Autor Thema: Mozillas Manifest für ein besseres Internet  (Gelesen 2960 mal)

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Mozillas Manifest für ein besseres Internet
« am: 14 Februar, 2007, 13:57 »
10 Prinzipien für ein offenes, zugängliches und das Leben bereicherndes Internet

Das Internet soll Teil einer offenen, zugänglichen und das Leben der Menschen bereichernden Infrastruktur sein, so zumindest beschreibt es die Mozilla-Foundation in ihrem "Manifest". Darin verpflichtet sich die Stiftung, ihren Teil zu dieser Vision beizutragen.

Mozilla-Präsidentin Mitchell Baker hat zusammen mit einigen Mozilla-Entwicklern begonnen, ein Ziel für das Projekt zu definieren, denn es gehe Mozilla um mehr als nur darum, eine neue Firefox-Version zu entwickeln. Das Mozilla-Manifest soll vielmehr ein langfristiges Ziel für das Internet formulieren, an dem die Mozilla-Stiftung mitwirken soll. Es soll aber zugleich eine Einladung an Dritte darstellen, die ähnliche Ideen teilen.

Zunächst einmal liegt ein erster Entwurf des Mozilla-Manifestes vor, der als Diskussionsgrundlage dienen soll. Kern des Manifestes sind zehn Prinzipien, an denen sich die Mozilla Foundation orientieren will.

   1. Das Internet ist ein integraler Teil des modernen Lebens - eine Schlüsselkomponente in Sachen Bildung, Kommunikation, Zusammenarbeit, Geschäftsleben, Unterhaltung und der Gesellschaft als Ganzem.
   2. Das Internet ist eine globale öffentliche Ressource, die frei zugänglich bleiben muss.
   3. Das Internet sollte das Leben eines jeden Menschen bereichern.
   4. Die Sicherheit des Einzelnen im Internet ist fundamental und kann nicht behandelt werden, als wäre sie optional.
   5. Jeder Einzelne muss die Möglichkeit haben, seine eigene Erfahrung mit dem Internet zu sammeln.
   6. Die Effektivität des Internets als öffentliche Ressource beruht auf Interoperabilität (Protokolle, Daten, Datenformate und Inhalte), Innovation und einer dezentralen Teilnahme weltweit.
   7. Freie Software und Open Source fördern die Entwicklung des Internets als öffentliche Ressource.
   8. Transparente, auf Gemeinschaften basierende Prozesse fördern eine Teilnahme, Verantwortung und Vertrauen.
   9. Kommerzielles Engagement an der Entwicklung des Internets bringt viele Vorteile; entscheidend ist eine Ausgewogenheit zwischen kommerziellen Zielen und dem öffentlichen Interesse.
  10. Den öffentlichen Nutzen des Internets zu vergrößern, ist ein wichtiges Ziel, das es wert ist, Zeit, Aufmerksamkeit und Hingabe zu investieren.

Ihrerseits verspricht die Mozilla Foundation, die Prinzipien des Mozilla-Manifestes mit ihren eigenen Aktivitäten zu unterstützen. Dazu zählt unter anderem die Entwicklung von Open-Source-Technologien und "großartiger" Produkte für Endkunden ebenso wie die Nutzung der eigenen Urheber- und Markenrechte, Reputation und finanzieller Mittel, um dafür zu sorgen, dass das Internet eine offene Plattform bleibt.

Quelle : www.golem.de
« Letzte Änderung: 06 März, 2010, 21:05 von SiLæncer »

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Mozilla: Der Traum der nächsten 100 Jahre
« Antwort #1 am: 06 März, 2010, 21:05 »
Mozilla möchte mit dem Drumbeat-Projekt den Grundstein für die kommenden 100 Jahre des Internets legen.

Mozilla hat es sich nicht nur zur Mission gemacht, einen Browser zu entwickeln, der den Internet Explorer übertrumpfen kann. Laut Mitchell Baker, der Gallionsfigur der Mozilla Foundation, ist die eigentliche Mission, gewisse Qualitäten in das menschliche Erleben des Internets einzubringen. "Wir haben einen vernünftigen Ansatzpunkt mit dem Browser und Firefox ist für die unmittelbare Zukunft wichtig. Aber wir haben mit der Kontrolle seitens der Nutzer gerade erst angefangen." Kryptische Worte.

Laut dem Geschäftsführer der Mozilla Corporation, Mark Surman, sieht diese Mission vor, das Netz offener zu gestalten. Dies soll dadurch erreicht werden, dass technische, wirtschaftliche und kulturelle Drosseln entfernt werden und dafür mehr Otto Normalverbraucher und nicht nur Techniker sich darum Gedanken machen, wie sich das Internet in den nächsten 100 Jahren entwickeln wird.

Ein Mittel zu dieser umfassenden Veränderung soll das von Surman geleitete Projekt Drumbeat sein. Nach eigener Beschreibung handelt es sich dabei um eine globale Community von Mozilla-Anhängern, die Webtechnologie auf neue Art und Weise verwenden, um ihr online-Leben zu verstehen, an ihm teilzunehmen und die Kontrolle darüber zu haben.

Zu den Initiativen des Drumbeat-Projekts gehört ein Satz von unabhängigen Programmen, die OpenWeb-Technologien wie HTML 5 verwenden. Wenn Schüler oder Studenten damit arbeiten, soll ihre Arbeit durch ein Peer Rating System bewertet werden, das über die üblichen Microsoft- oder Cisco-Zertifikate hinausgeht, stellt Surman sich vor.

Abgesehen vom Programmieren von Anwendungen ist es aus Mozillas Sicht auch notwendig, Einverständniserklärungen zu entwickeln, die der User lesen und verstehen kann, bevor er sich bei einem Dienst anmeldet, anstatt diese einfach durchzuscrollen und auf "Ja" zu klicken. Damit sollen Menschen die Kontrolle über ihre digitale Identität erhalten und sich frei innerhalb der Cloud bewegen können. Sie sollen sich nicht einfach nur anmelden und ihre Daten an einige IT-Giganten wie Microsoft, Google, und Facebook abtreten müssen. Mozilla denkt dabei auch über ein Piktogrammsystem nach, das den Anwender schnell über die Beitrittsbedingungen des Dienstes aufklärt, damit er wirklich ein informiertes Einverständnis geben kann.

Um allerdings Anwender in dieser Form dazu zu bringen, Verantwortung für sich als User und das Internet als Kulturraum zu übernehmen, sind sowohl technische als auch nicht-technische Projekte notwendig.

Im technischen Bereich möchte Mozilla nicht nur den Kerker proprietärer Technologien im Netz aufbrechen. Man möchte auch anbieterspezifische, proprietäre Unterrichtsmethoden ablösen, die nur dafür sorgen sollen, dass geschlossene Technologien wie .NET, Flash und Cisco Router die tragenden Säulen des Internets bleiben. Damit würden andere Anwender systematisch ausgeschlossen. Surman plant deshalb Universitätskurse in HTML 5, Cascading Style Sheets und JavaScript sowie Kurse, die Mozillas Canvas näherbringen sollen. Daraufhin sollen Entwickler und ihre Arbeit dann von den Käufern und Verkäufern ihrer Technologie bewertet werden.

Das Pilotprojekt dieses noch in der Entwicklung begriffenen Vorhabens fand im vergangenen Jahr statt. Mozilla richtete für ein Semester eine peer-to-peer-Universität für 100 Studenten ein. Letzten Monat wurde ein zweites Semester angeschlossen und weitere sollen im Zweimonatstakt folgen. Die Idee erhielt Unterstützung von der US-amerikanischen Hewlett Foundation, die sich unter anderem der Bildungsverbesserung für Schüler und Studenten verschrieben hat.

Bei Mozilla ist man sich darüber bewusst, das es sich bei Drumbeat um ein Langzeitprojekt handelt. Surman gibt sich jedoch in Bezug darauf entspannt: "Es ist nicht schwierig zehntausende dazu zu bringen, sich zu beteiligen - sie klopfen bereits an die Tür. Und sie werden ihren Freunden, Nachbarn und Kollegen davon erzählen. Das wiederum wird Menschen helfen, die den Unterschied zwischen Firefox, Internet Explorer und Chrome nicht kennen. Sie sind die Anwender, die in den nächsten 5 bis 10 Jahren dazukommen und das wird das nächste Level im Spiel werden."

Quelle : www.gulli.com

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Die klassische Methode beim Login auf geschützten Webseiten nimmt meist den Weg über eine E-Mailabfrage mit Passwortcheck, begleitet wird der Nutzer dabei häufig von einer Reihe zu bestätigenden Dialogfeldern. Auch die Variante, bei der Login und Identitätsmanagement ausgelagert werden (Yahoo, Facebook und Google bieten das zum Beispiel über OpenID an) ist verbreitet – neben aufwendiger Implementierung kommen dann noch die Abhängigkeit vom Anbieter (Vendor Lock-in) und Datenschutzbedenken hinzu.

Mozilla will das Verfahren jetzt mit einem eigenen Standard deutlich vereinfachen. BrowserID soll auf allen Seiten einheitlich funktionieren. Es verspricht dem Nutzer laut der Mozilla-Foundation eine "One-click Experience", ohne zusätzliche Verifikation. Voraussetzung ist lediglich eine einmalig für das Prozedere bestätigte E-Mailadresse.


Technisch liegt dem neuen Verfahren Mozillas Verified Email Protocol zugrunde. Anstatt ein neues Token für die Authentifizierung einzuführen, sollen Nutzer sich dabei über ihre bekannte E-Mailadresse einloggen können. Die Webseite verifiziert Adresse und deren rechtmäßigen Besitzer anschließend über ein Public-Key-Verschlüsselungsverfahren.

Die Idee dahinter ist, dass der "Proof of Control" bei Mailadressen besseren Authentifizierungsmechanismen unterliegt als eine einfache Benutzername/Passwort-Kombination. Vereinfacht ausgedrückt macht es sich das Protokoll zunutze, dass Hoster, die die E-Mailadressen bereitstellen, bereits über die nötige Infrastruktur zum Überprüfen der jeweiligen Identität verfügen (hier: zu gewährleisten, dass ein Mailkonto einem bestimmten Nutzer zugewiesen ist). Im Vergleich zu anderen Sign-in-Systemen würde BrowserID keinerlei Informationen über die von Nutzer besuchte Seite an den Server übertragen (auch nicht an den BrowserID-Server), was einen weitestgehend anonymen Zugriff erlauben soll.

Das Login-Verfahren soll browserübergreifend funktionieren, unter anderem würden auch die aktuellen Versionen des Internet Explorers und verschiedene mobile Browser vom aktuellen Prototyp unterstützt. Noch setzt das System dabei auf ein per HTML und JavaScript realisiertes Verfahren, Mozilla rechnet jedoch damit, dass BrowserID künftig auch direkt vom Browser unterstützt werde.


Noch ist das System in einem experimentellen Status. Entwickler können sich jedoch schon jetzt anhand eines Tutorials mit BrowserID vertraut machen. Eine erste Beispielimplementierung gibt es unter myfavoritebeer.org – auf der Webseite lässt sich der Name des Lieblingsbieres in der Cloud speichern (sodass man sich in Zeiten der Not weltweit seine Lieblingssorte in Erinnerung rufen kann). Wenn das System beim Nutzer ankommt, könnte es langfristig die verschiedenen, bisher bekannten Sign-in-Verfahren wie OpenID und Co konsolidieren.

Quelle : www.heise.de

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Mozilla Persona: Ein Login fürs ganze Web
« Antwort #3 am: 28 September, 2012, 11:46 »

Login mit Persona alias BrowserID
(Bild: Mozilla)
Mozillas Logindienst Persona alias BrowserID geht in die Betaphase. Persona soll die Anmeldung im Web vereinfachen, so dass Nutzer nur noch ein Passwort benötigen, ohne dabei Kompromisse in Sachen Datenschutz oder Privatsphäre machen zu müssen.

Dabei legt ein Nutzer schon bei der Anmeldung an einer Website fest, wie lange das Login gültig sein soll, beispielsweise nur für die aktuelle Sitzung oder für einen Monat. Danach ist jeweils eine neue Anmeldung via Persona erforderlich.

Offen und verteilt

Persona ist zudem als offener und verteilter Dienst konzipiert: Jeder kann seinen eigenen Identitätsprovider hosten oder einen solchen Dienst von anderen in Anspruch nehmen. Mozilla stellt dabei den Browser in den Mittelpunkt: Dieser holt die notwendige Bestätigung der E-Mail-Adresse vom E-Mail-Provider ein und stellt sie dann den einzelnen Websites zur Verfügung. Websites, die Persona unterstützen, müssen keine Passwörter mehr speichern, die gegebenenfalls in falsche Hände geraten könnten.


Video: Mozilla startet Betaphase von Personas (1:09)

Letztendlich wird mit Persona der Browser zum Identitätsprovider, muss also keinen weiteren Server anfragen. Das aber setzt voraus, dass Persona direkt in den Browser integriert ist, was zum Start der Beta derzeit noch bei keinem Browser der Fall ist.

Vorerst werden die für Persona notwendigen Schnittstellen daher über eine Javascript-Bibliothek im Browser abgebildet, die Mozilla zur Verfügung stellt. Dadurch ist bei der Anmeldung bei einer Website derzeit noch der Umweg über einen Login-Server notwendig. Das aber soll sich in Zukunft ändern.

Die derzeit zur Anmeldung via Persona notwendige Javascript-Bibliothek wird von den Websites eingebunden, die die Anmeldung über Persona erlauben. So kann Persona schon heute in allen größeren Browsern auf dem Desktop, Tablet und Smartphone genutzt werden. Größte Ausnahme ist der Internet Explorer in den Versionen 6 und 7.

Video: Login mit Mozilla Persona (1:14)

Einfach für Entwickler

Mit dem Start der Betaphase von Persona hat Mozilla die entsprechenden APIs als stabil deklariert, sie sollen sich also nicht mehr stark ändern. Zudem soll die von Mozilla für Persona betriebene Infrastruktur hochverfügbar und stabil laufen.

Für Webentwickler soll es sehr einfach sein, die Anmeldung per Persona in die eigene Website zu integrieren. Dazu hat Mozilla in den vergangenen Monaten das API von Grund auf neu entwickelt und diverse von Entwicklern geforderte Funktionen integriert. Das sogenannte Observer API ersetzt das bisher verwendete API navigator.id.get(), das aber weiterhin unterstützt wird.

Unter anderem sorgt das Observer API dafür, dass ein Nutzer, der sich neu bei Persona anmeldet, nach der kurzen Prozedur direkt auf der zunächst angesurften Website landet und dort eingeloggt ist. Zudem können Websites im Login-Dialog nun ihren Namen, ihr Logo sowie Links zu den Nutzungsbedingungen anzeigen.

Ein großer Vorteil des neuen APIs für Nutzer besteht darin, dass sie sich mit einem Klick bei allen Websites wieder abmelden können. Das gilt dann für alle mit Persona verknüpften Geräte.

Der aktuellen Betaversion von Persona sollen noch weitere folgen, der Dienst kann aber ab sofort regulär verwendet werden, so Mozilla. Nutzer können sich unter persona.org anmelden. Entwickler finden eine umfangreiche Dokumentation im Mozilla Developer Network.

Quelle: www.golem.de
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Mozillas Popcorn Maker remixt Webvideos
« Antwort #4 am: 12 November, 2012, 19:20 »
Mozilla hat im Rahmen seines Webmaker-Projekts den Popcorn Maker veröffentlicht – ein webbasierter Richmedia-Editor, mit dem man zeitgesteuert beispielsweise Texte, Bilder, Twitter-Feeds, Karten oder Wikipedia-Einträge über Webvideos legen kann. Außerdem kann man das darunter liegende Video pausieren, Teile als Schleife abspielen oder Teile überspringen.


All das erledigt man bequem per Drag & Drop in die an ein Videoschnittprogramm angelegte Bedienoberfläche, die komplett auf HTML, CSS sowie JavaScript aufbaut und somit als Web-App in jedem aktuellen Browser laufen sollte. Einzelne "Events" (Text, Popup, Google Maps, Twitter, Bilder, Pause et cetera) zieht man auf Spuren (Layer), passt die vorbelegten Parameter an und schubst alles auf die gewünschten Einblendedauer zusammen. Die Grundlage für den Popcorn Maker bildet das bereits im vergangenen Jahr von Mozilla herausgegebene HTML5-Media-Framework Popcorn.js.

Der ganze Artikel

Quelle : www.heise.de

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Mozilla feiert 15. Geburtstag
« Antwort #5 am: 02 April, 2013, 18:15 »
Das Mozilla-Projekt startete am 1. April 1998, als Netscape die Quelltexte seines Webbrowsers Netscape Navigator als Open Source veröffentlichte. Aus den Netscape-Quellen entstanden letztlich der Browser Firefox, der für neue Konkurrenz im damals vom Internet Explorer dominierten Web sorgte, und der E-Mail-Client Thunderbird.

Mittlerweile will das Mozilla-Projekt, das seinen Geburtstag unter dem Motto "15 Jahre für ein besseres Web" feiert, mit seinem Smartphone-Betriebssystem Firefox OS für Konkurrenz auch bei der Software für Mobilgeräte sorgen. Außerdem arbeitet die vor zehn Jahren gegründete Mozilla Foundation für die Etablierung offener Standards im Web und engagiert sich für die Verbreitung von Web-Know-how.

Mehr dazu auf heise open:

    15 Jahre Mozilla

Quelle : www.heise.de

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