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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # News & Infos zu Kino/TV/Radio => Thema gestartet von: SiLæncer am 14 Dezember, 2004, 19:16

Titel: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 14 Dezember, 2004, 19:16
Nach dem erfolgreichen Abschluss des DVB-T-Pilotversuchs in Graz, soll die Digitalisierung der österreichischen TV-Landschaft zügig vorangetrieben werden.

Wie der Standard berichtet, ist die Rundfunk und Telekom Rgeulierungs-GmbH (RTR) mit dem Pilotversuch für digitales Fernsehen, der im Sommer in Graz zu Ende ging, vollauf zufrieden. Die Digitalisierung der österreichischen TV-Landschaft soll nun zügig weitergehen und gefördert werden.

11,1 Millionen wurden für den Testbetrieb in Graz ausgegeben, wobei etwas über fünf Millionen Euro von Unternehmen - etwa ORF, Siemens und der Telekom Austria - kamen, 4,4 Millionen über den Digitalisierungsfonds aus der Bundeskasse und 1,5 Millionen vom Land Steiermark. Bis 2010 soll der Umstieg auf digitales, mit Antenne empfangbares Fernsehen geschafft sein.

Doch bis es soweit ist, müssen noch einige Hürden überwunden werden. Im Frühling 2005 kommt es zunächst zur Ausschreibung des so genannten Mulitplexers, der den zentralen Betreiber für das künftige digitale Sendernetz darstellen soll.

Ende des kommenden Jahres könnte dieser Netzbetreiber seine Zulassung rechtskräftig erlangen. Dann beginnt der Kampf um die Frequenzen, die auch international koordieniert werden müssen. Rund 150 Nationen im Frühling 2006 zu diesem Zweck bei einer Konferenz in Genf. Danach kann abgeschätzt werden, wie viele Fernsehkanäle in Österreich künftig digital mit Antenne empfangen werden können.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Österreich bekommt DVB-T-Netz
Beitrag von: SiLæncer am 25 Februar, 2006, 19:55
ORS, die Österreichische Rundfunksender GmbH, hat als einziger Bewerber die Zulassung zum Betrieb eines DVB-T-Netzes für die digitale Fernsehausstrahlung in Österreich bekommen. Im Herbst 2006 sollen die ersten Sender in Ballungsräumen online gehen. Ausgestrahlt werden dann drei Programme: ORF1, ORF2 und das private Programm ATV+. Zusätzlich muss von jedem Standort eine zweite Regional-Version des ORF2 gesendet werden.

Dem noch nicht rechtskräftigen Bescheid der Rundfunk und Telekom Regulierung (RTR) zu Folge darf die ORS ab 1. August zwei Multiplex-Plattformen betreiben, MUX A und MUX B. MUX A weist eine Nutzdatenrate von 14,93 MBit/s auf und muss bis 1. März 2007 60 Prozent der Haushalte erreichen, zwei Jahre später müssen es 90 Prozent sein. MUX B muss Anfang 2008 zumindest 60 Prozent der Haushalte erreichen und ebenfalls mindestens drei TV-Programme übermitteln. Die Empfangswahrscheinlichkeit innerhalb des Versorgungsgebietes soll 95 Prozent erreichen.

Der Plan für MUX A sieht für Oktober zunächst elf DVB-T-Sender auf Ersatzfrequenzen in den neun Landeshauptstädten vor. Damit können etwa 70 Prozent der Wohnsitze erreicht werden. Bis Februar 2007 sollen weitere fünf Emitter die Abdeckung auf 77 Prozent erhöhen. 91 Prozent werden durch 51 zusätzliche Sender erreicht, die spätestens Ende 2008 in Betrieb gehen. Parallel werden die großen analogen TV-Sender abgeschaltet und deren bis dato analog genutzte Frequenzen für den Digital-Betrieb freigegeben. Die Kosten für diesen Ausbau werden von allen Programm-Veranstaltern über Nutzungsgebühren getragen.

Die tatsächliche Versorgungsdichte wird je nach Bundesland unterschiedlich sein. Während für das Burgenland eine Abdeckung von 99 Prozent vorhergesagt ist, muss ein Fünftel der Tiroler Haushalte damit rechnen, Ende 2008 keinen digitalen terrestrischen Empfang zu haben. Der ORF wird daher bei seiner Tochter ORS zusätzliche Abdeckung bestellen, die über die Auflagen hinausgeht. Um den Versorgungsgrad mit MUX A im Bundesschnitt von 91 auf 95 Prozent zu steigern, sind voraussichtlich 282 zusätzliche Sendeanlagen erforderlich. Bis Ende 2010 sollen auch die in Betrieb sein. Dann werden auch die letzten analogen Übertragungen eingestellt. Die Kosten für diesen zusätzlichen Ausbau muss der ORF über höhere Nutzungsgebühren bestreiten. Ein Schelm, wer weitere Erhöhungen der Rundfunkgebühren prophezeit.

Quelle : www.heise.de
Titel: Start von DVB-T in Österreich verschoben
Beitrag von: SiLæncer am 14 Juli, 2006, 12:47
Wien- Das digitale Antennenfernsehen (DVB-T) in Österreich wird nicht wie geplant im Rahmen der Österreichischen Medientage am 27. September starten, sondern einen Monat später.

Wie der Österreichische Rundfunksender (ORS) bekannt gab, soll der Startschuss für DVB-T am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober, fallen.
 
Der Nationalfeiertag sei immer der Wunschtermin des Österreichischen Rundfunksenders (ORS) gewesen, erklärte dazu Geschäftsführer Michael Wagenhofer. Aufgrund der ursprünglich für den November zu erwartenden Nationalratswahlen habe sich der ORS für den bisher kommunizierten Termin Ende September entschieden. Mit der nun beschlossenen Vorverlegung der Nationalratswahlen auf den 1.10.2006, spreche nichts mehr gegen den ursprünglich geplanten Start am Nationalfeiertag. Die Einführung einer neuen Technologie beanspruche die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, nach der Nationalratwahl könne das Thema DVB-T besser kommuniziert werden und stünde nicht in Konkurrenz mit der Intensivphase des Wahlkampfs.

(http://www.digitalfernsehen.de/news/img/721474_7b07a08264.gif)

Die Wochen bis zum Start am 26.10.2006 sollen für zusätzliche technische Tests genutzt werden. Die Phase der parallelen Abstrahlung von analogen und digitalen Signalen werde in der gleichen Länge beibehalten, damit den Haushalten genügend Zeit zur Anschaffung der digitalen Empfangseinrichtungen bleibt.

Ab Freitag, dem 27. Oktober sind zudem die 40-Euro-Gutscheine im Handel einzulösen. Für die ersten 100 000 "Frühumsteiger" sind diese zwei Monate gültig, für Rundfunk-Gebührenbefreite bis Mitte nächsten Jahres.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: ORF 1 & ORF 2
Beitrag von: analog am 26 September, 2006, 19:31
Hallöli !

Derzeit schaut es bei mir so aus, das ich bei einem Multiswitch das Terrestrische und  SAT Sitgnal einspeise und bei unseren Fernsehern mit einer Dose wieder splitte.

Da aber bei uns DVB-T kommt, in Österreich, wollte ich fragen wie es in zukunft ausschaut.

Kann ich mir 1 DVB-T Reciver kaufen und mit dem irgendwie ORF 1 und ORF2 wieder einspeisen ?
Weil ich will wirklich nicht für jeden Fernseher so ein Ding.
Weil es wäre schön wenn man ORF 1 aufnehmen kann, und ORF2 schauen. Wie gehabt, da ja der Videorecoder einen Tuner hat und der Fernseher...

Gibt es da eine vernünftige Lösung ?
Titel: Re: ORF 1 & ORF 2
Beitrag von: Jürgen am 27 September, 2006, 02:19
DVB-T-Receiver mit Modulator können stets nur ein einziges Programm über den Antennen-Ausgang ausgeben, genauso wie Videorekorder & Co.
Also müsstest Du schon zwei einsetzen, deren Modulatoren dann natürlich auf verschiedene Ausgangs-Kanäle eingestellt werden müssten. Diese Geräte können dann hintereinandergeschaltet und mit dem Terrestrik-Eingang des Multiswitches verbunden werden.

Es ist möglich, dass der ausgangspegel vor der Einspeisung noch angepasst werden muss, z.B. mittels Pegelsteller und / oder Verstärker, das hängt vom MS ab, und der Art, wie der terrestrische Signale verstärkt / abschwächt.

Nebenbei, viel DVB-T-Geräte haben trotz eines Antenen-Ausgangs keinen Modulator eingebaut.
Also vor dem Kauf vergewissern, dass eine Modulator-Funktion tatsächlich eingebaut ist.

Übrigens sind die Modulatoren meist nur für Mono ausgelegt.

Aber imemrhin kann man so auch mehrere analoge TV-Empfänger an einer Leitung betreiben, also z.B. Glotze und Video, dazu einen Sat-Empfänger.

Ähnlich verteile ich das Ausgangssignal meiner Nexus in meiner Wohnung weiter, aufmoduliert durch meinen alten PACE und dessen Dekoder-Port.
Titel: Österreich: Skepsis der Privaten gegenüber DVB-T groß
Beitrag von: SiLæncer am 28 September, 2006, 12:21
Wien - Am 26. Oktober fällt der Startschuss für das digitale terrestrische Fernsehen in Österreich. Wie in Deutschland auch zeigen sich die privaten Programmanbieter von DVB-T nicht gerade begeistert.

m Rahmen einer Gesprächsrunde während der Österreichischen Medientage bezeichnete Georg Kofler, Vorstandsvorsitzender der Premiere AG, DVB-T am Mittwoch als "rückständige Technologie", die in Deutschland ein Flop sei und "nur Geld verschlungen" habe.
 
Besonders zu beanstanden sei, dass es nur zwölf Kanäle über das terrestrische Fernsehen geben könne, was nicht der Vielfalt diene. Darüber hinaus monierte der Premiere-Chef die Subventionierung von DVB-T, durch die eine Wettbewerbsverzerrung stattfände.

Guillaume de Posch, der Vorstand von ProSiebenSat.1, stieß in dasselbe Horn wie Georg Kofler, indem er das digitale terrestrische Fernsehen als "eine Technologie der alten Welt" bezeichnete. DVB-T sei ein Non-Event, hier werde öffentliches Geld verpulvert. Nach Meinung von de Posch wäre dieses Geld viel dringender für die Entwicklung von Breitbandangeboten von Nöten.

Auch ATV, neben den zwei ORF-Kanälen derzeit der einzige Sender, der im analogen terrestrischen Fernsehen vertreten ist, geht deutlich auf Distanz zur terrestrischen Digitalisierung. ATV-Hautgesellschafter Herbert Kloiber bemängelte vor allem, dass die Digitalisierung in Österreich viel zu spät komme. Weiterhin behält sich Kloiber vor, wie lange ATV analog weiter sendet, angeblich dürfe der Sender noch maximal fünf weitere Jahre analog ausstrahlen. "Wenn man einen digital-terrestrischen Haushalt nur dann erreicht, wenn das drei bis vier Mal teurer ist als ein analoger Haushalt, dann wird man den nicht bedienen."

Damit könnte es zu einer ähnlichen Situation wie in Deutschland kommen, wo die privaten Sender nur in einigen Ballungsräumen über DVB-T empfangen werden können. Und selbst der zukünftige ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz ist nicht hellauf begeistert von der terrestrischen Digitalisierung. Zwar hält er DVB-T vor allem bei portablen und mobilen TV-Geräten für sinnvoll, auch biete die Technik mehr Sender als bisher, jedoch habe man sich beim ORF die Einführung nicht gewünscht. Man erfülle bei der Digitalisierung lediglich die Richtlinien der Bundesregierung, die wiederum auf Vorgaben der EU basieren.

Am 26. Oktober fällt der Startschuss für das digitale terrestrische Fernsehen in Österreich. Bis Mitte 2007 sollen die analogen Frequenzen zum überwiegenden Teil abgeschaltet sein. Von der Umstellung sind schätzungsweise 300 000 Haushalte betroffen, die bisher nur die zwei ORF-Programme sowie ATV über Antenne empfangen.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: Österreich: Skepsis der Privaten gegenüber DVB-T groß
Beitrag von: Jürgen am 28 September, 2006, 14:45
Zitat
Besonders zu beanstanden sei, dass es nur zwölf Kanäle über das terrestrische Fernsehen geben könne,
???
Mit Verlaub, der Herr redet Blech.

Gerade DVB-T erlaubt teilweise Gleichwellen- und Nachbarkanalbetrieb, somit sind normalerweise auch über zwölf Transponder möglich.
Und pro Transponder (/ Sendefrequenz, früher Kanal genannt) lassen sich mehrere Stationen übertragen.

Aber natürlich ist so ein System grundsätzlich erst einmal allgemein zugänglich, das ärgert jede Art von Wegelageren.
Und es ist kaum geeignet, um beliebige Mengen an PPV, Uralt-Schrott und Brüll-Werbung an den Mann zu bringen, weil die verfügbare Bandbreite ähnlich beschränkt ist wie im Kabel.
Statt dessen kann jedermann ohne Zusatzgebühren und Zugangskontrolle (fast) überall einfach nutzen.
Natürlich stört das die Abo-Anb(i)eter erheblich.

Zitat
"Wenn man einen digital-terrestrischen Haushalt nur dann erreicht, wenn das drei bis vier Mal teurer ist als ein analoger Haushalt, dann wird man den nicht bedienen."
Wenn das Wörtchen Wenn nicht wär...
Das ist schlichtweg Quatsch.
Hier geht's um Angebote, die bisher in dem Umfang nicht existiert haben.
Die Sendetechnik und der Betrieb werden NICHT teurer, wenn sich vier Stationen einen Transponder teilen. im Gegenteil, verglichen mit Analog spart's enorm, sogar Strom.
Die Digitaltechnik dafür ist auch nicht teurer als auf jedem anderen Verteil-Weg. 


Man sollte eben in Anbetracht solcher Äusserungen stets im Blick behalten, womit der Redner seine Flocken mancht oder zukünftig zu machen hofft ...
Wes' Brot ich ess', des' Lied ich sing ...
Titel: Re: ORF 1 & ORF 2
Beitrag von: ThaQ am 25 Oktober, 2006, 06:54
Morgen ist der offizielle Start von ORF dvb-t. Nun ist guter Rat teuer. Bei "größeren" Haushalten entstehen nun einige Kosten:
Einen dvb-t Receiver erhält man ab ca. 50€ (Receiver die alle Möglichkeiten der dvb-t Technik einsetzen (ab ca. 150€) werden mit 40€ gefördert).

Bei einem Haushalt mit 4 Fernseher entstehen daher Kosten von ca. 200€ bis 440€ (exkl. event. neuer Antenne). Die eingesetzte Mpeg2 Komprimierung für Pal (knapp 15Mbit für 3 Sender) lässt eine nicht unbedingt gute Qualität erwartet. HDTV ist lt. ORF nicht angedacht (Nuna bei der "alten" Technik).
"Ein neues Gerät samt Fernbedienung findet Einzug in dein Wohnzimmer" (da kommt Freude auf)

Der ORF gibt an, dass der Simulcast-Betrieb einige Monate!!! betragen wird (voraussichtlich März 2007; siehe www.dvb-t.at).
Ich empfinde dass als Nötigung!! Die digitale Umstellung muss lt. EU glaube ich bis 2012 erreicht sein.

Nun hat man ja auch die Möglichkeit auf Sat Receiver zu setzen. Einen Sat Receiver samt Cryptoworks Modul erhält man ab ca. 100€.
Leider geistert nun schon seit einiger Zeit die "Grundverschlüsselung" der privaten Sender in Medien herum. (Wurde/Wird in diesem Forum beschrieben).
Damit man auch dafür vorbereitet ist, ist ein Sat-Receiver mit zwei CI Slots notwendig (Soweit ich weiss ist Nagra angedacht), der ab ca. 150€ erhältlich ist.

Wie man's dreht und wendet: ES WIRD TEUER!!!

Fazit: Familien- und Konsumentfreundlichkeit wird von den TV-Anbietern kleingeschrieben.
Titel: Re: ORF 1 & ORF 2
Beitrag von: Jürgen am 25 Oktober, 2006, 23:12
Eine Grundverschlüsselung ist bei DVB-T auch möglich, die bekannten Privaten werden das zudem verlangen, falls sie sich über Sat damit durchsetzen können.

Insofern sollte man vielleicht erstmal abwarten, jedenfalls nicht gerade jetzt zuviel für ein Gerät ohne CI ausgeben.
Titel: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 26 Oktober, 2006, 17:15
Am heutigen Nationalfeiertag ist in Österreich der erste Teil des digitalen terrestrischen Fernsehnetzes eingeschaltet worden. Es besteht aus vorerst elf Sendern. In den neun Landeshauptstädten und deren Umgebung werden nun vier Monate lang ATV+, ORF1 und ORF2 parallel sowohl analog als auch digital ausgestrahlt. Danach werden die analogen Sender deaktiviert. Der ursprüngliche Starttermin Ende September war unter Verweis auf die Nationalratswahl am 1. Oktober auf den heutigen Donnerstag, verschoben worden.

Die Angaben darüber, wie viele Haushalte auf den Empfang terrestrischer TV-Übertragungen angewiesen sind und sich daher eine digitale Settop-Box kaufen müssen, gehen weit auseinander. Der ORF berichtet über 1,3 Millionen oder 40 Prozent, die Kabelnetzbetreiber sprechen von bloß elf Prozent. Rundfunkgebührenbefreite Haushalte sowie die ersten 100.000 Umsteiger können eine Förderung in Höhe von 40 Euro in Anspruch nehmen – aber nur, wenn sie eine etwa um diesen Betrag teurere Settop-Box mit MHP-Unterstützung (Multimedia Home Platform) und DVB-T-Prüfzeichen erwerben. Für diese Förderungen für DVB-T-Emfpänger stehen 7,5 Millionen Euro aus dem Digitalisierungsfonds zur Verfügung, der aus Rundfunkgebühren gespeist wird.

Ab heute erreicht das DVB-T-Signal des Multiplex A rund 70 Prozent der österreichischen Haushalte, Ende 2008 sollen es 90 Prozent sein – jeweils mit einer Empfangswahrscheinlichkeit von 95 Prozent. Der Vollausbau wird 2010 mit 95 Prozent erreicht. Die tatsächliche Versorgungsdichte wird je nach Bundesland unterschiedlich sein. Während für das Burgenland eine Abdeckung von 99 Prozent vorhergesagt ist, muss ein Fünftel der Tiroler Haushalte damit rechnen, Ende 2008 keinen digitalen terrestrischen Empfang zu haben. Der gewohnte Grad analoger bundesweiter Netzabdeckung wird mit DVB-T nie erreicht werden.

Nach Abschaltung der analogen Sender sollen im kommenden Jahr über den Multiplex B mit geringerer Reichweite zusätzliche TV-Programme ausgestrahlt werden. Welche Programme das sein werden, hängt von der ORF-Tochter ORS ab. Nur wer mit diesem Sendernetzbetreiber einen Vertrag hat, kann bei der Regulierungsbehörde eine Lizenz für digitalen Rundfunk beantragen. Ob sich alle derzeit analog verbreiteten Regionalsender die neuen ORS-Gebühren leisten können, bleibt abzuwarten.

Der größte österreichische Kabelnetzbetreiber UPC bietet Personen, die sich Kauf und Installation einer Settop-Box sparen möchten, "kostenlose" Kabel-Anschlüsse samt "Profi-Installation" an. Wer sich bis Jahresende neu anmeldet, spart das üblicherweise fällige Anschlussentgelt in Höhe von 50 Euro sowie das Geld für eine DVB-T-Box. Doch im kommenden Jahr soll auch mit der Digitalisierung der Kabelnetze begonnen werden. Die dann notwendigen Settop-Boxen für DVB-C werden mit vier Millionen Euro aus dem Digitalisierungsfonds gefördert.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: CiNcH am 27 Oktober, 2006, 17:36
Ich habe mir direkt einen DVB-T USB Stick geholt. Echt nette Sache, sogar AC3 auf ORF1.

Nun bin ich noch auf der Suche nach einer BDA-Software, die DVB-T und MHP unterstützt... werde mal mimundoTV probieren.

Zitat
Der gewohnte Grad analoger bundesweiter Netzabdeckung wird mit DVB-T nie erreicht werden.

Kennt jemand den technischen Hintergrund dieser Aussage?
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 27 Oktober, 2006, 18:10

Zitat
Der gewohnte Grad analoger bundesweiter Netzabdeckung wird mit DVB-T nie erreicht werden.

Kennt jemand den technischen Hintergrund dieser Aussage?

Dürfte wohl nicht unbedingt technischer Natur sein das Problem...sondern eher das Übliche vermute ich mal...denen ist es zu teuer diesen Abdeckungsgrad herzustellen...
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: CableStar am 27 Oktober, 2006, 18:25
auch durchaus nachvollziehbar, zumal es ja seit einiger zeit auch möglich ist orf per sat zu empfangen! früher wo das nicht ging musst der terrestrische ausbau natürlich besser sein!

macht ja keinen sinn mehr jeden bergbauern und jede almhütte extra auch terrestrisch zu versorgen ;)
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: CiNcH am 29 Oktober, 2006, 02:03
Achja, hatte ich vergessen... "It's all about the money"

Allerdings sehr nett, was der ORF da terrestrisch ausstrahlt, 16:9 anamorph, Dolby 5.1. Ist zwar in der horizontalen Auflösung und in der Bitrate etwas beschnitten (ORF DIGITAL über Sat hat volle PAL Auflösung bei > 6 MBit/s), jedoch bin ich mit der Qualität selbst auf einem HDTV Beamer (Sanyo PLV-Z4) dennoch sehr zufrieden. Bin mal gespannt wie das mit Sportsendungen und schnellen Kameraschwenks aussieht...

(http://members.aon.at/cinch/dvb-t.jpg)
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 29 Oktober, 2006, 05:26
Ja....für DVB-T ist das wirklich nicht schlecht....da können sich die Verantwortlichen hier in D ne Scheibe von abschneiden....
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: CiNcH am 29 Oktober, 2006, 14:05
Die Schweizer bekomme ich hier auch noch perfekt rein. Auch nicht übel, was die senden...

volle PAL-Auflösung 720 x 576 @ 3.5 MBit/s, Audio MP2 192 KBit/s
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: ThaQ am 30 Oktober, 2006, 15:24
Mal sehen was passiert, wenn sie wie angekündigt weitere Sender ausstrahlen!
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: CiNcH am 30 Oktober, 2006, 17:02
Der ORF verwendet für DVB-T im Moment nur eine Frequenz. Auf dieser werden untertags 3 Kanäle übertragen (ORF1, ORF2 und ATV+). Zwischen 19:00 und 19:30 weicht der ORF2 den Regionalnachrichten des jeweiligen Bundeslandes und einem Nachbarbundesland. In dieser halben Stunde teilen sich also 4 Kanäle die Bandbreite einer Frequenz.

Mal sehen, ob da in Zukunft 3 oder 4 Kanäle in eine Frequenz gestopft werden. Allein das sagt aber auch noch nicht viel über die Qualität der einzelnen Kanäle aus, bei DVB-T spielen da noch andere Dinge eine wesentliche Rolle, die Bandbreite einer Frequenz kann zwischen 12 und 20 MBit/s variieren...
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: ThaQ am 30 Oktober, 2006, 17:41
Hab mal was gelesen von einer Datenrate knapp unter 15Mbit.
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: CableStar am 30 Oktober, 2006, 18:48
interessant wär ja mal welche kanäle überhaupt noch kommen! wenn sie zum beispiel rtl und prosieben austria brächten würde das die dolphin problematik etwas entschärfen, aber ich gaub da is noch nix fix...
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: ThaQ am 31 Oktober, 2006, 06:50
Glaub ich eher nicht. Wahrscheinlich Spartenprogramme ala ORF Plus oder sonstiges!
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: CableStar am 31 Oktober, 2006, 11:26
wird eig. für DVB-T in Österreich nur eine Frequenz verwendet (spricht insgesamt stehen die oben genannten 15mbit zur verfügung?) oder sind da mehrere frequenzen vorgesehen?
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: mtron am 31 Oktober, 2006, 11:52
Laut OTS soll nach der Abschaltung des analogen Signals österreichweit dort ein zweiter (stärkerer) Multiplex aufgeschalten werden.
-
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: CiNcH am 31 Oktober, 2006, 18:45
Im Moment ist das richtig, es wird nur eine Frequenz verwendet. Sind ja nur 3 Kanäle, die da übertragen werden (4 zwischen 19:00 und 19:30). Ob das nun 15 Mbit/s sind, weiß ich nicht. Könnte auch mehr sein, da im Moment die Dichte an Sendestationen noch nicht so groß ist, was den benötigten Overhead minimiert.

Was die Zukunft nun konkret angeht konnte ich noch nichts in Erfahrung bringen. Es heißt immer nur von Ausbau. In welchen Regionen man wann die Sendestationen auf DVB-T aufrüsten wird und wie es künftig mit zusätzlichen Kanälen aussehen wird, wissen die wohl selber noch nicht...
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: Jürgen am 31 Oktober, 2006, 22:49
Nur der Vollständigkeit halber, auch in Austria gibt's eine offizielle DVB-T Infoseite, unter
http://www.dvb-t.at/
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: CiNcH am 31 Oktober, 2006, 22:53
15 Mbit/s scheint zu stimmen. Der TS-Analyzer in AltDVB zeigt 1840 KByte/s Peak. Werde das morgen mal zwischen 19:00 und 19:30 testen, aber ich denke nicht, dass sich durch den vierten Kanal die Datenrate des kompletten Multiplexes ändert...
Titel: DVB-T: Viele sind nicht im Bilde
Beitrag von: spoke1 am 05 November, 2006, 14:00

Besonders die Generation 50 Plus klagt über Probleme bei Anschluss, Bedienung und Gebrauchsanleitungen der neuen DVB-T-Boxen.

APA Und noch eine Fernbedienung: Mit der Umstellung auf "Digital Video Broadcasting - Terrestrial", also digitales Fernsehen über Antenne, geht ohne Decoder nichts mehr. Dieser wird natürlich per Fernbedienung gesteuert.

Rund eine Woche nach dem Start des Digitalen Antennen-Fernsehens rüsten Österreichs betroffene Haushalte langsam aber sicher auf die neue TV-Technologie um. Mit der Inbetriebnahme der nötigen DVB-T-Boxen kommen aber auch die ersten Kinderkrankheiten des neuen TV-Zeitalters zum Vorschein. Arbeiterkammer und Verein für Konsumenteninformation (VKI) beanstanden unter anderem die noch immer mangelnde Konsumenteninformation.
"Zu kompliziert"

In der Kritik steht auch das technische Gerät selbst, dessen Handhabung Paul Srna vom VKI als "zu kompliziert" bezeichnet. In einem VKI-Test werden derzeit die sieben lizenzierten DVB-T-Boxen untersucht, die mit 40-Euro-Gutscheinen gefördert werden. In etwa zwei Wochen sollen die Ergebnisse veröffentlicht werden. Aber auch ohne Test sind einige Mängel der neuen Technik bereits offensichtlich. Beschwerden über Anschluss, Bedienung und Gebrauchsanleitung der DVB-T-Boxen kommen insbesondere von der Generation 50 Plus, weiß Srna.
Abschreckende Fernbedienung

Viele ließen sich durch die zusätzlich nötige Fernbedienung abschrecken, weshalb es nicht verwunderlich erscheint, dass laut Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie eine Woche nach dem Start der Digitalisierung erst 1.114 geförderte DVB-T-Boxen in Österreich erworben wurden. Etliche Zuseher seien sich außerdem nicht darüber im Klaren, dass sie beim Umstieg von analogen auf digitales Fernsehen für jedes im Haushalt vorhandene Gerät eine eigene Set-Top-Box benötigen. Zwei Boxen braucht derjenige, der ein Programm ansehen und gleichzeitig ein anderes per Videorecorder aufnehmen will. "Dann ergibt sich allerdings das Problem, dass zwei gleiche Boxen auch auf die gleiche Fernbedienung reagieren", was die Programmierung erschweren dürfte.

Quelle: http://www.kurier.at/nachrichten/techno/37221.php
Titel: ORF sieht HDTV-Ausstrahlungen kritisch - DVB-T-Einführung ein Erfolg
Beitrag von: SiLæncer am 13 Dezember, 2006, 16:36
Der ORF will langfristig hochauflösendes Fernsehen ausstrahlen, sieht ein Engagement aber kritisch. Sehr zufrieden zeigte sich der öffentlich-rechtliche Sender mit der Einführung des digitalen terrestrischen Fernsehens in der Alpenrepublik.

HDTV werde zwar auch in Österreich Einzug halten, allerdings sei dies ein längerfristiger Prozess, sagte Karl Pachner, Hauptabteilungsleiter des ORF und Projektleiter von ORF-Digital, der Online-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" am Mittwoch. Einen konkreten Termin nannte er nicht. Es sei nicht zumutbar, der Mehrzahl der Gebührenzahler eine technische Verschlechterung des Angebots zuzumuten, um einer Avantgarde einen Gefallen zu tun, sagte Pacher.

HDTV-Bilder sind nach Ansicht des ORF-Digital-Projektleiters erst bei größeren Bildschirmdiagonalen sinnvoll. "Die Einführung von HDTV ist genau einer jener Punkte, bei denen eine öffentlich-rechtliche Anstalt wie der ORF im Timing ihre Technologieverantwortung gegenüber den Konsumenten wahrnehmen muss und nicht dem Drängen der Endgeräteindustrie nachzugeben hat", sagte Pacher, der vor allem den inhaltlichen Mangel an HD-Sendungen als zentrales Problem bezeichnete: "Es scheint ja nicht sonderlich gescheit, 95 Prozent des Programms auf HDTV hochzurechnen, weil es an originärem Volumen mangelt". Das ZDF wolle im nächsten Jahr nur elf neue Sendungen in diesem Format produzieren.

HDTV könne sich langfristig als Kundenwunsch herausstellen, derzeit sei es "primär ein Hype der Elektroindustrie und des Großflächenhandels", sagte der ORF-Manager. Zwar seien bisher in Österreich 400.000 Endgeräte verkauft worden, wieviele davon aber tatsächlich in Wohnzimmer und nicht in Verkaufsräumen und Büros stünden, bliebe offen. In Österreichs Haushalten gebe es rund fünf Millionen TV-Geräte, damit sei HDTV auch weiter ein "Minderheitenthema".

Zufrieden zeigte sich Pachner mit der Ende September erfolgten DVB-T-Einführung. Die Nachfrage nach digitalen Boxen bewege sich auf hohem Niveau, brauchbare Daten lägen aber erst Anfang 2007 vor. "Für jene Teile des Fernsehpublikums, die bisher analog-terrestrisch ferngesehen hat, bietet DVB-T tatsächlich einen Qualitätssprung bei Bild und Ton und mit den neuen MHP-Diensten auch eine attraktive multimediale Nutzungserweiterung", sagte der der Projektleiter. Die "multimedialen" Möglichkeiten allerdings beschränken sich derzeit auf einen erweiterten Videotextbetrieb. Pacher kündigte interaktive Formate an, Eckpunkte dazu sollen im ersten Quartal des kommenden Jahres feststehen.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: DVB-T in Österreich: Zwischenbilanz
Beitrag von: SiLæncer am 17 Dezember, 2006, 12:05
Nach dem erfolgreichen DVB-T-Start am Österreichischen Nationalfeiertag haben die österreichische Regulierungsbehörde RTR und der für die technische Infrastruktur zuständige Betreiber ORS eine erste Bilanz gezogen. "Die Nachfrage in den ersten Tagen nach dem Start war höher als erwartet", so ORS-Chef Michael Wagenhofer gegenüber dem Online-Portal Futurezone. Demnach sind derzeit bereits 100.000 DVB-T-Empfänger in Betrieb. Gefragt seien alle Arten von DVB-T-Geräten: Settop-Boxen, TV-Geräte mit integriertem Tuner sowie USB-Empfänger für den PC.

Von den 3,3 Millionen TV-Haushalten in Österreich ist etwa ein Drittel von der Umstellung betroffen. Der momentane Simulcast-Betrieb, bei dem parallel digital und analog ausgestrahlt wird, soll im Laufe des nächsten Jahres in einen ausschließlich digitalen Regelbetrieb übergehen. Ab März 2007 sollen die analogen Frequenzen schrittweise abgeschaltet werden, den genauen Zeitplan wollen die Betreiber im Januar vorstellen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: CiNcH am 28 Dezember, 2006, 03:11
Hier nun ein paar nette Screenshots zum ORF MHP, das mit der OpenMHP Engine im neuen mimundoTV v2 nun endlich funktioniert...

(http://members.aon.at/cinch/orf_mhp/main.jpg)

(http://members.aon.at/cinch/orf_mhp/news.jpg)

(http://members.aon.at/cinch/orf_mhp/weather.jpg)

(http://members.aon.at/cinch/orf_mhp/game.jpg)

Bis auf MHP ist mimundoTV relativ unbrauchbar, trotzdem mal nett auch eine in Java entwickelte DVB-Applikation zu sehen ;) .
Titel: Neue DVB-T-Programme für Österreich - Frequenzen ausgeschrieben
Beitrag von: SiLæncer am 19 Januar, 2007, 13:52
Die ORF-Sendertochter ORS hat zusätzliche Programmplätze für das digitale Antennenfernsehen DVB-T ausgeschrieben .

Bewerber haben nach einer Mitteilung der Rundfunkregulierungsbehörde RTR am Freitag bis 19. Februar Zeit, ihre Anträge einzureichen. Zu den neuen, potentiellen Kandidaten gehören nach früheren Angaben unter anderem Puls-TV, Regionalkanäle sowie die ORF-Tochter TW1.

ORF1, ORF2 und ATV werden seit 26. Oktober auf der ersten so genannten terrestrischen Multiplex-Plattform ("MUX A") übertragen. Mit der analogen Abschaltung in den Landeshauptstädten und Umgebung werden Kapazitäten für eine zweite Programmbelegung ("MUX B") frei, die eine ähnliche geographische Abdeckung aufweist.

Nach ORS-Angaben sind drei Angebotsvarianten vorgesehen: Das "Regional"-Paket umfasst eine Landeshauptstadt und deren Umgebung, das Paket "Überregional" erstreckt sich über mehrere Landeshauptstädte und Umgebung, "Österreichweit" erreicht sämtliche Landeshauptstädte und deren Umgebungen.

Welche Bewerber schließlich im "MUX B" senden können, will die ORS im Rahmen eines "Beauty Contests" (Schönheitswettbewerb) anhand der von der Medienbehörde KommAustria festgesetzten Entscheidungskriterien festlegen.

Werden große bisher analoge Frequenzen digital genutzt, winkt nach Angaben der Tageszeitung "Der Standard" auch ein neuer Zuschuss: 100.000 weitere Gutscheine sollen dann an die Haushalte verteilt werden. 45.000 hatten Ende November bereits DVB-T-Receiver für digitales Antennen-TV. Die erste Gutscheinaktion des ORS für MHP-fähige Digital-Boxen war eher ein Flop: Nach letzten Angaben wurden nur 35.000 Boni in Höhe von 40 Euro von den Haushalten eingelöst.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: ORF verschiebt Abschaltung von Analog-TV - Verzögerung bei DVB-T
Beitrag von: SiLæncer am 25 Januar, 2007, 11:06
Der Österreichische Rundfunk (ORF) verschiebt nach einem Zeitungsbericht die Abschaltung des analogen Fernsehens. Erst im Herbst soll DVB-T überall zu empfangen sein.

Statt wie bisher geplant in den Ballungsräumen Vorarlbergs und Tirols schaltet die Anstalt am 5. März nur in Bregenz den Analogsender Pfänder ab, berichtete die Tageszeitung "Der Standard" am Donnerstag. Bleiben gröbere Umstiegsprobleme auf digitales Antennenfernsehen aus, solle Innsbruck wenige Wochen später folgen, hieß es Im Monatsrhythmus werde das Analog-TV dann in den weiteren Landeshauptstädten abgeschaltet. Wien komm den Angaben zufolge dann statt am 11. Juni erst im Herbst an die Reihe.

Der verschobene Umstieg verzögere weitere Digitalprogramme, die statt im Sommer nun erst am Jahresende auf Sendung gehen können. Offizielle Bestätigungen für die Verzögerung stehen aber noch aus.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: DVB-T: Umstellung auf digitales TV in Österreich geht weiter
Beitrag von: SiLæncer am 02 April, 2007, 15:51
Die Umstellung auf das digitale terrestrische Fernsehen (DVB-T) in Österreich schreitet weiter voran.

Nach Bregenz und Umgebung werden nun noch vor dem Sommer drei weitere Landeshauptstädte auf ausschließlich digitalen Empfang über Antenne umgerüstet. Den Start macht die Region Innsbruck am 7. Mai 2007, Salzburg und Linz folgen mit der Umstellung vom analogen Antennen-TV auf DVB-T vier Wochen später, teilte der Österreichische Rundfunk (ORF) am Montag mit.

Die übrigen Landeshauptstädte sollen ab dem Spätsommer schrittweise umgestellt werden. Die Zuschauer, die von den vier Sendeanlagen versorgt werden, werden in den drei Wochen vor der Analog-Abschaltung die DVB-T Laufbänder empfangen, die bereits in Vorarlberg bei der Umstellung zum Einsatz gekommen sind.

In der Alpenrepublik ist derzeit die DVB-T-Umstellung in vollem Gang. Ende 2006 nutzten die digitale Technik nach früheren Angaben des Marktforschungsinstituts Fessel & GfK erst 50.000 Haushalte (4 Prozent).

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: 32 Bewerber für DVB-T-Ausstrahlung in Österreich
Beitrag von: SiLæncer am 23 April, 2007, 19:04
32 Programmanbieter, je zur Hälfte Radio- beziehungsweise TV-Betreiber, haben sich um eine Ausstrahlung via DVB-T in Österreich beworben. Dies hat die ORS am heutigen Montag bekannt gegeben. Das Unternehmen betreibt die Senderinfrastruktur und ist eine Tochter des ORF und des Raiffeisen-Konzerns. Die Verbreitung der Programme soll über den zweiten Multiplex (MUX B) erfolgen, der im Oktober den Betrieb aufnehmen soll. Anfang 2008 müssen damit 60 Prozent der Bevölkerung mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent erreicht werden.

Eine Jury beurteilte die Anträge und wählte eine bislang nicht bekannte Anzahl aus. Mit den entsprechenden Antragstellern laufen nun Vertragsverhandlungen, die bis Mitte Juni abgeschlossen sein sollen. Je nach Qualitätsanforderung werden drei bis fünf Programme zum Zug kommen. Die 16 Hörfunkanbieter werden unter Hinweis auf die beschränkten Übertragungskapazitäten nicht berücksichtigt.

Quelle : www.heise.de
Titel: DVB-T: ORF versorgt größere Teile Oberbayerns als angenommen
Beitrag von: SiLæncer am 05 Juni, 2007, 19:58
Wie berichtet, wurde am 4. Juni das digitale Antennenfernsehen in den österreichischen Regionen Linz und Salzburg umgestellt. Brisant hierbei: die Programme ORF 1, ORF 2 und ATV sind nun auch in weiten Teilen Oberbayerns zumindest mit Dachantenne zu empfangen. Die Empfangsergebnisse übertreffen die Erwartungen: in vielen Lagen ist störungsfreier DVB-T-Empfang auch dort möglich, wo die analogen Sender des ORF zuvor nur mit Störungen ankamen. Der Netzbetreiber Kabel Deutschland konnte in allen Regionen die ORF-Sender weiter ins Kabelnetz einspeisen.

Vor einigen Jahren musste bei der analogen Ausstrahlung von ORF 1 ein technischer Einzug Richtung Deutschland vorgenommen werden. Interveniert hatten zuvor deutsche Privatsender wie RTL. Denn in ORF 1 werden zahlreiche Spielfilme und Serien gezeigt, die auch bei deutschen Privatsendern laufen. Allerdings ohne lästige Werbeunterbrechungen. Auch die Empfangbarkeit des Privatsenders ATV in Süddeutschland dürfte vor allem die Sender arena und Premiere nicht besonders freuen: ATV zeigt samstags ein Topspiel der deutschen Fußball-Bundesliga live und kostenlos.

Momentan werden die Sender vom Standort Salzburg noch mit voller Sendeleistung Richtung Bayern ausgestrahlt, es ist aber fraglich, ob die deutschen Privatsender dies dauerhaft hinnehmen. Laut Gerüchten soll es schon in der kommenden Woche eine Leistungsreduzierung Richtung Bayern geben. Das Problem: würde der ORF am Standort Salzburg auch bei DVB-T einen technischen Einzug Richtung Deutschland realisieren, wäre möglicherweise in Salzburg selbst kein mobiler DVB-T-Empfang mehr mit Zimmerantenne oder am PC möglich, vor allem in Erdgeschoss- oder Kellerwohnungen.

Ein kleiner Trost für die deutschen Privatsender: in der Metropole München sind die Sender aus Österreich mit Zimmerantennen nicht mehr empfangbar, und wer in einem Mehrfamilienhaus lebt, hat zumeist keine Chance, eine Dachantenne für DVB-T zu installieren. Mit Außenantennen ist ein Empfang nur dann möglich, wenn der Balkon oder die Dachterrasse hoch genug liegen und die Sicht nach Osten, also Salzburg, frei ist. www.orf.at

Quelle : satnews
Titel: Ab Herbst vier neue Sender über DVB-T in Österreich
Beitrag von: SiLæncer am 11 Juli, 2007, 16:49
Bei der Belegung des zweiten DVB-T-Bouquets in Österreich, das ab Oktober diesen Jahres auf Sendung gehen soll, zeichnet sich laut Medienberichten ein Favoritenkreis unter den Bewerbern ab.

In der engeren Auswahl für eine landesweite terrestrische Digitallizenz auf Mux-B befinden sich die ORF-Spartenprogramme 3Sat und Sport Plus, ProSiebenSat.1, Euronews und ATV, will die Nachrichtenagentur APA am Mittwoch erfahren haben. Für Irritationen sorgt die Bewerbung von ATV. Der österreichische Privatsender ist im bereits gestarteten Mux-A-Bouquet vertreten. Der Wechsel auf Mux-B brächte für ATV den Verlust des sogenannten "Must Carry"-Status mit sich, der in Österreich unter anderem für das Recht auf Verbreitung per Handy-Fernsehen von Bedeutung ist.

Wiens Communitysender Okto hat unterdessen bei der Medienbehörde KommAustria einen Prüfantrag gestellt. Okto sei trotz Bewerbung nicht zu Detailverhandlungen mit der für die Lizenzvergabe zuständigen ORS geladen worden, hieß es in dem APA-Bericht. Der Sender verlangt Aufklärung über das bereits von mehreren Bewerbern wegen seiner Intransparenz kritisierte Vergabeverfahren. Am 10. Juli fand eine erste mündliche Verhandlung in dieser Angelegenheit statt, hieß es.

Mux-B soll ab Oktober nach der Abschaltung des analog-terrestrischen Fernsehens in Wien auf Sendung gehen. Er bietet Platz für vier weitere DVB-T-Programme.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: mtron am 12 September, 2007, 21:21
mimundoTV erhält TÜV Zertifikat für ORF MHP

wie CiNcH ja schon ein wenig weiter oben geschreiben hat, ist der MimundoTV Player v2 in der Lage dsa ORF MHP vernünftig darzustellen

Zitat
Es gibt erfreuliche Nachrichten: der mimundoTV player ist Mitte April vom TÜV in Österreich zertifiziert worden. Damit erfüllt der mimundoTV player die hohen Ansprüche des österreichischen Fernsehens für interaktiven TV-Anwendungen.
Für die Zertifizierung waren eine ganze Reihe Anpassungen an der Software nötig, um die einwandfreie Darstellung der MultiText Portale der österreichischen Sender nach mhp 1.1.2. gewährleisten zu können. Aber – die Anstrengungen der vergangenen Monate haben sich gelohnt.
Und noch mehr gute Neuigkeiten: Mit der STRONG GmbH aus Wien hat mimundo einen starken Partner gewinnen können. Strong entwickelt und vertreibt europaweit verschiedenste Produkte im Bereich Digital TV. Zwei neu entwickelte DVB-T USB-Sticks mit BDA Treiber nutzen den mimundoTV player als TV Software. Es handelt sich um den SRT 101 USB und SRT 201 USB. Die Sticks ermöglichen mobiles Fernsehen und können alle digitalen Free-to-Air TV- und Radioprogramme über Antenne empfangen. Die hochempfindliche DVB-T Antenne sorgt für exzellenten Empfang.
Das Bundle kann man auf dem IPTV Eastern Europe Forum in Prag (15. - 16. Mai 2007) und auf der Fachmesse ANGA Cable in Köln (22. - 24. Mai 2007) sehen.
Wie immer können Sie die aktuelle Version des mimundoTV players im Internet unter www.mimundotv.de herunterladen und 30 Tage unverbindlich testen.
Wir wünschen eine unterhaltsame Zeit und viel Spaß mit dem mimundoTV player.
Titel: DVB-T-Umstellung in Österreich wie geplant - Laufbänder warnen vor Abschaltung
Beitrag von: SiLæncer am 01 Oktober, 2007, 12:51
Die Umstellung auf das digitale terrestrische Fernsehen in Österreich läuft wie geplant. Seit dem heutigen Montag warnen Laufbänder in analogen TV-Ausstrahlungen vor der Abschaltung.

Am 22. Oktober werden in Ost-Österreich mehrere große Sendeanlagen endgültig auf das digitale Antennenfernsehen DVB-T umgestellt, darunter Wien, Niederösterreich und das Burgenland. Die Informationen werden schon jetzt in das Programm von ORF1, ORF2 und ATV eingestanzt, teilte der Österreichische Rundfunk (ORF) am Montag mit. Wer die Informationen sehen kann, der braucht in Zukunft eine DVB-T Box. Für Kabel- und Satelliten-Nutzer ändert sich nichts.

Medienberichten zufolge, wonach sich der Privatsender ATV weigere, analog genutzte Frequenzen im Raum Graz zurückzugeben, sollen sich nicht auf den Umstieg in diesem Monat auswirken. Die Medienbehörde KommAustria hat nach einem Bericht der Tageszeitung "Standard" (Sonntag) inzwischen ein Verfahren eingeleitet, um den im Besitz des Medienunternehmers Herbert Kloiber befindlichen Kanal zur Kooperation zu zwingen.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: ORF will mit zwei Sendern auf zweiten DVB-T-Transponder
Beitrag von: SiLæncer am 02 Oktober, 2007, 11:53
Wien - Der ORF plant - vorbehaltlich der Zustimmung des Stiftungsrats -, auf zwei Programmplätzen ORF Sport Plus und das vom ORF mitverantwortete deutschsprachige Kulturprogramm 3 Sat auszustrahlen.

Im so genannten "Mux B" stehen vier weitere Programmplätze für die DVB-T-Versorgung in den neuen österreichischen Ballungsräumen zur Verfügung. Aufgrund eines Ausschreibungsverfahrens der ORS hat der ORF Angebote für zwei Programmplätze erhalten.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: ORF dominiert auch künftig DVB-T in Österreich
Beitrag von: SiLæncer am 12 Oktober, 2007, 16:40
Der Ex-Monopolist ORF (Österreichischer Rundfunk) wird auch weiterhin die terrestrische Programmszene in Österreich dominieren. Sind derzeit zwei von drei DVB-T-Programmen vom ORF, werden künftig vier von sechs Programmen unter ORF-Einfluss stehen. Dies wurde heute am heutigen Freitag in Wien bekannt.

Über den bisher betriebenen Multiplex A sind ORF1, ORF2 und ATV zu empfangen. Am 22. Oktober soll der Multiplex B in Betrieb gehen. Über ihn werden zunächst ORF Sport Plus, 3sat (Gemeinschaftsprogramm von ORF, ARD, ZDF und SRG) und der Wiener Stadtsender Puls TV (ProSiebenSat1-Gruppe) verbreitet. Letzterer wird ab 4. Februar 2008 durch das neue Vollprogramm Puls 4 ersetzt. Insgesamt hatten sich 32 Programmanbieter um eine Ausstrahlung über den Multiplex B beworben.

Zum Stichtag 22. Oktober wird der Multiplex A etwa 80 Prozent der Haushalte erreichen, Multiplex B etwa siebzig Prozent. Parallel zur Aktivierung des Multiplex B werden große Teile des analogen Sendernetzes abgeschaltet. Die Senderinfrastruktur wird von der ORS betrieben, die eine Tochter des ORF und des Raiffeisen-Konzerns ist.

Ab dem 22. Oktober gibt es in allen Landeshauptstädten und der Bundeshauptstadt Wien, jeweils samt Umgebung, nur noch digitales terrestrisches Fernsehen. In weiteren Schritten werden kleinere analoge Sender außerhalb der Ballungsräume deaktiviert. 2010 soll der letzte österreichische analoge TV-Sender außer Betrieb gestellt werden.

Quelle : www.heise.de
Titel: DVB-T-Umstellung: 80 Prozent digitales Fernsehen in Österreich - neue Programme
Beitrag von: SiLæncer am 22 Oktober, 2007, 10:51
Nach der Umstellung des analogen auf das digitale terrestrische Fernsehen in Wien am frühen Montagmorgen empfangen jetzt knapp 80 Prozent aller Österreicher ihr Programm per DVB-T.
Die Sendetochter des Österreichischen Rundfunks (ORF) hatte zuvor unter anderem die Sendeanlagen Himmelhof, Kahlenberg, Neuwaldegg, Jauerling, Heuberg, Zugspitze sowie der Sender Kitzbüheler Horn in Ostösterreich umgestellt. Allein in Wien sind etwa 123.000 Haushalte betroffen, die ORF1, ORF2 und ATV bislang noch im alten Standard über Dach- oder Zimmerantenne empfangen haben. Zahlreiche weitere, kleinere Sendeanlagen werden in den kommenden Monaten umgestellt, aufgrund der Topografie Österreichs oftmals unter erschwerten Bedingungen. Bis Ende 2008 sollen 90 Prozent der Österreicher digitales Signal empfangen. Im Jahr 2010 soll der Ausbau abgeschlossen sein.

Ebenfalls am Montag startete in allen Gebieten, in denen seit dem 26. Oktober schon DVB-T empfangen werden kann, die Übertragung der drei Fernsehprogramme Puls4, ORF-Sport Plus und 3Sat. Das vom deutschen TV-Konzern ProSiebenSat.1 gesteuerte Puls4 wird erst im Februar 2008 zu einem Vollprogramm umgebaut. Dann stehen Live-Magazine, Nachrichten, Talk-Shows sowie Spielfilme und Serien auf dem Programm. Etwa 12 Stunden werden eigenproduziert. Der Spartenkanal ORF Sport Plus konzentriert sich auf die Berichterstattung von Sportarten wie Tennis, Volleyball, Handball, Pferdesport, Schwimmen oder Behindertensport. Jährlich sind nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders etwa 2.600 Stunden Live-Übertragungen geplant. 3Sat wiederum wird seit etwa 20 Jahren von ORF, dem ZDF, der schweizerischen SRG und der ARD veranstaltet.

Der Kauf von DVB-T-fähigen Settop-Boxen in Österreich wird mit einem Gutschein in Höhe von 30 Euro subventioniert. Dieser gilt allerdings nur für Geräte, die die in Deutschland gescheiterte Multimedia Home Platform (MHP) uznterstützen. Haushalte, die von der Rundfunkgebühr befreit sind, werden mit 40 Euro unterstützt. Im Großraum Wien leben etwa zwei Millionen Menschen.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: mtron am 22 Oktober, 2007, 13:07
so damit ist jetzt auch der Mux-B on air. Die Sender sind mehr schlecht als recht... PlusTV gabs schon über Astra eine Zeit lang. 1/2 Tag Dauerwerbesendungen... zum vergessen.

Sport Plus des ORF sendet anscheinend auch nur ab 20:00 Uhr (wie über Astra). Der einzige 3sat ist ein großer Gewinn.

In Zukunft wird Sport+ zum ORF Nachrichten und Sportkanal umgebaut wie man hört. Es kann nur besser werden...

MuxC wird wahrscheinlich in einigen Hauptstädten auch noch on-air gehen, nur nix genaues weiss man nicht.

Vom Technischen Standpunkt: der Mux B ist a bisserl schwächer als Mux A. Ordentliche Aussagen über die Bitrate lässt sich erst machen, wenn auf allen 3 Sendern am Mux Programm läuft. (momentan nur Standbilder)

Hier die Übersicht der ORS über den momentanen Digitalisierungsstand und wo der Mux-B ausgestrahlt wird.

http://213.33.97.170/ors/
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: mtron am 18 November, 2007, 10:00
in die MuX C Vergabe scheint bewegung zu kommen. Der Standard berichtet in seiner Online - Ausgabe:

Zitat
Ansturm auf DVB-T: 29 lokale und regionale Sender wollen auf Mux C
Kleine Programme können technische Reichweite erhöhen - Vergabe der erste Lizenzen schon in wenigen Wochen


29 lokale und regionale Fernsehsender wollen ihr Programm künftig via DVB-T, also digital-terrestrisch, verbreiten. Kleine und Kleinstsender von Tirol bis Wien haben sich für die dritte digital-terrestrische Sendeplattform Mux C beworben. Die Rundfunkregulierungsbehörde RTR, die die Lizenzen vergibt, freut sich über den unerwartet großen Ansturm. "Es ist schon jetzt klar, dass Mux C einen riesigen Entwicklungsschub im Regional- und Lokal-TV bewirkt", meinte RTR-Sprecher Sebastian Loudon am Freitag.

Mit der Ausstrahlung über DVB-T können die Lokalsender ihre technische Reichweite erhöhen. Drei der Antragsteller verfügen schon jetzt über eine analog-terrestrische Zulassung. Bei den übrigen Fernsehsendern handelt es sich um kleine Stadtkanäle, die meistens ins lokale Kabelnetz eingespeist sind, andere befinden sich gerade erst im Aufbau. Die RTR will die Sender nun so schnell wie möglich auf die technische Realisierbarkeit hin prüfen, unkomplizierte Fälle werden schon in wenigen Wochen eine DVB-T-Lizenz erhalten, so Loudon. (APA)

Quelle: derstandard.at (http://derstandard.at/?url=/?id=3115233)
Titel: Videotext reloaded beim ORF
Beitrag von: SiLæncer am 30 Januar, 2009, 10:49
Der Österreichische Rundfunk (ORF) baut sein Informationsangebot für MHP-fähige Digital-Receiver weiter aus. Am Donnerstag ging eine überarbeitete Version des "ORF OK-MultiText" getauften Dienstes an den Start, das eine hochauflösende Version des bekannten Videotextes ist.

(http://satundkabel.magnus.de/res/_2/3/5/b/80077.jpg)

Mit dem in Blau gestalteten Design zeigen sich nun alle Portale von "News" bis "Service" in einheitlichem Look. Das Medium erfuhr aber nicht nur eine farbliche Umgestaltung, sondern ist nun auch für das Bildformat 16:9 optimiert. Der Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund wurde verstärkt, um eine bessere Lesbarkeit zu garantieren - bisher eine Domäne des klassischen Videotextes, der in weiß auf schwarz gestaltet ist. Das Live-TV-Bild bleibt in einem eingestanzten Fenster immer verfügbar.

Nach ORF-Angaben wurden auch Verbesserungen bei Navigation, Bedienung, Aktualisierungsintervalle und Ladezeiten erreicht. Das waren die in der Vergangenheit am häufigsten genannten Kritikpunkte. Ob diese inzwischen auf gutem Niveau liegen, könnte nur ein Test klären. Im Frühjahr sollen aktuelle Verkehrsinformationen und Wetter-Bilder ergänzt werden.

Rund 185.000 Zuschauer haben sich nach früheren ORF-Angaben im Zuge der Umstellung auf das DVB-T-Fernsehen mit einer MHP-fähigen Settop-Box eingedeckt, die zum Empfang des Videotext-Nachfolgers notwendig ist. In Deutschland konnte sich die Multimedia Home Plattform nicht durchsetzen.

Quelle : http://satundkabel.magnus.de
Titel: Erste Teile Südtirols stellten morgen auf digitales Fernsehen um
Beitrag von: spoke1 am 14 Februar, 2009, 18:28
Bozen - Ein entscheidender Schritt in das digitale Fernsehzeitalter wird morgen in zehn Gemeinden vor allem im Unterland von Südtirol gesetzt.

Darüber informiert die Regierung der autonomen Provinz Bozen (Südtirol/Italien) Ab diesem Datum werden die Programme von RAI 2 und/oder Retequattro nur noch digital zu empfangen sein. Die Umstellung im restlichen Südtirol erfolgt im Oktober.

Die Unterlandler Gemeinden Aldein, Altrei, Kurtatsch, Kurtinig, Margreid, Montan, Neumarkt und Tramin sowie die Gemeinden des Deutschnonsbergs Proveis sowie U.l. Frau i.W. - St. Felix bilden die Vorhut der Umstellung auf das digitale Fernsehen in Südtirol. Dies, weil das Fernsehsignal in diesen Gemeinden von Umsetzern im Trentino stammen und für dieses als Stichtag der Umstellung der 15. Februar gilt.

Ab diesem Datum wird in den genannten Gemeinden das Signal der Programme zweier Sender aus den großen "Familien" RAI und Mediaset nicht mehr analog, sondern nur noch digital empfangen werden können.

Sowohl RAI 2 als auch Retequattro werden in Aldein und U.l. Frau i.W. - St. Felix auf die neue Technik umgestellt, in Altrei, Kurtinig, Neumarkt, Montan, Tramin, Kurtatsch und Margreid wird nur der Empfang von Retequattro digital erfolgen, in Proveis nur jener von RAI 2.

Um den Übergang zu erleichtern, hat das zuständige römische Ministerium ein Programm aufgelegt, das Beiträge für den Ankauf von Digital-Decodern vorsieht. Diese sind allerdings auf Über-75-Jährige beschränkt.
 
 

Quelle: http://www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: Erste Teile Südtirols stellten morgen auf digitales Fernsehen um
Beitrag von: mtron am 14 Februar, 2009, 19:54
Südtirol bei DVb-t in Österreich .  ;D Da hat spoke wahrscheinlich unwissentlich in ein wespennest gestochen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Italianisierung

wegen dieser Aussage kann man theoretisch in Italien schwere Probleme bekommen, dafür wirst in den Westlichen Teilen Österreichs als Held verehrt werden ;)


Titel: Re: Erste Teile Südtirols stellten morgen auf digitales Fernsehen um
Beitrag von: ritschibie am 14 Februar, 2009, 19:59
Wichtig ist, dass ich in Italien bald Zuschuss für einen Decoder bekomme, hehe! ;)
Zitat
Um den Übergang zu erleichtern, hat das zuständige römische Ministerium ein Programm aufgelegt, das Beiträge für den Ankauf von Digital-Decodern vorsieht. Diese sind allerdings auf Über-75-Jährige beschränkt.
Titel: Re: Erste Teile Südtirols stellten morgen auf digitales Fernsehen um
Beitrag von: spoke1 am 14 Februar, 2009, 20:03
Wenn das sachlich falsch ist lösch ich das
Titel: Re: Erste Teile Südtirols stellten morgen auf digitales Fernsehen um
Beitrag von: ritschibie am 14 Februar, 2009, 20:08
Spoke: Im Zusammenhang mit Südtirol kann praktisch nichts falsch sein ;)
Titel: Digitalisierungswelle bei DVB-T erfasst Niederösterreich
Beitrag von: SiLæncer am 01 April, 2009, 18:28
Wien - In Niederösterreich wird weiter digitalisiert, ab dem 21. April ist der TV-Empfang über Antenne in weiteren Regionen Niederösterreichs nur noch via DVB-T möglich.

Alle Haushalte, die die Umstellung betrifft, werden durch Texteinblendungen im TV-Bild über den Umrüstbedarf informiert. Die Sender Horn und Traisen übertragen drei Wochen lang im so genannten Simulcast.

Das bedeutet, dass von diesen Sendeanlagen insgesamt drei Wochen lang – also bis zum 21. April – über Antenne sowohl analog als auch digital via DVB-T empfangen werden kann. TV-Haushalte, zu denen auch nach dem 21. April die Fernsehsignale über Dach- oder Zimmerantenne ins Haus kommen sollen, müssen deshalb bis dahin ihre Empfangsgeräte für DVB-T fit machen.

In Niederösterreich werden am 21. April vierzehn Sendeanlagen direkt von analoger auf digitale Übertragung umgestellt. Wer die TV-Signale von dort bezieht und weiterhin über Antenne fernsehen möchte, muss sein DVB-T-Endgerät direkt am Tag der Umschaltung in Betrieb nehmen.

Folgende Sendeanlagen sind betroffen: Aggsbach, Furth, Gars, Litschau, Schönberg, Senftenberg, Weikertschlag, Hainfeld, Kleinzell, Michelbach, Rohr im Gebirge, Klausen-Leopoldsdorf, Yspertal und Haselstein (Ybbsitz).

Der weitere Rollout in ganz Österreich schreitet planmäßig voran und so werden bereits Ende 2010 die letzten analog-terrestrischen Sender abgestellt sein.

Quelle: http://www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: Digitalisierungswelle bei DVB-T erfasst Niederösterreich
Beitrag von: aitnog am 01 April, 2009, 20:23
Oh DVB-T wird digitalisiert  ;D
Titel: Drei neue DVB-T-Programme in Österreich - Start im Oktober
Beitrag von: SiLæncer am 26 Juni, 2009, 07:38
Der Fernsehproduzent Hans Wagner will noch im Oktober drei neue Fernsehprogramme für den östlichen Teil Österreichs ausstrahlen.

Er wolle das Projekt im Angesicht der Wirtschafts- und Werbekrise "bescheiden und demütig" angehen, sagte Wagner der Tageszeitung "Standard" (Freitagsausgabe). Der TV-Macher betreibt seit neun Jahren einen Lokalfernsehsender, der über den neuen Kanal RT24 ergänzt wird. Wien-TV soll "Bezirksfernsehen" zeigen, außerdem sei Business-TV in Planung, das Pressekonferenzen übertrage, hieß es. Rund 1,3 Millionen Haushalte werden technisch im Kabel erreicht, etwa 300.000 digital terrestrisch per DVB-T.

Quelle : http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
Titel: Österreich: Streit um freie DVB-T-Frequenzen
Beitrag von: SiLæncer am 28 August, 2009, 13:27
Die Mobil- und Rundfunkbetreiber in Österreich streiten sich um freie DVB-T-Frequenzen.

Nach Angaben des Österreichischen Rundfunks (ORF) wird in Österreich darüber diskutiert, wer das UHF-(Ultra-High-Frequency) Band im Frequenzbereich 790 bis 862 Megahertz künftig nutzen darf. Das Bundeskanzleramt müsse bis zum nächsten Jahre eine Bedarfsanalyse als Grundlage für die politische Entscheidung anfertigen.

Aber schon jetzt pochen die Mobilfunkbetreiber und Rundfunkunternehmer auf ihre eigenen Ansprüche und Interessen, so der ORF. Das Fernsehen sehe vor allem seine Entwicklung bei der Verbreitung über Antenne bedroht. Sollten die Mobilfunker die freien Frequenzen zugesprochen bekommen, müsse die ORS (Tochterfirma des ORFs) um den Ausbau des terrestrischen Programmangebotes und um den des Handy-TVs bangen.

Außerdem verwiesen ORS und Kabelnetzbetreiber daraufhin, dass der Handyfunk über Fernsehfrequenzen beim Kabelfernsehen erhebliche Störungen verursache. Das Senden der Fernsehprogramme sei laut ORS nur auf diesen Kanälen möglich - Mobilfunker könnten auf andere Frequenzen ausweichen, berichtet das ORF-Onlineportal.

Dass die Mobilfunker gerade auf die bisherigen Frequenzen vom Fernsehen (Frequenzband zwischen 790 und 862 Megahertz) erpicht sind, habe laut ORF einen einfachen Grund. Ein Sender auf dieser Frequenz versorge Handybesitzer in einem Umkreis von 20 Kilometern - ein Sender auf einer anderen Frequenz gerade ein Einzugsgebiet von drei Kilometern. Die Mobilfunker bräuchten damit weniger Basisstationen einsetzen - das senke wiederum die Kosten für die Betreiber. Mit Mobilfunk auf diesen Kanälen könnte außerdem der ländliche Raum mit Breitband-Internet ausgerüstet werden.

Laut ORF sei aber auch ein Kompromiss möglich: Rund- und Mobilfunkbetreiber teilen sich die frei werdenden Frequenzen. Entscheiden muss dies die österreichische Regierung.

Quelle: http://www.digitalfernsehen.de
Titel: Österreich: DVB-T-Umstellung geht in nächste Runde
Beitrag von: SiLæncer am 19 Oktober, 2009, 13:14
Am 20. Oktober werden im Großraum Landeck, in weiten Teilen des Ausserfern und im Zillertal die alten, analogen TV-Signale abgeschaltet.

Damit kann auch dort die Umstellung auf DVB T, das digitale Antennenfernsehen, erfolgen, meldet das Onlineportal des "Österreichischen Rundfunks".

Auf den Fernseh-Geräten der betroffenen Haushalte wird bereits seit Tagen eingeblendet, dass die alten analogen TV-Signale in diesem Bereich am 20. Oktober abgeschaltet werden. Betroffen von der Umstellung seien nur Haushalte, die die heimischen TV-Programme über Haus- oder Zimmerantenne empfangen.

Quelle: http://www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: mtron am 01 November, 2009, 12:45
Hier mal eine aktuelle Übersicht wie es mit der digitalisierung in tirol aussieht. Auf digital umgestellt wurden bis zum 1.Nov.2009 folgende Sendeanlagen:

Syntax: Bundesland - Sendeanlage - Mux  - Kanal - Polarisation - Sendeleistung in Watt

T EHRWALD 1-ZUGSPITZE        TV 49  H      500
T GALTUER                    TV 49  V       80
T GERLOS                     TV 23  H       90
T GRIES/SELLRAIN             TV 36  H       18
T HAESELGEHR-HEISMAD         TV 38  H       60
T HOLZGAU-BENGLERWALD        TV 49  H      140
T HOPFGARTEN-HOHE SALVE      TV 23  V      450
T INNSBRUCK 1-PATSCHERKOFEL  TV 23  H  100.000
T INNSBRUCK 2-SEEGRUBE       TV 23  H    3.500
T JENBACH-REITHERKOGEL       TV 23  H      500
T KUFSTEIN-KITZBUEHELER HORN TV 23  H    5.000
T LANDECK 1-GRABBERG         TV 49  H    1.600
T LIENZ-RAUCHKOFEL           KT 41  V    3.000
T MAYRHOFEN 1-GERLOSKOEGERL  TV 23  H      650
T NAUDERS                    TV 38  H       30
T PAZNAUN 1-SEE              TV 23  H       13
T PAZNAUN 2-KAPPL            TV 38  V      230
T PFUNDS-KOBL                TV 49  H      250
T PRUTZ-BURGSCHROFEN         TV 38  H      400
T REUTTE 1-HAHNENKAMM        TV 49 H+V     450
T ST.ANTON-GALZIG            TV 24  H    1.800
T TANNHEIM                   TV 38  H       80
T TUX-WANGLALPE              TV 38  H      450

Kanal - Frequenz Tabelle (Bandbreite 8 MHz):

K 21: 474,00 MHz               K 46: 674,00 MHz
K 22: 482,00 MHz               K 47: 682,00 MHz
K 23: 490,00 MHz               K 48: 690,00 MHz
K 24: 498,00 MHz               K 49: 698,00 MHz
K 25: 506,00 MHz               K 50: 706,00 MHz
K 26: 514,00 MHz               K 51: 714,00 MHz
K 27: 522,00 MHz               K 52: 722,00 MHz
K 28: 530,00 MHz               K 53: 730,00 MHz
K 29: 538,00 MHz               K 54: 738,00 MHz
K 30: 546,00 MHz               K 55: 746,00 MHz
K 31: 554,00 MHz               K 56: 754,00 MHz
K 32: 562,00 MHz               K 57: 762,00 MHz
K 33: 570,00 MHz               K 58: 770,00 MHz
K 34: 578,00 MHz               K 59: 778,00 MHz
K 35: 586,00 MHz               K 60: 786,00 MHz
K 36: 594,00 MHz               K 61: 794,00 MHz
K 37: 602,00 MHz               K 62: 802,00 MHz
K 38: 610,00 MHz               K 63: 810,00 MHz
K 39: 618,00 MHz               K 64: 818,00 MHz
K 40: 626,00 MHz               K 65: 826,00 MHz
K 41: 634,00 MHz               K 66: 834,00 MHz
K 42: 642,00 MHz               K 67: 842,00 MHz
K 43: 650,00 MHz               K 68: 850,00 MHz
K 44: 658,00 MHz               K 69: 858,00 MHz
K 45: 666,00 MHz

Quelle: ors blog (http://blog.ors.at/stories/42384/)
Titel: DVB-T-Ausbau in Österreich soll im kommenden Jahr abgeschlossen sein
Beitrag von: SiLæncer am 02 Februar, 2010, 10:06
In Österreich ist die Digitalisierung im Fernsehbereich (Kabel, Satellit und Terrestrik) nahezu beendet. Zu diesem Ergebnis kommen die Kommunikationsbehörde KommAustria und die Regulierungsbehörde RTR in ihrem Digitalisierungsbericht 2009, dessen Ergebnisse die Geschäftsstelle Digitaler Rundfunk Mitteldeutschland am Dienstag vorlegte.

Danach wird der Ausbau des digitalen Antennenfernsehens in Österreich im Jahr 2011 abgeschlossen sein. Im Oktober 2009 konnten 93 Prozent der TV-Haushalte, rein technisch gesehen, digitales Antennenfernsehen empfangen und hatten damit Zugang zu ORF1, ORF2 und ATV. In 16 Regionen wurden mittlerweile außerdem lokal ausgerichtete Fernsehprogramme zugelassen, die über DVB-T ausgestrahlt werden.

Zwar setzten insgesamt erst rund 60 Prozent aller österreichischen TV-Haushalte auf digitales Fernsehen, beim Fernsehempfang über Antenne und über Satellit spiele die analoge Übertragungstechnik aber kaum noch eine Rolle, hieß es. Michael Ogris, Leiter dem KommAustria, und Alfred Grinschgl, RTR-Geschäftsführer für den Fachbereich Rundfunk, rechnen mit einer Abschaltung der letzten analogen Signale im terrestrischen Bereich in der ersten Jahreshälfte 2011.

Quelle : http://satundkabel.magnus.de
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: mtron am 04 Mai, 2011, 12:21
Hallo! Wiedermal ein update bezüglich der anstehenden Ausbau-Pläne in Österreich. Nachfolgender Text stammt aus den Erläuterungen zum RTR Digitalisierungskonzeptes 2011

Das österreichische Digitalisierungskonzept 2011 im Detail: http://www.rtr.at/de/m/Digikonzept2011/KOA_4.000_11_023_-_Verordnungstext.pdf

Stand der Digitalisierung:

Mit Ende des Jahres 2010 nutzten rund 64 % der österreichischen Fernsehhaushalte einen digitalen Rundfunkempfangsweg für den Empfang ihrer Fernsehprogramme. Damit stieg der Anteil der digitalen Fernsehhaushalte vom Zeitpunkt der Veröffentlichung des Digitalisierungskonzeptes 2007 von 40 % um 24 Prozentpunkte an.

Im Zeitraum Dezember 2009 bis Dezember 2010 kommt der Zuwachs digitaler Fernsehhaushalte erstmals nahezu ausschließlich aus dem Bereich der Kabelhaushalte. Dies liegt einerseits vor allem am hohen Digital-Sättigungsgrad auf den Plattformen Terrestrik und Satellit, andererseits am Anstieg des Digitalisierungsgrades im Bereich der Kabelhaushalte.

Der meistgenutzte Rundfunkübertragungsweg ist der Satellit, über den unverändert zu den Vorjahren rund 50 % der Fernsehhaushalte Programme empfangen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der Satellitenhaushalte, die ihr Signal digital empfangen mit 96 % unverändert geblieben.

DVB-T:


Die im Oktober 2006 begonnene Digitalisierung des Antennenfernsehens soll Im Laufe des Jahres 2011 mit der Abschaltung der letzten analogen Sendestandorte des ORF vollzogen sein.

Der Anteil der Fernsehhaushalte, die ihr einziges oder wichtigstes Fernsehempfangsgerät mit
Antennenfernsehen versorgen, lag im Dezember 2010 bei rund 5 % aller Fernsehhaushalte

DVB-H:

Nur ganz kurz: Wird (wqie zu erwarten) eingestampft und die Frequenzen werden ab 2012 für DVB-T2 genutzt.

DVB-S:

Innerhalb der Gruppe der Fernsehhaushalte mit Satellitenempfang stieg der Digitalisierungsgrad von Dezember 2006 bis Dezember 2010 von 50 % auf mehr als 96 %.

Den erfolgreichen Verlauf dieser Entwicklung belegt auch ein Vergleich mit dem Nachbarn Deutschland: 2006 lag der Digitalisierungsgrad in den Satellitenhaushalten nahezu gleichauf mit Österreich bei knapp 48 %. Zum Ende des Jahres 2010 waren die deutschen Satellitenhaushalte aber erst zu 80 % digitalisiert.

Auch die im Juni 2008 am digitalen Satelliten erfolgte Aufschaltung des TV-Programms ORF1 ( in HD-Qualität dürfte die Digitalisierung der Satellitenhaushalte positiv beeinflusst haben.
Im Jahr 2009 war bereits jeder dritte verkaufte SAT-Receiver HD-tauglich, im Frühjahr 2010 lag dieser Anteil schon bei rund 60 % und gegen Ende des Jahres 2010 waren SAT-Receiver ohne HD-Fähigkeit im Handel kaum noch erhältlich.

DVB - T2:

Das Ziel der Stärkung der Terrestrik kann etwa mit einem neuen Übertragungsstandard wie DVB-T2 erreicht werden, mit dem gegenüber DVB-T im zur Verfügung stehenden Frequenzspektrum eine frequenzökonomischere Nutzung möglich ist.

Dabei erscheint es sinnvoll, dass zukünftige neue Angebote mit größerer Programmvielfalt und besserer technischer Qualität, wie sie durch DVB-T2 ermöglicht wird, parallel zu den derzeitigen, über die Multiplexe A, B und C im Standard DVB-T verbreiteten Programme angeboten werden können.

Hinsichtlich einer möglichen, zukünftigen Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 ist festzuhalten, dass die Zulassungsdauer der DVB-T-Multiplexe A und B bis 01.08.2016 reicht, die Zulassungsdauer der MUX C-Zulassungen zum Teil sogar bis ins Jahr 2020.

DVB-T2 ist die zweite Generation des Übertragungsstandards für digitales terrestrisches Fernsehen. Die Spezifikationen des Systems wurden 2008 vom DVB-Konsortium ratifiziert und 2009 im ETSI EN 302755 Standard veröffentlicht.

DVB-T2 ist im Vergleich zu DVB-T noch leistungsfähiger und flexibler. Das bedeutet, dass mit dem DVB-T2 System wesentlich mehr Daten über einen Fernsehsender in einer bestimmten Zeit übertragen werden können, und dass ein besserer stationärer, mobiler und portabler Empfang gewährleistet wird.

Der Hauptgrund für diese Verbesserung ist, dass ein wesentlich besserer Fehlerschutz (LDPC = Low Density Parity Check Code und BCH = BOSE-Chaudhuri-Hocquenghem), im Standard implementiert werden konnte.

Neben der bekannten QPSK, 16-QAM und 64-QAM Modulation bei DVB-T gibt es bei DVB-T2 nun auch eine 256-QAM. Die Trägeranzahl die bei DVB-T für den 2k und 8k Mode standardisiert wurde, kann nun bei DVB-T2 auch 1k, 4k, 16k und 32k betragen.

Des Weiteren ist DVB-T2 neben den Bandbreiten 6 MHz, 7 MHz, 8 MHz, die bereits bei DVB-T
möglich waren, auch für 1,7 MHz, 5 MHz und 10 MHz verwendbar.

Time Slicing:
Diese Technik, die ursprünglich speziell für DVB-H entwickelt wurde, um sehr energiesparend (Vorteil bei Verwendung eines mobilen Empfangsgerätes mit Akkubetrieb) einen gewünschten Rundfunkdienst zu empfangen, wurde auch in den DVB-T2 Standard übernommen.

Physical Layer Pipe (PLP):
Die PLPs können verwendet werden, um unterschiedliche Rundfunkdienste mit unterschiedlichen
Datenraten und unterschiedlicher Robustheit entsprechend der gewünschten Empfangsart zu übertragen.

In einem Multiplex könnten z.B.: HD-Programme speziell für stationären Empfang, SD-Programme für portablen Empfang und Mobile TV-Programme und/oder Hörfunkprogramme für mobilen und/oder portablen Empfang übertragen werden.

Mögliche Nutzungsszenarien für DVB-T2:
Bei DVB-T2 wurde kein Quellcodierungsverfahren spezifiziert. Es ist jedoch davon auszugehen, dass generell das MPEG-4 Kodierungsverfahren eingesetzt werden wird, weil dieses im Vergleich zu MPEG-2 wesentlich effizienter in der Datenreduktion ist.

Aufgrund der hohen Datenraten bei DVB-T2 können die TV-Programme vermehrt in HD-Qualität
übertragen werden. Es können in einem Übertragungskanal entweder nur HD-Programme,
HD-Programme gemischt mit SD-Programmen, oder auch nur SD-Programme übertragen werden. Die Anzahl der übertragbaren Programmen hängt im Wesentlichen von der gewählten Modulationsart, die aber nicht ganz unabhängig von der gewünschten Empfangsart (stationär, portabel, mobil) zu sehen ist, ab.

Die Datenraten können je nach gewählten Modulationsparametern von unter 10 Mbit/s bis über 40 Mbit/s variieren. Bei einer vergleichbaren Robustheit und Empfangsart wie sie derzeit bei DVB-T in Österreich mit einer Datenrate von etwa 15 MBit/s zum Tragen kommt, könnten mit DVB-T2 zum Beispiel ca. 25 MBit/s erreicht werden.

Die durchschnittlichen Datenraten für ein MPEG-4-kodiertes HD-Programm, welches über DVB-T2 übertragen wird, werden bei etwa 8-11 MBit/s liegen, für ein SD-Programm bei etwa 2-4 MBit/s.  Der Gewinn gegenüber MPEG-2 liegt generell bei etwa 30 bis 50%.

Das DVB-T2-System könnte aufgrund der Spezifikation für 1,7 MHz breite Übertragungskanäle ähnlich wie das DAB/DAB+-System die im Band III des GE06 Planes verfügbaren 1,7 MHz breiten Frequenzblöcke nutzen.

Digitaler Hörfunk:

Mit der Novelle zum Privatradiogesetz 2010 wurde vom Gesetzgeber die normative Grundlage zur Veranstaltung von digitalem Hörfunk geschaffen. Eine Ausschreibung zur Zulassung eines digitalen Hörfunk-Multiplexes wird im vom Digitalisierungskonzept 2011 erfassten Zeitraum vorerst nicht erfolgen da die Entwicklungen in Europa, insbesondere in Deutschland, vorerst noch kein eindeutiges Bild zu den Erfolgsaussichten von digitalem Hörfunk liefern.

Unabhängig von einem konkreten Bedarf werden jedoch seitens der KommAustria in Präzisierung der gesetzlichen Vorgaben, die Grundlagen für eine Ausschreibung für digitalen Hörfunk geschaffen.
Als Übertragungstechnologie wird DAB+ herangezogen weil sich dieser Standard für eine großflächige Verbreitung von bis zu 15 Hörfunkprogrammen im VHF-Band III eignet.

„DAB+“ steht für die Abkürzung „Digital Audio Broadcast“, Digitaler Hörfunk mit dem modernen
Kodierungsverfahren MPEG-4. Der ältere, schon länger existierende Standard „DAB“ benutzt das
Kodierungsverfahren MPEG-1 Layer II. Die Standards dafür sind „ETSI EN 300401“ und „ETSI TS
102563“. Diese terrestrische digitale Hörfunkübertragung ist im Frequenzbereich 174 – 230 MHz (auch Band III genannt) angesiedelt. Auf der GE06 Konferenz wurde dafür die technische Planungsgrundlage geschaffen.

Die Übertragung erfolgt dadurch, dass mehrere Hörfunkprogramme zu einem einzigen Multiplex
gebündelt werden (ähnlich einem DVB-T Multiplex) welcher eine Bandbreite von 1,75 MHz besitzt. Es muss somit für die DAB+ Übertragung eine Multiplexplattform geschaffen werden, welche einen Mix aus den verschiedenen DAB+ Programmen plus optionalen Zusatzdiensten tragen kann.
DAB+ kann über stationären Empfang, portablen Empfang (sowohl „indoor“ bzw. „outdoor“), aber auch über mobilen Empfang im Fahrzeug genutzt werden.

Neben den klassischen „Mono“ und „Stereo“ Aussendungen besteht auch die Möglichkeit für "Surround Sound“ Ausstrahlungen.

Die Anzahl der möglichen Programme pro Multiplex hängt von der Datenrate, Audiokodierung und Audioqualität ab.

Geht man von einem praxisnah implementierten Softwareschutz (Protection Level „PL 3“) aus, so wird damit eine Gesamtnutzdatenrate von ca. 1,2 MBit/Sekunde pro DAB+ Ensemble erreicht.

Diese Datenrate von ca. 1,2 MBit/Sekunde bietet bei DAB Platz für ca. 6 Audioprogramme, bei DAB+ erhöht sich dieser Wert aufgrund der besseren Kodierung auf ca. 18 Audioprogramme.
Der in DAB+ verwendete MPEG-4 Audiocodec (HE AAC V2+, High Efficiency Advanced Audio
Coding) benötigt für ein Stereo Audioprogramm zwischen 70-80 kBit/Sekunde.

Titel: DVB-T-Ausbau in Österreich Anfang Juni fertig - DVB-T2 im Visier
Beitrag von: SiLæncer am 13 Mai, 2011, 15:43
Die Digitalisierung der terrestrischen Rundfunkübertragung ist in Österreich so gut wie abgeschlossen. Am 7. Juni werden die letzten Arbeiten erledigt, wie die Österreichische Rundfunksender GmbH  (ORS) am Freitag mitteilte, die für Aufbau und Betrieb der technischen Infrastruktur für DVB-T in Österreich verantwortlich zeichnet.

Nächstes Ziel sei die zügige Einführung des DVB-T2 Standards. Sie soll Marktanteile der Terrestrik erhöhen, hieß es. Mittels DVB-T2 könne das Programmangebot wettbewerbsfähig ausgebaut werden. Die neue Technologie wird während des Jahres 2012 in den Ballungsräumen eingeführt. Der Marktanteil der Terrestrik soll auf 12 bis 15 Prozent gesteigert werden.

Kürzlich war bekannt geworden, dass Österreich eine Frequenzausschreibung zur Übertragung von digitalem Antennenfernsehen im neuen Standard DVB-T2 noch in diesem Sommer plant. Das ging aus dem "Digitalisierungskonzept 2011" der Medienbehörde KommAustria hervor, das am 1. Mai für eine Dauer von zwei Jahren in Kraft getreten ist.

DVB-T2 ist eine Weiterentwicklung des bisherigen Übertragungsstandards DVB-T und ermöglicht einerseits den Transport von erheblich mehr TV-Programmen in einem Fernsehkanal andererseits die Verbreitung hochauflösender Programme. Dazu wird ein verbessertes Kompressionsverfahren genutzt.

Höhere Umsätze im Sat-Segment angepeilt

Im Geschäftsfeld Satellit peilt die ORS Umsatzzuwächse durch neue Dienstleistungen rund um die Verschlüsselungsplattform ORF Digital an. Marktprognosen, zum Beispiel für Westeuropa, sagten für die kommenden fünf Jahre einen deutlichen Trend der Haushaltsausgaben für den Fernsehempfang voraus. Aktuell werde die ORS die steigende Nachfrage nach Pay-TV oder HDTV-Programmen deutscher Privatsender in Österreich unterstützen.

Weitere große Marktchancen sieht das Management der Pressemitteilung zufolge im steigenden Bandbreitenbedarf durch HDTV und 3D-TV. Dem Trend in Deutschland folgend soll noch in diesem Jahr die Radio-Digitalisierung mit DAB+ vorangetrieben werden. Der Testbetrieb in Wien startet noch 2011.

Die Technologie erlaubt die Übertragung von etwa 15 Radioprogrammen in einem Hörfunkkanal - wesentlich mehr als bisher. Für den Betrieb sind insgesamt fünf Multiplexe in der Alpenrepublik vorgesehen. Eine Ausschreibung erfolgt jedoch erst, wenn es "ausreichende Nachfrage aus dem Markt" gebe, hieß es kürzlich.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Re: DVB-T in Österreich gestartet
Beitrag von: mtron am 09 November, 2012, 11:08
ORS startet Mux C am 15. November 2012

Die Ors (Sendetochter des ORF) hat bekannt gegeben dass am 15 November der Rollout für Mux C startet. Bestückt werden erst mal der Patscherkofel in Tirol, Pfänder in Vorarlberg und der Raum Wien.

Aus der Pressemitteilung [ pdf (http://www.ors.at/fileadmin/user_upload/files/PI_DVB-T_Mehr_TV-Programme_fuer_Wien_Innsbruck_Bregenz.pdf) ]:

Zitat
Wien,  7.  November 2012 – Die Antennenhaushalte in Wien und Innsbruck können ab 15. November  zu den  bestehenden  TV-Programmen drei weitere, nämlich ATV2, gotv und  jeweils  einen regionalen TV-Sender, empfangen.  Bregenz folgt mit Mitte Dezember.
...
Die betreffenden  Antennenhaushalte müssen  lediglich  den  Sendersuchlauf  starten, um die drei neuen TV-Programme empfangen zu können. Informationen zum Einstellen der Sender finden sich auch auf www.dvb-t.at. Jene Haushalte, die das TVProgramm über eine Gemeinschaftsantennenanlage empfangen, können ATV2 und gotv, OKTO sowie tirol tv oder Ländle TV über ihre Hausverwaltung oder den zuständigen Techniker zusätzlich einspeisen lassen.

Die genauen Frequenzen der drei Muxe für den terrestrischen Sender eurer Region findet ihr auf: http://www.ors.at/de/kompetenzen/terrestrik/frequenzlisten/