Autor Thema: ARD, ZDF diverses ...  (Gelesen 48171 mal)

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ZDF schmeißt "ZDF.Reporter" aus dem Programm
« Antwort #135 am: 01 Dezember, 2010, 17:12 »
Nicht nur die ARD will ihr Programm umbauen. Auch das ZDF plant nach Medienberichten eine neue Struktur seines Programms. Ab April 2011 sollen Sendungen wegfallen oder einen neuen Sendeplatz bekommen.

Auch das ZDF will sein Programm umbauen. Nach Informationen der Onlineausgabe des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" vom Mittwoch könnte das Magazin "ZDF.Reporter" ein Opfer dieser Pläne werden. Der "Spiegel" berichtete, dass das Magazin ersatzlos gestrichen werden soll. Die ZDF-Gremien müssten allerdings noch zustimmen.
 
Der Sendeplatz am Donnerstagabend soll laut dem Bericht für Unterhaltungsformate genutzt werden. Mit der Serie, die um 20.15 Uhr startet, stünden dann ingesamt 90 Minuten für Unterhaltung zur Verfügung. Laut "Spiegel sprach der ZDF-Chefredakteur Peter Frey am Dienstag mit der Redaktion von "ZDF.Reporter" und informierte auch die gesamte ZDF-Redaktion über seine Pläne.

"Die Entscheidung, 'ZDF.Reporter' einzustellen, ist uns sehr schwer gefallen", sagte Frey. "Aber im Zuge der Programmreform musste Klarheit her." In Mitarbeiterkreisen wird vermutet, dass sich "ZDF.Reporter" und das Politmagazin "Frontal 21" inhaltlich zu sehr angenähert haben und man daher die "Reporter"-Sendung stoppt.
 
Andere Sendungen sollen laut dem Bericht verschoben werden. So soll das "Auslandsjournal" von 23 Uhr auf 22.15 Uhr vorgezogen werden. Direkt im Anschluss sollen Dokumentationen laufen. "Abenteuer Wissen" soll dafür auf den Sonntag 18.30 Uhr rutschen. Weiter soll "Mona Lisa" von Sonntag 18.00 Uhr auf Samstag 17.45 Uhr verschoben werden. "Durch das Vorziehen des 'Auslandsjournals' und der Dokumentation setzen wir deutliche Akzente im Bereich Information". Das sei der größte Gewinn im neuen Programmschema, so Frey.

Quelle : www.digitalfernsehen.de

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ARD und ZDF planen Technikblockade für Archivierung
« Antwort #136 am: 03 Dezember, 2010, 11:18 »
Die Tage des schrankenlosen Fernsehempfangs in Deutschland sind gezählt. Mit ARD und ZDF prüfen ausgerechnet die größten Verfechter des Free-TV technische Sperren für die externe Archivierung.

Wie DF aus dem Senderumfeld erfuhr, üben insbesondere die großen Hollywood-Studios wie Warner, Sony, MGM und 20th Century Fox massiven Druck auf die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten aus. Aktuelle Kinofilme und sportliche Großereignisse sollen hochauflösend nicht länger ohne digitalen Signalschutz auf dem Bildschirm des Zuschauers landen. Die Möglichkeit, über USB-Schnittstelle oder das Auslesen von Festplatten verlustfreie digitale Kopien auf Blu-ray-Rohlinge auszulagern, bringt die Verantwortlichen in Rage.
 
"Einzelne Rechteinhaber fordern in Lizenzverhandlungen gerade über HD-Inhalte in der Tat die Anwendung von sogenannten Digital Rights Management Systems (DRM), die auch einen wirksamen Kopierschutz beinhalten sollen", bestätigte ZDF-Sprecher Alexander Stock "in Abstimmung mit den Kollegen der ARD" entsprechende Vorgaben auf Anfrage unserer Zeitschrift. Dabei führen die Verhandlungspartner offenbar unterschwellig die Drohung ins Feld, bei einem Verzicht auf entsprechende Schutzmaßnahmen ARD und ZDF bei der Vergabe hochauflösender Film- und Sportrechte künftig nicht mehr zu berücksichtigen.

Bei Stock liest sich das dann so: „Grundsätzlich verfolgen ZDF und ARD die Politik einer unverschlüsselten Ausstrahlung ihrer Programme über die verschiedenen Verbreitungswege. Neben dem ungehinderten Zugang
zu unseren Inhalten soll damit auch ein offener Endgerätemarkt befördert werden. Umgekehrt sind aber die berechtigten Interessen der Rechteinhaber im Kampf gegen Piraterie zu berücksichtigen.“ Zu einigen als "heikel" bezeichneten Detailfragen wollte sich der Sprecher hingegen nicht äußern.

Quelle : www.digitalfernsehen.de

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ARD/ZDF: Verschlüsselung und Aufnahmesperre kein Thema
« Antwort #137 am: 03 Dezember, 2010, 17:44 »
ARD und ZDF wollen auch in Zukunft hochauflösende Formate wie Spielfilme unverschlüsselt über Satellit ausstrahlen. Eine Aufnahmesperre ist nicht vorgesehen.

Das teilten Sprecher der Sender am Nachmittag auf Anfrage der SAT+KABEL mit und wiesen damit entsprechende Spekulationen in den Medien zurück.

"ZDF und ARD haben im Sinne einer auch technisch zu verstehenden Grundversorgung für alle größtes Interesse daran und bestehen darauf, die unverschlüsselte Verbreitung und freie Empfangbarkeit ihrer Programminhalte überall zu gewährleisten. Zu diesem Zweck und mit dieser Zielrichtung beteiligen sich ZDF und ARD auch an Diskussionen, wo immer dies erforderlich ist", sagte ein Sprecher des ZDF.

Konkret sind derzeit bei den öffentlich-rechtlichen Sendern also keine technischen Maßnahmen und Systeme zur Verschlüsselung oder Sperrung etwa nach dem Vorbild der BBC angedacht.

Die BBC will schon bald ihr hochauflösendes Programm per DVB-T2 mit einem sogenannten Digital Rights Management System schützen. Geplant ist die Einführung eines sogenannten Copybits beim Empfang hochauflösender Inhalte über die Plattform „Freeview“. Entsprechend geschützte Ausstrahlungen per DVB-T2 können künftig nur noch von Geräten aufgezeichnet werden, deren Hersteller den passenden Algorithmus integrieren. Damit soll unter anderem die verlustfreie digitale Archivierung auf externen Blu-ray- und DVD-Rekordern eingeschränkt werden. Alle bestehenden Settop-Boxen sollen per Software-Update kastriert, neue direkt mit eingeschränktem Funktionsumfang ausgeliefert werden.

Über die umstrittene Satellitenplattform "HD+" von SES Astra werden seit einem Jahr mittlerweile acht Privatsender unverschlüsselt in HD ausgetrahlt. Damit verbunden sind verbraucherunfreundliche Restriktionen. So wird den Zuschauern beispielsweise in Aufnahmen das schnelle Vorspulen untersagt, damit diese zum Konsumieren der Werbung gezwungen werden.

Quelle: SAT + KABEL

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Streit um neues ARD-Programmschema - "talkende Alphatiere"
« Antwort #138 am: 04 Dezember, 2010, 11:17 »
Kaum ist die Entscheidung der Intendanten gefallen, dass ab dem Herbst 2011 im Ersten fünfmal in der Woche getalkt wird, beginnen die Verteilungskämpfe.

Unter den Chefredakteuren der ARD heißt es, dass sich künftig die Talks von Sandra Maischberger und Reinhold Beckmann aus der aktuellen Politik heraushalten sollen, will das Nachrichtenmagazin "Spiegel" (Montagsausgabe) erfahren haben. Die beiden TV-Plauderer könnten zwar weiterhin gern Polit-Senioren wie Norbert Blüm und Helmut Schmidt einladen. Auftritte wie der von Verteidigungsminister zu Guttenberg bei "Beckmann" vor ein paar Wochen solle es künftig aber nicht mehr gebe, schrieb das Blatt.

Zitiert wurde ein ungenannter ARD-Mitarbeiter mit der Aussage: "Die zwei sollen nicht mehr so oft über den Zaun fressen". Auch die drei Polit-Talkshows von Günther Jauch, Frank Plasberg und Anne Will stellen die ARD offenbar vor erhebliche Koordinationsprobleme. Bisher sei ungeklärt, wie im Streitfall entschieden werde, welche Sendung welches Thema der Woche bearbeite und wer welche Gäste bekomme, so der "Spiegel". Fest stehe lediglich die Zuständigkeit von ARD-Chefredakteur Thomas Baumann.

Es sei schwer vorstellbar, will der "Spiegel" aus dem Kreis der Chefredakteure des Senderverbunds erfahren haben, dass sich die "talkenden Alphatiere" die Gästeauswahl vorschreiben oder gar ein Thema verbieten ließen. Erst Ende November hatten sich die ARD-Intendanten nach langwierigen Verhandlungen auf eine Umstrukturierung der abendlichen Talkshow-Schiene verständigt.

Quelle : www.digitalfernsehen.de

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ARD/ZDF: Technische Daumenschraube DVB-CPCM
« Antwort #139 am: 06 Dezember, 2010, 15:25 »
Bei dem von ARD und ZDF geplanten Signalschutz DVB-CPCM handelt es sich nicht um eine klassische Verschlüsselung. Das System legt erst nach dem Empfang des uncodiert verbreiteten TV-Signals die technischen Daumenschrauben an. DIGITAL FERNSEHEN erläutert die Hintergründe.

Branchendienste hatten am Wochenende Sprecher von ARD und ZDF zitiert, die eine Verschlüsselung ihrer hochauflösenden Ausstrahlungen dementierten. Tatsächlich geht es bei den von DIGITAL FERNSEHEN aufgedeckten Plänen, die beide öffentliche Sender in einer gemeinsamen Erklärung offiziell bestätigt hatten (DF-Meldung von Freitag), aber um etwas gänzlich anderes: Hier werden unverschlüsselte TV-Signale nachträglich auf CPCM-zertifizierten Empfängern "festgehalten" und das Kopieren auf externe Datenträger und ungewollte Nutzung durch Einsatz von DVB-CPCM blockiert.

Bei DVB-CPCM (Digital Video Broadcasting – Content Copy and Protection Management) handelt es sich dabei um ein globales System für Inhalte- und Kopierschutz bei digitalen Ausstrahlungen an TV-Zuschauer, das neben den Verbreitungswegen Kabel, Satellit und Terrestrik auch für mobiles Fernsehen und IPTV ausgelegt ist. Im Mittelpunkt steht die Kontrolle der Weitergabe von Inhalten. Insgesamt zehn Kernelemente wurden im Februar und Juni 2008 vom DVB Steering Board genehmigt und durch das Normierungsgremium ETSI als Standard (TS 102 825) verabschiedet. Im Oktober 2008 sowie im Juli und Oktober 2009 folgten weitere Ergänzungen.

CPCM setzt anders als Conditional Access (CA) oder Digital Rights Management (DRM) erst an, wenn die Inhalte beim Kunden angelangt sind. Smartcards oder CI-Module kommen nicht zum Einsatz. Innerhalb der sogenannten Authorised Domain im Empfangshaushalt können spezifische Nutzungsrechte festgelegt werden. Die sogenannte Usage State Information (USI) im digitalen Strom erlaubt oder unterbindet Wiedergabe, Kopie und externe Archivierung.

Das 184-seitige DVB BlueBook A9412 dokumentiert beispielsweise zeitgesteuerte Löschungen von Festplattenaufnahmen, das Unterbinden von Streaming oder den eingeschränkten Export ausschließlich an andere CPCM-taugliche Endgeräte. Offen ist bislang, ob bestehende Digital-Receiver für CPCM nachrüstbar sind oder zwingend die Anschaffung neuer Endgeräte erforderlich wird.

Insbesondere die großen Hollywood-Studios wie Warner, Sony, MGM und 20th Century Fox üben massiven Druck auf die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten aus. Aktuelle Kinofilme und sportliche Großereignisse sollen hochauflösend nicht länger ohne digitalen Signalschutz auf dem Bildschirm des Zuschauers landen. ARD und ZDF hatten gegenüber DIGITAL FERNSEHEN bestätigt, CPCM als technischen Mechanismus für die Einhaltung der verlangten Restriktionen zu prüfen.

Wir haben "mit der EBU, Rechteinhabern und der Geräteindustrie an einem Standard gearbeitet, der die unautorisierte Verbreitung von Inhalten über das Internet verhindern soll. Das von DVB entwickelte und von ETSI inzwischen standardisierte CPCM-System sieht die Möglichkeit der verschlüsselten ebenso wie der unverschlüsselten Ausstrahlung vor", sagte ZDF-Sprecher Alexander Stock in einer gemeinsamen Erklärung von ARD und ZDF auf Anfrage von DIGITAL FERNSEHEN.
 
Quelle: www.digitalfernsehen.de
Kommentar: Sehr verbraucherfreundlich... :'(
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Re: ARD/ZDF: Technische Daumenschraube DVB-CPCM
« Antwort #140 am: 07 Dezember, 2010, 03:16 »
Der reine Irrsinn...

Nachrüsten solcher Restriktionen ist nicht möglich.
Also müssten wieder einmal Abermillionen unserer Geräte auf den Schrott...
Ich kann nicht glauben, dass so eine Planung mit dem Auftrag unseres ö-r Rundfunks zu vereinbaren ist.
Die Prügelstrafe ist leider abgeschafft...  :x

Ansonsten sind einige technische Massnahmen zum Schutze hochauflösender Inhalte längst vorbereitet bzw. vorhanden, wie HDCP und Macrovision.
Es bedarf also keiner neuen Technik auf der Seite der Empfänger, um eventuell angemessenen Grundschutz zu implementieren.
Überhaupt ist mir bei der Analyse etlicher Aufzeichnungen der vergangenen Jahre aufgefallen, dass es weitere Wege gibt, die anschliessende Verwendung digitaler Aufzeichnungen für andere als reine Wiedergabezwecke zu erschweren bzw. für stark störende Fehler bei jeder Nachbearbeitung zu sorgen.
Das ginge z.B. durch geschickt eingefügte Fehler, die normale Receiver-Hardware der Art nach strikt ignoriert, jede Bearbeitung der Streams aber wirksam behindert.
Ich bin mir nicht sicher, ob es nicht solche Versuche schon mehrfach gegeben hat.
Jedenfalls habe ich mit meiner 1m-Schüssel definitiv keine Empfangsprobleme auf Astra, aber dennoch gab es immer wieder ähnliche Störungen auf meinen Aufnahmen, die zu beseitigen möglich aber ziemlich umständlich war. Im Wesentlichen ging es dabei immer wieder um grob falsche Zeitcodes, die anschliessend z.B. den WMP zum Hängenbleiben oder zu weiten Sprüngen bringen. Korrigiert man diese mit geeigneten Mitteln, klappt's aber doch. Nun frage ich mich, wie diese Fehler trotz exzellentem Empfang und ohne jede Störung bei'm direkten Zuschauen zustande kommen.
Jedenfalls hatte ich im laufe der Zeit verschiedene Software und unterschiedliche Empfänger eingesetzt, darunter auch zwei PVR-ready Receiver.
Und aufgetreten sind die Störungen nur bei Aufzeichnungen von dt. ö-r Sat-Transpondern, nie von privaten oder z.B. der BBC.
Technische Details zu den Fehlern erspare ich mir jetzt einmal, ich will ja niemanden auf Ideen bringen...

Und ansonsten halte ich für fraglich, ob solche Einschränkung für den (Zwangs-)Gebührenzahler überhaupt zulässig ist.

Sollen doch die ö-r lieber im rechtlichen Rahmen der Gebührensparsamkeit auf die Ausstrahlung solcher Werke verzichten, deren Rechteverwalter ungebührliche Forderungen stellen.
Es ist definitiv nicht Bestandteil des Grundversorgungsauftrags, die Pfründe der Kinomogule und Sportspekulanten zu sichern  :Kopf

Jürgen  
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Veränderungen stehen an. Dies ist der bisherige Stand:
28,x°,23.5°,19,2°,13°Ost
,1mØ Multifeed, mit Quattro LNBs; Multiswitches 4x 5/10(+x) - alle ohne Terrestrik und modifiziert für nur ein 12V DC Steckernetzteil (Verbrauch insgesamt 15 Watt)
1mØ mit DiSEqC 1.3/USALS als LNB2 an DVB-S2 STB, aktuell 30°W bis 55°O
1.) FM2A88X Extreme6+, A8-6600K (APU mit 4x 3,9 GHz und Radeon HD8570D), 16GB DDR3 1866, 128GB SSD, 3TB HDD, Win10 x64 Pro 1909 / 10.0.17763.107, Terratec T-Stick Plus (für DAB+), Idle Verbrauch ca. 35 Watt
2.) FM2A75 Pro 4, A8-5600K (APU mit 4x 3,6 GHz und Radeon HD7530D), 8GB DDR3 1600, 128GB SSD, 2TB HDD, Win10 x64 Pro, Idle Verbrauch ca. 45 Watt
3.) Raspberry Pi 512MB u.a. mit Raspbian
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Samsung LE32B530 + Benq G2412HD @ HDMI 4:2; Tokaï LTL-2202B
XORO HRS-9200 CI+ (DVB-S2); XORO HRT-8720 (DVB-T2 HD)
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Die Selbstabschaffung des deutschen Fernsehens
« Antwort #141 am: 08 Dezember, 2010, 09:27 »
50 Prozent der Gebühren für Rentenzahlungen und das Ende öffentlich-rechtlicher Seriosität - warum ARD und ZDF immer schlechter werden und ihre Existenzberechtigung verlieren

Gerade wenn man von der Idee eines öffentlich-rechtlichen Fernsehens überzeugt ist, ist allmählich der Zeitpunkt gekommen, die Abschaffung der öffentlich-rechtlichen Sender zu fordern. Warum? Weil die Öffentlich-Rechtlichen ihre im Rundfunkstaatsvertrag enthaltenen Verpflichtungen immer weniger erfüllen, weil sie den Privatsendern immer ähnlicher werden, und weil Politik und Öffentlichkeit offensichtlich nicht in der Lage sind diesen Prozess zu stoppen.

Genau genommen allerdings schafft das öffentlich-rechtliche Fernsehen sich zur Zeit gerade selber ab. Zum Beweis für diese Behauptung, hier kurz ein paar Fakten und Informationen aus den letzten zwei Wochen.

Gebühren für Renten

50 Prozent aller Rundfunk-Gebühren entfallen zur Zeit allein auf Zahlung der Rentenbezüge ehemaliger Angestellter, nicht etwa auf Programminhalte oder wenigstens auf Gehaltzahlungen für die aktiv Beschäftigten. Dies verlautete natürlich nicht in einer offiziellen Pressemitteilung. Vielmehr kommt diese Information aus den zweifellos gut unterrichteten Kreisen der Chefetage eines großen öffentlichen Senders. Selbstverständlich nicht zum namentlichen Zitieren. Nun war auf Anfrage von Telepolis "grundsätzlich nichts" über die Details der Verwendung der Gebührengelder oder über die Höhe der Rentenbezüge ehemaliger Angestellter der öffentlich-rechtlichen Anstalten zu erfahren.

Solche Informationen sind bislang nicht öffentlich. Warum eigentlich? Gibt es kein Recht auf Transparenz bei der Verwendung von Rundfunkgebühren - ähnlich wie die Bürger das Recht haben zu erfahren, was mit den Steuergeldern passiert?

Sollte die Information aus der Chefetage nicht zutreffen, wäre es für die Sender jedenfalls ein Leichtes, diese zu widerlegen, indem sie die Zahlen offen legt. Wir warten.

Weniger ausländische Programme

Die ARD-Hauptversammlung kündigte vergangene Woche an, dass das Budget der DEGETO für 2011 und 2012 um 20 Mio. Euro gekürzt wird. Die Sparmaßnahmen betreffen Programmlizenzen aus dem Ausland. Das bedeutet: Weniger ausländische Programme im ersten Programm. Die Annahme, dass es deshalb mehr und besseres deutsches Programm geben werde, wurde bisher allerdings nicht bestätigt.

Weniger Dokumentationen

Die ARD-Hauptversammlung hat ebenfalls beschlossen, den bisherigen attraktiven Sendeplatz für Dokumentationen am Montagabend zu streichen. Die Streichung eines kompletten dokumentarischen Sendeplatzes wurde von der ARD dadurch verbrämt, dass ein Mittwochstermin auf den Montag rückt - offenbar hofft man, dass der systematische Ausstieg aus der Darstellung von Wirklichkeit dadurch weniger auffällt. Zur Begründung seines Schritts verwies ARD-Programmdirektor Volker Herres auf die "Hölle des Wettbewerbs".

Zuvor hatte die ag dokumentarfilm und sogar Kulturstaatsminister Bernd Neumann bei ARD wegen dem geplanten Wegfall protestiert. In Neumanns Protest-Schreiben heißt es weiter: "Die Dokumentationen der ARD am Montagabend gehören zum Kern des Grundversorgungsauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Durch Reduzierung der informativen und kulturellen Programmanteile oder deren Verbannung auf unattraktive Sendeplätze entfernt sich die ARD von ihrem Auftrag und stellt dadurch irgendwann auch ihre Existenz in Frage."

Die geplanten Programmentscheidungen über den Doku-Sendeplatz könnten "so verstanden werden, dass die ARD eher einer Programmgestaltung zuneigt, die derjenigen der Privaten ähnelt. Diese Tendenz ist im Interesse des öffentlich-rechtlichen Rundfunks abzulehnen. Sie ist auch das falsche Signal in einer Zeit, in der die Länder zur Wahrung der Beitragsstabilität eine Begrenzung des Auftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erörtern."

Mehr Talk-Show

Anstelle des gestrichenen Dokumentarfilmplatzes bekommen die ARD-Zuschauer nun noch eine Talk-Show meghr zu sehen: Die von Frank Plasberg. Weil Günter Jauch ab Sommer 2011 auf den Sonntag-Sendeplatz von Anne Will rückt, rückt diese auf den Mittwoch. Von dort wird Plasberg auf den nun freien Montag geschoben - um 21 Uhr, gefolgt von "Beckmann" nach den "Tagesthemen".

Verplant

Das "Kleine Fernsehspiel" des ZDF, eine der letzten TV-Redaktionen, die noch niveauvolle Kino-Filme jenseits der "Amphibienfilme" koproduzieren, wird bis Ende kommenden Jahres keine neuen Kino-Filme koproduzieren. Wie sowohl aus Kreisen betroffener Filmemacher wie von Sendermitarbeitern zu erfahren ist, fehlt der Redaktion zum einen das Geld, weil der komplette Produktions-Etat für 2011 bereits 2010 ausgegeben wurde. Auch sollen bereits Gelder des Etats 2012 verplant sein. Zudem heißt es, der "Berg" bislang noch nicht gesendeter, aber fertiggestellter Produktionen solle zunächst einmal "abgebaut", bzw. "versendet" werden.

Das Gerücht, das ZDF plane, die oft auf Festivals preisgekrönten, komplett öffentlich geförderten Filme des "Kleinen Fernsehspiel" demnächst täglich zur Hauptsendezeit dem Publikum zu zeigen, um den Filmstau schneller abzubauen und dafür einstweilen an Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen zu sparen, wurde bisher nicht bestätigt.

Will man ein öffentliches Fernsehen, das solche Meldungen produziert?

Die geplante Einführung des ZDF-"Kulturkanals" - der den "Theaterkanal" ersetzen soll - sei für das ZDF vor allem "ein trojanisches Pferd zum Ausstieg aus 3sat", heißt es aus Kreisen des Senders. Wenn es erst einmal mit dem "Kulturkanal" einen zweiten Kultursender neben ARTE gebe, habe 3sat seine Existenzberechtigung verloren.

Die Marktanteile von ARD und ZDF waren 2009 so gering wie noch nie. Bei den jüngeren Zuschauern landete das "Erste" nur noch auf dem fünften Rang hinter RTL, ProSieben, Sat.1 und VOX. Das ZDF noch dahinter. Allein bei den Älteren ist die ARD mit 18,2 Prozent weiterhin deutlich Marktführer.

Wäre die deutsche Gesellschaft fähig, das öffentliche Fernsehen zu reformieren?

Das Beispiel der britischen BBC stimmt skeptisch. Dort bedeutete "Reform" bislang allein Sparmaßnahmen, die die Programmqualität weiter senkten. Es geht nicht um weniger Geld für die öffentlichen Sender, sondern darum, die Erfüllung des Programmauftrags zu erzwingen und die Gebühren genau hierfür einzusetzen.

Quelle : http://www.heise.de/tp/

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ARD/ZDF-Kopierschutz: Großes Erstaunen in der Branche
« Antwort #142 am: 09 Dezember, 2010, 09:01 »
Die Landesmedienanstalten in Deutschland und zahlreiche Hersteller haben mit Überraschung auf die enthüllten Pläne von ARD und ZDF reagiert, künftig digitale Kopierschutzmaßnahmen für hochauflösenden Ausstrahlungen einzusetzen.

Der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK), die sich aus den Direktoren und Präsidenten der 14 deutschen Landesmedienanstalten zusammensetzt, ließ über Ihren Sprecher Axel Dürr von der baden-württembergischen LFK verlauten: "Der ZAK liegen bislang zu wenig Informationen über mögliche Pläne von ARD und ZDF zum Thema DRM für HD-Content vor".
 
Die Landesmedienanstalten würden sich aber in den nächsten Wochen in verschiedenen Organisationen und Gremien mit den öffentlich-rechtlichen Sendern über deren Pläne und mögliche DRM-Szenarien austauschen, versicherte Dürr. Erst, wenn diese Informationen vorlägen, könne die ZAK konkret zu weitergehenden Fragen Stellung nehmen.

Weniger unvorbereitet traf die Anfrage von DIGITAL FERNSEHEN die Vertreter der Privatsender-Interessenvertretung VPRT. Der Verband habe auf die Notwendigkeit des Rechteschutzes sowohl mit Blick auf Vorgaben der Rechteinhaber als auch auf Piraterie schon immer hingewiesen, äußerte Sprecher Hartmut Schultz. "Wir denken auch nicht, dass die Lizenzgeber bei ihren Anforderungen danach unterscheiden, ob es sich um einen privaten oder einen öffentlich-rechtlichen Lizenznehmer handelt", so Schulz.

Der DVB-CPCM-Standard sei zudem öffentlich und damit auch im Markt bekannt, so der Sprecher des VPRT. Die Bedeutung des Signalschutzes wäre "auch den Endgeräteherstellern nicht neu". Das sieht die Branche offenkundig anders. Marketingchef Frederik Maas von Telestar etwa äußerte gegenüber DIGITAL FERNSEHEN: "Nach Rücksprache mit Herrn Kirwel und unserem technischen Leiter Herrn Conrad kann ich Ihnen mitteilen, dass auf Telestar noch niemand wegen dieses CPCM-Systems zugekommen ist".

Vantage-Geschäftsführer Steven Enseroth sagte, er könne "im Moment nicht wirklich viel zu diesem Thema (...) sagen, da es mir neu ist". Auch beim Receiver-Hersteller Strong heißt es: "Derartige Planungen sind uns bis jetzt nicht bekannt". Eine Implementierung von DVB-CPCM werde erst erfolgen, "sofern sie zwingend erforderlich ist". Ratlosigkeit herrscht bei Sony Deutschland, wo man fälschlicherweise annimmt: "Da unsere TV Geräte keine Aufnahmemöglichkeit bieten, können wir hierzu keine Aussage machen."

Die mangelnde Aufklärung insbesondere auf Seiten der Hersteller ist mehr als überraschend. In einer gemeinsamen Erklärung von ARD und ZDF hatte ZDF-Sprecher Alexander Stock gegenüber DIGITAL FERNSEHEN bestätigt, dass beide Sender "mit der EBU, Rechteinhabern und der Geräteindustrie an einem Standard gearbeitet, der die unautorisierte Verbreitung von Inhalten über das Internet verhindern soll". Er schloss mit dem Appell, jetzt bleibe "die Endgeräteindustrie aufgerufen, entsprechende Geräte im Markt anzubieten."

Eine neuerliche Anfrage von DIGITAL FERNSEHEN an ARD und ZDF läuft. Die Frage, warum die öffentlich-rechtlichen Sender einerseits unter Verweis auf Vorgaben der Film- und Sportbranche die Einführung eines digitalen Kopierschutzes als notwendig formulieren, andererseits trotz mehrjähriger Vorbereitungen im Bereich DVB-CPCM ihrerseits die Hersteller von Empfangsgeräten nicht auf die Implementierung des Standards vorbereitet haben, bleibt bis dahin unbeantwortet.

Quelle: www.digitalfernsehen.de

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Die Selbstabschaffung des deutschen Fernsehens - Update
« Antwort #143 am: 11 Dezember, 2010, 16:34 »
Eine persönliche Stellungnahme und Antwort des Autors auf gerechte Kritik

Die Behauptung "50 Prozent aller Rundfunk-Gebühren entfallen zur Zeit allein auf Zahlung der Rentenbezüge", wie sie hier am vergangenen Mittwoch veröffentlicht wurde, ist nicht zu halten. Hierfür trage ich die Verantwortung. Es trifft zwar nun zu, dass mir genau diese Zahl von einer hochrangig angestellten Person eines öffentlichen-rechtlichen Rundfunksenders (ÖR) in einem Gespräch "im Vertrauen" während der vergangenen Tage mitgeteilt wurde. Ich habe mir aber vorzuwerfen, dass ich sie zu schnell in meinen Text übernommen habe. Es gab zwar überprüfende Anfragen meinerseits bei den Pressestellen zweier Sender, bei denen man mir, wie im Text berichtet wurde, mitteilte, dazu mache man grundsätzlich keine Angaben. Aber natürlich wäre es besser gewesen, das noch ausführlicher zu recherchieren.

Zwar gilt auch hier leider, was ein Leser schrieb: "Gute Reportagen und investigativer Journalismus müssen lange recherchiert werden und kosten deshalb mehr Geld, als man durch ein paar Werbespots, bei verhältnismäßig geringer Einschaltquote, wieder einspielen kann" - weshalb dies mir als komplett freiem Autor ganz offen gesagt leider nur selten in wünschenswerter (und manchmal gebotener) Weise möglich ist. Aber dies ist trotzdem keine Entschuldigung.

Jetzt könnte man zwar auch darüber räsonnieren, was es denn über den ÖR sagt, dass man solche Informationen erstmal glaubt, bzw. hier immer mit dem worst case rechnet, aber das würde dann wie eine Ausrede klingen, und das soll es nicht.

Oder sollte ich mich doch verhört haben? Die Gesamtausgaben des ÖR für Personalkosten und daraus folgende Beträge liegen jedenfalls weit unter den erwähnten 50 %. Ich vermute - wie gesagt: nur eine Vermutung - dass die Person, mit der ich gesprochen habe, die Gesamthöhe der Rentenzahlungen für Ex-ÖR-Beschäftigte mit der Gesamthöhe der Rundfunkgebühren verglichen hat, und so die Zahl von 50% der Gebühren zustande kam. Tatsächlich gehen von den Gebühren selbst nur die Zahlen für die Betriebsrenten ab, die zusätzlich zur gesetzlichen Rente bezahlt werden und überdies die entsprechenden Beitragszahlungen für derzeit Beschäftigte. Die Betriebsrenten allein haben zwar die beträchtliche Höhe von im Durchschnitt 1500 Euro pro öffentlich-rechtlichem Ruheständler. Das liegt trotzdem weit unter den genannten 50 Prozent.

Grundsätzlich halte ich allerdings daran fest, dass es gerade der Sinn von Blogs mit ihrer Möglichkeit zur Leserreaktion ist, auch das zu publizieren, was ich hier mal "partytalk" nennen will. Da hört man nämlich neben reinen Gerüchten immer wieder Dinge, die namentlich nie zur Veröffentlichung gesagt werden und trotzdem stimmen.

Es ist ja auch ein Fakt, dass zwar über die unbestreitbar falschen Zahlen viel angemessene Kritik ausgeschüttet wurde, dass diese Zahlen aber keineswegs die einzigen Fakten meines Textes sind. Die übrigen Angaben blieben bisher unbestritten und unkritisiert.

Neben Informationen, die Pressemitteilungen der Sender zu entnehmen sind, und Veröffentlichungen der AG dok und des Kulturstaatsministers, die man dann aber nur in wenigen Medien und nur zu einem Teil nachlesen konnte, gibt es darin zum Beispiel auch den Hinweis aufs "Kleine Fernsehspiel" des ZDF. Dass im Jahr 2010 die Kinoproduktions-Gelder bereits bis Anfang 2012 ausgegeben sind, und diese überaus wichtige Redaktion daher für über ein Jahr quasi lahmgelegt ist, scheint beispielsweise keinen zu interessieren. Dementiert wird diese Information aber auch nicht.

Der Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) , auf deren Website ja anscheinend ein Großteil der TP-Leser regelmäßig nachschaut, war mir leider nicht bekannt. Wenn ich es richtig verstehe, bieten nun die KEF und ihre Daten zwar einen recht genauen Anhaltspunkt für Verwendung der Gebühren, aber keineswegs das Gleiche wie die von mir erhoffte/gewünschte "Transparenz bei der Verwendung von Rundfunkgebühren" und Offenlegung für die einzelnen Sender. Oder wo stehen denn die tatsächlichen Angaben, aufgeschlüsselt nach einzelnen TV-Sendern? Die Haushalte der Sender - nicht online, aber offenbar gedruckt bestellbar - sind ungefähr sechsmal so dick wie der KEF-Bericht und so verklausuliert, dass sie nur Fachleute verstehen - aber selbst Rundfunkräte nicht.

Wenn ich nun in dem Bericht lese, ist es mit der wünschbaren Transparenz auch in anderer Hinsicht nicht so weit her. Zwar heißt es: "Die betriebliche Altersversorgung bleibt aufgrund ihres Gesamtvolumens von erheblicher Bedeutung für den Finanzbedarf der Rundfunkanstalten." Und weiter: "Die Anstalten haben über den aktuellen Stand der Bemühungen zur Umsetzung personalwirtschaftlicher Maßnahmen zur Gewährleistung und Verbesserung ihrer Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit berichtet. Allerdings bleiben die Aussagen sehr allgemein und enthalten nur vereinzelt Quantifizierungen."

Ansonsten gibt es zu Erläuterung im KEF-Bericht dann viele Tabellen und sehr viele Zahlen, diverse Unterscheidungen nach Netto und Brutto, Aufschlüsselung und Differenzierung noch und nöcher. Ist bestimmt alles ganz richtig und unanfechtbar so, und Stefan Niggemeier freut sich in seinem Bildblog (vgl. Lolas Rente) , dass sich die Kommission "sogar die Mühe gemacht [hat], den Nettoaufwand zu errechnen, der neben den Ausgaben für die Altersvorsorge auch korrespondierende Erträge berücksichtigt und die 'effektive Belastung des Gebührenzahlers' darstellen soll."

Ein allererster Lektüre-Eindruck führt allerdings zu einer mindestens durch Zahlenwust getrübten Darstellung. Vielleicht bin ich auch einfach im Bilanzlesen ungeübter, als Herr Niggemeier, aber ich lese dort im Punkt "Aufwendung für die Altersversorgung der Rundfunksanstalten" (S.85) von - in Millionen Euro - rund 510 im Jahr 2009 und 481 im Jahr 2010 allein für die ARD, für das ZDF nochmal 74 bzw. 72, für DRadio 18 bzw. 17 Millionen Euro. Das heißt man kommt für 2010 auf einen Gesamtbetrag von rund 570 Millionen Euro (brutto).

Unter dem gleichen Punkt - "2.2. Betriebliche Altersversorgung" - sind dann freilich noch weitere zusätzliche Kostenpunkte aufgelistet: Zusammengerechnet weitere 420 Millionen Euro sind für den ÖR für 2010 als "kassenwirksame Versorgungsleistungen und Pensionskassen" angesetzt, womit der Gesamtbetrag mit 990 Mio schon erheblich höher liegt als bei 5 Prozent der Gebühren. Hinzu kommen Abschnitte über die tendenziell steigenden Deckungsstocklücken bei den Anstalten, die laut KEF-Bericht, der von "unzulässiger Praxis" spricht, auch bis Ende 2016 nicht geschlossen sein wird.

Als ungeübter Bilanzen-Leser muss ich, da ich nicht so schnell bin, wie Herr Niggemeier und manch' kluger TP-Leser, mir die Zeit nehmen, das alles genau zu lesen, um dann hoffentlich besser zu verstehen, wo die TV-Gebühren vom Programm mal abgesehen, so hingehen. Das ist damit gemeint: wenn es heißt: "Nachdem die Zahlenangaben für viel Unruhe gesorgt haben, will der Autor demnächst dazu weiter berichten."

Das Warten darauf könnte sich hoffentlich nicht nur für mich lohnen: Wenn ich mich nicht verlese oder verrechne, ist im aktuellen KEF-Bericht zum Beispiel von einem "Programmbedarf" in Höhe von 229 (ARD) bzw. 94 (ZDF) Millionen Euro die Rede, im Verhältnis zu Personalaufwendungen (ohne Betriebs-Renten) in Höhe von 1400 bzw. 266 Millionen.

Die interessanteste Frage - zu der womöglich auch die langjährige ZDF-Archivarin Lola Öber-Klöben (Name geändert) ihre eigenen Ansichten hat - scheint mir zusammenfassend folgende: Wieviel würden die Sender eigentlich sparen, wenn sie nur ein Testbild senden würden?

Quelle : http://www.heise.de/tp/

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Eutelsat-Abschaltung: Alle gegen die ARD - scharfe Kritik
« Antwort #144 am: 21 Dezember, 2010, 16:40 »
Für die ARD wächst sich die Einstellung der Ausstrahlung ihres ersten Programms über den Eutelsat-Satelliten erst nach Monaten zu einem ernsthaften Problem aus. Gleich mehrere Verbände und Politiker appellierten an den Patriotismus der öffentlich-rechtlichen Anstalt.

Der medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und Mitglied des Verteidigungsausschusses, Burkhardt Müller-Sönksen, forderte den Sender in deutlichen Worten dazu auf, der Bundeswehr in Afghanistan ihr Programm auch weiter zur Verfügung zu stellen.

"Es ist mehr als peinlich, einerseits von den Soldaten als Staatsbürger in Uniform GEZ-Gebühren zu kassieren, andererseits aber die Verbreitung der Programme aus Deutschland mit Verweis auf die Kosten einzustellen", schreibt der Politiker am Dienstag auf seiner Homepage. Damit die Soldaten im Einsatz mit Deutschland eng verbunden blieben, seien Nachrichten und aktuelle Berichte aus den Heimatregionen unerlässlich.

Müller-Sönksen forderte ARD und ZDF auf, BundeswehrTV und auch der Deutschen Welle lizenzfrei Inhalte zur Verfügung zu stellen. Nicht nur die Hauptnachrichten wie "Tagesschau" und "heute", sondern auch die vielen Regionalprogramme seien für die Soldaten vor Ort von Interesse. "Sollten sich die Anstalten hinter Paragraphen verstecken, sind die Länderparlamente aufgefordert, den 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag unverzüglich entsprechend nachzubessern", wetterte der FDP-Politiker.

Auslöser des Streits ist die Einstellung der Ausstrahlung des ARD-Programms über den Satelliten Eutelsat Hotbird, die bereits im Juni erfolgte, aber erst durch einen Artikel in der "Bild"-Zeitung am Montag für erheblichen Wirbel sorgte. Betroffen sind neben den rund 3.300 Soldaten in Afghanistan auch Urlauber, Diplomaten, Beschäftigte im Ausland und nicht zuletzt die eigenen ARD-Korrespondenten. Der öffentlich-rechtliche Sender begründet die Abschaltung mit einer Kostenersparnis von einer Million Euro im Jahr. Gleichzeitig müssen Soldaten, die aufgrund ihres Einsatzes die TV- oder Radiogeräte zu Hause nicht nutzen können trotzdem Rundfunkgebühren zahlen.
 
Scharfe Kritik vom Deutschen Bundeswehr-Verband

Als "unfassbar" hat unterdessen der Stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Bundeswehr-Verbandes, Oberstabsbootsmann Wolfgang Schmelzer, die Entscheidung der ARD bezeichnet, die Übertragung ihres Programms nach Afghanistan aus Kostengründen einzustellen. "Meinen Kameradinnen und Kameraden im Auslandseinsatz wird damit der für sie essentielle Kontakt in die Heimat erschwert. Die ARD sendet ihr Programm nicht mehr, dafür aber ein sehr unschönes Signal an alle Menschen in der Bundeswehr", sagte der stellvertretende Verbandschef.

Schmelzer zeigte sich gleichzeitig zufrieden mit den eindeutigen Reaktionen aus Politik und Gesellschaft auf die Entscheidung der ARD. Diese zeigten, dass die Heimat hinter ihren Soldaten im gefährlichen Einsatz in Afghanistan stehe. "Ohne diesen Rückhalt aus Deutschland können unsere Frauen und Männer im Einsatz ihren lebensgefährlichen Auftrag nicht erfüllen", so Schmelzer. Er sei optimistisch, dass sich die ARD eines Besseren besinnen werde. Schließlich seien die Soldatinnen und Soldaten auch im Einsatz nicht von ihren GEZ-Gebühren befreit - und ein Funken Solidarität in den Führungsgremien der ARD sicherlich noch vorhanden.

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), sagte der "Bild"-Zeitung (Dienstag): "Es ist ein Unding, wie die ARD mit unseren Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan umgeht. Das ist nicht akzeptabel. Etwas Patriotismus würde einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt schon gut tun." Auch SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier kritisierte den Umgang mit den Soldaten. Er sagte der "Bild"-Zeitung: "Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass man den Soldaten im gefährlichen Auslandseinsatz das TV-Programm abdreht. Das kann nicht das letzte Wort sein - Verteidigungsministerium und ARD-Intendanten haben die Verantwortung, möglichst rasch eine Lösung zu finden."

Beck, zu Guttenberg & Co. gegen die ARD

Der rheinland- pfälzische Ministerpräsident und Medienexperte Kurt Beck (SPD): "Ich appelliere an die ARD-Verantwortlichen, eine Lösung zu suchen." Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte dazu am Montag gesagt: "Die Soldaten wären sicher dankbar, wenn die ARD einige Sendeformate wie die Tagesschau oder regionale Sendungen zur Verfügung stellen könnten, damit wir diese ins Einsatzgebiet übertragen." Aus der CDU kam Unterstützung. Verteidigungsexperte Ernst-Reinhard Beck: "Die Soldaten zahlen ihre GEZ-Gebühren wie alle anderen auch. Es ist daher mehr als ärgerlich, dass sie aus Kostengründen vom Programm ausgeschlossen werden. Ich gehe davon aus, dass die ARD diesen Missstand zügig aus der Welt schafft."

Ruth Hieronymi, Vorsitzende des WDR-Rundfunkrats, sagte der "Bild"-Zeitung: "Ich bin ganz entschieden gegen die Abschaltung." Es liege geradezu im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, eine Übertragung zu ermöglichen.

Quelle: SAT + KABEL

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Offline Jürgen

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Re: Eutelsat-Abschaltung: Alle gegen die ARD - scharfe Kritik
« Antwort #145 am: 22 Dezember, 2010, 04:27 »
Vielleicht will man die Soldaten zwingen, nur noch ZDF zu schauen.
Deren Hotbird-Ausstrahlungen laufen nämlich immer noch.
Natürlich von genau denselben Gebühren bezahlt.
Und gleichfalls auf einem Telekom-Transponder untergebracht.

Der Transponder 11054 H 27500 sollte dort mit etwas über 40 dB ankommen, bei ausreichender Elevation.
Ausreichend grosse Bleche mit Flecktarn sollten verfügbar sein...

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ARD schaltet das Erste wieder auf Eutelsat Hotbird auf - limitiert
« Antwort #146 am: 22 Dezember, 2010, 15:49 »
Nach dem von der "Bild"-Zeitung ausgelösten Riesenwirbel um die Mitte des Jahres erfolgte Abschaltung des Ersten Programms über Eutelsat-Satelliten, ist die ARD nun auch wieder via Hotbird zu empfangen.

"Eutelsat ist auf die ARD zugegangen. In einer kostenlosen Ad-hoc-Aktion im Sinne der Soldaten in Afghanistan und eines sicheren Empfangs vor Ort wird das Erste ab sofort wieder über HotBird verbreitet", teilte ein Sprecher des französischen Satelliten-Betreibers der SAT+KABEL am Mittwochnachmittag mit. Die Aktion ist allerdings bis Mitte Januar zeitlich befristet.

Auch Hotels und Urlauber können nur in diesen wenigen Wochen das Programm unverschlüsselt sehen.
 
Die Empfangsparameter:

Eutelsat/Hotbird 13 Grad Ost

Service: "Das Erste"
Mittenfrequenz: 11,541 GHz (Low Band)
Polarisation: vertikal
Symbolrate: 22.000 kBaud

Die ARD war in die Kritik geraten, weil die Streitkräfte in Afghanistan seit einigen Monaten das Erste Programm über Hotbird nicht mehr empfangen können. Als Begründung wurden die Transponder-Kosten in Höhe von rund einer Million Euro jährlich angeführt. Zahlreiche Politiker und Verbände kritisierten das Vorgehen scharf.

Am Dienstag reagierte der öffentlich-rechtliche Sender dann auf den Druck, schaltete in einer Blitzaktion sein Programm über den Satelliten NSS-12 des Eutelsat-Rivalen SES World Skies kostenfrei auf. Der Himmelskörper ist auf der Orbitalposition 57 Grad Ost stationiert und bietet von dort aus eine Abdeckung Afghanistans.

Wie der Empfang vor Ort sichergestellt wird, ist unklar: Das ZDF wird weiterhin über Eutelsat-Satelliten ausgestrahlt. Um beide Sender zu sehen, müsste eine Multifeed-Anlage installiert sein. Mit der erneuten Hotbird-Aufschaltung hat sich dieses Problem zunächst erledigt.

Quelle: SAT + KABEL

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ARD will Nachrichtensendungen aufpeppen
« Antwort #147 am: 28 Dezember, 2010, 12:33 »
Die öffentlich-rechtliche ARD feilt an der Zukunft ihrer Nachrichtensendungen, die Hauptausgabe der "Tagesschau" soll von optischen Spielereien dagegen verschont bleiben.

Chefredakteur Kai Gniffke wolle moderierte Nachrichtenmagazine wie die "Tagesthemen" und das "Nachtmagazin" Ende 2012 auf eine visuelle und inhaltliche Gratwanderung schicken, berichtete die "Berliner Zeitung" am Dienstag.

Dann soll es unter anderem Moderationstische geben, die wie moderne Smartphones auf Berührungen reagieren - 3D-Effekte inklusive.

Die Anmutung des "Tagesschau"-Klassikers werde Gniffke bewahren, hieß es. Durch die 20.00-Uhr-Sendung soll auch künftig kein Moderator, sondern ein Sprecher führen. Zu groß sei die Angst vor Veränderung, vor der sich das ARD-Flaggschiff schon fast sechs Jahrzehnte erfolgreich gedrückt habe, schreibt das Blatt.

Immerhin: Die Macher der "Tagesschau" haben bereits vor zwei Jahren das Ende der Zettelwirtschaft eingeläutet, die Sprecher der Hauptausgabe lesen viele Passagen vom Teleprompter ab.

Quelle: SAT + KABEL

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ARD-Webseite wurde Opfer von Computerhackern
« Antwort #148 am: 28 Dezember, 2010, 12:56 »
Die Webseite der ARD ist am Montag das Ziel einer Attacke von Spaßvögeln geworden. Auf der Seite "daserste.de" war stundenlang eine Meldung über eine tote Eule zu lesen. Die ARD bestätigte inzwischen den Hackerangriff.

Statt der großformatigen Ankündigung des Zweiteilers "Buddenbrooks" prangte auf "daserste.de" eine seltsame Meldung über ein verseuchtes Paket mit einer Eule im Kölner Dom. Wie die ARD inzwischen bestätigte, handelte es sich bei der Meldung um einen Angriff von Computerhackern. Ihnen war es offensichtlich gelungen, in das Redaktionssystem von "daserste.de" einzudringen und die Meldung zu veröffentlichen.

Die Meldung trug die Schlagzeile: "Verseuchtes Paket im Kölner Dom gefunden." Weiter hieß es, man habe die Todesursache einer am Montagnachmittag in dem Gotteshaus aufgefundenen Eule festgestellt: "So soll Gottes Zorn einen Reissack zum Umfallen gebracht haben, der die Eule dann erschlug." Auch ein Terror-Anschlag könne nicht ausgeschlossen werden, deshalb untersuche ein Strahlenschutzteam der Kölner Feuerwehr die nähere Umgebung.
 
"Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass jedem, der Kontakt zu der Eule hatte, morgen die Eier ausm Sack fallen. Weitere Informationen folgen", so die Spaßvögel. Die Meldung war etwa eine halbe Stunde auf der Seite. Nach ARD-Angaben suchen die Techniker von "daserste.de" noch nach der Lücke im System. Die Urheber vermutet man im Umfeld eines Hacker-Kongresses, den der Chaos Computer Club derzeit in Berlin veranstaltet.

Quelle: www.digitalfernsehen.de

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Hochglanz, Formatfernsehen und Fast-Food
« Antwort #149 am: 02 Januar, 2011, 16:36 »
Für mehr Gebühren bekommen die Zuschauer nicht mehr Programm, sondern weniger, dafür aber immer öfter das gleiche: Das ZDF zeigt sich zum Jahresende gutgelaunt und zu subtilen Scherzen aufgelegt

"Hinter uns liegt eine Woche", sagte ZDF-Intendant Markus Schächter bei der letzten Jahrespressekonferenz des ZDF, "die von dem tragischen Unfall bei "Wetten, dass..?" überschattet war, eine Woche mit sehr ernsten Diskussionen bei uns im Haus und in der Öffentlichkeit."

Ja, es war wohl eine schwere Woche für Markus Schächter und das ZDF, so schwer, dass die ZDF Pressestelle nach der letzten Fernsehratssitzung im Dezember nicht weniger als zehn Pressemitteilungen versandte im Abstand weniger Minuten. Eine davon war "Statement des ZDF-Intendanten Markus Schächter" betitelt und beschäftigte sich mit dem Unfall bei "Wetten das...?".

"Wetten das...?" und die Folgen

"Ich habe die Diskussionen im Fernsehrat gestern und heute als eine offene und nachdenkliche Auseinandersetzung auf hohem Niveau erlebt, die unsere internen Überlegungen sehr unterstützt und bereichert", stand da zunächst und dann gab Schächter in fünf Punkten seine Beurteilung des Falls. Er lobte die "professionelle" Reaktion der Beteiligten, verwies - zweitens - auf die Sicherheitsstandards und widersprach allen Vorwürfen, "die Wetten wären angesichts des Quotendrucks verschärft worden". Kleine vielsagende Information am Rande:

"Bei den internen Qualitätsdis­kussionen über die Sendung ging es um Moderation, die Auswahl der Künstler und der prominenten Gäste."

Drittens: Er habe "eine Task Force einberufen, ... eine unabhängige externe Expertise beauftragt; ... Schließlich wird die Arbeit unseres Sicherheitsingenieurs von der Berufsgenossenschaft überprüft. Nach Abschluss aller Prüfungen werden wir - voraussichtlich im Januar - einen detaillierten Bericht vorlegen. Er wird dann auch die Basis dafür darstellen, wie wir die Auswahlkriterien für die Wetten modifizieren beziehungsweise die Umsetzung im Studio verbessern können."

Viertens: "Wichtiger als alle Fragen, war für uns in dieser Woche die ständige Sorge um den verunglückten Samuel und die Familie." Man unterstütze die Familie "organisatorisch ... in allen Versicherungsfragen. Eine beträchtliche Soforthilfe über die Unfallversicherung des ZDF für den Kandidaten ist bereits angewiesen."

Schächters fünfter Punkt war dann die Frage, wie es mit "Wetten, dass..? weitergehen soll. "Für mich war das in dieser Woche nicht die wichtigste Frage", so der ZDF-Intendant, "Ich wünsche mir, dass es mit der Sendung weitergeht und dass Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker die Familienshow weiterhin moderieren. Natürlich gehen wir am 12. Februar nicht einfach zur Tagesordnung über. "Wetten, dass..?" wird sich verändern."

"Hochglanz- und Event-Dokumentationen"

Ansonsten zeigte sich das ZDF aber durchaus gutgelaunt und inmitten des Business as Usual und der üblichen Marketing-Erfolgsmeldungen sogar zu subtilen Scherzen aufgelegt. Ein solcher ist die Meldung Betreff: "ZDF setzt auf Dokumentationen", die gar nicht anders zu verstehen ist, denn als Seitenhieb auf die Konkurrenz von der ARD, die erst kürzlich ihren Dokumentarplatz gestrichen haben.

So hieß es, "das ZDF setzt in seinen Programmen verstärkt auf hochwertige Dokumentationen." Und Schächter ließ sich zitieren: "Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen spielen die dokumentarischen Genres eine wichtige Rolle. Sie sind besonders geeignet, tatsächliche Geschehnisse für den Zuschauer begreifbar und nacherlebbar zu machen."

Blickt man auf die Beispiele, die der Intendant zur Illustration nachschob, ist es mit der Euphorie dann gleich schon wieder vorbei: Denn de facto versteht das ZDF unter "dokumentarische Genres" nur in sehr seltenen Fällen unabhängige Dokumentarfilme. "Hochwertig" ist im ZDF-Jargon die Chiffre für Hochglanz, "dokumentarische Genre" die Chiffre für Formatfernsehen und leichtverdauliches Doku-Fast-Food.

Auf das Proll-Format setzen

Unter der Dachmarke "Terra X" findet dann das statt, was das ZDF selbst als "Hochglanz- und Event-Dokumentationen" bezeichnet, etwa "Universum der Ozeane" mit "Schwarm"-Autor Frank Schätzing als Betreuer des älteren Publikums. Auch sonst gibt die Personalisierung die Richtung vor: Dirk Steffens wird wie bisher mit dem Tiefgang eines Kinderplantschbeckens und dem Ton eines Autohändlers die "Faszination Erde" verkaufen, und Hape Kerkeling - "eine sehr populäre und authentische Persönlichkeit" tourt "Unterwegs in der Weltgeschichte". Am besten ist da noch Maximilian Schell als raunender "Imperium"-Moderator - und mit seinen 80 Jahren auch dem Durchschnitt der ZDF-Zuschauer am nächsten.

Im Gegensatz zur ARD setzt das ZDF auch in Zukunft aufs von RTL eingeführte Proll-Format der Doku-Soap, wo, wie es heißt "seriöse Milieustudien möglich sind, die ein höheres Tempo und Emotionalisierungspotential als herkömmliche Formen besäßen." Da jauchzt der Couchpotato.

"Die Sicherung der programmlichen Aufgaben des ZDF"

Nur scheinbar eine gute Nachricht ist auch die nächste Jubelmeldung: "ZDF bekennt sich zu Filmförderung. 18,5 Millionen Euro jährlich für Film- und Medienfördersystem". Allein die Zahl ist bereits verräterisch, nämlich ungemein wenig. Gemessen an - je nach Maßstab - 150 bis knapp 300 Mio Euro jährlicher Filmförderung. Und gemessen an rund 2 Milliarden Euro jährlicher Gesamtaufwendungen (2010: 2,051 Mio; 2011 geplant 1,988 Mio; 2012 geplant 2,132 Mio) des Senders.

Dem Bekenntnis zur Bundes- und Länder-Filmförderung folgt die Einschränkung:

"Angesichts knapper werdender Haushaltsmittel muss dabei allerdings mit der Vergabe von Fördermitteln verstärkt auf die Sicherung der programmlichen Aufgaben des ZDF geachtet werden", so Schächter. Auch hier sollen Filmemacher, Produzenten und Förderer also unverhohlen stärker an die Kandare genommen werden.

Um klar zu machen, wer hier eigentlich Koch und wer Kellner ist, im Verhältnis zwischen Sender und Produzenten, empfiehlt sich ein Blick in den Rundfunkstaatsvertrag: In § 6.1 heißt es "Die Fernsehveranstalter tragen zur Sicherung von deutschen und europäischen Film- und Fernsehproduktionen als Kulturgut sowie als Teil des audiovisuellen Erbes bei." Und weiter, in § 6.4:

"Im Rahmen seines Programmauftrages ... ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk ... berechtigt, sich an Filmförderungen zu beteiligen, ohne dass unmittelbar eine Gegenleistung erfolgen muss."

Das heißt: Wenn ein Sender, zum Beispiel in Gestalt eines Redakteurs, von einem Produzenten bestimmte inhaltliche Eingriffe oder Rechteübertragungen wünscht, dann ist dies bereits fragwürdig.

Weniger, öfter, billiger

Nebelkerzen zündete das ZDF schließlich auch, wenn es ums digitale Fernsehen geht. ZDFneo überträfe die Erwartungen heißt es, obwohl doch der durchschnittliche Monatsmarktanteil nur bei 0,3 Prozent liegt - im eigentlichen Digitalmarkt bei 0,9 Prozent aller Zuschauer. Auch sonst setzt man beim "Zweiten" auf digitale Ergänzungskanäle. Neben ZDFneo soll 2011 "ZDFkultur" starten und der "ZDFinfokanal" "weiterentwickelt" werden. Die eigentlich bemerkenswerte Information versteckt sich zwischen diesen Zeilen: Das ZDF will auf vier Kanälen senden, erhält hierfür aber keinen Cent mehr Gebührengelder. Die Kosten für die zusätzlichen Programme müssen also anderenorts eingespart werden.

Der aktuelle Bericht der "Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten" spricht daher (S.66) auch beim ZDF von "erhebliche[n] Umschichtungen zugunsten der digitalen Spartenkanäle. Der Aufwand hierfür versiebenfacht sich in der Periode 2009-2012 gegenüber der Periode 2005-2008. Selbst gegenüber den Anmeldungen zum 16. Bericht werden die Gesamtansätze nochmals verdreifacht. ... Die Finanzierung sollte wie angekündigt aus dem Bestand erfolgen, was nun umgesetzt werde." Der größte Teil der Verschiebungen von Etatmitteln käme dem ZDFdokukanal zu Gute. Eingespart werde vergleichsweise gering bei den Personalkosten, dafür überproportional im Programmbereich.

Das heißt: Für mehr Gebühren bekommen die Zuschauer nicht mehr Programm, sondern weniger, dafür aber immer öfter das gleiche, und natürlich Billigprogramme - von den teuren Sportrechten mal abgesehen.

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ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )