Autor Thema: Eurosport überträgt die Tour de France im Internet  (Gelesen 4192 mal)

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Tour de France bei SAT1
« Antwort #15 am: 19 Juli, 2007, 22:48 »
Hoffentlich bin ich hier im richtigen Thread...

Erst vor Tagen hatten uns die SAT1 Gewaltigen darüber informiert, daß aus Sparzwängen die Nachrichtensendungen mittags und abends entfallen müssen. Wenigstens haben sie unterhaltungstechnisch für Ersatz gesorgt, wenn auch nur für ein paar Tage. Die von den öfftl. rechtl. Programmen eingestellte Live-Übertragung der Tour de France findet ab sofort auf SAT1 statt. Da fühlt sich wohl nicht nur die ARD und das ZDF verarscht, da werden sich auch die entlassenen Nachrichten-Leute verwundert die Augen reiben.

Na sollen sie doch radeln, mit und ohne Nadeln..
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Sponsoren drohen mit Rückzug aus dem Radsport
« Antwort #16 am: 20 Juli, 2007, 15:44 »
Das Doping-Debakel bei der Tour de France hat wirtschaftliche Konsequenzen: Nach Adidas erwägen auch andere Sponsoren, aus dem Radsport auszusteigen. Audi, Gerolsteiner, Skoda, Milram - sie alle wollen einen Werbe-Stopp nicht ausschließen. Den Teams würden Millionen entgehen.

Hamburg - Den Anfang machte gestern Adidas. "Wir befassen uns sehr ernsthaft mit dem Gedanken an einen Ausstieg aus unseren Sponsoring-Aktivitäten", sagte ein Unternehmenssprecher. "Es stehen noch Gespräche aus, aber die Zeichen stehen eher auf Ausstieg."

Heute Morgen zog dann Audi nach. Der Autohersteller stellt bei der Tour de France etwa zwei Dutzend kostenlose Begleitfahrzeuge für das T-Mobile-Team. Im Herbst, sagte eine Audi-Sprecherin, werde man dieses Engagement "angesichts der jüngsten Vorfälle kritisch überprüfen". Einen Rückzug schloss sie nicht aus.

Mindestens drei weitere Unternehmen machen sich ebenfalls ernsthafte Gedanken. Ihre Befürchtung: Der Doping-Verdacht gegen T-Mobile-Fahrer Patrik Sinkewitz könnte den Radsport endgültig in Verruf bringen - und das Image der Sponsoren in Mitleidenschaft ziehen. Egal, ob die Unternehmen mit dem Team T-Mobile in Verbindung stehen oder nicht: In der öffentlichen Wahrnehmung, so die Sorge, könnte das PR-Desaster auf die gesamte Branche abfärben.

Besonders düster sieht man das bei Gerolsteiner. Der Mineralwasserhersteller unterstützt das gleichnamige Team, der Vertrag läuft bis Ende 2008. Noch in diesem August will das Unternehmen entscheiden, ob es den Vertrag verlängert - oder aussteigt.

"Wir wollen Mineralwasserkonsumenten erreichen", sagt ein Sprecher zu SPIEGEL ONLINE. "Wenn die Brücke zum Konsumenten nicht mehr funktioniert, dann steht unser Engagement ernsthaft in Frage."

Dabei trifft das Team Gerolsteiner selbst keine Schuld. Der mutmaßliche Dopingsünder Sinkewitz fuhr schließlich für die Konkurrenz. Was das Unternehmen jedoch beunruhigt, ist der Ausstieg von ARD und ZDF aus der Tourberichterstattung.

"Wie wir uns entscheiden, hängt maßgeblich von den Zuschauerzahlen ab", sagt der Gerolsteiner-Sprecher. "So gesehen war die Entwicklung der letzten Tage ein herber Rückschlag." Möglicherweise würden sich Zuschauer enttäuscht vom Radsport abwenden.

Nachdem Sat.1 die Live-Übertragung übernommen hat, müsse man abwarten, wie sich die Einschaltquoten entwickeln. "Das steht jetzt wirklich auf dem Prüfstand."

Immerhin: Einen Imageschaden für sein Mineralwasser erwartet Gerolsteiner nicht. Eine Marktforschungsstudie im Auftrag des Unternehmens registriert zwar einen sinkenden Rückhalt in der Bevölkerung für den Radsport insgesamt. Das Team Gerolsteiner hingegen werde als unbescholten wahrgenommen. "Es gibt keinen negativen Einfluss auf die Marke Gerolsteiner", sagt der Sprecher.

In der Zwickmühle steckt auch der Autohersteller Skoda. Vor 110 Jahren wurde das Unternehmen von einem Fahrradproduzenten gegründet, seitdem fühlt es sich dem Radsport traditionell verbunden. Die aktuelle Entwicklung allerdings sieht man bei Skoda gar nicht gerne. "Natürlich stellen wir uns die Frage, ob unser eigenes Image Schaden nimmt", sagt ein Sprecher zu SPIEGEL ONLINE. Zumindest bestehe die Gefahr, dass der Fall Sinkewitz die Sportart so sehr in Verruf bringt, "dass das Fass überläuft".

Noch hat man bei Skoda aber Hoffnung. Das Unternehmen stellt unter anderem Fahrzeuge für das Team Gerolsteiner zur Verfügung. "Das scheint eines der wenigen Teams zu sein, die es kapiert haben", sagt der Skoda-Sprecher. "Es wäre ein Fehler, jetzt alle unter Generalverdacht zu stellen." Eine kurzfristige Entscheidung über ein Ende des Sponsorings stehe deshalb nicht an. "Wir hauen nicht in Hektik ab."

Wenn ein Gerolsteiner-Fahrer jedoch des Dopings überführt würde, "dann ändert das die Sache sofort", sagt der Skoda-Sprecher. "Wenn dort die gleiche Sauerei passiert, sind wir weg." Noch setze man aber darauf, dass der Radsport die Wende zum Guten schaffe. "Da wollen wir mit dabei sein."

Kritische Stimmen sind auch bei Nordmilch, dem Geldgeber des Teams Milram, zu hören. Der Vertrag läuft zwar noch bis Ende 2009. Doch Marketing-Vorstand Martin Mischel betont im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE, dass es eine Ausstiegsstrategie gebe. "Wenn wir eine Schädigung unserer Markenwerte feststellen würden, reagieren wir." Im Vordergrund stehe dabei nicht die Meinung der Medien, sondern die des Verbrauchers.

Allerdings: Nicht alle Unternehmen sehen im jüngsten Doping-Fall eine Gefahr für das eigene Image. So will der Lebensmittelkonzern Dr. Oetker dem Radsport in jedem Fall treu bleiben. Das Unternehmen hat kein eigenes Team, lässt aber Fahrzeuge in der Werbekaravane mitfahren - beworben wird zum Beispiel die aus dem Hause Oetker stammende Pizza Ristorante.

"Es gibt keine Überlegungen, sich zurückzuziehen", sagt ein Sprecher. Die Kampagne werde von Dr. Oetker in Frankreich organisiert und ziele auf den französischen Markt ab. "Dort wird die Tour ganz anders wahrgenommen als in Deutschland", sagt der Sprecher. "Die Stimmung der Franzosen ist ausgezeichnet." Und dieses Millionenpublikum will das Unternehmen erreichen - Doping hin oder her.

Quelle : www.spiegel.de

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Den Gebührenzahler kommt der Ausstieg von ARD und ZDF aus der Übertragung der diesjährigen "Tour de France" teuer zu stehen.

Nach Angaben der "Berliner Zeitung" (Samstagsausgabe) dürfte der Kurztrip die beiden öffentlich-rechtlichen Sender rund 7,5 Millionen Euro gekostet haben. 2,6 Millionen mussten sie für die TV-Rechte bezahlen. Etwa fünf Millionen seien für Produktion und Logistik fällig, hieß es. Einen Bericht der "Bild"-Zeitung am Freitag, wonach der Abbruch etwa 10 Millionen Euro koste, wiesen ARD und ZDF zurück - allerdings ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Die TV-Zuschauer hatten in zwei Blitzumfragen zum "Tour de France"-Ausstieg die Haltung der öffentlich-rechtlichen Sender zuvor gebilligt .

Regressansprüche gegen den "Tour"-Veranstalter ASO schlossen die Sender bereits im Vorfeld aus (SAT+KABEL berichtete). Derzeit holen ARD und ZDF ihre Mitarbeiter aus Frankreich zurück. Das soll nach Angaben der "Berliner Zeitung" helfen, die Kosten nicht weiter steigen zu lassen. Und auch auf die Werbegelder, die durch die "Tour" generiert worden wären, soll nicht verzichtet werden: Den Kunden würden nun andere Werbeumfelder angeboten.

Quelle : SAT+KABEL

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Bericht über weiteren Dopingfall bei der Tour
« Antwort #18 am: 25 Juli, 2007, 15:36 »
Schon wieder meldet die französische Zeitung "L'Equipe" einen Dopingfall - diesmal wurde bei einem Fahrer ein erhöhter Testosteron-Wert nachgewiesen. Bei Alexander Winokurow ergab auch eine zweite Blutprobe Doping mit Fremdblut.

Hamburg - Nach der elften Etappe am 19. Juli von Marseille nach Montpellier wurde ein Fahrer positiv auf Testosteron getestet. Das meldet die französische Zeitung "L'Equipe" auf ihrer Internetseite unter Berufung auf den Radweltverband UCI. Der Name des Fahrers soll am Nachmittag bekanntgegeben werden. Die Dopingbeauftragte des UCI, Anne Gripper, wollte bei SPIEGEL ONLINE den aktuellen Fall nicht kommentieren. Sie kündigte allerdings an, dass es im Laufe des Tages eine Stellungnahme des Weltverbandes geben wird.

Nach der Etappe wurde ein Urintest durchgeführt, dabei wurde der erhöhte Testosteronwert festgestellt, meldet "L'Equipe" weiter. Die Dopingprobe war im Labor von Châtenay-Malabry untersucht worden.

Auch beim deutschen T-Mobile-Profi Patrik Sinkewitz war ein erhöhter Testosteronwert festgestellt worden - allerdings bei einer Trainingskontrolle vier Wochen vor Tourbeginn.

Das elfte Teilstück war eine Flachetappe und wurde von Robert Hunter (Barloworld) gewonnen, der sich als erster Südafrikaner einen Etappensieg bei der Tour sicherte. Michael Rasmussen fuhr zu diesem Zeitpunkt bereits in Gelb. Nach ARD-Informationen wurden nach der Etappe Rasmussen, der Luxemburger Kim Kirchen, Erik Zabel, Tagessieger Robert Hunter aus Südafrika, Patxi Vila Errandonea aus Spanien, Lilian Jegou aus Frankreich, der Kasache Maxim Iglinskiy und der Franzose Cristian Moreni zur Doping-Probe gebeten.

Erst vor wenigen Stunden hatte "L'Equipe" gemeldet, Alexander Winokurow sei zweimal des Fremdblut-Dopings überführt worden. Der Kapitän des inzwischen abgereisten Astana-Teams habe beim Gewinn des Zeitfahrens am Samstag und bei seinem Etappensieg am Montag manipuliert. Dabei hatte der 33-Jährige in der französischen Zeitung in einem Interview seine Unschuld beteuert und von "Verschwörung" gesprochen.

Gestern war Winokurow eine positive Dopingprobe vom Zeitfahren der laufenden Tour de France vom 21. Juli nachgewiesen worden. Die Astana-Mannschaft erklärte daraufhin mit sofortiger Wirkung den Rückzug von der 94. Frankreichrundfahrt. Winokurow reiste ab, bevor die Polizei das Teamhotel filzte. Wo sich der Kasache jetzt aufhält, ist nicht bekannt. Mit dem Ausstieg des Teams ist die Tour auch für den Deutschen Andreas Klöden beendet.

Für Doping-Schlagzeilen hatten zuvor schon der im Gesamtklassement führende Däne Michael Rasmussen und Patrik Sinkewitz vom T-Mobile Team gesorgt. Allerdings beziehen sich beide Fälle nicht auf Vergehen während der laufenden Rundfahrt.

Rasmussen wird vorgeworfen, mehrfach bei unangemeldeten Kontrollen nicht angetroffen worden zu sein. Sinkewitz war Anfang Juni im Training positiv auf Testosteron getestet worden.
Erneute Kontrollen wurden auch heute vor der letzten Pyrenäen-Etappe durchgeführt. Bei keinem der 14 getesteten Fahrer wurde ein erhöhter Hämatokritwert festgestellt.

Insgesamt wurden seit dem Tour-Start am 7. Juli in London 225 Proben entnommen. Auch beim Ruhetag gestern waren die Kontrolleure des Radsport-Weltverbandes UCI bei 40 Fahrern vorstellig geworden, darunter auch bei Rasmussen und dem im Gesamtklassement zweitplatzierten Spanier Alberto Contador.

Quelle : www.spiegel.de

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Team feuert Tour- Spitzenreiter Rasmussen
« Antwort #19 am: 26 Juli, 2007, 08:01 »
Er fuhr seit Tagen unter Dopingverdacht im Gelben Trikot - jetzt muss Michael Rasmussen die Tour de France verlassen. Das Team Rabobank hat ihn gefeuert, weil er mehrmals über seinen Aufenthaltsort log und so das Kontrollsystem unterlief. Noch in der Nacht rückte die Polizei an. Die Tour-Leitung ist zufrieden.

Gourette - Ein Sprecher des Rabobank-Teams teilte am späten Mittwochabend mit, dass Michael Rasmussen mit sofortiger Wirkung aus der Tour de France 2007 aussteigen wird. Der Däne gehe wegen einer Entscheidung des Teams und der Sponsoren. Er habe durch Lügen die internen Regeln des Rennstalls verletzt. "Am Mittwochnachmittag" sei klar geworden, dass Rasmussen intern "mehrmals" falsche Trainingsorte angeben habe. Er sei damit konfrontiert worden und habe schließlich zugegeben, statt in Mexiko in den Dolomiten trainiert zu haben - was für Teamchef Theo De Rooy "das Wasserglas zum Überlaufen gebracht" habe. Sponsor Rabobank teilte mit: "Wir sind schockiert und völlig enttäuscht, dass Rasmussen über seinen Aufenthaltsort gelogen hat." Das sei "inakzeptabel".

Laut der niederländischen Nachrichtenagentur ANP wurde Rasmussen außerdem mit sofortiger Wirkung aus dem Team entlassen. Ob Rabobank am Donnerstag zur 17. Etappe der Tour de France antritt, blieb offen. "Die anderen Fahrer diskutieren, ob sie abreisen oder nicht. Die Entscheidung fällt am Morgen", kurz vor Etappenstart, sagte der Teamsprecher. Die Polizei rückte noch in der Nacht am Mannschaftshotel von Rabobank an, inspizierte Räumlichkeiten und den Bus.

Tour-Direktor Christian Prudhomme lobte die Entscheidung der Sponsoren. Man könne nicht sagen, dass Rasmussen betrogen habe. Doch seine Lügen über seinen Aufenthaltsort seien nicht mehr tragbar. Der Rabobank-Fahrer führte nach seinem zweiten Etappensieg auf der letzten schweren Bergstrecke die Gesamtwertung mit einem Vorsprung von 3:10 Minuten vor dem Spanier Alberto Contador an. Das galt als kaum noch einholbar, zumal Contador kein guter Sprinter ist und damit am Sonnabend im Zeitfahren kaum noch Chancen hatte, den Rückstand aufzuholen.

Jetzt fährt der umstrittene Spanier Contador im Gelben Trikot

Die Entscheidung im Dopingverdachts-Fall Rasmussen ist der vorläufige Höhepunkt der Skandal-Tour 2007. Gestern Nachmittag war schon der Italiener Cristian Moreni vom Cofidis-Team als Testosteron-Doper entlarvt worden - seine Mannschaft zog daraus die Konsequenzen und verabschiedete sich von der Tour. Am Dienstag hatte das kasachische Astana-Team nach der Blutdoping-Überführung ihres Kapitäns Alexander Winokurow den sofortigen Rückzug bekannt gegeben; am Mittwoch wurde bekannt, dass gegen Winokurow ein weiterer belastender Dopingbefund vorliegt.

Der bisherige Tourzweite Alberto Contador ist damit der neue Führende der Tour de France. Der 24-jährige Spanier startet für das Team Discovery Channel des Ex-Toursiegers Lance Armstrong. Er ist als mutmaßlicher Kunde des berüchtigten Blutdoktors Eufemiano Fuentes in Verdacht.

Immer wieder hatte es in den vergangenen Tagen Ärger um Rasmussen gegeben. Der dänische Radsportverband DCU hatte ihn am 19. Juli aus dem Nationalteam ausgeschlossen - wegen Unregelmäßigkeiten bei Dopingtests, wie sie auch jetzt als Begründung angeführt werden. DCU-Geschäftsführer Jesper Worre sagte, Rasmussen sei mehrfach seiner Meldepflicht gegenüber dem Weltverband UCI nicht nachgekommen. Nach den UCI-Statuten müssen die Radprofis den Weltverband über ihren jeweiligen Aufenthaltsort in Kenntnis setzen, damit dieser jederzeit Dopingtests vornehmen kann. Verstößt ein Fahrer drei Mal gegen diese UCI-Regel, dann wird dies als Dopingvergehen gewertet und mit zwei Jahren Sperre geahndet.

Seit der Enthüllung von Rasmussens Vergehen entbrannte ein Streit um Formalien. Er hatte nach letztem Stand zwei Verwarnungen von der UCI kassiert - und zwei von der DCU. Doch 2+2 waren in diesem Fall nicht 4, sondern 2: Die Verstöße durften nicht addiert - und somit auch nicht geahndet werden. Rasmussen konnte also weiter bei der Tour de France starten, Tourdirektor Prudhomme sah keine ausreichenden Gründe für einen Ausschluss.

"Die Tour braucht einen Helden, Rasmussen ist keiner"

"Die ganze Sache ist unverhältnismäßig und beruht auf einer Fehlinformation. Ich hatte nie einen positiven Dopingtest", hatte Rasmussen vor dem Start zur 12. Etappe noch gesagt. "Ich bin im Juni außerhalb von Wettkämpfen getestet worden, und alle Tests waren negativ. Ich habe die Unterstützung von der Tour. Aber ich bin sauer auf den dänischen Verband, weil ich nichts getan habe." Dennoch hatte Prudhomme zuletzt Rasmussen scharf kritisiert: "Die Tour braucht einen Helden, Rasmussen ist keiner", hatte der Tourboss der Zeitung "Sud Ouest" gesagt.

Auch bei vielen anderen Fahrern war Rasmussen unten durch. Gestern streikten mehrere Teams am Start, starteten erst mit Minuten-Verzögererung hinter der Dänen auf die 16. Etappe, um gegen die Starterlaubnis für Rasmussen zu protestieren. Auch im Publikum hatte Rasmussen inzwischen viele Kritiker. Pfiffe, Buhrufe begleiteten den Mann im Gelben Trikot auf der Etappe. Erboste Fans brüllten ihm gestern "Dopage! Dopage!" entgegen. Im Ziel ließen sich die Zuschauer nach Rasmussens Etappensieg nur zu einem Anstandsapplaus hinreißen - und bejubelten die Nächstplatzierten umso mehr.

Nach der Ankunft hatte Rasmussen beleidigt erklärt, er bringe "aufgrund der vielen Anfeindungen von Tag zu Tag immer mehr Respekt für Lance Armstrong" auf. Der einstige siebenmalige Seriensieger der Tour, in dessen 1999er-Blutproben bei verfeinerten Tests 2005 Epo gefunden wurde, war beim französischen Publikum wegen seiner arroganten Art und seiner brutalen Dominanz nie beliebt gewesen.

Bergkönig Rasmussen wollte diesmal unbedingt den Sieg

Rasmussen gilt als Exot im Profi-Radsport. Der ehemalige Mountainbike-Weltmeister stammt aus dem Flachland - und ist seit drei Jahren der stärkste Kletterer auf der Große Schleife. Im Kampf Rasmussen gegen alle war der dünne Däne im Gebirge stets der Stärkere geblieben. Diesmal wollte er sich in Paris zum dritten Mal in Folge zum "Bergkönig" krönen lassen - und zum neuen Triumphator in Gelb.

Seine Eigenwilligkeit in sportlichen Dingen überträgt er auch auf den organisatorischen Bereich. Aus Trainingsaufenthalten in Mexiko, wo seine Familie lebt, resultierte im vergangenen Jahr eine Mitgliedschaft in der dortigen Radsport-Föderation. Das europäische Doping-Kontrollsystem war fern.

Dem Weltverband UCI war Rasmussen nicht erst durch die verpassten Kontrollen seines Landesverbandes aufgefallen. In seiner Wahlheimat Italien wurde er öfter beobachtet, wie er in neutralem Dress trainierte - angeblich, um sich vor Belästigungen durch Cyclo-Touristen zu schützen. Die UCI wertete das als Versteckspiel vor den Kontrolleuren.

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Trotz der Dopingskandale bei der "Tour de France" und des Ausschlusses des bisherigen Spitzenreiters Michael Rasmussen halten die Privatsender Sat.1 und Eurosport an der Übertragung des Radrennens fest.

"An unserer Grundhaltung, dass wir nicht der Richter über die Dopingsünder sind, hat sich nichts geändert", sagte Sat.1-Sprecherin Kristina Faßler am Donnerstag. "Das Ausmaß des Dopings hat uns schockiert, das ist keine Frage. Aber wir werden bis zum Ende die „Tour de France“ übertragen." Eurosport-Sprecher Werner Starz erklärte: "Radsport hat bei uns weiter einen wichtigen Stellenwert."

ARD und ZDF waren in der vergangenen Woche nach dem Dopingfall Patrik Sinkewitz aus der Live-Berichterstattung von der Tour ausgestiegen. Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 hatte daraufhin die Rechte erworben. ARD und ZDF sehen sich nach den immer neuen Doping- Enthüllungen in ihrer Entscheidung zur Rückgabe der Live-Rechte bestätigt. "Das ist die Entwicklung, die wir befürchtet haben und weswegen wir die schnelle Entscheidung getroffen haben", sagte ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender der dpa am Donnerstag. Beide Sender äußerten jedoch Bedauern über die Ereignisse. "Wir sehen das völlig ohne Häme", sagte Burchard Röver, Sprecher der ARD-Programmdirektion. "Mit so einem Tollhaus konnte man nicht rechnen", erklärte Brender.

Der ZDF-Chefredakteur übte scharfe Kritik an Teams, „Tour“-Organisatoren und Rad-Weltverband UCI. "Offensichtlich sind alle Beteiligten nicht in der Lage, zu einem fairen Sportereignis beizutragen", sagte er. Dennoch ist bei beiden öffentlich-rechtlichen Sendern noch keine Entscheidung über die Übertragung weiterer Radrennen wie Deutschland-Tour und Weltmeisterschaft gefallen. "Nach Abschluss der „Tour de France“ ist der Zeitpunkt, sich darüber Gedanken zu machen", sagte Röver.

Sat.1-Sprecherin Faßler verteidigte noch einmal die Fortsetzung der „Tour“-Übertragung bei dem Privatsender. Sie verwies darauf, dass nach dem Ausstieg von ARD und ZDF auch im Ausland weiterhin über die „Tour de France“ berichtet werde und die Zuschauer für eine weitere Berichterstattung votiert hatten. "Die Übertragung ist noch zu vermitteln, weil es bei all den Katastrophen im Radsport noch viele Radsportfans gibt", erklärte Faßler.

Unterdessen berichtete Eurosport am Donnerstag vor dem Start der 17. „Tour“-Etappe in einer zweistündigen Sondersendung ausführlich über die Doping-Vorfälle und die Affäre Rasmussen. Eine Entscheidung über die Form und den Umfang künftiger Übertragungen von Radrennen stehe noch aus, sagte Sprecher Starz. "Da wird es eine redaktionelle Diskussion geben."

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Tour am Ende - Organisatoren versprechen Radsport- Revolution
« Antwort #21 am: 28 Juli, 2007, 18:02 »
Nie mehr eine solche Tour de Farce - alles muss sich ändern: Die Organisatoren des weltgrößten Radrennens gehen in die Offensive. Sie wollen Dopingtests verschärfen, mit dem Weltverband brechen, ganze Teams aussperren. Ein Teamchef fürchtet die Spaltung des Sports.

Der Herr im dunklen Jackett wirkte etwas verloren, wie er in Cognac vor dem Eingang des "village étape" stand, jenes provisorischen Dorfes, das am Start einer jeden Etappe der Tour de France aufgebaut wird. Hinein dürfen nur geladene Gäste und all jene, die eine Akkreditierung besitzen. Der Präsident des Weltradsportverbandes UCI gehört bei der Frankreich-Rundfahrt mittlerweile weder zur einen noch zur anderen Kategorie. Er ist unerwünscht.

Pat McQuaid musste heute also draußen bleiben und sich aus zweiter Hand berichten lassen, wie drin im Dorf gerade seine Kontrahenten deftig über die UCI herzogen. Patric Clerc, Chef des Tour-Veranstalters Amaury Sports Organisation (Aso), und Christian Prudhomme, Direktor des Rennens, hatten unmittelbar vor dem Start des Zeitfahrens zur Pressekonferenz gebeten, um vor allem eines zu erklären: dass es die Tour de France, so wie man sie bisher kannte, nie mehr geben soll.

Erster Schritt zur Veränderung soll der Rausschmiss der UCI ein - nicht nur des Präsidenten, sondern des ganzen Verbandes. Prudhomme hatte die Zusammenarbeit bereits in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" aufgekündigt . Er will Dopingtests in Zukunft direkt von der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) durchführen lassen.

Nun legte der 46-Jährige nach. Im Hinblick auf die viel zu späte Veröffentlichung der Dopingprobe von Patrik Sinkewitz sagte er: "Wir haben das Gefühl, dass uns die UCI die Resultate nicht vorher geben wollte." Was das lange Verschweigen der verpassten Tests von Michael Rasmussen betrifft, urteilte Prudhomme: "Entweder ist die UCI unfähig oder sie will der Tour schaden." Sein Vorgesetzter Clerc fasste das ganze Elend - aus Sicht der Aso - zusammen: "Die UCI hat sich nicht sehr professionell verhalten. Wenn man anderswo solche Fehler macht wie die UCI, dann wird der Verantwortliche normalerweise entlassen."

McQuaid, dem diese Attacke galt, stand derweil draußen vor dem Zaun und beschwor gegenüber Reportern, dass die Tour keine Alleingänge versuchen sollte: "Die Radsportfamilie muss ihre Probleme gemeinsam lösen." Er würde nie etwas tun, was der Tour de France schaden würde. Er nannte es "skandalös", wenn die Aso dies andeute. Die Aso hingegen scheint wild entschlossen, die UCI loszuwerden. Für die kommenden Monate wollen die Tourveranstalter laut Clerc "mit den Teams, den Sponsoren, den nationalen Verbänden und auch internationalen Organisationen reden", um einen Katalog zu erstellen, in dem definiert wird, wer künftig noch bei der Tour mitfahren darf.

Die UCI, klang zwischen den Zeilen durch, darf sich durchaus an diesen Gesprächen beteiligen. Sie kann es aber auch lassen. Zu oft hatte der Weltverband schon in der Vergangenheit den Eindruck erweckt, Doping-Vergehen lieber unter den Tisch zu kehren statt sich offensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Clerc nannte die UCI "zutiefst gewissenlos".

Auch bei den Tour-Teilnehmern wollen Prudomme und Clerc einen klaren Schnitt machen. Zukünftig, so ließen sie verlauten, sollen eher ethische als sportliche Höchstleistungen zum Start berechtigen. Wer den Kriterien, die bis Ende Oktober festgelegt werden sollen, nicht genügt, muss zu Hause bleiben.

Das dürfte nach heutigem Stand der Doping-Diskussion und der Spaltung der Rennställe im Umgang mit dieser Frage zwangsläufig dazu führen, dass erheblich weniger Teams starten. Clerc bestätigte: "Wir haben keine Probleme mit einem verkleinerten Peloton" - selbst wenn dies bedeutet, dass dann weniger Gelder von Sponsoren fließen.

Wenn man sich künftig nicht mehr auf Tests und Einschätzungen des Weltverbandes verlässt, könnten der Tour nicht nur unsagbare Peinlichkeiten wie der Fall Rasmussen erspart bleiben, sondern auch zweifelhafte potentielle Sieger . Selbst bei ihrer heutigen mitunter arg pathetischen Ansprache mussten sich Clerc und Prudhomme Nachfragen wegen Contadors möglicher Fuentes-Vergangenheit und angeblicher neuer Beweise gegen ihn gefallen lassen.

Doch darüber wussten beide vorgeblich so wenig Bescheid wie McQuaid, der eingestand, nicht alle Dokumente des Falles zu kennen - inklusive jener, die der UCI vorliegen. Angesichts solcher häufig vorkommender kollektiver Ahnungslosigkeit musste sich nicht nur der Weltverband, sondern auch die oft zögerliche Aso einige Kritik gefallen lassen.

Rolf Aldag, Sportlicher Leiter des T-Mobile-Teams, hörte sich die Ausführungen von Clerc und Prudhomme interessiert an. Ginge es nach ihm, sollte das Umdenken allerdings bereits morgen einsetzen. "Muss man die drei Ersten der Tour de France morgen wirklich ehren? Muss man sich da wirklich hinstellen und sagen, das sind die Besten und wir ehren unsere Helden wie immer?", sagte Aldag SPIEGEL ONLINE. Seine Alternative: "Da soll man lieber die letzten Drei ehren. Oder alle, die sich bis Paris durchgekämpft haben, das ist ja genug Quälerei." Aldag wartet auf ein klares Zeichen der Veranstalter, befürchtet aber, "dass es wieder an den Fahrern hängenbleibt". Ein möglicher Protest auf der Zieletappe morgen könnte darin bestehen, einen Meter vor dem Ziel abzustoppen oder den traditionellen Nichtangriffspakt der Teams aufzukündigen . Aldag: "Es herrscht schließlich kein Frieden im Peloton. Warum sollte man dann so tun?"

Hans-Michael Holczer, Teamchef von Gerolsteiner, warnte: "Man sollte das Thema Doping nicht als Waffe instrumentalisieren, um Machtkämpfe auszutragen. Es ist schon absurd: Wenn ich in unserem Team-Begleitwagen durch Frankreich fahre, sehe ich Millionen von Zuschauern, die uns an der Strecke begeistert anfeuern. Und es geht alles kaputt. Der Radsport ist sehr verrückt."

Die ständigen Querelen der Verbände, sagte Holczer SPIEGEL ONLINE, seien einer der Gründe, warum sich nicht nur die Tour de France von Grund auf ändern müsse: "Es brodelt mit einem solchen Druck unter der Oberfläche, dass es vielleicht bald eine Explosion gibt, die mehr spaltet als nur die Teams. Vielleicht wird sich der gesamte Radsport zweiteilen in zwei unterschiedliche Organisationen, die ihre eigenen Rennen austragen. So wie bisher kann es nicht weitergehen."

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Der umstrittene Einstieg in die "Tour de France" hat sich für den Berliner Privatsender Sat.1 zu einem Quoten-Desaster entwickelt.

Am vorletzten Tag der Frankreich-Rundfahrt bescherte das Zeitfahren dem TV-Sender mit durchschnittlich 670.000 Zuschauern und einem Mini-Marktanteil von 5,9 Prozent wieder eine Riesenenttäuschung. Das Experiment wird nächstes Jahr nicht wiederholt. "Die 'Tour' hat an Relevanz eingebüßt, was an der Glaubwürdigkeit der Veranstaltung liegt. Für uns stellt sich das Thema Radsport derzeit nicht", lautete am Sonntag das bittere Fazit von Sat.1-Sprecherin Kristina Faßler.

Nach dem Ausstieg der öffentlich-rechtlichen Sender ARD/ZDF aus der Live-Berichterstattung als Reaktion auf den Doping-Fall Patrik Sinkewitz war der Privatsender in die Lücke gesprintet und hatte preisgünstig die Rechte an einem vermeintlich "großen Sportereignis" erworben. Doch die negativen Doping-Schlagzeilen lösten einen regelrechten Quotenrutsch aus. An keinem Tag übertraf Sat.1 die Marke von einer Millionen Zuschauer. Die Marktanteile lagen stets unter 10 Prozent und blieben damit hinter denen des üblichen Nachmittagsprogramms zurück. Eine Erfahrung, die auch ARD/ZDF auf den ersten zehn Etappen gemacht hatten.

"Die 'Tour' gehört nicht mehr in einen großen Sender", sagte Faßler. Der Spartenkanal Eurosport, von der ersten Etappe an auf Sendung, profitierte zwar vom ARD/ZDF-Rückzug, doch selbst zusammen kamen Sat.1 und Eurosport selten über einen Marktanteil von 15 Prozent. Die Sat.1-Reporter Timon Saatmann und Ex-Profi Mike Kluge stemmten die Berichterstattung aus einem Berliner Studio und mussten für ihre Kommentierung reichlich Kritik in den Printmedien einstecken. Ein Versuch, kurzfristig den früheren ARD-"Tour"-Reporter Herbert Watterott zu engagieren, scheiterte.

Freuen durften sich die Sat.1-Verantwortlichen über die gute Quote beim Ligapokal-Finale am Samstag. Im Schnitt 4,61 Millionen Fußballfans (Marktanteil 26,7 Prozent) verfolgten den 1:0-Sieg des FC Bayern München gegen Schalke 04.

Ob Radsport in den kommenden Wochen für die Fernseh-Sender wieder ein Thema ist, muss sich noch zeigen. Die ARD will in dieser Woche entscheiden, ob sie Live-Bilder von der "Deutschland-Tour" bringen wird. Das Rennen beginnt am 10. August in Saarbrücken und endet am 18. August in Hannover.

Quelle : SAT+KABEL

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Entschieden: ARD verzichtet auf Tour de France
« Antwort #23 am: 28 Januar, 2009, 10:39 »
Düsseldorf - Die ARD hat keine Lust mehr auf die Tour de France: In diesem Jahr wird es keine mehrstündigen Live-Berichte geben - das ZDF zieht wohl nach.

Auch wenn mit Lance Armstrong ein möglicher Quoten-Bringer zurückkehrt, wird die ARD in diesem Jahr auf mehrstündige Live-Übertragungen der Tour de France verzichten. Das kündigte ARD-Programmdirektor Volker Herres gegenüber dem "Handelsblatt" an.
 
"Wir haben eine Beschlusslage, dass es bei der Tour de France keine flächendeckende Live-Berichterstattung geben wird", so Herres. Nachrichtlich werde man allerdings über die Tour de France in den aktuellen Sendungen berichten. Im Klartext heißt das: Im Rahmen von "Tagesschau" oder "Tagesthemen" wird über das größte Radrennen der Welt berichtet - mit viel mehr ist kaum zu rechnen, wenngleich Herres noch offen ist für weitere Verhandlungen.

"Wir führen derzeit Gespräche mit der EBU und den Radsportverbänden darüber, in welcher Form wir von der 'Tour' im Sommer berichten werden", so Herres gegenüber dem "Handelsblatt". Durch die Entscheidung der ARD steht nun auch fest, dass das ZDF ebenfalls keine Live-Berichte in seinem Programm haben wird. "Wenn die ARD aussteigt, müssen auch wir aussteigen, und zwar aus finanziellen, programmlichen und produktionstechnischen Gründen", kündigte ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender bereits im Vorfeld an.

Die Tour de France wird hierzulande im Sommer daher wohl nur bei Eurosport zu sehen sein - dass sich RTL oder Pro Sieben Sat 1 die Rechte sichern, gilt spätestens seit dem Quoten-Debakel von Sat 1 im Jahr 2007 als ausgeschlossen. Und so wird die Tour de France in diesem Jahr nach all den Doping-Querelen der Vergangenheit erstmals wohl ein Schattendasein in Deutschland führen.

Quelle : www.digitalfernsehen.de

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