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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # WWW, Telefon, Provider & Co => Thema gestartet von: SiLæncer am 17 April, 2005, 09:22

Titel: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: SiLæncer am 17 April, 2005, 09:22
Die Programmierer rund um CSS-Knacker Jon Lech Johansen sorgen mit "PyMusique", ihrer alternativen Client-Software für den iTunes Music Store und für Napster, weiter für Aufsehen. PyMusique hat bereits mehrfach das digitale Rechtemanagement (DRM) des iTMS ausgehebelt. Nun soll die nächste Version der Software nach Angaben des siebzehnjährigen Highschool-Schülers und Mitprogrammierers Cody Brocious auch das DRM des Napster-Dienstes umgehen.

Da Napster in den USA das Digital Rights Management von Microsoft nutzt, hätte dieser Hack weit reichende Folgen. Das Gros der derzeit operierenden Musik-Onlineshops nutzt dieses DRM-System zum Schutz der Musik-Downloads.

Grundlage des Hacks soll der FreeMe-Code sein, mit dem 2001 die damalige Version des Microsoft-DRMs erfolgreich umgangen wurde. Während bei anderen Umgehungsmethoden eine Dekodierung in einfacher Geschwindigkeit nötig ist, wird mit PyMusique eine DRM-freie Version der Originaldatei auf die Festplatte geschrieben.

Sowohl der Apple- als auch der Microsoft-Hack in PyMusique setzen aber auf jeden Fall voraus, dass man die geschützten Musikdateien zuerst gekauft hat, da man nur so in den Besitz der nötigen DRM-Schlüssel kommt. Dann aber lassen sich DRM-freie Songdateien erstellen. Für die Napster-Betreiber sind diese Voraussetzungen indes wenig tröstlich, denn der Dienst bietet ein Abo-Modell an, bei dem für einen monatlichen Betrag von 10 US-Dollar unbegrenzte Downloads möglich sind. Bei Kündigung des Abos werden die Downloads deaktiviert -- wenn das DRM noch intakt ist.

Quelle : www.heise.de
Titel: Update für Windows Media Player mindert DRM-Schwachstelle
Beitrag von: SiLæncer am 19 April, 2005, 13:31
Für die Windows Media Player 9 und 10 stehen Updates zur Verfügung, die eine Schwachstelle bei der Verarbeitung DRM-geschützter Inhalte beseitigen sollen. Im Januar berichtete Panda Software, Hersteller von Antivirenprodukten, über Trojaner (Trj/WmvDownloader), die beim Abspielen bestimmter WMV-Dateien Schädlinge auf dem PC installierten. Beim Öffnen im Media Player täuschen etwa über P2P-Netze verteilte Dateien vor, eine Lizenz laden zu wollen. Stattdessen lenken sie den Browser auf eine weitere Web-Seite um, die versucht, auf dem PC Adware, Spyware, Dialer und Viren per automatischem Download zu installieren.

Dies funktioniert auch dann noch, wenn der Anwender explizit den automatischen Erwerb von Lizenzen deaktiviert hat. Allerdings wird etwa unter Windows XP seit Service Pack 2 der automatische Download standardmäßig verhindert. Das Update will nun das Problem im Player beseitigen, indem der Anwender vor der Umleitung auf eine Web-Seite explizit gewarnt wird. Auch soll der Player fortan die Privacy-Optionen beachten.

Das Update hindert den Anwender allerdings nicht daran, die Warnung zu missachten und sich von der aufgerufenen Seite zur Installation diverser Malware überreden zu lassen. Unter Umständen nutzt die Seite auch Sicherheitslöcher im Browser aus, um den Rechner zu infizieren. Der Fix beseitigt zudem noch drei weitere, nicht sicherheitsrelevante Fehler. Bislang steht das Update allerdings noch nicht für deutsche Windows-Versionen zur Verfügung.

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/58731
Titel: US-Lehrbücher mit Verfallsdatum - dank DRM
Beitrag von: SiLæncer am 10 August, 2005, 17:05
"Universal Digital Textbooks" nur 5 Monate lesbar

Der US-Buchgroßhändler "MBS Textbook Exchange" wird zusammen mit fünf großen Verlagen Lehrbücher als E-Books anbieten. Die digitalen Ausgaben sollen ein Drittel weniger kosten als ihre gedruckten Pendants, aber mit Hilfe von Digitalem-Rechtekontroll-Management (DRM) nur auf einem Computer gespeichert werden können und nach fünf Monaten "ablaufen".

"Universal Digital Textbooks" nennt MBS das Programm, an dem die Verlage McGraw-Hill Higher Education, Houghton Mifflin Company, John Wiley & Sons, Thomson Learning und Sage Publications teilnehmen. In einem ersten Schritt sollen die E-Books in Buchläden an zehn US-Universitäten verkauft werden. Die E-Books im PDF-Format werden mit einem DRM-System versehen, das kontrollieren soll, dass die Bücher nur auf einen Computer geladen werden können und nach fünf Monaten - einem US-Semester - nicht mehr lesbar sind. Auch können die E-Books nicht weiter verkauft werden.

Lehrbücher haben im US-Universitätssystem traditionell eine andere Bedeutung als an deutschen Hochschulen. In den USA gibt es für jedes Studienfach eine bestimmte Auswahl an Referenz-Lehrbüchern, die in jedem Hochschulkurs zum Thema verwendet werden. Diese Bücher werden meist exklusiv in einer Buchhandlung auf dem Universitätsgelände verkauft, die aber nicht zwangsläufig der Hochschule gehört.

Dies führt dazu, dass ein Lehrbuch eine Quasi-Monopolstellung innehat, wenn es sich als das Standardlehrbuch durchsetzen kann. Preise von mehr als 100,- US-Dollar pro Buch sind daher keine Seltenheit. Außerdem hat sich ein großer Markt für gebrauchte Bücher etabliert, in dem gut erhaltene Lehrbücher oft für mehr als die Hälfte des Neupreises weiter verkauft werden können, solange keine wichtige Neuauflage des Buches auf den Markt kommt. Dennoch gibt es immer wieder Kritik an den hohen Preisen der Bücher.

Nach eigenen Aussagen wollen MBS und die Verlage diese Kritik entkräften, indem sie günstigere Ausgaben der Bücher in elektronischer Form anbieten. Um ein solches E-Book herunterladen zu können, müssen Käufer in der Universitätsbuchhandlung eine so genannte "Universal Digital Textbook Card" kaufen. Dadurch wird das E-Book zum Download freigegeben.

Darin, dass die Studierenden weiter in die Buchhandlung gehen müssen, um an ein E-Book zu kommen, sieht MBS nur Vorteile: Zum einen können sie sehen, zu welchem Preis neue und gebrauchte Druckexemplare angeboten werden, zum anderen sei es auf diese Art einfacher, Buchkäufe über universitätstypische Rabattprogramme abzuwickeln. Für die Universitätsbuchhandlungen bedeutet dies, weiter am Umsatz beteiligt zu sein.

Kritik am Programm äußerte Fred von Lohmann, Anwalt bei der Electronic Frontier Foundation: "Solange die Käufer die Wahl haben, gedruckte Bücher zu kaufen, sehe ich da kein Problem. Die entscheidende Frage ist, wie lange es dauert, bis die Verlage aufhören, Bücher zu drucken. Es gibt keinen Zweifel, dass sie eine Welt bevorzugen, in der es keinen Markt für gebrauchte Bücher gibt", sagte von Lohman gegenüber dem IT-Nachrichtendienst CNet.

Edward Felten, Professor für Computerwissenschaften an der Princeton University und einer der bekanntesten DRM-Kritiker, glaubt nicht, dass sich DRM-kontrollierte E-Books durchsetzen werden: "Wenn der Preis zwei Drittel des gedruckten Buches beträgt, ist das offensichtlich ein schlechtes Geschäft. Unsere Studenten sind schlau genug zu entscheiden, welche Version sie kaufen - und die Dozenten werden sie gerne beraten, falls sie nicht sicher sind", schreibt Felten in seinem Blog.

"Es stört mich nicht, wenn andere Leute ihr Geld verschwenden, um Produkte zu entwickeln, die die Käufer nicht wollen", fährt Felten fort. "Das Problem mit DRM ist nicht, dass schlechte Produkte angeboten werden können, sondern dass der Staat manchmal schlechte Produkte schützt, indem er den freien Markt und den freien Fluss der Ideen ausbremst. Wenn man den Markt in Ruhe lässt, wird er DRM aus der Welt schaffen."

Quelle : www.golem.de
Titel: Windows XP Media Center Edition spielt keine DRM-Daten mehr
Beitrag von: SiLæncer am 06 März, 2006, 13:42
Update-Rollup 2 für Windows XP Media Center Edition macht Probleme

Wie mittlerweile bekannt wurde, weist das Update-Rollup 2 für die Windows XP Media Center Edition 2005 einen Fehler auf, so dass sich keine DRM-geschützten Inhalte mehr abspielen lassen. Ein nun veröffentlichter Patch soll den Fehler beseitigen.
   
Wie Microsoft in einem Knowledge-Base-Artikel einräumt, weist das im Herbst 2005 erschienene Update-Rollup 2 für Windows XP Media Center Edition 2005 (MCE 2005) einen Fehler auf. Nach der Installation des Patch-Pakets lassen sich keine DRM-geschützten Audio- oder Videoinhalte mehr mit dem Windows Media Player 10 abspielen. Der Anwender bekommt dann nur eine Fehlermeldung zu Gesicht.

Microsoft bietet nun einen Patch für Windows XP Media Center Edition 2005 mit Update-Rollup 2 zum Download an, um den Fehler zu beseitigen.

Quelle und Links : http://www.golem.de/0603/43786.html

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Nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Zukunft  ;D
Titel: Frankreich will den DRM-Safe aufbrechen
Beitrag von: SiLæncer am 14 März, 2006, 18:46
Musik soll sich auf allen Playern abspielen lassen

Ein neues französisches Gesetz will es Nutzern erlauben, digitale Musikdateien in andere Formate zu konvertieren, um sie auf unterschiedlichen Geräten abspielen zu können. Auch, wenn sie dafür ein DRM-System knacken müssen.

Das französische Parlament soll am Donnerstag, den 16. März 2006, über den Gesetzesentwurf abstimmen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sollen Nutzer in Zukunft Software verwenden dürfen, die in Musikdownload-Shops gekaufte Songs in andere Formate umwandelt, um sie zum Beispiel auf allen tragbaren Musikplayern abspielen zu können. Das würde in den meisten Fällen bedeuten, dass diese Programme auch Systeme für so genanntes Digital Rights Management (DRM) knacken müssen - von Kritikern auch als Digital Restrictions Management übersetzt.

Denn fast alle Songs der großen Download-Angebote werden verschlüsselt ausgeliefert, so dass sie nur auf bestimmten Geräten abgespielt werden können. Wer etwa über Apples iTunes-Shop Musikstücke kauft, bekommt sie mit Apples "Fair-Play-System" kodiert ausgeliefert. Diese Songs lassen sich dann nur auf einem Rechner mit iTunes-Software oder auf einem iPod abspielen. Das gleiche gilt für Dateien mit Windows-Media-DRM oder Sonys ATRAC-System: Auch sie können die Käufer nur mit ganz bestimmten Programmen und Playern abspielen.

Verbraucherschützer kritisieren diesen Lock-In-Effekt seit langem, weil er Nutzer dazu zwingt, bestimmte Kombinationen von Hard- und Software zu verwenden, die ihnen von den Anbietern vorgeschrieben werden. Zwar existiert kein DRM-System, das nicht bereits geknackt wäre. Doch ist es in fast allen EU-Ländern illegal, Programme zu diesem Zweck anzubieten. Denn die EU-Urheberrechtsrichtlinie schreibt vor, dass alle Mitgliedsländer Gesetze erlassen, die es verbieten, technische Schutzmaßnahmen - also auch DRM-Systeme - zu umgehen. In Deutschland ist das seit September 2003 der Fall; Frankreich hat diese Richtlinie allerdings - als eines der letzten EU-Mitgliedsländer - noch nicht umgesetzt.

Die Regelung werde dafür sorgen, dass "geschützte Systeme geöffnet werden müssen", sagte Christian Vanneste, der als Berichterstatter den Gesetzesentwurf maßgeblich beeinflusst hat. Er ergänzte: "Es muss erlaubt sein, Inhalte herunterzuladen und auf jedem Gerät abzuspielen."

Das deutsche Bundesjustizministerium - ebenso wie die Gesetzgeber in anderen EU-Staaten - hatte immer darauf verwiesen, dass die EU-Urheberrechtsrichtlinie zwingend vorschreibe, DRM-Systeme zu schützen und keinen Spielraum für andere Auslegungen lasse. Sollte die französische Regelung Bestand haben, kämen diese Argumente auf den Prüfstand. Wird das Gesetz so wie beschrieben verabschiedet, ist allerdings davon auszugehen, dass es von der EU darauf hin überprüft wird, ob es mit der Richtlinie in Einklang steht.

In Frankreich wird nun darüber spekuliert, ob Apple dort den iTunes-Musicstore schließen wird, da die Musikstücke in Zukunft "ungeschützt" wären. "Jede Person, die iTunes-Songs konvertiert, kann sie dann woanders anbieten", sagte Marc Guez, Chef der französischen Verwertungsgesellschaft für Musiker (SCPP), gegenüber Reuters.

Das lässt allerdings außer Acht, dass zum einen Apples Fair-Play-System bereits seit langem geknackt ist. Zum anderen dürfen die Nutzer fast aller Download-Angebote ihre Musik auf Audio-CDs brennen. Diese lassen sich dann wiederum in nicht-DRM-kodierte Dateiformate wie OGG oder MP3 umwandeln. Somit dürfte das, was der Gesetzgeber jetzt gestatten möchte, auch in Frankreich längst Realität sein.

Um Musik anzubieten, reicht es außerdem nicht aus, sie ohne DRM-Verschlüsselung vorliegen zu haben. Anbieter brauchen auch in Frankreich die Genehmigung der Rechteinhaber, um Musik verbreiten zu dürfen. Das würde sich durch den Gesetzesentwurf nicht ändern.

Allerdings ist es wahrscheinlich, dass große Musik- und Filmfirmen, die ihre Inhalte über Download-Angebote anbieten lassen, nicht auf DRM-System verzichten wollen. Dass sie daher Anbieter wie Apple zwingen würden, Angebote wie den iTunes Store in Frankreich zu schließen, indem sie keine Inhalte mehr liefern, ist denkbar. Da die geplante Regelung aber für alle Anbieter gilt, hieße das, dass sich Inhalteanbieter, die nicht auf den Einsatz von DRM verzichten wollen, komplett aus dem französischen Markt zurück ziehen müssten - was bezweifelt werden darf.

Quelle : www.golem.de
Titel: Tunebite 3 entfernt DRM von Kaufmusik und -videos
Beitrag von: SiLæncer am 26 April, 2006, 17:53
Mit Tunebite bietet die RapidSolution Software AG seit geraumer Zeit ein Produkt an, das per Digital Rights Management (DRM) geschützte Kaufmusik beim Abspielen vom Kopierschutz befreit. Nachdem Version 2.0 bereits über Highspeed Dubbing das Abspielen von geschützten Audiodateien auf mobilen Playern ohne DRM-Unterstützung erlaubte, gestattet es Tunebite 3.0 Platinum auch, DRM-geschützte Videos durch "Wiederaufnahme" in andere, nicht geschützte Formate umzuwandeln.

RapidSolution Software bewirbt seine Software mit dem Slogan "Urheberrecht beachten – Verbraucherschutz verstärken". Sie soll es etwa auch Nicht-iPod-Besitzern gestatten, die gekauften Songs und Videos auf ihren Geräten zu genießen. Dennoch ist das Angebot von RapidSolution rechtlich nicht unproblematisch. Denn das Urheberrecht verbietet nicht nur die Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen, sondern schützt in Paragraph 95c auch die "von Rechtsinhabern stammende Informationen für die Rechtewahrnehmung" vor einer Entfernung und Veränderung.

Da es sich insbesondere beim Capturen der Videos um einen Ressource-hungrigen Prozess handelt, lassen sich nur Clips mit Auflösungen von höchsten 320 ×, 240 Bildpunkten entschützen, die aus dem iTunes Music Store stammen oder als DRM-geschützte WMV-Dateien vorliegen. Auf Wunsch veranlasst Tunebite die Abspielsoftware auch dazu, den Clip mit reduzierter Geschwindigkeit wiederzugeben, um bei der Aufnahme keine Framedrops zu erzeugen. Als Zielformate stehen MPEG-4 (benötigt 3ivx-Codec) und WMV zur Wahl.

Tunebite 3 Platinum kostet knapp 25 Euro, die auf Audio beschränkte Tunebite 3 Premium schlägt mit 15 Euro zu Buche.

Quelle : www.heise.de
Titel: Kanadische Musiker gegen DRM und Klagen gegen Fans
Beitrag von: SiLæncer am 27 April, 2006, 10:02
Künstler stellen sich gegen die Lobby der Musikindustrie

Mit Gründung der "Canadian Music Creator Coalition" (CMCC) melden sich kanadische Musiker, Songschreiber und Produzenten im Lobbykampf um ein schärferes Urheberrecht und Tauschbörsen zu Wort, denn, so die Künstler, die Lobbyisten der großen Plattenfirmen würden ihre Interessen eben nicht vertreten. Die CMCC lehnt Klagen gegen Fans sowie die zunehmende Kopierschutz- und DRM-Systeme ab, sie seien eben nicht in ihrem Interesse.

Mit Gründung der CMCC wollen sich die Künstler selbst eine Stimme und somit Gehör verschaffen, um auf Gesetze und Regeln Einfluss zu nehmen, die ihr eigenes Leben entscheidend mitbestimmen. "Wir sind diejenigen, die die Musik machen. Ohne uns gäbe es keine Musik, die ein Urheberrecht schützen müsste", heißt es in einer Presseerklärung.

Bislang seien es vor allem einige multinationale Plattenfirmen, die über die Bedürfnisse kanadischer Musiker im Hinblick auf das Urheberrecht reden. Man betrachte diese Plattenfirmen zwar nicht als Feinde oder Gegner, doch sei es eben deren Aufgabe, das Beste für ihre Aktionäre herauszuholen, daher könnten sie nicht im Namen der Künstler auftreten.

Die Künstler, die sich in der CMCC engagieren, können auf Dutzende Junos (kanadischer Musikpreis) und Grammys verweisen und haben zusammen mehrere zehn Millionen Platten verkauft, darunter die Barenaked Ladies, Avril Lavigne, Sarah McLachlan, Chantal Kreviazuk und Sum 41.

Sie lehnen Gesetzesvorschläge ab, auf deren Basis Klagen gegen ihre Fans geführt werden oder durch die Plattenfirmen mehr Kontrolle über die Art, wie Musik genutzt wird, erhalten. Es sei Aufgabe der kanadischen Regierung, die Musiker vor Ausbeutung zu schützen und dazu bedürfe es Unterstützung für junge Talente und eines modernen Urheberrechts.

Ein solches modernes Urheberrecht dürfe es nach Ansicht der CMCC nicht erlauben, dass Plattfirmen Musikfans verklagen, weil diese ohne kommerzielle Interessen Musik tauschen. Auch DRM-Systeme lehnen die Künstler ab, die Gesetze sollten Musiker und Konsumenten schützen, nicht restriktive Technologien. Kunden sollten in der Lage sein, die von ihnen gekaufte Musik im Rahmen einer Privatkopie (Fair Use) in andere Formate umzuwandeln, ohne dass man sie zweimal zur Kasse bittet.

Zudem verweisen die kanadischen Musiker darauf, dass die großen Plattenfirmen mehrheitlich ausländische Künstler vertreten. Die Regierung solle sich besser um die kanadische Musikszene sorgen.

Hier zu Lande vertritt der Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen (VUT) mit der Kampagne Respect the Music ähnliche Ziele. Digital Rights Management (DRM) und Kopierschutz seien nicht die Lösung des Problems der Musikindustrie, so der VUT: "So, wie diese Techniken bislang gestaltet werden, helfen sie eher, auch noch die letzten 'ehrlichen' Musikkäufer zu verprellen und in die Piraterie zu treiben", heißt es auf der Kampagnen-Website. Und weiter: "Die strafrechtliche Verfolgung von P2P-Usern löst das Problem der Piraterie nicht und macht Fans zu Kriminellen".

Quelle : www.golem.de
Titel: Demonstrationen gegen DRM in den USA
Beitrag von: SiLæncer am 12 Juni, 2006, 16:15
Proteste vor Apple-Stores

In mehreren Städten der Vereinigten Staaten haben am vergangenen Wochenende Aktivisten Protestkundgebungen gegen mit "Digital Rights Management" geschützte Musik veranstaltet. Die Demonstranten verteilten Flugblätter und versuchten, Passanten über eine befürchtete Einschränkung ihrer Rechte aufzuklären.

Zu den Protesten hatten mehrere populäre Webseiten, wie etwa das aus einem Blog hervorgegangene Online-Magazin BoingBoing, aufgerufen. Auch Redakteure der Zeitschrift "MaximumPC" beteiligten sich in San Francisco an den Kundgebungen. Daneben fanden Aktionen vor Apple-Stores in anderen Städten wie Chicago, New York und Seattle statt. Apple ist auch in den USA mit seinem "iTunes Music Store" der größte Vertreiber von DRM-geschützter digitaler Musik. Das Unternehmen hatte sich unter anderem durch die Reduzierung der erlaubten Kopien der Originaldateien von zehn auf sieben Exemplare Kritik zugezogen.

Die Demonstranten verteilten ausgedruckte Texte mit Informationen zu DRM und hatten auch die von der Webseite Defectivebydesign im Design der Apple-Anzeigen gestalteten Protestplakate dabei. Darin werden die bekannten weißen Kopfhörerkabel als Fesseln für die Silhouetten-Gestalten verwendet.

In den USA formiert sich bereits seit längerem Protest gegen DRM-Systeme. Zu den Demonstrationen hatten neben den genannten Webseiten auch die "Electronic Frontier Foundation" und die Studentenbewegung "Free Culture" aufgerufen.

Quelle : www.golem.de
Titel: Auf Wiedersehen DRM: Microsofts Musik- Kopierschutz geknackt
Beitrag von: SiLæncer am 28 August, 2006, 20:49
Musikstücke, die über Napster oder den Abo-Dienst von Yahoo heruntergeladen werden, sind eigentlich mit einem Verfallsdatum versehen: Wenn der Abonnent nicht mehr weiterzahlt, lassen sich die Songs nicht mehr abspielen. Dieses Microsoft-System ist jetzt geknackt worden.

Für die Abo-Dienste ist das ein großes Problem: Denn die Musik-Flatrate, die Napster oder Yahoo Music anbieten, bietet für eine monatliche Gebühr alles, was Onlineshops wie iTunes auch bieten - nur für eine begrenzte Summe. Yahoo Music zum Beispiel gibt es schon für 5 Dollar im Monat. Dafür kann der Abonnent unbegrenzt Musik herunterladen - die aber nur so lange abspielbar bleibt, wie auch weiter gezahlt wird. Wer kündigt, verliert seine gesamte Musikbibliothek.

Dieses sogenannte Digital Rights Management (DRM) funktioniert ohnehin nur leidlich - beispielsweise lassen sich die Songs von Yahoo nicht auf iPods abspielen, weil sie mit einem DRM-Schutz aus dem Hause Microsoft versehen sind. Der Apple-Player aber kann mit dieser Kodierung nichts anfangen. Ganz generell sorgt DRM für Kompatibilitätsprobleme und ständigen Ärger und hat deshalb einen schlechten Ruf.

Damit soll es nach den Vorstellungen einiger findiger Hacker nun vorbei sein. Wie beispielsweise das US-Blog "Engadget" berichtet, sorgt eine Software namens FairUse4WM dafür, dass die Songs aus den Abodiensten, die Microsofts Windows-Media-DRM benutzen, sich mit wenig Aufwand aus den Fesseln des Kopierschutzes befreien lassen. Für Nutzer der Abodienste würde das heißen: Ein einmal so befreiter Song bleibt für immer auf der heimischen Festplatte - auch wenn das Abo gekündigt wird. Und: Er lässt sich auch auf beliebig viele andere Abspielplattformen übertragen, limitierte Kopienzahlen und andere Schikanen durch das DRM entfallen.

Natürlich soll die Kopierbeschränkung in erster Linie dem Urheberrechtsschutz dienen - den Plattenfirmen ist nicht daran gelegen, Kunden für 5 Dollar im Monat unbegrenzte Mengen Musik zur Verfügung zu stellen. In der Netz-Gemeinde werden deshalb schon Wetten abgeschlossen, wie lange es wohl dauern wird, bis Microsoft das Loch wieder schließt.

"Engadget" macht sich unterdessen für die befreiten Files stark. In einem offenen Brief an Microsoft bitten die Tech-Blogger, man möge sich doch bitte nicht weiter um FairUse4WM kümmern - schließlich bringe es den Abo-Diensten vermutlich neue Kunden ein: "Kurz nachdem wir die Neuigkeit online gestellt hatten, bekamen wir haufenweise Nachrichten von Lesern und Freunden die uns sagten, dass sie sich jetzt für einen PlaysForSure Anbieter angemeldet hätten, weil sie jetzt endlich keine Sorge mehr hätten dass sie heruntergeladene Stücke auch tatsächlich auf ihrem MP3-Player würden abspielen können."

Das Blog "Techdirt" ergänzt: "Obwohl einige Nutzer zweifellos einfach für einen Monat ein Abonnement bezahlen werden und dann alles herunterladen, was sie in dieser Zeit schaffen, sollte das niemandem Sorge bereiten. Diese Nutzer haben ohnehin kein Interesse daran, für Musik zu bezahlen - wenn sie diese nicht von Napster oder Yahoo bekommen, werden sie sich wieder einem Filesharing-Netzwerk zuwenden."

Microsoft sei vielleicht die einzige Firma, die die Branche zur Einsicht bewegen könne, so "Engadget": "Die Musikindustrie muss akzeptieren, dass es immer eine gewisse Menge an Piraterie geben wird, und einfach damit weitermachen, Musik digital zu verkaufen. Sollen sie doch das DRM behalten, wenn sie wollen - wir können alle so tun, als ob es noch funktioniert - aber macht es doch möglich, es loszuwerden - für alle, die diesen zusätzlichen Schritt machen wollen."

Ganz so utopisch, wie die "Engadget"-Bitte klingt, ist sie gar nicht: Yahoo etwa hat vor einiger Zeit schon einmal MP3s ohne DRM verkauft - allerdings nur einen einzigen Song, als "Testballon", wie es damals hieß.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Re: Auf Wiedersehen DRM: Microsofts Musik- Kopierschutz geknackt
Beitrag von: Tom Keller am 28 August, 2006, 21:11
So ganz neu ist FairUse4WM aber nicht ::) . Nach dem, was auf Doom9 nachzulesen ist, geht dieses kleine Stück Software auf Drmdbg zurück - einem von einem Japaner entwickelten Tool, mit dessen Hilfe man ebenfalls DRM-geschützte Dateien von diesem "Schutz" befreien konnte. Und das schon seit fast zwei Jahren (!): die erste Version von Drmdbg tauchte nämlich im Januar 2005 auf. Allerdings bietet FairUse4WM etwas Wesentliches, das Drmdbg nicht bieten konnte: ein GUI... und damit auch eine höhere Benutzerfreundlichkeit. Allein dadurch wird es garantiert sehr viel schneller sehr bekannt und beliebt werden ;) ...
Titel: Software entfernt Windows-DRM von Mediadateien
Beitrag von: SiLæncer am 29 August, 2006, 10:46
Vor einigen Tagen ist im Internet mit FairUse4WM eine grafische Version des bereits seit Anfang des vergangenen Jahres bekannten drmdbg.exe aufgetaucht. Beide Programme erlauben es, mit Microsofts digitaler Rechteverwaltung DRM10 geschützte Mediendateien von dem System zum Rechtemanagement und Kopierschutz zu befreien. Allerdings erleichtert das assistentengesteuerte und mit einer Stapelverarbeitung versehene FairUse4WM den Prozess erheblich; auch Tests von Engadget erbrachten, dass die Software einwandfrei arbeitet.

Allerdings "knackt" die Software das Windows Media DRM 10 keineswegs: Denn das Programm benötigt zum Entfernen des DRMs mindestens eine Datei mit einer gültigen Lizenz. Aus ihr extrahiert FairUse4WM den Lizenzschlüssel, mit dem sich dann weitere, mit diesem Schlüssel individualisierte Dateien entschlüsseln lassen.

Der Programmierer appelliert an das Gewissen der Anwender, die Software nur in dem von ihm beschriebenen Sinne einzusetzen, also um die im angelsächsischen Sprachraum häufig bemühten "Fair Use Rights" auszunutzen. Dabei wird gerne argumentiert, dass man rechtmäßig erworbene Kaufmusik nicht nur auf PCs und auf wenigen geeigneten mobilen Playern wiedergeben können müsse, sondern auch auf anderen Geräten (Gleiches gilt auch für ähnliche Programme, die das von Apple im iTunes Music Store eingesetzte FairPlay-DRM beseitigen). Unter diesen Umständen sei es legitim, die Dateien von ihrem DRM zu befreien. Hierzulande schiebt das geltende Urheberrecht solchen Argumentationen den Riegel vor, denn es verbietet per se das Umgehen eines wirksamen Kopierschutzes.

Um dem Missbrauch von FairUse4WM vorzubeugen, importiert die Software keine KID/SID-Schlüsselpaare, die es andernfalls gestatten würden, DRM-geschützte Mediendatein auch ohne gültige Lizenz zu entschlüsseln. Nichtsdestotrotz kann man etwa die Musik von Abodiensten wie Napster to Go und Yahoo Unlimited to Go von ihrem Kopierschutz entfernen. Napster und Yahoo gewähren ihren Abokunden den Zugriff auf mehrere Millionen Songs, die man beim "to Go"-Abo auf die Festplatte des PC und auf DRM10-taugliche Musikplayer übertragen kann. Bei Beendigung des Abos erlöschen allerdings auch die Abspiellizenzen, was sich mit FairUse4WM verhindern ließe.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft entwickelt Software gegen "FairUse4WM"
Beitrag von: SiLæncer am 29 August, 2006, 12:25
Tool zum Entfernen von DRM aus Mediendateien bald wirkungslos?

Als Reaktion auf das Software-Tool FairUse4WM zum Entfernen des DRM-Schutzes aus Windows-Media-Dateien hat Microsoft seine Software aktualisiert. Um das Entschlüsseln beispielsweise von Mietmusik zu verhindern, muss auf den Rechner der Kunden aber neue Software installiert werden.

Wie berichtet, kann man die DRM-Verschlüsselung mit FairUse4WM aus Mediendateien ausbauen - allerdings nur, wenn man für diese Dateien eine gültige Lizenz besitzt. Wer also beispielsweise bei Napster Abonnent war, kann nach Kündigung des Vertrages die Musikstücke weiter abspielen, was wohl kaum im Sinne des "Fair Use" ist, auf den sich der Autor des Programms FairUse4WM beruft. Nach eigenen Aussagen im Forum der Webseite Doom9.org ging es ihm vor allem darum, die Dateien auf nicht von Microsoft zertifizierten Wiedergabegeräten nutzbar zu machen.

Microsoft schätzt das Problem offenbar als gravierend ein. Wie die Webseite Engadget meldet, hat das Unternehmen nur drei Tage nach einem ersten Bericht über FairUse4WM an selber Stelle seine Entwickler auf eine neue Version der "Individualized Blackbox Component" (IBX) seines DRM-Systems aufmerksam gemacht. Diese Bibliotheken müssen auch von FairUse4WM genutzt werden, um die Dateien zu entschlüsseln - mit den neuen Ausgaben soll das nicht mehr möglich sein.

Dazu muss aber, so Microsoft laut einer E-Mail, die Engadget vorliegt, "Code auf dem Client ausgeführt werden". Lies: Wer Mediendateien verkauft und sich gegen das Entschlüsselungsprogramm schützen will, muss seine Kunden dazu bringen, eine neue Software auf ihren Rechnern auszuführen. Das kann durch die üblichen Windows-Installationsroutinen auch leicht in einem neuen Client für die Abo-Dienste versteckt werden.

Quelle : www.golem.de
Titel: Re: Auf Wiedersehen DRM: Microsofts Musik- Kopierschutz geknackt
Beitrag von: _Immer_Intl_ am 30 August, 2006, 10:13
Nicht umsonst sind auch Softwares wie Tunebite ungeheuer angesagt.
Titel: FairUse4WM vs. Microsoft = 2:1
Beitrag von: SiLæncer am 04 September, 2006, 17:30
Erst kürzlich veröffentlichte Microsoft einen Patch für die Individualized Blackbox Component (IBX): Dadurch ließ sich die digitale Rechteverwaltung (DRM) in Programmen, die auf Windows Media Format 9.5 SDK aufsetzen, nicht mehr mit der Software FairUse4WM aushebeln. Mit Version 1.2 seiner Software will der Programmierer mit Pseudonym "viodentia" den IBX-Fix erneut umgehen. Zudem soll diese Version mit dem Windows Media Player 9 (WMP) und der Beta 2 des WMP11 zusammenarbeiten.

Die Software knackt Microsofts Rechteverwaltung nicht, sondern ist auf mindestens eine gültige Lizenz angewiesen, um individualisierte Mediendateien, die etwa aus einem Napster-Abo stammen, von ihrem DRM zu befreien. Allerdings dürfte auch das nach dem deutschen Urheberrechtsgesetz (UrhG) unter das verbotene Umgehen eines wirksamen Kopierschutzes fallen. Napster und vergleichbare Abo-Dienste gewähren ihren Abokunden den Zugriff auf mehrere Millionen Songs, die man beim "to Go"-Abo auf die Festplatte des PC und auf DRM10-taugliche Musikplayer übertragen kann. Bei Beendigung des Abos erlöschen allerdings auch die Abspiellizenzen, was sich mit FairUse4WM verhindern ließe.

Quelle : www.heise.de
Titel: Sky TV stellt Video-Downloads wegen DRM-Crack ein
Beitrag von: SiLæncer am 14 September, 2006, 10:52
Auf Patch von Microsoft folgte neuer Crack

Der britische TV-Sender Sky hat sein Download-Angebot abgeschaltet, da der benutzte Kopierschutz geknackt wurde. Nach dem Auftauchen eines ersten Cracks bot Microsoft zwar einen Patch an, doch auch die neue Version wurde wieder geknackt.

Auf der Homepage des Senders steht noch immer, dass die Film-Downloads sowie einige Sportprogramme auf Grund eines "wichtigen Sicherheits-Updates", das am System durchgeführt werde, abgeschaltet wurden. Laut ZDNet ist der Crack "FairUse4WM" für das Digital Rights Management (DRM) von Windows Media für die Abschaltung des Dienstes verantwortlich.

Microsoft veröffentlichte nach Auftauchen eines ersten Cracks zwar einen Patch, doch kurze Zeit später folgte ein neuer Crack, mit dem der Kopierschutz wieder umgangen werden kann. Einzelne Dateien lassen sich so von dem DRM-System befreien. Ein Sky-Sprecher sagte gegenüber ZDNet, man werde den Dienst so lange abgeschaltet lassen, bis Microsoft einen sicheren Patch liefert, auf den man sich verlassen könne.

Quelle : www.golem.de
Titel: Microsoft verklagt FairUse4WM-Programmierer
Beitrag von: SiLæncer am 27 September, 2006, 13:52
Der US-Softwarekonzern Microsoft hat bei einem Bezirksgericht in Seattle Klage gegen Unbekannt wegen Copyright-Verletzung eingereicht. Als einen der Beschuldigten konnte der Konzern laut Medienberichten nur dessen Pseudonym "viodentia" angeben. Dieser ist einer der Entwickler der Software FairUse4WM. Die Software knackt Microsofts Rechteverwaltung nicht, sondern ist auf mindestens eine gültige Lizenz angewiesen, um individualisierte Mediendateien, die etwa aus einem Napster-Abo stammen, von ihrem DRM zu befreien.

Microsoft beschuldigt die FairUse4WM-Programmierer des Verstoßes gegen Copyrightbestimmungen, da sie Code des Windows Media Software Development Kit unerlaubt genutzt hätten, um ihr Tool zu entwickeln. Microsoft stellt rund 75.000 US-Dollar Schaden in Rechnung und verlangt eine dauerhafte Unterlassung. Da die Namen der Beschuldigten nicht bekannt sind, hat Microsoft bei Gericht eine zusätzliche Frist dafür beantragt, diese durch Verfügungen an Internet-Service-Provider herauszufinden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Tunebite 4 beißt DRM aus Audio- und Videodateien
Beitrag von: SiLæncer am 09 Dezember, 2006, 13:19
 Die RapidSolution Software AG stellt mit Tunebite 4 eine deutlich erweiterte Version seiner Kopiersoftware für Audio- und Videodateien vor. Das Programm spielt auch Material ab, das durch digitales Rechtemanagement (DRM) geschützt ist. Gleichzeitig zeichnet es wieder auf, und zwar ohne die betreffenden Einschränkungen. So lassen sich zum Beispiel geschützte Musikdateien vom WMA- oder AAC-Format in freie MP3-, Ogg-Vorbis- oder WAV-Dateien wandeln. RapidSolution nutzt bei Tunebite nach eigenen Angaben die legale Lücke des Wiederaufnehmens während des Abspielens. Das Unternehmen beruft sich darauf, dass nach Paragraf 95a des deutschen Urheberrechtsgesetzes (UrhG) "die strafverfolgungsfreie eingeschränkte Möglichkeit für die Wiederaufnahme von Musikstücken als Privatkopie" bestehe.

Tunebit 4 bietet eine integrierte Brenn-Engine zum Herstellen von Musik- oder MP3-CDs, ein Transfermodul zum Befüllen von MP3-Playern und eine automatische Exportfunktion in verschiedene Klingeltonformate für Handys. Das High Speed Dubbing von Audiodateien mit bis zu vierfacher Geschwindigkeit ist nun – je nach Leistung des PCs – mit bis zu vier Musikstücken parallel möglich. Die Basisversion Tunebite Premium kostet 20 Euro. Die 8 Euro teurere Platinum-Version kann zusätzlich geschützte Video-Dateien von DRM befreien. Mit einem leistungsstarken Rechner lassen sich damit Kaufvideos mit DVD-Auflösung als ungeschützte Dateien im WMV- oder MP4-Format ablegen. Für 37 Euro wird die Platinum-Version mit einem integrierten MPEG4-Encoder angeboten. RapidSolution will das Download-Kaufangebot für Tunebite 4 am kommenden Montag, dem 11. Dezember, starten.

Quelle : www.heise.de
Titel: US-Senatoren fordern DRM für Satelliten- und Internetradios
Beitrag von: SiLæncer am 16 Januar, 2007, 11:51
Vier Senatoren haben in den US-Kongress ein Gesetz zur Regulierung der Verbreitung Copyright-geschützten Materials über Kabel, Satellit und Internetradios eingebracht. Der Platform Equality and Remedies for Rights Holders in Music Act sieht ein Gebührensystem vor und will die Sender dazu verpflichten, das ausgestrahlte Material mit moderner Technik vor "Diebstahl" zu schützen. Das erläutert die demokratische Senatorin Dianne Feinstein in einer Mitteilung. Sie glaubt, mit dem Gesetz könnten Probleme der Musikindustrie aus dem Weg geräumt werden.

Neue Radiodienste ermöglichten den Hörern nicht nur den passiven Musikgenuss, sondern auch das ausgestrahlte Material aufzuzeichnen, zu verändern und zu sammeln, heißt es weiter in der Mitteilung. So wie sich die Technik wandle, müssten auch die Gesetze angepasst werden, damit die Sänger und Liedtexter für ihre Leistungen entlohnt werden. Auch soll das neue Gesetze Ungerechtigkeiten in den bestehenden Abrechnungssystemen für herkömmliche Radiostationen und für solche ausräumen, die neuartige Übertragungswege nutzen.

Weiter soll das Gesetz gewährleisten, dass herkömmliche Aufzeichnungen von Radioprogrammen weiterhin erlaubt bleiben. Jede Aufzeichnung, die manuell ausgelöst werde, soll weiterhin nicht sanktioniert werden, auch nicht solche, die per Zeitschaltuhr programmiert werden. Dagegen soll es nicht gestattet sein, beispielsweise in digitalen Radiostationen nach dem Liedgut eines bestimmten Sängers oder Komponisten Ausschau zu halten. Nur Sendestationen, die zu einem vernünftigen Preis verfügbare Technik als Kopierschutz einsetzen, würden eine staatliche Sendelizenz erhalten. Alternativ könnten sie mit den Plattenlabels individuelle Lizenzverträge schließen.

Feinstein hatte bereits im April vorigen Jahres zusammen mit den Kollegen Lindsey Graham und Bill Frist einen Entwurf für den "Perform Act" vorgelegt, doch dümpelte er im Senat konsequenzlos vor sich hin. Der Gruppe haben sich nun Joseph Biden und Lamar Alexander hinzugesellt, Frist gehört dem Senat nicht mehr an. Diese Poltiker haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder hervorgetan, um die Verbreitung digitaler Werke im Sinne der Unterhaltungsindustrie zu regulieren. Der demokratische Senator Joseph Biden beispielsweise forderte im Jahr 2002 einen erweiterten Kopierschutz, Feinstein gehört zu den Unterstützern eines 2005 im US-Parlament verabschiedeten Gesetzes, das bis zu zehn Jahre Haft für illegale Filmkopien vorsieht. Sie hofft nun, dass sich der Justizausschuss den Entwurf vornimmt.

Nachdem bereits voriges Jahr der Gesetzentwurf bekannt geworden ist, hatten die Bürgerrechtler der Electronic Frontier Foundation (EFF) Gelegenheit zur Stellungnahme gegen den "MP3-Streaming-Bann", wie sie es nennen. Nach dem bisher geltenden Gesetz müssten Radiostationen DRM in Streaming nur verwenden, wenn es das auszustrahlende Material bereits beinhaltet. Der Entwurf sieht aber vor, dass sämtliche Werke mit DRM versehen werden müssen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Britische Regierung lehnt DRM-Verbot ab
Beitrag von: SiLæncer am 21 Februar, 2007, 15:10
Die britische Regierung lehnt es ab, einer online übermittelten Petition zu entsprechen und gegen Digital Rights Management (DRM) vorzugehen. Dieser E-Petition, die auf einer Regierungs-Website gehostet wird, haben sich rund 1400 Unterzeichner angeschlossen. Darin heißt es, "wir glauben, dass DRM die Freiheit der Wahl zwischen verschiedenen Geräten beseitigt und den Nutzern einen bestimmten Dienst aufzwingt". Digitale Inhalte sollten nicht kostenlos sein, aber so angeboten werden, dass Privatkopien möglich seien.

Die Petenten wollten damit erreichen, dass die Regierung einen Schritt weitergeht als die All Party Internet Group, die auf Betreiben der britischen Verbraucherschützer eine deutliche Kennzeichnung "DRM-infizierter" Produkte fordert. Die britische Regierung entgegnet, die Inhalte-Anbieter sollten in der Lage sein, ihre Angebote zu schützen. Außerdem könnten Unternehmen durch DRM den Verbrauchern entsprechend unterschiedlicher Bezahlung verschiedene Nutzungsmöglichkeiten anbieten.

Dabei müssten aber auch die Bedürfnisse und Rechte der Verbraucher beachtet werden, heißt es weiter in der Antwort der Regierung. Die Verbraucher müssten deutlich über die Nutzungsmöglichkeiten und Einschränkungen aufgeklärt werden. Es sei zu erwarten, dass sich künftig eine Balance zwischen den Ansprüchen der Produzenten und der Konsumenten einstellen werde. Weiter verweist die Regierung auf den im Dezember vorgestellten Bericht Gowers Review of Intellectual Property (PDF-Datei), der eine begrenzte Erlaubnis für Privatkopien vorsehe und ein Meldesystem für Verbraucherbeschwerden über DRM.

Die DRM-Diskussion wurde in der zweiten Februarwoche durch Apple-Chef Steve Jobs angeheizt, indem er sich öffentlich gegen DRM aussprach. Während das Musiklabel EMI erwägt, weitflächig auf DRM zu verzichten, deutsche Phonoverbände aber Jobs' Vorschläge als scheinheilig titulierten, räumte Dieter Daum, Senior Vice President von Sony Europe EMCS, laut ORF-Futurezone ein, dass auch durch Jobs' Äußerungen einiges in Bewegung geraten sei. Chris Reiser, Executive Vice President der Sony-Tochter DADC International, meint demnach, der Skandal rund um den von Sony BMG eingesetzten Kopierschutz XCP habe dazu geführt, dass es fast keine Nachfrage nach Kopierschutz für Musik-CDs mehr gebe. Gleichzeitig steige aber die Nachfrage nach digital vertriebener Musik. Hier bietet sich Sony DADC mit seinem gleichnamigen digitalen Rechtemanagement an.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: Britische Regierung lehnt DRM-Verbot ab
Beitrag von: SiLæncer am 25 Februar, 2007, 14:47
Vorerst keine MP3-Dateien von EMI

EMI, einer der vier größten Plattenverlage der Welt, hat die Verhandlungen über die DRM-freie Vermarktung seines Musikkatalogs abgebrochen. EMI hatte von Online-Shop-Betreibern wie Amazon, Apple, Yahoo! und anderen eine einmalige Vorabzahlung in unbekannter Höhe gefordert, "um so das durch den DRM-freien Vertrieb gesteigerte Risiko illegaler Kopien zu kompensieren", berichtete der Nachrichtendienst Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise. Die Musikdienste waren nicht bereit, die geforderte Summe zu zahlen.

Die Verhandlungen seien durch das Übernahmeangebot, das die konkurrierende Warner Music Group der EMI gemacht hatte, zusätzlich erschwert worden, heißt es weiter. Warner-CEO Edgar Bronfman sprach sich dafür aus, Musik weiterhin nur mit DRM-Schutz zu vertreiben. In Schwung kam die Diskussion um den DRM-freien Musikvertrieb durch einen offenen Brief des Apple-Chefs Steve Jobs. Er hatte sich in seinem Positionspapier "Thoughts on Music" für die Abschaffung der DRM-Mechanismen ausgesprochen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Musicload will DRM loswerden
Beitrag von: SiLæncer am 17 März, 2007, 16:32
Nach Apple will sich nun auch Musicload von den digitalen Fesseln in Form von Kopierschutzverfahren befreien. Auf der Titelseite der aktuellen Ausgabe seines unregelmäßig an Medienvertreter verschickten Newsletters "forward" verkündet der Online-Musikhändler von T-Online vollmundig das "Comeback von MP3". Experten seien sich einig, heißt es, dass die von der Musikindustrie angestrebte Steigerung des Umsatzes über den Verkauf von Songs über das Internet auf rund 25 Prozent bis 2010 nur mit offenen Standards zu erzielen sei. Die derzeit auch von Musicload hauptsächlich verwendeten Systeme zum digitalen Rechtemanagement (DRM) würden dagegen "die Nutzung von Musik für den Verbraucher erschweren und verhindern, dass sich der legale Download zum Massenmarkt entwickelt."

Die Front der DRM-Befürworter bröckelt, schreiben die PR-Experten der Musikplattform weiter. Die lange Zeit als "Wunderwaffe" gegen die illegale Weitergabe von Songs gepriesenen Schutzmechanismen stünden zur Diskussion. Nicht jeder online gekaufte Titel laufe automatisch auf jedem digitalen Abspielgerät, greift die Musicload-Postille die Kritik von Gegnern der technischen Kopierblockaden auf. Wer sich einmal für einen Anbieter entschieden habe, könne später nur schwer wechseln. Diese geringe Interoperabitlität der Systeme behindere den Wettbewerb und bremse das Wachstum des digitalen Musikvertriebs.

Probleme mit erstandenen Songs sind bei Musicload "in drei von vier Fällen auf DRM zurückzuführen", erfährt der Newsletter-Leser. Man habe daher Verhandlungen mit den Partnern in der Musikindustrie aufgenommen, "um gemeinsam Alternativen zu entwickeln". Als ersten Erfolg bezeichnet die Plattform die Kooperation mit dem von den Fantastischen Vier gegründeten Independent-Label Four Music. Seit Dezember sei der gesamte Katalog der Berliner Plattenfirma im MP3-Format erhältlich. Die Umstellung habe sich bereits bezahlt gemacht: der Absatz von Four-Music-Künstlern wie Max Herr, Gentleman oder Joy Denalane sei um mehr als 40 Prozent gestiegen. Inzwischen würden auch Indie-Label wie Aredo, K7, Rebeat, Spectre und ZYK ihre Titel als MP3s anbieten.

Die große Frage ist für Musicload aber noch, wann das erste Major-Label die Zeichen der Zeit erkennt. Noch scheine ein vollständiger Verzicht auf einen Kopierschutz für die Großen unvorstellbar, geben sich die Darmstädter hier vorsichtig. Dabei gehe es durchaus ohne DRM. Schützen beziehungsweise zurückverfolgen könne man auch MP3-Songs, etwa durch digitale Wasserzeichen, wie sie das Fraunhofer-Institut für digitale Medientechnologie (IDMT) entwickele.

Anfang Februar hatte sich zuvor bereits Apple-Boss Steve Jobs entschieden gegen DRM ausgesprochen. Er will im iTunes-Shop, der sich hierzulande ein Kopf-an-Kopf-Wettrennen mit Musicload bietet, ebenfalls lieber Musik verkaufen, die mit offenen Standards wie MP3 und AAC kodiert wurde.

Quelle : www.heise.de
Titel: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: SiLæncer am 02 April, 2007, 14:32
Es sind nicht die Beatles, wie manche Berichte seit der Ankündigung der Veranstaltung am gestrigen Sonntag spekulierten. Die Fab Four haben einmal die Musikbranche revolutioniert, heute sorgte dafür Eric Nicoli. Der CEO des Major Labels EMI läutete auf einer kurzfristig angekündigten Veranstaltung am heutigen Montagnachmittag das Ende des digitalen Rechtemanagements (DRM) ein. EMI, bisher in Sachen Kopierschutz und Piraterie-Bekämpfung eine feste Stimme im Chor der Big Four, der vier großen Musikkonzerne, weicht von der bisher eisern verfolgten Linie ab und will das digitale EMI-Repertoire online künftig ohne digitale Kopierschutztechniken verkaufen. Das kündigte EMI-Chef Eric Nicoli am heutigen Montagmittag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Steve Jobs in der umdekorierten EMI-Kantine London an. Welches Format die Songs haben, soll der jeweilige Anbieter selbsständig festlegen können, laut EMI ist MP3, WMA, ACC und "jedes andere Format" möglich.

Zuerst werden die kopierschutzfreien Tracks bei Apple erhältlich sein. Die im AAC-Format kodierten Stücke kommen mit "doppelter Qualität" als die bislang verfügbaren 128 kBit/s zu einem höheren Preis (1,29 US-Dollar pro Song) in den iTunes-Store, Upgrades sind möglich. Wer ein komplettes Album kauft, bekommt es DRM-frei in der höheren Qualität zum bislang gültigen Preis von in Regel 9,99 US-Dollar. Die Präsenz des Apple-Bosses, der als Special Guest angekündigt wurde, deutete die folgenschwere Ankündigung bereits an. Jobs hatte es im Vorfeld geschickt verstanden, sich mit einem flammenden Plädoyer gegen Digital Rights Management (DRM) in der Debatte um den von Konsumenten ungeliebten Kopierschutz an eine Entwicklung zu hängen, die auch ohne ihn bereits Fahrt aufgenommen hatte. Zahlreiche Indie-Labels vermarkten ihre Musik bereits erfolgreich über verschiedene Online-Kanäle, nur bei iTunes wurde auch ihnen Apples proprietärer Kopierschutz übergestülpt. "FairPlay", wie das Apple-DRM heißt, lässt den Anwendern im Vergleich zu anderen Systemen noch eingermaßen Spielraum, macht aber eine wesentliche Einschränkung: Bei iTunes gekaufte Musik ist nur auf Umwegen auf einen MP3-Player zu kriegen, der nicht von Apple ist.

FairPlay sei Apples Zugeständnis an das gesteigerte Sicherheitsbedürfnis der Industrie und habe iTunes erst möglich gemacht, hatte Jobs das eigene System gerechtfertigt. Doch hat so ein geschlossenes System aus Hardware, Software und dem Vertrieb noch einen weiteren Vorteil für den Anbieter: Er profitiert an allen Ecken. Im Gegenzug erhält der Verbraucher ein ausgereiftes System, innerhalb dessen er sich komfortabel bewegen kann. Auch Microsoft schwebt mit dem Zune-Universum so ein geschlossener Kreislauf vor. Sollte sich der Trend zu DRM-freier Musik nach EMIs Paradigmenwechsel fortsetzen, dürfte Redmond damit allerdings etwas spät dran sein.

Und davon ist auszugehen. Denn nicht nur europäischen Verbraucherschützern sind die digitalen Fesseln, die DRM dem Konsumenten anlegt, zu viel des Guten. Die Kunden murren schon lange über die Bevormundung der Industrie und verlieren sich im Dickicht der verschiedenen Vorschriften. Kein Mensch weiß mehr genau, wie oft er seine online gekaufte Musik auf eine CD brennen darf – oder ob er das überhaupt kann. Der Konsument sucht nach einfachen Lösungen. Die findet er derzeit nur bei illegalen oder zumindest fragwürdigen Angeboten. Die bisherige Strategie der großen Musik-Labels ist einseitig: Filesharing und Anbieter wie der nicht legitimierte russische Musik-Discounter AllofMP3 werden mit allen Mitteln bekämpft, die Rechtsabteilung und PR aufbieten können. Das könnte sich als Holzweg erweisen. Die Klagewelle des US-Verbandes der Musikindustrie gegen einzelne angebliche Filesharer gerät gerade ins Stocken; der Ruf der Branche hat sich dramatisch verändert.

Mit EMIs Verzicht auf DRM versucht nun das erste Major Label, sich dem veränderten Markt und den Erwartungen der Konsumenten anzupassen, anstatt sich mit aller Gewalt dagegen zu stemmen. Spätestens seit Februar hatte EMI mit den Betreibern großer Online-Plattformen – darunter neben Apple auch Amazon oder Yahoo – um die Konditionen eines DRM-freien Vertriebs gerungen. Doch seien die Gespräche ergebnislos geblieben, weil sich die Vertreter der Online-Verkaufskanäle weigerten, die von EMI als Kompensation für mögliche Raubkopien geforderte substanzielle Vorauszahlung zu leisten. Zudem wurde der Plan durch die parallel laufenden Übernahmegespräche mit Warner Music erschwert. Der an einer Übernahme EMIs interessierte US-Major ist erklärter Befürworter des DRM. Unklar ist daher, welche Konsequenzen EMIs Abweichen vom DRM-Pfad für die mögliche Ehe mit Warner hat.

EMI hatte ausgerechnet am 1. April recht kurzfristig zu einer mysteriösen Presseveranstaltung eingeladen und ein "aufregendes, neues digitales Angebot" angekündigt. Angesichts der hochkarätigen Besetzung mit CEO Nicoli und Special Guest Steve Jobs schossen die Spekulationen sofort ins Kraut. Nicht alle dachten dabei sofort an den Kopierschutz. Apple würde die als Download bisher nicht erhältlichen Beatles in den iTunes-Store bringen, summte das spekulationsfreudige Medienumfeld des Apple-Konzerns und nahm damit Gerüchte vom vergangenen November wieder auf, die nach der Einigung Apples mit dem Beatles-Label Apple Corp. über Markenrechte im Februar neue Nahrung erhalten hatten. Und bei Jobs' Präsentation des iPhone gab es "Lovely Rita" zu hören, während in der Präsentation das Cover von "Sgt. Peppers" auf dem Handy-Display zu sehen war. Vielleict hebt Jobs sich das sicher für einen seiner künftigen Auftritte auf.

Quelle : www.heise.de
Titel: Verbraucherschützer begrüßen kopierschutzfreies Musikangebot
Beitrag von: SiLæncer am 02 April, 2007, 17:30
Der Bundesverband der deutschen Verbraucherzentralen (vzbv) hat das von EMI angekündigte DRM-freie Musikangebot begrüßt. "Dies ist ein wichtiger Teilschritt zur Erfüllung unserer Forderungen. Nun müssen die anderen Musikkonzerne nachziehen", kommentierte der stellvertretende Vorstand des vzbv, Patrick von Braunmühl, die heute von EMI-CEO Eric Nicoli und Apple-Chef Steve Jobs vorgestellte Vereinbarung zwischen EMI und iTunes.

Die deutschen Verbraucherschützer fordern gemeinsam mit den Verbänden anderer europäischer Ländern mehr Interoperabilität und Transparenz bei Online-Musikangeboten und hatten zuletzt den Druck auf die Branche, allen voran Marktführer iTunes, erhöht. Am vergangenen Freitag trafen sich Vertreter der Verbraucherschutzverbände Deutschlands, Frankreichs, Finnlands und Norwegens mit einer Abordnung des internationalen Verbandes der Phonoindustrie (IFPI) zu einem Spitzengespräch in Oslo. In dem Gespräch sei es vor allem um die Zukunft so genannter DRM-Systeme und deren fehlende Interoperabilität gegangen, teilte der vzbv mit. Die IFPI habe erklärt, dass Interoperabilität auch für die Musikindustrie ein wichtiges Ziel sei. Insofern stimme man mit der Forderung der Verbraucherorganisationen überein, wolle das Thema aber dem Markt überlassen.

Das Gespräch in Oslo war auf Initiative von IFPI zustande gekommen. "Wir werden IFPI beim Wort nehmen. Nachdem sich jetzt sowohl iTunes als auch die Musikindustrie zum Ziel der Interoperabilität bekannt hat, muss dieses jetzt zügig umgesetzt werden. Bis September muss sich zeigen, wie ernst es beiden Parteien damit ist", so von Braunmühl. Die Verbraucherschützer hatten iTunes ein Ultimatum gesetzt, durch Nachverhandlungen mit den Plattenfirmen bis September eine Einigung zu erzielen, sonst werde man rechtliche Schritte einleiten. Die Initiative von EMI kommt dieser Forderung nun entgegen. Apple-Chef Jobs erwartet, dass bis Jahresende die Hälfte aller Songs in iTunes ohne Kopierschutz angeboten werden könne. "Unsere Kunden werden das lieben", sagte er heute in London. Abzuwarten bleibt, wer jetzt nachziehen wird. Der deutsche Anbieter Musicload hatte sich bereits gegen DRM ausgesprochen und ist damit ein nahe liegender Kandidat. Über entsprechende Pläne war von der Telekom-Tochter kurzfristig nichts zu erfahren.

In einer gemeinsamen Erklärung hatten der vzbv, die französische Verbraucherorganisation UFC Que Choisir und die Verbraucherombudsmänner aus Finnland und Norwegen im Januar die Apple-Tochter iTunes angegriffen, weil die bei iTunes gekaufte Musik nur auf dem hauseigenen iPod und nicht auf einem beliebigen MP3-Player abgespielt werden kann. Die Organisationen hatten zudem die Musikindustrie aufgefordert, auf nutzerfeindliche Kopierschutzsysteme zu verzichten. Unterstützung kam dabei von Apple-Chef Steven Jobs: Er hatte Anfang Februar den völligen Verzicht auf so genannte DRM-Systeme gefordert und der Musikindustrie vorgeworfen, den Einsatz dieser Systeme entgegen den Kundeninteressen zu forcieren.

Auch die deutsche Online-Branche erwartet einen positiven Effekt des von EMI angekündigten Paradigmenwechsels. "Verzichten die Plattenlabels künftig tatsächlich auf einen Kopierschutz, so läutet das Jahr 2007 einen grundlegenden Richtungswechsel beim Online-Vertrieb von Musik ein", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) heute in Berlin. Der Verband erwartet 2007 eine weitere Steigerung des Online-Musikmarktes in Deutschland. Die Zahl der Downloads werde von 26 Millionen im Vorjahr auf 33 Millionen Einzelsongs und Alben steigen, die Umsätze würden mit 60 Millionen Euro erstmals die Marke von 50 Millionen überschreiten. Nach den vergangene Woche von der deutschen Phonoindustrie veröffentlichen Zahlen hat sich das Internet mit einem Umsatzanteil von 17,9 Prozent mittlerweile zum zweitwichtigsten Vertriebskanal hinter den Elektronikfachmärkten entwickelt.

Quelle : www.heise.de
Titel: DRM-Diskussionen auch bei Microsoft
Beitrag von: SiLæncer am 05 April, 2007, 19:02
Der von EMI proklamierte Ausstieg aus dem Digital Rights Management (DRM) zieht weitere Kreise. Nachdem EMI als erstes Major-Label auf digitale Rechteverwaltung verzichtet und DRM-freie Songs ab Mai im iTunes-Store zu haben sein werden, bringen sich nun auch Apples Wettbewerber in Position. Software-Riese Microsoft hat mit Zune und dem dazugehörigen Online-Shop ambitionierte Pläne auf dem Musikmarkt, setzte dabei bisher auf ein per DRM geschlossenes System. Das könnte sich bald ändern, denn wie die Telekom-Tochter Musicload verhandelt auch Redmond seit einiger Zeit mit den großen Labels über den kopierschutzfreien Vertrieb.

Microsoft hatte sich, schon vor Steve Jobs flammendem Plädoyer für eine Abschaffung des DRM, kritisch mit dem digitalen Kopierschutz auseinandergesetzt. Gründer Bill Gates persönlich stellte das System zwar nicht grundsätzlich in Frage, zeugte sich aber deutlich unzufrieden mit dessen Funktionsweise. Ganz ohne DRM wird es in Redmond wohl nicht gehen; benötigt wird die digitale Rechtekontrolle zum Beispiel für Musik-Abonnements, wie Microsoft oder Napster sie anbieten. Das Abo-Modell könnte der Großkonzern jüngsten Gerüchten zufolge künftig auch nutzen, um den Absatz der Zune-Player anzukurbeln. Bei Abschluss eines Abonnements über einen bestimmten Zeitraum könnte es den Player verbilligt oder auch gratis dazu geben. Derzeit kostet das Zune-Abo 15 US-Dollar pro Monat.

Aber auch Microsoft denkt über DRM-freie Songs im Einzelverkauf nach. "Eins der obersten Ziele für uns bei Zune ist, den Wunsch der Verbraucher zu erfüllen und gleichzeitig die Rechte der Inhalteanbieter zu wahren", erklärte Zune-Marketingchef Jason Reindorp gegenüber der Seattle Times. "Diese Diskussion wird nun schon eine Weile hinter geschlossenen Türen geführt, mit EMI ebenso wie mit anderen Labels." Eine Einigung hat es bisher nicht gegeben; auch Microsoft hält sich mit Ankündigungen zu Verkaufsstart und Preisen noch bedeckt. Grundsätzlich sieht Reindorp in der Öffnung strikter DRM-Grenzen auch eine Chance für den Zune, mehr Marktanteile zu ergattern. So stünden dann einerseits die Player miteinander im Wettbewerb und auf der anderen Seite die Musikportale.

Quelle : www.heise.de
Titel: US-Filmindustrie für neuen DRM-Standard mit Kopierrecht
Beitrag von: SiLæncer am 25 April, 2007, 12:34
Wenn der oberste Repräsentant der US-Filmindustrie BitTorrent und Amazon in einem Atemzug als mögliche Vertriebskanäle bezeichnet, dann dürfte er die Aufmerksamkeit des Publikums haben. Dan Glicksman, seines Zeichens Chef des US-Verbandes Motion Picture Association of America (MPAA), äußerte sich so auf einer vom Branchenblatt Variety und dem Datenbankanbieter LexisNexis organisierten Konferenz, auf der sich Industrievertreter mit dem Thema Digital Rights Management (DRM) auseinandersetzten. Glicksman bestätigte zwar das Bekenntnis der Filmstudios zu DRM, plädierte aber für einen neuen Standard, der dem Nutzer etwas mehr Spielraum lässt.

Dazu gehört nach Glicksmans Meinung auch die Privatkopie. Den Kunden müsse erlaubt sein, "autorisierte Kopien von den Inhalten zu machen, die sie kaufen". Die Filmindustrie strebt dafür einen neuen interoperablen Standard an, der beides miteinander vereint: Einen "vernünftigen Schutz vor Missbrauch" und Nutzungsfreiheit für den Verbraucher. Dafür müssten allerdings verschiedene Gruppen an einem Strang ziehen. Glicksman betonte, die Filmstudios seien dazu bereit und forderte die Vertreter aus den Branchen Unterhaltungselektronik und IT auf, sich an den Tisch zu setzen. "Wir setzen uns dafür ein, die Interoperabilität Wirklichkeit werden zu lassen". Interoperabilität und DRM seien miteinander vereinbar, wenn alle beteiligten Industrien es wirklich wollten.

Der Kunde müsse legal erworbene Filme in seinem technischen Umfeld schrankenfrei nutzen können, findet Glicksman. "Wir glauben, dass Verbraucher, die sich ihre Inhalte legal besorgen, diese auch auf jedem Gerät nutzen können müssen" – ob damit auch der Regionalcode in Frage gestellt wird, hat die MPAA kurzfristig nicht beantworten können. Mit neuen HD-DVDs soll die neue Kopierfreiheit schon in diesem Jahr möglich werden. Die Entwicklung eines allgemeinen Standard werde dagegen wohl noch etwas dauern. Doch sei das Ziel klar: Am Ende müsse der Verbraucher in der Lage sein, einen legal gekauften Film in seinem eigenen Computer-Netzwerk oder auf tragbare Player kopieren können. Nicht alle in der Filmbranche werden davon begeistert sein. Doch Glicksman plädiert für eine neue Sichtweise. Neue Techniken eröffnen der Industrie zahlreiche neue Kanäle, auf denen ihre Produkte zum Kunden gebracht werden könnten: Diese gelte es sinnvoll zu nutzen.

Glicksman folgt damit zwar nicht dem Beispiel der Musikindustrie, die erste Versuche ganz ohne DRM unternimmt. Dennoch sind die Äußerungen des MPAA-Chefs, der sich zum ersten Mal öffentlich zu diesem Thema äußerte, ein bemerkenswerter Perspektivwechsel. Bisher hat sich die Filmindustrie eher dadurch hervorgetan, ihre zahlende Kundschaft mit mehr oder weniger zweifelhaften Aufklärungskampagnen auf dem schmalen Pfad der Tugend einzuschwören und neue Techniken – vor allem der Online-Verbreitung – mit allen Mitteln aus Rechtsabteilung und PR zu bekämpfen. Vielleicht sind die Zeiten, in denen der MPAA-Chef vorwiegend mit dem Säbel rasselt, mit dem Abtritt von Glicksmans Vorgänger Jack Valenti zu Ende gegangen. Valenti hatte 1982 die Meinung der Filmindustrie zu einer neuen Technik vor dem US-Kongress so zusammengefasst: "Ich sage Ihnen, der Videorecorder bedeutet für die Filmindustrie und die amerikanische Öffentlichkeit das gleiche wie der Würger von Boston für eine Frau, die alleine im Haus ist."

Quelle : www.heise.de
Titel: Universal Music denkt über Abschaffung von DRM-Kopierschutz nach
Beitrag von: SiLæncer am 03 Mai, 2007, 11:23
Auf der Jahrestagung der National Association of Recording Merchandisers (NARM) hat der Medienkonzern Universal erstmals einen Verzicht auf den digitalen Kopierschutz DRM angedacht.

Als erster großer Musikkonzern hatte das britische Plattenlabel EMI Anfang April entschieden, künftig einen Großteil seiner Songs ohne Kopierschutz (DRM) im Internet anzubieten, unter anderem in Apples iTunes Music Store . Die Debatte über Für und Wider von DRM setzte sich nun auch auf der Jahrestagung des US-Händlerverbands NARM fort. Universal Music ließ dabei durchblicken, dass man die Kopierschutzfreiheit à la EMI zumindest nicht mehr ausschließe.

Wie der Branchendienst "Musikwoche" am Donnerstag berichtete, warf Amanda Marks, Executive Vice President von Universals Digitalabteilung eLabs, diversen Technologiefirmen vor, dass in der DRM-Frage kaum Fortschritte erzielt würden. Man tendiere allerdings bei Universal verstärkt dazu, bei Feldversuchen auf den Einsatz von DRM-Systemen zu verzichten. Marks bestätigte somit zwischen den Zeilen Gerüchte, wonach Universal-Songs zumindest in eingeschränktem Umfang schon bald als ungeschützte Downloads angeboten werden könnten.

Die Verantwortlichen bei Sony BMG zeigten sich von der Entwicklung dagegen unbeeindruckt. Thomas Hesse, Head of Global Digital Business und Vertriebschef in den USA, sieht derzeit keine Alternative zu digitalen Kopiersperren. Das Thema DRM und Interoperabilität sei noch nicht abgeschrieben, sagte Hesse laut "Musikwoche" in Chicago. Die einmalige Abkehr von einem geschützten System verwehre die Möglichkeit einer späteren Rückkehr.

Unterdessen verteidigte Barney Wragg, Digitalchef bei EMI, die Entscheidung seiner Firma zum DRM-Stopp. Die Branche habe sich selbst in eine Ecke manövriert, in der sie es nicht mehr aushalte. Gleichzeitig komme alles, was auf CD erscheine, ohne DRM auf den Markt.

Das digitale Rechtemanagement hat nach Einschätzung vieler Experten in der Vergangenheit weniger die Musikpiraterie verhindert, als die Konsumenten bei ihren legalen Downloads durch nicht zueinander passende Formate frustriert. "Digitale Musik DRM-frei anzubieten ist für die Musik-Industrie der richtige Schritt nach vorn", sagte etwa Apple-Chef Jobs.

In den USA trägt der Online-Markt derzeit rund 15 Prozent zum Umsatz im Musikgeschäft bei. In Deutschland liegt der Anteil der Downloads am gesamten Musikmarkt nach Angaben des Branchenverbands Bitkom noch im einstelligen Prozentbereich. Doch das könnte sich auch sprunghaft ändern. "Verzichten die Plattenlabels künftig tatsächlich auf einen Kopierschutz, so läutet das Jahr 2007 gleichzeitig einen grundlegenden Richtungswechsel beim Online-Vertrieb von Musik ein", sagte Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom.

Quelle : Sat+Kabel
Titel: Amazon kündigt DRM-freie MP3-Downloads an
Beitrag von: SiLæncer am 16 Mai, 2007, 18:45
Jeff Bezos erteilt Kopierschutz-Systemen ein klare Absage

Immer wieder gab es entsprechende Gerüchte, nun kündigte der weltweit größte Online-Händler Amazon.com offiziell an, mit Musik-Downloads starten zu wollen. Dabei setzt Amazon ausschließlich auf DRM-freie MP3-Dateien von großen und kleinen Plattenfirmen.
So hat Amazon mit EMI zum Start die drittgrößte Plattenfirma der Welt im Boot, die bereits zusammen mit Apple verkündeten in diesem Jahr mit DRM-freien Downloads zu starten. Bei iTunes wird es die Musik allerdings im AAC-Format geben, während Amazon.com auf MP3-Dateien setzt. EMI hatte angekündigt seine DRM-freie Musik auch anderen Shops in deren Wunsch-Format zu Verfügung zu stellen.

Insgesamt will Amazon mehrere Millionen Titel von mehr als 12.000 Musik-Labels zum Download anbieten. Wann der Shop starten soll ist noch offen; in diesem Jahr, so Amazon vage.

In Sachen DRM bezieht Amazon ganz klar Stellung: Alle Musik, die Kunden bei Amazon kaufen, soll ohne Kopierschutz daher kommen und somit praktisch auf allen Playern abgespielt werden können.

Quelle : www.golem.de
Titel: iTunes startet Musikverkauf ohne digitalen Kopierschutz
Beitrag von: SiLæncer am 30 Mai, 2007, 17:49
Apple verzichtet bei einem Teil der online im iTunes Store angebotenen Musikstücke künftig auf Einschränkungen der Nutzung. Ab sofort seien Songs als iTunes Plus genanntes Angebot auch ohne digitale Rechteverwaltung (DRM) zu haben, teilt Apple in München mit. Zuvor hatte der Anbieter eine neue Version der iTunes-Software veröffentlicht, die den Verkauf kopierschutzfreier Titel unterstützt.

iTunes Plus startet zunächst mit Stücken aus dem digitalen Musikkatalog der Plattenfirma EMI Music. Dazu gehören beispielsweise Lieder von Coldplay, Norah Jones und Paul McCartney. Noch sind die DRM-freien Songs nicht leicht zu finden. Nach dem Update der Software muss man nach Anklicken eines Links zu iTunes Plus zunächst neuen Nutzungsbedingungen zustimmen, die noch mit einer Fehlermeldung quittiert werden. Trotzdem ist der eigene Account danach für iTunes Plus freigeschaltet.

Inzwischen stehen auch erste Titel im DRM-freien AAC-Format mit 256 kBit/s zum Download bereit. So lassen sich zum zum Beispiel Titel von Robbie Williams (EMI) oder 2raumwohnung (IT sounds) einzeln zum Preis von 1,29 Euro herunterladen. Alben lassen sich – das Einverständnis des Labels vorausgesetzt – für den bisherigen Betrag von 9,99 Euro auch DRM-frei herunterladen.

Wer bereits Titel mit DRM-Schutz erstanden hat, kann diese auch nachträglich durch eine DRM-freie Version ersetzen. Für einzelne Titel kostet das Update 0,30 Euro, für ein Alben-Update bezahlt man 30 Prozent des ursprünglichen Preises. Der Preis für die auch weiterhin erhältlichen, mit einer Nutzungseinschränkung versehenen Songs mit einer Datenrate von 128 Kbit/s bleibt bei 99 Cent.

Quelle : www.heise.de
Titel: Bürgerrechtler vermuten Wasserzeichen in DRM-freien iTunes-Musikdateien
Beitrag von: SiLæncer am 03 Juni, 2007, 13:10
Seit ein paar Tagen verkauft Apple über seinen Web-Musikladen iTunes digitale Musik in höherer Qualität als bisher – und dazu noch ohne digitale Rechteverwaltung (DRM). Allerdings werden die Musik-Dateien beim Verkauf mit dem Namen und der E-Mail-Adresse des Kunden markiert. Diese persönlichen Daten bringt bereits ein simpler Kommandozeilenbefehl zum Vorschein, wie "The Unofficial Apple Weblog" (TUAW) vorführt.

Möglicherweise speichert Apple allerdings noch mehr Informationen in den Musikdateien, wie die Bürgerrechtsbewegung Electronic Frontier Foundation (EFF) vermutet. Zwar scheinen sich zwei von unterschiedlichen Kunden gekaufte DRM-freie Kopien des gleichen Titels beim eigentlichen Audiosignal nicht zu unterscheiden – was darauf hindeutet, dass Informationen über den Käufer nicht direkt in die Musikdaten eingewoben werden. Dennoch erwies sich eine der beiden Dateien im EFF-Test um über dreihundert KByte größer als die andere.

Eventuell sei das eine Folge davon, dass die einzelne Musikdatei weit mehr Daten aus der persönlichen iTunes-Bibliothek enthält als bisher bekannt, spekuliert man bei der EFF. Oder, so eine andere Theorie, Apple habe einen Weg gefunden, das Wasserzeichen direkt dem verwendeten AAC-Encoding aufzuprägen. Sollte dies der Fall sein, könnte nur die Umwandlung in ein anderes Audioformat die persönlichen Daten aus dem digitalen Musikstück entfernen – oder ein – wie auch immer gearteter – direkter Hack des Wasserzeichens.

Quelle : www.heise.de
Titel: Musik (fast) ohne DRM-Schutz
Beitrag von: SiLæncer am 05 Juni, 2007, 16:24
Kann man die Dateien aus dem iTunes Store behandeln wie selbst gegrabbte MP3-Titel? Auf diesen Nenner lassen sich die Fragen bringen, die in Foren und Newsportalen rund um Apples neues iTunes-Plus-Angebot auftauchen. Weggefallen sind die Restriktionen beim Kopieren und Brennen der Dateien: iTunes-Plus-Musik lässt sich beliebig kopieren. um sie auf anderen Computern zu hören; auch beim Brennen von CD-Kompilationen sind keine Einschränkungen mehr vorhanden. Zum Übertragen auf mobile Player muss die Musik zwar nicht mehr von in iTunes freigeschalteten PCs stammen, durch das verwendete AAC-Format kann man allerdings nach wie vor nicht jeden handelsüblichen MP3-Porti für das Abspielen von iTunes Plus Musik nutzen.

Neben dem Wegfall des "harten" DRM-Schutzes, der die Musik an PC und Player gefesselt hat, gibt es jedoch zusätzliche "weiche" Mechanismen, mit denen die Inhalteanbieter ihre Rechte sichern wollen. Seit jeher enthalten bei iTunes erworbene Dateien den Namen und die Mail-Adresse des Käufers als Klartext in den Metainformationen – so auch die iTunes-Plus-Titel. Unklar ist hingegen, ob die Titel zusätzlich mit einem Wasserzeichen versehen sind. Dieses könnte Transaktionsinformationen enthalten, anhand deren der Shop den Käufer einer Datei zurückverfolgen könnte.

Am möglichen Vorhandensein eines solchen verborgenen Schutzes entzündete sich der Zorn der Elecronic Frontier Foundation (EFF). Obwohl die Verbraucherschützer in als Audio-CD gebrannten iTunes-Plus-Titeln kein Wasserzeichen nachweisen konnten (der als robust geltende Schutz müsste auch das Umwandeln in andere Formate überstehen), haben eigentlich identische Titel unterschiedliche Dateigrößen, wenn sie von verschiedenen Kunden stammen. Diesen Umstand nahmen die Verbraucherschützer zum Anlass, über weitere verborgenen Schutzmechanismen zu spekulieren.

Apple wollte die Spekulationen um den möglichen Schutz der ungeschützten Musik auf Anfrage von heise online nicht kommentieren. Wer iTunes-Plus-Dateien unkontrolliert verbreitet – zum Beispiel in Tauschbörsen – muss momentan damit rechnen, dass er als Käufer zu ermitteln ist.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: ritschibie am 05 Juni, 2007, 22:09
Is natürlich nicht unbedingt mein Thema. Bin seit hippe hoppe spätestens (eigentlich mit Beginn des pandemischen Disco Fiebers, dem Travolta-Newton-John-Virus) aus der kommerziellen Musik weitestgehendst ausgestiegen. Seventies Rock Rulez! Lade mir über FTP regelmäßig alte Studioaufnahmen, Konzerte und Proben aus dem Netz (dimeadozen) und staune immer wieder wenn Creedence Clearwater mal völlig eine Akkordfolge verbrezelt und trotzdem der Bayou im Zimmer tanzt.

Wenn ich das Zeug nun in meine hochmoderne MP3-Handy-Mehrzweckwaffe presse um es über nicht ganz so billige earplugs im Urlaub wieder in die schlaffen Gehirnzellen zu pressen, dann schaudert's mich doch manchmal arg. Diese MP3-Suppe ist zwar kein musikalischer Dünnpfiff, kommt aber bei weitem nicht an den Detailreichtum der wav- oder flac-Datei heran (und ich habe ein durchaus älteres Trommelfell-Modell) . Lieber hätte ich ein 6tel der Musik, als die kastrierte Form. Und ich spreche über Rockmusik. Also können die von mir aus die Rechte an dem download ruhig weniger eng auslegen: Für diese Fraunhofer-Schlankheitskur am good old rock & roll gebe ich trotzdem keinen Cent aus.

Sorry, das mußte mal von der Seele, wenn's auch nicht ganz passte!
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: Jürgen am 06 Juni, 2007, 04:57
Das passt schon irgendwie...
Auch gekaufte CDs sind kein Garant für unkomprimierte Qualität, denn nicht selten werden die Daten z.B. als MP3 über den Ozean geschickt und erst im Presswerk wieder zu WAV verdünnt...
früher lästere man über holländische Hinterhof-Pressungen, heute sind sowohl die technische als auch die musikalische Qualität wohl komplett dem Zufall überlassen...

Ansonsten hast Du recht, in Zeiten ständig steigenden Fassungsvermögens von MP3-Playern und ähnlichen Geräten ist's durchaus in Betracht zu ziehen, als WAV zu speichern, entsprechend hochwertige Quelle vorausgesetzt.

Und zerquetschte Qualität würde ich auch niemals bezahlen. Habe zu Vinyl-Zeiten den Umstieg auf Dolby-oder HiCom-CC verweigert, ebenso später DCC.  Wenn Tape, dann 18cm-Spule oder DAT.
Gute CD-Produktionen halte ich nach wie vor für die Untergrenze des Akzeptablen bei'm Kauf.

Damit steht das Thema DRM für mich überhaupt nicht zur Debatte.
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: ritschibie am 06 Juni, 2007, 23:25
DRM war für mich der Einstieg, weil ich damit den ganzen Suppenkram daherschwimmen sah. Ich habe nichts gegen Easy Listening, aber wer mal Jack Casady's Bass-Solo auf '3/5th of a mile' (Jefferson Airplane) unkomprimiert der mp3 Version gegenübergestellt hat, der weiss wie man Rock'n Roll entwaffnen kann. Aus einer Peitsche wird ein Fächer.

Zu den 18 cm Spulen: Davon träume ich, dass man heute noch eine 18er Aufnahme von damals finden würde. Ich bin schon zufrieden, wenn mal eine Überspiel-Cassette aus einer Garage in den Staaten auftaucht, die ein Konzert von anno dazumal aus dem Vergessen rettet.

Aber ich bin froh, dass ich nicht verknöchert alleine gegen so manche Neuerung dastehe: Ich hatte schon den Verdacht genauso engstirnig wie meine Eltern damals zu sein, als in jener Generation die Musik der Beatles und der Stones schlicht 'Negermusik' genannt wurde (uups)...
Titel: Microsofts Digital Rights Management umgangen
Beitrag von: SiLæncer am 17 Juli, 2007, 11:52
Microsofts Rechteverwaltung für Dateien im Windows Media Format (DRM10) lässt sich erneut umgehen. Wie bereits vor zehn Monate haben unbekannte Programmierer ein Tool namens FairUse4WM ins Netz gestellt. Die Software generiert durch einen Zugriff auf die Microsofts Individualized Blackbox Component (IBX) einen Schlüssel, mit dessen Hilfe sich auf dem System befindliche Mediendateien vom DRM befreien lassen.

Die Lücke betrifft Musikdateien, egal ob sie als Kauf- oder Miettitel erworben wurden. Schwerer dürfte die mögliche Umgehung bei Windows Media Video (WMV) wiegen: Zahlreiche Video-on-Demand-Angebote nutzen dieses Format inklusive des Microsoft-DRM, um ihre Filmdownloads zu schützen. Auch wenn das DRM im eigentlichen Sinne nicht geknackt wurde – FairUse4WM ist nur vom tatsächlichen Besitzer einer Windows-Media-Datei nutzbar. So setzt das Tool doch immerhin das aktive DRM-System außer Kraft.

Quelle : www.heise.de
Titel: Wired: Universal versieht kopierschutzfreie MP3s mit Wasserzeichen
Beitrag von: SiLæncer am 18 August, 2007, 18:13
Vor einigen Tagen hatte die Universal Music Group (UMG) bekannt gegeben, für eine knapp sechsmonatige Probezeit den Verkauf von DRM-freien Song-Downloads über einige Online-Händler zu testen. Mit dem Test wolle die weltgrößte Plattenfirma, die zuletzt rund 16 Prozent ihres Umsatzes mit digitalen Musikverkäufen erzielte, die Nachfrage der Kunden sowie mögliche Auswirkungen auf die "Piraterie-Rate" ermitteln, wie es zuletzt hieß.

Glaubt man einem Blog-Eintrag des US-Magazins Wired sind alle Musikdateien mit einem digitalen Wasserzeichen versehen. Mit Hilfe eines solchen Daten-Spions kann das Musiklabel den Weg jedes gekauften Songs durch das weltweite Datennetz verfolgen. Entgegen erster Vermutungen scheint Universal aber erst einmal darauf zu verzichten, in dem Wasserzeichen auch die Kundendaten des ursprünglichen Käufers zu codieren. So könne die Plattenfirma nicht den Käufer einer Datei zurückverfolgen, sondern lediglich beobachten und Statistik darüber führen, wie oft und welche DRM-frei gekauften Songs später in Tauschbörsen auftauchen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: Warpi am 18 August, 2007, 20:15
Aber ich bin froh, dass ich nicht verknöchert alleine gegen so manche Neuerung dastehe: Ich hatte schon den Verdacht genauso engstirnig wie meine Eltern damals zu sein, als in jener Generation die Musik der Beatles und der Stones schlicht 'Negermusik' genannt wurde (uups)...

Genau. Was haben sich meine Eltern über die Musik eines gewissen Frank Zappa aufgeregt. >:(
Winfried Trenkler stellte damals Zoot Allures im Radio vor. (Disco Boy  ;D)
Digitale Aufnahmetechnik richtig eingesetzt ist hörbar besser als als analoge Aufzeichnung.
Leider wird heutzutage nicht mehr richtig Wert darauf gelegt. Hauptsache laut und Spitzen die schon fast einer Rechteckschwingung gleichen :(
Trotzdem möchte ich mein externes Usbharddisk - Musikarchiv nicht mehr missen. Kein lästiges suchen von Tonträgern mehr. Keine hässlichen Regale an der Wand. (Fraukompatibel ;) ) Speicherplatz spielt auch keine grosse Rolle mehr. Daher ist bei mir Flacaudio angesagt. 500 Giga Platten werden immer billiger. Wenn man das dann noch weiter treibt mit Hilfe eines Linuxservers u.s.w. steht das ganze auch im heimischen Netz zur Verfügung. Sogar eine Hausinterne Radiostation ist möglich. Auch Videosachen sind kein Problem.
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: Jürgen am 19 August, 2007, 05:08
'Negermusik'?
Politisch korrekt hiess das 'Urwaldgetrommel'  ::)

Aber was sollte man machen gegen keifende Lockenwicklerträgerinnen in Frühklimakterium?

Das einzige was da half war Tür abschliessen, SABA Freiburg W2 und Helter Skelter (Langversion) auf volle Pulle, oder später Pink Floyd: Careful With That Axe, Eugene.
Da musste man seinerzeit zwingend auf Tonband kopieren, weil kein damals erschwinglicher Plattenspieler gegen die Schalldrücke dieses wunderbaren Dampfradios standhalten konnte. Oder auch, weil man mangels Taschengeld ganze Alben vom Radio aufnahm, in den Zeiten vor'm ewigen Reinquatschen.
Die zwei 25er Bässe reichten mit den satten 40 Watt Röhrenpower locker für den ganzen Häuserblock  ;D
Fast eine kleine Erdbeben-Maschine, die brachte jede Nadel zum Springen, selbst im Hänge-Regal.
Solche edlen Vintage-Geräte bringen heute bei ebay ein kleines Vermögen, völlig zu recht...

Nun ja, heute brauche ich normalerweise mit meiner Mucke solche Exorzismen glücklicherweise nicht mehr zu praktizieren.
Und für normale alltägliche Zwecke kann man sich auch an gute CDs und Ähnliches gewöhnen.
Und 2x 17 Watt Röhre reichen dann auch zum Feiern, jedenfalls an Boxen mit halbwegs gutem Wirkungsgrad.
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: kater am 19 August, 2007, 10:07
eh, ihr "Wessis" wisst gar nicht wie gut ihr es hattet  ;D . Bei uns in Sachsen war in den 60gern Kurzwelle, Radio Luxemburg die Hitparade mit Elsner, oder abends nach Sonnenuntergang auf Mittelwelle Saarländischer Rundfunk mit Manfred Sexauer sowie Rias mit N. Brandenburg angesagt. Und das auf abenteuerlichen Radios mit Hilfsantenne. Tonbandgeräte waren nur mit Glück zu bekommen und Platten mit unseren Lieblingen, waren warscheinlich die gleichen wie bei euch, gabs bestenfalls in Prag oder Budapest.
Dann kam UKW und die Dachantennen wurden riesig. Mit 5er Yagi wurde Bayern 3 oder NDR 3 mit Fenske angepeilt. Verstärker und Filter in Reihenschaltung, kaum noch ein Stück Koax dazwischen. Inzwischen waren allerdings auch die Radios, sowohl Anlage als auch Portable in ausreichender Menge zu haben. Auch Kassettenrecorder gabs und die Ostsender, Radio und TV brachten auch einen kleinen Anteil Westmusik. Platten gabs aber auch weiterhin kaum.
der nostalgische kater
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: Jürgen am 19 August, 2007, 13:56
'Musik für den Rekorder' auf DT64 war im Westen auch recht beliebt.
Gelegentlich wurde da schon am Vortag angekündigt, für welches aktuelle Album man sich ein Tape bereitlegen sollte.
Schon in den späten Siebzigern wurde hierzulande eine sehr wirksame und lästige Art von ARM (analogem Rechte-Management) eingeführt, das Rein(- und Raus)quatschen.

Als allerdings im Westen die Privaten aufkamen, war's auch mit Ost-Radio für Viele hier vorbei.
Die neuen Frequenzen wurden meist so 'geschickt' vergeben, dass Ost-Empfang schon im Osten Hamburgs mit normalen Mitteln, selbst mit guter Richtantenne, nicht mehr zu machen war. Einige Zeit habe ich noch mit Kanalfiltern und ZF-Audion experimentiert, um trotz nur 200 kHz Abstand noch trennen zu können, aber auch das war irgendwann vorbei.
An Zufälle glaube ich nicht. Und die Erweiterung des UKW-Bandes bis 104 MHz war seit etwa zwanzig Jahren Geschichte, die Transistor-Empfänger gingen eh' schon längst bis 108. Dennoch wurden von vornherein erst alle sog. Lücken unter 100 MHz sehr effektiv geschlossen...
Als Begründung galt damals Omas Uralt-Dampfradio-Rarität mit FM-ZF bei 6.85 MHz, diese wenigen Geräte sollten angeblich vor Spiegelfrequenz-Störungen geschützt werden  ::)

Quasi ARM und Schutz vor 'Feindsendern' auf technischer Grundlage, ähnlich dem Verbot aller Rückkopplungs-Empfänger im Dritten Reich...
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: higuenti am 19 August, 2007, 16:25
Jetzt muß ich schon Staunen Jürgen.Ostsender zugedröhnt.
Und wir haben uns wie verrückt gedreht, NDR2 und Bayern3 mit Gruppenantennen, Sperrkreisen usw. halbwegs rauschfrei in Stereo zu empfangen, weil die Westsender zugedröhnt wurden.
Wobei ich sagen muß, daß unsere Tuner nicht die schlechtesten waren für Fernempfang.
Und Seitenbandfilter basteln war auch sehr beliebt. Vor allem, als die Keramikfilter in Mode kamen.
Das Reinquatschen hielt sich bei der Hitparade in Grenzen.
Aber eine Aufnahme über Satellit ist immer noch um Welten besser, als die so mühsam gemachten Bandaufnahmen.
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: Jürgen am 19 August, 2007, 18:42
Die Ostsender haben damals durchaus auch manche West-Alben gespielt, das war der Haupt-Grund, zusammen mit den schon damals explodierenden Preisen für Platten und sehr wenig Kohle.
Dafür waren Tonbänder teils sehr billig zu haben, insbesondere als wechselnde Restposten-Ware unter der Marke Shamrock. Wenn man verstand, seine Kiste darauf (immer wieder) sauber einzustellen, waren diese Tapes sehr brauchbar. 548 Meter um die fünf Mark, einfach unschlagbar.
Und den BIAS einzustellen, war bei Hinterbandkontrolle quasi on-the-fly möglich.
Ab 1977 hatte ich dafür zwei modifizierte Tandberg-Kisten aus 'nem Sprachlabor (das indem Jahr auf CompactCassetten umgestellt wurde), ein Schüler- und ein Lehrerpult-Gerät. Laufwerke komplett elektronisch gesteuert (diskrete DTL), Umspulen unter einer Minute, ein Wahnsinns-Zeug für'n Schrottpreis. Nur ohne jede Chance auf Schaltpläne, also 'mal eben' komplett aufgenommen, um anschliessend die nötigen Eingriffe in die Steuerlogik planen und durchführen machen zu können.
2x EM87 als Aussteueranzeige und Cinch-Anschlüsse nachgerüstet, Viertelspur-Köpfe von Bogen eingebaut, waren die nach einigen Tagen einsatzbereit und blieben mir solange treu, bis ich nach etlichen Jahren keine Chance mehr sah, noch passende Ersatz-Köpfe zu kriegen.
Bis dann hatte ich aber immerhin schon DAT. Also die Tandbergs schliesslch verömmelt und nur noch ein uraltes Saba-Röhren-Tape als Abspieler behalten.
BTW, mein interesse galt der Musik und nicht irgendeiner Propaganda aus Ost oder West.
Auch beide RIAS-Programme habe ich eifrig direkt verfolgt, seitdem ich damals feststellen musste, dass z.B. zum Jahresende 'Rock over RIAS' vom NDR nur wenige Stunden übernommen wurde.

Mit den Röhren-Tunern ehemaliger Spitzen-Dampfradios konnte man nach einigen Erweiterungen wahrlich das Gras wachsen hören, hinzu kam eine raumumfassende abstimmbare Rahmenantenne für den UKW-Fernempfang. Zugang zum Dach hatte ich in den Jahren leider nie.

Those were the days my friend...

Der UKW-Tuner ist hier übrigens immer noch Vollröhre, siehe Signatur, nur gibt's mittlerweile leider kaum noch Hörenswertes.
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: ritschibie am 19 August, 2007, 19:18
Originalton Papa (als er noch lebte): "Kinder, wie die Zeit vergeht"

Hier im Süden waren es eher die Ami-Sender, die Tag und Nacht liefen. Kurzwelle (Radio Luxemburg) war schwerer durch unsere Geräte zu hören und auch nicht aktueller. Wenn Du was von den Stones 14 Tage vor der Verbreitung durch Bayern 3 hören wolltest, dann waren AFN oder der VOA für Prag auf Sendung. "Chicken Man" auf AFN war der angesagteste DJ im Äther.

Schon seltsam: Tagsüber gegen den Vietnam-Krieg demonstriert und abends den Armee-Sender gehört.

Zitat
Those were the days my friend...
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: berti am 19 August, 2007, 19:41
in berlin war das eher der "wolfman"  ;D
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: Jürgen am 19 August, 2007, 19:56
Schon seltsam: Tagsüber gegen den Vietnam-Krieg demonstriert und abends den Armee-Sender gehört.
Durchaus, aber stets allein der Musik zuliebe, die die meist Wehrpflichtigen ebenso bevorzugten.
Und die Stationen gaben sich lange Zeit durchaus Mühe, ihre Klientel bei Laune zu halten.

So habe ich schon als Kleinkind mit 2 1/2 gewusst, wie ich den Saba Mainau W4 zuhaus' auf den BFBS drehen konnte, sobald der Vater zur Arbeit ging, und schnell auf den NDR3 zurück, wenn der abends wieder die Treppe hoch kam.
Zu der Zeit war die Mutter selbst noch an Poison Ivy usw. interesswert, wass sich aber später gegen '68 drastisch änderte.

Der AFN war hier oben allenfalls bei sommerlichen Überreichweiten per UKW zu kriegen, und gerade in Zeiten des Kalten Krieges war AM meist kaum zu geniessen.
Bis auf 208 (Radio Persil  ::) ), das mit soviel purer Power sendete, dass man's hier sogar per Detektor mit abgestimmter Antenne sauber kriegte, oder 'mal die Europawelle Saar, die anscheinend niemand gezielt störte.
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: ritschibie am 19 August, 2007, 20:47
Danke für die Aktualisierungen der 'alten' Hobbies!

Klar war's der 'Wolfman', den ich meinte. Der 'Chicken Man' war ja so ne Art comic per Radio!

Leute Ihr seid unbezahlbar und Jürgen (pass auf den 4000er auf, der fällt sicher wieder in meine Arbeitszeit, grr) muss man noch ein paar Mark (pardon, Euro) drauflegen, der gibt uns ja noch halbe Anleitungen zum Selbstbau audiophiler Röhrenbomber (Mann: Bogen-Köpfe, das war mal was!). Wie war noch gleich das Thema: Tear down the Walls...

Ich muss übrigens gestehen, dass ich noch keinen Song über gebührenpflichtige Services geladen habe. Früher gab's mal Napster, wie der noch umsonst war, habe ich mir ein paar Oldies (Moody Blues z. B. mit der Langfassung von 'Nights in White Satin') geladen. Britney und Shakeera liegen mir nicht so...
Titel: Warner-Music-MP3s ab sofort kopierschutzfrei bei Amazon
Beitrag von: SiLæncer am 28 Dezember, 2007, 13:30
Amazon bietet im Rahmen des derzeit auf US-Kunden beschränkten Angebots von Musik im MP3-Format ab sofort auch alle von der Warner Music Group vertriebenen Titel an. Diese sind nicht durch DRM geschützt und lassen sich auf beliebige MP3-Wiedergabegeräte übertragen. Einzelne Titel sollen zwischen 89 und 99 Cent kosten, Alben zwischen sechs und zehn US-Dollar. Einige Tracks will Warner sogar exklusiv online über Amazon vertreiben.

Das Amazon-Angebot des im September gestarteten MP3-Stores wächst durch die Vereinbarung auf 2,9 Millionen Titel. In Deutschland bietet der Internet-Händler noch keine Musik im MP3-Format an – Musik- und Filmdownloads sind aber geplant.

Die Warner Music Group hatte lange zu den DRM-Befürwortern gehört und selbst iTunes lange einen Korb gegeben. Die Einstellung zum digitalen Musik-Vertrieb scheint sich beim Unternehmen aber mittlerweile gewandelt zu haben. Erst vor kurzem hatte Edgar Bronfman, Chef des Musik-Labels, eingestanden, dass sich die Musikindustrie selbst im Weg gestanden habe. Unter den Major-Labels ist nun Sony BMG das einzige Unternehmen, das seine Musik ausschließlich per DRM geschützt vertreibt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: _Immer_Intl_ am 31 Dezember, 2007, 13:38
Also, ich habe auch immer gerne DT64 gehört, vor allem Sonntags liefen da tolle Sendungen.
Später dann kamen radio ffn (hier schwer zu empfangen), rais2, hr3, br3, ndr2 und sowas dazu.
NDR2 vor allem "Maxi Stunde". Maxis maximal, hehe. Wie geil, alles mit 'm Tonbandgerät mitgeschnitten.  :D

DT64 wurde zu Sputnik, ging noch ein paar Jahre, dann wurde es umgepolt, auf "Mainstream".  :-E
radio ffn nicht besser.

Dafür konnte ich dann mittels ADR & DVB-S Sender wie radio eins, kink fm, fm4, fritz! und BBC Programme empfangen. Diese finde ich heute noch TOP.
Auch Radio Marabu via Caroline. Analog via Sat wurde es ja dann immer dünner, war kaum noch was.

Und gaaaanz früher habe ich auf einem Uralt-Radio aus den 50ern auf Mittelwelle immer Radio Luxemburg & SR 1 Europawelle Saar gehört. Das waren Zeiten...
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: ritschibie am 05 Januar, 2008, 11:56
Und gaaaanz früher habe ich auf einem Uralt-Radio aus den 50ern auf Mittelwelle immer Radio Luxemburg & SR 1 Europawelle Saar gehört. Das waren Zeiten...
Yep, da war RTL noch Synonym für gute Musik, die bei mir ja (über Kurzwelle glaube ich, in mono) mit *Radio Caroline* (vor Hollands Küsten) begann. Dave Lee Travis von *Caroline* hat ja dann, ab Mitte der 60er Jahre, den *Beat Club* in der ARD moderiert. Da traten die *Who* und *Kinks* noch für 250 € auf! Ich schliesse mich an: Das waren noch Zeiten...
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: Warpi am 05 Januar, 2008, 12:20
Nicht zu vergessen John Peel und Winfried Trenkler. (Der Mann der mich mit Zappa "verseucht" hat) ;)
Titel: Re: Online-Musik: Die digitale Mauer fällt
Beitrag von: ritschibie am 05 Januar, 2008, 13:44
Wie könnte ich???
Titel: Napster steigt bei MP3-Verkauf ohne Kopierschutz ein
Beitrag von: SiLæncer am 07 Januar, 2008, 16:40
Die Betreiber des Musikportals Napster haben angekündigt, künftig neben dem Abonnementdienst, der weiterhin nur kopiergeschützte WMA-Dateien und -Streams beinhalten wird, einzelne Songs und Alben in einem DRM-freien MP3-Format zum Kauf anzubieten. Damit folgt Napster der Konkurrenz von iTunes und Amazon. Napster hat eigenen Angaben zufolge etwa 5 Millionen Songs im Angebot. Diese sollen alle ab dem zweiten Quartal 2008 auch als MP3-Dateien bereitstehen.

Die Ankündigung von Napster-CEO Chris Gorog, nun "erstklassige Inhalte" auch im kopierschutzfreien MP3-Format anbieten zu können, folgt, nachdem sich mit Sony BMG zuletzt das vierte große Label dazu entschieden hatte, zumindest einen Teil seines Angebots als DRM-freie Downloads zu vertreiben. Zuvor hatten bereits EMI, Warner Music und Vivendi Universal ihre Strategie geändert.

Unter dem Namen Napster ging 1998 eine P2P-Tauschbörse für MP3-Dateien an den Start. Nach einer missglückten Kooperation mit Bertelsmann, die in Schadensersatzzahlungen von schätzungsweise 400 Millionen US-Dollar an die US-amerikanische Plattenindustrie endete, konnte Roxio die Namens- und Markenrechte an Napster erwerben. Roxio machte aus Napster einen Bezahl-Service für Musikdateien.

Quelle : www.heise.de
Titel: Amazon nimmt DRM-freie Musik von Sony BMG ins Angebot
Beitrag von: SiLæncer am 11 Januar, 2008, 18:08
Amazon will ab Ende Januar Musik von Sony BMG im MP3-Format anbieten. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor. Damit kann Amazon als erster Online-Laden Musik von allen Major-Labels DRM-frei anbieten. Dazu kommt Musik von 33.000 unabhängigen Labels. Noch am Montag hatte Sony BMG bekannt gegeben, zwar DRM-freie MP3s anbieten zu wollen, zunächst allerdings nur 37 Alben. Dabei sollten sich die Käufer im Einzelhandel eine Rubbelkarte mit Downloadcode zulegen.

"Amazon MP3" startete im vergangenen September. Beim vorerst nur für Kunden in den USA verfügbaren Angebot waren die Universal Music Group und EMI von Anfang an mit DRM-freier Musik dabei. Die Warner Music Group folgte im Dezember mit der Ankündigung, ihr gesamtes Repertoire auf Amazon bereitstellen zu wollen. Im Gegensatz zu Amazon hat Apples iTunes-Store nur EMI als großen Plattenkonzern mit DRM-freien Downloads im Programm.

Quelle : www.heise.de
Titel: Amazon will ungeschützte MP3s international verkaufen
Beitrag von: SiLæncer am 27 Januar, 2008, 13:28
Noch in diesem Jahr will Amazon anfangen, in seinem Online-Musikladen DRM-freie MP3-Songs weltweit zu verkaufen. Das gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. Es verrät darin allerdings nicht, in welchen Ländern es als nächstes die virtuellen Ladentüren öffnen will.

Amazon hat seinen Musikladen im September letzten Jahres gestartet – mit zunächst über zwei Millionen Titeln im MP3-Format mit 256 kBit/s. Die Dateien enthalten keinen Kopierschutz (Digital Rights Management, DRM), sondern lediglich ein Wasserzeichen, das sie als Musik-Datei von Amazon markiert. Sie lassen sich deshalb auf jedem modernen Musikspieler wiedergeben und auf CD brennen. Durch Abkommen, unter anderem mit EMI, Universal Music, der Warner Music Group und Sony BMG, ist das Angebot mittlerweile auf über 3,3 Millionen Titel angewachsen.

Die Preise für ein Musikstück liegen zwischen 89 und 99 US-Cent (umgerechnet 68 Euro-Cent), ein Album kostet zwischen 5,99 und 9,99 US-Dollar (6,80 Euro).

Quelle : www.heise.de
Titel: Ist DRM am Ende?
Beitrag von: SiLæncer am 08 Januar, 2009, 20:34
Unter allgemeinem Applaus hat Apple endlich angekündigt, für den iTunes Store künftig bei Titeln aller großen Labels auf digitalen Kopierschutz zu verzichten. Zuvor hatte sich der Computerriese mit den drei Majors Sony, Universal und Warner auf ein variables Preismodell verständigt, um das es monatelangen Streit gegeben hatte. Die drei Branchengrößen wollten sich Vorreiter EMI nicht ohne weiteres anschließen, das britische Label hatte schon im Frühjahr 2007 auf digitales Rechtemanagement (DRM) verzichtet. Auch der deutsche Anbieter Musicload folgt dem Beispiel. Bei anderen Anbietern wie Akuma gibt es ohnehin nur kopierschutzfreie Musik, ebenso bei Amazon.com – allerdings noch nicht in Deutschland.

Der Beifall ist durchaus berechtigt, denn für den digitalen Musikvertrieb ist der weitgehende DRM-Verzicht des Marktführers ein Durchbruch. Doch ist DRM damit längst nicht Geschichte. In der Film- und Spielebranche gedeihen die ausgeklügelten und nicht immer fehlerfreien Systeme weiter prächtig. Das Argument der Inhalteanbieter, der digitale Schild diene dem Schutz vor illegalen Kopien, ist dabei nur eine Seite der Medaille. Es geht auch um die Kontrolle des Produkts: Im Idealfall lässt sich diese mittels DRM auch weit über den Punkt des Verkaufs hinaus ausüben.

Auch im Streit um DRM-freie Musik zwischen Apple und den Majors ging es um Kontrolle: Apple hatte mit dem bei iTunes üblichen Einheitspreis die Kontrolle über ein wichtiges Marketinginstrument. Für diesen neuen Spielraum bei der Preisgestaltung verzichtet die Musikindustrie auf DRM. Bezahlen soll das unter anderem der Verbraucher. Denn die flexible Preisstruktur wird unter anderem bedeuten, dass aktuelle Hits teurer werden als bisher. Man muss kein Brancheninsider sein, um sich zu fragen, ob so die Rettung der Musikindustrie aussieht.

Derweil bleiben digitale Kontrollsysteme auch bei Apple im Einsatz. Die einzelnen Songs werden zwar nicht mehr mit dem hauseigenen DRM FairPlay ausgeliefert, doch behält der Konzern mit anderen Mitteln die Kontrolle über das Umfeld: iTunes bleibt eine geschlossene, auf den iPod ausgerichtete Plattform. Wer etwa den Player eines anderen Herstellers mit iTunes synchronisieren will, muss schon in die Trickkiste greifen. Apple wird den Schutz seiner marktführenden Plattform auch kaum aufgeben wollen.

Denn wie die Film- und Musikindustrie, deren Produkte über das Netz leicht international vertrieben werden könnten, hat auch der Retailer Apple ein Interesse an der künstlichen Parzellierung des Markts. DRM mag sich nun endgültig als Auslaufmodell entpuppen, doch die Industrie kennt andere Formen der Kontrolle. Mit vielfältigen technischen Tricks – Ländercodes auf DVDs, IP-Sperren bei Online-Shops, DRM-kontrollierten Schnittstellen an Elektronikgeräten – übt die Industrie eine weitgehende Kontrolle aus und schränkt die Möglichkeiten des Verbrauchers ein.

Der stört sich an den unsichtbaren digitalen Fesseln in der Regel erst, wenn ein Anbieter mal seine DRM-Server abschaltet und die ganze legale Musik auf der Festplatte plötzlich unbrauchbar ist. Solange das System funktioniert, scheint es die Mehrheit der Kunden nicht zu stören – was auch der Erfolg von iTunes beweist, den Amazon trotz DRM-Verzicht noch nicht ernsthaft bedrängen konnte. Die Frage, ob DRM oder nicht, spielt offenbar nur eine untergeordnete Rolle. Das Erfolgsrezept für Online-Musik heißt: Problemloser Zugang, große Auswahl, niedriger Preis. Bei der Zugangsfrage hilft der DRM-Verzicht, auch wenn sich die Inhalte-Industrie mit anderen Beschränkungen weiter selbst im Weg steht.

Quelle : www.heise.de
Titel: Saturns MP3-Download-Portal mit Macken
Beitrag von: spoke1 am 18 März, 2009, 20:54
Seit vergangenen Freitag "feiert" Saturn die Umstellung seines Musik-Download-Shops auf DRM-freie MP3s mit einem verlockenden Sonderangebot: Bis zum 29. März soll jedes Album 5 Euro kosten – ein Sternchen schränkt die Offerte allerdings ein: "nur für Einzel-Alben". Die Preise von CD-Sets bleiben von der Aktion unberührt; sie beginnen meist bei 13 Euro.

Was als Album gilt, scheinen die Verwalter des Download-Portals etwas willkürlich festgelegt zu haben. So zählen die 43 Tracks des Abtanz-Samplers "Kontor Top Of The Clubs" als Einzelalbum, die 11 Titel umfassende Neuauflage des Ambient-Werks "Pomme Fritz" kostet hingegen das Dreifache. Die Neuauflagen der ersten beiden Prodigy-Alben "Experience" und "Music For The Jilted Generation" kosten inklusive Bonus-CD 5 Euro, liegen dafür nur mit 192 kBit/s vor. Auch sonst schwankt die Qualität des Materials: Ältere Releases liegen meist in 192 oder 256 kBit/s vor, aktuelle Titel dagegen mit 320 kBit/s (LAME-kodiert). In Hörtests lässt sich zwar schon 192 kBit/s nicht mehr von einer CD unterscheiden, doch wem nur die maximale MP3-Qualität gut genug ist, sollte vor dem Gang zur E-Kasse noch ein Auge auf die Bitrate werfen.

Der Kundenansturm scheint die Betreiber des Portals überrumpelt zu haben – am Wochenende schlugen vielmals die Downloads fehl; Mails an die offizielle Support-Adresse gingen teilweise als unzustellbar zurück. Die meisten Antworten der Support-Mitarbeiter beschränken sich auf Textbausteine; immerhin zeigt man sich bei fehlgeschlagenen Downloads kulant. Im Katalog finden sich zahlreiche Dubletten und Beinahe-Duplikate. Die Best-of-Sammlung "Teachings From The Electronic Brain" von Future Sound Of London liegt etwa in vier Varianten vor, von denen eine sich per Cover Art als "Itunes Exlusive" ausgibt und eine andere komplett leer ist. Mitunter befinden sich im MP3-Fundus auch defekte Titel und falsch geschriebene Titel und Interpreten. Einige MP3-"Alben" weichen maßgeblich von ihrem CD-Pendant ab – so etwa die Kontor-Compilation "GEMS – Greatest Electronic Music Selection", die als Doppel-CD 28 Titel zählt, als Saturn-Download hingegen 21.

Einfach zu bedienen ist die Site auch nicht unbedingt. Alle Formulare nutzen JavaScript; wer die Download-Site mit Firefox und Noscript ansurft, muss sowohl saturn.de als auch omds.de freigeben. Kreditkartenkäufer sollten zudem vor der Bezahlung select.worldpay.com in die Ausnahmeliste des Popup-Blockers eintragen, gleich ob Internet Explorer oder Firefox zum Einsatz kommt. Sonst scheitert am Ende der Bestellung die Weiterleitung zur Download-Seite. Mac-Anwender müssen zum Vorhören ein Windows-Media-Plug-in installieren.

Bis der Browser für den Shop zurecht konfiguriert ist, dürfte der erste Download bei den meisten Kunden schief gehen. Immerhin gibt es unter "Meine Einkäufe" die Option zum "Redownload". Hier muss man allerdings vorsichtig sein: Wer seinen Einkauf reaktiviert und als ZIP-Archiv herunterlädt, bekommt die gekauften Titel oft doppelt eingepackt. Bedauerlich ist auch, dass der Server keine Gesamtgröße der ZIP-Downloads übermittelt – so geraten unvermutete 700-MByte-Brocken zur echten Nervenprobe. Immerhin liefern die Download-Server die gekaufte Ware mittlerweile wieder mit Höchstgeschwindigkeit aus.

Insgesamt gilt also Vorsicht – wie bei den meisten Schnäppchenangeboten. Andererseits finden sich im angeblich 5 Millionen Titel umfassenden Saturn-Grabbeltisch auch echte Preziosen, darunter nur auf Vinyl erschienene Remixe und vergriffene EPs. Das Herumstöbern kann sich also durchaus auszahlen.

Quelle: www.heise.de
Titel: Amazon startet MP3-Angebot in Deutschland
Beitrag von: SiLæncer am 20 März, 2009, 10:48
Die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet unter Berufung auf "informierte Kreise", dass Amazon noch vor Ostern einen deutsches Ableger seines MP3-Downloadangebot "Amazon MP3" startet. Damit würde der Online-Händler hierzulande dem Beispiel von Apple und Telekom-Tochter Musicload folgen, die bereit seit einiger Zeit DRM-freie Musikstücke zum Download anbieten. Apple bleibt dabei jedoch dem AAC-Format treu.

In den USA war Amazon selbst Vorreiter der Entwicklung zum DRM-freien Musikangebot. Eine Offerte in Deutschland scheint auch schon deshalb lange überfällig, da Amazon bereits Ende 2008 in Großbritannien einen ersten europäischen Ableger seines MP3-Download-Dienstes Amazon MP3 eröffnet hatte. Ein Kommentar zu dem Bericht seitens Amazon steht bislang noch aus.

Zuletzt begannen auch die Schwester-Konzerne Media Markt und Saturn damit, hierzulande MP3-Dateien ohne digitales Rechtemanagement anzubieten. Saturns MP3-Portal hatte zum Start allerdings noch einige Macken.

Laut FTD arbeite auch der Handyhersteller Nokia mit Hochdruck daran, seinen Handymusik-Abodienst "Comes with Music" nach Deutschland zu bringen. Noch vor dem Sommer soll es so weit sein.

Quelle : www.heise.de
Titel: Amazon startet MP3-Downloads in Deutschland
Beitrag von: SiLæncer am 01 April, 2009, 12:43
Ein wenig früher als erwartet hat der Online-Einzelhändler Amazon nun auch hierzulande mit dem Verkauf von DRM-freien MP3-Dateien begonnen. Amazon MP3 hat nach eigenen Angaben über fünf Millionen Songs im Programm, darunter Material der vier großen Musikkonzerne EMI, Warner Music, Universal Music und Sony Music.

Einzeltitel bietet Amazon MP3 ab 77 Cent an; Knapp 2000 Topalben gibt es zumindest momentan ab 4,89 Euro. Damit unterbietet Amazon eine Aktion des kürzlich gestarteten Media-Markt-Downloadshops, bei dem es noch bis zum 14. März die "1000 besten Alben im MP3-Format" für 4,90 Euro gibt. Für einen einfachen Download der MP3s ist der für Windows, Mac OS X und Linux erhältliche Amazon MP3-Downloader verfügbar; für das Herunterladen von gesamten Alben ist der Downloader erforderlich, für einzelne Songs dagegen nicht. Wer den Download-Manager, der auch parallele Downloads mehrerer Songs und Alben ermöglicht, ausprobieren will, kann den Song "This much is true" von Amy MacDonald derzeit kostenlos herunterladen.

Die Songs sind mit 256 kBit/s kodiert. Wie bei anderen Download-Stores kann man nicht alle Titel einzeln kaufen, einige Titel gibt es nur beim Kauf des Albums. In den USA bietet Amazon bereits seit 2007 DRM-freie MP3-Dateien an, Ende 2008 startete Amazon seinen ersten europäischen Ableger in Großbritannien.

Quelle : www.heise.de
Titel: Musikbranchenverband RIAA erklärt: "DRM ist tot"
Beitrag von: SiLæncer am 20 Juli, 2009, 15:27
Der Branchenverband der US-Musikindustrie RIAA ist nun endgültig vom digitalen Rechtemanagement (DRM) abgerückt. "DRM ist tot, oder etwa nicht?", sagte Jonathan Lamy Chefpressesprecher des Verbandes.

Er antwortete damit auf eine Nachfrage des Magazins 'SCMagazine', das seinen Standpunkt zu der Technologie in Erfahrung bringen wollte. Noch vor einem Jahr ging David Hughes, Cheftechniker der RIAA, fest davon aus, dass DRM trotz der Abkehr der großen Download-Shops vor einem Comeback stehe.

Wenn nun allerdings die RIAA bereits zu der Überzeugung gelangt ist, dass entsprechende Technologien den Weg alles Zeitlichen gegangen sind, geht der Technologie ihr letzter großer Befürworter verloren - zumindest was die Musikindustrie angeht.

Auch die IFPI als internationaler Branchenverband musste bereits einsehen, dass die Knebelung der Musikstücke an Kopierschutzsysteme bei den Kunden nur zu Unzufriedenheit führt. Die Organisation musste angesichts der Marktentwicklung eingestehen, dass die Entfernung von DRM aus den Download-Angeboten die Verkaufszahlen signifikant ansteigen ließen.

Quelle : http://winfuture.de (http://winfuture.de)
Titel: MusicDNA: Die Zukunft der Musikdatei?
Beitrag von: SiLæncer am 25 Januar, 2010, 19:52
Einmal im Jahr treffen sich die großen Vertreter der Musikindustrie zu einer Konferenz in Cannes, Frankreich. Es geht um den Austausch neuer Ideen, das Knüpfen von Kontakten und die Vorstellung der Zukunft.

Diese nämlich sieht nicht besonders rosig aus - zumindest wenn man allein nach den Äußerungen der Musikindustrie geht. Auf der Marché international de l'édition musicale (MIDEM) Konferenz in Cannes versucht man dennoch den kreativen Fortschritt zu bewahren. Mit einer neuen Technologie, die man inzwischen auch als einen der möglichen Nachfolger zum MP3-Format handelt, ist man dem Ziel einen Schritt näher gekommen. Zumindest denkt man das.

Das Zauberwort heißt MusicDNA und wurde auf der MIDEM-Koferenz erstmals vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Datei, die weit mehr als nur das gewünschte Musikstück enthält. Auch umfangreiche Informationen zum Künstler, wie beispielsweise Fotos, Songtexte, Tourdaten oder Twitterfeeds können an die Datei gekoppelt werden. Wenn ein Musikliebhaber die MusicDNA-Datei eines Künstlers kauft, erhält er im selben Zuge tiefgreifende Informationen.

Auch Links zu Videoclips können darunter sein, oder lediglich Handnotizen des Künstlers zu einem Track. Am begehrtesten dürfte jedoch die direkte Verknüpfung zu einem Fan-Shop sein. Dort kann der Hörer dann direkt sein Fan-T-Shirt und anderen Merchandise sowie Konzertkarten kaufen. Sollte der Künstler ein Blog führen oder regelmäßig twittern - auch kein Problem. MusicDNA bindet diese Informationen direkt ein, so dass der Konsument immer auf dem aktuellsten Stand ist.

Der Ansatz ist dabei nicht neu. Apples iTunes-Store hat erst vor wenigen Monaten ein neues Format vorgestellt, dass der Musikdatei interaktive Elemente hinzufügt. Auch die Majorlabels lassen an einem vergleichbaren Format forschen, das auf den Namen CMX getauft wurde. Welches Format letzten Endes das Rennen machen kann, läßt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sagen.

Ziel aller Formate ist es, Musikpiraterie einzudämmen. Denn auch wenn kein Digital Rights Management (DRM) zum Einsatz kommt, versuchen die Tracks ein Update bei sich selbst durchzuführen. Gelingt dies nicht oder wird die Datei als illegale Kopie erkannt, so bleibt die Musikdatei statisch. Updates aus dem Twitter-Feed des Künstlers, oder dessen Blog, Tourdaten, Fanshop - nichts wird aktualisiert. Auch wenn der Ansatz, Künstler und Konsumenten mehr miteinander zu verknüpfen sehr gut ist, wird die Dial-Home-Funktion Viele vor einer Nutzung abschrecken.

Quelle : www.gulli.com
Titel: iTunes und Co. erwägen Musikrevolution mit besserer Tonqualität
Beitrag von: Warpi am 23 Februar, 2011, 22:21
Download-Stores sollen sich in Verhandlungen mit Major-Labels befinden

Es hat Jahre gedauert, bis Online-Portale wie Apples iTunes Music Store ihre Musik ohne Kopierschutz angeboten haben. Wer sich heute einen Song kauft, erhält diesen zumeist im frei nutzbaren MP3- oder ähnlichem Format. Die digitale Revolution soll damit aber nicht beendet sein, berichtet aktuell CNN. Im nächsten Schritt sei geplant, die Tonqualität der im Internet feilgebotenen Lieder zu steigern. Denn der ursprünglich in 24-bit aufgezeichnete Mastertrack erscheint in komprimierter Form und in 16-bit Auflösung, was zu Verlusten führt.

Hier geht es weiter , Quelle : der Standard (http://derstandard.at/1297818715559/24-bit-iTunes-und-Co-erwaegen-Musikrevolution-mit-besserer-Tonqualitaet)

Schlechte Musik wird durch 24bit auch nicht besser ,,,,, :fr
Titel: Rhapsody besiegelt das Ende von Napster
Beitrag von: ritschibie am 02 Dezember, 2011, 12:09
Der ehemals eigenständige Musik-Streamingdienst Napster ist seit Donnerstag Geschichte. Die schätzungsweise bis zu 500.000 Abonnenten des Dienstes finden sich nun im Pool des Konkurrenten Rhapsody wieder, der im Oktober vom US-Einzelhändler Best Buy die Mehrheit an Napster übernommen hat. Von der Domain napster.com werden sie auf rhapsody.com weitergeführt. Dort sollen sie auf 13 Millionen Songs zugreifen können. Rhapsody hat etwa 800.000 Abonnenten.

Napster wurde 1999 von Shawn Fanning als Musiktauschbörse in die Welt gesetzt und galt schnell als Inbegriff für Filesharing. 2001 wurde sie aber von der Musikindustrie zum Filtern urheberrechtlich geschützter Stücke gezwungen. Nach weiteren Gerichtsurteilen wurde Napster stillgelegt und musste im Juni 2002 Insolvenz anmelden.

Die Marke ging schließlich im November 2002 für 5 Millionen US-Dollar an die Softwarefirma Roxio, die daraufhin ein legales Download-Angebot auf Abo-Basis aufbaute. Im Oktober 2003 kehrte Napster als kostenpflichtiger Musikdienst ins Internet zurück. 2008 übernahm Best Buy die Mehrheit an dem Dienst.

Quelle: www.heise.de