Autor Thema: Popmusiker Peter Gabriel eröffnet "YouTube für die Menschenrechte"  (Gelesen 1114 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Die von dem Musiker Peter Gabriel 1992 gegründete Organisation Witness mit dem Slogan "See It Film It Change It" hat das Ziel, mit Videos Menschenrechtsverletzungen anzuprangern und zu beweisen. Dazu wurden Menschenrechtsaktivisten mit Kameras ausgestattet und im Umgang mit ihnen ausgebildet. Mit dem Web wurde die Arbeit erleichtert, da nun auch unabhängig von Medien die mit Filmkameras oder Kamerahandys aufgenommenen Videos und Informationen weltweit verbreitet werden können.

Witness ist nun noch einen Schritt weiter gegangen und hat mit der Webseite http://hub.witness.org/ in einer Testversion ein Portal eröffnet, das als ein "YouTube für die Menschenrechte" dienen soll. Hier können Menschenrechtsorganisationen, Aktivisten oder Privatpersonen unter der Devise "Upload It: See It: Share It. Take Action" Videos, Fotos oder Audiodateien ohne Zensur und auch anonym veröffentlichen, ohne sich registrieren zu müssen und ohne dass Logfiles angelegt werden. Für die Sicherheit der Server sorgt CivicActions, zum Schutz wird das Programm Openwall GNU/*/Linux verwendet, IP-Adressen nur von den Besuchern gespeichert, nicht von denjenigen, die Inhalte heraufladen. Von diesen wird angeblich nur die IP-Adresse überprüft, um zu sehen, ob die Internetnutzer aus einem riskanten Land kommen, und diesen dann einen gesicherten Zugang zu empfehlen. Unterstützt wird das Projekt von zahlreichen Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty, Human Rights Watch oder B'Tselem.

The Hub übernimmt keine Verantwortung für die Richtigkeit oder Authentizität der Inhalte und verweist darauf, dass die Internetbenutzer diesen nicht mehr vertrauen können als anderen Quellen im Internet. Das könnte der Glaubwürdigkeit des Portals schaden, wenn es beispielsweise für politische Zwecke missbraucht wird. Allerdings heißt es, dass man sehr genau auf mögliche Urheberrechtsverletzungen achten und die entsprechenden Inhalte sperren werde. Ansonsten empfiehlt man, die Inhalte unter einer Creative-Commons-Lizenz einzustellen.

Peter Gabriel betont, dass mit der raschen Verbreitung von Handys die ursprüngliche Idee von Witness, "der Welt Kameras zu geben", technisch eingeholt wurde. Ende 2007 würden bereits drei Milliarden Menschen Handys haben, die verändern, wie man sich organisiert und miteinander interagiert. Und sie würden zusammen mit digitalen Kameras und Notebooks auch ermöglichen, dass nun jeder zu einem "Verteidiger der Menschenrechte" werde. Es sei nie einfacher gewesen, Beweise für Menschenrechtsverletzungen aufzunehmen, aber bislang hätten Möglichkeiten gefehlt, diese einfach und ohne Zensur im Internet zu verbreiten. Mit The Hub würde das anders werden, verspricht Gabriel.

Quelle : www.heise.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline Jürgen

  • der Löter
  • User a.D.
  • ****
  • Beiträge: 4999
  • white LED trough prism - WTF is cyan?
Re: Popmusiker Peter Gabriel eröffnet "YouTube für die Menschenrechte"
« Antwort #1 am: 11 November, 2007, 14:19 »
Gute Idee, auch wenn sich damit nur solche Menschenrechtsverletzungen darstellen lassen, die direkt sichtbar sind.
In den Industrieländern, D eingeschlossen, gehten die Unterdrücker meist viel subtiler vor, sodass eine überzeugende bzw. zutreffende Darstellung per Kurz-Video kaum möglich ist.
Ähnliches gilt auch für alle anderen Gesellschaften, bei denen der äussere Schein ebenfalls mehr zählt als die Wahrheit.

Unterdrückung durch Elend ist kaum zu dokumentieren, weil man zwar das Elend selbst abbilden kann, kaum aber die meist recht komplexen amtlichen und oft korrupten Strukturen, die es verursachen oder stabilisieren und fördern.
Das verbreitete Fehlen von Hintergrund-Informationen und / oder Einblick und Erkenntnis der Berichtenden in die Zusammenhänge ist das grösste Problem, wenn's darum geht, einer grossen Öffentlichkeit ein wirkliches Problem zu vermitteln.
Das merkt man immer wieder auch hierzulande.

Dennoch, richtig so.
Immerhin ist's sicherlich ein sehr wichtiges Mittel zum Schutz der Presse- und Meinungsfreiheit, zumindest global gesehen.
P.G. ist m.e. nicht verdächtig, Heuschrecken oder Regimen zuzuarbeiten.
Und ich glaube nicht, dass er seinen Namen her gibt, wenn er nicht von der Sache überzeugt ist.

Und für alles, was damit nicht geht, gilt es, eifrig weitere Ansätze zu suchen.
Kein Support per persönlicher Mitteilung!
Fragen gehören in's Forum.

Veränderungen stehen an. Dies ist der bisherige Stand:
28,x°,23.5°,19,2°,13°Ost
,1mØ Multifeed, mit Quattro LNBs; Multiswitches 4x 5/10(+x) - alle ohne Terrestrik und modifiziert für nur ein 12V DC Steckernetzteil (Verbrauch insgesamt 15 Watt)
1mØ mit DiSEqC 1.3/USALS als LNB2 an DVB-S2 STB, aktuell 30°W bis 55°O
1.) FM2A88X Extreme6+, A8-6600K (APU mit 4x 3,9 GHz und Radeon HD8570D), 16GB DDR3 1866, 128GB SSD, 3TB HDD, Win10 x64 Pro 1909 / 10.0.17763.107, Terratec T-Stick Plus (für DAB+), Idle Verbrauch ca. 35 Watt
2.) FM2A75 Pro 4, A8-5600K (APU mit 4x 3,6 GHz und Radeon HD7530D), 8GB DDR3 1600, 128GB SSD, 2TB HDD, Win10 x64 Pro, Idle Verbrauch ca. 45 Watt
3.) Raspberry Pi 512MB u.a. mit Raspbian
4.) GA-MA770-UD3, Phenom II x4 940, 8GB DDR2, Radeon HD6570, 2TiB, USB 3.0, 10 Pro x64 (+ XP Pro 32bit (nur noch offline)), Ubuntu 10.4 64bit, Cinergy S2 USB HD, NOXON DAB+ Stick, MovieBox Plus USB, ...

Samsung LE32B530 + Benq G2412HD @ HDMI 4:2; Tokaï LTL-2202B
XORO HRS-9200 CI+ (DVB-S2); XORO HRT-8720 (DVB-T2 HD)
Empfänger nur für FTA genutzt / ohne Abos
YAMAHA RX-V663 (AV-Receiver); marantz 7MKII; Philips SHP2700 ...
FritzBox 7590 mit VDSL2 50000