Autor Thema: SonyBMGs "Schnüffel"-DRM: Wie man sich unbeliebt macht  (Gelesen 9083 mal)

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SonyBMGs "Schnüffel"-DRM: Wie man sich unbeliebt macht
« am: 02 November, 2005, 18:37 »
Kaum noch ein Unternehmen, das mit urheberrechtlich geschätzten Waren handelt, verzichtet auf Kopierschutz. Eine von Sony genutzte Software jedoch sorgt für Irritationen: Technisch gleicht sie Hack-Programmen, mit denen sich PCs ausspionieren oder kontrollieren lassen.

Wie verhindert man, dass der Käufer einer CD oder DVD einfach hingeht und das gute Stück für seine Freunde, seinen halben Stadtteil, den Schwarzmarkt kopiert? Als die Musikindustrie vor eineinhalb Jahrzehnten den Wechsel von Schallplatte zu CD forcierte, brachte sie regelrechte "Masterkopien" in Umlauf, von denen sich wieder Kopien in erstklassiger Qualität ziehen lassen. Seit CD-Brenner für jedermann erschwinglich sind, ist das ein Problem.

Bereits vor drei Jahren überschritt die Zahl der verkauften CD-Rohlinge die der verkauften CDs bei weitem. Die Musikindustrie geht wohl zurecht davon aus, dass ein großer Anteil davon mit Musik bespielt wird. Ihr vehementes Lobbyieren dagegen in Brüssel und Berlin führte zwar zu einer Änderung des Urheberrechtes, die wahrscheinlich die Mehrzahl der Deutschen kriminalisierte. Ihr "Piraterie"-Problem konnte sie damit jedoch nicht lösen.

Das ist nur technisch möglich. Die Anbieter von Audio-CDs setzen dabei in der Regel auf "Stördaten": Bewusst eingefügte Fehler. Audio-CD-Player ignorieren so etwas, während PC-CD-Laufwerke versuchen, die Fehler zu interpretieren. Im besten Fall versagt das Laufwerk dann beim Lesen der CD, im schlechtesten stürzt gleich der Rechner ab. Ebenfalls betroffen sind mobile CD-Player (zum Beispiel im Auto), da sie gemeinhin auf CD-ROM-Technik basieren.

Eine Tatsache, die den Musikunternehmen direkt nach Einführung der ersten Kopierschutzmechanismen eine Menge Ärger und Kritik einbrachte. Dazu kam, dass kein Kopierschutz lange Bestand hatte: Innerhalb kürzester Zeit lagen entsprechende Knackprogramme vor - und manchmal reichte gar Windows als einziges "Werkzeug", den Kopierschutz außer Kraft zu setzen.

Nicht nur SonyBMG bemüht sich deshalb darum, andere Sicherungsmöglichkeiten zu finden, die die gekaufte Ware für den Kunden nicht gleich halb unbrauchbar machen sollten.

Die Zielvorstellung: Ein Kopierschutz sollte einzig und allein sicherstellen, dass die digitale Ware nur im Rahmen ihrer "Lizenz" genutzt wird, aber nicht illegal kopiert. Im Idealfall würde das auf der CD integrierte "DRM" ("Digital Rights Management") dem Käufer vielleicht gar eine legale Sicherungskopie erlauben, jede weitere aber verweigern.

"Rootkits": Heimlich hinterlegte Helfer

Unmöglich ist das nicht. Es verlangt aber, dass die ins CD-Laufwerk eines Computers eingelegte CD dort Teile ihres DRM hinterlegt: Protokolldateien, die die Nutzung überwachen, beispielsweise die Überspielung auf einen MP3-Stick registrieren, und ein Programm, das illegale Nutzungen unterbände. Idealerweise würde so etwas nicht in den temporären Dateien eines Systems hinterlegt, sondern in den Tiefen der Systemebene verborgen und vergraben.

Prototypen für solche Programme, die gut verborgen heimlich wirken, gibt es wie Sand am Meer: Viele Viren, Trojaner und andere Hack-Programme arbeiten mit so genannten "Rootkits", die nichts anderes sind, als in den Tiefen des Systems verborgene "Werkzeugsätze". Sie korrumpieren die Integretät des betroffenen Computers, verschaffen dem "Absender" einen Zugriff auf die Grundfunktionen des Systems.

So wie es aussieht, hat es sich SonyBMG geleistet, seinen neuesten, von der britischen Firma First4Internet entwickelten Kopierschutz "XCP" ("Extended Copy Protection"), mit einem Rootkit auszuliefern.

Prompt schlugen die Wellen der Empörung hoch. Zwar ist SonyBMG nicht vorzuwerfen, hier mit Crackermethoden Computer auszuspionieren oder zu sabotieren. Prinzipiell jedoch, meint Mikko Hypponen, Laborchef beim IT-Sicherheitsunternehmen F-Secure, erhöhe die Hinterlegung eines Rootkit die Risiken. Hypponen: "Es wäre nicht weit hergeholt, sich vorzustellen, dass ein Virenschreiber versuchen könnte, seinen Vorteil daraus zu ziehen."

Während sich viele Medien sogleich auf die "SonyBMG hackt Kunden"-Schlagzeile stürzten (mal mit, mal ohne Fragezeichen), geht es für IT-Sicherheitsexperten hier um ein ganz generelles Problem: Schließlich setze SonyBMG den Kopierschutz mit Rootkit seit gut acht Monaten ein, ohne dass es zu einem einzigen "Exploit", zu einer einzigen Ausnutzung des potenziellen Sicherheitsrisikos gekommen sei.

Viele Kunden dürften das anders sehen: Der ungefragte Eingriff auf einen Computer, den man schließlich erworben hat, dürfte manchem grundsätzlich sauer aufstoßen. Zudem dürfte nun, da die Katze aus dem Sack ist, das Risiko eines Exploits steigen: Bisher war das potenzielle Sicherheitsrisiko ja öffentlich nicht bekannt.

"Although the software isn't itself malicious, the hiding techniques used are exactly the same that malicious software known as rootkits use to hide themselves. The DRM software will cause many similar false alarms with all AV software that detect rootkits."
    F-Secure Virus Descriptions : XCP DRM Software

Was, fragen sich da IT-Sicherheitsexperten, darf eine Firma sich leisten, was darf sie unternehmen, um ihr Produkt vor Piraterie zu schützen? Darf sie ihre Kundschaft Risiken aussetzen, um ihre eigenen zu minimieren? Darf sie das Eigentum anderer manipulieren und verändern?

XCP-Entfernung: Nichts für Heimwerker

SonyBMG weist darauf hin, dass der versteckte Kopierschutz ganz einfach wieder zu entfernen sei. Die Costumer-Support-Hotlines des Unternehmens könnten das ganz anschaulich erklären. Auf den Webseiten des Unternehmens werde das aus naheliegenden Gründen jedoch nicht getan.

F-Secure nahm am Dienstag die Entfernung des SonyBMG-Rootkits in die Aufgabenliste seiner Virenschutzsoftware auf. Selbst und ohne Anleitung, rät das Unternehmen, sollte man so etwas hingegen nicht versuchen. Rootkits haben die Aufgabe, bestimmte Arbeitsgänge des Systems zu überwachen und zu beeinflussen.

Ein "falsches" Deaktivieren dieses Kopierschutz-Rootkits könnte auch die durch die heimlich hinterlegte Software überwachte Systemkoponente betreffen. Im Klartext: Ein Deaktivieren des DRM könnte dazu führen, dass das CD-Laufwerk des Rechners den Geist gleich mit aufgäbe. Das allerdings wäre ein außerordentlich effektiver Kopierschutz.

Sowohl SonyBMG als auch die Kunden des Unternehmens stellt die peinliche Sache vor ein Dilemma. Während das Unternehmen einmal mehr erleben muss, dass alle Versuche, digitale Waren gegen Kopien zu sichern, in einem Image-GAU enden, nötigt das "XCP"-DRM die Kunden vielleicht sogar zu einem Rechtsbruch.

Das wäre in dem Augenblick geschehen, in dem ein Virenscanner das DRM-Programm als Rootkit erkennen und aus dem System entfernen würde. Das Umgehen "effektiver Kopierschutzvorrichtungen" ist nach der EU-Richtlinie zum Urheberrecht, die im so genannten "Ersten Korb" der Novelle zum Deutschen Urheberrecht umgesetzt wurde, strafbar.

Was das Wörtchen "effektiv" dabei zu bedeuten hat, ist übrigens heiß umstritten. Sollte es so viel wie "wirklich schwer außer Gefecht zu setzen" bedeuten, dürften sich alle vom Pop-Fan bis zum Produktpiraten entspannt zurücklehnen: So etwas wurde bisher noch nicht erfunden.

Quelle : www.spiegel.de

Siehe dazu auch hier : http://www.dvbcube.org/index.php?board=73;action=display;threadid=11124

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Sony BMGs CD-Player-Software telefoniert nach Hause
« Antwort #1 am: 08 November, 2005, 13:17 »
Sony BMG geriet kürzlich dadurch in die Kritik, dass der von dem Unternehmen auf einigen CDs experimentell eingesetzte Kopierschutz XCP der Firma First 4 Internet mit Rootkit-Funktionen ausgestattet ist. So versteckt der Kopierschutz sämtliche Prozesse, Registry-Schlüssel, Dateien und Verzeichnisse, deren Name mit der Zeichenkette $sys$ anfängt, vor dem Anwender.

Während Sony BMG nun versucht, seinen Ruf mit beschwichtigenden Mitteilungen und Software-Updates zu retten, gibt es schon die nächsten Hiobsbotschaften: die Player-Software auf den CDs, die den umstrittenen Rootkit-Kopierschutz mitinstalliert, telefoniert nach Hause. Die dabei übertragenen Daten wie Uhrzeit, IP-Adresse und Album-ID gäben Sony BMG die Möglichkeit, Nutzungsprofile zu erstellen. First 4 Internet, die den XCP-Kopierschutz für Sony BMG entwickelt, wiegelt jedoch gegenüber Mark Russinovich ab, dass diese Funktion lediglich der Übertragung von Bannern dient und nicht anderweitig verwendet würde.

Einige Anwender streuen derweil das Gerücht, dass nicht nur World-of-Warcraft-Schummler ihre Cheat-Software durch das Voranstellen von $sys$ vor den Dateinamen wirksam verstecken, sondern sich auch CD-Ripping-Software nach einer solchen Behandlung anstandslos nutzen ließe. Unter anderem auf Slashdot finden sich aber Berichte, dass dies so nicht funktioniert. Die Anwendungs-Blacklist des Kopierschutzes scheint trotzdem zu greifen.

Der XCP-Kopierschutz kommt laut Sony BMG übrigens nicht auf CDs zum Einsatz, die in Deutschland verkauft werden. Das Vertrauen in das Unternehmen dürfte dennoch auch hierzulande arg angeschlagen sein.

Siehe dazu auch:

    * Erste Trittbrettfahrer auf Sony BMGs Kopierschutz-Rootkit auf heise online
    * Uninstaller für Sony BMGs Kopierschutz-Rootkit auf heise online
    * Sony BMGs Kopierschutz mit Rootkit-Funktionen auf heise online


Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/65870

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Ein umstrittener CD-Kopierschutz könnte sich für Sony BMG zum finanziellen Bumerang entwickeln. In Kalifornien wurde eine Sammelklage eingereicht, zwei weitere sollen in Vorbereitung sein. In Deutschland setzt die Firma von vorn herein auf andere Konzepte.

Dem Musikkonzern Sony BMG könnte wegen seines umstrittenen CD-Kopierschutzes XCP eine ganze Reihe von Klagen drohen. Eine, berichtet die "Washington Post", wurde in Kalifornien bereits eingereicht: Die Sammelklage wirft Sony BMG vor, mit dem Kopierschutz drei kalifornische Gesetze gebrochen zu haben. Sie zielt darauf ab, Sony BMG vom Verkauf kopiergeschützter CDs abzubringen und Schadenersatz für alle Kalifornier einzufordern, deren Rechner von Sony BMGs Kopierschutz "betroffen" waren.

Durch eine Veröffentlichung in einem IT-Sicherheitsforum war Ende Oktober bekannt geworden, dass Sony BMG seine CDs in den USA teils mit einem Kopierschutz namens "XCP" verbindet, der sich ähnlich wie ein Hacker-"Rootkit" in den Tiefen des Windows-Systems verbirgt. Dieses Programm soll mit einer Reihe von Sicherheitsrisiken verbunden sein. Da Sony BMG seine Kunden auch im Rahmen der Installation nicht darüber aufklärt, was sie sich da eigentlich auf den Rechner installieren und das Programm darüber hinaus Grundfunktionen des Betriebssystems verändere oder einschränke, brandete direkt vehemente Kritik auf. Die Klage in Kalifornien war von Branchenexperten schon seit Tagen erwartet worden.

Und die könnte teuer werden, doch aus Perspektive des Unternehmens noch bedrohlicher könnten zwei weitere Klagen geraten, die zurzeit vorbereitet werden. Die eine, die von der Kanzlei des New Yorker Anwalts Scott Kamber vorbereitet wird, soll eine "Sammelklage für alle betroffenen Amerikaner" werden. Auch die kalifornische Digital-Rights-Gruppe Electronic Frontier Fundation EFF prüft die Möglichkeit einer Sammelklage. Deren italienischer Ableger hat derweil die Regierung Berlusconi gebeten, den Einsatz von "Anti-Piraterie-Software" durch Sony BMG zu überprüfen.

Deutschland: Deutliche Distanz

Noch vor Bekanntwerden der Klagen in den USA kündigte Sony BMG in Deutschland an, "im Laufe des nächsten Jahres" ein Digital Rights Management (DRM) einführen zu wollen, das "den Käufern das Kopieren von CDs ermöglicht", letztlich aber auch das uneingeschränkte Kopieren verhindern soll. Aktuelle Sony-BMG-Produktionen tragen keinen Kopierschutz. Das aber gehe auch nicht auf Dauer, wie eine Firmensprecherin gegenüber SPIEGEL ONLINE unterstrich: "Es ist doch klar, dass wir etwas machen müssen. Da muss man sich doch nur einmal die Zahlen ansehen."

Meinen könnte sie da zum einen die seit Jahren schwindenden Umsatz- und Beschäftigtenzahlen ihrer Branche, als auch die Verkaufszahlen von Musik-CDs einerseits und CD-Rohlingen andererseits. Dass die Krise der Musikindustrie durch preiswerte CD-Brenner mit verursacht wurde, wird von niemandem bestritten.

"Zum Thema 'Kopieren für den privaten Gebrauch' gab es bislang viele Missverständnisse und es herrschte große Verwirrung", so Sony-B;G-Chef Maarten Steinkamp in einer Presseerklärung. "Wir möchten es den Konsumenten ermöglichen, private Kopien anzufertigen. Es versteht sich von selbst, dass wir dies auf eine sinnvolle Art und Weise bewerkstelligen müssen und wir bitten unsere Käufer, bestimmte Kopierregeln zu akzeptieren."

Solche DRM-Verfahren würden heute schon "in den Film-, Spiele- und Softwarebranchen angewandt und akzeptiert". Steinkamp weiter: "Es ist klar, dass wir in Europa nur Technologien einsetzen, die für den Käufer sicher und fehlerfrei sind."

Sony BMG hatte nach der heftigen Kritik am XCP-Kopierschutz zwei Patches zur Verfügung gestellt. Während der eine nur die "Stealth"-Funktionen des Programmes, mit dem es sich in den Tiefen des Windows-Systems verbirgt, außer Kraft setzt, ist der andere, nur auf Bestellung erhältliche dazu gedacht, das Programm außer Funktion zu setzen. Nach Meinung mehrerer IT-Sicherheitsfirmen reicht das nicht, um die mit XCP verbundenen Sicherheitsrisiken zu unterbinden. Nicht nur die Firma Computer Associates arbeitet darum derzeit an einer Software, die den Sony-BMG-Kopierschutz direkt deinstalliert.

Quelle : www.spiegel.de

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Kollateralschaden: Sony BMGs Kopierschutz für Mac-Rechner
« Antwort #3 am: 11 November, 2005, 12:21 »
Sony BMG hat mit dem XCP-Kopierschutz von First 4 Internet das Windows-Universum gegen sich aufgewiegelt. Nun taucht auch ein Kopierschutzverfahren auf, das im Mac-Kosmos ähnliche Aufgaben wie die XCP-Software erfüllen soll. Für Mac-Systeme waren bislang so gut wie keine Trojaner und Rootkits bekannt.

Auf CDs der Sony-BMG-Tochter RCA Victor kommt US-Medien zufolge Sunncomms MediaMax-Kopierschutz zum Einsatz. Mediamax verankert sich wie XCP tief im System. Dazu installiert die Software der CDs zwei Kernel-Erweiterungen, wie Darren Dittrich auf MacInTouch meldet: PhoenixNub1.kext sowie PhoenixNub12.kext. Diese Erweiterungen sollen – ebenfalls wie von dem Windows-Kopierschutz bekannt – nur eine begrenzte Anzahl an Kopien erlauben und dazu den Medienzugriff kontrollieren.

Zwar steht der heise-Redaktion keine betroffene CD zur Verfügung, laut Produktbeschreibung kommt die Software jedoch auch auf dem Mac als harmloser CD-Player daher. Eine Start-Funktion richtet laut Dittrich die Kernelerweiterungen ein, wozu Eingabe von Username und Kennwort erforderlich ist; dabei wird aber in dem Nutzungsvertrag (EULA) auf die Installation von Software hingewiesen.

Für die Versteck-Technik unter Windows sind den Antivirenherstellern zufolge schon drei Trojaner unterwegs.

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/66044

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Offline Warpi

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Re:Kollateralschaden: Sony BMGs Kopierschutz für Mac-Rechner
« Antwort #4 am: 11 November, 2005, 12:56 »
Für die Versteck-Technik unter Windows sind den Antivirenherstellern zufolge schon drei Trojaner unterwegs.
Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/66044

War doch klar. Sollen ihre Cd's in den Regalen "verschimmeln"  ;D

Für das was da teilweise an schlechter Musik geliefert wird, auch noch Geld haben wollen.
Echt dreist. Und dann noch an MEINEM Pc rumbasteln. >:(
« Letzte Änderung: 11 November, 2005, 13:02 von transwarp »
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Die größte Fehlerquelle des PCS sitzt meist 30cm vor dem Bildschirm.

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Sony legt umstrittenen Kopierschutz auf Eis
« Antwort #5 am: 12 November, 2005, 11:35 »
Nachdem es in den letzten Tagen Kritik für das von Sony BMG eingesetzte Kopierschutz Verfahren XCP hagelte, rudert Sony nun zurück. Angeblich aus "Sicherheitsgründen" will Sony vorerst keine CDs mehr produzieren, die das XCP-Verfahren einsetzen. Die MAC-Variante mit Sunncomms MediaMax-Kopierschutz werde man jedoch nicht zurückziehen, obwohl sie ähnlich tief in MAC-OS eingreift wie XCP bei Windows.

Der XCP-Kopierschutz für Windows-Rechner verhält sich ähnlich wie ein Schädling. Die Software versteckt sich wie ein Rootkit vor dem Benutzer und lässt sich nicht ohne weiteres deinstallieren. Im Internet kursieren bereits einige Exploits, die wiederum den Kopierschutz als Tarnung verwenden. In Italien und den USA laufen bereits erste Klagen auf Schadensersatz gegen Sony. In einer Sammelklage werfen Anwender in Los Angeles dem Konzern vor, dass Sony-CDs ihre Rechner infiziert hätten.

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/66074

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Irrungen, Wirrungen rund um Sony BMGs Kopierschutz-Rootkit
« Antwort #6 am: 15 November, 2005, 14:41 »
Die Kritik an Sony BMGs Rootkit-Kopierschutz-Eskapade verstummt noch immer nicht, obwohl der Musikgigant zumindest die Windows-Version XCP nun nicht mehr einsetzen will. Weitere Entdeckungen rund um den Kopierschutz gießen Öl ins Feuer. Erste Berichte, Sony verletze mit der XCP-Software die Lizenzbestimmungen des MP3-Encoders Lame, der unter der Open-Source-Lizenz LGPL veröffentlicht wurde, ließen sich bislang aber nicht bestätigen.

Inzwischen wurde der XCP-Kopierschutz auf mehr als 47 unterschiedlichen CDs gesichtet – auch Tochterunternehmen von Sony BMG haben das Rootkit im Einsatz. Auch dass inzwischen mehr als drei Millionen CDs mit XCP-Rootkit verkauft wurden, erhitzt die Gemüter und verleitet diese zu Spekulationen, wie weitverbreitet das Sony-Rootkit wohl ist. Sony BMG hat aber nicht nur ein Kopierschutz-Eisen im Feuer, sondern lässt auch andere Unternehmen an Inhaltsmanagement-Programmen arbeiten. So findet sich auf einigen CDs die Schutzsoftware MediaMax von SunnComm, die auch auf Macs läuft und dort ein Rootkit zu installieren versucht. Unter Windows wird sie ohne Rückfragen installiert – auch bei Ablehnung der EULA – und bringt keinen Uninstaller mit. Auch MediaMax telefoniert nach Hause und kontaktiert die Server von SunnComm.

Edward Felten, Professor für Informatik an der Princeton-Universität, hat zusammen mit anderen Forschern derweil Sicherheitslücken im ActiveX-basierten Uninstaller für den XCD-Kopierschutz von Sony gefunden. Sie raten daher vor dem Einsatz der Deinstallations-Software ab, da sich das (unsichere) installierte ActiveX-Control wohl von fremden Seiten aus starten lässt. Sicherer ist die Entfernung der Software mit den Werkzeugen, die die Antiviren-Hersteller anbieten, beispielsweise mit dem rkprf-Tool von Sophos.

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Sony BMG ruft CDs mit Kopierschutz-Rootkit zurück
« Antwort #7 am: 16 November, 2005, 12:37 »
Das Plattenlabel Sony BMG reagiert weiter auf Kritik an dem auf einigen CDs installierten Kopierschutz XCP. Das Unternehmen ruft nun alle noch nicht verkauften CDs mit der Software aus den Plattenläden zurück. Kunden, die derartige Scheiben bereits gekauft haben, können diese gegen CDs ohne XCP eintauschen, schreibt Sony BMG auf seiner Website. Details des Rückrufprogramms für die CDs, die bislang nur in den USA verkauft worden sein sollen, will Sony BMG in Kürze noch bekanntgeben.

Ende voriger Woche hatte der Musikriese verkündet, die Software aus "Sicherheitsgründen" nicht mehr einzusetzen. Der XCP-Kopierschutz für Windows-Rechner verhält sich ähnlich wie ein Schädling. Die Software versteckt sich wie ein Rootkit vor dem Benutzer und lässt sich nicht ohne weiteres deinstallieren. Im Internet kursieren bereits einige Exploits, die wiederum den Kopierschutz als Tarnung verwenden. In Italien und den USA laufen bereits Klagen auf Schadensersatz gegen Sony.

Die Bürgerrechtler der Electronic Frontier Foundation hatten Sony BMG gar ein Ultimatum bis zum kommenden Freitag gestellt, bis zu dem das Plattenlabel unter anderem eine Rückrufaktion für alle CDs mit XCP, aber auch mit der Schutzsoftware für den Mac MediaMax von SunnComm starten sollte. Sony BMG "bedauert zutiefst" alle Unbill und verspricht, alles zu ihrer Beseitigung tun zu wollen. In der Mitteilung ist allerdings nur von XCP die Rede.

Sony BMG schätzt, dass 49 verschiedene Titel auf 5 Millionen CDs mit XCP ausgeliefert wurden. Zwei Millionen davon sollen verkauft worden sein. Sony BMG beteuert in seiner Mitteilung, die Musik seiner Künstler einem möglichst breiten Publikum nahebringen zu wollen. Das Unternehmen werde fortfahren, neue Wege zu erkunden, wie die Verbraucher "flexibel" ihre Musik anhören können.

Mittlerweile mehren sich auch die Analysen, die darauf hinweisen, dass Sony BMG beziehungsweise der Hersteller First 4 Internet bei dem XCP-Kopierschutz tatsächlich Code des Open-Source-Encoders Lame benutzt hat. Lame steht unter der freien Software-Lizenz LGPL, deren Bestimmungen durch die Art der Lame-Nutzung von Sony BMG nicht eingehalten würden.

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/66237

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Offline Jürgen

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Re:SonyBMGs "Schnüffel"-DRM: Wie man sich unbeliebt macht
« Antwort #8 am: 16 November, 2005, 15:39 »
Na, wer verstösst denn jetzt wirklich und gewerblich gegen geltendes Copyright ? ? ?

Kommt Sony BMG dann in diesen netten Knast aus der Fernseh-Propaganda, inklusive Bücken nach der Seife  :o
Oder gilt Urheberrecht etwa nur für jugendliche Raubkopierer mit knackigem Achtersteven  ::)
Kein Support per persönlicher Mitteilung!
Fragen gehören in's Forum.

Veränderungen stehen an. Dies ist der bisherige Stand:
28,x°,23.5°,19,2°,13°Ost
,1mØ Multifeed, mit Quattro LNBs; Multiswitches 4x 5/10(+x) - alle ohne Terrestrik und modifiziert für nur ein 12V DC Steckernetzteil (Verbrauch insgesamt 15 Watt)
1mØ mit DiSEqC 1.3/USALS als LNB2 an DVB-S2 STB, aktuell 30°W bis 55°O
1.) FM2A88X Extreme6+, A8-6600K (APU mit 4x 3,9 GHz und Radeon HD8570D), 16GB DDR3 1866, 128GB SSD, 3TB HDD, Win10 x64 Pro 1909 / 10.0.17763.107, Terratec T-Stick Plus (für DAB+), Idle Verbrauch ca. 35 Watt
2.) FM2A75 Pro 4, A8-5600K (APU mit 4x 3,6 GHz und Radeon HD7530D), 8GB DDR3 1600, 128GB SSD, 2TB HDD, Win10 x64 Pro, Idle Verbrauch ca. 45 Watt
3.) Raspberry Pi 512MB u.a. mit Raspbian
4.) GA-MA770-UD3, Phenom II x4 940, 8GB DDR2, Radeon HD6570, 2TiB, USB 3.0, 10 Pro x64 (+ XP Pro 32bit (nur noch offline)), Ubuntu 10.4 64bit, Cinergy S2 USB HD, NOXON DAB+ Stick, MovieBox Plus USB, ...

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Angeblich auch GPL-Code in Sony BMGs Rootkit
« Antwort #9 am: 18 November, 2005, 12:22 »
Hinweise auf Code unterschiedlicher GPL- und LGPL-Software entdeckt

Hinweise, dass Sony BMGs Rootkit Code der LGPL-Software Lame enthält, gibt es schon seit einigen Tagen. Doch zusätzlich scheint das auf Musik-CDs eingesetzte DRM-System XCP auch noch Code aus GPL-lizenzierter Software zu enthalten, wie einige Entwickler festgestellt haben wollen.

Ein finnischer Student hatte bereits darauf aufmerksam gemacht, dass das DRM-System XCP Code des MP3-Encoders Lame enthält. Dieser unterliegt den Bestimmungen der LGPL, die das statische Linken gegen Closed-Source-Software untersagt.

Sebastian Porst will mit Hilfe anderer Entwickler und der Firma Sabre Security zudem Code der mpglib im Kopierschutzsystem entdeckt haben. Dieser ist ebenfalls unter der LGPL lizenziert. Vermutlich sind diese Teile in die von First 4 Internet entwickelte Software geraten, da auch Hinweise auf mpg123 gefunden wurden. Ob noch mehr Teile aus mpg123, außer der mpglib, enthalten sind, steht derzeit noch nicht fest. Der mpg123-Player selbst unterliegt der GPL.

Des Weiteren ist laut Porst Code des "Freeware Advanced Audio Coder" (FAAC) enthalten, einem freien AAC-Encoder, der ebenfalls den Bestimmungen der LGPL unterliegt.

Porst will auch Hinweise darauf gefunden haben, dass First 4 Internet die GPL verletzt, denn XCP verwende Code des VideoLAN-Projektes. Dazu gehöre auch die Funktion DoShuffle aus der Datei drms.c, die von Jon Lech Johansen, dem Entwickler des DeCSS-Codes, und Sam Hocevar stammt. Dabei gibt es zwar Abweichungen, diese könnten aber auf unterschiedliche Versionsnummern zurückzuführen sein, so Porst.

Sony BMG hat mittlerweile begonnen, CDs mit dem XCP-Schutz aus dem Handel zu nehmen. Angeblich will man nichts von den enthaltenen Rootkit-Funktionen gewusst haben, da für die Entwicklung ausschließlich die Firma First 4 Internet zuständig war. Inwiefern die Hinweise auf GPL- und LGPL-Code nun noch Konsequenzen für Sony BMG oder First 4 Internet haben werden, bleibt abzuwarten. Der Code soll auf jeden Fall weiter untersucht werden, um eventuell noch andere Lizenzverstöße aufzudecken, verkünden Porst und seine Mitstreiter.

Quelle und Links : http://www.golem.de/0511/41731.html

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Re:Angeblich auch GPL-Code in Sony BMGs Rootkit
« Antwort #10 am: 18 November, 2005, 18:45 »
Vermutlich sind diese Teile in die ... Software geraten
Das ist eine sehr seltsame Umschreibung von Diebstahl.
"Ich weiss überhaupt nicht, wie diese Juwelen in meine Hosentasche gekommen sind, Herr Richter, ich bin doch kein Dieb..."  ::)
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Drama um Sony BMGs Kopierschutz-Rootkit nimmt kein Ende
« Antwort #11 am: 20 November, 2005, 14:45 »
Während Sony BMG darauf bedacht ist, den im Rahmen des XCP-Rootkit-Dramas entstandenen Schaden zu minimieren, droht dem Musikriesen durch neue Analysen des Rootkit weiteres Ungemach. Zunächst hieß es, das mit einer Vielzahl von Sony BMGs Audio-CDs ausgelieferte Rootkit enthalte Teile der unter der freien Software-Lizenz LGPL veröffentlichten Audio-Encoder LAME und FAAC. Nun wurden auch Spuren einer unter der strengeren GNU Public License (GPL) selbst veröffentlichten Software in dem Rootkit entdeckt. So soll die von First 4 Internet (F4I) entwickelte Kopierschutz-Software eine Routine des VideoLAN Media Player (VLC) enthalten. Tatsächlich weist der F4I-Code Übereinstimmungen mit der Funktion DoShuffle in der Datei demux/mp4/drms.c des VLC-Quellverzeichnisses auf, die "CSS-Knacker" Jon Lech Johansen zu VLC beisteuerte, um Apples FairPlay-DRM zu überwinden. Die GPL erfordert es zwingend, dass Anbieter, die Teile GPL-lizenzierter Software in ihren Programmen verwenden, diesen die GNU-Lizenzvereinbarungen beilegen und den kompletten Quellcode der Software verfügbar machen müssen.

Darüber, was der (L)GPL-lizenzierte Code überhaupt in dem Rootkit zu suchen hat, kann man nur spekulieren. Sony BMG dürfte indes nicht nur einen finanziellen Schaden durch die Misere erleiden. Käufer werden in nächster Zeit vermutlich zweimal überlegen, ob sie eine CD des Labels kaufen. Da hilft es dem Musikriesen wenig, die Schuld für das Drama beim DRM-Zulieferer F4I zu suchen.

Derweil versucht Sony BMG, den Ärger der Käufer zu mildern. Im Rahmen der Rückrufaktion für XCP-CDs können die Kunden ihre Scheiben nicht nur gegen Rootkit-freie Discs tauschen lassen. Auf Wunsch erhalten sie außer der neuen CD auch einen Link zum Download der Songs im MP3-Format. Damit den Kunden nicht auch noch zusätzliche Kosten entstehen, können sie im Zuge des Austausches vorfrankierte UPS Shipping Label ausdrucken. Amazon.com-Kunden dürfen ihre XCP-CDs laut einer Mail vom Kundenservice des Internet-Versandhauses als "defekt" markiert zurückschicken.

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/66423

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Sony BMG: "Wir haben uns blamiert"
« Antwort #12 am: 21 November, 2005, 10:59 »
"Sony BMG hat sich nicht nur ziemlich, sondern sehr blamiert", räumte Europa- und Deutschland-Chef Maarten Steinkamp im Interview mit der Welt ein. Aber der Ansatz, "die freie Verfügbarkeit unserer Musik auf irgendeine Art und Weise regulieren zu wollen", sei richtig. Damit reagierte Steinkamp auf den Wirbel um das Kopierschutz-Rootkit seiner Firma für Musik-CDs, der am Wochenende eine Fortsetzung erfuhr. Steinkamp betonte in dem Interview, dass sein Unternehmen kein Produkt mit diesem Kopierschutzsystem produziert habe und auch kein solches produzieren werde.

Anfang November ging es zunächst darum, dass Sony BMG eine Software einsetzt, die sich vor neugierigen Blicken versteckt und potenzielle Sicherheitslöcher reißt. Dann hieß, das mit Audio-CDs ausgelieferte Rootkit enthalte Teile der unter der freien Software-Lizenz LGPL veröffentlichten Audio-Encoder LAME und FAAC. Und schließlich wurden auch Spuren einer unter der strengeren GNU Public License (GPL) selbst veröffentlichten Software in dem Rootkit entdeckt.

Dessen ungeachtet meint Steinkamp, "der Blues ist vorbei". In den kommenden zwei Jahren werde sich im Musikmarkt mehr ändern als in den vergangenen 20 Jahren. Es gebe "teils verrückte" Geschäftsideen, die langsam marktrelevant würden. "Statt bloß die Pfründe zu wahren, besinnen wir uns gerade auf unseren eigentlichen Geschäftssinn. Wir müssen wieder Entrepreneure werden!" Steinkamp bekräftigte bei dieser Gelegenheit die auch kürzlich von EMI erneuerte Forderung nach flexiblen Preisen im iTunes Music Store von Apple. "Wir wollen flexible Preise. Angefangen von 79 Cent bis zu 1,29 oder 1,49 Euro. Und wenn Apple-Chef Steve Jobs sagt, wir seien gierig, ist das Quatsch. Er kann die Preise nicht diktieren." iTunes Australien sei daher ohne Sony BMG gestartet.

Weiter legte Steinkamp dar, Sony BMG habe in Deutschland nach der Restrukturierung die Renditeschwäche abgelegt. "Wir konnten die Rendite in Schwung bringen und machen dieses Jahr 15 Prozent." Im Jahr 2003 habe die Rendite dagegen nur 1,5 Prozent betragen. Sony BMG schließt gerade das erste volle Geschäftsjahr nach der Fusion ab. Laut Steinkamp erwirtschaftete die Musikfirma in diesem Jahr hierzulande 25 Prozent mehr Gewinn als Sony Music und BMG 2004 zusammengerechnet. Genaue Gewinnangaben machte er nicht. Sony BMG hatte sich in der Vergangenheit von zahlreichen Künstlern und Mitarbeitern getrennt.

Dagegen zeigte sich Steinkamp enttäuscht von der Umsatzentwicklung. "Sony BMG macht 2005 weniger Umsatz, als wir uns erhofft haben." Das Münchner Unternehmen schneide mit einem Jahresumsatz für 2005 in Höhe von 320 Millionen Dollar um 15 Prozent schwächer ab als geplant. Steinkamp führte dies vor allem auf Verzögerungen wichtiger Veröffentlichungen seiner Stars zurück. Damit erreiche Sony BMG einen deutschen Marktanteil von 22 Prozent. Steinkamp kündigte an, im kommenden Jahr 25 Prozent Marktanteil schaffen zu wollen.

Quelle : www.heise.de

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Re:SonyBMGs "Schnüffel"-DRM: Wie man sich unbeliebt macht
« Antwort #13 am: 21 November, 2005, 16:38 »
Eigentlich ist das Ganze ziemlich einfach:

Werte Grosskonzerne,

bringt endlich wieder mehr interessante Alben heraus, zu fairen Preisen, ohne Angriffe auf unsere Systeme und voll kompatibel zu unseren alten wie neuen Geräten.
Und stellt Leute ein, in den Ländern, in denen Ihr verkaufen wollt, anstatt immer mehr 'rauszuschmeissen und arbeitslos zu machen !
Dann werden wir, im Rahmen unserer Möglichkeiten, auch gern' wieder mehr kaufen.

Alben mit eingebauter Sabotage werden vermehrt dazu führen, dass man eben nicht kauft, sondern sich nach Geripptem umsieht, um seine Computer nicht versaut zu kriegen, bzw. um auch am PC oder im Auto oder am MP3-Player oder Walker in anständiger Qualität und zu jeder Zeit hören zu können.

Es gibt schon etliche Leute, die ihre ehrlich gekaufte Musik trotzdem nochmal aus dem Netz ziehen, weil das Original alles mögliche verweigert...

Selbst schuld, wenn das dann ungeahnte Ausmasse annimmt  ::)

Völker sind nicht nur zum Ausplündern und Kahlfrass durch Euch Heuschrecken da ! ! !
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Re:SonyBMGs "Schnüffel"-DRM: Wie man sich unbeliebt macht
« Antwort #14 am: 21 November, 2005, 16:54 »
Und hier macht sích gleich noch einer unbeliebt ... >:(

-------------

RIAA-Präsident zeigt Verständnis für Sony BMGs Kopierschutz-Rootkit

Cary Sherman, Präsident der Recording Industry Association of America (RIAA), hat Verständnis für die technischen Maßnahmen des Plattenlabels Sony BMG zur Vermeidung von unerlaubten CD-Kopien geäußert. Das Unternehmen habe nicht gewusst, dass sein Kopierschutz-Rootkit für Sicherheitsprobleme sorgen könne. Es habe sich entschuldigt, die Produktion der betreffenden CDs gestoppt und diese vom Markt genommen. Das wirke auf ihn sehr verantwortungsvoll, sagte er laut des studentischen Pressedienstes Collegiate Presswire (CP Wire) in einem Chat mit Nachwuchsjournalisten.

Sherman nimmt an, es gebe häufig Vorfälle mit unzulänglicher Software und bezweifelt, ob andere Unternehmen ähnlich konsequent wie Sony BMG handeln würden. Eine Technik zum Schutz des geistigen Eigentums sei an sich nichts Besonderes. Man könne beispielsweise nicht einfach eine Windows-Kopie oder irgendeiner anderen kommerziellen Software erstellen. Ebenso sei es mit Videospielen und Filmen. "Warum sollte es bei CDs anders sein?", fragte Sherman rhetorisch. Doch hier seien sogar bis zu drei Kopien für den persönlichen Gebrauch zugelassen. Die Verbreitung illegaler Kopien könne nicht verhindert werden, aber man könne durch technische Vorkehrungen abschrecken.

Auf den Einwand, es habe sich gezeigt, dass immer neue Wege gefunden würden, um technische Kontrollen zu umgehen, meinte Sherman, die Geschichte habe gezeigt, dass es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen weiterhin Banküberfälle oder Ladendiebstähle gebe. Das bedeute aber nicht, man solle den Räubern und Dieben etwas kostenlos geben, für das andere bezahlen. Plattenfirmen versuchten, den Menschen zu geben, was sie sich wünschten, und das heute auf mannigfaltigere Weise als früher. Zudem sei es möglich, sich jederzeit auch einzelne Musikstücke zu kaufen.

In diesem Zusammenhang versprach Sherman einen weiteren Ausbau der Online-Angebote. Dies sieht der RIAA-Präsident auch als beste Möglichkeit, gegen Filesharing mit illegalen Kopien vorzugehen. Denn, so Sherman, sowohl die Online- als auch die physische Verbreitung werde fortschreiten. Daher sei es am besten, den Musikenthusiasten eine bessere, legale Alternative zu bieten. Durch das Urteil des Obersten Gerichtshofes im Verfahren der Unterhaltungsindustrie gegen Grokster und Streamcast Networks habe sich die Ausgangsposition für solche Angebote verbessert, auch dadurch, dass nun solche Plattformen wie i2hub vom Netz genommen würden.

Sherman sieht keine besondere Härte darin, von Studenten, die über i2hub Filesharing betrieben haben, Bußgelder zu verlangen. Viele Studenten würden ihre illegalen Aktivitäten damit rechtfertigen, dass sie sich den Kauf von Musik nicht leisten könnten. Dabei habe es früher genügend Studenten gegeben, die sich von ihrem hart erarbeiteten Geld in einem Musikgeschäft auf einem Campus Platten gekauft hätten. Von diesen Läden seien nun nicht mehr viele übrig geblieben.

Quelle : www.heise.de
« Letzte Änderung: 21 November, 2005, 16:55 von SiLencer »

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