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Wir können sie wirklich nicht mehr sehen: die Lauten, die Eitlen, diejenigen, die berühmt dafür sind, berühmt zu sein. Und doch begegnen sie uns auf jedem Bildschirm, auf jedem Kanal. Doch eine kleine Erfindung sorgt nun dafür, dass man diesen Leuten zumindest nicht mehr zuhören muss.
Die Castingstars von gestern. Die ehemaligen Fernseh-WG- und Dschungelbewohner. Die angejahrten Models. Die omnipräsenten "Experten" für alle möglichen Nicht-Themen. All die medialen Untoten, sie sind weiter unter uns - und verstopfen die Fernsehkanäle. Was immer sie uns an Irrelevantem mitzuteilen haben, wir sind ihnen gnadenlos ausgesetzt. Bis jetzt.
Hallo - und tschüß
Eine kleine Erfindung wird uns künftig vielleicht helfen, beim Fernsehen ein bisschen Seelenfrieden zurückzuerobern. Ein kleiner Schaltkreis speichert eine Liste von Personen und Begriffen, die dem Nutzer die Zehennägel hochklappen lassen. Diese ist frei programmierbar - schließlich hat jeder seine persönliche Hassschwellen und -objekte. Sobald einer der Namen oder Worte im Fernsehprogramm auftaucht, schaltet das Gerät sofort für 30 Sekunden den Ton ab. Wahlweise kann auch der Fernseher komplett ab- oder umgeschaltet werden.
Danke, Matt!
Zu verdanken haben wir die Invention dem US-Amerikaner Matt Richardson, der die Schaltpläne und das zugehörige Programm der dankbaren Welt kostenlos zur Verfügung stellt. Einen kleinen Nachteil hat seine Erfindung jedoch: Der Hass-Begriff muss in den Untertiteln des Programms vorkommen um erkannt zu werden.
Immerhin, ein Anfang ist gemacht. Also: Erfinder, Tüftler, Elektroniker, Programmierer – an die Arbeit! Erst eine zuverlässige Stimm- oder Bilderkennung aller Nervfaktoren macht den Fernsehgenuss sicher. Der dauerhafte Dank vieler TV-Geschädigter wäre euch sicher, vielleicht sogar der Friedensnobelpreis.
Quelle: www.ard.de