Autor Thema: Australien: Nintendo Wii dank Berufsgenossenschaft?  (Gelesen 2009 mal)

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Offline ritschibie

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In Australien ist aktuell eine äußerst interessante Debatte entbrannt, ob die Berufsgenossenschaft eine Wii Fit finanzieren muss. Ein Arbeitnehmer sollte diese im Zuge der Rehabilitation nach einem Arbeitsunfall benutzen.

Fitnessstudios sind mitunter ein kostspieliges Unterfangen. Wenn man zu Rehabilitationszwecken ein solches besuchen muss, wird dies rasch deutlich. Doch glücklicherweise gibt es inzwischen nicht nur die "Do-it-yourself" Alternative. Mit der Wii Fit von Nintendo sind einige Sportarten auch im heimischen Wohnzimmer möglich. Bequem, grafisch animiert und durchaus ansprechend. Aber ob es tatsächlich zur Wiederherstellung der körperlichen Leistung nach einem Arbeitsunfall genügt?

Ein Mann aus Australien hat es auf Anraten seines Arztes versucht. Dieser hatte ihm zum Kauf einer Nintendo Wii sowie eines Wii Fit Spiels geraten. Damit sollte er zu Hause üben. Der Mann versuchte nach dem Erwerb des Gerätes inklusive Spiel die Rechnung an die Berufsgenossenschaft weiterzuleiten. Schließlich war seine Verletzung aus einem Arbeitsunfall hervorgegangen.

Nun streiten sich die beteiligten Parteien. Sogar der Finanzexperte der Oppositionspartei in diesem Bundesstaat hat sich eingeschaltet. Letzterer verteidigt die Forderungen des Arbeitnehmers. Für die Berufsgenossenschaft ist der Fall jedoch nicht so einfach. Diese weigern sich nach wie vor vehement, die Rechnung des Mannes zu erstatten. Auch wenn die Situation auf den ersten Blick lächerlich wirken mag, ist sie doch mehr als nur ernst.

Die Nintendo Wii wird nach wie vor primär mit einer Gaming-Konsole in Verbindung gebracht. Dass sich dadurch eine Rehabilitation durchführen lässt, dürften nur wenige Menschen glauben. Die Wii Fit Angebote sind jedoch durchaus umfangreich und fordernd. Sit-Ups und Liegestütze gehören dabei noch zu den Standard-Übungen, zu denen das Gerät motiviert.

Der "Trainer" spornt den Spieler zu einer immer größeren Leistung an. Wer das Gerät eine Weile nicht benutzt, darf sich einen entsprechenden Kommentar abholen. Von der Gewichtsmessung mit anschließender Berechnung des Body-Mass-Index einmal ganz abgesehen. Zahlreiche Physiotherapie-Einrichtungen in Großbritannien und Australien nutzen bereits seit geraumer Zeit diese Geräte. Insbesondere junge Patienten würden darauf ansprechen.

Der Arbeitnehmer wird vorerst auf den Kosten seiner Wii sitzen bleiben. Eine zeitnahe Entscheidung wird nicht erwartet.

Quelle: www.gulli.com
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Offline Jürgen

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Re: Australien: Nintendo Wii dank Berufsgenossenschaft?
« Antwort #1 am: 04 Mai, 2010, 00:22 »
Es darf allgemein als ungeschickt gelten, zuerst die Ausgabe zu tätigen und anschliessend auf Erstattung zu bestehen.
So darf man sich über Widerstand der Gegenseite nicht wirklich wundern.
Hätte man die BG vorab geschickt angesprochen, mit einer neuen Idee zur Kostendämpfung im Rahmen der anstehenden Reha-Massnahmen, wer weiss...
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