Autor Thema: Soziale Netzwerke / Web 2.0 diverses  (Gelesen 43107 mal)

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Datenschutz bei sozialen Netzwerken mangelhaft
« Antwort #60 am: 25 März, 2010, 12:20 »
Die Stiftung Warentest hat bei ihrer bislang größten Untersuchung zum Datenschutz Facebook, Myspace &  Co. ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Acht von zehn der geprüften sozialen Netzwerken zeigten "deutliche" oder "erhebliche" Mängel bei der Datensicherheit oder dem Schutz der Privatsphäre der Nutzer. Vor allem bei den analysierten Online-Gemeinschaften mit Sitz in den USA bleibe der europäische Ansatz des informationellen Selbstbestimmungsrechts "auf der Strecke", monierte Hubertus Primus, Bereichsleiter Publikationen der Institution. So setze das US-Netzwerk LinkedIn etwa ein 68 Jahre gültiges Browser-Cookie. Außerdem informiere es nicht über die Speicherdauer von IP-Adressen. Für Primus ist damit klar: "Das ist schlicht Vorratsdatenspeicherung."

Für die Analyse, die in der April-Ausgabe der Zeitschrift "test" erscheint, haben die Prüfer zehn Netzwerke ausgewählt. Darunter waren zunächst alle deutschsprachigen Plattformen mit mehr als 100.000 Nutzern pro Tag. Dazu gehören Schüler- und StudiVZ aus dem Holtzbrinck-Verlag, Lokalisten, wer-kennt-wen und Jappy. Dazu kamen die US-Netzwerke Facebook und MySpace sowie das Business-Netzwerk Xing und sein US-Pendant LinkedIn.

Die Ergebnisse der Tests bezeichnete Primus als "sehr durchwachsen". Besonders der Stand der Datensicherheit sei "schlecht". So hätten nur sechs der Probanden eine Einwilligung für einen "Hackerangriff mit Erlaubnis" gegeben. Alle US-Netzwerke sowie Xing hätten ihre Zustimmung verweigert, was zur Abwertung dieser Portale wegen "fehlender Transparenz" geführt habe. Von den bereitwilligen Seiten hätten Jappy, wer-kennt-wen und Stayfriends ein "mangelhaft" in diesem Punkt kassiert. Bei den VZ-Netzen und den Lokalisten habe es gerade mal für ein "ausreichend" gereicht. Als besondere Datenschutzlücke bemängelte Primus, dass beim mobilen Einloggen Nutzername und Passwort unverschlüsselt übertragen würden. Hier müssten die Anbieter "dringend" nachbessern.

Mit besseren Beurteilungen konnten vor allem die VZ-Portale und Jappy mit "sehr gut" und Xing mit "gut" bei der Beachtung von Verfügungs- und Nutzerrechten punkten. Hier wurde etwa gemessen, ob der Anwender Eigentümer seiner Daten bleibt, ob Verwertungsrechte an Anbieter übergehen und wie die Persönlichkeitsrechte gewahrt werden. Das Abschneiden erklärte Primus auch mit der Abmahnaktion des Bundesverbands der Verbraucherzentalen (vzbv) im vergangenen Jahr. "Mangelhaft" erhielten an dieser Stelle Facebook und MySpace. Dort bestehe ähnlich wie bei LinkedIn ein "grundsätzlich anderes Verständnis von Datenschutz" als auf dem alten Kontinent, kritisierte Primus. Es gelte der Deal: "Wir stellen Euch das Netzwerk zur Verfügung, ihr gebt uns dafür eure Daten, die wir zu Geld machen". Wenn dabei Informationen der Nutzer auch an Dritte im außereuropäischen Ausland weitergeben würden, sei damit "dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet". Dies sei etwa bei Facebook bei beliebten Spielen wie Farmville oder Mafia Wars der Fall. Darüber hinaus behalte sich der US-Anbieter die geistigen Eigentumsrechte an allen Beiträgen und Inhalten der Nutzer vor.

Das konkrete Testvorgehen erläuterte Untersuchungsleiter Holger Brackemann. Demnach agierten die Prüfer mit "verdeckten Mitgliedschaften" und heuerten ein externes Institut für die "Hackerangriffe" an. Trotz der Affäre um die leichte Auslesbarkeit von Nutzerdaten bei SchülerVZ hätten sich dabei auch dort noch Schwachstellen etwa bei der mobilen Nutzung gefunden. Bei Jappy habe sich auch die verschlüsselte Nutzung der konventionellen Website als unsicher herausgestellt. So sei ein Auto-Login mit unzureichender Verschlüsselung angeboten worden. Der Server habe dabei die Anmeldeversuche nicht begrenzt, sodass das Verfahren für einen "Brute Force"-Angriff und das maschinelle Ausprobieren von Login-Daten anfällig gewesen sei. Diese Schwachstelle habe der Betreiber nach der Information durch Stiftung Warentest inzwischen behoben. Aber auch bei StayFriends, wer-kennt-wen und Lokalisten habe es Probleme mit dem Passwortschutz gegeben.

Die Voreinstellung zum Datenschutz bezeichnete Brackemann vor allem bei Facebook als mangelhaft. Das Portal habe hier "eine 180-Grad-Wende zum Negativen hingelegt" und mache persönliche Informationen zunächst für alle zugänglich. Der Nutzer müsse dies erst über ein schwer auffind- und bedienbares Menü nachträglich ändern. Auch den Ansprüchen zur Achtung von Persönlichkeitsrechte sei kein Netzwerk bei drei untersuchten Fällen gerecht geworden. So sei auf eine eingespielte Statusnachricht mit Mobbing-Charakter und eine Protestmeldung des betroffenen Nutzers nicht angemessen reagiert worden. Zudem hätten die drei US-Netzwerke auf eine Bitte zur Auskunft über die gespeicherten Nutzerdaten "fast komplett versagt".

Insgesamt seien die Portale "nicht kostenlos", betonte Brackemann. So würden die personenbezogenen Angaben zumindest für die Schaltung verhaltensbasierter Werbung verwendet. Neun der Communities seien in diesem Feld aktiv. Nur fünf davon erlaubten dem Betroffenen aber, diese Funktion abzuschalten. Allein SchülerVZ verzichte ganz auf diesen Ansatz. Generell müssten die Anbieter ihre Maßnahmen zum Datenschutz und zur Sicherstellung von Transparenz deutlich verbessern. Auch "der Vollzug der Datenschutzgesetze" müsse verstärkt werden. Auch der Nutzer trage eine Eigenverantwortung und müsse sich etwa bewusst machen, dass einmal freigegebene Daten praktisch nicht mehr gelöscht werden könnten. Selbst wen man sein Profil abstelle, lebten die gemachten Angaben "in Kommentaren, Foren oder Suchmaschinen weiter". Es sei daher ratsam, Privates und Berufliches zu trennen und Pseudonyme einzusetzen.

Primus appellierte zudem an die Politik, dem vzbv die Möglichkeit einzuräumen, per Verbandsklage gegen ausgemachte Missstände vorzugehen. Dafür müsse der Datenschutz als Verbraucherschutzrecht ins Unterlassungsklagegesetz aufgenommen werden. Zugleich schloss er nicht aus, dass die Warentester selbst künftig für die externe Kommunikation bei sozialen Netzwerken aktiv würden. Man sei nicht "prinzipiell" gegen die Plattformen, aber "gegen die gegenwärtigen Rahmenbedingungen". Diese seien "mit überschaubaren Mitteln" zu verbessern.

Quelle : www.heise.de

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Facebook will Nutzerdaten automatisch weitergeben
« Antwort #61 am: 27 März, 2010, 18:56 »
In einem Vorschlag zur Neufassung seiner Datenschutzregeln kündigt Facebook an, Kundendaten an "überprüfte" (pre-approved) Websites und Anwendungen Dritter weiterzuleiten. Dazu sei das Unternehmen "gezwungen", um seinen Nutzern "die Möglichkeit zu geben, auch außerhalb von Facebook nützliche Erfahrungen im sozialen Bereich machen zu können." Die "betreffenden Webseiten und Anwendungen (müssen), ein Zulassungsverfahren ... durchlaufen" und gesonderte Vereinbarungen zum Schutz der Privatsphäre unterzeichnen.

Die Datenübermittlung findet automatisch statt, wenn ein Nutzer die jeweilige Website besucht, während er noch bei Facebook angemeldet ist. Um welche Sites es sich handelt, ist bislang nicht bekannt. Das Unternehmen verweist lediglich auf die "About Platform"-Seite seines Entwicklerportals. Dort finden sich jedoch wiederum nur allgemeine Regeln zur Datenweitergabe.

Offenbar ist nicht vorgesehen, von Nutzern vorab eine Zustimmung zur Weitergabe der Daten einzuholen. Sie können der Weitergabe jedoch widersprechen. Zu den weitergereichten Informationen gehören der Name, Profilbilder, Geschlecht, Verbindungen und mit anderen geteilte Inhalte. Facebook-Nutzer haben bis 3. April Zeit, die vorgeschlagenen Änderungen zu kommentieren.

Vor Kurzem hatte die Stiftung Warentest Facebook mangelhaften Datenschutz vorgeworfen. Das Portal habe "eine 180-Grad-Wende zum Negativen hingelegt" und mache persönliche Informationen zunächst für alle zugänglich.

Quelle : www.heise.de

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Datenpanne bei Facebook
« Antwort #62 am: 31 März, 2010, 15:49 »
Heute in den frühen Morgenstunden deutscher Zeit – etwa zwischen drei und vier Uhr – hat Facebook  irrtümlich die Mail-Adressen aller seiner zirka 400 Millionen Mitglieder öffentlich angezeigt. Das Tech-Blog Gawker schätzt die Dauer der Panne auf eine halbe Stunde.

Per Default sind die Mail-Adressen der Facebook-Mitglieder nicht für alle zugänglich. Facebook Deutschland erklärte dazu auf Anfrage: "Letzte Nacht machte ein Bug während Facebooks üblicher Code-Aktualisierung verborgene Mail-Adressen kurz sichtbar. Der Bug wurde innerhalb von Minuten bemerkt und korrigiert."

Quelle : www.heise.de

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Social Web und Politik - ein zweischneidiges Schwert
« Antwort #63 am: 04 April, 2010, 20:18 »
Soziale Netzwerke sind ein bevorzugtes Kommunikationsmittel der aktuellen Erlebnisgesellschaft. Können sie aus Sicht des Datenschutzes katastrophal wirken, sind sie jedoch aus dem politischen Kontext kaum noch wegzudenken.

Täglich geistern neue Meldungen durch die Medien, die die negativen Seiten des Social Web überdeutlich zeigen. Social Web ist Web 2.0 in Reinkultur - von Anwendern generierter Content aus privaten und intimen Informationen, die über das gesamte Internet verteilt werden wie Staub durch Ventilatoren. Schnell entsteht der Eindruck, soziale Netzwerke seien lediglich ein neues Übel, das über die Menschheit gekommen ist.

Auf der anderen Seite sind Social-Media-Dienste auch schnelle und effiziente Kommunikationsmittel, mit denen sich spontane Aktionen wie Flashmobs organisieren lassen. Flashmobs sind nicht immer nur absurde, witzige oder künstlerisch orientierte, doch zweckfreie Zusammenrottungen im Stil der Happenings der 60er, die über E-Mails, Blogs oder SMS initiiert werden. Längst haben die Organisatoren dieser öffentlichen Treffen auch Social Media für sich entdeckt. Gerade über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Wikiseiten werden heute Flashmobs mit den verschiedensten Zielen veranstaltet.

Gerade die Spontanität der Aktion und der geringe Organisationsaufwand machen diese Zusammenkünfte auch zu einem Instrument zum Ausdruck politischen Willens und das selbst in Ländern, in denen staatliche Zensur und Repression zum Alltag gehören. Der US-Journalist Howard Rheingold taufte vor einiger Zeit solche zielorientierten, zweckgebunden Versammlungen "Smart Mobs".

Solche Smartmobs sind auch zum zivilgesellschaftlichen Mittel politischer Arbeit geworden. Im Jahr 2001 etwa wurden binnen 75 Minuten 20.000 Menschen in Manila per SMS zum Protest gegen den amtierenden Präsidenten Joseph Estrada mobilisiert. Innerhalb der folgenden vier Tage gingen auf diese Weise koordiniert etwa 500.000 Menschen auf die Straße und erzwangen den Sturz des Präsidenten.

Auch Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace, der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung oder die Free Software Foundations nutzen Social-Web-Dienste weltweit, um ihre Mitglieder und Kampagnen zu koordinieren und unter ihren Mitgliedern Kontakt herzustellen. Insofern gehört das Web 2.0 mit seinen einschlägigen Kommunikationsmitteln zu den modernen Mitteln politischer Arbeit - sei es durch Blogs, Wikis oder Microblogging-Dienste.

Die Rahmenbedingungen für diese Form des politischen Ausdrucks bilden die gesellschaftlichen Strukturen, die Informationsbedürfnisse und das politische System, in dem sich die engagierten Personen und Organisationen bewegen. Nachdem Microblogging-Dienste wie Identi.ca oder Community-Seiten wie Flickr zu den Hauptinformationsquellen über Länder mit repressiver Informationspolitik wurden, haben auch in den weltweit etwa 40 Ländern mit Internet- und Informationszensur Geheimdienste und Behörden Augen und Ohren auf soziale Medien gerichtet. In welchem Umfang staatliche Eingriffe in und durch solche Dienste durchgeführt werden, ist unterschiedlich.

Damit sind Social Media zum zweischneidigen Schwert geworden, das es Menschen in autoritären Systemen einerseits ermöglicht, sich für politische Arbeit und Aktion zu organisieren. Andererseits erwächst aus dieser Technologie auch für entsprechende Regimes die Möglichkeit, seine Bürger zu beeinflussen, auszuspionieren und festzusetzen. Am Ende ist jeder für seine Informationen so verantwortlich wie für seine Taten.

Quelle: futurezone.orf.at

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Aigner zieht in den Kampf gegen Facebook
« Antwort #64 am: 05 April, 2010, 14:00 »
Facebook will Nutzerdaten automatisch an Dritte weitergeben, die Ministerin für Verbraucherschutz protestiert: In einem Brief an Facebook-Chef Zuckerberg kritisiert Ilse Aigner das Vorgehen des sozialen Netzwerks - und droht mit der Kündigung ihrer Mitgliedschaft.

Berlin - Als Studentennetzwerk gestartet, vernetzt Facebook nun die Welt. 400 Millionen Mitglieder verzeichnet die Website, darunter rund 7,5 Millionen Deutsche - und Hunderte Prominente. Eine davon: Ilse Aigner. Doch die Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz droht nun, ihren Facebook-Account zu löschen.

In einem SPIEGEL ONLINE vorab vorliegenden offenen Brief an Facebook-Chef Mark Zuckerberg kritisiert Aigner scharf den jüngsten Vorstoß des sozialen Netzwerks, künftig "allgemeine Daten" über Nutzer an Dritte weiterzugeben: "Mit großer Verwunderung habe ich gesehen, dass Facebook ungeachtet der Bedenken von Nutzern und massiver Kritik von Verbraucherschützern den Datenschutz im Netzwerk weiter lockern möchte", schreibt Aigner an den "sehr geehrten Herrn Zuckerberg" im kalifornischen Palo Alto.

Hintergrund: In einer jüngst überarbeiteten Version seiner Datenschutzrichtlinie hat Facebook die geplante Weitergabe von Nutzerdaten an Dritte mitgeteilt. Es handele sich dabei um "überprüfte Web-Seiten und Anwendungen". Um Nutzern die Möglichkeit zu geben, "auch außerhalb von Facebook nützliche Erfahrungen im sozialen Bereich machen zu können", sei man "gelegentlich gezwungen, anderen überprüften Web-Seiten und Anwendungen, die sich auf die Facebook-Plattform stützen, allgemeine Daten über dich zur Verfügung zu stellen, wenn du diese besuchst (wenn du noch bei Facebook angemeldet bist)".

Weitergegeben werden können demnach unter anderem der eigene Name, das Geschlecht, Profilbilder oder der Computerstandort. Diese Datenübermittlung soll automatisch erfolgen; die Zustimmung der Facebook-Mitglieder wird nicht eingeholt, allerdings gibt es eine Opt-Out-Möglichkeit.

Aigner droht mit Kündigung

Facebook versteht diese Änderungen noch als Vorschlag. Das Unternehmen ließ in den vergangenen Tagen seine Mitglieder darüber diskutieren. Am Samstag teilte Facebook auf seiner Website mit, dass man allen Diskutanten für die Teilnahme danke, in den nächsten Tagen die Kommentare der Nutzer lesen und die Community dann über die nächsten Schritte informieren werde.

Die deutsche Ministerin indes dringt auf konkrete und rasche Schritte: "Privates muss privat bleiben - ich denke, ich spreche hier für viele Internetnutzer", schreibt Aigner an den 25-jährigen Zuckerberg. Und weiter: "Leider achtet Facebook diesen Wunsch nicht, was auch durch die jüngste Studie der 'Stiftung Warentest' belegt wurde. Facebook schneidet hier schlecht ab. Im Umgang mit Benutzerdaten und bei Nutzerrechten ist jeweils die Note 'mangelhaft' vergeben worden. Bei der Datensicherheit hat sich Facebook nicht in die Karten blicken lassen - dafür gab es ebenfalls die Note 5."

Es sei umso erstaunlicher, so Aigner mit Blick auf die neue Datenschutzrichtlinie, dass Facebook "nicht gewillt ist, die bestehenden Mängel im Datenschutz abzustellen, sondern stattdessen noch weitergehende Eingriffe vornimmt". Mit solchen Entscheidungen könne ein Unternehmen auf Dauer kein Vertrauen gewinnen.

Deshalb erwarte sie von dem sozialen Netzwerk eine umgehende Überarbeitung der Richtlinie: Facebook müsse sicherstellen, dass die persönlichen Daten aller Mitglieder umfassend geschützt werden; geplante Änderungen der Nutzungsbedingungen müssten allen Mitgliedern "klar und deutlich" bereits vor jeder Änderung mitgeteilt werden; grundsätzlich dürften persönliche Daten nicht ohne Einwilligung automatisch an Dritte zu kommerziellen Zwecken weitergeleitet werden.

Der Appell der Ministerin: "Gerade weil besonders jungen Nutzern meist nicht bewusst ist, dass ihre persönlichen Profile zu kommerziellen Zwecken genutzt werden sollen, kommt Unternehmen wie Facebook eine besondere Verantwortung zu." Aigner schließt ihren Brief an Zuckerberg mit freundlichen Grüßen und dem Hinweis: "Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden."

Damit hat die CSU-Politikerin nun auch Facebook den Kampf angesagt, nachdem sie sich in den vergangenen Wochen schon den Internetriesen Google vorgeknöpft hatte. Bevor der Konzern im Rahmen seines Street-View-Projekts Straßenzüge und Häuser in Deutschland fotografiere, müsse er erst die Zustimmung der Betroffenen einholen, forderte die Ministerin.

Doch weil Google bereits den größten Teil des Landes abfotografiert hat, veröffentlichte Aigner auf ihrer Homepage ein Widerspruchsformular. Die Bürger zahlten "durch das millionenfache Abbilden von Häusern und Gärten" mit dem Verlust ihrer Privatsphäre, heißt es dort.

Aigner goes WWW - die Agrarministerin verpasst sich ein modernes Image. Sie nutze jeden Tag das Internet, schreibt sie auch in ihrem Brief an Zuckerberg: "Beruflich wie privat." Sie sei Mitglied mehrerer sozialer Netzwerke, die eine Bereicherung und aus "unserem Leben nicht mehr wegzudenken" seien. Aigner ist seit 2009 Mitglied bei Facebook, derzeit hat sie dort rund 1.900 Freunde. Prominente darunter sind etwa Familienministerin Kristina Schröder (CDU), Bayerns SPD-Chef Florian Pronold oder TV-Moderator Thomas Gottschalk.

Quelle : www.spiegel.de

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Verbraucherzentrale rät zu Verzicht auf Facebook
« Antwort #65 am: 07 April, 2010, 15:42 »
Nach Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat jetzt auch die Dachorganisation der Verbraucherzentralen massive Kritik an Facebook geübt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) rät, Facebook am besten überhaupt nicht mehr zu nutzen.

"Momentan können wir den Nutzern nur raten, den geplanten Änderungen zu widersprechen und sich gemeinsam mit ihren Freunden einen neuen Anbieter zu suchen", sagte vzbv-Vorstand Gerd Billen am heutigen Mittwoch in einer Mitteilung. Mit den neuen Datenschutzbestimmungen würden die Nutzer dem Unternehmen einen "Freibrief" für "eine weitgehende Verwendung und Weitergabe ihrer Daten" einräumen.

Die geplanten Änderungen der Datenschutzbestimmungen bei Facebook hatten in den vergangenen Tagen eine breite Debatte um den Datenschutz in sozialen Netzwerken angeheizt. Kritiker monieren, dass sich das US-Unternehmen das Recht vorbehält, die Daten seiner Nutzer an Dritte wie etwa Partnerunternehmen weiterzugeben. Facebook hatte seine Pläne den eigenen Nutzern zur Diskussion gestellt und will Anregungen und Kritik berücksichtigen. Noch sei überhaupt nicht entschieden, an welche Partnerunternehmen Daten weitergegeben würden, entgegnete eine Facebook-Sprecherin am Dienstag. Das Unternehmen nehme den Datenschutz sehr ernst.

Institutionen wie der vzbv bemängeln bei Facebook vor allem, dass die Nutzer die Weitergabe von Daten aktiv verhindern müssen (Opt-out). Stattdessen sollten die Nutzer bei jeder Weitergabe und Nutzung von persönlichen Daten aktiv einwilligen müssen (Opt-in), lautet die Forderung. "Das Belieben im Umgang mit den Daten der Nutzer muss endlich ein Ende haben", sagt Billen.

Der vzbv hatte im Sommer 2009 die Vertrags- und Datenschutzbestimmungen von Sozialen Netzwerken, darunter auch Facebook, abgemahnt. Alle Anbieter hatten  daraufhin erklärt, die beanstandeten Klauseln nicht mehr verwenden zu wollen. "Doch an diese Erklärung hält sich Facebook nicht", hat eine Überprüfung des vzbv ergeben.

Zuletzt hatte im vergangenen Monat die Stiftung Warentest den laxen Umgang mit persönlichen Daten bei sozialen Netzwerken bemängelt. "Erhebliche Mängel" erkannte die Stiftung bei Facebook, Stayfriends, LinkedIn und MySpace. Der Chaos Computer Club hatte gestern Aigners Vorstoß als "Armutszeugnis" bezeichnet. "Dass Datenschutzbestimmungen zuungunsten des Nutzers verändert werden, ist nichts Neues", sagte CCC-Sprecher Frank Rosengart laut dpa. Aigner müsse dies wissen. Zweck der sozialen Netzwerke sei es letztlich, Geschäfte zu machen.

Quelle : www.heise.de

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Aigner trifft sich mit Facebook
« Antwort #66 am: 08 April, 2010, 15:02 »
Bundesverbraucherschutzministerin  Ilse Aigner (CSU) lässt mit ihrer Kritik  am Online-Netzwerk Facebook trotz der Pläne für ein schlichtendes Gespräch nicht locker. Nach ihrer Kritik an großen Datenschutzlecks schrieb Facebook ihr einen Brief. Darin weist das Netzwerk Vorwürfe zurück und schlägt ein Treffen vor. Neue Kritik kommt vom Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar.

"Die Bedenken der Ministerin sind nicht ausgeräumt", sagte ihr Sprecher Holger Eichele am heutigen Donnerstag. "Im Gegenteil. Es gibt weiter eine große Anzahl offener Fragen. Deshalb kommen wir gerne auf das Gesprächsangebot von Facebook zurück." Die Ministerin werde die Unternehmensspitze zu einem Treffen nach Berlin einladen. Aigner fordert, dass Daten der Facebook-Mitglieder nur nach Einwilligung weitergegeben werden und droht mit dem Ende ihrer persönlichen Mitgliedschaft bei Facebook.

Facebook-Manager Richard Allan schrieb Aigner nach Angaben einer Sprecherin, das Unternehmen halte den Schutz persönlicher Daten wie die Ministerin für grundlegend. Das Unternehmen sei bei der Datenschutzkontrolle führend in der Branche. Einmalig in diesem Geschäftszweig sei auch, dass Facebook seine Nutzer nach ihrer Meinung zu geplanten Änderungen der Datenschutzrichtlinien frage. Aigner hatte Facebook aufgefordert, persönliche Daten von Nutzern nicht ohne deren Einwilligung automatisch an Dritte zu kommerziellen Zwecken weiterzuleiten.

Allan versicherte der Sprecherin zufolge, die Pläne liefen nicht auf einen massenhaften Austausch von Daten für kommerzielle Zwecke hinaus. Es sei ein begrenzter Vorschlag, mit wenigen, vorab genehmigten Partner-Internetseiten zusammenzuarbeiten, auf denen die Facebook-Nutzer dann personalisierte Angebote bekommen könnten. Es werde auch Tests für solche Anwendungen geben.

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar kritisierte, Facebook nutze unerlaubt die Daten von Nicht-Mitgliedern, nachdem die eigenen Mitglieder eingeladen würden, persönliche Kontakte von ihrem privaten E-Mail-Anbieter oder aus dem Handy zu öffnen.

Quelle : www.heise.de

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Parteiübergreifendes Bündnis gegen Facebook-Pläne
« Antwort #67 am: 10 April, 2010, 10:59 »
Ein parteiübergreifendes Protestbündnis tritt gegen die Pläne des Internet-Netzwerks Facebook ein, den Datenschutz zu lockern. "Statt zum Boykott aufzurufen, wollen wir in Facebook selber mit Aktionen, Informationen und Kommentierungen Druck ausüben", sagte das Grünen-Bundesvorstandsmitglied Malte Spitz dem Portal Handelsblatt Online. "Wir wollen keine ungefragte Weitergabe von persönlichen Profildaten." Der von den Grünen gebildeten Gruppe bei Facebook gehören dem Bericht zufolge Abgeordnete aller Bundestagsfraktionen an, darunter die Linken-Vizevorsitzende Halina Wawzyniak, der Sozialdemokrat Lars Klingbeil, Manuel Höferlin von der FDP und der Christdemokrat Thomas Jarzombek.

Die Mitglieder verlangen von Facebook beispielsweise, dass Profildaten nicht ungefragt an Dritte weitergegeben werden. Das soziale Netzwerk solle zudem gemeinsam mit Daten- und Verbraucherschützern sowie den Netzwerknutzern hohe Datenschutz-Standards entwickeln, die weltweit in Facebook Gültigkeit haben.Überdies müsse das Recht am eigenen Bild und am eigenen Text bei den Nutzern bleiben.

Vor den geplanten Änderungen der Datenschutzbestimmungen von Facebook hatte bereits im vergangenen Monat der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) gewarnt und kurz darauf sogar zum Verzicht auf das Soziale Netzwerk geraten. Auch Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat das Online-Netzwerk heftig kritisiert.

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Soziale Netzwerke - Anonymität ist nur eine Illusion
« Antwort #68 am: 14 April, 2010, 12:55 »
Im Januar ist es einem internationalen Forschungsteam gelungen, Nutzer von Sozialen Netzwerken wie Xing, Facebook und LinkedIn über ihre Gruppenzugehörigkeit und den Verlauf ihres Webbrowsers zu identifizieren. Facebook hat darauf noch nicht einmal reagiert.

Bei diesem Angriff wurden von einem vierköpfigen Team der TU Wien, dem Institut Eurecom und der Uni Kalifornien Soziale Netzwerke mit einem Webcrawler auf Nutzergruppen und den dazugehörigen Mitgliedern durchsucht. Die so erhobenen Daten wurden in einer Datenbank gespeichert. Bewegt sich der Surfer auf einer Website mit JavaScript, so können die vorher gesammelten Daten mit dem Browserverlauf des Nutzers abgeglichen werden. Man stellt schlichtweg fest, welche Anwender welchen Gruppen zugeordnet war. Da es bei Xing 7.000 und bei Facebook über 30.000 öffentliche Gruppen gibt, kann man darüber die Anwender recht einfach herausfinden. Im vorliegenden Fall gelang es den Wissenschaftlern in fast jedem zweiten Fall darüber, die einzelne Person mit Klarnamen zu identifizieren.

Über die 10-jährige Existenz der History-Stealing-Lücke im Firefox haben wir kürzlich berichtet. Der Angriff war aber bei allen gängigen Browsern erfolgreich. Derartige Attacken sind nach Auskunft der Wissenschaftler relativ simpel. Sie können ohne großen finanziellen oder technischen Aufwand bewältigt werden.

Xing und LinkedIn haben sich bei den Forschern nach Abwehrmechanismen erkundigt, Facebook hat auf die Sicherheitslücke überhaupt nicht reagiert. 43,2 Millionen Nutzer konnte man mit Hilfe des Webcrawlers alleine bei Facebook ausfindig machen. In den Datenschutzrichtlinien von Facebook wird zudem vermerkt, dass das Unternehmen Informationen über den Browsertyp, Standort, IP-Adresse und die besuchten Websites speichern darf.

Fazit der Experten: Wer sich davor schützen will, muss derartige Plätze im Netz meiden. Denn wer JavaScript, Flash, die History etc. ausschaltet und zudem über einen VPN, Proxy oder Tor surft, bekommt bei den Sozialen Netzwerken keine funktionstüchtige Website mehr zu Gesicht. Die Betreiber lassen einem also lediglich die Auswahl zwischen der Anonymität oder einem funktionstüchtigen Browser. Anonym darf man diese Portale nicht benutzen. Bemüht man sich um die Verschleierung der eigenen Identität, wird man technisch ausgesperrt. Da müsste die Auswahl eigentlich umso leichter fallen.

Tatsache ist: Für viele Anwender sind solche Sicherheitsaspekte leider noch immer eher zweitrangig, solange sie im Web den Dienst ihrer Wahl benutzen können.

Quelle : www.gulli.com

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Facebook hat keine Fans mehr
« Antwort #69 am: 21 April, 2010, 12:47 »
Facebook hat angekündigt, künftig bestimmte private Angaben ohne Rückfrage für jeden öffentlich zugänglich zu machen. Vielleicht bleibt es aber nicht dabei, denn Facebook hat viel Kritik einstecken müssen.

Im offiziellen Facebook-Blog hatte Entwickler Alex Li unter der Überschrift Connecting to Everything You Care About mitgeteilt, dass das Social Network künftig Nutzer automatisch je nach eingetragenen Interessen, Vorlieben, Wohnorten, Ausbildungsstätten und Arbeitsstellen bestimmten "Community Pages" zuordne. Wer zum Beispiel Interesse an "Kochen" in seinem Profil angebe, werde automatisch mit der Facebook-Connection-Seite dafür verbunden.

Wer diese oder andere Angaben nicht mit Fremden oder bestimmten Kontakten teilen will, wird das aber nur auf seinem eigenen Profil verbergen können. Auf den zugeordneten Community Pages zu den Interessen, Vorlieben und Orten ist das nicht der Fall. Hier wird jeder öffentlich einsehbar gelistet, zur Freude von Werbetreibenden, Datensammlern und vielleicht auch missliebigen Fremden.

Facebook hat das zwar noch nicht umgesetzt, aber die Ankündigung alleine hat für einen Proteststurm unter der Blogeintrag von Li geführt. Auch die Bürgerrechtler und Datenschützer der Electronic Frontier Foundation (EFF) sehen die Pläne sehr kritisch und warnen vor den möglichen Folgen für unfreiwillig auskunftsfreudige Facebook-Nutzer.

Auswege

Drei mögliche Auswege wurden von den Kritikern bisher ausgemacht, vom einfachen Entfernen persönlicher Angaben, über das Anlegen eines neuen Kontos mit gefälschtem Geburtstag, um als minderjährig zu gelten, bis hin zur Kündigung als drastische Lösung.

Bei Facebook ist die Nachricht offenbar angekommen, eine Reaktion auf die Kritik wurde auf Nachfrage für heute Abend in Aussicht gestellt. Dann startet in den USA Facebooks Entwicklerkonferenz F8 mit einer Rede von Unternehmensgründer Mark Zuckerberg, die auch über Livestream mitverfolgt werden kann.

Fans bereits abgeschafft

Während die Community Pages und die automatische Zuordnung der Nutzer noch nicht aktiv ist, wurde in dieser Woche eine andere Veränderung durchgeführt: Wie geplant hat Facebook die Fanpages umbenannt. Statt Fan zu werden, können Seiten nun mit "Gefällt mir" zum eigenen Profil hinzugefügt werden.

Auch hier gilt: Wer eine Seite als "Gefällt mir" markiert hat, kann sie zwar in den Privatsphäre-Einstellungen auf dem eigenen Profil und gegenüber den eigenen Kontakten verbergen - die Verbindung kann aber von Facebook-Anwendungen und auf den als "Gefällt mir" markierten Seiten zu sehen sein. Darauf hat der Nutzer keinen Einfluss.

Quelle : www.golem.de

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Facebook überall - ob der Nutzer will oder nicht?
« Antwort #70 am: 23 April, 2010, 16:30 »
Facebook-Nutzer werden über den Open Graph künftig auch auf beliebigen Webseiten und über die unterschiedlichsten Webdienste vernetzt sein. Allerdings ist der Graph gar nicht so offen, wie sein Name suggeriert. Wer ihn und die anderen Vernetzungsmöglichkeiten aus Sorge um die Privatsphäre nicht will, bekommt einige Steine in den Weg gelegt.

In dieser Woche hat Facebook angekündigt, seine Präsenz auch auf andere Webseiten auszudehnen und diese einzubeziehen. So können mittels einzelner Social-Plugins Gefällt-mir-Buttons, Activity-Streams und Empfehlungen eingebunden werden. Die Empfehlungen können etwa auf den Interessen der Freunde basieren. Sind mehr Freunde auf einer an Facebook angebundenen Webseite aktiv, wird das auch angezeigt. Über die Social Bar wird eine Webseite zusätzlich um einen Facebook-Chat und Freundeslisten erweitert. Facebook-Nutzer können sich mit ihrem Login auch bei Partnerseiten anmelden.

Mit dem Open-Graph-Protokoll können Webseiten schließlich mit Metatags versehen werden, um Facebook zu informieren, welche realen Objekte damit repräsentiert werden. Wer etwa auf einer solchen Webseite über den Like-Button angibt, ein Buch, einen Film oder ein Restaurant zu mögen, erweitert damit automatisch sein Facebook-Profil um diese Angabe - was wiederum für Kontakte auf anderen, an Facebook angebundenen Webseiten sichtbar sein kann.


Offen für Daten

Der Open Graph ist nur vom Namen her offen, Facebook geht es nicht wirklich darum, offen zu sein, sondern vielmehr selbst überall präsent zu sein. Das bringt neue Nutzer und durch die erhobenen Daten ganz neue Möglichkeiten für personalisierte Werbung.

Was den Datenaustausch zwischen Facebook und den Partnerwebseiten angeht, sind die Aussagen von Facebook sehr vage. Es heißt zwar, die Webseiten hätten keinen Zugriff auf persönliche Daten von Facebook-Nutzern und könnten keine Daten sammeln - aber gleichzeitig heißt es auch, dass die Webseiten mit den öffentlich zugänglichen Daten der Facebook-Besucher personalisiert werden. Und dass Facebook-Anwendungen Nutzerdaten nicht mehr nach einem Tag löschen müssen, sondern unbegrenzt aufheben können.

Facebook hatte kürzlich angekündigt, weitere, bisher private Angaben zu öffentlichen Daten deklarieren zu wollen. Dazu zählen etwa auch Interessen, Vorlieben, Ausbildungsort, Arbeitgeber und Wohnort. Wenn Facebook nicht auf die massive Kritik der Nutzer eingeht, dann wird all das für jeden einsehbar - sofern die Angaben nicht vorsorglich vom Nutzer gelöscht wurden. Öffentlich einsehbar auf Facebook hat nun zudem eine neue Bedeutung, da es sich nicht mehr nur auf Facebook.com, sondern auch auf die Partnerwebseiten bezieht - mindestens 30 Onlineangebote haben schon angekündigt, mitmachen zu wollen und es werden wohl deutlich mehr werden.

Immer vernetzt?

Wer als Facebook-Nutzer nicht will, dass andere über womöglich jeden Schritt im Netz informiert werden, wird es künftig schwer haben. Was Facebook auch als "Instant Personalization" oder "Umgehende Personalisierung" bezeichnet, wird nämlich nicht erst auf Wunsch aktiviert, sondern die Nutzer müssen sich in den Privatsphäre-Optionen für Anwendungen und Webseiten daraus austragen, wenn sie es nicht wollen.

Das ist jedoch nicht alles - dieses Opt-Out-Verfahren ist für jede einzelne Facebook-Partnerwebseite mit eigener Anwendung separat nötig. Sie kann sonst über die Kontakte auf Daten anderer zugreifen. Das sorgt bereits für Verunsicherung und Unmut bei einem Teil der Facebook-Nutzer.

Es gibt jedoch auch positive Stimmen, die wie Facebook-Chef Mark Zuckerberg in der stärkeren Vernetzung mit einem Social Network weniger eine Gefahr für die Privatsphäre sehen, als vielmehr einen Weg in die Zukunft des immer präsenten sozialen Web. Entwickler könnten so Nutzerdaten und Anwendungen auf ganz neue Weise verknüpfen, für Nutzer könnten Webseiten und Dienste persönlich relevanter werden, sofern sie sich eng an Facebook binden.

Quelle : www.golem.de

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Verbraucherschutzgruppen aus der EU und den USA haben eine gemeinsame Resolution verabschiedet, mit der sie auf einen besseren Datenschutz bei sozialen Netzwerken drängen. Millionen Nutzer von Online-Gemeinschaften seien Gefährdungen ihrer Privatsphäre ausgesetzt und könnten ihre personenbezogenen Informationen nicht angemessen kontrollieren, heißt es in der Entschließung der Allianz "Trans Atlantic Consumer Dialogue" (TACD). Die Vereinigung appelliert nicht nur an die Betreiber sozialer Netzwerke, ihre Hausaufgaben im Bereich Datensicherheit zu machen, sondern sie wirft den Regierungen und dem Gesetzgeber in den Vereinigten Staaten und Europa vor, nicht ausreichend für den Schutz der Mitglieder von Online-Communities zu sorgen.

"Social Networks stellen ein virtuelles Zuhause für Millionen von Menschen dar", erklärt Susan Grant von der Consumer Federation of America (CFA). Es gebe jedoch ein Invasion von Vermarktern, die in den persönlichen Nutzerdaten schürfen und Geld mit Informationen machen wollen, die nicht für Fremde gedacht sind. Falk Lüke vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv), der wie Grant im Leitungsgremium des TACD sitzt, knöpfte sich in seiner Kritik vor allem Facebook vor. Man sei zu der Auffassung gekommen, dass das US-Netzwerk "bewusst Daten- und Verbraucherschutzstandards verletzt". Er kündigte ein weiteres rechtliches Vorgehen gegen das kalifornische Unternehmen an, um die hohen Vorgaben deutscher Verbraucher durchzusetzen.

Dass Facebook sich dem "Safe Harbor"-Abkommen angeschlossen habe, wonach europäische Kunden von US-Firmen grundsätzlich dasselbe Datenschutzniveau genießen sollen wie bei europäischen Unternehmen, reicht dem Verbraucherschützer nicht aus. Derzeit könne von einem "sicheren Hafen", den das soziale Netzwerk garantieren solle, nicht die Rede sein. Lüke fühlt sich angesichts der Facebook-Praktiken eher an die "somalische Küste" erinnert.

Konkret fordern die TACD-Mitglieder unter anderem ein Verbot, die Nutzung von Verbraucherdaten zur Bedingung für den Zutritt zu sozialen Netzwerken zu machen. Den Betreibern soll es untersagt werden, personenbezogene Informationen ohne ausdrückliche Einwilligung der Betroffenen zu sammeln und für Werbezwecke zu verwenden. Sie sollen dazu angehalten werden, Nutzerdaten vom Zugriff durch Dritte abzuschirmen und User besser über Datenschutzrisiken aufzuklären. Applikationsanbieter dürften nur die personenbezogenen Informationen erhalten, die für ihre Anwendungen unbedingt nötig seien. Gelangten Nutzerdaten in falsche Hände, müssten die Plattforminhaber dafür zur Verantwortung gezogen werden. Wünschen zum Löschen oder zur Korrektur von Informationen sei Folge zu leisten. Darüber hinaus müsse sichergestellt werden, dass die Verbraucher ihre Bilder und andere Daten frei von einem Netzwerk zum einem anderen umziehen können.

Besonders besorgt zeigen sich die Verbraucherorganisationen beim Jugendschutz. Die Entschließung appelliert an die Regierungen, eine personenbezogene Werbung für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren generell zu verbieten. Zudem müsse dafür gesorgt werden, dass diesen keine Produkte angeboten werden, die ihrem Alter nicht entsprechen. Generell soll die Zusammenarbeit transatlantischer Kontrollbehörden stärker aufeinander abgestimmt werden. Die Industrie soll gemäß der Resolution auch ihre Selbstregulierungsbemühungen erhöhen und eigene Verhaltensmaßstäbe aufstellen. Deutsche Datenschützer gehen bereits separat gegen Facebook vor.

Quelle : www.heise.de

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Facebook: Krisentreffen auf dem Todesstern
« Antwort #72 am: 13 Mai, 2010, 19:31 »
Den Facebook-Betreibern ist die sinkende Kundenzufriedenheit aufgrund des stetig abnehmenden Schutzes der Privatssphäre aufgefallen. Grund genug für ein großes Krisentreffen - eine Persiflage mit traurig wahrem Kern.

Das Phänomen, dass sich der Kundendatenschutz des Sozialnetzwerks Facebook stetig gegen Null bewegt, ist seit geraumer Zeit in aller Munde. Mittlerweile ist der daraus erwachsende Missmut der Nutzer des Dienstes auch Facebooks Vizepräsidenten für Öffentlichkeitsangelegenheiten, Elliot Schrage, aufgefallen. Für den kommenden Donnerstag, 16:00 Uhr Pazifischer Sommerzeit ruft Darth Schrage deshalb alle seine Handlanger zu einer strategischen Krisensitzung zusammen, um Facebooks Einstellungen zu dem, was man dort 'Privatssphäre' nennt, zu überdenken.

In einer Online-Fragerunde mit Lesern der New York Times hatte Schrage Anfang der Woche noch versucht, die unermüdlichen Anstrengungen zu verteidigen, die Facebook unternimmt, um seine Nutzer zufriedenzustellen und ihre privaten Daten zu schützen. Seine Beteuerungen fand unter den Augen der privatsspähregierigen Kunden und kritischen Medien jedoch keine Gnade.

Das Blog allfacebook.com spekuliert nun, wie das Resultat des Krisentreffens aussehen könnte. Man vermutet dort, der Web 2.0-Dienst könnte sich für einen 'Opt-in Ansatz' entscheiden, der die explizite Zustimmung der Nutzer zur öffentlichen Verbreitung ihrer Daten einholen würde. Dies könnte bedeuten, die kürzlich eingeführte sogenannte 'Instant Personalization', bei der Profildaten von Nutzern an bestimmte andere Webseiten weitergegeben werden, vorübergehend zu suspendieren.

Die mehr als 150 Optionen der Privatssphäre-Einstellungen eines Facebook-Accounts zu kontrollieren, ist in den letzten Wochen zu einer Art Geheimwissenschaft geworden, wie eine schematische Auflistung der New York Times zeigt. Dazu dokumentiert die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF), Facebooks Weg auf die dunkle Seite der Macht über eine erodierende Datenschutzpolitik und ein immer komplizierters System zum Schutz persönlicher Daten in einem Artikel.

"Facebook verdiente sich seine Nutzerbasis ursprünglich dadurch, dass es einfache und gleichzeitig mächtige Möglichkeiten zur Kontrolle der persönlichen Informationen bot. Als Facebook größer und wichtiger wurde, hätte man sich dafür entscheiden können, diese Kontrollmechanismen beizubehalten oder zu erweitern. Stattdessen begann man langsam aber sicher, sich selbst sowie seine Werbe- und Geschäftspartner an mehr und mehr Nutzerinformationen zu bedienen, während man gleichzeitig die Kontrollmöglichkeiten der Nutzer über ihre Informationen einschränkte."

Entsetzt über Facebooks unaufhörliche Versuche zunehmend persönliche Daten mit Partnerunternehmen zu teilen löschen immer mehr Kunden ihre Profile. Es ist zu vermuten, dass diese Reaktion zur imperialen Krisensitzung geführt hat. Zum Leidwesen der Facebook-Unternehmensspitze haben die EFF-Rebellen eine Anleitung veröffentlicht, die geknechteten Facebook-Nutzern erklärt, wie man das Einverständnis zur neuen 'Instant Personalisation' umgeht.

Hinweis der Redaktion: Wir entschuldigen uns vorab bei allen Facebook-Mitarbeitern für die Anspielung, dass im Unternehmen weiße Plastik-Uniformen zur Arbeitskleidung gehören.

Quelle : www.gulli.com

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Diaspora - 150.000 US-Dollar für freien Facebook-Konkurrenten
« Antwort #73 am: 15 Mai, 2010, 11:11 »
Während Facebook die Nutzer wegzulaufen drohen und das Unternehmen in dieser Woche eine Krisensitzung abgehalten haben soll, nimmt Diaspora immer mehr an Fahrt auf. Das noch in Entwicklung befindliche freie, dezentrale soziale Netzwerk wird immer bekannter und erhält auch immer mehr finanzielle Unterstützung.

Die vier US-Informatikstudenten Daniel Grippi, Maxwell Salzberg, Raphael Sofaer und Ilya Zhitomirskiy wollten eigentlich über die Fundraising-Website Kickstarter 10.000 US-Dollar sammeln, um sich dann in den Semesterferien voll auf die Diaspora-Weiterentwicklung konzentrieren zu können. Innerhalb weniger Tage lagen sie deutlich darüber, die Spendenversprechen sind mittlerweile auf über 150.000 US-Dollar gestiegen. Dahinter stehen über 4.100 Unterstützer.

Das Interesse an Diaspora begründet sich aus Facebooks immer geringeren Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer, den Datenpannen verschiedener sozialer Netzwerke und der Unsicherheit durch etwa aus MeinVZ, StudiVZ und SchülerVZ mittels Crawler ausgelesenen öffentlichen und teils privaten Daten (Die VZ-Netzwerke gehören wie Golem.de zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck).

Dazu kommen noch verschiedene kritische Testberichte zur Datensicherheit, etwa von Stiftung Warentest und Öko-Test, die das Vertrauen in Facebook und Co. nicht unbedingt stärken. Vor allem Facebook hat mit einem Vertrauensverlust zu kämpfen und tut sich nicht nur schwer damit, auf die Ängste der Nutzer zu reagieren, sondern auch die Richtung vorzugeben und damit Vertrauen zu schaffen. Immerhin soll es in dieser Woche aber schon eine Krisensitzung bei Facebook gegeben haben.

Da mit den Nutzern noch nicht offen diskutiert wird, gründen die mittlerweile ihre eigenen Facebook-Gruppen zum Thema Datenschutz - jüngst kam auch eine mit dem Titel 'Facebook User emigrieren zu Diaspora' hinzu. Sie hat noch nicht viele Mitglieder, zeigt aber, dass das Interesse für einen Wechsel zu einer neuen Arten von sozialen Netzwerk vorhanden ist - und dass das durchaus eine Bedrohung für die etablierten Social Networks werden kann.

Der Begriff Diaspora stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Verstreuung", "sich zerstreuen" oder "ausstreuen", womit die Entwickler auf die dezentrale Struktur ihres sozialen Netzwerks hinweisen wollen. Zwar muss jeder Nutzer laut www.joindispora.com seinen eigenen Diaspora-Server betreiben, diese "Diaspora-Seeds" sollen sich aber sehr einfach einrichten lassen. Der große Vorteil dabei: Anders als bei zentralen sozialen Netzwerken soll der Nutzer bei Diaspora die volle Kontrolle über seine persönlichen Daten, Fotos und Videos behalten.

Bisher existiert von Diaspora nur ein funktionsfähiger Prototyp, zur geplanten Veröffentlichung Ende Sommer 2010 soll es eine dokumentierte API inklusive Quellcode und Basisfunktionen geben. In späteren Versionen könnten dann etwa auch Instant Messaging und Internet-Telefonie hinzu kommen. Damit Diaspora zur offenen, freien und sicheren Alternative für Facebook und andere soziale Netzwerke werden kann, ist also noch einiges an Arbeit vonnöten.

Quelle : www.golem.de

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Facebook verdrängt offenes Web
« Antwort #74 am: 17 Mai, 2010, 10:57 »
Während immer mehr Menschen auf Facebook aktiv sind, wird die private Nutzung des offenen Internets weniger, berichtet die New York Times. Obwohl Facebook versprochen hätte, die Welt offener zu machen und zu verbinden, bedeute diese Entwicklung eher das Gegenteil, so die Kritik.

"Die Statistik zeigt einen Anstieg bei Facebook, einen Rückgang bei Blogs und schon davor einen Rückgang bei privaten Websites", so Susan Herring, Professor an der Universität Indiana. Der Trend sei klar: Facebook ersetze diese anderen Formen der Online-Publikation.
Anstatt mehr Inhalte für das jedermann zugängliche offene Web zu liefern, sei immer mehr Content lediglich innerhalb von Facebook zugänglich. Die Größe des frei zugänglichen Internets ist schwer abzuschätzen. Bereits 2008 verkündete Google, dass über die Suchmaschine eine Billion Websites durchsucht werden könnten. "Das Schöne am Internet ist, dass es offen ist und jedermann darin suchen kann", so Matt Cutts, Entwickler bei Google. Große Teile von Facebook sind für Google jedoch ein blinder Fleck und können nicht erfasst werden.

In diesem Punkt würden sich die beiden großen Social Networks Facebook und Twitter fundamental unterscheiden. Während Facebook die Einträge der User von der Öffentlichkeit abschirmt, in diesem Zusammenhang allerdings immer wieder in die Kritik von Datenschützern gerät, richten sich Twitter-User mit ihren Postings zu großen Teilen an die gesamte Öffentlichkeit.

Diese Informationen sind damit auch im offenen Web verfügbar. Durch Social Networks wie Facebook würde sich hingegen das Nutzungsverhalten im Internet deutlich verändern. "Information ist immer weniger das, was wir im Netz suchen", so Anthony J. Rotolo, Assistenzprofessor an der Syracuse Universität. "Stattdessen erwarten wir, dass alles im sozialen Strom zu uns kommt."

Quelle : www.tecchannel.de

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