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Browsermarkt: Nach Feierabend liegt Firefox vorn
« am: 06 Dezember, 2006, 20:59 »
Wer hat in der Welt der Internet-Browser wirklich die Nase vorn - und wer hätte es, wenn es so etwas wie freie Wahl wirklich gäbe? Am Beispiel von Browsern und Betriebssystemen lässt sich zeigen, aus welchem Stoff Dominanzen gemacht sind - und wann sie gelten.

Aktuellen Schätzungen zufolge beherrscht das amerikanische Unternehmen Microsoft den Markt für Computer-Betriebssysteme zurzeit mit rund 90 Prozent. Kritiker glauben, dies sei vor allem eine kaufmännische Leistung: Es sei dem " zuweilen umstrittenen Talent von Gründer Bill Gates zur Eroberung von Märkten" geschuldet, wie die Wikipedia schreibt, dass Microsoft eine derart marktbeherrschende Rolle einnehme. Verteidiger des Unternehmens verweisen hingegen auf die Effektivität und Leistungskraft der Firma.

Die faktische Monopolstellung Microsofts kann man nicht wegdiskutieren. Egal, ob Anhänger von Apple nun darauf verweisen, dass die Firma aus Cupertino angeblich schönere oder bessere Produkte herstellt; egal, dass Linux-Fans auf die angeblich höhere Zuverlässigkeit und Sicherheit ihres Operating Systems (OS) hinweisen - den großen Erfolg am Markt hat Microsoft. Bisher ist es keinem Konkurrenten gelungen, daran viel zu ändern. Bleibt die Frage zu klären, woran das liegt: Vielleicht ist es ja einfach so, dass die Kunden mit den ihnen gebotenen Produkten zufrieden sind und sich gar keine Alternativen wünschen?

Für einen sehr großen Teil des Publikums gilt das mit Sicherheit. Dass es aber auch andere Gründe gibt, lässt sich aus den aus dem Web-Verkehr generierten Statistiken schließen: Jede größere Webseite hat eine statistische Seitenabruf-Erfassung, bei der die von Browsern mit übermittelten Minimalinformationen über den jeweils benutzten Web-Browser und das zugrundeliegende Betriebssystem mit erfasst werden können.

Und siehe da: Auffällig sind vor allem starke Schwankungen bei den benutzten Browsern und Betriebssystemen zwischen Wochentagen und Wochenenden. Das sieht auf jeder Webseite etwas anders aus, weil es von der Art des Publikums abhängt: Die Webseite eines Linux-Magazins mag da Linux-Varianten als Mehrheits-OS ausweisen und Konqueror als häufigsten Browser. Bei einem Publikumsangebot wie SPIEGEL ONLINE sieht so eine Statistik (basierend auf rund 320 Millionen Seitenaufrufen im Monat) etwas anders aus. Auch SPIEGEL ONLINE kann dabei natürlich keine Repräsentativität beanspruchen, dürfte einem repräsentativen Durchschnitt aber in Anbetracht der Größe des Samples relativ nahe kommen.

Was man aus dem direkten Vergleich der Wochenend- und Wochentagsstatistiken von SPIEGEL ONLINE schließen kann, lässt sich für Browser in drei knackigen Thesen darstellen:

    * Mozillas Firefox ist Marktführer auf privaten PCs
    * Microsofts Internet Explorer ist Marktführer im Büro
    * Microsofts Marktmacht schwindet nach Feierabend


Wie man zu diesen Schlüssen kommt, ist einfach zu dokumentieren: Sie sind nichts als die Beschreibung der aus den Statistiken ablesbaren Zahlen. Neu ist vor allem, dass Firefox seit kurzem die Nase vorn hat, also der am häufigsten genutzte Browser ist, sobald die Bürosurfer wegfallen. Eine Führungsposition des Microsoft Internet Explorers korreliert in unseren Statistiken hingegen mit einem hohen Anteil von genutzten Windows-2000-Betriebssystemen - ein klarer Indikator dafür, dass es die EDV-Abteilungen der Unternehmenswelt sind, die die Marktdominanz des MSIE in Deutschland stützen.

Einblick in die Statistiken

Klar zeigt sich aber auch, dass Computernutzer zu Hause das Betriebssystem nutzen, das sie von der Arbeit her kennen. Das ist in aller Regel (wochentags über 90 Prozent, am Wochenende über 88 Prozent) ein Windows-System.

Für alle Zeiten zementiert muss diese seit langem bestehende Marktdominanz jedoch nicht sein, sie ist möglicherweise auch dadurch bedingt, dass es an für die breite Öffentlichkeit sichtbaren plausiblen Alternativen mangelt. Bestehen solche Alternativen und werden als vorteilhaft wahrgenommen, werden sie offensichtlich auch genutzt. Der rasante Aufstieg der einst als Außenseiter angetretenen Mozilla-Browser gegen den einst übermächtigen MSIE zeigt das mehr als deutlich - auch wenn die Leserschaft von SPIEGEL ONLINE wohl nicht als repräsentativ für das gesamte deutsche Netzvolk angesehen werden kann.

Quelle : www.spiegel.de

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