Autor Thema: Intel-Chips in Apple-Computern: Ist IBM schon angezählt?  (Gelesen 2592 mal)

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Offline SiLæncer

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Die Gerüchte verdichten sich, wonach Apple seine Rechner künftig tatsächlich mit Intel- anstelle von IBM-Chips bestücken wird. Amerikanischen Medien zufolge plant Apple einen stufenweisen Übergang von IBMs PowerPC- zu Intel-Prozessoren -- beginnend Mitte 2006 mit Low-End-Geräten wie dem Mac Mini. Mitte 2007 sollen die Höherklassigen wie der PowerMac folgen. Den Quellen zufolge will Apple-Chef Steve Jobs seine Pläne am Montag auf der Apple Developer Conference in San Francisco offiziell bekanntgeben. Bereits vor zwei Wochen hatte das Wall Street Journal über Verhandlungen zwischen Apple und Intel berichtet, eine Apple-Sprecherin verwies die Meldung allerdings ins Reich der Gerüchte und Spekulationen.

Quelle : www.heise.de

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Apple verhandelt angeblich auch mit AMD
« Antwort #1 am: 05 Juni, 2005, 17:31 »
Wenn es nach dem US-amerikanischen Newsdienst Cnet geht, ist die Kooperation von Intel und Apple bereits abgemacht und muss nur noch verkündet werden. Der britische Inquirer hingegen heizt die Gerüchteküche weiter an. Er will erfahren haben, dass Apple auch mit AMD verhandelt hat und Prozessoren des Intel-Konkurrenten in einigen Modellen eingebaut werden könnten. Das Wall Street Journal hatte vor zwei Wochen lediglich über Verhandlungen zwischen Apple und Intel berichtet.

Noch scheint demnach unklar, wie der vermutete Umstieg vom bisherigen Prozessor-Lieferanten IBM auf x86-Prozessoren aussieht, falls er denn überhaupt morgen von Apple-Chef Steve Jobs auf der Apple Developer Conference in San Francisco verkündet wird. Dennoch machen sich Analysten bereits Gedanken. Jedes Mal, wenn Apple die Prozessorarchitektur gewechselt habe, seien Kunden und Softwarepartner abgesprungen, heißt es in Medienberichten.

Diesen Berichten zufolge plant Apple einen stufenweisen Übergang von IBMs PowerPC- zu Intel-Prozessoren, beginnend Mitte 2006 mit Low-End-Geräten wie dem Mac Mini. Mitte 2007 sollen die Höherklassigen wie der PowerMac folgen. Ein Motiv für Apples vermuteten Umstieg ist demnach, IBM habe sich skeptisch dazu geäußert, PowerPC-Prozessoren für den Low-End-Bereich profitabel anbieten zu können. Zudem lief die bisherige Zusammenarbeit zwischen Apple und IBM nicht immer reibungslos: Vor gut einem Jahr war Apple unzufrieden mit der Menge gelieferter 90-nm-PowerPC-970-Prozessoren für den neuen Xserve G5.

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WWDC: Apple steigt um auf Intel-Architektur
« Antwort #2 am: 06 Juni, 2005, 20:54 »
Die Gerüchte seien alle wahr, sagte Apple-Chef Steve Jobs während seiner Eröffnungsrede zur Worldwide Developers Conference in San Franisco, und doch kamen die anwesenden Entwickler aus dem Staunen nicht heraus: Apple gibt dem PowerPC den Laufpass und steigt um auf Intel-Prozessoren. IBM habe anders als abgemacht keinen 3-GHz-PowerPC und keinen G5-Chip für PowerBooks fertig bekommen. Deshalb hätte Mac OS X ein "Doppelleben" geführt, "für den Fall der Fälle" hätte man an einer x86-Version von Mac OS X und allen wichtigen Applikationen gearbeitet. "Es ist Zeit für den dritten Übergang": Intel biete die bessere Roadmap für Apple-Chips und schließlich wolle man ja seinen Kunden stets die besten Rechner bauen. Am ersten Mac auf Intel-Basis werde bereits gearbeitet, in genau einem Jahr, am 6. Juni 2006, soll er ausgeliefert werden. Bis 2007 sollen alle neuen Macs mit Intel-Chips laufen, sagte Jobs.

Update:

Apple will langfristig beide Prozessorschienen unterstützen, doch die Entwickler müssen jetzt natürlich auf die Intel-Architektur eingeschworen werden, damit das Software-Angebot schnell wächst. Die entscheidende Frage, wie lange die Portierung bestehender Applikationen dauere, spielte Jobs herunter: Cocoa-Software bräuchte man lediglich nach ein paar Handgriffen neu zu kompilieren, schon liefen sie. Widgets, Skripte, Java-Anwendungen würden sogar ohne Änderungen auf den Intel-Macs laufen. Um Xcode-Anwendungen zu portieren, müsse man schon etwas mehr machen. Eine neue Version von Xcode unterstützt so genannte Fat-Binaries für beide Prozessoren und soll registrierten Entwicklern ab sofort zur Verfügung stehen. Ihnen will Apple außerdem ein "Developer Transition Kit", bestehend aus einem Mac mit 3,6-GHz-Pentium-4 und der entsprechenden Software, für 999 Dollar bis Ende 2006 leihen. Auch Intel will Tools und Bibliotheken für Mac-Entwickler bereit stellen.

Als Bühnengast empfing der Apple-Chef prominente Vertreter von Software-Herstellern. Theo Grey von Wolfram bestätigte: zum Anpassen von Mathematica auf die neue Architektur habe man lediglich 20 Stunden gebraucht. Roz Ho, Chefin der Mac-Business-Unit bei Microsoft, kündigte eine rasche neue Version von Office an, und Bruze Chizen, CEO bei Adobe, räumte ein: ohne Apple gebe es sein Unternehmen nicht, selbstverständlich werde Adobe-Software auf den Intel-Macs laufen. Man werde sogar der erste Hersteller sein, der seine komplette Produktpalette umstelle. "Warum nur hast Du Dir so viel Zeit gelassen?", fragte Chizen Jobs -- und wurde dafür beklatscht.

Intel sei genau so leidenschaftlich wie Apple, lobte Jobs, und Apple sei die innovativste Computerfirma der Welt, sagte Intel-CEO Paul Otellini. Mac OS X laufe fantastisch auf Chips aus seinem Hause.

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