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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # WWW, Telefon, Provider & Co => Thema gestartet von: Jürgen am 27 Januar, 2005, 13:30

Titel: E-Mail-Anbieter diverses
Beitrag von: Jürgen am 27 Januar, 2005, 13:30
AOL stellt den direkten Zugang zu Newsgroups über den eigenen Newsserver-Dienst in Kürze sowohl in den USA als auch in Deutschland ein. Nutzer mit einem Dial-in-Account bei AOL könnten dann nicht mehr direkt auf Newsgroups zugreifen. Wer allerdings einen Anschluss eines anderen Anbieters für den AOL-Zugang nutze, könne möglicherweise über dessen Newsserver mittels eines Newsreader wie Mozilla Thunderbird an die Newsgroups kommen. Allen anderen Anwendern wird geraten, über Google Groups oder per Newsreader über offene Newsserver auf die Newsgroups zuzugreifen.

Erst vor etwa einem halben Jahr konnte AOL eine langjährige Fehde einstellen, die sich um die Veröffentlichung einer Meldung in einer Newsgroup drehte, die über AOL zugänglich war. Der Grund für die Einstellung des Dienstes ist laut AOL jedoch nachlassende Akzeptanz. Blogs, Chat-Räume und Web-Foren sind AOL zufolge mittlerweile für viele Nutzer attraktiver.

Die Archivierung ist bei diesen Techniken jedoch nicht gesichert. Bei Newsgroups hingegen archiviert Google-Groups einen Großteil der Postings laufend. Im Archiv finden sich über die Suche bis zu 20 Jahre alte Artikel. Darunter beispielsweise auch Argumente gegen die CD, erste Erwähnungen einer kleinen Firma namens Microsoft sowie die Ankündigungen zum World Wide Web und zu Linux. Neuerdings verstümmelt Google jedoch die E-Mail-Adressen im News-Archiv als Spam-Schutz. (thl/c't)
Quelle mit Links: http://www.heise.de/newsticker/meldung/55567
Titel: AOL filtert Verbindungen auf SMTP-Port 25
Beitrag von: SiLæncer am 15 Februar, 2005, 18:49
Am vergangenen Wochenende hat der Zugangsprovider AOL eine wichtige Neuerung für deutsche Kunden eingeführt: Ausgehende Verbindungen auf dem SMTP-Standardport 25 leitet der Anbieter künftig zwangsweise über einen Proxy. Jede Nachricht, die Kunden aus dem AOL-Netzwerk via SMTP auf einem fremden Mail-System absetzen wollen, scannt der Provider auf Spam-, Wurm- und Viren-Merkmale.

Wird eine Mail beispielsweise für Spam gehalten, erhält der Kunde die Bounce-Nachricht "AOL has identified this mail to be unsolicited bulk email", verbunden mit dem Hinweis auf die Policy. Laut AOL-Sprecher Tobias Riepe soll die Maßnahme insbesondere dazu dienen, Viren- und Wurm-infizierten Rechnern die Möglichkeit zu nehmen, über SMTP Werbemüll oder Schädlinge aus dem AOL-Netz heraus weiter zu verbreiten.

Obwohl AOL nach eigenen Angaben allen größeren Mail-Providern die Proxy-Einführung angekündigt hat, gibt es offenbar nun vereinzelt Probleme mit der Zustellung. GMX-Kunden klagen etwa darüber, dass die Server des Mail-Providers SMTP-Verbindungen mit dem AOL-Proxy ablehnen. E-Mail-Clients erhalten die Antwort: "The recipient does not accept mails from 'gmx.de' over foreign mailservers".

GMX-Sprecher Marcus Kast teilte heise online mit, man sei "über den Vorfall im Bilde. Bisher gab es bei unseren Support-Hotlines dazu jedoch keine besonderen Nachfragen." Man empfehle betroffenen AOL-Kunden, in diesem Fall auf den Message-Submission-Port 587 auszuweichen, der von AOL nicht gefiltert wird. Dies entspricht auch der Ausweichempfehlung von AOL selbst. Allerdings nehmen längst nicht alle Mail-Provider Nachrichten auf diesem Port entgegen; und längst nicht jeder Mail-Client ermöglicht es, den SMTP-Port frei zu wählen. Diesbezügliche Probleme von AOL-Kunden sind aber bisher nicht bekannt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re:AOL filtert Verbindungen auf SMTP-Port 25
Beitrag von: bladel am 15 Februar, 2005, 19:51
AOL sollte man sowieso nie trauen. Erst neulich musste ein Freund 2 Wochen länger auf seinen DSL Anschluss warten, weil AOL bei der Hausnummer 3 anstatt 3a genommen hat. ::)

Außerdem musste ich sofort an 2 ganz witzige Artikel über AOL denken, als ich die Nachricht gelesen habe.

Tagebuch eines AOL Kunden (http://www.box24.ch/public/fun/technik/aoltagebuch.wct)
1001 Gründe gegen AOL (http://www.virtuallogic.de/viewtopic.php?t=1158)
 ;D
Titel: Spammer raten von GMX ab
Beitrag von: SiLæncer am 20 Februar, 2005, 13:38
Heise online liegen mehrere E-Mails vor, die angeblich von der englischen Firma SWX-Netmarketing stammen und dazu raten, GMX-Accounts zu kündigen. Der Urheber der E-Mail behauptet, dass der Webmail-Anbieter bestimmte E-Mails global ablehne, ohne den Inhaber des Accounts davon zu informieren oder sie im Spam-Verdacht-Ordner zu sichern. GMX hat zu diesen Vorwürfen bislang keine Stellung bezogen.

Die Warn-E-Mail selbst scheint als Spam an alle möglichen E-Mail-Adressen verschickt zu werden und tarnt sich als Newsletter von www.gratislotto.tv. Sie enthält unter anderem einen Unsubscribe-Link der Form www.gratislotto.tv/unsubscribe.php?unsub=EMAIL-ADRESSE, mit dem man sich scheinbar aus dem Newsletter austragen kann. Solche Links wurden in der Vergangenheit allerdings auch gelegentlich dazu benutzt, um Email-Adressen aus Spam-Datenbanken zu verifizieren. Hinweise auf frühere Mails mit ähnlichen Links finden sich im Usenet.

Die Seite www.gratislotto.tv leitet direkt auf eine Partnervermittlungsbörse (digidate.de) um und enthält keinerlei Informationen zu dem angeblichen Newsletter. Hinter digidate.de steht wiederum SW-Netmarketing. In den verschiedenen Domaindatenbanken und dem eigenen Impressum taucht die Firma mal als SW-Netmarketing LTD und mal als SWX-Netmarketing LTD auf, aber immer mit der gleichen Adresse in Großbritannien.

Das Filtern von Spam-Mails hat in jüngster Zeit für Diskussionen an verschiedenen Fronten gesorgt: Einerseits erreicht die Anzahl der unerwünschten Werbemails Rekordniveau, andererseits verstößt das eigenmächtige Entfernen von E-Mails durch Provider oder Systemverwalter gegen deutsches Recht, wenn der Account-Inhaber der Filterung nicht zugestimmt hat (siehe hierzu c't 04/05 S. 178). Der vermehrte Einsatz von Spam-Filtern stört wiederum die werbetreibende Industrie und so erprobt derzeit der Deutsche Direktmarketing-Verband (DDV) in Kooperation mit einigen Mail-Providern Positivlisten für zertifizierte Werbemails. Diese sollen dann die Spam-Filter ungehindert passieren dürfen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re:Spammer raten von GMX ab
Beitrag von: Jürgen am 21 Februar, 2005, 00:47
JEDER GMX-Nutzer (mit irgendeinem Browser) hat die Möglichkeit, seinen Spam-Schutz über deren Web-Interface zu konfigurieren oder auch ganz zu deaktivieren, darauf wurde auch immer wieder deutlich hingewiesen.
Bei normalen Einstellungen werdfen Spam zudem nicht abgewiesen, sondern als solche markiert und im Spamverdacht abgelegt. An POP3-Nutzer ergeht zudem täglich beim ersten Abruf eine Melde-Mail, falls Spam erkannt und gefiltert wurde.

SO WHAT ???

Ich denke, Spammer sind sauer, dass sie mich nicht erreichen, andere Beschwerden habe ich nicht. Natürlich ist es hier nicht bei Default-Einstellungen geblieben.
Auf die "Leistungen" von SW(X)-Netmarketing LTD und ähnlichen  :o  >:(  :P
"verzichte" ich gerne unbelästigt.

Übrigens, unverlangte Werbung per E-Mail ist Spam, von wem auch immer sie stammt.
Direktmarketing heisst immer, bei der Kaltakquise Leute zu belästigen, die leider noch nicht einmal ein Klagerecht dagegen haben.
Wer ist eigentlich noch nie von Wichtigtuern angerufen worden, noch nie an der Haustür bedrängt oder per Mail zu einschneidenden Änderungen der Lebensweise oder des Körpers aufgefordert worden...

Legt euch gehackt, ich will euern Dreck nicht, basta. Ihr habt absolut kein Recht, mich oder wen auch sonst mit eurem Mist zu belästigen.

Jeder zweite, der unberechtigt klingelt, kriegt auf die Zwölf. Einer war schon da...
Schade, dass das mit E-Mail nicht geht, auch die Trillerpfeiffe am Telefon ist heutzutage nicht mehr recht wirksam...
Aber die Technik entwickelt sich, meine Wut ebenso...
Titel: GMX rudert im Streit mit Spammer zurück
Beitrag von: SiLæncer am 21 Februar, 2005, 16:17
Mittlerweile hat sich die Firma SW-Netmarketing LTD mit Sitz in Großbritannien offiziell zu den Massen-Mails bekannt, in denen sie GMX-Kunden zur Kündigung ihrer Webmail-Accounts raten. Man sehe dies als einzige Möglichkeit, GMX zu einer Reaktion zu zwingen, da GMX bislang auf Nachfragen seitens des Massen-Mailers nicht reagiert habe.

SW-Netmarketing ist nach den Aussagen eines Sprechers gegenüber heise online sogar bereit, über den Umweg von privaten Klagen selbst gegen GMX wegen Unterschlagung von Mails vor Gericht zu ziehen. Diesen Privatpersonen würde man dann auch den Rechtsstreit finanzieren. Denn sie hätten als Mail-Versender keinen rechtlichen Anspruch gegenüber GMX auf Zustellung der Mails, erklärte die Firma. Die Besitzer der Accounts hingegen haben nach deutschem Recht sehr wohl ein Recht auf Zustellung aller Mails, solange sie nicht explizit einer Filterung zugestimmt haben.

GMX hat anscheinend reagiert und und blockiert derzeit keine Mails von SW-Netmarketing mehr. Zumindest kamen die Antworten auf unsere Download-Anfragen bei der Seite trance24.de problemlos bei einem GMX-Account an. Laut einigen Mails, die heise online vorliegen, wurden solche Mails in der Vergangenheit nicht zugestellt. Seit wann GMX die Mails nicht mehr blockiert, ist bislang unklar. GMX hat jedoch bestätigt, zumindest zeitweise Mails aus IP-Bereichen abzulehnen, die durch den Versand großer Mengen an Mails aufgefallen sind. Man sei in der Vergangenheit immer bereit gewesen, den technischen Ursachen gemeinsam auf den Grund zu gehen. GMX setzt laut eigenen Angaben auf Filterung nach Blacklists, die vom Dienst Spamhaus stammen.

SW-Netmarketing ist laut Aussagen eines Sprechers bekannt, dass man die Massen-Mails mit dem Aufruf zur Kündigung von GMX-Accounts als geschäftsschädigendes Verhalten auslegen könnte und GMX rechtlich dagegen vorgehen kann: "Es ist unsere Hoffnung, dass GMX uns verklagt ...", so der Sprecher. Dies sei die scheinbar einzige Möglichkeit, GMX zu einer Reaktion zu bewegen.

Selbst hingegen ist die Firma, die unter anderem Online-Gewinnspiele und Seiten mit Anti-Raucher-Hypnose dazu verwendet, E-Mail-Adressen für das Direktmarketing zu sammeln, nicht besonders an der Kontaktaufnahme durch die Empfänger ihrer Spam-Sendungen interessiert. Auf die Frage, warum der Firmensitz mittlerweile in Großbritannien liege -- bis vor einiger Zeit war er noch in Hamburg -- antwortete der Sprecher: "Wir haben es ganz bewusst gemacht, um es denen, die sich unberechtigt beschweren, schwerer zu machen." Die, die sich berechtigt beschweren wollen, trifft dies natürlich auch, aber für die gäbe es ja den Unsubscribe-Link. Die Bearbeitung all der angeblich unberechtigten Beschwerden und Prüfungen durch den Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) sei für eine kleine Firma einfach zu aufwendig gewesen. Nach eigenen Angaben der Firma haben Datenschutzprüfungen gegen SW-Netmarketing bislang zu keiner Beanstandung geführt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re:Spammer raten von GMX ab
Beitrag von: Jürgen am 21 Februar, 2005, 20:13
Denen hamse wohl ins Gehirn gesch...

Ich sehe überhaupt keine Berechtigung, dass jemand sich bei denen melden sollte, um nicht mehr belästigt zu werden. Das würde ja die Gültigkeit der gespamten Adresse nur bestätigen, machte die Adresse sofort noch wertvoller für alle Arten von Halunken.

Der angebliche Rückzug* vom Standort Hamburg wundert mich überhaupt nicht, da gerade hier in letzter Zeit diverse dubiose Abzocker aus dem Verkehr gezogen worden sind. Gut so!

Sollte GMX durch verbraucherunfreundliche Rechtsprechung in Schwierigkeiten geraten, wäre ich bereit, zur Abwehr meinen Beitrag zu leisten. Ich habe erst durch die Filtertechnik von GMX geschafft, eine massiv von Spam betroffene Adresse wieder fast völlig sauber zu bekommen, ohne den Dreck erst herunter laden zu müssen. Dabei ist bisher keine einzige saubere Mail verloren gegangen. Alle anderen Konten habe ich längst mit Opt-In komplett verrammelt.

Ansonsten sollte man sich überlegen, für Massenmails ein generelles Opt-In-Verfahren bei den Providern vorzuschreiben, z.B. ab 50 Empfängern oder weitestgehend identischen Mails.

Niemand sollte ein Recht haben, seine Ergüsse ungebeten an das ganze Netz zu verbreiten, oder erhebliche Teile davon.

Zudem braucht es wohl ein generelles Verbot unangeforderter Werbe-E-Mails. Eine Art Robinson-Liste wäre kontraproduktiv, da auch diese die Gültigkeit bestätigen und damit den "Wert" von spambaren Adressen erhöhen würde.

Zuletzt fehlt noch dringend eine Möglichkeit zur Strafanzeige durch die Opfer, wie auch für telefonische Belästigung immer noch.

Das sollte wenigstens EU-weit eindeutig geregelt werden, und zwar flott !!!

Jürgen

p.s.
Ich finde, der Protest der Spammer ist eigentlich eine echte Empfehlung für GMX und ihre Spam-Filtertechnik.
Wenn's so viele andere nicht trifft, sind die Spammer mit fehlenden oder wirkungslosen Filtern natürlich sehr zufrieden...

*)p.p.s.

gratislotto.tv ist laut
"http://www.geektools.com/whois.php"
über TUCOWS, INC.  in England registriert,
auf denselben Domaininhaber wie
digidate.de
Die aber tragen als admin-c eine Person in Hamburg.
Zudem ist laut DENIC technischer Ansprechpartner / Zonenverwalter von digidate.de eine Firma in Quickborn, zu der auch die identische IP beider Sites weisst.
Das ist wohl nicht eben die feine englische Art.
Übrigens ist eine Suche nach der Adresse in Huddersfiled, z.B. mit Altavista, auch sehr interessant, auf das Haus sind extrem viele Geschäftsadressen angemeldet...

Die Gedanken sind frei  :P
Titel: Re:Spammer raten von GMX ab
Beitrag von: Schranzbert am 21 Februar, 2005, 22:38
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Spammer oder Phischer. Jetzt aber ernsthaft in der letzten Ausgabe der CT (#4 Nicht die von heute) war ein sehr interessantes Editorial und Artikel drin. Laut dem sitze ich als Admin bereits mit einem Fuß im Knast denn auch die Mailfilterung gehört zu meinem Aufgabenbereich.  Zitat: Vorsätzliche E-Mail-Unterdrückung nannte der Staatsanwalt das ganze, eine Verletzung des Post- oder Fernmeldegeheimnisses nach § 206 , Abs 2, Nr 2. Für so etwas drohen Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren. Köstlich.... Das "Recht auf Spam-müll" gibt es in meiner Firma jedenfalls nicht den die Kommunikation ist ausdrücklich Betrieblich definiert und Privatnutzung verboten. GMX tut meiner Meinung nach das richtige, wenn auch mit falschen Mitteln. Würden sie es in ihre AGBs übernehmen, das Mails von "Spamdomains" abgelehnt würden, wären sie aus dem Schneider. Das die Spammer hierzulande aus ihren Löchern kommen und sich auch noch beschweren mit unlauteren Mitteln zeigt das es ihnen noch viel zu gut geht.
Titel: Kostenlose WLAN-Wochenenden bei AOL
Beitrag von: SiLæncer am 15 Juli, 2005, 18:49
Der Provider AOL erlaubt die kostenlose Nutzung aller AOL-Hotspots an Samstagen und Sonntagen bis Ende August. An der Aktion nimmt auch der AOL-Kooperationspartner 802:WLAN teil. Die vorübergehend kostenlosen Hotspots finden sich in Deutschland in über 300 Cafés, Bars und Kneipen. Die Benutzerkennung für den Zugang lautet Hotspot@aol.com, das Passwort ist der Name der jeweiligen Stadt.

Vor Ort werden Prepaid-Karten verkauft, die eine Nutzung auch unter der Woche ermöglichen. Pro Stunde kostet der Zugang 2 Euro. Sobald man den Zugang aktiviert hat, läuft aber die Zeit, selbst wenn sich der Anwender wieder ausloggt. Es ist nicht möglich, die Nutzungsstunde auf mehrere Sitzungen zu verteilen. AOL-Mitglieder können sich bei den Hotspots mit ihrem Benutzernamen und Kennwort zu den Konditionen des jeweiligen Tarifs auch ohne AOL-Software einloggen, bei Volumentarifen wird das im Hotspot verbrauchte Datenvolumen nicht abgerechnet. An einigen Standorten stehen zudem Internet-Stationen zur freien Nutzung bereit.

Quelle : www.heise.de
Titel: AOL zieht sich aus Deutschland zurück
Beitrag von: SiLæncer am 11 Januar, 2010, 18:30
Der Internetkonzern AOL zieht sich aus Deutschland zurück und schließt seine Niederlassungen in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München. Entsprechende Medienberichte bestätigte das Unternehmen am Montag in Hamburg. Rund 140 Mitarbeiter werden ihren Job verlieren. Die erst im Dezember beförderte neue Deutschlandchefin Marianne Stroehmann soll das Unternehmen nun abwickeln. Die Frankfurter Tochtergesellschaft Adtech soll von der Maßnahme nicht betroffen sein und weitergeführt werden.

Der Rückzug aus Deutschland gehört zur Neuausrichtung, die der neue CEO Tim Armstrong dem einst stolzen Internetriesen verordnet hat. AOL hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, 2500 Stellen zu streichen. Zunächst sollte das mit einem freiwilligen Abfindungsprogramm erreicht werden. Bis zum Jahresende haben sich US-Berichten zufolge aber nicht genügend Freiwillige gefunden, nur 1100 Mitarbeiter haben das Angebot angenommen. Nun will der Konzern auch Kündigungen aussprechen.

In Europa werden dafür offenbar nahezu alle Standorte in elf Ländern geprüft; Berichten zufolge stehen Schließungen in Schweden, Spanien und Frankreich bevor. Bleiben dürften die Niederlassungen in Irland und Großbritannien, allerdings sei dort ein "massiver Jobabbau" zu erwarten, berichtet der Branchendienst Horizont. Weitere 500 Mitarbeiter sollen in den USA entlassen werden, wo offenbar die Büros in Seattle und Dallas vor der Schließung stehen.

AOL Deutschland war im Herbst 2006 mit dem Verkauf des DSL-Zugangsgeschäfts an Hansenet der neuen globalen Strategie des Konzerns gefolgt und wollte sich auf das Internet-Portal und die Vermarktung von Werbung konzentrieren. Während viele Mitarbeiter damals mit der DSL-Sparte zu Hansenet wechselten, kostete die Neuausrichtung wenig später zunächst 100 der verbliebenen 250 Jobs in Hamburg. 

Fast auf den Tag genau zehn Jahre nach Bekanntgabe der spektakulärsten Fusion der US-Wirtschaftsgeschichte ist das Schicksal von AOL in Deutschland damit besiegelt. Der Internetzugangsanbieter war auf dem Höhepunkt der New Economy mit dem Medien-Riesen Time Warner zusammengegangen. Beide Partner wurden nie miteinander glücklich, die erst Ende 2009 mit dem Börsengang von AOL wieder aufgelöste Ehe gilt heute als schwerer Fehler.

Gerald Levin, damals der Spitzenmann von Time Warner und schließlich erster CEO des Gemeinschaftsunternehmens, räumte anlässlich des Jahrestages gegenüber dem US-Sender CNBC ein, er habe den "schlechtesten Deal des Jahrhunderts" zu verantworten.

Quelle : www.heise.de
Titel: Anonymer Freemailer zieht den Stecker: secure-mail.biz wird eingestellt
Beitrag von: SiLæncer am 03 Oktober, 2012, 21:20
(http://static.gulli.com/media/2012/10/thumbs/370/privacy-by-unique377.jpg)
Der anonyme E-Mail-Anbieter secure-mail.biz stellt nach mehreren Jahren Tätigkeit Ende Oktober seinen Dienst ein. Begründet wird der Schritt mit finanziellen Problemen gekoppelt mit Schwierigkeiten, anonyme Bezahldienste ausfindig zu machen. Auch gebe es Probleme mit den Hostern. Alle Nutzer sollen möglichst bald ihre Daten herunterladen, diese sind ab dem 1.11. nicht mehr erreichbar.

Der anonyme E-Mail-Anbieter secure-mail.biz schließt Ende Oktober seine Pforten. Wie der Webseite zu entnehmen ist, gebe es dafür vor allem finanzielle Gründe. Im August dieses Jahres wurde die Registrierung vorübergehend geschlossen. Per Twitter gab man noch im August bekannt, die Ressourcen wurden zeitweise überschritten. Neben den kostenpflichtigen Premium-Angeboten wurde allen Interessenten auch eine kostenlose Freemail-Variante angeboten. Von der Schließung sind auch die Domains z1p.biz, lolfreak.net und secure-mail.cc betroffen.

Da es für die Betreiber von Monat zu Monat schwieriger wurde, die Kosten des Projekts zu decken und anonyme Bezahlmethoden zu finden, zieht man Ende des Monats endgültig die Stecker. Zwar habe man versucht umzustrukturieren um doch "noch irgendwie über die Runden zu kommen, nur ist uns das leider nicht gelungen."

Allen Kunden wird empfohlen, ihre E-Mail-Adressen von Foren oder sonstigen Anmeldungen zu ändern und bei Bedarf gespeicherte E-Mails herunterzuladen, da alle E-Mail-Adressen des Anbieters ab dem 1.11. nicht mehr erreichbar sind. Die Daten des Projekts werden nach eigener Auskunft komplett vernichtet. Auch ein Verkauf von secure-mail.biz soll nicht durchgeführt werden.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Mailbox.org: Vollständig verschlüsselter deutscher E-Mail-Dienst
Beitrag von: SiLæncer am 21 Februar, 2014, 14:35
Unter dem Motto „Damit Privates privat bleibt“ hat die Berliner Heinlein Support ihren neuen E-Mail-Dienst mailbox.org eröffnet. Das Angebot punktet nicht nur mit dem deutschen Datenschutzrecht sondern dank starker Verschlüsselung auch mit Sicherheit.

In Sachen Linux, Sicherheit und E-Mail-Kommunikation ist das Consulting-Unternehmen Heinlein Support keine unbekannte Größe. Den am heutigen Freitag vorgestellten neuen E-Mail-Dienst mailbox.org haben die Berliner unter das Motto „Damit Privates privat bleibt“ gestellt. Obligatorische starke Verschlüsselung und die Bestimmungen des deutschen Datenschutzrechts lassen das Angebot als besonders sicher gelten, was das Prüf-Labor SSL Labs mit der Gesamtnote A+ bestätigt.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Mailbox-org-Vollstaendig-verschluesselter-deutscher-E-Mail-Dienst-2120363.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: E-Mail-Provider stellen auf Transportverschlüsselung um
Beitrag von: SiLæncer am 30 März, 2014, 13:03
Nach monatelanger Vorbereitung ist ab dem am morgigen Montag bei den E-Mail-Diensten von Freenet, GMX, Web.de, und der Telekom der E-Mail-Empfang und -Versand nur noch verschlüsselt möglich.

Ab dem morgigen Montag wird es ernst: Die E-Mail-Provider, die sich in der Initiative E-Mail made in Germany zusammengeschlossen haben, lassen dann den Austausch von E-Mails nur noch mit eingeschalteter Transportverschlüsselung zu. Für den Abruf per POP3 oder IMAP und den Versand per SMTP muss im Mail-Client dann SSL oder STARTTLS eingestellt sein. Unverschlüsselte Verbindungen lehnen die Server künftig ab. Anleitungen zur Umstellung aller gängigen Mailprogramme gibt es bei Freenet, GMX, Web.de und der Telekom. Nutzer des Web-Frontends müssen nichts unternehmen, die Verschlüsselung erfolgt dort durch die Nutzung von HTTPS schon länger automatisch.

Wer in den vergangenen Wochen noch unverschlüsselt auf seine Mails zugegriffen hat, erhielt immer wieder Hinweise per Mail, den Abruf umzustellen. Wer das beharrlich ignoriert hat, könnte ab morgen ohne Zugriff auf seine E-Mails dastehen. Die Umstellung soll sukzessive bis zum 29. April erfolgen, sodass morgen nicht auf einen Schlag alle Kunden betroffen sein werden – das würde den Support wohl auch überfordern.

Einige Anwender rätseln noch, warum sie Hinweis-Mails erhalten, obwohl sie ihren E-Mail-Client bereits so umgestellt haben, dass er nur noch verschlüsselte Mails verschickt und empfängt.. Möglicherweise ist daran ein zusätzlich verwendeter Mail-Client schuld, beispielsweise auf mobilen Geräten. Auch einige Netzwerkgeräte wie Router greifen auf E-Mail-Dienste zu, etwa zum Versand von Statusmeldungen. Unverschlüsselt arbeiten oft auch E-Mail-Sammeldienste von Drittanbietern, die man in vielen Fällen manuell auf die Nutzung von SSL oder STARTTLS umstellen muss.

Die von den Mail-Providern eingesetzte Verschlüsselung schützt die Inhalte der E-Mails lediglich auf dem Transportweg. Für den Abruf in fremden Netzwerken, etwa offenen WLANs, ist das durchaus ein Sicherheitsgewinn. Auf den Systemen des E-Mail-Providers und des Kunden liegen sie aber weiterhin unverschlüsselt vor. Will der Anwender eine sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, muss er sich weiterhin selbst darum kümmern.

Quelle : www.heise.de
Titel: Web.de und GMX führen PGP-Verschlüsselung für Mail ein
Beitrag von: SiLæncer am 20 August, 2015, 19:48
Sehr einfach zu bedienen, aber dennoch sicher soll die PGP-Erweiterung der Mail-Dienste von Web.de und GMX sein, die sich per Web-Oberfläche und Mobil-Apps nutzen lässt.

GMX und Web.de führen am heutigen Donnerstag die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von E-Mail per PGP ein. Die neue Funktion steht auch den kostenlosen Accounts zur Verfügung. Damit können nach Angaben von 1&1 rund 30 Millionen Nutzer ihre Nachrichten abhörsicher verschlüsseln. Das funktioniert mit den Desktop-Browsern Chrome und Firefox sowie mit den Apps von GMX und Web.de für Android und iOS. Verschlüsselte Mails lassen sich aber auch mit anderen PGP-Systemen wie Enigmail austauschen.

c't konnte die neue Funktion vorab exklusiv testen. Dabei fiel die einfache Bedienung auf. Obwohl die Verschlüsselung auf dem lokalen PC erfolgt, genügen drei Schritte für die Einrichtung, durch die ein Assistent führt. Dabei wird eine weiterentwickelte Version des Browser-Plug-ins Mailvelope installiert, dann wählt man das Schlüsselpasswort und sichert schließlich die automatisch erzeugten Schlüssel samt Passwort. Diese Daten werden in einen Container gepackt, der lokal verschlüsselt und dann bei 1&1 gespeichert wird. Das hierfür zufällig erzeugte 26-stellige Passwort bleibt beim Nutzer. Der kann damit sein Schlüsselpaar auf andere Geräte übertragen, während 1&1 keinen Zugang zu den Daten im Container hat.

Lokal verschlüsseln

Die Web-Oberflächen der Mail-Dienste und das weiterentwickelte Plug-in arbeiten reibungslos zusammen, wobei stets erkennbar ist, welche Aktionen lokal und welche auf dem Server ablaufen. So wird der geheime Schlüssel nur auf dem Endgerät genutzt, um dort Mails zu entschlüsseln und verschlüsselt gesendete optional zu signieren. Der öffentliche Schlüssel wird hingegen in einem von GMX und Web.de gepflegten Verzeichnis abgelegt. Die Mail-Dienste stellen dabei sicher, dass Schlüssel und Mail-Konto zusammen gehören.

Das funktioniert natürlich nur für die Accounts bei GMX und Web.de. Das interne Verzeichnis tauscht sich nicht mit öffentlichen Keyservern aus. Andere Schlüssel werden in Mailvelope importiert und verwaltet. Systembedingt können verschlüsselte Mails auf dem Server nicht durchsucht oder auf Viren getestet werden.

Quelle : www.heise.de