Autor Thema: Musik-Portal last.fm ...  (Gelesen 3080 mal)

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Musik-Portal last.fm ...
« am: 23 Januar, 2008, 18:17 »
"Today we're redesigning the music economy": Das Musikportal last.fm gibt sich selbstbewusst angesichts der Ankündigung, ab ab sofort auch komplette Songs und Alben als Streaming-Dienst "on demand" anzubieten. last.fm, Mitte vergangenen Jahres von CBS übernommen, hat bereits seit einiger Zeit Lizenzverträge auch mit großen Majors wie EMI, Universal und Sony BMG. Dies führte aber beileibe nicht dazu, dass man auf der Social-Networking-Site für Musikliebhaber, die gleichzeitig einen recht ausgefeilten Musikempfehlungsdienst bietet, Songs und Alben gezielt und in voller Länge abspielen konnte.

Die last.fm-Radiostationen, die etwa Musik aufgrund des Empfehlungsdienstes, auf Basis des Musikgeschmacks von Freunden und last.fm-Nutzern mit ähnlichem Musikgeschmack oder auf Basis der Stilrichtung eines bestimmten Künstlers zu Gehör brachten, spielten die Songs in einer zufälligen Reihenfolge – der User hatte keinen direkten Einfluss darauf, welcher Titel von welchem Künstler wann zu hören war. Zwar konnte man teilweise auch einzelne Songs beispielsweise in User-Playlisten oder in den Übersichten zu Künstlern direkt anwählen, bekam dann aber nur Schnipsel von 30 Sekunden Länge zu hören.

Dies soll sich nun grundlegend ändern. Laut der Ankündigung von last.fm gibt es Songs und Alben jetzt zusätzlich zu den schon vorhandenen last.fm-Diensten als kostenloses Streaming-Angebot in voller Länge zur direkten Auswahl. EMI, Sony BMG, Universal und Warner als Major Label sowie tausende von unabhängigen Künstlern und Labeln hätten entsprechenden Lizenzen für last.fm zugestimmt – laut der Selbstbeschreibung habe man nun den größten Musik-Katalog, der legal und kostenlos online abgespielt werden könne. Die Künstler und Label sollen direkt von last.fm dafür bezahlt werden – ein Anteil an den Werbeeinnahmen von last.fm soll dafür an sie ausgeschüttet werden.

Der neue Streaming-Dienst von last.fm startet ab sofort in den USA, Großbritannien und Deutschland. Derzeit ist er als Beta deklariert: In dieser Phase kann jeder Song von einem Nutzer bis zu drei Mal in voller Länge abgespielt werden, danach erscheint ein Hinweis auf einen geplanten Abonnement-Service. Mit diesem soll es dann möglich sein, jeden Song beliebig oft in voller Länge abzuspielen. In Zukunft soll dies dann auch nicht nur über die last.fm-Website, sondern auch mit der last.fm-Client-Software für den lokalen Rechner möglich sein. Über geplante Nutzungsgebühren für diesen Service ließ sich last.fm bislang nicht weiter aus.

http://www.lastfm.de/

Quelle : www.heise.de

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Last.fm - Hörer werden zur Kasse gebeten
« Antwort #1 am: 25 März, 2009, 05:56 »
Last.fm hat eine etwas seltsame Ankündigung gemacht. In Ländern außerhalb von UK, USA und Deutschland muss man in Kürze drei Euro pro Monat zahlen, möchte man den Radio-Service nutzen. Doch warum sind drei Länder von der Regelung ausgenommen?

Der Audioscrobbler, beziehungsweise das Last.fm-Plugin, sowie die Nutzung der Webseite und der Community-Services bleibt weiterhin kostenlos - auf der ganzen Welt. Für Unmut allerdings sorgte die heutige Ankündigung, dass Nutzer außerhalb von Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Deutschland zukünftig für das Streaming-Radio zahlen müssen, welches Musik nach eigenem Geschmack spielt. Kein Wort, noch nicht einmal eine Silbe wurde darüber verloren, warum Last.fm so handelt. Warum ändert sich für Einwohner dieser drei Länder nichts? Warum muss man schon in Ländern wie Frankreich oder den Niederlanden bezahlen?

Wired verifizierte inzwischen, dass Last.fm eine genauere Begründung in einem Posting nachgeliefert hat. Der Grund ist, dass in Ländern außer UK, USA und Deutschland die Werbeeinnahmen der Last.fm-Seite nicht hoch genug sind, und sie aus diesem Grunde andere Einnahmequellen anzapfen müssen, um die Kosten zu decken. Es würde in anderen Ländern nicht genügend Marketing beziehungsweise Werbeverkäufe geben, also müsste man andere Möglichkeiten ausloten. Im Einzelnen schrieb Matthew Ogle von Last.fm in einem Posting zu der Begründung, warum ausgerechnet UK, USA und Deutschland von der Regel ausgenommen sind: "Dieses sind die Länder, wo wir die meisten Ressourcen und Kontakte zu Vermarktern haben, welche den Verkauf von Werbeflächen organisieren. Dies ist die Art, wie wir Geld verdienen, um Künstler und Labels zu bezahlen. Unser Augenmerk liegt vor allem in den USA, UK und Deutschland als Schlüsselmärkte. Mit der Hilfe des CBS Interactive Sales Team und unserem eigenen Sales Team in London. Hier ist unser Hauptsitz und traditionell haben wir eine starke Präsenz in Deutschland."

Für Nutzer aus diesen drei Ländern ändert sich am Angebot also nichts, andere werden zur Kasse gebeten, sollten sie zukünftig den Radioservice von Last.fm nutzen wollen.

Quelle : www.gulli.com

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Last.fm verschiebt Abo-Gebühr für Radio-Streams
« Antwort #2 am: 31 März, 2009, 12:15 »
Erst vor einer Woche kündigte das Musikportals Last.fm an, seinen Audio-Streaming-Dienst nur noch in den USA, Großbritannien und Deutschland kostenlos anbieten zu wollen. In anderen Ländern könne Last.fm das Streaming-Angebot nicht über Werbung finanzieren und müsse fortan 3 Euro pro Monat dafür verlangen.

Die harsche Kritik der Nutzer führte nun dazu, dass Last.fm die Pläne für das kostenpflichtige Angebot vorläufig aufschiebt; ein Termin für die tatsächliche Umstellung wurde nicht genannt. Wie Mitgründer Richard Jones im offiziellen Blog mitteilt, will das Musikportal in der Zwischenzeit Entwicklern, deren Software das Last.fm-Radiostreaming unterstützt, vollen Zugriff auf das Radio-API geben, um sicherzustellen, dass das Streaming funktioniert, wenn man sich als Abonnent anmeldet.

Des Weiteren soll es Geschenkabos geben, sodass man Abos für Freunde abschließen kann. Schließlich will Last.fm weitere Bezahloptionen anbieten, damit auch Nutzer ohne PayPal-Account oder Kreditkarte den kostenpflichtigen Service nutzen können; unter anderem erwäge Last.fm Bezahlung per SMS, so Jones.

Quelle : www.heise.de

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Last.fm & RIAA - Nutzerdaten wurden doch weitergegeben
« Antwort #3 am: 24 Mai, 2009, 17:30 »
Wie ein aktueller Beitrag von Techcrunch aufdeckt, wurden offensichtlich doch Last.fm-Nutzerdaten an die Recording Industry Association of America (RIAA) ausgehändigt. Jedoch war es nicht Last.fm, durch das die Daten weitergeleitet wurden.

Es ging wie ein Lauffeuer durch die Musikszene, als sich im Februar 2009 das Gerücht verbreitete, der beliebte Musik-Streaming-Dienst Last.fm habe Nutzerdaten an die Recording Industry Association of America (RIAA) ausgehändigt.

Aufgedeckt hatte dies der Technologie-Blog Techcrunch und erntete prompt eine böse Antwort durch das Blog von Last.fm, wo man unpassend erklärte, dass "Techcrunch voll mit Scheiße" sei. Michael Arrington von Techcrunch wollte sich mit dieser Aussage jedoch offensichtlich nicht abspeisen lassen und recherchierte weiter. Ein Prozess, der manchmal lang und steinig sein kann und nicht immer zu einem erfolgreichen Ende führt. Im Falle der möglichen Weitergabe von Nutzerdaten durch Last.fm jedoch schon.

Klar ist nun, dass Last.fm die Wahrheit gesagt hat. Man hat keine Nutzerdaten an die Recording Industry Association of America weitergegeben. Ebenso klar ist nun aber auch, dass Nutzerdaten weitergegeben wurden - und zwar vom Mutterkonzern CBS.

Wie ein Informant, der bei CBS beschäftigt ist, gegenüber Techcrunch in einer E-Mail erklärte, seien die Daten von CBS aus an die Recording Industry Association of America gelangt. Techcrunch vermutet folgenden Ablauf: Der Mutterkonzern CBS verlangte von Last.fm die Nutzerdaten, inklusive Benutzernamen und IP-Adressen. Diese wollte man im Rahmen einer Anfrage der RIAA übermitteln, erklärte gegenüber Last.fm jedoch, dass die Daten lediglich zum "internen Gebrauch" angefordert werden. Kurze Zeit nach der Übermittlung bemerkten Führungskräfte bei Last.fm den wahren Grund für die Anfrage. Laut der Quelle seien die Mitarbeiter über das Verhalten von CBS schockiert gewesen, hätten jedoch nichts mehr unternehmen können, da die Daten bereits übermittelt wurden.


Der Angestellte von CBS, der diese Informationen an Techcrunch zugespielt hat, wurde inzwischen gekündigt. Das Blog vermutet jedoch, dass CBS sowie Last.fm möglicherweise gegen einige Datenschutzgesetze sowie ihre eigenen Richtlinien zum Schutz von privaten Daten verletzt haben könnten. Wäre dem so, würde die Quelle möglicherweise durch bestimmte US-Gesetze als Informant eingestuft und geschützt. Techcrunch hat angeboten, die Kosten für eine juristische Vertretung zu übernehmen.

Quelle : www.gulli.com

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Last.fm: Das letzte Radio
« Antwort #4 am: 14 September, 2009, 18:41 »
Last.fm trat einst mit dem Anspruch an, den Nutzer zum Programmdirektor zu machen - und der letzte Radiosender zu werden, den man noch braucht. Zwei Jahre nach dem Kauf durch CBS ist es in manchen Fällen schon so weit. Schade!

Bei Last.fm ist der Name quasi Programm: Man könnte ihn mit "Letztes UKW" übersetzen, wenn man wollte. Genau das war der Anspruch, mit dem die Seite 2002 veröffentlicht wurde: Wer Last.fm nutzt, sollte der Name signalisieren, braucht keinen anderen UKW-Sender mehr. Last.fm sollte cooler sein als das schnarchige UKW, das für immer mehr Musikfans synonym steht für den Dudelfunk mit seiner engen, ewig eintönigen Charts-Playlist-Rotation halb totgenudelter 08/15-"achtziger, neunziger und das Beste von heute"-Titel.

Last.fm setzt dagegen darauf, den Nutzer selbst zum Programmdirektor oder DJ zu machen, wenn er das will. Das geht so: Entweder, der Nutzer wählt sich ganz direkt die Titel aus, die er hören will. Oder aber - und das ist die attraktivere Seite von Last.fm - er gibt mit einem Musikwunsch eine Musikrichtung vor und das System beliefert ihn in der Folge mit einer Playlist von Songs, die an diesen ersten Wunsch anschließen. Das funktioniert ähnlich wie bei den Amazon-Bewertungen: Das System schlägt dem Hörer Titel vor, die andere Last.fm-Nutzer, die den gleichen Song gehört hatten, im Anschluss als cool oder passend empfunden hatten. Was nicht gefällt, wird übersprungen - und das System lernt dazu.
Binnen kürzester Zeit erfreute sich Last.fm einiger Beliebtheit, weil das wirklich überraschend gut funktioniert.

Radioersatz für den Radiokonzern

Zudem blieb Last.fm in Europa lange Zeit das einzige legal operierende Angebot seiner Art. Die Firma ging aus der Fusion eines britischen mit einem deutsch-österreichischen Projekt hervor, das sich nach und nach der Lizenzen der großen Labels versicherte. In den USA konkurrierten gleich eine ganze Reihe vergleichbarer Dienste (u.a. Pandora und Deezer, dazu Datenbank-Anbieter wie Napster und Rhapsody), in Europa wurde Last.fm zum Platzhirschen - und legte entsprechend an Marktgewicht zu. 2007 hatte Last.fm genug Popularität gewonnen, um einen großen Investor auf den Plan zu rufen: Die amerikanische Senderkette CBS kaufte die Firma für stolze 280 Millionen Dollar.

Seitdem arbeitet Last.fm unter den Fittichen eines Konzerns, der auch rund 140 Radiosender betreibt, die Last.fm, wenn man den Namen ernst nimmt, irgendwann alle beerben könnte. Am Donnerstag gab CBS bekannt, dass dies ab dem 5. Oktober für vier CBS-Sender schon einmal wahr wird: Radiokanäle in New York, Chicago, Los Angeles und San Francisco werden durch eine Art Best-of-Last.fm-Programm vollständig ersetzt.

An Stelle der vier Formatradios tritt ein Einheitsangebot, das über die Hörercharts von Last.fm gespeist wird. Natürlich ist das ein Etikettenschwindel. Was da aus den Radios klingen wird, hat mit Last.fm nur den Namen gemein.

Ist Kostensenkung innovativ?

Musikredakteure und Moderatoren bei den Sendern werden weitgehend überflüssig, unter dem Strich ist die Aktion vor allem Rationalisierung: Alle vier betroffenen Stationen sind HD-Radio-Angebote von CBS. Sie senden in einer Simulcast genannten Technik parallel UKW- und Digitalsignale. Das macht sie teuer: Sie sind Investitionen in eine digitale Radiozukunft, Übergangsphänomene, wenn man so will. Ihre Hörerschaft ist, weil man zumindest für den Empfang der Digitalsignale spezielle Empfänger braucht, kleiner als die der Mutterstationen, denen sie zugeordnet und die vom Last.fm-Deal nicht betroffen sind. Es geht also um Kostenminimierung.

Inhaltlich ist der Schritt bedrohlich für Radiomacher im Dudelfunk, vor allem aber ein Fehlschritt. Last.fm-Charts im Radio sind so etwas wie "Best of YouTube/Clipfish etc"-Sendungen im Fernsehen - es funktioniert nicht. Last.fm hat im Web weit mehr zu bieten als nur Charts, die doch immer nur die Mitte, den Mainstream repräsentieren können. Die Extreme rechts und links mögen interessant und spannend sein, in der Mitte aber findet sich wieder ein kleinster gemeinsamer Nenner - das Äquivalent zur Playlist des Dudelfunks.

Schwarmintelligenz? Masse bleibt Masse

Bei Last.fm sind diese Hörercharts sogar ganz besonders konservativ, wenn man so will: Seit Jahren gilt, dass die Red Hot Chili Peppers immer in den Top Ten vertreten sind. Aktuell stehen sie auf Platz neun der Künstlercharts, auf Platz eins stehen natürlich Radiohead, für die das Gleiche gilt wie für die Peppers. Das derzeit populärste Radiohead-Lied bei Last.fm ist Karma Police aus dem Jahre 1997 - am Freitag übrigens auf Platz vier der "meistgeliebten" Lieder bei Last.fm.

Bei den Top-Titeln steht das Jahr 2009 im deutschen Angebot weitgehend im Zeichen der Kings of Leon, die seit Ende des Winters fast ohne Unterbrechung die Top-Positionen belegen können. Die Musikfarbe mag etwas schräger sein, aber unter dem Strich sind Schwarmintelligenz-Charts also keinen Deut weniger träge als der öffentlich-rechtliche Rundfunk für die Generation 40 plus. "Sex on Fire" (herausgekommen am 8.9.2008), ein im Dudelfunk längst totgespieltes Lied, wurde bisher rund 4,2 Millionen Mal abgerufen. Das gewährleistet, dass es eine Weile brauchen wird, bis es zu einem Wechsel an der Spitze kommt: Die Charts eines Geschmacksradios reagieren zwangsläufig träger als ein fitter Radio-DJ, der seine Nase im Wind und musikalisch etwas Mut hat.

Manchmal ist das "Dampfradio" besser

So wie bei Wnew, einer CBS-Station aus New York, die bald durch Last.fm ersetzt werden soll. Der Witz daran: Wnew klingt so, als hätte ein Last.fm-Nutzer mit Rock- und Indie-Vorlieben seine All-Time-Favorits eingespeist. Da schrömmelt die Originalversion des Psycho Killer von den Talking Heads, wechselt zu Weezer, zu Franz Ferdinands. Hockey spielt auf, Imogen Heap und Of Montreal. Alt und Neu im abenteuerlichen Wechsel - Regina Spector säuselt, Wolfgang Amadeus Perkins setzt Trend-Akzente, nur um von Nostalgie-Tönen der Eagles, von R.E.M. und - man ducke sich - einer frühen Aufnahme der Rolling Stones Konkurrenz zu bekommen. Wenn Dudelfunk immer so wäre, hätte ein Angebot wie Last.fm keine Chance.

Das aber lebt von der Grundidee, den Musikgenuss einerseits zu individualisieren, zugleich aber fremdes Musik-Know-how von Menschen, die einen ähnlichen Geschmack haben, einzubringen. Wenn man Last.fm geschickt nutzt, wird die Seite zu einem personalisierten Formatradio. Und genau das ist es, was man sich eigentlich auf dem Radiogerät wünscht.

Und es ist technisch möglich. Denn längst gehören Last.fm und - in den USA - seine Konkurrenten zur Grundkonfiguration der meisten Internetradio-Geräte. Normalerweise beschränkt sich das auf das, was CBS-Radiohörer in New York, Chicago, L.A. und San Francisco bald unter dem Label Last.fm zu hören bekommen werden - Charts respektive Radiofunktionen nämlich. Im Idealfall aber schafft es ein Hersteller, die Interaktivität des Web-Angebotes auf das Gerät zu übertragen - so wie beispielsweise der Hersteller Sonos mit seinen hochpreisigeren Streaming-Lösungen (siehe Bildergalerie oben).

Interaktives Musikangebot minus Interaktivität = Dudelfunk

Dann schließt sich der Kreis, und erst dann wird auch die Prophezeiung des Namens plausibel: Wenn losgelöst vom Rechner der Hörer zum Programmdirektor und DJ der Station wird, die er über das Radio hört, dann braucht man wirklich nur noch eine. Ein echtes Interesse daran wird in der Radiolandschaft wohl kaum jemand haben, denn es reduziert den Radiosender zum reinen Dienstleister, dessen Qualität davon abhängt, wie gut er seine Datenbanken dem Nutzer zugänglich macht. Es ist unwahrscheinlich, dass Radio diesen Wettbewerb gewinnen kann.

Doch auf der Verliererseite stehen dann nicht nur die Radiomacher, wie das Beispiel der vier CBS-Sender zeigt, sondern auch die Hörer: Wer nur geschmacksgebunden hört, wird nicht mehr überrascht, entwickelt sich musikalisch nicht weiter. Last.fm ist attraktiv, weil Radio meist keine Alternative bietet, die mithalten könnte. Die Radiolandschaft braucht deshalb nicht weniger Sender, sondern mutigere. Nichts zeigt das besser, als eine Stunde Wnew.com, der New Yorker Sender, der am 5. Oktober durch die Last.fm-Charts ersetzt wird. Ganz gegen das gängige Vorurteil wird dann wohl erst der Mainstream aus dem Web ein bisher durchaus spannendes Programm zum Dudelfunk machen. Bis zum 5. Oktober kann man sich das noch anhören: Einfach oben rechts auf den Button "Listen Live - Play" klicken.

Quelle : www.spiegel.de

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Last.fm beendet eigenes On-Demand-Streaming
« Antwort #5 am: 13 April, 2010, 10:59 »
Das auf Musik spezialisierte Social Network Last.fm beendet seinen seit zwei Jahren in Deutschland, den USA und in Großbritannien angebotenen eigenen On-Demand-Streaming-Dienst. Last.fm werde künftig nicht mehr selbst das kostenlose Anhören einzelner Musiktitel in voller Länge auf gezielte Anforderung des Nutzers hin ermöglichen. Für diese Funktion würden nun externe Dienste eingebunden, heißt es in einem Eintrag im Last.fm-Weblog. Last.fm selbst wolle sich auf seine Kernkompetenz als Musikempfehlungsdienst konzentrieren.

Die Last.fm-Radiostationen sollen im Unterschied zum On-Demand-Dienst unverändert weitergeführt werden. Diese Last.fm-Dienste, die Musik aufgrund des Musikgeschmacks von Freunden und "Nachbarn" sowie auf Basis der Stilrichtung eines bestimmten Künstlers oder allgemein eines bestimmten Genres auswählen, spielen die Songs in einer zufälligen Reihenfolge. Der Nutzer hat keinen direkten Einfluss darauf, welcher Titel von welchem Künstler wann zu hören ist. Der On-Demand-Dienst sollte die Möglichkeiten erweitern. Um möglichst viele Titel in voller Länge abspielen zu können, waren allerdings Lizenzen von den großen Labels EMI, Sony BMG, Universal und Warner sowie tausende von unabhängigen Künstlern und Labeln nötig.

Von der Strategie mit dem On-Demand-Dienst kehrt Last.fm nun ab. Die Radiostationen bleiben erhalten. Aber für das Abspielen einzelner Titel baut das Social Network zunächst in Betaversionen von "Track-Pages" (Beispiel) nach und nach Links zu anderen Streaming-Diensten wie Spotify, MOG und Hype Machine ein, die auch die Technik namens "Scrobbeln" verwenden, also an Last.fm übermitteln, welche Musikstücke ein Nutzer hört.

Welcher Dienst zum Einsatz kommt, hängt davon ab, ob er die Lizenz zum Abspielen eines Musikstücks in einem bestimmten Land besitzt. Last.fm verfolgt das Ziel, alle Nutzer mit jedem der in Frage kommenden Streaming-Dienste zu verbinden und auch möglichst alle Musikstücke zu berücksichtigen. Last.fm hostet künftig auch nicht mehr selbst Musikvideos und verlinkt stattdessen auf YouTube und demnächst möglicherweise auch auf VEVO, das für Nutzer in Nordamerika "Videocrobbling" ermöglichen könnte.

Quelle : www.heise.de

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Komplette Alben auch ohne Account bei Last.fm hören ...
« Antwort #6 am: 19 Januar, 2011, 21:49 »
Google Chrome Erweiterung. Die Google Chrome Erweiterung Last.fm free music player macht etwas ganz feines: sie lässt euch komplette Alben aller bei last.fm gelisteten Künstler hören, was ja sonst bekanntlich nicht so einfach möglich ist. Des Weiteren braucht ihr nicht einmal einen Account. Erweiterung installieren und ab dafür. Die Erweiterung zaubert euch kleine blaue Play-Buttons auf die Last.fm-Seite, quasi direkt zum Abspielen.



Funktioniert übrigens nicht nur bei den Alben, sondern auch bei den Charts usw. Hier einmal ein kleines Beispiel für die Testwütigen (cooler Rock übrigens, D-A-D, kennen vielleicht einige als Disneyland after Dark, sind live sehr, sehr geil): D-A-D Charts und D-A-D Album No fuel left for the pilgrims (Anspieltipp: Sleeping my day away). Über den Browser könnt ihr einzelne Lieder wiederholen oder das Album pausieren. Auch werden Infos zum Song angezeigt.

 :M

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Internet-Radio Last.fm führt ab 15. Februar Monatsgebühren ein
« Antwort #7 am: 08 Februar, 2011, 09:37 »
Das US-amerikanische Internetradio Last.fm schränkt sein Gratisangebot ein. Nutzer von Smartphones und anderen Endgeräten sollen künftig 3 Euro im Monat zahlen, um weiter auf Empfang zu bleiben.

Bereits ab dem kommenden Dienstag (15. Februar) steht der kostenfreie Dienst nur noch über den Web-Browser in den Kernmärkten USA, Großbritannien und Deutschland zur Verfügung. Nur in diesen drei Ländern sei laut einem Blogeintrag des Unternehmens vom Montag die Refinanzierung über Werbung gesichert. In anderen Ländern wird künftig zur Kasse gebeten. Das Gleiche glt, wenn etwa über iPhone oder Android-Smartphone und Hi-Fi-Komponenten mit integriertem Last.fm-Zugang auf das Angebot zugegriffen wird.

Im Gegenzug verspricht der Anbieter den Kunden einen Verzicht auf Werbeeinblendungen, Zugang zu einem VIP-Bereich mit zusätzlichen Tabellen, Grafiken und neuen Funktionen sowie "ein hochangesehenes schwarzes Icon", das Premiumnutzer in den Userlisten grafisch hervorhebt.

Last.fm ist seit 2006 auf Sendung und liefert Benutzern nach Hinterlegung ihrer Lieblingsinterpreten personalisierte Radiosender mit passenden Titeln. Insgesamt steht nach Betreiberangaben ein Repertoire von 80 Millionen Songs zur Verfügung, von denen sieben Millionen als Audiostream (128 KBit/s/44,1 KHz) und 150 000 als kostenloser MP3-Download verfügbar sind.



Quelle
Produktiv:
ASRock K8S8X, Athlon64 3000+, 1GB Infineon Ram, WinFast A340 8X AGP, Samsung HD160 GB SATA2,
Technisat SkyStar 2, Stab HH100 Rotor und 5° & 19,2° Ost fest
BS: Mandriva-Linux (mdv) 2010.2 PP, kde 3.5.12, kaffeine 0.8.8, skynetR32

Bastelsrechner:
ASRock N570 SLI, Athlon64 X2 6000+ 4GB Geil Ram, EVGA GeForce G 210 Passiv (1GB DDR3, VGA, DVI, HDMI), Samsung HD 500GB SATA2, TT-budget S2-3200 PCI
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Offline ritschibie

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Re: Internet-Radio Last.fm führt ab 15. Februar Monatsgebühren ein
« Antwort #8 am: 08 Februar, 2011, 11:46 »
Für ein "hochangesehenes" schwarzes Icon wird ja wohl jeder blechen wollen  :)
Intel Core i7-4770K - ASRock Z87 Extreme6/ac - Crucial Ballistix Sport DIMM Kit 16GB, DDR3-1600 - Gigabyte Radeon R9 290 WindForce 3X OC
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Offline Warpi

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Re: Internet-Radio Last.fm führt ab 15. Februar Monatsgebühren ein
« Antwort #9 am: 08 Februar, 2011, 12:38 »
Für ein "hochangesehenes" schwarzes Icon wird ja wohl jeder blechen wollen  :)

Genau. Nichts wie weg mit dem Geld .... ;muah
Mein Vdr / Audio/ Video / Homeserver

Intel Atom A330 Dualcore 2*1,6Ghz / 2 Gigabyte Ram
2 * 500 Gigabyte Samsung HDDS, Technisat Skystar2 DVBS
Ubuntu Jaunty Server, Vdr mit Webinterface, Openssh, Samba

2. Vdr
Pentium 3 / 1000 Mhz /  512 Mb Ram / Refurbished
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Asus Eee PC 1005P Netbook (Intel Atom N450 1.6GHz, 1GB RAM, 160GB HDD) Win 7 Starter, WarpIX Netbookremix + Ext. 500 GB 2.5 " HD

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Die größte Fehlerquelle des PCS sitzt meist 30cm vor dem Bildschirm.

Offline dada

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Re: Internet-Radio Last.fm führt ab 15. Februar Monatsgebühren ein
« Antwort #10 am: 08 Februar, 2011, 16:35 »
auch Geld in jeder Form verschwindet in schwarzen Löchern oder "hochangesehenen" schwarzen Icons :Kopf
System:
MB ASUS ROG Maximus Ranger VIII, iGPU Intel 530, 2x8GB RAM HyperX Fury, CPU Intel Core i7-6700K, M2SSD Samsung 950 Pro 512 GB, HD Samsung 2TB, Tevii S660 USB an Rotor, Schaltung über Uncommited Schalter. DVBViewer, SmartDVB, Windows 10 Pro 64 bit.
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Chromos holt Last.fm mit ganzen Alben in euren Browser
« Antwort #11 am: 01 Februar, 2012, 20:00 »
War mal ein großer Fan von Last.fm. Hab mir gerne Radio bestimmter Genres angehört. Heute erledigen dies andere Dienste. Aber: man kann, falls man mal länger in spezielle Songs – oder ganze Alben reinhören will, eine kleine Webseite nutzen.

Sie hört auf den namen Chromos und funktioniert ohne Anmeldung oder Last-fm-Account. Ja, klappt mit ganzen Alben oder einzelnen Songs. Wie immer appelliere ich an die Vernunft in Sachen Kostenlosmentalität und gehe mal davon aus, dass ihr eure Lieblingskünstler in irgendeiner Form unterstützt.

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )