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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # News und Infos zu Kanälen/Paketen => Thema gestartet von: SiLæncer am 12 Dezember, 2007, 13:59
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Die "Tagesschau" um 20 Uhr ist seit Jahren eine Institution im deutschen Fernsehen. Einer aktuellen Medienumfrage zufolge erreicht sie mit ihrer Sprache viele Zuschauer nicht.
Laut einer Umfrage der Fernsehzeitschrift "TV Digital" (Freitagsausgabe) konnte keiner der 1.002 befragten Teilnehmer etwas mit den in der Sendung verwendeten Begriffen "Schutzschrift" oder "Vorteilsabschöpfung" anfangen. Auch "Koalitionsfreiheit" (99 Prozent), "Pflegestützpunkte" (98 Prozent) oder "Basta-Politik" (90 Prozent) seien den meisten Zuschauer nicht gegenwärtig. Die wenigsten Probleme bereitete laut einer Mitteilung der Zeitschrift am Mittwoch der Begriff "Tarifautonomie" - aber selbst hier mussten 89 Prozent passen.
Das Forschungsinstitut TNS-Emnid legte für die im Auftrag des Springer-Titels durchgeführte Befragung sechs zentrale Begriffe aus "Tagesschau"-Sendungen vom 1. bis 7. Oktober vor. Zwar gaben jeweils bis zu 76 Prozent der Befragten an, den einen oder anderen Begriff zu kennen, scheiterten dann jedoch an einer Definition. Manche der Befragten verstanden etwa unter "Vorteilsabschöpfung" "etwas Neumodisches", "Vorteilsaktien" oder das "Insider-Wissen von Bankern". In Wirklichkeit bezeichnet der Begriff einen illegal erlangten finanziellen Vorteil.
"Das Wort 'Vorteilsabschöpfung' ist hässlich", räumte ARD-Chefredakteur Kai Gniffke auf Nachfrage der Zeitschrift ein. Das Verständnisproblem liegt laut Gniffke in der Länge der "Tagesschau" begründet. Gelegentlich gebe es zu starken Zeitdruck. Es würde die 15-minütige "Tagesschau"-Ausgabe überfordern, wenn sie sich wie die Volkshochschule der Nation aufführte, sagte der ARD-Angestellte. "Wir müssen die Bedeutung schwieriger Begriffe wie 'Bundesrat' nicht täglich neu erklären."
Quelle : SAT+KABEL
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Recht hat er.
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Wird Zeit für die Prollshow...
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Die Tagesschau zu kompliziert, zzz. Liegt aber dann auch eher an solchen genannten Kunstwörtern wie "Vorteilsabschöpfung", deren Bedeutung aber man ja auch nachschlagen kann. Ist es mit dem Bildungsniveau der Deutschen schon so weit gekommen?
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Ist es mit dem Bildungsniveau der Deutschen schon so weit gekommen?
Anscheinend ...
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Ist es mit dem Bildungsniveau der Deutschen schon so weit gekommen?
Ich sehe selbst oft die Tagesschau und fühle mich dabei nicht unbedingt überfordert. Aber mal ganz ehrlich: Könntet ihr wirklich die genannten Begriffe genau definieren? Meist ist es doch so, dass man bestimmte Worte (egal ob Fremdworte oder solche Wortschöpfungen) zwar versteht - zumindest im Kontext eines Berichtes -, aber genau erklären? Da tut man sich schon schwer.
Beim betrachten der gen. 6 Beispiele erging es mir jedenfalls so. Ich kenn zwar deren Bedeutung, jedoch einem Anderen diese genau zu definieren, dabei hätte ich Probleme gehabt.
Obwohl es euch anscheinend nicht so ging, häng ich für andere User mal ne Kurzdefinition dran (musste nachschlagen).
Schutzschrift: Schriftsatz/Erklärung an Gericht zur Verhinderung einer (einstweiligen) Verfügung
Koalitionsfreiheit: Recht auf Zusammenschluss von Arbeitnehmern/-gebern zur Wahrung ihrer Interessen
Tarifautonomie: Recht auf Abschluss von Tarifverträgen frei von staatlichen Eingriffen (Mindestlohn)
Pflegestützpunkte: Vorschlag v.d. Leyens in Gemeinden Beratungsstellen über Pflegedienste und Haushaltsdienst-
leistungen für ältere Personen aufzubauen
Basta-Politik: In der Regel auf Schröder bezogene Darstellung eines Führungsstils a la "mit mir nicht und jetzt ist
Schluss mit der Debatte"
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Es ist ganz sicher nicht wünschenswert, diese wichtigste Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen an das 'Niveau' gewisser Privatsender oder Käseblätter anzupassen.
Proleten-TV gibt's weit mehr als genug, Primitiv-Schriften ebenso.
Und Kunden dafür leider auch, mit dem Verstand eines aufgeweichten Brötchens...
Au backe, man könnte ja genötigt werden, 'mal irgendetwas hinzuzulernen ::)
Niemand ist gezwungen, die Tagesschau zu sehen.
Und bloss weil die träge amorphe Masse geistiger Einzeller es nicht versteht, schafft man ja auch das Feuilleton der Zeit nicht ab, oder das Gesamtwerk von Stanislaw Lem, oder das Grundgesetz ::)
Oder etwa doch :o
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Naja zumindest bei Letzterem wäre ich zu keinem "Die Hand dafür ins Feur legen" bezüglich Haltbarkeitsdatum mehr bereit. Die Abschaffung kommt noch...
P.S. :
Über 50 % der Amis glauben an die Kreationismus-Theorie. Wenn das nicht beängstigend ist, dann weiss ich´s nicht...
Dummheit ist eine Blase in die nur schwer eine Nadel hineinzubekommen ist !
Da hilft kein "Lesen lernen" mehr.
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Es ist ganz sicher nicht wünschenswert, diese wichtigste Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen an das 'Niveau' gewisser Privatsender oder Käseblätter anzupassen.
das anpassen an dieses niveau will sicherlich keiner (naja, so sicher ist das nicht).
du schreibst , das es eine wichtige nachrichtensendung ist.was unbestritten ist. Nur wenn eine informationsquelle von der zielperson nicht verstanden wird, ist das sicherlich auch nicht begrüssenswert. Nicht jeder, der die "fachbegriffe" nicht versteht, ist gleich ein proll. Willst du dieses klientel zu den Käseblättern abschieben und sie dann noch mehr verblöden ? der casus knacktus liegt imho woanders: wieso bekommt eine derart wichtige sendung nur eine verkürzte sendezeit, war da nicht was mit ner informativen grundversorgung der bevölkerung durch die ö.rechtlichen?
Oder ist das unverständliche etwa programm? sozusagen das volk verdummt lassen, wichtige informationen durch unverständlichmachen vorenthalten um das volk dann besser beeinflussen zu können?
Warum also kunstwörter benutzen, wenn es auch einfacher zu sagen ist ? die zielgruppe sind nicht nur "priviligierte", sondern das gesammte volk.
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Die Tagesschau ist nicht verkürzt.
Sie hat um 20 Uhr schon immer 15 Minuten gedauert, quasi brutto für netto, nachmittags und spät weniger.
Für die, die's länger mögen, gibt's seit ewigen Zeiten die Tagesthemen.
Dazu betreiben die ARD-Anstalten noch die Dritten, einschliesslich weiter differenzierter Regionalsendungen.
Und etliches mehr.
Wenn man mit den Mitbewerbern vergleichen will, muss man dort die Werbung und sonstige Unterbrechungen in Abzug bringen. Und Inhalte, die bei der ARD eigene Sendungen haben...
Was die Zielgruppe der Tagesschau angeht, muss man dem Sender schon eine gewisse Entscheidungsfreiheit lassen. Ebenso wie für die elenden Volksmusik-, Vorabendserien- oder Promi- und Klatsch-Anteile, leider...
Eine Gleichschaltung ist, auch hinsichtlich der Ausdrucksweise, keinesfalls hinnehmbar, der kleinste gemeinsame Nenner keine Lösung.
Es verlangt ja auch keiner, dass ein Business- und Wirtschafts-Kanal stets nur für Sparbuchbesitzer und Rabattmarkensammler formuliert...
Vielleicht sollte die ARD ein zusätzliches Angebot einrichten, das sich deutlich ausführlicher und / oder allgemeinverständlicher gibt. Ich bin aber sicher, dass dann alle Privatsender mit allen Mitteln dagegen kämpfen würden.
Prinzipiell ist hinzuzufügen, dass sich die Aufgabe der Grundversorgung in Zeiten von privaten Sendern verändern musste, von der Alleinversorgung (zumindest auch) zum Lückenbüsser für das, was Kommerz-Sender eben nicht zu leisten vermögen oder bewusst weglassen.
So ähnlich hat sich die Aufgabe der Zeitungen durch das Aufkommen des Rundfunks verändern müssen.
Und beide durch's Internet.
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Die Tagesschau ist nicht verkürzt.
Sie hat um 20 Uhr schon immer 15 Minuten gedauert, quasi brutto für netto, nachmittags und spät weniger.
sorry, war missverständlich geschrieben: ich meinte damit das die menge der nachrichten zugenommen hat und das ganze in 15 minuten gequetscht wird.
Dazu betreiben die ARD-Anstalten noch die Dritten, einschliesslich weiter differenzierter Regionalsendungen.
Und etliches mehr.
Wenn man mit den Mitbewerbern vergleichen will, muss man dort die Werbung und sonstige Unterbrechungen in Abzug bringen. Und Inhalte, die bei der ARD eigene Sendungen haben.
sicher gibt es auch andere info-möglichkeiten, mir gings aber explizit um die tageschau. Und wenn diese sendung so wichtig ist, das sie auf allen ard-kanälen gleichzeitig gesendet wird, sollte sich meiner meinung nach auch etwas tun. in sachen sendezeit.
Gut, dann verschiebt sich der seit ewigen zeiten feststehende sendeanfang 20:15 nach hinten.
Eine Gleichschaltung ist, auch hinsichtlich der Ausdrucksweise, keinesfalls hinnehmbar, der kleinste gemeinsame Nenner keine Lösung.
kleinster gemeinsamer nenner war und ist nicht meine intension, auf der anderen seite sollte es aber auch nicht nur für besser gebildete gemacht werden.
Vielleicht sollte die ARD ein zusätzliches Angebot einrichten, das sich deutlich ausführlicher und / oder allgemeinverständlicher gibt. Ich bin aber sicher, dass dann alle Privatsender mit allen Mitteln dagegen kämpfen würden.
das wäre sicherlich vernünftig, denn auch die angesprochenen Tagesthemen benutzen zeitweise das gleiche vokabular, ist von daher keine richtige alternative. Sicherlich werden die privaten aufheulen aber die öffentlich rechtlichen sender haben in letzter zeit einen sturkopf bewiesen. ( beispiel internetauftritt)
Prinzipiell ist hinzuzufügen, dass sich die Aufgabe der Grundversorgung in Zeiten von privaten Sendern verändern musste, von der Alleinversorgung (zumindest auch) zum Lückenbüsser für das, was Kommerz-Sender eben nicht zu leisten vermögen oder bewusst weglassen.
Nur wird grade bei den geforderten gebühren immer auf die versorgung hingewiesen, speziell die informationssendungen und speziell die tages* wird bei der gebührendiskusion immer gerne angeführt.
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Nur wird grade bei den geforderten gebühren immer auf die versorgung hingewiesen, speziell die informationssendungen und speziell die tages* wird bei der gebührendiskusion immer gerne angeführt.
Eben.
Zu liefern ist insbesondere das, was es anderswo nicht oder nur gefiltert gibt.
Meiner Ansicht nach gilt das für Inhalt und Form.
Ich empfinde die von der Wirtschaft beherrschten Privatsender grundsätzlich als nicht vertrauenswürdig, genausowenig wie staatliche.
Im Endeffekt ist's mit Meinungs- und Pressefreiheit grundsätzlich vorbei, wenn eine Interessengruppe ein Monopol hat.
Das gilt nicht nur für politische Diktaturen, sondern ebenso für finanzielle...
Aus diesem Grunde halte ich die Öffentlich-Rechtlichen für wichtiger denn je.
Damit nicht alle Nachrichten nach der Kalkulation der PIN group klingen...
Was spricht gegen Nachrichten für Gebildete?
Auch für arme Gebildete?
Und für interessierte Un- / Halbgebildete?
Eigentlich gibt's viel zu wenig freie Bildung für's Volk.
Und auch was man nicht gleich versteht, kann man mit der Zeit lernen oder bei Interesse durch eigene Bemühung hinterfragen. Zum Beispiel über Videotext (den die Verleger hassen wie die Rest), oder über die Internetseiten (dito...) usw.
Dient also hoffentlich auch der Lern-Motivation.
Natürlich hätte ich kein Problem damit, wenn die Tagesschau 20 oder 30 Minuten dauern würde.
Solange sie ansonsten bleibt wie gehabt.
Es gibt Dinge, die man nicht ändern sollte.
Und vor allem nicht wirtschaftlichen Interessen opfern.
Selbst wenn der Mond irgendwann nach einem Sponsor benannt würde, wäre er für mich immer noch der Mond und kein McLuna oder MoonKing, selbst bei Strafandrohung :P
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Über 50 % der Amis glauben an die Kreationismus-Theorie. Wenn das nicht beängstigend ist, dann weiss ich´s nicht...
ich meine gelesen zu haben, dass es 36% wären. 42% glauben an darwin's theorie.
aber nur zur erinnerung, auch darwin's theorie(wenn es denn überhaupt noch darwin's ist), ist bislang noch nicht bewiesen.
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sciher ist bei den ganzen info-anbietern nur, das man sich in mehreren quellen informieren sollte.
selbst die "instutition" tagesschau alleine wäre mir nicht ausgewogen genug.
Was spricht gegen Nachrichten für Gebildete?
Auch für arme Gebildete?
Und für interessierte Un- / Halbgebildete?
da spricht nix dagegen,ganz im gegenteil. Meine befürchtung ist in hinsicht auf tagesschau lediglich, das die weniger gebildeten sich von der wortwahl abschrecken lassen und dadurch noch weiter verblöden. Imho wird sich keiner die mühe machen, nachzulernen, wenn er von dem aufmacher bereits überfordert ist. Solch verhalten haben wir im kleinen auch hier im Cube, dazu sind einige mails der neulinge ganz interressant.
Es gibt Dinge, die man nicht ändern sollte.
Und vor allem nicht wirtschaftlichen Interessen opfern.
zum ersteren : nein, keine zustimmung, nichts ist für die ewigkeit. manchmal muss angepasst werden, das liegt in der natur der dinge.
zum zweiten punkt hast du natürlich mal wieder recht, ein opfern aus irgend welchen macht oder wirtschaftlichen gründen ist meistens schlecht.
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@theos & 1978Bruder : ich sag nur leberwurst ::)
siehe www.dvbcube.org/index.php?topic=21803.0
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@ theos
Der Ausdruck Theorie wird oft falsch verstanden, dabei ist es die höchste Stufe wissenschaftlicher "Weihe".
"Sie muss überhaupt wahr sein können und zudem in sich abgeschlossen und widerspruchsfrei sein."
"Allgemeinen entwirft eine Theorie ein Bild (Modell) der Realität. In der Regel bezieht sie sich dabei auf einen spezifischen Ausschnitt der Realität. Eine Theorie enthält in der Regel deskriptive („beschreibende“) und kausale („erklärende“) Aussagen über diesen Teil der Realität. "
Er wird oft mit einer Hypothese verwechselt
"Prinzipiell überpüfbare (bestätigbare oder widerlegbare) Annahmen, die noch nicht empirisch „entschieden“ sind, bezeichnet man als Hypothesen."
Bezüglich des Kreationismus sieht es so aus:
Theorien, die etwas über den Lauf der Welt sagen, ohne eine Beobachtung anzubieten, die sie bestätigt oder gegebenenfalls widerlegt – also keinerlei Aussagen ihrer Entscheidbarkeit beinhalten – sind im Allgemeinen nicht Teil der Wissenschaft. Sie können dann entweder den Pseudowissenschaften, oder beispielsweise der Religion (oder aber der Esoterik) zugeordnet werden.
Mit freundlicher Unterstützung von: http://de.wikipedia.org/wiki/Theorie
Gruß
Chrisse
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@theos & 1978Bruder : ich sag nur leberwurst ::)
siehe www.dvbcube.org/index.php?topic=21803.0
ich wusste, ich hab mich schon irgendwo mal darüber ausgelassen :D
Chrisse: ein zitat von wikipedia als wissenschaftliches argument??? ;)
zum ursprünglichen topic:
ich denke, man muss hier unterscheiden, ob man die wörter einzeln versteht, oder im zusammenhang mit einem beitrag/den aktuellen geschehnissen.
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@ Theos
ein zitat von wikipedia als wissenschaftliches argument???
Hast ja recht, aber mit meinem Brockhaus funktioniert das mit Copy und Paste noch nicht so richtig... ;)
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[ot theorie] sehe ich das richtig, das landläufige aussagen wie z.B "theoretisch sollte Vista funktionieren" falsche wortwahl sind? Müsste es da nicht heissen "hypothetisch sollte Vista funktionieren"
Ok, das mit vista ist ein mehr spassig gemeintes beispiel, die frage an sich ist ernster gemeint.
[ot off]
selbst verständlich sind auf den kontext bezogene worter aus nachrichten halbwegs zu verstehen. Nur macht da bei zu vielen fachwörtern das ungeübte gehirn nicht einfach dicht und verweigert weitere aufnahmen? das nähmlich ist meine befurchtung in der sache
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theoretisch sollte Vista funktionieren
Nun ja ist denke ich schon richtig, es handelt sich ja nicht um die Vistafunktionstheorie...
Es kommt halt darauf an was Du unter funktionieren verstehst, ein wunderbarer Startbildschim, ein stabiler Desktop (solange man nichts dran macht, da hats schon Windowsversionen (95) gegeben die nach (ich glaube) 48 Tagen abgestürzt sind weil ein Counter überlief) usw... Beschreibend ist das schon aber erklärend?
Hypothetisch läuft Vista stabil ist da schon richtiger (ja.. ich weiß, hier ist das steigern Schwachsinn (schwangerer ;D am schwangersten oder so...), prinzipiell überprüfbar aber noch nicht empirisch (da sind noch nicht genug User auf die Nase gefallen) entschieden die Vistafunktionshypothese eben.
EDIT: Was bleibt ist die Vistafunktionsbehauptung...
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selbst verständlich sind auf den kontext bezogene worter aus nachrichten halbwegs zu verstehen. Nur macht da bei zu vielen fachwörtern das ungeübte gehirn nicht einfach dicht und verweigert weitere aufnahmen? das nähmlich ist meine befurchtung in der sache
bei fachwörtern alleine glaube ich eher nicht, denn wie ich schon schrieb, diese fachwörter stehen ja auch in zeitungen, bzw. werden im alltag gebraucht.
ebenso wechselt bei nachrichten ja auch ständig das thema.
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diese fachwörter stehen ja auch in zeitungen, bzw. werden im alltag gebraucht
Leider oft falsch und unfreiwillig komisch, da werden Sachen hochsterilisiert, da gibt es hochgebildete Koniferen und manchesmal ist man dann wieder kondom.
Ok nicht ganz so ernst gemeint aber vorgekommen...
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@chrisse: danke dir für die erklärung dann hab ich den unterschied (theorie vs hypothese) richtig verstanden. War mir da nicht so sicher.
@theos: nee, ich meinte auch nicht die fachwörter alleine, sondern eher, das sich da eine kritische masse bilden könnte.
Wobei sich mir jetzt die frage stellt, ob es bei den Zeitungen (käseblätter mal ausgenommen) nicht genau so aussieht.
Gebe aber zu, das ich seit einigen jahren keine deutsche tages/wochenzeitungen mehr gelesen habe, bin da auf spiegel und konsorten begrenzt.
Um jetzt auch mal auf die Umfrage zurückzukommen: Irgendwie ist das auch eine farce, da wäre mal interesant zu sehen, wie sich die befragten bewährt hatten, wenn sie den inhalt einer oder mehreren nachrichten in eigenen worten erklären müssten.
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Meine befürchtung ist in hinsicht auf tagesschau lediglich, das die weniger gebildeten sich von der wortwahl abschrecken lassen und dadurch noch weiter verblöden.
Es ist jedermanns Freiheitsrecht, beliebig zu verblöden.
Aber nicht mich...
Angepasst an den Zeitgeist, verzapfen immer mehr Journalisten, fernab jeder eigenen Kompetenz, eifrig jeden erdenklichen Unfug, hastig zusammengebastelt aus missverstandenen Zitaten aus dritter Hand.
Die Tagesschau ist auch nicht unfehlbar, aber sie ist stets bemüht, korrekt zu recherchieren und präzise zu dokumentieren und zu formulieren. Manche wichtige Dinge sind zu komplex, um sie mit wenigen einfachen Worten richtig zu beschreiben. Also müssen standardisierte Begriffe her. Wenn's die Zeit erlaubt, und falls nicht ohnehin alles aus dem Zusammenhang erkennbar sein müsste, wird durchaus auch erklärt.
Nicht selten werden zudem Hinweise auf weitere Informationen gegeben.
Und oft genug wird sogar ein Brennpunkt angehängt, nach dem man sich eigentlich ziemlich sicher sein kann, wirklich nicht zu kurz abgefüttert worden zu sein.
Bloss weil jemand etwas dann immer noch nicht versteht, ist nichts Falsches am Bericht.
Wenn man die Anforderungen an die Zuschauer reduziert, wird sich dennoch immer jemand finden, dem's noch zu hoch ist.
Bis hinunter zum mentalen Urschleim...
Noch einmal, Simpel-TV gibt's genug.
Auch wenn Geist und Niveau aus der Mode kommen, die Sprache nur noch aus der Werbung kommt und etwa 200 gestammelte Wörter dem Voll-Proll genügen, ist das noch lange kein Grund, sich dem auf allen Ebenen anzupassen. Kein bischen.
Doch, es gibt Dinge bzw. Werte, an denen nicht gerüttelt werden darf.
Menschenrechte, beispielsweise.
Und andere, an denen man nicht rütteln sollte.
Gemeinsinn, Fairness, friedliche Koexistenz.
Mühsam erwobene Falten und andere Spuren wahren Lebens.
Die eigene ehrliche Absicht als Prinzip, ähnlich dem kategorischen Imperativ.
Unbestechlichkeit, Treue und gegenseitige Wertschätzung.
Das Wertvolle erhalten, das Gute bewahren.
In dieser chaotischen Welt undogmatisch Wege aufzeigen.
Auch in und für die Zukunft.
Ein Licht setzen, um das allgegenwärtige Dunkel zu durchdringen.
Und eben auch die Tagesschau.
Niemand muss sie sehen.
Aber jeder hat das Recht darauf.
Leichter verdauliche Alternativen gibt's genug, auch bei der ARD.
Aber wegen der Blinden müssen die Sehenden nicht auf Bilder verzichten, und wegen der Tauben die Hörenden nicht auf den Ton.
Und niemand wegen der Schlaflosen auf seine Träume.
Das wäre nicht nur sinnlos, sondern auch absolut unfair.
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OK, wenn mir jetzt wieder Thread-Hijacking und OT unterstellt wird, formuliere ich es eben anders :
In den USA wird an Schulen offiziell (in einigen Bundesstaaten) gelehrt, Kondome seien sowohl zur Empfängnisverhütung wie auch zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten nicht geeignet.
Diese Aussage ist objektiv betrachtet und nach allen Regeln der Logik falsch.
Selbst wenn man sämtliche "Glaubensfragen" (und heilige Leberwürste) ausklammert.
Ein gewisses Restrisiko mag ja bestehen (Kondom reisst), aber so wie oben formuliert, ist diese Aussage definitiv falsch. Und diese bewusste Verleugnung der Realität wird an SCHULEN, also staatlichen Bildungseinrichtungen gelehrt. Somit ist es also anzunehmen, dass selbst dann, wenn die im Sinne dieser "Lehrmeinung" ausgebildeten Menschen über eine hohe sprachliche Kompetenz verfügen würden, sie dennoch nicht im Stande wären bei den Nachrichten zwischen wahren und falschen Aussagen (man könnte es auch Lügen nennen) zu unterscheiden.
So war das gemeint. Nachrichten können nicht nur vom sprachlichen Aspekt her "zu kompliziert" sein.
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Und jetzt noch mehr On-Topic :
Ich persönlich ziehe ehrlich gesagt meistens den Videotext der Tagesschau vor. (Den Videotext mehrerer verschiedener Bundesländer + ARD-Text wohlgemerkt). Nicht weil mir letztere zu kompliziert wäre, sondern aus dem Grunde, dass ich beim VT besser selektieren kann was mich persönlich betreffen könnte oder was mir wichtig ist. Dazu kommt, dass ich genau weiss das mich manche "Headlines" einfach nur in Rage versetzen werden, in diesen Zustand möchte ich mich aber nicht regelmässig um 20:00 Uhr täglich begeben. Bei Ereignissen von wirklich globalem Rang sehe ich aber auch die "Tagesschau", klar.
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Zu Boulevardmeldungen :
Diese haben zwar in der Tagesschau nix verloren, aber ich spreche ihnen dennoch eine Bedeutung zu.
Z.B. : Die (heutige) Meldung :
"Der Schwan, welcher in Münster in ein Tretboot verliebt war hat dieses nun verlassen und sich in eine Artgenossin verliebt."
Dies ist natürlich keine wirkliche Nachricht, es hat als Pressemeldung aber dennoch einen Sinn :
Es konnte mir ein kurzes Schmunzeln entlocken.
Den Menschen steht durchaus auch mal ein Lächeln zu - nicht immer nur Berichte über das Elend in der Welt.
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Deshalb gibt es ja auch nicht nur diese Sendung in der ARD.
A propos Kreationisten:
Die wissen, dass sie ex nicht wissen können, geben das aber dennoch vor.
Damit lügen sie in jedem Fall.
Ernsthafte Wissenschaftler und Forscher wissen auch vieles nicht, aber das geben sie grundsätzlich zu.
Und zumindest das ist Wahrheit.