Autor Thema: Telekom: Gefährliches Provisionskarussel in Callcenterszene  (Gelesen 1385 mal)

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Die Telekom hat zugegeben, dass sich in der Callcenterbranche, mit der der Bonner Konzern lukrative Geschäfte macht, ein gefährliches Provisionskarussel dreht, das Betrug begünstigt. Doch welchen Anteil hat der Konzern am Entstehen dieser Strukturen?

Die Deutsche Telekom hat eingeräumt, dass in der Callcenterbranche ein "gefährliches Provisionskarussel" entstanden ist, das zum Betrug geradezu einlade. Das sagte der Datenschutzvorstand Manfred Balz dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. In dem hart umkämpften Markt habe sich "ein System mit kriminogenen Strukturen" etabliert.

In Tausenden Callcentern und deren Subunternehmen, die von Kundenfang leben, seien die sensiblen Daten nur schwer zu kontrollieren, räumte Balz ein. Die Telekom will deshalb die Chefs aller großen Kommunikationsunternehmen zu einem Gipfelgespräch einladen.

Branchenkenner gehen davon aus, dass die Telekom das Provisionskarussel selbst mit angestoßen hat. Lothar Schröder, Verdi-Bundesvorstand und stellvertretender Aufsichtsratschef bei der Telekom, hatte erklärt, dass es grundsätzlich einfacher sei, Kundendaten zu schützen, wenn man mit eigenen Callcentern arbeite.

Anfang Oktober 2009 hatte der Bonner Konzern einen neuen Datenskandal öffentlich gemacht. Laut Medienberichten sind bei externen Callcentern im Ausland Datensätze von hunderttausenden Telekom-Kunden im Umlauf, die häufig auch Bankverbindungen enthalten sollen.

Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche sind die Datenpannen teilweise hausgemacht. "So versorgt der Konzern bis heute Vertriebspartner auch aktiv und im großen Stil mit Daten über Kunden, damit Callcenter etwa auslaufende Verträge verlängern oder den Leuten neue Angebote verkaufen können", schreibt das Magazin und stützt sich dabei auf Aussagen eines hochrangigen Mitarbeiters aus dem Telekom-Bereich Wirtschaftsstrafrecht gegenüber der Staatsanwaltschaft Bonn vom Mai 2009. Demnach übergibt die Telekom bei Werbekampagnen, die sie mit externen Callcentern durchführt, regelmäßig Listen an ihre Partner. Diese generiert der Konzern zuvor individuell.

Die elektronischen Angaben hätten einen Umfang von 10.000 bis 100.000 Datensätzen, und würden telekomintern als "Fremdadressgeschäft" bezeichnet. Nach Angaben des Unternehmens sind keine Bankverbindungen enthalten.

Quelle : www.golem.de

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Telekom: Datenschutz bedarf Zusammenarbeit der gesamten Branche
« Antwort #1 am: 17 Oktober, 2009, 17:50 »
Die Deutsche Telekom will auf die gesamte Branche setzen, um zum Schutz von Kundendaten eine gemeinsame Lösung zu finden. Dazu plant der im Unternehmen für den Datenschutz zuständige Telekom-Vorstand Manfred Balz ein gemeinsames Gespräch mit die Vorsitzenden aller großen Kommunikationsunternehmen.

In einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" äußerte sich Balz ungewöhnlich hart über seine Branche. Im Telefongeschäft habe sich "ein System mit kriminogenen Strukturen" entwickelt. Beim gegenseitigen Abwerben von Kunden über Tausende unabhängige Callcenter sei ein "gefährliches Provisionskarussel" entstanden, das zum Betrug geradezu einlade. Diesem Problem könne man nur im Verbund mit den anderen Telekommunikationsanbietern begegnen. Für das geplante Treffen nannte Balz noch keinen Termin.

In den letzten Jahren wurde die Telekom immer wieder von Datenschutzskandalen gebeutelt. Im Jahr 2006 wurden 17 Millionen Kundendaten samt Telefonnummern entwendet. Anfang Oktober hatte das Unternehmen angekündigt, gegen dubiose Vertriebspartner vorzugehen.

Quelle : www.heise.de

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Datenaffäre: Deutsche Telekom trickst bei Aufklärung
« Antwort #2 am: 21 Oktober, 2009, 14:31 »
Die Deutsche Telekom trickst offenbar bei der Aufklärung der jüngsten Datenaffäre. Anders als behauptet, habe die Sicherheitsabteilung seit geraumer Zeit deutliche Hinweise darauf, dass Telekom-Datensätze in dunkle Kanäle gelangt sind.

Das berichtet das Hamburger Magazin 'Stern' in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Zu den jüngst bekannt gewordenen Datenschiebereien bei Callcentern hatte die Telekom bislang angegeben: Ob und in welchem Umfang tatsächlich Telekom-Daten für unseriöse Zwecke verwendet worden seien, stehe noch nicht fest.

In Wahrheit habe die Kriminalpolizei bereits Ende April 2009 rund 100.000 bei Scheinkäufen erworbene Datensätze zur Prüfung an die Telekom weitergeleitet. Die interne Auswertung ergab nach Informationen des Magazins, dass davon ein Großteil aus den Kundendatenbeständen des Bonner Konzerns stammte. Allein bei 52.000 Datensätzen handele es sich um "Datenbestände aus dem Bereich T-Online", heißt es demnach in dem internen Telekom-Papier.

Wie das Magazin vergangene Woche berichtete, hatte die Kripo Ende Juli auf eine Anzeige der Telekom hin 28 Büros und Wohnungen mutmaßlicher Datenhändler durchsucht. Dabei waren Millionen Datensätze beschlagnahmt worden, viele davon mit Vertragsangaben und Bankverbindungen der Kunden.

Auch auf Warnungen reagierte der Konzern nach Stern-Informationen zögerlicher als er es heute darstellt. So fiel ein Callcenter-Betreiber Anfang 2009 Telekom-intern dadurch auf, dass von der Firma aus in den Monaten zuvor rund vier Millionen Mal auf die Kundendatenbank der Telekom zugegriffen worden war. Trotz des Verdachts auf unzulässige "Vorratsdatenbeschaffung", so ein internes Papier, lief die Vertriebskooperation zunächst weiter.

Sie wurde erst Ende August vollständig beendet. Dies sei in Absprache mit der Staatsanwaltschaft so geschehen, gibt die Telekom heute dazu an. Laut Ermittlungsakte lag die Sache anders: Die Kripo hakte mehrfach bei der Telekom nach, bis die Konzernsicherheit Anfang Juni endlich Angaben zu dem Vertrag mit der umstrittenen Firma machte. Gelöst wurde der Vertrag auch offenbar nicht wegen Datenklaus: Es habe zu viele Kundenbeschwerden gegeben, gab ein Telekom-Sicherheitsmann zu Protokoll.

Quelle : http://winfuture.de

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Telekom: Neue Kundennummern für Millionen Kunden
« Antwort #3 am: 05 Dezember, 2009, 18:21 »
Der für den Bereich des Datenschutzes bei der Telekom zuständige Vorstand Manfred Balz hat den entsprechenden Gremien des Konzerns vorgeschlagen, die Pannen und Diebstähle von Kundendaten mit einem Schlag wertlos zu machen.

Im Zuge dieses geplanten Vorhabens will man Millionen von Kunden eine völlig neue Kundennummer zuteilen. Die Datensätze mit den alten Nummern sollen sich sodann leicht identifizieren lassen. Zugleich will man auf diese Weise allerdings den Handel und den Weiterverkauf der Daten erschweren.

Gegen eine illegale Weitergabe und Verwendung der Telekom-Daten will das Unternehmen in jedem Fall entschlossen vorgehen. Wann die geplante Großaktion im Zusammenhang mit den Kundennummern beginnen soll, scheint derzeit jedoch nicht fest zu stehen.

Wie der 'Spiegel' in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, prüft die Telekom derzeit diese und einige weitere Möglichkeiten.

Quelle : http://winfuture.de

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