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Community- Netz: Die Zeit der Kopfjäger
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Thema: Community- Netz: Die Zeit der Kopfjäger (Gelesen 1308 mal)
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SiLæncer
Cheff-Cubie
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Community- Netz: Die Zeit der Kopfjäger
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am:
02 August, 2006, 10:28 »
Das soziale Internet, von dem die Netzgemeinde im Augenblick schwärmt, lebt von den Investitionen seiner Nutzer. Der Kampf der Profis, die Geld verdienen wollen, um die besten Köpfe hat jedoch bereits begonnen. Das Netz der zweiten Generation verliert seine Unschuld.
Es ist eine einfache Rechnung. Wer viel Zeit hat, weil er zum Beispiel arbeitslos ist, oder sehr reich, Schüler oder ein nicht allzu eiliger Student, der kann auch viel zur Unterhaltung Anderer tun. Bloggen zum Beispiel. Oder Filme drehen, in denen er selbst mit einem Freund Pingpongbälle akrobatisch in Plastikbecher bugsiert. Oder drei Stunden am Tag im Netz surfen und am Ende dann die originellsten Funde auf einer sogenannten Social- Bookmarking- Seite weiterempfehlen.
Alles, was diese Menschen mit viel Zeit (oder wenig Privatleben) tun, ist das sogenannte Web 2.0, das soziale Internet der Gegenwart. Es soll die labbrige alte Hülle der geplatzten Dotcom-Blase abschütteln und eine neue, demokratische Weltweit- Gesellschaft schaffen, in der, so hoffen viele, auch noch richtig Geld verdient wird. Venture Capital wird im Moment mit Vorliebe in Unternehmensgründungen gesteckt, in deren Businessplan irgendwas mit social oder community steht und die "Qunu" oder "Zixxo" heißen. MySpace und andere Community-Seiten sollen bis 2010 nach neuesten Schätzungen 1,8 Milliarden Dollar im Jahr mit Werbung verdienen. Alle starren auf solche Zahlen und wollen auch mit, unbedingt.
Während viele noch die Gewalt des selbst-ermächtigten Publikums beschwören, sind die Satiriker da draußen längst am Werk. Man kann sich ein Web-2.0-Unternehmen per Zufall erstellen lassen - samt Geschäftsmodell - oder in einem Quiz testen, ob man die oft hirnrissigen Markennamen von denen bekannter Star-Wars-Figuren unterscheiden kann. Ein lustiger Wikipedia- Song fragt, ob man ohne Community-Relevanz überhaupt noch existiert. Die Witz- Seite "Wankr" empfiehlt hoffnungsvollen Investoren, "die bereit sind, Geld nach jeder Webseite zu werfen, die die Worte 'kollaborativ', 'sozial', 'tagging' oder 'AJAX' enthält", sich doch bitte zu melden, mit der Betreffzeile "ich habe mehr Geld als Verstand".
"Ohne Umsatz hast Du ein Hobby, kein Geschäftsmodell"
Ein Blog mit dem Namen Dead2.0 sammelt Bizarres aus dem neuen Netz und gibt dem Business-Nachwuchs skeptische Ratschläge, darunter Offensichtliches aber in diesem Umfeld durchaus nicht Selbstverständliches wie "Lege Dir ein Verdienstmodell zu, sofort": "Umsatz zählt, und wenn Du noch nicht darüber nachdenkst, hast Du ein Hobby, kein Geschäftsmodell."
Der Mann hat Recht. Der neue Schwung im Web wird sich auf Dauer nur aufrechterhalten lassen, wenn irgendwann auch jemand daran verdient - denn all die Schüler, Studenten und arbeitslosen Softwareentwickler haben irgendwann vielleicht keine Zeit mehr. Weil sie Geld verdienen müssen. Dieses Problem steht für ein allgemeineres: Eine ganze Generation, die erste nämlich, die wirklich mit dem Web großgeworden ist, füttert im Augenblick das Netz mit der Begeisterung und der Kreativität der Jugend. Was passiert, wenn die MySpace-Kids von heute 34 sind und einen Job und 1,3 Kinder haben? Werden sie wirklich weiter einen Netzauftritt pflegen, der doch vor allem jugendliche Identitätssuche reflektiert? Werden ihre Kinder sich da virtuell präsentieren wollen, wo Mama und Papa das auch schon gemacht haben?
Der Umgangston wird schärfer im neuen Netz
Der Missbrauch, die marketingtechnische Ausbeutung der neuen Formen des globalen Miteinander, hat ohnehin längst begonnen. Bei MySpace unterhalten nicht nur die US- Marines eine Seite, mit der Nachwuchs angeworben werden soll, es gibt auch vorgebliche Teenager und Twens, die in Wahrheit für Burger, Körperspray oder Hollywoodfilme werben. Bookmarking-Portale, in denen User sich gegenseitig auf interessante Web-Fundstücke hinweisen, beschuldigen sich inzwischen gegenseitig, die offiziell automatisch erstellten Rankings zu manipulieren - etwa, um Geschichten über die Konkurrenz zu unterdrücken. Der Umgangston wird schärfer.
Jason Calacanis weiß all das. Er weiß auch, dass man mit dem Geldverdienen anfangen muss, bevor es zu spät ist. Calacanis ist ein echter Web-2.0-Entrepreneur der ersten Stunde: Sein Unternehmen Weblogs Inc. professionalisierte das Bloggen. Calacanis verwandelte Hobby-Schreiber in Profis, Weblogs-Inc.-Marken wie Engadget und Joystiq gehören heute zu den meistgelesenen Blogs überhaupt. Jetzt hat Calacanis etwas getan, das die ganze Netzgemeinde gegen ihn aufbringt: Er hat Menschen wieder angeboten, sie für ihr Hobby zu bezahlen, diesmal geht es um die Trendscouts des Netzes.
Calacanis ist seit kurzem der Chef der neuen Inkarnation von Netscape. Die versucht sich, im Schoße der Mutter AOL, auch am "social bookmarking" - Netscape hat sich eine Mechanik und sogar ein Design zugelegt, das ziemlich stark an Digg.com erinnert, die immens erfolgreiche Tech-Bookmarking-Seite. Digg ist innerhalb kürzester Zeit zu einer echten Macht im Netz geworden, Verweise, die es auf die Titelseite schaffen, lenken gewaltige Mengen Traffic um - oft in eher abgelegene Ecken des Internet. Ereignisse wie die Razzia in den Räumen der schwedischen Bittorrent- Seite The Pirate Bay erlangen über diesen Mechanismus in Windeseile globale Aufmerksamkeit.
Digg ist interessant, das generiert Zulauf - und an dem wird seit kurzem auch verdient. Drei Plätzchen für diskrete Google-Ads zieren den Kopf der Seite. Neue Kategorien wie "World News" und "Entertainment" sollen den technikverliebten Hardcore-Nutzern andere hinzufügen, Digg für den Mainstream öffnen.
Interessant ist Digg wegen seiner fleißigsten Nutzer - ein großer Teil der Top-Stories wird von einer kleinen Kerngruppe auf die Seite gehoben. Genau die möchte Jason Calacanis jetzt abwerben: "Ich habe ein Angebot für die 50 Topnutzer jeder großen social news/bookmarking Site: Wir zahlen euch 1000 Dollar im Monat", schrieb Calacanis in sein Blog. Ein Sturm der Entrüstung brach los. Die schmutzigen Headhunter-Methoden der Old Economy sind im neuen Netz angekommen, die Unschuld ist dahin.
"Ein Zeichen von Verzweiflung"
"Jasons Post ist, mehr als alles andere, ein Zeichen von Verzweiflung", so "Techcrunch"- Blogger und Szeneguru Michael Arrington. Ein Kommentator in Calacanis' Blog schrieb über das neu erfundene Berufsbild des Profi-Bookmarkers: "Bezahlt sie, unbedingt. Aber macht es nicht so offensichtlich, dass ihr Nutzer bei Digg (und ähnlichen Seiten) stehlen wollt."
Der Kanadier Derek van Vliet, als "BloodJunkie" einer der begehrten Top-Nutzer von Digg, der dort bereits über 1700 Links empfohlen hat, kommentierte das Angebot mit "ich sehe mich nicht bei Digg abspringen".
Ein Anderer dagegegen, ebenfalls mit über 1000 empfohlenen Geschichten, bietet sein Digg- Nutzerprofil inzwischen bei eBay zum Verkauf an - ob im Ernst oder als satirischer Kommentar ist schwer herauszufinden. Das aktuelle Gebot für das Profil "Geekforlife" liegt jedenfalls bei über 700 Dollar.
Es sieht so aus, als ob die Idee des Geldverdienens im sozialen Netz nicht allen zuwider ist. Spannend wird, was übrig bleibt, wenn die Profis damit fertig sind.
Quelle :
www.spiegel.de
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SiLæncer
Cheff-Cubie
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KORRUPTES WEB 2.0 - Verraten und verkauft
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Antwort #1 am:
19 Dezember, 2006, 14:50 »
Nachrichten-Communities gehören zu den heißesten Trends im Netz. Selbst die großen US-Tageszeitungen buhlen bei Surfern um Aufmerksamkeit. Inzwischen werden die Empfehlungs-Seiten zu Marketingplattformen - Korruption hält Einzug im Web 2.0.
Nachrichten-Communities sind im Moment so hip wie "Tempo" in den späten Achtzigern war. Alle wollen dabeisein: Die großen Online-IT-Portale wie "Cnet News.com" sowieso, inzwischen aber auch die Netz-Angebote der großen US-Tageszeitungen. Die "Washington Post" hat schon eine ganze Weile ein kleines Kästchen mit ominösen Wörtchen wie "digg" und "del.icio.us" in jedem einzelnen Online-Artikel, die "New York Times" hat gerade nachgezogen. In den Angeboten mit den seltsamen Namen verraten die Nutzer einander Geheimtipps - inzwischen aber werden diese Hinweise auch für bares Geld verkauft.
Das Prinzip von digg - übersetzt bedeutet der Begriff gleichzeitig "ausbuddeln" und "gut finden" - ist Web 2.0 in Reinkultur: Netz-Nutzer empfehlen einander Nachrichten-Fundstücke - von der Meldung über eine Razzia bei einer schwedischen Film-Tauschbörse bis hin zur Gebrauchsanleitung für ein Zeichenprogramm.
Andere bewerten diese Fundsachen per Mausklick - und was viele Punkte bekommt, wandert im Web-Angebot nach oben. Dort bekommt es viele Augäpfel ab, wie die Vermarkter das nennen. Das ist toll für eine interessante Nachrichtengeschichte - digg ist inzwischen so mächtig, dass große Mengen an Netz-Verkehr auf eine dort prominent platzierte Geschichte umgeleitet werden.
Auch "Post" und "Times" wollen gerne von diesen neuen Besucherströmen profitieren. Denn im Netz sind Augäpfel bares Geld wert: Werbung verkaufen kann nur, wer auch Traffic garantieren kann.
Vermarkter bekommen weiche Knie
Für die Großen also sind digg, newsvine, reddit und andere ähnliche Seiten vor allem Mittel zur Vergrößerung ihrer Leserschaft. Für kleine - etwa neue High-Tech-Unternehmen, die ein einzigartiges Produkt im Angebot haben - kann eine gute Platzierung dort den Durchbruch am Markt bedeuten. Die Leserschaft der News-Communities ist nach wie vor eine echte Elitegruppe, eine Ansammlung von technikbegeisterten Super-Geeks, die Speerspitze des Web 2.0 gewissermaßen. Diese Menschen interessieren sich für Technologie, sie sind gut ausgebildet, sie haben Geld, sie sind Multiplikatoren. Vermarktern wird's da warm ums Herz - genau solche Menschen möchte man erreichen.
Da ist es nicht verwunderlich, dass die Korruption bereits Einzug gehalten hat in der demokratischen neuen Nachrichtenwelt. Es gibt Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben, Nachrichten oder schlichte Verweise auf neue Webseiten bei digg und Co unterzubringen - gegen Geld. Eine inzwischen aus dem Netz verschwundene Seite namens "UserSubmitter" bot 50 US-Cent dafür, drei vorgegebene Links bei digg einzustellen. Die Seite " Friendly Vote" preist sich selbst an als "online-Ressource für Webmaster, in der eine Gruppe von Freunden für ein gemeinsames Ziel zusammenarbeitet!" Das gemeinsame Ziel wird dann erklärt: "Bessere Marketing-Ergebnisse für Ihre Produkte und Service-Angebote!" Gleich eine ganze Batterie von News-Communities steht auf der Startseite - mitmachen darf aber nur, wer eingeladen wurde.
Digg hat ein gewaltiges Problem
Eine relativ kleine Gruppe von Nutzern ist für einen Großteil der bei digg eingestellten Geschichten verantwortlich - und die sind natürlich besonders interessant für die Vermarkter. Ein 19-Jähriger namens Karim Yergaliyev, der zu dieser Elitegruppe gehört, sagte "Cnet": "Ich bekomme zwei oder drei Angebote in der Woche, für irgendein Produkt oder eine Dienstleistung zu werben." Einmal ließ er sich erweichen - und das kam heraus. Nun steht digg vor einem gewaltigen Problem.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis solche Angebote entstehen würden - zu einfach lassen sich die relativ simplen Abstimm-Algorithmen solcher Seiten mit gezielter Ansprache der Top-User oder schierer Nutzermasse manipulieren. Web-2.0-Guru Tim O'Reilly sagte schon im November zu SPIEGEL ONLINE, Community-Angebote bräuchten gewissermaßen Verdienst-Hierarchien - nur wer nachweislich Sinnvolles beigetragen hat, darf auch direkt zum Zug kommen. Nur mit solchen Ausschluss-Systemen ließen sich Manipulationen ausschließen: "Sie ermöglichen es, mit dem umzugehen, was von draußen eingereicht wird. Angebote wie digg werden sich mit diesem Problem auseinandersetzen müssen."
"Ich war wirklich glücklich, ich wollte einfach jedem helfen"
Yergaliyev allerdings war genau so ein verdienter User: Unter dem Netz-Namen "Supernova17" hatte er bereits Hunderte Geschichten bei digg eingereicht, von denen viele es auch auf die Titelseite schafften. Dennoch ließ er sich schließlich überreden, Reklame für eine Firma zu machen, die virtuelle lokale Telefonnummern in verschiedenen Ländern anbietet. Er wurde dabei erwischt - wie, ist unklar. Sein Account wurde gelöscht.
Ganz so hart wollte die digg-Chefetage dann aber offenbar doch nicht mit dem 19-Jährigen umgehen, der ja schließlich unentgeltlich mitgearbeitet hatte am Erfolg des Angebotes. Nachdem Yergaliyev Abbitte geleistet und Besserung gelobt hatte, wurde sein Account wieder eröffnet. "Ich habe sowas nie gemacht", sagte er Cnet", aber in der Woche, in der mich (das Unternehmen) darum bat, hatte ich gerade dieses Mädchen getroffen und war wirklich glücklich - ich wollte einfach jedem helfen."
Ein Konkurrenzangebot, man könnte auch sagen eine dreiste Kopie von digg, bezahlt seine Top-Nutzer übrigens selbst: Netscape.com, seit einiger Zeit im Besitz von AOL, hat den gleichen Mechanismus auf seinen Seiten installiert, der Gründer Jason Calacanis bot den Top-Usern von digg und anderen Nachrichtencommunities vor einiger Zeit offen Geld an, um künftig für ihn zu arbeiten.
Calacanis wurde für sein unmoralisches Angebot damals aus der Blogger-Community wüst beschimpft, ließ sich aber nicht beirren: "Geld bedeutet für mich Zeit, Zeit bedeutet Qualität, und Qualität bedeutet Erfolg", begründete er seinen Schritt. Der Erfolg für Netscape.com blieb bislang allerdings weitgehend aus: "Wenn Sie sich die Ergebnisse ansehen, werden sie feststellen, dass das nicht so gut funktioniert", sagte Tim O'Reilly SPIEGEL ONLINE. In den Empfehlungs-Kästen der "New York Times" und der "Washington Post" jedenfalls steht digg weiterhin - Netscape aber nicht.
Nachtrag:
Im Moment ist digg.com nicht zu erreichen - die Seite bekommt gerade ein neues Design.
Quelle :
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Proteste auf Digg.com als Testfall fürs Web 2.0
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Antwort #2 am:
06 Mai, 2007, 16:12 »
Der Konflikt zwischen den Betreibern der Social-News-Site Digg.com und deren Nutzern ist nach Meinung des "Web-2.0"-Kritikers Andrew Keen nur ein Vorgeschmack dessen, was auf demokratische Medien zukommt. Alle Unternehmen, die auf Social Networking setzen, werden es künftig mit ähnlichen Problemen zu tun bekommen, meint der Autor des Buches The Cult of the Amateur: How Today's Internet Is Killing Our Culture laut einem Bericht im San Francisco Chronicle. Sie müssten Gegenmaßnahmen ergreifen, um ihre Websites vor "Anarchie" zu schützen oder vor der Übernahme von kleinen, aber maßgeblichen Nutzergruppen. Keen glaubt nicht, dass Demokratie, wie sie auf Digg.com vorgeführt werde, auf Dauer funktioniert. Es müsse professionelle Mitarbeiter geben, die Einfluss auf die Inhalte haben.
Für Dianne Lynch, Leiterin der Communications School am Ithaca College, die sich auf Websites mit nutzergenerierten Inhalten spezialisiert hat, handelte es sich bei den Vorgängen auf Digg.com um einen Test für die Integrität und Dauerhaftigkeit sozialer Netze. Sobald die Betreiber solcher Seiten begännen, in die nutzergenerierten Inhalte einzugreifen, würden sie gegen ihre eigenen Prinzipien verstoßen. "Die soziale Gemeinde hat gewonnen", resümiert sie laut einem Bericht der Computerworld. Der Betreiber des bekannten und einflussreichen Blogs TechCrunch Michael Arrington meint, für das, was sich auf Digg.com ereignet habe, sei die Bezeichnung "Nutzer-Revolte" eine Untertreibung. Er vermutet, die Digg.com-Betreiber hätten die Macht ihrer Nutzer, zu bestimmen, was eine "Nachricht" sei, nicht vollends vergegenwärtigt.
Auf Digg.com waren nach Erhalt einer einstweiligen Verfügung der AACS LA vorige Woche Beiträge gelöscht worden, die den so genannten Processing Key von HD-DVDs im Klartext enthielten. Daraufhin hatten Nutzer ihrem Ärger über das Löschen der Beiträge Ausdruck verliehen, indem sie Blog-Beiträge, die den Key enthalten, oder Berichte über das Vorgehen von Digg.com selbst mit einem Vermerk versehen haben. Damit es News-Beiträge überhaupt auf die Digg.com-Homepage schaffen, müssen genügend Nutzer diese häufig genug "diggen". Das ist laut US-Medien in diesem Fall bis Freitag 35.000-mal geschehen. Digg.com hat bereits angekündigt, derartige Beiträge nicht mehr zu löschen, weil die Nutzer den Dienst offenbar lieber "kämpfend untergehen sehen als sich mit Zensur abzufinden".
Quelle :
www.heise.de
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