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PC-Ecke => # Hard-und Software Allgemein => Thema gestartet von: Jürgen am 14 Dezember, 2008, 21:11
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Seit länger Zeit ärgerte mich mein DVB-S/-T-Kombireceiver mit sporadischen Abstürzen im Standby.
Zudem hatte ich neuerdings zeitweilig leichte 100 Hz Bildstörungen auf dem Video-Ausgang der Nexus, der durch den SCART-Eingang obigen Receivers geschleift wird.
Vor ein paar Tagen musste ich zudem feststellen, dass meine Fritz 7170 mehrmals täglich die DSL-Verbindung verlor, mit zunehmender Häufigkeit. Läuft derzeit noch über DSL-Splitter und Fritz Y-Kabel, weil die Komplett-Umstellung immer noch nicht stattgefunden hat und Festnetz daher samt call-by-call immer noch funktioniert (Provider erstattet seit 6 Monaten die Grundgebühr). Und neulich hatte ich bei einem eingehenden langen Festnetz-Telefonat starke Störgeräusche, wie sie normalerweise bei vergammelten Steckverbindern oder schlecht gecrimpten Kabeln vorkommen.
Nun ist es mir endlich gelungen, die Fehlerursache eindeutig festzustellen:
Alle beteiligten Geräte, und nur diese (zusammen unter 50 Watt im Betrieb), liefen schon ewig über eine schaltbare Steckdosenleiste, deren Schalter sehr lange nicht betätigt wurde.
Und dieser Schalter war die Ursache der Störungen. Schlechte Kontakte führten zu enormen Funk- und Leitungsstörungen, die angeschlossene Geräte mehr oder weniger stark irritierten.
Leiste durch eine andere ohne Schalter ersetzt, weg...
Fazit:
Steckdosenleisten mit Schalter sollten nur dann eingesetzt werden, wenn der Schalter auch gelegentlich benutzt wird.
Und selbst in eiligen Fällen nie z.B. im Serverschrank, an der Telefonanlage oder anderen wichtigen Einrichtungen, die dauernd am Stromnetz hängen.
Sonst sucht man sich später 'nen Wolf...
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weil die Komplett-Umstellung immer noch nicht stattgefunden hat und Festnetz daher samt call-by-call immer noch funktioniert (Provider erstattet seit 6 Monaten die Grundgebühr).
Willkommen im Club! Hat bei mir (1&1) auch ein halbes Jahr mit Grundgebührerstattung gedauert. Da waren sowohl T-Com wie 1&1 eine echte Gurkenversammlung (grrr, wenn ich an die surrealen Gespräche mit den Service-points zurückdenke!)!
Deinen Tipp mit der Steckdosenleiste werde ich mir merken! Habe auch eine abschaltbare ::)
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Dazu fällt mir noch ein, das Gerätehertsteller eingebaute Netzschalter früher nicht selten mit Widerstand / Kondensator Kombinationen entstört haben, z.B. mit 10 Ohm und 22 nF (Klasse X) in Serie, (je) über den Kontakt. Solche Entstörkombinationen gab's sogar zeitweise in einem Gehäuse, das wie ein normaler Folienkondensator aussah.
Nur habe ich derlei in Steckdosenleisten noch nie erlebt, selbst nicht in ziemlich teuren mit Überspannungsschutz und / oder verbauten Einzelsteckdosen statt der üblichen Flachdrahtstreifen...
Fakt ist jedenfalls, dass Schaltkontakte für Netzspannung oft sogar selbstreinigend konstruiert sind, was aber dann nur bei regelmässiger Betätigung funktioniert.
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Fakt ist jedenfalls, dass Schaltkontakte für Netzspannung oft sogar selbstreinigend konstruiert sind, was aber dann nur bei regelmässiger Betätigung funktioniert.
Dann kann das bei meiner Leiste nicht funktionieren, da ich so einen funkgesteuerten Stecker in der Wanddose habe, der alle Standby-Geräte vom Netz nimmt. Die Leiste (mit Ein-/Ausschalter!) hängt da dran. Da schalte ich die Leiste natürlich nicht mit dem Schalter, sondern per Stromentzug (via Funk) aus. Der Schalter an der Leiste wird also (fast) nie betätigt... ???
Hatte mir nach Deinem Bericht schon überlegt, ob der gelegentliche Verlust der Netzanbindung meines W-LAN-Sticks was mit der Leiste zu tun haben könnte (passiert aber in letzter Zeit echt selten)?
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Indirekt ja.
Zwar wird so ein beschriebener Störer i.d.R. nichts feststellbares direkt auf 2.4 GHz erzeugen, aber über Betriebsspannungs- und Masseleitungen gerät allerlei übles an die Geräte. Auch deren eigne (passive) Entstörung hat immer Grenzen in der Wirkung.
Das heisst natürlich nicht, dass man andere ähnliche Störquellen vernachlässigen kann.
So sind z.B. USB-Verbindungen nicht gegen Verschlechterung gefeit. Einerseits haben Stecker und Buchsen eine (unterschiedlich) begrenzte Anzahl von Steckvorgängen, insbesondere bei Steckern, die meist direkt aus der Platine gefertigt sind, andererseits sind die Kontaktflächen anfällig für Ablagerungen aller Art, wie Nikotin, Kerzenruss usw. Gelegentlich wiederholtes Stecken reinigt, aber es trägt auch ab.
Wieder einmal ein Fall für Vorsorge mit Spuren von Vaseline...
Ebenso bei RJ45, TAE usw.
Aber niemals bei Netzspannungs-Komponenten.
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.. andererseits sind die Kontaktflächen anfällig für Ablagerungen aller Art, wie Nikotin, Kerzenruss usw. Gelegentlich wiederholtes Stecken reinigt, aber es trägt auch ab.
Wieder einmal ein Fall für Vorsorge mit Spuren von Vaseline...
Ebenso bei RJ45, TAE usw.
Aber niemals bei Netzspannungs-Komponenten.
Wie, Nikotin lagert sich ab? Ich benutze ja in der Arbeit so einen Nikotin-Verdampfer ("E-Zigarette") wg. Nichtraucher-Arbeitsplatz. Die Dinger wurden beworben als absolut unschädlich für die Umwelt. Da muss ich wohl umdenken...
Also einmal im Monat die USB-Stecker ziehen, einen Hauch von Vaseline (1xJahr?) drauf und einiges wird gut? Werd' ich machen, Danke für den Tipp! 8)