Autor Thema: Ratlosigkeit zu IPv6  (Gelesen 5499 mal)

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Starker Zuwachs bei IPv6-Netzen in Europa
« Antwort #15 am: 20 April, 2009, 15:23 »
Die Vergabe von IPv6-Adressbereichen stieg in Europa, dem Nahen Osten und Zentralasien im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um 175 Prozent, gab die zuständige Internet-Registry RIPE NCC (Réseaux IP Européens Network Coordination Centre (RIPE NCC) in ihrem Jahresbericht (PDF-Datei) bekannt.


Auch in Nordamerika (ARIN) und Asien (APNIC) konnten die regionalen Internet-Registries eine Zuwachs verbuchen. In Südamerika (LACNIC) und Afrika (AfriNIC) stagniert die IPv6-Adressvergabe allerdings, obwohl diese Regionen nur wenige IPv4-Adressbereiche besitzen.

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Mehr Zuckerbrot und weniger Peitsche bei IPv6-Einführung
« Antwort #16 am: 05 Mai, 2009, 18:36 »
Die Bundesregierung will beim IPv6-Gipfel in Potsdam in der kommenden Woche ihre Roadmap zur Einführung von IPv6 präsentieren. "Allerdings können wir die Einführung von IPv6 nicht regulieren", sagte Constanze Bürger vom Innenministerium beim Treffen der IP-Adressverwaltung RIPE, das seit Montag in Amsterdam stattfindet. Vielmehr setze man auf darauf, dass die Beschaffungspolitik der öffentlichen Hand einen Markt schafft und damit eine raschere Migration anstößt. Auch Dänemark, Schweden und das Vereinigte Königreich präsentierten ihre IPv6-Initiativen in Amsterdam. Vor festen Fristen für den Umbau in den Verwaltungen schrecken die Europäer anders als die US-Regierung zurück. In den USA hatten sich zumindest in der Theorie alle Behörden bis Juli 2008 "IPv6-bereit" zu machen.

"Ein solches Mandat würde die Umstellung viel zu teuer machen", sagte dagegen Kirsten Sanders, Special Advisor bei der dänischen Regulierungsbehörde. Vielmehr sollen die Behörden im Rahmen der üblichen Beschaffungszyklen nach und nach IPv6-fähige Hard- und Software anschaffen. Allerdings gilt in Dänemark anders als in Deutschland schon seit zwei Jahren die Verpflichtung, nur noch solche Hardware anzuschaffen. Eine nationale IPv6-Strategie ist in Dänemark gerade in Arbeit und soll nach der Vorstellung im dritten Quartal 2009 durch eine große Konsultation abgeschlossen und Anfang 2010 dann verabschiedet werden.

Für die schwedische Regierung verwies Maria Häll auf das Nachfolgepapier für die i2010-Initiative. Da sich Schweden auf die EU-Ratspräsidentschaft vorbereite, arbeite man aktuell an einen größeren Strategiepapier für den gesamten Bereich der IT-Sektors, IPv6 sei darin ein wichtiger Bestandteil. Dem schwedischen Finanzministerium gegenüber müssen die Chefs verschiedener Behörden alle sechs Monate auch über den Fortschritt von IPv6 in ihrem Bereich berichten.

Noch zurückhaltender als die Kollegen aus Dänemark, Schweden und Deutschland gab sich die britische Regierung, die sich beim RIPE vom Experten Jim Reid vertreten ließ. Das Departement for Business, Enterprise and Regulatory Reform (BERR) wolle "irgendeine Form von Forum" installieren und arbeitet an einem "Papier". Auf keinen Fall sollten Marktpartner erwarten, dass die britische Regierung sich "an die nächste Straßenecke stellt und IPv6-fähige Hardware verteilt", sagte Reid. Man wolle aber mit anderen Regierungen an einem "Migrationsplan" arbeiten.

Ob allein das "gute Beispiel" durch den Staat genügend Impuls für die Migration bringt, stellte Lorenzo Colitti, IPv6-Experte bei Google, in Frage. Google selbst habe versucht, durch die Einführung von IPv6 für die eigenen Dienste voranzugehen. "Aber was, wenn keiner dem guten Beispiel folgt?" Colitti befürchtet, dass die Endnutzer einen immer schlechteren Service bekommen, sobald Provider damit beginnen, die verbliebenen IPv4-Adressen durch gesplittete Portnummern-Bereiche zu strecken.

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6RD: Schnelle IPv6-Einführung über IPv4-Netze
« Antwort #17 am: 06 Mai, 2009, 14:26 »
Eine Reihe von Unternehmen haben auf der Amsterdamer Tagung der europäischen IP-Adressverwaltung  RIPE über ihre Erfahrungen bei der IPv6-Einführung berichtet. Viel Applaus gab es für den französischen Provider Free, der Ende 2007 kurzentschlossen all seinen Breitbandkunden das Angebot machte, auch über IPv6 zu kommunizieren. Statt auf die Tunnel-Technik 6to4 zu setzen, die verschiedene Probleme mit der einfachen Propagierung von IPv6 beim Kunden gemacht hätte, habe man das Konzept "IPv6 Rapid Deployment in IPv4 Infrastructures" (6RD) von Entwickler Remi Despres umgesetzt, sagte Alexandre Cassens von Free in seinem Vortrag.


6RD verpackt in dem ADSL-Gateway wie ein 6to4-Tunnel IPv6-Daten in IPv4-Pakete, doch nutzt die Technik global-gültige Unicast-IPv6-Präfixe und nicht feste Adresspräfixe wie bei 6to4 (2002::/16 gemäß RFC 3056). 6RD-Adressen setzen sich stattdessen aus einem vom RIPE zugeordneten Präfix wie 2a01:0e00:::/26, zwei für interne Zwecke reservierte Bits, der aktuellen IPv4-Adresse des Endkunden-Geräts (32 Bit) und einer Subnet-ID (4 Bit) zusammen. Die Anfragen ins IPv6-Internet laufen dabei über 6RD-Gateways, während 6RD-Knoten direkt per Tunnel miteinander kommunizieren. Despres und Free haben 6RD nun auch bei der Internet Engineering Task Force als Standarddokument auf den Weg gebracht.

Von der Idee bis zur Umsetzung brauchte Free France nach dem Bericht Cassens lediglich ein paar Monate – die technische Umsetzung hatte gerade einmal fünf Wochen benötigt. Free habe es all den großen Telekommunikationsanbietern gezeigt, die nach wie vor darauf warteten, dass eine "Nachfrage nach IPv6" entstehe, sagte Gerd Döring, IPv6-Experte vom Provider SpaceNet. Das Münchner Unternehmen bietet seit 2003 all seinen ADSL-Kunden IPv6 an.

Im März 2008 startete Free mit der komplett auf IPv6 aufgesetzten "Telesite" zudem eine einfache Möglichkeit, mit der Anbieter Inhalte über IPv6 an Free-Kunden bringen können. Standing Ovations gab es für Frees IPv6-Umsetzung vom Google-IPv6-Experten Lorenzo Colitti. Er berichtete über die aktuellen Entwicklungen beim Suchmaschinen-Anbieter, der sich seit geraumer Zeit für das Protokoll engagiert: Google sehe täglich auf seinen IPv6-Testservern etwa 250.000 einzelne IPv6-Adressen. Vom gesamten Datenverkehr seien etwa 0,25 Prozent IPv6-Verkehr, davon aber nur 0,1 Prozent natives IPv6. Nachdem bereits Suche, E-Mail, Maps und Docs per IPv6 erreichbar seien, arbeite Google nach wie vor daran, weitere Dienste IPv6-fähig zu machen, versicherte Colitti. Zum aktuellen Stand beim Videoportal Youtube mochte er aber nichts weiter sagen.

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IPv4: Erst wenn die letzte Adresse vergeben ist ...
« Antwort #18 am: 14 Mai, 2009, 12:42 »
Die IP-Adressvergabestellen (Regional Internet Registries, RIRs) bereiten sich auf den Zeitpunkt vor, wenn die letzte IPv4-Adresse vergeben ist. In allen fünf RIR-Regionen wird aktuell an Regeln für die Rückführung ungenutzter IPv4-Adressen an die zentrale Vergabestelle IANA gearbeitet. Aus diesem Pool sollen dann kleine Zuteilungen an die RIRs erfolgen.

Schon jetzt fährt das nordamerikanische RIR ARIN (American Registry for Internet Numbers) eine restriktivere Vergabepolitik. Ab 18. Mai müssen jeweils hochrangige Manager für neue IPv4-Adressanträge geradestehen und diese gegenzeichnen, bevor ARIN über eine Zuteilung entscheidet. Rund 17.000 CEOs und CTOs hat man laut ARIN angeschrieben und darüber informiert. Damit soll auch Druck zur Einführung von IPv6 aufgebaut werden.

Der Tag, an dem die IANA keine IPv4-Adressen mehr an die RIRs vergeben kann, ist statistisch gesehen erneut näher gerückt: Am 27. Juni 2011 soll es laut der viel zitierten Statistik von Geoff Huston soweit sein. Mit diesem Tag wird die bisherige IPv4-Vergabepolitik der IANA an die RIRs null und nichtig. Für den "Day After" soll dann nach den Vorstellungen aller RIRs die Neuvergabe recycelter IPv4-Adressen geregelt werden. Nur noch alle halbe Jahre erhält ein RIR dann jeweils ein Zehntel aus dem Recycling-Pool. Soweit sind sich Experten bei den fünf RIRs einig.

Noch diskutiert wird aber, wie recycelt werden muss. Bei dem für Europa zuständigen RIPE, aber auch beim APNIC (Asia Pacific Network Information Centre), hat man sich dafür ausgesprochen, freigeschaufelte IPv4-Ressourcen auf jeden Fall an die IANA zurückzugeben. ARIN möchte eine solche verpflichtende Rückgabe nur für IPv4-Adressen, die ursprünglich nicht von den RIRs vergeben wurden. Solche so genannten "Legacy"-Adressen machen immerhin rund 30 Prozent aller IPv4-Adressen aus. Die RIRs mühen sich seit einiger Zeit mit dem "Einsammeln" dieser Adressen. Bei Adressen, die dagegen von den RIRs vergeben wurden, sollen nach dem ARIN-Plan die Adressverwalter dagegen im Einzelfall über eine Rückgabe an die IANA entscheiden.

Überdies wollen wollen die Adressverwalter sparsamer mit den letzten Adressen umgehen, die sich von der IANA bis 2011 bekommen. Fünf /8-Blöcke hat die IANA nach einer neuen Regeln auf die Seite gelegt und als allerletzten Notgroschen für jedes RIRs reserviert. Die Mitglieder beim RIPE diskutieren nun Ideen, die einzelnen Zuteilungen aus ihrem letzten /8-Block in ihrer Größe zu beschränken und einen kleinen Vorrat zurückzubehalten oder die Vergabe der dann knappen Ressource an erklärte Migrationspläne für IPv6 bei den Antragstellern zu knüpfen. Die "Rest-Adressen" sollten insbesondere für IPv4-IPv6-Dual-Stack-Anwendungen vergeben werden, lautet eine andere Forderung.

Eine weiterer Vorschlag betrifft die bereist ab Juli 2010 startende sukzessive Verkürzung der Zeiträume, für die Unternehmen Adressen zugeteilt bekommen. Da die Unternehmen jeweils den Bedarf für den Zuteilungszeitraum nachweisen müssen, bedeutet dies, dass die zugeteilten Blöcke kleiner werden. Nach und nach sollen Antragsteller dann nur so viel Adressen erhalten, wie sie für neun, sechs und, am Ende ab Juli 2011, für drei Monate brauchen. Bei den RIRs selbst erwartet man die Erschöpfung der Ressourcen etwa im März 2012. Durch vorab verkleinerten Tranchen soll verhindert werden, dass ein Unternehmen mit großem Adressbedarf für ein Jahr plötzlich das letzte große Stück vom Kuchen schnappt.

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Trippelschrittchen Richtung IPv6
« Antwort #19 am: 14 Mai, 2009, 17:36 »
Der deutsche IPv6-Rat hat seinen "Nationalen IPv6-Aktionsplan für Deutschland" (PDF-Download) vorgelegt. Mit seinen Vorschlägen schließt er sich der europäischen IPv6-Roadmap an. Der bleibt allerdings in seinen Selbstverpflichtungen äußerst vorsichtig. So fordert er beispielsweise, dass bis 2010 "[...] mindestens 25 Prozent der deutschen Internetanwender in der Lage sein, sich mit dem IPv6-Internet zu verbinden und auf die wichtigsten Inhalte und Dienste zugreifen zu können [...]". Da alle verbreiteten Betriebssysteme IPv6 unterstützen, ist das mit Tunnel-Techniken wie Teredo schon heute möglich.

Als ersten konkreten Schritt für die IPv6-Einführung nennt der Nationale Aktionsplan die regelmäßige Ausrichtung des IPv6-Gipfels im Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Danach folgen unter anderem die "Entwicklung konkreter, mit der Bundesregierung abgestimmter Handlungsempfehlungen", die "Institutionalisierung eines direkten Dialogs zwischen öffentlicher Verwaltung und Forschungseinrichtungen" sowie "eine öffentlich verfügbare Informations- und Wissenssammlung zum Thema IPv6".

Für die Bundesregierung begrüßte deren IT-Beauftragter, Staatssekretär Hans Bernhard Beus, den Aktionsplan, der auch Thema des kommenden IT-Gipfelgesprächs sein soll, und versprach: "Die Infrastrukturentscheidungen, die wir zu treffen haben, werden wir auf der Basis der Roadmap fällen." Die Einführung von IPv6 sei eine wirtschaftliche Notwendigkeit, sagte Beus.

Als konkreten Schritt nannte Beus die Aufrüstung der Netze der Bundesverwaltung, die seit dem Umzug von Bonn nach Berlin in die Jahre gekommen seien. "Ab 2010 werden das Verwaltungsnetz und das Netz des Bundes [...] IPv6 sprechen", sagte Constanze Bürger vom Bundesinnenministerium. Erste Dienste könnten schon 2009 per IPv6 angesprochen werden.

Weitere Vorgaben für die öffentliche Hand im Aktionsplan betreffen die Beschaffungspolitik und die IPv6-Fähigkeit von öffentlichen Angeboten. Neu aufgesetzte Angebote sollen von Anfang an, bestehende Dienste im Rahmen von Updates IPv6-fähig gemacht werden. Allerdings äußerten sich die politischen Vertreter recht zurückhaltend, was die Ausschreibungspolitik anbelangt.

Zwar sagte Beus, man befinde sich als Kunde mit einem 17 Milliarden Haushalt für IT-Hardware, Software und Dienste in einer komfortablen Position, Anreize für die Einführung zu schaffen. Ein konkretes Datum, ab wann keinerlei Produkte oder Dienste mehr eingekauft würden, die nicht auch IPv6 unterstützen, nannte Beus aber nicht.

Auch die Forderungen an die Privatwirtschaft formuliert der Aktionsplan vorsichtig und ohne genauen Zeitplan: "Von zentraler Bedeutung ist hier die Bereitschaft der Anbieter von Inhalten und Diensten [...], die notwendigen Anpassungen zum flächendeckenden Einsatz der IPv6-Technologie vorzunehmen." Der größte Teil von heise online ist bereits per IPv6 erreichbar.

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IPv6 mit Teredo
« Antwort #20 am: 31 Mai, 2009, 21:25 »
Teredo bohrt IPv6-Tunnel durch Firewalls

Microsofts Tunnelmechanismus Teredo stellt einem IPv6-Zugang für LAN-Rechner bereit.

Tunnelbroker oder den Provider wechseln? Ein IPv6-Zugang einzurichten, erscheint schwierig. Aktuelle Betriebssystem haben jedoch die Tunneltechnik Teredo an Bord, die sie ins IPv6-Netz bringt und die nur noch in Gang geklickt werden muss.


IPv6 nutzt Adressen mit 128 Bit, räumt durch seinen enormen Vorrat mit der Knappheit an Adressen bei IPv4 auf und entsorgt lästige IPv4-Netzwerktricks wie Network Address Translation. Mit IPv6 müsste niemand mehr den DSL-Router aufwendig eine Portweiterleitung beibringen, wenn LAN-Rechner Dateien ins Internet stellen sollen oder man auf Vaters Rechner Treiber-Probleme beheben muss. Doch der Traum von der globalen Erreichbarkeit endet jäh am eigenen DSL-Anschluss, der hierzulande in den meisten Fällen ausschließlich IPv4 spricht und zumeist bei jeder Einwahl die Adresse wechselt.

Die IPv6-freie Zone zwischen dem eigenen Rechner und Servern im Internet lässt sich jedoch mit Hilfe von Netzwerktunneln überbrücken. Vista und Windows XP seit Servicepack 1 haben einen solchen Tunnelmechanismus an Bord, den Microsoft den Namen des Schiffsbohrwurms Teredo navalis verpasste und der im RFC 4380 veröffentlicht wurde.

Teredo nimmt dem Benutzer die Konfiguration weitgehend aus der Hand, in vielen Fällen funktioniert es ohne weitere Eingriffe. Es benötigt lediglich eine per IPv4 erreichbare Server-Adresse – den Rest der Arbeit übernimmt die Software. Andere Tunnelverfahren wie 6to4 funktionieren nur mit einer global-gültigen IPv4-Adresse und arbeiten daher nur im LAN-Router selbst, der per DSL direkt mit dem Internet verbunden ist. Einige Hersteller wie Apple und AVM haben diese Technik bereits in ihre Geräte eingebaut oder bieten diese Funktion über ein Firmware-Update an.

Wie auch andere IPv6-Tunnelverfahren verpackt Teredo die IPv6-Daten in UDP-Pakete und sendet sie per IPv4 an einen Server, der sowohl im IPv4- als auch im IPv6-Netz steht. Teredo tunnelt IPv6-Pakete jedoch aus einem per Network Address Translation (NAT) geschützten IPv4-Netz heraus, was sonst nur zusätzliche Client-Software wie Aiccu oder Hexagos Gateway6 beherrschen.

Trotz oder gar wegen aller Automatiken tauchen bei der Einrichtung und beim Betrieb von Teredo einige Probleme auf, die dem angehenden IPv6-Surfer im Wege stehen können. So argwöhnt mancher Windows-Benutzer Böses, wenn er in der Eingabeaufforderung den Teredo-Adapter sieht. Derartige Netzwerktunnel setzen sich zudem über die Sicherheitsvorgaben des Netzwerkadministrators hinweg, da sie Daten am NAT-Router und der IPv4-Firewall vorbei ins IPv4-Netzwerk schleusen können. IPv6 hebelt damit das Konzept des per NAT abgeschotteten lokalen Netze aus: IPv6-Rechner sind immer direkt erreichbar, wenn nicht die Firewall den Verbindungsaufbau blockiert.

Als IPv6-Tunnelmechanismus soll Teredo den Übergang von IPv4 auf das Nachfolgeprotokoll IPv6 vereinfachen. Ziel des Protokolls ist es ausdrücklich, Rechnern in lokalen (IPv4-)Netzen eine global gültige IPv6-Adresse zu verpassen.

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Auf der Suche nach IP-Adress-Besetzern
« Antwort #21 am: 31 Juli, 2009, 16:53 »
Dass die IPv4-Adressen zur Neige gehen, ist inzwischen allgemein bekannt. Doch bei der Vergabe der letzten freien Blöcke treten unvorhergesehene Probleme auf, auf die Leo Vegoda im Blog der ICANN hinweist. So haben sich über die Jahre Netzwerk-Admins angewöhnt, Adressen aus den bislang noch nicht verteilten Blöcken einfach zu benutzen. Viele setzen sie in ihren internen Netzwerken ein wie die privaten Adressen 192.168/16 oder 10/8.

Ein Beipiel sind die Kunden eines italienischen Internet-Providers, der ihnen bei der Einwahl Adressen aus dem Block 41/8 zuweist. Gegenüber dem Rest des Internet setzt er diese per NAT auf korrekte Adressen um. Das funktionierte, solange der Block 41/8 frei war. Doch inzwischen ist er vergeben und die Kunden dieses Providers erreichen die Server mit 41/8-Adressen nicht, weil ja der NAT-Router sie für interne hält und die Pakete nicht ins Internet weiterleitet.

Ein anderes Problem entsteht, weil Hacker solche noch nicht vergebenen Adressen als Quelladressen benutzen, unter anderem bei Port-Scans oder beim Verschicken von Spam. Daher blockieren manche Firewalls Pakete mit Absenderadressen aus nicht allozierten Blöcken, denn eigentlich sollten solche Pakte im Internet gar nicht unterwegs sein. Da manche Admins diese Listen manuell oder gar nicht pflegen, blockieren sie auch Adressen, die inzwischen vergeben wurden und durchaus korrekt in Benutzung sind.

Dass die Adressen missbraucht werden, lässt sich unter anderem an E-Mail-Headern, Firewall-Logs und DNS-Abfragen ablesen. Schon im Jahr 2008 beauftragte die IANA Duane Wessels mit einer Untersuchung des Umfangs dieses Adressmissbrauchs. Sein Bericht zeigt, welche /8-Netze besonders stark missbraucht werden. Erstaunlicherweise ist die Adresse 1.2.3.4 nicht der Spitzenreiter.

Weniger erstaunlich ist Vegodas Lösungsvorschlag: Die Einführung von IPv6 behebt alle Adressprobleme.

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Rechtzeitige IPv6-Einführung spart Kosten und Verdruss
« Antwort #22 am: 21 August, 2009, 17:49 »
Seit sage und schreibe zehn Jahren läuft die Einführung von TCP/IP Version 6 (IPv6). Technisch gesehen steht der Umstellung von Unternehmensnetzen also schon lange nichts mehr im Weg, und es findet weithin Unterstützung der Betriebssysteme und Geräte. Auf manchen von ihnen läuft IPv6 von vornherein. Unternehmen, die Windows ab Vista oder ein halbwegs aktuelles Unix-Derivat einsetzen, sollten sich daher dringend mit IPv6 beschäftigen, selbst wenn sie bis auf Weiteres eine reine IPv4-Umgebung betreiben wollen. Das Nebeneinander IPv6-fähiger Komponenten mit solchen, die nach wie vor nur IPv4 beherrschen, kann zu unvorhergesehenen Nebenwirkungen führen, etwa wenn ein Vista-PC unbemerkt über das Tunnelprotokoll Teredo mit der Außenwelt kommuniziert.

Neben solchen technischen Tücken behandelt die aktuelle iX 9/2009 die organisatorischen und nicht zuletzt die menschlichen Aspekte der IPv6-Einführung. Selbst kompetente und gut ausgestattete IT-Abteilungen können IPv6 in Ermangelung einer von der neuen Technik überzeugten Führungsebene häufig nur nach und nach einführen. Das kostet Zeit, führt aber bei minimalen Kosten und Diskussionen mit dem Management zum Ziel. Nicht nur mangelnde Ressourcen etwa beim Anwender-Support verhindern, dass sich IPv6 schneller durchsetzt: Ein so grundlegender Wechsel der Infrastruktur könnte viele Administratoren mit ungeliebten Altlasten konfrontieren, einschließlich denen ihrer Vorgänger.

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"Vorrat der letzten IPv4-Adressen könnte schon 2010 erschöpft sein"
« Antwort #23 am: 08 Oktober, 2009, 17:36 »
Nur noch 26 große IPv4-Adressblöcke, also rund 400 Millionen Adressen, kann die Internet Assigned Numbers Authority (IANA) den regionalen IP-Adressverwaltern (Regional Internet Registry, RIR) zuteilen. Nach der jüngsten Hochrechnung werde die letzten IPv4-Adressen Anfang Januar 2013 vergeben. Doch könnten  die Adressvorräte auch bereits in einem Jahr erschöpft sein, warnte Geoff Huston, Chefwissenschaftler der asiatisch-paifischen Adressverwaltung APNIC, auf dem 59. Treffen der europäischen IP-Adressverwaltung Réseaux IP Européens (RIPE) in Lissabon.

Wenn zwei oder drei große Unternehmen bei den Adressverwaltern anklopfen und einen entsprechenden Bedarf geltend machen, seien die letzten Adressblöcke schneller weg, meint Huston. Das tatsächliche Ende von IPv4 sei extrem schwer zu kalkulieren, eben weil man mit einer Häufung solcher großen Anfragen rechnen müsse. Trotz solcher Unwägbarkeiten blieb der Anteil der neuen, längeren IPv6-Kennungen im weltweiten Adressraum auch 2008 noch unter einem Prozent.

Huston plädierte entschieden für ein Eingreifen der öffentlichen Hand. Der deregulierte Markt schaffe den Sprung zur Einführung von IPv6 ganz offensichtlich nicht, weil die Unternehmen nicht bereit seien, die notwendigen Investitionen zu tätigen. Im Falle eines solchen Marktversagens sei der Staat gefragt. "Man kann es mit Peitsche oder Zuckerbrot versuchen, man kann auf die Angst oder auf die Gier der Leute setzen", sagte Huston. Er plädiere eher, die "Gier" auszunutzen und etwa IPv6-fähige Hardware und Router bei den Endkunden steuerlich zu begünstigen.

Steuerliche Anreize hätten bei vergleichbaren Projekten wie der Einführung digitaler Signaturen wenig bewirkt, sagte Constanze Bürger von Bundesinnenministerium gegenüber heise online. Der Markt müsse für die Einführung auch bereit sein, erklärte Bürger, die in Lissabon über die Arbeiten an dem IPv6-fähigen deutschen Behördennetz berichtete.

Auch beim IPv6-Netz der Bundesregierung geht es nur sehr langsam voran. Viel Zeit nehmen insbesondere die Absprachen zwischen Innenministerium, Ländern und Kommunen in Anspruch. Letztere kümmern sich bislang selbst um ihre Netze und müssen von einem zentral verwalteten IPv6-Netz, für welches das Innenministerium Local Internet Registry (LIR) wäre, erst noch überzeugt werden. Mit gutem Beispiel für die Einführung von IPv6 will laut Bürger jetzt der CIO der Bundesregierung, Hans Bernhard Beus, vorangehen. Seine Webseite solle IPv6-fähig gemacht werden.

Mehr für die Einführung von IPv6 will auch die derzeit in Genf tagende International Telecommunication Union (ITU) tun, die Ambitionen hegt, sich als sechste IP-Adressverwaltungsstelle zu etablieren. Von Seiten der RIRs betrachtet man den  Vorstoß der ITU und die Idee, dass jedes Land dann eigene Adresspools bekommen solle, mit Sorge. Durch die Zerstückelung des Adressraums könnten sich nicht zuletzt Probleme fürs Routing ergeben, warnen sie.

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Fünf Quintillionen IP-Adressen für Deutschland
« Antwort #24 am: 18 Dezember, 2009, 16:25 »
Als erster Staat Europas hat Deutschland IPv6-Adressen von der IP-Adressvergabestelle RIPE NCC erhalten. Das Bundesinnenministerium hat nach eigenen Angaben vom RIPE NCC einen zusammenhängenden Adressraum (/26-Adressblock ) bekommen, mit dem sich künftig bis zu 270 Milliarden Subnetze mit insgesamt mehr als fünf Quintillionen Adressen für Endgeräte realisieren ließen. Ursprünglich hatte das Innenministerium übrigens mit einem noch größeren Adressraum für Deutschland Online geliebäugelt, nämlich einem vollen /19-Adressblock statt des jetzt zugewiesenen /26-Blocks . Wie man mehr als fünf Quintillionen Adressen "verbraten" will, ist allerdings gar nicht so leicht darzustellen.

Das Ministerium sieht in der IPv6-Einführung "einen wesentlichen Beitrag zur Einführung neuer Internet-Technologien in modernen, sicheren Kommunikationsinfrastrukturen". Es rechnet nämlich damit, dass schon 2011 der Rest der verbliebenen 11 Prozent IPv4-Adressen vollends aufgebraucht ist.

Der öffentlichen Verwaltung komme als großem Einkäufer eine Vorreiterrolle bei der Einführung der neuen, längeren Adressen zu, hieß es im Breitband-Strategiepapier des IT-Gipfels. Die flächendeckende IPv6-Einführung müsse demnach ein Teil der Breitbandstrategie sein, im Bereich öffentlich geförderter Forschungsprojekte sollte IPv6 zwingend eingesetzt werden. Außerdem solle bei Beschaffungen IPv6 grundsätzlich im Anforderungskatalog stehen.

Noch wenig konkrete Informationen gibt es abgesehen von diesen Willenserklärungen dazu, wie der Einbau von Ipv6 im "Deutschland Online-Netz" nun stattfinden soll. Bisher gibt es als kleines IPv6-Leuchtturm-Projekt die Webseite des Bundes-CIO Hans Bernhard Beus, die auch in Ipv6 angeboten wird.

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Offline Jürgen

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Re: Fünf Quintillionen IP-Adressen für Deutschland
« Antwort #25 am: 18 Dezember, 2009, 23:43 »
Eine krumme Idee kommt mir im Zusammenhang mit diesem riesigen Adressraum, man könnte eifrig an noch intensiverer Überwachung bzw. Speicherung arbeiten.
So wäre denkbar, für ziemlich lange Zeit IP-Nummern (aller oder bestimmter Nutzer) nur einmalig zu verwenden, was prinzipiell eine Langzeitidentifikation von Nutzern ermöglichen dürfte.
Das könnte ohne grosse Probleme auch ausserhalb des Geltungsbereichs unseres nationalen Rechts geschehen, unter Umgehung desselben, durch Nutzung scheinbar harmloser fremder Dienste zur Adressverwaltung.
Ebenso wäre möglich, in Teile der Adresse über Quersummenalgos irgendwelche versteckten Flags einzukodieren, um Nutzermerkmale heimlich anzuflicken, z.B. um individuell oder nach einer Gruppenzugehörigkeit eingeschränkte oder erweiterte Rechte im Netz zu realisieren. Politiker könnten anders surfen, Behörden ebenso. Auch eine Verwendung im Rahmen von Three Strikes erscheint möglich, z.B. um Internetzugriff auf Arbeitsagentur, Finanzamt und wenige andere staatliche Dienste zu beschränken, z.B. durch DNS-Verbote.
Die aus so einem Hineinkodieren resultierende Beschränkung verfügbarer Adressen wäre recht unauffällig und praktisch ohne Belang, wenn man zusätzlich irgendeine geeignete Zeitabhängigkeit implementierte, die eine scheinbare Zufälligkeit der Verteilung zu gewährleisten imstande wäre.

Jedenfalls wäre eine derartige Markierung ziemlich unauffällig und mit den üblichen Techniken nur schwer zu entdecken.

Neue Möglichkeiten bringen stets auch neue Gefahren mit, soviel ist mal klar...


Jürgen
« Letzte Änderung: 18 Dezember, 2009, 23:48 von Jürgen »
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Offline ritschibie

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Re: Fünf Quintillionen IP-Adressen für Deutschland
« Antwort #26 am: 19 Dezember, 2009, 00:17 »
Das könnte schon klappen Jürgen, wenn...

Ja, wenn in diesen Ministerien an den relevanten Stellen die richtigen Operatoren säßen. Die Wirklichkeit sieht aber so aus, dass ab einer gewissen Stufe in den Behörden (sagen wir: Referatsleiter) zu 80% juristische Allzweckwaffen sitzen. Die waren mal Redenschreiber eines Staatssekretärs, mal Büroleiter, aber (fast) immer Politzirkler. Da geht mir echt der Glauben ab, dass die solche "hinterfotzigen" Matritzen entwickeln könnten.

Du mußt nur mal hinterfragen, wieviele Beamte die Exekutive in einem großen Bundesland für den Bereich "Cyberkriminalität" zur Verfügung hat. Du würdest es nicht glauben....

Anders sähe das aus, wenn sich große Multi's - aus verschiedensten Motiven heraus - diesem Thema annähern würden - gulp!
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Offline Jürgen

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Re: Fünf Quintillionen IP-Adressen für Deutschland
« Antwort #27 am: 19 Dezember, 2009, 09:11 »
Genau deren "scheinbar harmlosen Dienste" meine ich.
Insbesondere wer technische Schnittstellen liefert, der kann zahlreiche Optionen vorhalten, die späterhin zusätzlich vermarktet werden könnten.
Zunächst kann man diese für interne Zwecke einsetzen, und wenn man dann im passenden Moment seine Lobbyisten einschaltet, besorgt die käufliche Politik den Rest...

Erinnern wir uns an so bekloppte Ideen, wie vernetzte Kühlschränke, die automatisch Milch nachbestellen, oder Online-Strom- oder Wasserzähler. Einmal vorhanden, lässt sich mit den erfassten Daten trefflich eine Art elektronische Fussfessel z.B. für Arbeitslose oder Kranke daraus basteln.
Um nicht im Datenwust abzusaufen, fehlt eigentlich nur noch eine Art automatische Sortierung bzw. Markierung dieser "Patientendaten", um sie nicht erst mühsam individuell einsammeln zu müssen, sondern jederzeit z.B. über die Erstellung einer Art "intelligenten Kundennummer" zu aktivieren.
Niemand wird es schaffen, offen eine Überwachung der Klospülung durchzusetzen. Aber wenn irgendjemand Hartz 5 bezöge, liesse sich ziemlich einfach der Vorwurf ableiten, er wäre in Wirklichkeit nicht pflichtgemäss zuhause gewesen, was dann eine Einzelfallprüfung wegen Erschleichung von Sozialleistungen initiierte...
Derlei erscheint mir durchaus erleichtert, wenn zusätzliche Markierungen übertragener Daten deren Umleitung leicht machen.
Ähnlich wie man Handydaten aus Funkzellen zur Ortung Verdächtiger einsetzt.

Ich bin nicht besorgt, sondern überzeugt, dass solche Gedanken existieren.
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ICANN-Präsident warnt vor "IPv6-Lüge"
« Antwort #28 am: 08 März, 2010, 11:51 »
Der Präsident der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN), Rod Beckstrom, hat zum Auftakt der 37. ICANN-Tagung in Nairobi diejenigen kritisiert, die "Unwahrheiten über IPv6" verbreiteten. Es werde systematisch die Falschinformation verbreitetet, dass afrikanischen Ländern keine IPv6-Adressen bereitstünden; es gebe aber bereits afrikanische Institutionen, die über mehr als 1 Trillion IPv6-Adressen verfügten.

Beckstroms Kritik dürfte an an die International Telecommunication Union (ITU) gerichtet sein, die sich seit Jahren bemüht, selbst Vergabestelle für IPv6-Adressen zu werden. Die ITU begründet ihre Bestrebungen mit der ungleichen Verteilung von IPv4-Adressen an die USA und Europa einerseits und an afrikanische und asiatische Länder andererseits; sie warnte davor, dass es bei den neuen IPv6-Adressen ähnliche Probleme geben könnte. Überdies hatte sich die ursprünglich für Telefoniestandards und die Zuteilung von Ländervorwahl-Nummern zuständige UN-Organisation immer wieder darauf berufen, dass einzelne Regierungen die ITU auch als IP-Nummern-Regulator sehen möchten.

In einer Woche will eine ITU-Arbeitsgruppe Pläne diskutieren, die ITU als mögliche sechste Vergabestelle von IP-Adressen zu etablieren. Besprochen werden sollen auch Ideen zu einer hierarchischen Vergabe von IP-Adressen über die ITU an Länder-IP-Adressvergabestellen.

Beckstrom warb demgegenüber  bei den gleichfalls in Nairobi zu einem Treffen der "InterGovernmental Authority on Development" (IGAD) versammelten ostafrikanischen Staatschefs dafür, die "Wahrheit" über IPv6 zu verbreiten. Es gebe ausreichend IPv6-Adressen für alle. Jedes der 800 Mitglieder der afrikanischen IP-Adressvergabestelle AfriNIC könne über 1 Trillion IPv6-Adressen bekommen, wenn es das entsprechende Formular ausfülle, sagte Beckstrom. Zur ITU meinte er, wer falsche Geschichten zu IPv6 verbreite, sei bestimmt nicht vertrauenswürdig, selbst Regeln für die Vergabe zu machen. Die Äußerungen könnten den immer wieder aufflammenden Streit zwischen ITU und der ICANN einmal mehr anfachen.

Der ICANN-Chef forderte die ostafrikanischen Regierungschefs, die im gleichen Konferenzzentrum tagen wie die ICANN, auf, durch Abschaffung von Monopolen den Zugang zum Internet in Afrika erschwinglich zu machen. Beckstrom lobte Gastgeber Kenia für dessen Liberalisierung im TK-Bereich. Ein Glasfaseranschluss im Land koste aktuell aber immer ncoh 12 Dollar im Monat – und nicht wie von Industrie- und Entwicklungsländern gleichermaßen angestrebt 1 Dollar, so Beckstrom.

Von der Qualität des Glasfaserzugangs profitiert die ICANN auf der aktuellen Konferenz. Da zahlreiche Teilnehmer es wegen der angespannten Sicherheitslage vorgezogen haben, nicht selbst anzureisen, hat die private Netzverwaltung die Kapazität für die Teilnahme im Netz noch einmal verbessert. Aktuell laufen die Videosysteme samt damit verbundener Conferencing-Systeme gut. Beckstrom rief die afrikanischen Regierungschefs schließlich noch dazu auf, sich an der Arbeit der ICANN zu beteiligen.

Vorerst seien lediglich 19 afrikanische Staaten Mitglieder im Regierungsbeirat, über 30 afrikanische Staaten fehlten aber noch. Aus Sicht der ICANN dienen die logistisch aufwendigen Treffen wie das in Kenia sicherlich auch dazu, für das Modell der privaten Netzverwaltung zu werben und die ITU, die dort stärkere Verbindungen hat, in ihre Schranken zu weisen. Die 37. ICANN-Tagung geht noch bis Freitag und beschäftigt sich mit der Einführung neuer TLDs und zahlreichen Sicherheitsfragen rund um das Domain Name System.

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Re: ICANN-Präsident warnt vor "IPv6-Lüge"
« Antwort #29 am: 09 März, 2010, 00:12 »
Einen Glasfaseranschluss für 12 Dollar im Monat, das hätte hierzulande auch mancher gerne  ::)
Tja, ein Entwicklungsland sind wir glücklicherweise noch nicht geworden, aber ein Industrieland im klassischen Sinne auch kaum noch zu nennen.


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