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PC-Ecke => # Security Center => Thema gestartet von: Micke am 14 September, 2012, 09:58
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FREITAG 14 SEPTEMBER 2012
Stockholm: Forscher von Microsoft hat Viren in neu gekauften Computern entdeckt, die vermutlich während der Herstellung in China infiziert wurden. Einer von fünf neuen PC´s in der Studie trug Viren laut BBC.
Einer der gefundenen Viren genannt Nitol kann persönliche Daten stehlen die verwendet werden, um die Konten zu entleeren. Bösartige Programme, die auf dem Computer-Mikrofon und Webcam zugreifen, ohne das Wissen des Benutzers, wurden auch von den Forschern gefunden.
Ein US-Gericht hat Microsoft die Erlaubnis, die Kontrolle über eine Website, die vermutlich auf Nitol Virus verbunden werden soll teilzunehmen.
Frei übersetzt aus: http://www.aftonbladet.se/senastenytt/ttnyheter/utrikes/article15439764.ab (http://www.aftonbladet.se/senastenytt/ttnyheter/utrikes/article15439764.ab)
Mehr Info: http://www.gamepolitics.com/2012/09/13/microsoft-details-fight-against-nitol-malware-china (http://www.gamepolitics.com/2012/09/13/microsoft-details-fight-against-nitol-malware-china)
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Ich kann mir nicht vorstellen das das einfach mal "so" passieren kann. Egal bei wem das vorkommt steckt das System hinter. so dämlich kann man doch nicht sein und mit M$ Systemen ohne Kneifzange (Virenscanner) arbeiten. Schon garnicht als Hersteller von Komponenten/Geräten die ich mit deren System ausliefere.
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Doch, man kann.
Mitte der 90er Jahre habe ich für die Serviceabteilung eines taiwanesischen Mainboard-Herstellers gearbeitet.
Namen nenne ich jetzt aber nicht.
Garantiefälle, Mainboard-Raparaturen, BIOS-Updates und -Wiederherstellungen, Großkundenbetreuung, QS und Hotline waren meine Aufgaben, als einer von anfänglich zwei deutschen Technikern.
Vor Ort waren aber auch etliche Chinesen beschäftigt, und nach mir in der Technik nur noch solche.
Die Jungs hatten teilweise einen ziemlich seltsamen Humor, und so fand ich im Laufe der Zeit immer wieder diverse Manipulationen an den zu Testzwecken am Platz benutzten Festplatten und Disketten.
Zwar hatten wir fast nie mit Datenträgern von Kunden zu tun, aber meine Software-Werkzeuge, die ich zur Arbeit zwingend brauchte, waren nach fast jedem Wochenende verbastelt, verseucht, bewusst versaut oder einfach weg...
Obwohl das Internet noch in den Kinderschuhen steckte und wir nur ein entsetzlich langsames Analogmodem hatten, 2.8k oder so, hatten die Jungs intensive und reichlich schräge Sitzungen mit irgendwelchen BBS geführt, oder Mosaic und Netscape bis zum Erbrechen gequält.
Zum Glück hatte ich vorsorglich immer alles gesichert und mitgenommen.
Aber wenn man einmal kennengelernt hat, mit welcher Mentalität mit Arbeitswerkzeug von Kollegen umgegangen wird, eingeschlossen erhebliche Arbeitszeitausfälle wegen Wiederbeschaffung oder -herstellung, dann wundert es wohl keinen mehr, wenn anderswo irgendwann Datenträger von oder für Kunden genauso leiden müssen. Oder demnächst Betriebssysteme / Firmware von modernen Fernsehern oder Smartphones...
Jürgen