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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # News & Infos zu Kino/TV/Radio => Thema gestartet von: ritschibie am 21 September, 2009, 15:42
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Die US-amerikanische Sitcom "30 Rock", die bei der 31. Emmy-Verleihung bereits zum dritten Mal in Folge als beste TV-Komödie ausgezeichnet wurde, ist ab dem 4. November 2009 als Free-TV-Premiere im neuen Digitalkanal ZDFneo zu sehen.
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TNT-Serie "30 Rock" mit
Alec Baldwin und Tina Frey
Der Nachfolger des ZDFdokukanal, der am 1. November an den Start geht (SAT+KABEL berichtete), zeigt jeweils mittwochs um 22.30 Uhr die 21 Folgen der ersten Staffel der US-Serie mit dem als besten männlichen Comedy-Darsteller ebenfalls preisgekrönten Alec Baldwin in der Hauptrolle. ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut zeigte sich in einer Mitteilung am Montag "stolz", bei ZDFneo mit "einer der derzeit besten US-Comedyserien" an den Start gehen zu können.
Überspannte Schauspieler, ein narzisstischer Show-Star und ein neuer Boss, der überall mitmischt: Das ist der ganz normale Alltagswahnsinn von Drehbuchautorin Liz Lemon (Tina Fey). Die Mittdreißigerin leitet die wöchentliche Primetime-Comedy-Sendung "The Girlie Show", ihr Arbeitsplatz ist der Nabel der amerikanischen Fernsehwelt überhaupt: das GE Building am 30 Rockefeller Plaza in New York. Doch dann setzt man ihr mit Jack Donaghy (Alec Baldwin) einen neuen Senderchef vor die Nase. Der sorgt nicht nur mit seinen geschäftlichen Entscheidungen für Chaos, sondern mischt auch kräftig im Privatleben von Langzeit-Single und Workaholic Liz Lemon mit.
"30 Rock" wurde bereits mit vier "Golden Globes", neun "Emmys" und diversen anderen Fernsehpreisen ausgezeichnet. In diesem Jahr war die Serie 22 Mal für den "Emmy" nominiert - ein neuer Rekord.
Quelle: SAT+KABEL
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Das ZDF hat am Donnerstag in Köln seinen neuen Digitalsender ZDFneo bei einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt. Schwerpunkt des werbe- und nachrichtenfreien Senders sind Comedy-Formate, Serien, Dokumentationen und Filme. Das Programm mit Sendestart am 1. November richtet sich an die Zielgruppe der 25- bis 49-Jährigen.
ZDFneo unterscheide sich jedoch erheblich vom Angebot der Privatsender, sagte ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut. Man werde in jedem Genre beweisen, dass es ein öffentlich-rechtliches Programm sei, betonte ZDFneo-Chef Norbert Himmler. So seien die Comedy-Serien etwa "hochwertig" und "preisgekrönt". Privatsender hatten vorab bereits gegen die Einrichtung eines weiteren öffentlich-rechtlichen Kanals protestiert und dem ZDF "Verschwendung von Gebührengeldern" vorgeworfen.
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Digitaler Fernsehkanal ZDFneo (Quelle: ZDF)
Attraktives Serien- und Showprogramm
Neben dem "Emmy"-Abräumer "30 Rock" sind auf dem werktäglichen Serien-Sendeplatz um 22.30 auch die britischen Produktionen "Spooks - Im Visier der MI5", "Hustle - Unehrlich wehrt am längsten", "Inspector Lynley" und "Taking the Flak" sowie die US-Serie "In Plain Sight" zu sehen. Außerdem wurden die Klassiker "Miami Vice" und "Seinfeld" eingekauft. Mittwochs um 21 Uhr ermittelt "Das Duo", freitags gegen 22.30 Uhr "Johan Falk".
Am Nachmittag stehen unter anderem Wiederholungen der ZDF-Telenovelas "Bianca - Wege zum Glück" und "Alisa - Folge deinem Herzen" auf dem Programm. Zwischen 15.15 und 19.30 Uhr folgt ein Programmteppich mit Dokumentationen und Reportagen. Mit "Mamas Traumjob", "Straßenchor", "Der Extremtexter", "Jeff Corwin's tierische Abenteuer" und "Hochzeitsfieber" warten dabei in den ersten Wochen zahlreiche Erstausstrahlungen auf die Zuschauer. Auch im Musik- und Talkbereich hat sich der Nachfolger des ZDFdokukanal breit aufgestellt.
Quelle: SAT+KABEL
Kommentar: Ich freu mich vor allem auf "Hustle" ;)
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Als eine Mischung aus Fehlinformationen und Mutmaßungen hat ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut am Freitag die Kritik des Privatsender-Verbandes VPRT am Konzept des Spartenkanals ZDFneo zurückgewiesen.
Bellut sagte in Mainz, die Polemik des VPRT fuße teils auf Rechenfehlern, zum anderen auf Halbwahrheiten und deren Interpretationen. Diese Reaktionen bestärkten das ZDF in der Überzeugung, mit dem neo-Konzept eine Punktlandung geschafft zu haben: "Ein Programmangebot für junge Familien und die Alterszielgruppe 25 bis 50." Genau diese Zielrichtung sei mit den Ländern vereinbart und im Rundfunkstaatsvertrag festgeschrieben worden.
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ZDF-Programmdirektor
Thomas Bellut (Quelle: dpa)
Besonders ärgerlich nannte Bellut "die scheinheilige Kritik", dass der Spartenkanal keine Nachrichten enthalte: "Es waren gerade die Privatsender, die von der Politik gefordert hatten, ZDFneo dürfe kein Vollprogramm werden und deshalb unter anderem keine Nachrichten senden." Gleiches gelte für Sportsendungen. ZDFneo sei auf Betreiben der Privaten aus Angst vor einem neuen öffentlich-rechtlichen Vollprogramm eng auf einen digitalen Spartenkanal eingegrenzt worden. Bellut: "Dass sie uns genau das jetzt zum Vorwurf machen wollen, ist einigermaßen überraschend."
Pay-TV-Rosinen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen
Bei der Behauptung, Sendungen von ZDFneo seien bereits in privaten Programmen zu sehen, unterschlage der VPRT den wichtigen Hinweis, dass er sich hier nur auf ein paar Programm-Rosinen im teuren Pay-TV beziehe. Im frei empfangbaren Fernsehen hätten die privaten Kollegen die Finger von der preisgekrönten amerikanischen Serie "30 Rock" oder von den intelligenten Serien der öffentlich-rechtlichen BBC gelassen, stellte Bellut klar.
Die Mutmaßung des VPRT, das Programmschema von ZDFneo könne eine Gebührenerhöhung auslösen, bezeichnete der ZDF-Programmdirektor als "Falschmeldung wider besseres Wissen". ARD und ZDF hätten sich nicht nur für die laufende, sondern auch für die Gebührenperiode ab 2013 verpflichtet, keinen zusätzlichen Entwicklungsbedarf für diese Kanäle anzumelden. Alle Mittel, die das ZDF in seine drei digitalen Ergänzungskanäle stecke, müsste an anderer Stelle eingespart werden.
ZDFneo löst am 1. November den ZDFdokukanal mit einem attraktiven Mix aus Serien, Shows, Musiksendungen und Spielfilmen ab.
Quelle: SAT+KABEL
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Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) sieht im Urheberrecht einen zentralen Aufgabenschwerpunkt für das Jahr 2010. Darauf verständigten sich die Mitglieder auf ihrer Jahreshauptversammlung.
"Die Digitalisierung wird für uns zum wirtschaftlichen Desaster, wenn es uns nicht gelingt, einerseits unsere Sendesignale vor unerlaubtem Zugriff zu schützen und andererseits faire Tarife mit den Verwertungsgesellschaften abzuschließen", erklärte VPRT-Präsident Jürgen Doetz am Donnerstag in einer Pressemitteilung.
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VPRT-Präsident Jürgen Doetz
(Quelle: dpa)
Die neue EU-Kommission und die Bundesregierung forderte Doetz dazu auf, den Wert der Inhalte in einer Informations- und Kommunikationsgesellschaft zu stärken und Rahmenbedingungen zu schaffen, die in der digitalen Welt eine tragfähige Wertschöpfung für die Sendeunternehmen als Kreativ- und Wirtschaftsfaktor erlaubten. "Der Schutz unseres Kerngeschäfts muss sichergestellt sein. Und es muss gewährleistet sein, dass wir neue Geschäftsmodelle etablieren können", so Doetz. Nur dann bringe die Digitalisierung auch Chancen für positive wirtschaftliche Impulse und die Einführung attraktiver neuer Angebote.
Datenpiraten das Handwerk legen
Es müsse gelingen, den Datenpiraten das Handwerk zu legen und stattdessen bei den Menschen ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass Qualität ihren Preis habe. Sonst stehe die Vielfalt der professionellen Inhalteanbieter auf dem Spiel, mahnte der Präsident.
An die Musik-Verwertungsgesellschaften appellierte Doetz, den Bogen nicht durch überhöhte Urheberrechtstarife zu überspannen, wie es derzeit etwa im Webradiobereich oder für Video-Plattformen geschehe. "Hier sehen wir die Gefahr, dass die Innovationen und Investitionen unserer Mitglieder mit der Kostenkeule 'Urheberrecht' erschlagen werden. Denn viele Angebote im Internet sind noch alles andere als ein Renditegeschäft", erläuterte der Präsident.
Unerträglich, dass die Politik wegschaut
Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage und die "bedrohlichen weiteren Verschärfungen des Wettbewerbs durch die gebührenfinanzierten Angebote" forderte Doetz die Medienpolitik zu einem klaren Bekenntnis zum dualen Rundfunksystem und damit auch zum privaten Rundfunk auf. Es sei unerträglich, dass die Politik wegschaue, wenn ein durch Gebühren finanziertes, rein auf das Erreichen der jungen Zielgruppe ausgerichtetes Angebot wie ZDFneo privaten Anbietern aus dem Free-TV- und Pay-TV-Bereich das Wasser abgrabe.
An diesem Beispiel zeige sich, dass das System einer pauschalen staatsvertraglichen Ermächtigung öffentlich-rechtlicher Programme durch die Länder grundlegend überdacht werden müsse. "Die Beauftragung per Gesetz auf Grundlage eines allgemeinen Konzeptes, an das sich hinterher niemand hält, macht keinen Sinn," monierte Doetz. Zwischen dem Abnicken des Konzepts für einen ZDF-Familienkanal durch die Politik und dem Bekanntwerden erster Programmschemata für das letztlich realisierte ZDFneo mit inzwischen anderen Schwerpunkten liege fast ein Jahr. "Müsste das jetzige Angebot einen Drei-Stufen-Test durchlaufen, würde es wohl scheitern. Denn ein besonderer gesellschaftlicher Auftrag ist angesichts zahlreicher Programmüberschneidungen und der kommerziellen Ausrichtung nicht erkennbar", so Doetz abschließend.
Quelle: SAT+KABEL
Kommentar: Passt nicht ganz hierher, aber die "Urheberrechtsverletzung" ist sehr pauschal angeprangert und ZDFNeo wird direkt angegriffen...
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Der Herr muss von Beruf aus so vorgehen, ob's Hand und Fuss hat oder nicht.
Er wird nun einmal als Interessenvertreter der privaten Konkurrenz bezahlt.
Insofern ist auch nicht verwunderlich, dass sich nie jemand beschwert hat, wenn Privatsender Produktionen der ö-r zeigen, wie sogar der Discovery Channel solche des ZDF schon als PayTV verömmelt hat.
Vergleichbare Lobbyisten scheinen eben auf der Gegenseite zu fehlen...