Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung bekommt Oliver Pocher vielleicht schon sehr bald seine eigene Samstagabend-Show im Ersten - die ARD will ihn halten.
Von Christopher Keil
An Gesprächen mit Oliver Pocher hat es zuletzt nicht gemangelt im Blätterwald. An Gesprächen über Oliver Pocher in der ARD auch nicht. Zwei Jahre war Pocher, der am Mittwoch dieser Woche 31 Jahre alt wurde, im Ersten als Teil von Schmidt&Pocher öffentlich-rechtliches Programm. Das funktionierte aus Sicht von Pocher und jüngerer Zuschauer besser als aus Sicht diverser Fernsehräte. Pocher lernte, dass auch seine besten Satire-Einlagen kritisiert werden können. Allerdings hat er auch wichtige Fürsprecher gefunden, den ARD-Programmdirektor Volker Herres beispielsweise. Auch SWR-Intendant Peter Boudgoust, der seit Januar ARD-Vorsitzender ist, wünscht sich den Verbleib Pochers.
Da passt es gut, dass Herres offenbar gerade vom ARD-Programmbeirat gebeten wurde, Pocher weiter ans Erste zu binden - wenn demnächst die Kooperation mit Harald Schmidt endet.
Nach SZ-Informationen soll Pocher eine 30-minütige Show bekommen, die am späten Samstagabend laufen könnte. Ein Pilot, eine Probesendung, wurde bereits gedreht. In der kommenden Woche soll es Verhandlungen geben.
Vorher, an diesem Samstag, moderiert Pocher für das Erste zunächst einmal den deutschen Musikpreis Echo. Der kleine Mann steht derzeit hoch im Kurs. Mit Günther Jauch nahm Pocher ebenfalls einen Piloten auf. Es gibt einige Produzenten außer Jauch (I&U) , die gerne Pochers Partner wären: bei dem ARD-Geschäft. Zuletzt steuerte Fred Kogel, der mit Harald Schmidt die Firma Kogel & Schmidt führt und den Vorstandsvorsitz gegen den Aufsichtsratsvorsitz bei der Constantin AG eintauschte, die Wege Pochers. Kogel hat gerade die Kogel GmbH gegründet. Pocher würde ihr sicher gut stehen.
Quelle:
www.sueddeutsche.de