Wettbewerb zum Erliegen bringen, sagte Joussen.
EU-Medienkommissarin Viviane Reding und Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sind anderer Meinung. Sie betonten, eine Regelung sei aus Gründen des Verbraucherschutzes wichtig. "Wir können das nicht dem Markt überlassen", sagte Glos nach dem Treffen der zuständigen EU-Minister auf der Cebit. Dort hatte man sich geeinigt, eine entsprechende Gesetzesvorlage noch im ersten Halbjahr 2007 auszuarbeiten und bis Juni endgültig unter Dach und Fach bringen zu wollen.
Bislang müssen die Verbraucher im Ausland für Telefonate mit der Heimat aufgrund dieser Gebühren tief in die Tasche greifen. Minutenpreise von bis zu drei Euro sind keine Seltenheit. Für Mobilfunk-Anbieter in den südlichen Urlaubsländern - der spanischen Telefónica und Telecom Italia - sind die Roaming-Gebühren eine wichtige Einnahmequelle. Die Tarife sind zum Teil so hoch, dass etwa die Telekom die Entgelte nach eigenen Angaben nicht voll an ihre Kunden weiter geben will. Zu unattraktiv sei sonst der Griff zum Handy im Urlaub. Die Telekom verzichte so jährlich auf einen dreistelligen Millionenbetrag, erklärt der Konzern.
"Riesige Kostenunterschiede nicht nachvollziehbar"
Experten begrüßen eine Regulierung deshalb. "Die teilweise riesigen Kostenunterschiede innerhalb Europas sind nicht nachvollziehbar", sagt Matthias Hamel von der Beratungsgesellschaft Solon. Auch nach den geplanten Preissenkungen kämen die Unternehmen auf ordentliche Margen bei Auslandstelefonaten.
Die EU-Kommission hatte bereits vergangenen Sommer vorgeschlagen, eine Roaming-Höchstgrenze festzusetzen. Das könne zu Preissenkungen von bis zu 70 Prozent führen, hieß es aus Brüssel: Von den geschätzten 8,5 Milliarden Euro im Jahr, die in der EU an Roaming- Gebühren fällig werden, würden also rund fünf Milliarden Euro wegfallen. Einer Deckelung der Preise müssen noch das Europäische Parlament sowie die Minister der Mitgliedstaaten formal zustimmen.
Offen ist noch, wo genau die Grenze gesetzt wird. Ein Sprecher Redings hatte am Rande des Minister-Treffens erklärt, es zeichne sich offenbar eine Obergrenze von rund 50 Cent ab. Die Nachrichtenagentur dpa-AFX schrieb wenig später, nach jüngsten Informationen peile die Kommission für Anrufe ins Heimatland eine Obergrenze von 44 Cent pro Minute an und von 15 Cent bei eingehenden Anrufen. Reding, Glos und Bundeskanzlerin Merkel hatten zuvor 50 beziehungsweise 25 Cent vorgeschlagen. Die Deutsche Telekom veranschlagt derzeit 59 Cent pro Minute.
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EU-Ausschüsse stimmen für Preisobergrenze bei Roaming-Gebühren
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Antwort #9 am:
22 März, 2007, 18:34 »
Im Europaparlament zeichnet sich Zustimmung zu niedrigeren Handy-Gebühren bei Telefonaten im Ausland ab. Am heutigen Donnerstag stimmten die Ausschüsse für Binnenmarkt und Kultur aber nur im Grundsatz für die von der EU-Kommission vorgeschlagene, drastische Absenkung der so genannten Roaming-Gebühren. Diese entstehen den Kunden bei eigenen oder angenommenen Anrufen im Ausland. Brüssel will die Mobilfunkanbieter mittels einer Preisobergrenze zwingen, die Gebühren um bis zu 70 Prozent zu verringern. Für ihre Pläne braucht die EU-Kommission grünes Licht der 27 EU-Länder sowie des Europaparlaments. Das Parlament soll im Mai endgültig entscheiden, die Mitgliedstaaten im Juni.
Bei der Frage, ob der Schutztarif automatisch für alle Kunden gelten ("Opt-out"-Variante) oder bewusst gewählt werden müsste ("Opt-in"), stimmte eine Mehrheit der Abgeordneten allerdings gegen die Kommissionspläne. EU-Medienkommissarin Viviane Reding, die eine automatische Geltung vorgeschlagen hatte, zeigte sich enttäuscht: "Wenn sich die Kunden bewusst für den günstigeren Schutztarif entscheiden müssen, werden sich die Anbieter auf die Passivität vieler Verbraucher verlassen können", sagte sie.
Die Pläne seien "verwässert worden", kritisierte der Direktor des Dachverbandes der EU-Verbraucherorganisationen (BEUC), Jim Murray. Er hoffe, dass das Parlament sich auf seiner Plenumsitzung im Mai der Kommission anschließen werde. Der zuständige Berichterstatter im Parlament, der Sozialist Joseph Muscat sprach von einer "unheiligen Allianz" der Konservativen und Liberalen.
Die zuständigen EU-Fachminister hatten auf ihrer informellen Ratstagung Mitte März ebenfalls nur im Grundsatz grünes Licht gegeben. Derzeit hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) als Vertreter der deutschen Ratspräsidentschaft den Vorsitz im Ministerrat inne. Nach Angaben der EU-Kommission sieht sein Kompromissvorschlag zwar die "Opt-out"-Version vor, aber nur für Neukunden. Im Juni soll der Ministerrat die Verordnung nach einer Einigung mit dem Parlament endgültig verabschieden, die dann – rechtzeitig zu Sommerferien – sofort in Kraft treten könnte.
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EU-Parlament will rasche Absenkung von Handy-Roaminggebühren
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Antwort #10 am:
11 April, 2007, 17:21 »
Die Handygebühren bei Auslandsgesprächen in der EU könnten noch in diesem Jahr drastisch sinken. Im Europaparlament werde der zuständige Industrieausschuss an diesem Donnerstag vermutlich mit großer Mehrheit für einen entsprechenden Vorschlag stimmen, sagte die Ausschussvorsitzende Angelika Niebler am Mittwoch in Brüssel. Die Abstimmung im Plenum sei für den 9. Mai vorgesehen. Bis zur Sommerpause könne dann mit den 27 Mitgliedstaaten sowie der EU-Kommission ein Kompromiss gefunden werden, sagte die CSU- Politikerin.
Dass es eine Verordnung geben müsse, um die Roaming-Gebühren zu deckeln, stehe außer Zweifel, sagte Niebler. Diese entstehen den Kunden bei eigenen oder angenommenen Anrufen im Ausland. Die EU- Kommission will die Mobilfunkanbieter mittels einer Preisobergrenze zwingen, die Gebühren um bis zu 70 Prozent zu verringern. Für ihre Pläne braucht die Behörde aber grünes Licht der EU-Länder sowie des Europaparlaments. Die zuständigen Fachminister haben bereits Zustimmung signalisiert.
"Es gibt ein solches Missverhältnis zwischen den Kosten des Roamings und Erträgen für die Unternehmen, dass die Politik einfach eingreifen muss", sagte Niebler. "Wir sind alle grundsätzlich derselben Meinung, liegen nur noch in Einzelpunkten auseinander." So verlange das Parlament bei den so genannten Roaming-Gebühren eine Obergrenze von 40 Cent bei abgehenden und 15 Cent bei ankommenden Gesprächen. Der Ministerrat plädiere für 50 Cent beziehungsweise 25 Cent.
Damit, dass die Gebühren bereits zu den Sommerferien sinken, sei nicht zu rechnen, sagte Niebler. Die Mobilfunkanbieter bräuchten Zeit, die neue EU-Verordnung umzusetzen. Dies könne dann aber bis Ende des Jahres passieren – "als Weihnachtsgeschenk".
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Europaparlament stellt Weichen für niedrigere Handy-Roaminggebühren
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Antwort #11 am:
12 April, 2007, 12:38 »
Das Europaparlament hat wie erwartet die Weichen für eine starke Absenkung der Handygebühren bei Auslandsgesprächen in der EU gestellt. Mit großer Mehrheit stimmte der federführende Industrieausschuss heute in Brüssel für einen entsprechenden Vorschlag. Per EU-Verordnung sollen demnach die Roaming-Gebühren im EU-Ausland für abgehende Gespräche auf höchstens 40 Cent pro Minute und bei ankommenden Gesprächen auf 15 Cent begrenzt werden.
Die Abstimmung im Plenum ist für den 9. Mai vorgesehen. Bis zur Sommerpause wollen die Parlamentarier einen Kompromiss mit den zuständigen Fachministern der 27 EU-Länder finden. Der Ministerrat hat bereits prinzipiell grünes Licht gegeben.
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Weiter keine Einigung über Begrenzung der Roaminggebühren
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Antwort #12 am:
23 April, 2007, 18:52 »
Im Streit um die von der EU geforderte Senkung der Roaming-Gebühren für Handygespräche im Ausland soll das EU-Parlament am 10. Mai in erster Lesung über eine entsprechende Verordnung entscheiden, die der Ministerrat auf seinem offiziellen Treffen am 7. Juni noch absegnen muss. Abgesehen von diesem Zeitplan ist allerdings weiter strittig, welche Obergrenzen für Roaminggebühren gelten sollen und unter welchen Bedingungen die Millionen Bestandskunden in den Genuss der gekappten Gebühren kommen sollen. Am heutigen Montag sorgte nun ein unter deutscher Ratspräsidentschaft erarbeiteter Kompromissvorschlag der Mitgliedsländer für Aufregung, der neue Obergrenzen ins Spiel bringt, die deutlich über den bisher gehandelten Zahlen liegen.
Nach dem neuen Vorschlag sollen im Ausland abgehende Gespräch maximal 60 Cent (ohne Mehrwertsteuer) pro Minute kosten, für im Ausland angenommene Gespräche sollen Anbieter maximal 30 Cent berechnen dürfen, erklärte der Sprecher von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) am heutigen Montag in Berlin. Während sich der Rat der zuständigen Fachminister auf einem informellen Treffen im März in Hannover bereits auf eine Begrenzung auf 50 beziehungsweise 25 Cent verständigt hatte, schlug der Industrieausschuss des EU-Parlaments eine Kappung bei 40 beziehungsweise 15 Cent vor. Zudem herrscht weiter Uneinigkeit darüber, ob die Mobilfunkanbieter ihre Bestandskunden automatisch oder nur auf ausdrücklichen Wunsch auf die neuen Tarife umstellen müssen.
Die EU-Kommission ist trotz des neuen Vorstoßes zuversichtlich, die Verordnung in erster Lesung durch Parlament und Ministerrat zu bringen und sie am 1. Juli in Kraft setzen zu können. Sollten sich die Mitgliedsländer bis dahin nicht mit Kommission und Parlament auf eine Linie einigen können, müsste die Verordnung wohl auf Herbst verschoben werden. "Die deutsche Ratspräsidentschaft setzt sich für eine Lösung ein, die im Sinne aller ist", sagte Glos-Sprecher Steffen Moritz. Der Vorschlag müsse nun mit der Kommission und dem Parlament beraten werden. In diesen Beratungen soll noch vor der ersten Lesung im Mai ein Konsens gefunden werden. Dazu seien schon in den nächsten Tagen zwei informelle Treffen anberaumt, hieß es in Berlin.
Hintergrund der neuen Tarifrunde sind offenbar Widerstände gegen eine zu harte Behandlung der Mobilfunkanbieter, die es in einigen Mitgliedsstaaten trotz des bereits gefundenen Kompromisses noch zu überwinden gilt. Die Vize-Chefin der Grünen-Fraktion im Bundestag, Bärbel Höhn, warf Glos deshalb heute vor, in seiner Rolle als EU-Ratsvorsitzender vor der Branche eingeknickt zu sein: "Das ist ein Kniefall vor der Lobby, der durch nichts zu rechtfertigen ist", sagte sie der dpa. Die Mobilfunkanbieter dürften nicht länger mit unverschämten Gebühren bei den Verbrauchern abkassieren. "Telekom, Vodafone & Co reiben sich die Hände und der Verbraucher ist der Dumme", sagte Höhn. Auf die Roaming-Gebühren entfallen mit jährlich fünf Milliarden Euro knapp sechs Prozent der gesamten Mobilfunkumsätze.
Abzuwarten bleibt, ob sich die Länder mit ihrem 60-Cent-Angebot im Tarifpoker um die Roaminggebühren tatsächlich durchsetzen können oder ob nicht am Schluss der goldene Mittelweg gefordert wird. Eine deutliche Erleichterung wird es in jedem Fall nur für den Gelegenheitstelefonierer geben, der das ein oder andere Gespräch aus dem Urlaub führen will und dafür – je nach Tarif – bisher ordentlich zur Kasse gebeten wird. Für Kunden, die viel im Ausland telefonieren, bieten die Mobilfunker schon jetzt Tarife an, die im Rahmen oder oberhalb der in Brüssel diskutierten Tarife liegen.
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Wenig Hoffnung auf rasch sinkende Roaming-Gebühren
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Antwort #13 am:
27 April, 2007, 13:10 »
Die Verbraucher können sich nur wenig Hoffnung machen, schon in den Sommerferien günstiger mit dem Handy im Ausland zu telefonieren. "Es scheint so zu sein, als ob wir bei so niedrigen Gebühren, wie sie vom Europäischen Parlament gefordert werden, keine rasche Zustimmung von 27 Regierungen bekommen", sagte der amtierende EU-Ratspräsident und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) laut dpa auf dem Treffen der EU-Wettbewerbsminister in Würzburg.
EU-Parlament und Kommission fordern eine Absenkung der Gebühren auf höchstens 40 Cent netto pro Minute für eigene Handy-Telefonate im Ausland. Für angenommene Gespräche sollen maximal 15 Cent erlaubt sein. Die deutsche Ratspräsidentschaft hat als Kompromiss inzwischen Obergrenzen von 60 und 30 Cent ins Gespräch gebracht. Die EU-Kommission hatte sich noch vor wenigen Tagen trotz des neuen Vorstoßes zuversichtlich gezeigt, die Verordnung über die Obergrenze für Roamingebühren in erster Lesung durch Parlament und Ministerrat zu bringen und sie am 1. Juli in Kraft setzen zu können. Sollten sich die Mitgliedsländer aber bis dahin nicht mit Kommission und Parlament auf eine Linie einigen können, müsste die Verordnung mindestens auf Herbst verschoben werden.
Die Kommission hatte bereits Anfang des Jahres Obergrenzen für die Gebühren angekündigt, die Handy-Nutzer in Handy-Netzen außerhalb ihres Heimatlandes für aus- und eingehende Anrufe zahlen müssen. Auch im EU-Parlament wurden mit dem Beschluss des federführenden Industrieausschusses die Weichen gestellt, die Gebühren auf 40 Cent bei ausgehenden und 15 Cent bei eingehenden Gesprächen zu senken. Die Industrieminister der EU-Mitgliedsstaaten hatten Mitte März aber von Obergrezen von 50 respektive 25 Cent gesprochen, der deutsche Vorschlag liegt nun noch einmal darüber.
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Österreich gibt Widerstand gegen Roaming-Regulierung auf
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Antwort #14 am:
29 April, 2007, 14:50 »
Der österreichische Minister für Verkehr, Innovation und Technologie Werner Faymann hat sich für eine deutliche Senkung der Roaming-Tarife ausgesprochen. Das berichtet die Nachrichtenagentur APA. Bisher galt Österreich als einer der größten Kritiker der geplanten EU-Verordnung für günstigere Auslandstelefonate. Nun wolle sich Österreich der Mehrheitslinie im Rat anschließen, um möglichst rasch zu einer Regulierung zu kommen, heißt es.
Die EU-Kommission hatte Anfang des Jahres Obergrenzen für die Gebühren angekündigt, die Handy-Nutzer in Handy-Netzen außerhalb ihres Heimatlandes für aus- und eingehende Anrufe zahlen müssen. Auch im EU-Parlament wurden mit dem Beschluss des federführenden Industrieausschusses die Weichen gestellt, die Gebühren auf 40 Cent bei ausgehenden und 15 Cent bei eingehenden Gesprächen zu senken.
Die Industrieminister der EU-Mitgliedsstaaten hatten Mitte März von Obergrenzen von 50 respektive 25 Cent gesprochen, dieser Linie will sich Österreich laut dem Bericht nun anschließen. Die deutsche Ratspräsidentschaft hat derweil als Kompromiss Obergrenzen von 60 und 30 Cent ins Gespräch gebracht.
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