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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # News und Infos zu Kanälen/Paketen => Thema gestartet von: SiLæncer am 25 Oktober, 2007, 16:44

Titel: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: SiLæncer am 25 Oktober, 2007, 16:44
Eitorf - Auf der Suche nach illegalen Nutzern des Pay-TV-Senders Premiere hat die Polizei am Donnerstag mehrere Wohnungen in Eitorf und Windeck (Rhein-Sieg-Kreis) durchsucht.

Sechs Beschuldigte, darunter zwei Gaststättenbetreiber, sollen mit manipulierten Sat-Receivern kostenlos Premiere-Programme empfangen und sich damit des Betruges schuldig gemacht haben.
 
Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden neun manipulierte Decoder beschlagnahmt. Die Firma Premiere stellte Strafantrag und will die entgangenen Gebühren einfordern. Die Sat-Receiver werden nun von einem Sachverständigen untersucht, um festzustellen, wie sie manipuliert wurden. Nach dem Verfahren werden die Geräte vernichtet.

Die Beamten hatten bei Ermittlungen in einem anderen Fall Hinweise über den Vertrieb von manipulierten Sat-Receiver im Eitorfer Raum erhalten.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: SiLæncer am 06 Februar, 2008, 09:16
Münchener Bezahlsender Premiere hat erstmals die Abkehr von seinem kompromittierten Verschlüsselungssystem Nagravision des Schweizer Herstellers Kudelski bestätigt.

Ab dem 2. Quartal 2008 werde die Premiere AG eine neue Verschlüsselungstechnologie einführen, teilte das Unternehmen am Mittwochvormittag in München mit. Ein Gutachten, das der TÜV Rheinland im Auftrag von Premiere erstellt und am 5. Februar vorgelegt hat, kommt zu dem für Marktbeobachter wenig überraschenden Schluss, dass es kriminellen Hackern gelungen ist, mit modifizierten Digital-Receivern Pay-TV-Programme illegal zu empfangen

Zudem würden im Ausland hergestellte Receiver mit Software zur illegalen Entschlüsselung von Premiere mittlerweile im größeren Umfang in Deutschland verkauft . Premiere gestand Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf und das Wachstum des Unternehmens ein. Aus diesem Grund werde ab dem 2. Quartal eine neue Smartcard-Generation eingeführt, mit der diese Sicherheitslücke geschlossen wird. Ob es sich dabei wie in der Branche erwartet um das System NDS-Videoguard von einem Tochterunternehmen des Premiere-Gesellschafters und australischen Medienzars Rupert Murdoch (News-Corp.) handelt, wurde zunächst nicht offiziell bestätigt.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Sebby am 06 Februar, 2008, 09:56
Aha darum in der letzten Zeit so wenig Key Wechsel, hab mich nämlich schon sehr darüber gewundert. Weiß man schon was nach Nagra 2 kommen wird? Wenn es wirklich dieses NDS-Videoguard wird, dann wird es wieder länger dauern, denn man liest naja nicht so gutes darüber

Ich hoffe das der V Stecker auch weiterhin seinen Dienst leisten kann, auch bei der neuen Verschlüsselung
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: ritschibie am 06 Februar, 2008, 09:59
Das überrascht uns nicht wirklich. Spannend wird's, wie lang sie zum kompletten Umtausch brauchen...
@sebby: Bleiben sie bei Kuddel wird's "Nagra3", da hilft der Stecker derzeit nicht wirklich. Wechseln sie auf NDS, dito!
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: spoke1 am 06 Februar, 2008, 10:04
denn man liest naja nicht so gutes darüber

Das kommt ja wohl auf den Winkel des Betrachters an.  ;)
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung
Beitrag von: CableStar am 06 Februar, 2008, 10:36
   
Zitat
Neue Verschlüsselung bei Premiere
Alte Technik von Hackern geknackt
   
      
Der deutsche Bezahlfernsehsender Premiere hat Probleme mit der Verschlüsselung seines Programms. Die von der schweizerischen Kudelski hergestellte Verschlüsselungstechnik sei von Hackern geknackt worden, räumte Premiere am Mittwoch ein.

Im Ausland hergestellte illegale Receiver, die den Empfang des Programms ohne Abonnement erlaubten, seien in Deutschland in größerem Umfang verkauft worden.

Auswirkung auf Geschäfte
Das habe sich seit Weihnachten auch auf das Geschäft von Premiere ausgewirkt. Deshalb werde im zweiten Quartal eine neue Verschlüsselungstechnik eingeführt.

Diese wird weiter vom Schweizer TV-Verschlüssungsspezialisten Kudelski kommen. "Wir tauschen ab dem zweiten Quartal die Karten aus, die kommen aber weiter von Kudelski", sagte ein Premiere-Sprecher am Mittwoch. Der Sender hatte Probleme mit der Verschlüsselung seines Programms eingeräumt. Die Auswirkungen durch die Piraterie im Weihnachtsgeschäft seien aber "nicht verheerend" gewesen.
   
      
Ergebns verbessert
Im abgelaufenen Jahr habe Premiere das operative Ergebnis dennoch deutlich verbessert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sei bei 83,4 Mio. Euro gelegen.

Der Umsatz ging auf 984,5 Mio. von 1,055 Mrd. Euro zurück. Die Kundenzahl lag einschließlich Arena Ende Dezember bei 4,279 Mio., davon waren 3,651 [Ende 2006: 3,41] Mio. direkte Premiere-Abonnenten.

      
[APA | Reuters]

Quelle: futurezone.orf.at

Also quasi 1:1 wie bei den spaniern, nur ein bissl später ;)
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Orb2k am 06 Februar, 2008, 10:49
Kann ich irgendwie nicht nachvollziehen dass sie bei Kudelski bleiben, ich mein wenn sie jetzt einmal den grossen Schritt zum kompletten Kartentausch wagen warum dann nicht gleich auf NDS? Zumal sie wegen der Murdoch Anteile bestimmt sehr güstige Konditionen bekommen würden.
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: CableStar am 06 Februar, 2008, 10:54
naja ev. läuft das ganze sowieso noch auf einer garantie von kudelski, sprich die kosten für den kartentausch werden jetzt nach dem gutachten weitgehend übernommen

außerdem wäre NDS wohl auch wegen der anstehenden receiverwechsel für viele inakzeptabel
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: berti am 06 Februar, 2008, 11:04
Kann ich irgendwie nicht nachvollziehen dass sie bei Kudelski bleiben, ich mein wenn sie jetzt einmal den grossen Schritt zum kompletten Kartentausch wagen warum dann nicht gleich auf NDS? Zumal sie wegen der Murdoch Anteile bestimmt sehr güstige Konditionen bekommen würden.
Naja, ein karten-rom wechsel ist günstiger, beim umstieg auf nds wird es schon schwiereiger, neue receiver / cams, neue encoder im sendestudio, je nach nds version gegebenenfalls auch ne neue telefonzentrale wegen rückkanal usw.

da ist kuddel schon einfacher, schon die derzeitige kleine veränderung ( nagra 3 genannt, in wirklichkeit aber nur nagra 2) macht die schirme dunkel.
Und wenn kuddel ein wirkliches Nagra3 installiert, bleiben die schirme ziemlich lange dunkel, denn das reale Nagra 3 hat einige features, die sehr schwer knackbar sind.

Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: luLy am 06 Februar, 2008, 11:49
Ich finde es toll, dass sie bei Kuddel bleiben. Dann hat man sogar mal einen Vorteil als KabelBW Kunde.
NDS bei KabelBW - Nagra3 über Sat. Mal sehn wer früher den Geist aufgibt.  :P
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: mtron am 06 Februar, 2008, 12:01
n3, keine frage...

Meiner Meinung nach wollen die mit der Aktion nur zeit kaufen. Falls Murdoch wirklich groß einsteigt, kommt danach sicher NDS.
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: feixen am 06 Februar, 2008, 13:10
weitere news:

Zitat
...Die vom Schweizer Konzern Kudelski hergestellte Verschlüsselungstechnik sei von Hackern geknackt worden, räumte der Münchener Sender am Mittwoch ein. Im Ausland hergestellte illegale Receiver, die den Empfang des Programms ohne Abonnement erlaubten, seien in Deutschland in größerem Umfang verkauft worden.

Das habe sich seit dem Weihnachtsgeschäft auch auf den Vertrieb ausgewirkt, hieß es. Die Folgen seien aber "nicht verheerend", sagte ein Sprecher von Premiere.

Ab April will Premiere nun eine neue Verschlüsselungstechnik einführen. Die Smart-Cards würden ausgetauscht, auch die neuen kämen aber von Kudelski, betonte der Sprecher. Ein seit Dienstag vorliegendes Gutachten habe die Sicherheitslücke aufgedeckt. Über Schadenersatzansprüche wolle Premiere mit den Schweizern reden, juristische Schritte seien aber nicht geplant.

Kudelski bezifferte seine Kosten für den Kartenaustausch auf einen einstelligen Millionen-Franken-Betrag. Befürchtungen, den Vertrag zu verlieren, haben die Schweizer nicht. Er laufe bis 2012 mit der Möglichkeit einer Verlängerung um drei Jahre. Die Kudelski-Aktie brach dennoch um 13 Prozent ein. Premiere legten dagegen um 0,7 Prozent auf 14,11 Euro zu.

Premiere veröffentlichte am Mittwoch zudem Eckdaten für das Geschäftsjahr 2007: Das operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich auf gut 83 (2006: 48) Millionen Euro. Der Umsatz ging aber auf 985 Millionen Euro zurück, nachdem es im Jahr zuvor noch 1,05 Milliarden waren. Der Vorstand hatte zuletzt einen Umsatz von einer Milliarde Euro sowie ein Ebitda von 80 Millionen bis 100 Millionen in Aussicht gestellt.

Die Kundenzahl lag inklusive der von Arena hinzugekommenen Zuseher Ende Dezember bei 4,28 Millionen, davon waren 3,65 (Ende 2006: 3,41) Millionen direkte Premiere-Abonnenten.

Quelle: reuters

Titel: Piraterie könnte Prognose 2008 von Premiere schmälern
Beitrag von: Sidot am 06 Februar, 2008, 13:28
DJ UPDATE: Piraterie könnte Prognose 2008 von Premiere schmälern

(NEU: Aussage Premiere-Sprecher)

UNTERFÖHRING (Dow Jones)--Der Pay-TV-Sender Premiere AG rechnet infolge von Verschlüsselungspiraterie im Jahresschlussquartal 2007 mit negativen Auswirkungen auf die Geschäftsprognose für 2008. Ein Gutachten habe ergeben, dass es kriminellen Hackern gelungen sei, mit modifizierten Digital-Receivern Pay-TV-Programme illegal zu empfangen, teilte der in Unterföhring ansässige Sender am Mittwoch mit.

Die im Ausland hergestellten Receiver würden mittlerweile im größeren Umfang in Deutschland verkauft. Dies habe seit dem Weihnachtsgeschäft auch Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf und das Wachstum von Premiere.

Sprecher Torsten Fricke sagte auf Anfrage von Dow Jones Newswires, negative Effekte könnten nicht ausgeschlossen werden. Allerdings könne durchaus auch der gegenteilige Fall eintreten, dass Zuschauer durch die illegale Nutzung auf den Geschmack kämen und nach der Schließung der Verschlüsselungslücke den Sender abonnierten.

Der Sender will den weiteren Angaben zufolge ab dem zweiten Quartal 2008 eine neue Verschlüsselungstechnologie einführen und damit die bestehende Sicherheitslücke im Verschlüsselungssystem Nagravision der schweizerischen Konzerns Kudelski schließen. Geplant sei die Nutzung einer neuen Smartcard-Generation, hieß es. Fricke zufolge sprich Premiere mit Kudelski und anderen Providern über ein neues System.

Auf Basis vorläufiger Zahlen steigerte der Bezahlfernsehsender 2007 verglichen mit dem Vorjahr sein EBITDA auf 83,4 (47,9) Mio EUR. Der Umsatz ging in dem Vergleichszeitraum auf 984,5 (1,055) Mio EUR zurück. Beide Kennziffern lägen im Rahmen der eigenen Erwartungen, hieß es.

Nach dem vierten Quartal 2007 zählte Premiere den weiteren Angaben zufolge 4,279 (3,409) Millionen Abonnenten, davon 3,651 Millionen direkte Kunden und 628.000 indirekte Kunden über arena und Unitymedia. Den vollständigen Geschäftsbericht für 2007 will das Unternehmen am 14. Februar 2008 veröffentlichen. Im November hatte der Sender seine Prognose für den erwarteten Geschäftsverlauf 2008 zurückgezogen und angekündigt, dass am 14. Februar eine neue Prognose bekanntgegeben werden soll.

Quelle: www.boerse-express.com
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: ritschibie am 06 Februar, 2008, 13:55
Da wird wohl die Gemeinde wieder verstärkt auf die iberische Szene (zackyf...) rüberschauen. Nur zur Beunruhigung: Nichts Neues zum "neuen" Nagra2...

Welches "Nagra3" benützt eigentlich Polsat?
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Sebby am 06 Februar, 2008, 14:07
Also doch Nagra 3? Langsam blicke ich nicht mehr durch, was denn jetzt genau? Heute früh hieß es noch was anderes und jetzt schon wieder eine umentscheidung.

Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: arthurdent2k am 06 Februar, 2008, 14:19
Naja nachdem der Pressemensch ja schon mehrmals mit laufenden Verträgen mit Kudelski argumentiert hat würde ich auf Nagra3 tippen  :-\
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: SiLæncer am 06 Februar, 2008, 14:25
War ja eigentlich logisch, daß die erst mal die "kleine Lösung" versuchen. Wenn N3 1-2 Jahre dicht bliebe, hätten die ggfs. Zeit genug, um NDS vorzubereiten. Und wenn N3 früher fällt, was vermutet werden kann, kommt NDS schneller.

NDS wird nur recht teuer werden, da die die BC Receiver nicht bedienen und nicht tunneln werden.

Aber ganz sicher ist die übernächste Premiere smartcard nicht mehr von Kudelski
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: feixen am 06 Februar, 2008, 14:35
Welches "Nagra3" benützt eigentlich Polsat?

Polsat hat derzeit so einen Mischmasch aus N2 und N"3"...
ein paar (exclusivere) Kanäle laufen nur mit der neuen CAID (schon).
Andere Sender bedienen sich beider Systeme.

schau auch hier ---> http://de.kingofsat.net/pack-polsat.php

Die werden bestimmt bald alles umstellen da.

-----
aber nun ... husch husch zurück zum Thema ...  ;)
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Sebby am 06 Februar, 2008, 15:15
Was ist denn der größte Unterschied zwischen Nagra 2 und Nagra 3? Baut das nicht auf einander auf?  Hab jetzt schon gelesen das D+ auch angeblich schon mal mit Nagra 3 getestet hat und das die Spanier es geschafft haben sollen teile des system zu knacken. und dann hab ich noch gelesen das es bereits im september letzten jahres auf premiere nagra 3 test gegeben haben soll, wenn das kein zufall war.
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: SiLæncer am 06 Februar, 2008, 16:18
Zitat
Was ist denn der größte Unterschied zwischen Nagra 2 und Nagra 3?

Genau genommen gibts kein Nagra 3 ...nur ein modifiziertes Nagra 2 (ist auch bei den Spaniern so)...dort wurden diverse Lücken/Bugs ausgebügelt....

Zitat
Hab jetzt schon gelesen das D+ auch angeblich schon mal mit Nagra 3 getestet hat und das die Spanier es geschafft haben sollen teile des system zu knacken.

Wie gesagt ...modifiziertes Nagra 2 ...und da ist bisher nichts geknackt ...nur Cardsharing möglich ...

Zitat
und dann hab ich noch gelesen das es bereits im september letzten jahres auf premiere nagra 3 test gegeben haben soll

Modifiziertes Nagra 2 ...ja

Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: ritschibie am 06 Februar, 2008, 17:45
Danke feixen!
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Jürgen am 06 Februar, 2008, 21:13
Ich vermute, dass die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen ist und das Ausstreuen von Meldungen zu NDS / Videoguard und Nagra'3' taktische Gründe hat.
Wir wissen ja nicht, wie die bestehenden Verträge zwischen PW und Kuddel aussehen, insofern gibt's keine gesicherten Erkenntnisse über eventuelle Nachbesserungspflichten von Kuddel, Rücktrittsrechte von PW o.ä.
Wahrscheinlich weiss das Murdoch auch nicht detailliert.
Insofern kann es durchaus sein, dass jeder Hinweis auf ein mögliches neues System zuallererst ein Argument gegen den anderen Anbieter ist, um irgendwie günstigere Konditionen zu erzielen.
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: gobblor am 06 Februar, 2008, 21:34
Noch mehr Spekulatius.  Pr*****e hatte die nun in Verruf geratenen
Verschlüsselungskarten von Kudelski lediglich gemietet, weshalb
die Schweizer den Austausch bei Sicherheitslücken aus eigener
Tasche finanzieren müssen. In Vergangenheit wurden die
Smartcards von den TV-Station alle paar Jahre gekauft, doch da
die daraus resultierende Umsatzentwicklung wegen großer Sprünge
für die Finanzszene kaum berechenbar war, wurde das Mietmodell
mit jährlichen Gebühren forciert.
Zudem fällt der Austausch weniger groß aus als auf den
ersten Blick anzunehmen wäre. Von den insgesamt 3,65 direkten
Pr*****e-Abonnenten seien nur die Satelliten-Empfänger und damit
weniger als die Hälfte betroffen, hieß es in Branchenkreisen.


Keine Ahnung was man davon halten soll. Hab heute schon viel gehört.
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Theos am 06 Februar, 2008, 21:53
ich denke auch, dass da noch gar nix fix is.
der einstieg von murdoch wird hier imo überbewertet, hätte er premiere ganz übernommen, klar, aber bei dem geringen anteil...

die angabe "2. quartal" 2008 ist sehr auch ungenau gehalten, von daher denke ich mal premiere sieht noch mal gründlich bei kabelBW zu, wie dort alles läuft.
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Jürgen am 06 Februar, 2008, 22:07
Eine normale Miete mit kurzen Kündigungsfristen ist das ganz sicher nicht.

Kuddel brauchte bestimmt Sicherheiten, um etwa eine Million Karten herstellen zu lassen. Gewisse finanzielle Engpässe wurden seinerzeit in der Öffentlichkeit immer wieder diskutiert.

Als solche Sicherheiten Geldgebern gegenüber eignen sich Verträge mit Bindungsfristen durchaus.
Und eine vernünftige Bank prüft das Vertragswerk natürlich im eigenen Interesse.
Die wird zur Absicherung der Refinanzierung auf Klauseln über ausreichende Mindestabnahmen und -laufzeiten geachtet haben.

Auch PW muss von Anfang an wichtige Klauseln im Vertrag gehabt haben, um eigene berechtigte Ansprüche abzusichern. Nach den eigenen schlechten Erfahrungen mit Beta ist's nicht unwahrscheinlich, dass spezielle Klauseln für den Fall von Sicherheitsmängeln eingefordert wurden. Auch für PW wäre es ein kaum abwägbares Risiko gewesen, im Notfall urplötzlich ein anderes System buchen zu müssen, mit dann sicher reichlich schlechten Konditionen.

Alles andere ist zur Zeit wirklich reine Spekulation.
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Simpel am 06 Februar, 2008, 22:19
... verstehe garnicht warum P..... die Verschlüsselung wechseln wollen sollte.

Schließlich verlieren sie dann erstmal ihre treuesten Kunden...  8)
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: gobblor am 06 Februar, 2008, 22:41
... verstehe garnicht warum P..... die Verschlüsselung wechseln wollen sollte.

Schließlich verlieren sie dann erstmal ihre treuesten Kunden...  8)

Jo der ist gut^^


 :P :P :P
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: feixen am 06 Februar, 2008, 22:59
Was ist denn der größte Unterschied zwischen Nagra 2 und Nagra 3?

Ganz klar der Algo (algorithmus) also der Vorgang, wie ein key aus dem Datenstrom (ECM & EMM) errechnet wird.
und natürlich die Komplexität der Verschlüsselungs-Routinen.

also länge des ECMs und Struktur haben sich geändert. Nur die neuen SmartKarten können aus jenem ECM ein passendes controlword errechnen.
Auf die unterschiedlichen EMM strukturen, will ich erst garnicht eingehen.

einzig ... was geblieben ist, beides ist RSA-Verschlüsselung.  :)


Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: ritschibie am 07 Februar, 2008, 01:04
Die Entscheidung des Konzerns aus Unterföhring kann man (von aussen) möglicherweise auf 2 wesentliche Gründe zurückführen:

a) finanzielle, da ein Kartentausch durch Kuddel vermutlich mitfinanziert wird, da sein System löchrig geworden ist (und ich folge da Jürgen's Argumente, insbesondere was Verantwortlichkeit und finanzielle Folgen betrifft) und dementsprechend mit der "Kuddel-Lösung" keine(n) allzugrossen "Gewinneinbruch" bzw. darstellbare Verluste in der Jahresbilanz ("einmaliger Effekt") zu erwarten (ist) sind (wie immer sind Vorstände und Geschäftsführer am Aktienkurs beteiligt).

b) strategische, da Murdoch's Einfluss über seine prozentuale Beteiligung hinaus geschäftspolitisch gestiegen wäre. Hier bin ich übrigens nicht der Meinung, er hätte einen zu geringen Anteil. Nochmal so ein "günstiger" Coup und er hat die Sperrminorität! Ich weiss echt nicht, bei welchen Banken die Brummi-Großpakete (nach der Kirch-Zerschlagung) liegen, aber Banker lieben erfolgreiche Konzernjongleure (manche würden Hazardeure sagen) und verkaufen Leuten wie diesen besonders gerne "totes Kapital". Strategisch hat diese Entscheidung Murdoch erstmal ne Runde aussteigen lassen, jedoch für wie lange?
Titel: Mehr Details: Premiere ändert Verschlüsselung - Nagra-Vertrag bis 2012
Beitrag von: SiLæncer am 07 Februar, 2008, 14:16
München - Der Bezahlsender Premiere will eine neue Verschlüsselungs-Technologie einführen, nachdem Schwarzseher für ihn zu einem spürbaren Problem geworden sind.

In Deutschland würden inzwischen in großem Umfang im Ausland hergestellte modifizierte Receiver verkauft, mit denen man die Programme ohne Bezahlung empfangen könne, berichtete die Premiere AG am Mittwoch in München. "Dies hat seit dem Weihnachtsgeschäft auch Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf und das Wachstum von Premiere." Der Bezahlsender will nun vom zweiten Quartal an neue Smartcards an seine mehr als vier Millionen Kunden verschicken, um die Sicherheitslücke zu schließen.
 
Das Premiere-Verschlüsselungssystem Nagravision war bereits vor einigen Jahren geknackt worden. Seitdem liefern sich der Bezahlsender und die Schwarzseher ein Katz-und-Maus-Spiel. Es sei noch nicht endgültig klar, ob Premiere bei Nagravision bleibe, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Bei einem guten Angebot eines anderen Dienstleisters wäre auch ein Wechsel noch bis zum Austausch der Smartcards nicht auszuschließen. Die Einbußen durch die gehackten Receiver ließen sich nur schwer verlässlich beziffern, sagte der Sprecher. Man hätte im vergangenen Jahr ohne das Problem aber sicherlich besser abgeschnitten. Dies habe auch ein Gutachten des TÜV Rheinland ergeben.

Bei Kudelski selbst werden die Premiere-Zaungäste als kleines, aber kaum vermeidbares Übel gesehen. "Das liegt im normalen Verlauf des Geschäfts", sagte Finanzchef Mauro Saladini. Die Smartcards werden deshalb regelmäßig nach ein paar Jahren und einer gewissen Zahl von Schwarzsehern ausgewechselt. "Wir haben das System bei Premiere vor vier Jahren eingeführt, insofern ist es keine Überraschung, dass die Karten ausgetauscht werden." Die Kosten für die Gesamtaktion lägen bei unter zehn Millionen Franken. 2006 kam die Firma vom Genfer See bei 756 Millionen Franken Umsatz auf 139 Millionen Franken Reingewinn. Die Münchener sind einer der wichtigsten Kunden und dürfte nach Analystenschätzungen für zehn Prozent des Betriebsergebnisses (Ebit) von rund 90 Millionen Franken in diesem Jahr verantwortlich sein.

Aus Sicht von Saladini steht die Beziehung zu Premiere nicht zur Disposition: "Der Vertrag mit Premiere ist langfristig und läuft bis 2012, mit einer Option auf weitere drei Jahre." Vor einem Monat waren im Zuge des überraschenden Einstiegs von Rupert Murdoch bei Premiere bereits ähnliche Befürchtungen aufgekommen, da der Medien-Tycoon auch den größten Kudelski-Konkurrenten NDS kontrolliert. Bei Murdochs TV-Stationen kam bisher immer die NDS-Verschlüsselung zum Einsatz. Deshalb werde Premiere sich als nächstes vielleicht diese Lösung genauer anschauen, zumal sie angeblich noch nie gehackt wurde, spekuliert die Bank Sal. Oppenheim. Gerüchtehalber gibt es bereits erste Testläufe.

Beim Umsatz erreichte Premiere seine jüngsten Ziele im vergangenen Jahr nur knapp. Die Erlöse gingen laut vorläufigen Zahlen von 1,055 Milliarden Euro auf 984,5 Millionen Euro zurück. Im November hatte Premiere Erlöse in Höhe von einer Milliarde Euro angekündigt. Ursprünglich hatte der Konzern einen Umsatz in Höhe von bis zu 1,1 Milliarden Euro prognostiziert, dies aber im Lauf des Jahres relativiert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag mit 83,4 Millionen Euro (Vorjahr: 47,9 Mio) im Rahmen der letzten Erwartungen.

Die Zahl der Abonnenten lag Ende 2007 bei 4,279 Millionen. Davon waren 3,651 direkt bei Premiere unter Vertrag, hinzu kamen über arena und Unitymedia noch einmal 628 000 indirekte Kunden. Ursprünglich hatte Premiere auf insgesamt 4,4 Millionen Abonnenten zum Jahresende gehofft.

Quelle : DF
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: awaschko am 07 Februar, 2008, 15:02
Zitat
Bei Kudelski selbst werden die Premiere-Zaungäste als kleines, aber kaum vermeidbares Übel gesehen.

Hehe, das ist die richtige Einstellung....... ;D ;D
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: beerpower am 07 Februar, 2008, 16:02
das heisst wen die das bald ändern wird premiere eine ganze zeit nicht funktionieren?
wird das vermutlich monate bzw jahre gehen bis man mit einer techni sat über emu premiere empfängt?

dabei hab ich mir grad erst sone karte gekauft, hoff mal das wird nich zu lange dauern bis es entschlüsselt wird
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: SiLæncer am 07 Februar, 2008, 16:03
Nagra2 dauerte ca. 3 Jahre bis es gehackt wurde.

Und da die Bugs sogesehen bekannt waren und auch schon geschlossen sind, wird die 3. Generation wohl u.U. noch länger dauern.
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: beerpower am 07 Februar, 2008, 16:26
na hoffen wir mal das ein wunder geschieht und es sofort entschlüsselt wird, kan kaum glauben das es bald schon wieder dunkel wird jetzt wo es endlich geht  :'(
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Yessir am 08 Februar, 2008, 08:14
Wenn Du es hell haben willst, kauf Dir ein Abo.
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: ritschibie am 08 Februar, 2008, 13:08
Bong! - das hat gesessen (auch wenn der Wunsch von beerpower so boardfremd gar nicht ist...)

Ich war in den letzten Tagen mal ausflugsweise auf ein paar spanischen Seiten (u.a. Moscler) und da sieht's überhaupt nicht nach 75% "Enträtselung" des abgeänderten Nagrasystems aus. Die Jubelgesänge kamen aus Portugal und waren den Spaniern damit gleich suspekt (gute Nachbarschaft). Der Chip auf den "blanquitas" (smartcard der D+-Kette) trägt den ROM 152 (weiß nicht ob Kuddel den auch für die Brummi's einsetzen wird) und der scheint noch nicht annähernd - zumindest nach dem was in die öffentliche Szene drängt - auseinandergenommen worden zu sein. Es bleibt bei dem, was Silaencer (u.a.) schon seit letztem Sommer hier immer wieder ausführen: Es gab 2 fette Jahre, nun kommen die mageren...

Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: beerpower am 08 Februar, 2008, 14:03
Wenn Du es hell haben willst, kauf Dir ein Abo.

super guter tipp darauf wär ich nie selbst gekommen.....
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Theos am 08 Februar, 2008, 14:21
Der Chip auf den "blanquitas" (smartcard der D+-Kette) trägt den ROM 152 (weiß nicht ob Kuddel den auch für die Brummi's einsetzen wird) und der scheint noch nicht annähernd - zumindest nach dem was in die öffentliche Szene drängt - auseinandergenommen worden zu sein.
ich bleib dabei, solang niemand für interne infos zahlt, gibt's auch nix :). leider hat sich der irdeto2 hack auch als hoax herausgestellt.

wie ist das eigentlich in den großen kabelnetzen mit eigenem pay-tv, werden dort auch die karten gewechselt?
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: SiLæncer am 08 Februar, 2008, 19:19
wie ist das eigentlich in den großen kabelnetzen mit eigenem pay-tv, werden dort auch die karten gewechselt?

Soweit ich weiss wird da noch über die weitere Vorgehensweise überlegt (Kartenwechsel,Cryptwechsel ...) .... kommen wird da aber sicherlich auch was in absehbarer Zeit ...
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Micke am 08 Februar, 2008, 19:34
Mann, das wäre schade...."wir" im Ausland haben ja keine Chance ein Abo zu bekommen! Micke.
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: _Immer_Intl_ am 10 Februar, 2008, 18:20
das heisst wen die das bald ändern wird premiere eine ganze zeit nicht funktionieren?
wird das vermutlich monate bzw jahre gehen bis man mit einer techni sat über emu premiere empfängt?

dabei hab ich mir grad erst sone karte gekauft, hoff mal das wird nich zu lange dauern bis es entschlüsselt wird

Sorry, aber über solche Sprüche kann ich nur milde lächeln.........
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Jürgen am 10 Februar, 2008, 23:39
Das letzte Mal hat's bekanntermassen drei Jahre gedauert.
Aber keine Angst, 9live verschlüsselt nicht  ::)
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Warpi am 11 Februar, 2008, 08:52
Kuddel find ich persöhnlich nicht wirklich wichtig. Kein Grund zum jammern wenn dem Krümmelmonster schlecht wird. ;)  ;D
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: ritschibie am 11 Februar, 2008, 19:05
Ich persönlich habe vorgesorgt: Die komplette Lederhosen-Saga aus dem "Alpenglühn"-Imperium habe ich aufgezeichnet. Allerdings werde ich jetzt auch noch zur Sicherheit einiges von 9Live auf die FP bannen. Bin mir sicher, dass Jürgen seine Aussage - wie immer - zwar in Anwesenheit eines Anwalts, aber ohne Gewähr gemacht hat!

Zitat
Aber keine Angst, 9live verschlüsselt nicht
 
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Jürgen am 12 Februar, 2008, 00:38
Präsens, mein Lieber, nur Präsens  ;)

Werde mich doch nie so weit aus dem Fenster lehnen, dass mich nur noch die Schnürsenkel halten...
Ausserdem würde ich mich mit überzeugten 9live-Zuschauern niemals anlegen.
Bin doch nicht lebensmüde  :o

Nun ja, Vieles aus den Pay-Sektor erscheint mir ähnlich 'interessant'.
Und zwar nicht nur die unsägliche 'Lederhosen-Gaudi'  ::)
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: beerpower am 13 Februar, 2008, 10:44
das heisst wen die das bald ändern wird premiere eine ganze zeit nicht funktionieren?
wird das vermutlich monate bzw jahre gehen bis man mit einer techni sat über emu premiere empfängt?

dabei hab ich mir grad erst sone karte gekauft, hoff mal das wird nich zu lange dauern bis es entschlüsselt wird

Sorry, aber über solche Sprüche kann ich nur milde lächeln.........

und wieso? muss man hier voll der Premiere Progdvb Guru sein um posten zu dürfen ohne direkt dumme kommentare zu kriegen?
Woher soll man das den wissen wen man sich nich damit beschäftigt? ich hab mir nur tv karte geholt und emu druff und es lief, nich jeder wird schlau geboren -.-
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Yessir am 13 Februar, 2008, 15:17
Es geht hier auch nicht darum, dass du ohne Guruwissen posten darfst, sdondern darum, dass sich die Beiträge so anhören, als ob Du dir die Hardware nur gekauft hast, um lau zu glotzen. Und dafür muss man sich halt schon mal so einen Spruch anhören... Die Ausdrucksart assoziiert eine Einstellung wie
'Hey, ich hab' jetzt auch so'ne Karte, gebt mir jetzt gefälligst die Software und wenn Premiere umstellt, seht gefälligst zu, dass ich schnell wieder gucken kann. Ich hab schließlich Geld für die Hardware bezahlt'
...und diese Einstellung wird halt mit solchen Kommentaren beantwortet. Falls dies nicht deine Einstellung ist, dann denk' einfach, die Sprüche sind an andere gerichtet. ;)
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: Jürgen am 13 Februar, 2008, 20:07
Richtig.

Wer seine DVB-Hardware nur anschafft, um gewisse Angebote für lau zu glotzen, der muss sich eben von vornherein darüber klar sein, dass damit jederzeit Schluss sein kann.
Und dann hilft kein Jammern.
Ebensowenig wie bei Ali-Karten, oder wenn mit der neuen Brechstang' die eine Sch***-Tür nich' aufgeht  ::)

Kein Hersteller von DVB-Karten hat je damit geworben, dass man damit irgendwelche Leistungen erschleichen könnte.
Programmierer von DVB-Software übrigens ebensowenig, die bieten allenfalls ein Plugin-Schnittstelle.
Und mit Plugin-Autoren gibt's sowieso keinerlei Lieferverträge.

Also möge man meinthalben heimlich stolz geniessen, solange 'etwas' geht, aber nicht jammern, wenn man irgendwann nur noch legal und gegen Bezahlung d'ran kommt.

Jammern ist in diesem Zusammenhang mehr als naiv, es nervt  :P
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: beerpower am 14 Februar, 2008, 12:21
Ich bin ja auch nich Sauer das die Karte bald nimmer geht, oder das ihr mir keinen neuen Emu besorgt *g*
Aber man kann jawohl mal drauf hoffen, das es schnell Entschlüsselt wird.

Und die Dvb karte habe ich auch um Free Tv zu kucken, aber klar das man sich die auch aus dem grund kauft um Premiere umsonst zu kriegen.
Ich sag ja nich die Hersteller sind schuld oder irgendwas, ich finds halt schade das es bald wieder Dunkel wird.

"Dabei hab ich mir grad erst sone karte gekauft, hoff mal das wird nich zu lange dauern bis es entschlüsselt wird"  Mit dem nich zu lange wollte ich keinem sagen beilt euch, hier im Forum wird das doch eh nich entschlsseült oder?^^ vielleicht etwas falsch Formuliert :P


Auserdem gegen Bezahlung komme ich auch nich dran, wohne doch in den Niederlanden  :'(
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: spoke1 am 27 Februar, 2009, 22:01
Mal am Rande, sozusagen btw. Hätten sie sich früher getrennt.....

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Kudelski Gruppe schreibt rote Zahlen - 2009 Übernahme von Open TV geplant
[sa] Cheseaux, Schweiz - Der Verschlüsselungsexperte Kudelski rutschte 2008 in die roten Zahlen. Das Unternehmen verbuchte insgesamt einen Netto-Verlust von sieben Millionen Schweizer Franken (CHF). Im Jahr 2007 strich der Konzern noch einen Gewinn von 67,4 Millionen Franken ein.

Dies geht aus dem heute durch die Kudelski Gruppe vorgelegten Jahresabschlussbericht hervor. Zu dem Negativergebnis führte v.a. der Verlust in der ersten Jahreshälfte in Höhe von 349 Millionen CHF. Allerdings konnte dieser in der zweiten Jahreshälfte durch einen Gewinn von 27,9 Millionen CHF wieder einigermaßen wettgemacht werden. Der Betriebsgewinn sackte trotzdem um 78,9 Prozent auf 18,5 Millionen CHF (2007: 87,7 Millionen).
 
Dem liechtensteinischen "Volksblatt" zufolge sei das schlechte Resultat in erster Linie der Umstellung auf ein neues Service-Modell geschuldet. Denn neuerdings werden die Zugangskarten vermietet und nicht mehr verkauft. Die Dividende für das vergangene Geschäftsjahr wird auf 0.15 CHF je Inhaberaktie halbiert.

Die Betriebseinnahmen konnten sich laut der Kudelski Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf 1027,5 Milliarden CHF erhöhen (2007: 925,8 Milliarden). Unter Einrechnung der Produktverkäufe ergab sich ein Umsatzwachstum von zehn Prozent auf 1,037 Milliarden CHF (2007: 942,5 Milliarden).

Trotz der eingefahrenen Verluste im letzten Jahr konnte der Verschlüsselungsexperte laut eigener Aussage erfolgreich ins neue Geschäftsjahr starten. "Die Dinge gehen in die richtige Richtung", sagte Konzernchef André Kudelski denn auch der Finanznachrichtenagentur "AWP". Kudelski visiert in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen an.

Dem Jahresabschlussbericht ist zu entnehmen, dass die Kudelski Gruppe ihre Profitabilität in diesem Jahr verbessern wolle. Das Betriebsergebnis soll demnach zwischen 50 und 60 Millionen CHF betragen. Beim Umsatz werden zwischen 1,070 und 1,100 Milliarden CHF angepeilt.

Im Bereich Digital-TV weist Kudelski einen Umsatz von 665,9 (582,1) Millionen CHF und einen EBIT von 7,3 (88,0) Millionen CHF aus. Über 101 Millionen aktive Smartcards und Geräte seien im Umlauf. In der Sparte Public Access wurden in der Berichtsperiode 240,6 (224,4) Millionen CHF Umsatz erwirtschaftet bei einem EBIT von 21,6 (25,8) Millionen CHF. Der Bereich Middleware/Advertising erwirtschaftete 134,8 (128,6) Millionen CHF und 10,2 (-7,8) Millionen CHF EBIT.

Ferner will Kudelski die Tochtergesellschaft Open TV voll übernehmen. Ende 2007 hielt Kudelski knapp ein Drittel an Open TV und hat gemäß des vorgelegten Finanzberichts für das Jahr 2008 in mehreren Tranchen weitere Anteile hinzugekauft. Das Unternehmen will 1,35 US-Dollar pro Aktie in bar zahlen, was einem Aufschlag von 35 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von Donnerstag (26.2.) entspricht. Damit ergäbe sich ein Kaufpreis von rund 127 Millionen US-Dollar, hieß es.


Quelle: http://www.digitalfernsehen.de
Titel: Premiere AG fordert mehr als 26 Millionen Euro von Kathrein
Beitrag von: SiLæncer am 18 März, 2009, 16:39
München - Die Klage der Premiere AG gegen den Receiver-Hersteller Kathrein wird am morgigen Donnerstag vor dem Münchner Landgericht verhandelt. Es geht um Einfuhr von "Umgehungsvorrichtungen für Schwarzsehen" aus China.

Mehr als 26 Millionen Euro fordert die Münchner Pay-TV-Plattform als Vertragsstrafe, weil eine Gesellschaft, mit der die Rosenheimer Kathrein-Werke zumindest personell verflochten sein sollen, Umgehungsvorrichtungen zum "Schwarzsehen" aus China nach Deutschland eingeführt und weiterverkauft haben sollen.

Wie das Landgericht mitteilte, hatte Kathrein in den Jahren 2003 bis 2007 Receiver produziert und sich gleichzeitig gegenüber Premiere verpflichtet, keine Umgehungsvorrichtungen selbst herzustellen oder durch Dritte fertigen zu lassen. Mit solchen Umgehungsvorrichtungen kann man das Programm der Pay-TV-Plattform kostenlos sehen.

Im Falle eines Verstoßes hatten die beiden Vertragspartner eine Strafe von 50 000 Euro vereinbart. Nun wirft Premiere dem oberbayerischen Traditionsunternehmen vor,in den Jahren 2006 bis 2008 insgesamt 219 392 dieser Umgehungsvorrichtungen in 33 Lieferungen nach Deutschland eingeführt und in 489 Fällen an gewerbliche Händler weiterverkauft zu haben.

Für jede Einfuhr und gewerblichen Handel fordert Premiere jeweils die Vertragsstrafe von 50 000 Euro, so dass sich bei 527 Fällen die enorme Forderungssumme von 26 350 000 Euro ergibt.

Quelle: http://www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: Premiere AG fordert mehr als 26 Millionen Euro von Kathrein
Beitrag von: spoke1 am 18 März, 2009, 19:46
Was sollen das denn für Umgehungsvorrichtungen sein? Absolut witzlos die Nummer. Das von Premiere verwendete Nagra konnte mit jeder handelsüblichen elektrischen Kaffeemaschine entschlüsselt werden. Da wollen sich nur mal wieder ein paar Juristen das Sommerauto verdienen. BTW: schade das unser adeliger gerade "einkuckt"  ;D ;)
Titel: Urteil in Hacker-Streit zwischen Premiere und Kathrein fällt erst im April
Beitrag von: SiLæncer am 19 März, 2009, 18:11
Das Landgericht München will im "Hacker-Streit" zwischen dem Pay-TV-Anbieter Premiere und dem Rosenheimer Receiver-Hersteller Kathrein erst im April ein Urteil fällen. Das meldete die Nachrichtenagentur ddp am Donnerstag.

Premiere wirft Kathrein vor, "Umgehungsvorrichtungen für Schwarzsehen" aus China nach Deutschland eingeführt und weiterverkauft zu haben. Gefordert wird laut eine Vertragsstrafe in Höhe von 26,35 Millionen Euro. Im Zentrum der Klage steht eine Gesellschaft, mit der die Kathrein-Werke zumindest personell verflochten sein sollen. Kathrein hatte zwischen 2003 und 2007 Premiere-zertifizierte Receiver produziert und sich gegenüber dem Anbieter im Rahmen eines Kooperationsabkommens verpflichtet, keine Umgehungsvorrichtungen selbst herzustellen oder durch Dritte fertigen zu lassen. Vereinbart gewesen sei eine Strafzahlung in Höhe von 50.000 Euro für jeden Verstoß, hieß es weiter.

Kathrein-Rechtsbeistand rechnet mit Abweisung der Klage

Laut Premiere sollen von Kathrein insgesamt 219.392 der so bezeichneten "Umgehungsvorrichtungen" in 33 Lieferungen nach Deutschland eingeführt und in 489 Fällen an gewerbliche Händler weiterverkauft worden sein. Aus den so errechneten 527 Fällen leitet sich der hohe Schadenersatzanspruch ab. Die Zivilkammer des Landgerichts will zunächst der Frage nachgehen, ob es sich bei dem Rahmenvertrag, aus dem Premiere seine Forderungen ableitet, um Allgemeine Geschäftsbedingungen oder ein individuelles Regelwerk handelt.

In der Verhandlung am Donnerstag verwies der Vorsitzende Richter Konrad Retzer darauf, dass man bei aktueller Beweislage davon ausgeht, dass es sich um Allgemeine Geschäftsbedingungen des Fernsehsenders handle, da die Vertragsentwürfe vorgefertigt bei Premiere "auf Lager" lägen und nur individuell angepasst würden. In diesem Fall würde man von nur einem Verstoß ausgehen und eine Strafzahlung von 50.000 Euro ansetzen. Rechtsanwalt Stefan Schuppert, der Kathrein vertritt, rechnet nach Agenturangaben mit der Abweisung der Klage. Das Unternehmen habe von den Vorfällen keine Kenntnis gehabt, hieß es unter anderem.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: SiLæncer am 19 März, 2009, 20:20
Da wird grad beim Thema sind ....die Gerüchteküche brodelt zur Zeit mal wieder heftig....angeblich soll es schon wieder die erste Ali-Karte geben mit der PW offen ist ...
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: spoke1 am 19 März, 2009, 20:41
sagt der Beobachter aka paytv alias Dummschwätzer?

Halt ich nix von
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: SiLæncer am 19 März, 2009, 20:42
Na..ich weiss nicht ...hab das übereinstimmend in diversen Boards lesen können ...Und wenn ich da an das letzte Mal denke passt das auch von der Zeit her ...

Mal schauen wie das so weiter brodelt in der Küche .... (http://www.smilies.4-user.de/include/Haushalt/smilie_haus_004.gif)
Titel: Re: Premiere wechselt Verschlüsselung - Abkehr von Nagravision
Beitrag von: spoke1 am 19 März, 2009, 20:54
Diese Kommentare dazu sind meine Liebsten:

Zitat
das währ ja der hammer wenn das so währe aber super das es ein kleines licht am horizont gibt

Zitat
Das hört sich doch mal sehr positiv an und ich bin gespannt was da noch passiert

was schon?? Aus die Maus!

Zitat
Glückwunsch! Das freut mich zu hören... Ist ja ziemlich still geworden in letzter Zeit.

Zitat
und bevor die Fragerei kommt von wo das stammt ist ein NP=Non Public Board

Wie immer. Und weil das sooo NP ist sind da Leute die das das dann gleich in öffentlichen OT verbreiten? In meinen Augen die selben Leute die behaupten einen Zugang auf 0 day server zu haben. Ich bleib bei UNGLAUBWÜRDIG.

Im wirklichen Ernstfall können wir uns die nächsten Jahre sicher von einem Grossteil der allgemeinen digitalen Weiterentwicklung verabschienden. Das will ich nicht hoffen.  :-\
Titel: Kathrein nimmt Stellung zur Premiere-Klage gegen Zehnder
Beitrag von: SiLæncer am 20 März, 2009, 15:05
München - Vor dem Landgericht München wurde am Donnerstag der erste Termin in dem Zivilverfahren zwischen Premiere und Kathrein verhandelt. Der Receiver-Hersteller gibt sich nun optimistisch.

"Kathrein hat stets korrekt gehandelt", sagt die Anwaltskanzlei des Herstellers in einer ersten Stellungnahme.
 
Die Pay-TV-Plattform Premiere fordert eine Vertragsstrafe von 26,35 Millionen Euro wegen der angeblichen Verletzung eines zwischen den Parteien geschlossenen Rahmenvertrags, auf dessen Grundlage Kathrein für Premiere in den Jahren 2003 bis 2007 Receiver für den Empfang des kostenpflichtigen Premiere-Programms hergestellt hatte (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).

"Als Verletzung des Rahmenvertrages macht Premiere Vorfälle bei der Zehnder GmbH, Tennenbronn, geltend. Zehnder wird vorgeworfen, sie habe Receiver nach Deutschland importiert, die über eine Software verfügen, die es potentiellen 'Schwarzsehern' erleichtere, die Verschlüsselung von Premiere zu umgehen. Herr Prof. Dr. Anton Kathrein hält an der Zehnder GmbH zwar eine indirekte finanzielle Beteiligung; dieses Unternehmen ist jedoch nicht mit der Beklagten Kathrein-Werke KG verbunden", heißt es in einer Stellungnahme von Kathrein.

Dr. Stefan Schuppert, Partner der Rechtsanwaltskanzlei Lovells und Prozessvertreter der Kathrein-Werke KG erklärt: "Das Gericht hat heute in seiner ersten Einschätzung zu erkennen gegeben, dass Premiere ein hohes Prozessrisiko trägt. Dies folgt unserer Linie, dass Kathrein stets korrekt gehandelt hat. Weder der Kathrein-Werke KG noch Prof. Dr. Anton Kathrein persönlich sind die Vorgänge zu den hackbaren Receivern vorzuwerfen."

Frank Ullmann, Prokurist der Kathrein-Werke KG, äußerte anschließend: "Ich bin sehr optimistisch, was den weiteren Prozessverlauf betrifft. In dem Vertrag zwischen Premiere und der Kathrein-Werke KG ging es um die Entwicklung und Herstellung von Premiere-geeigneten Settop-Boxen. Kathrein hat alle seine Pflichten stets beachtet. Möglicherweise will Premiere von eigenen finanziellen Problemen und Versäumnissen ablenken."

Anton Kathrein behalte sich wegen Rufschädigung Regressansprüche vor. Sollte Premiere die Auseinandersetzung verlieren, so kämmen auf das Unternehmen laut Gebührenordnung Prozesskosten von mehr als 700 000 Euro zu.
 
Der Vorsitzende Richter Retzer habe nach Kathrein-Darstellung festgestellt, dass Premiere bislang nicht vorgetragen oder bewiesen habe, dass Prof. Dr. Anton Kathrein oder sonst ein Mitarbeiter der Kathrein-Werke KG von den Vorgängen bei Zehnder Kenntnis hatte.

Zudem habe sich das das Gericht skeptisch im Hinblick auf die Höhe der Klageforderung geäußert. Hintergrund ist, dass die Parteien eine Haftungsbeschränkung vereinbart hatten. Damit, so das Gericht in seiner ersten Einschätzung, sollte wohl gerade die Höhe solcher Forderungen, wie die von Premiere geltend gemachten 26,35 Millionen Euro, ausgeschlossen werden.

Quelle: http://www.digitalfernsehen.de
Titel: Premiere-Verschlüsselung - Hack soll diese Woche kommen
Beitrag von: SiLæncer am 24 März, 2009, 17:42
Einer bisher unbestätigten Meldung nach aus dem Box-Pirates-Board sollen im Verlauf der nächsten Tage die ersten Karten erhältlich sein, die erneut die illegale kostenlose Nutzung der Premiere Pay-TV-Sparte erlauben.

In dem auf Smartcards und deren Umgehung spezialisierten Forum box-pirates.to wurde die Nachricht bekanntgegeben, dass es in den kommenden Tagen wieder eine illegale Lösung für alle Schwarzseher geben soll, die kein Geld für Premiere ausgeben wollen. Diese Nachricht ist auch in vielen anderen Boards zu lesen, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. Als Vertrieb wird der Kartenhändler ultra-smartcard-store.com genannt. In einem etwas dilletantischen Clip auf YouTube spricht man von einem Preis von 50.- Euro.

Die Karte soll auf den Jipaa-Karten basieren. Welche Auswirkungen dieser Hack auf andere Anbieter wie Sky Italia hat, ist noch unklar. Angeblich wurde durch Reverse-Engineering eine Art Clone-Card hergestellt, wie beispielhaft in diesem Video gezeigt wird. Premiere Direkt und Blue Movie sind vermutlich bisher die einzigen Formate, die damit entschlüsselt konsumiert werden können. Ein komplettes Umgehen des NDS-Schutzes scheint damit nicht gegeben. Auch bezieht sich der Hack nur auf das Sat-Angebot, nicht auf Kabelseher, denen noch mittels Nagra2 das Sendeangebot ins Haus kommt.

Aus einem PDF heißt es dazu:

"NDS Hack endgültig bestätigt!

Mittlerweile wurde der NDS Hack von Premiere von einem Admin und einem Smartcardvertreiber nach Zusendung einer bereits beschriebenen Karte (weiße DPCS) bestätigt.

Der NDS Hack ist im Moment NUR für Premiere bestätigt und basiert auf dem NDS TEMP-CryptHack vom Oktober letzten Jahres. Dies war der der Ausgangspunkt und die Ursache des erfolgreichen Hacks in späterer Verbindung mit dem Blucryptcam, das ebenfalls ein Schwachstelle bei der Videoguardverschlüsselung hat. Dadurch war es mit einer

Modifizierung möglich auf die NDS Karten zuzugreifen und (diese) zu dumpen. Der gesamte EEPROM und ROM-Bereich der Karten wurde somit erfolgreich gehacked. Ob sich durch diesen Hack auch andere Provider wie Sky Italia oder Großbritannien hacken lassen, ist noch nicht klar. Dies wird warscheinlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Kudelski steckt nach mehreren diesbezüglich aufgetretenen Gerüchten NICHT hinter diesem Hack!!!

EMUs und dergleichen wird es vorerst nicht geben. Die "blauen" Karten werden warscheinlich Ende nächster Woche mit einem eigenen OS in Umlauf gebracht. Beschreibbar werden sie mit jedem Phönix, CAS3 oder Infitityprogrammer sein.

Weitere Infos werden folgen...

Gruss aus der Ukraine"


Inwiefern diese neue Karte ein Hoax sein wird, wie zuvor die Centauruscard, die Kebap-Card, Anaconda und viele andere, bleibt indes kritisch abzuwarten.

Premiere änderte zuletzt am 20. November 2008 ihre Verschlüsselung und setzt seither auf NDS-Videoguard-Software der Rupert Murdochs News Corp., sowie eine überarbeitete Version von Nagravision. NDS ist ein Anbieter, der weltweit bei vielen Pay-TV-Anbietern eingesetzt wird und dessen Verschlüsselung gilt bisher als absolut sicher. Ein Umgehen der Software bei einem Pay-TV-Anbieter soll laut Firmenangaben keine Auswirkungen auf die Verschlüsselung von anderen Sendern haben.

Ob Premiere die Karten erneut tauschen lässt, so wie im letzten Jahr bei der damaligen Verschlüsselungsumstellung, bleibt abzuwarten. Dabei ist zu bedenken, daß hierzu enorme Investitionen seitens Premiere und NDS vonnöten wäre. Dies könnte die Anbieter in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten bringen. Ob das dann alles letztlich im Sinne der Karten-Hacker liegt, kann man getrost stark bezweifeln. Letztlich stünden dann beide Seiten wieder im Dunkeln.

Kritiker von Premiere sehen das hohe Interesse an solch illegalen Umgehungen des Prinzips Pay-TV im überteurten Preis, der häufig kritisierten Kundenberatung der Hotlines, Zwangsreceivern und einer unflexiblen Paketzusammenstellungsmöglichkeit.

Es bleibt also die kommenden Tage abzuwarten und gleichzeitig zu bedenken, dass der Erwerb, der Vertrieb und der Einsatz solcher Karten illegal und strafbar ist und von Premiere systematisch verfolgt wird. Erst letzt Woche strengte man einen Prozess gegen die Kathrein-Werke KG an, die man über den Gesellschafter Anton Kathrein mit der Zehnder GmbH verbunden sieht. Zehnder wiederum importierte aus China entsprechende Receiver, die zur Umgehung des Schutzsystems von Premiere geeignet waren.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Re: Premiere-Verschlüsselung - Hack soll diese Woche kommen
Beitrag von: spoke1 am 24 März, 2009, 19:27
Damit ist immer noch NICHTS gehackt  :-\
Titel: Re: Premiere-Verschlüsselung - Hack soll diese Woche kommen
Beitrag von: ritschibie am 24 März, 2009, 20:03
In einem anderen Forum kursiert das Gerücht, dass paytv123 wieder dahinter steckt... ;)
Titel: Re: Premiere-Verschlüsselung - Hack soll diese Woche kommen
Beitrag von: oldnewbi am 24 März, 2009, 20:13
ist aber schon lustig mit welchem übereifer das in den boards diskutiert wird.
der eingestellte bericht von silencer ist bisher der sachlichste den ich über
dieses thema gelesen habe.
mal abwarten und tee trinken...
Titel: Re: Premiere-Verschlüsselung - Hack soll diese Woche kommen
Beitrag von: spoke1 am 24 März, 2009, 20:22
In einem anderen Forum kursiert das Gerücht, dass paytv123 wieder dahinter steckt... ;)

Der hackt sich höchstens selber die Finger ab, aber das war es auch schon!!
Titel: Premiere-Verschlüsselung - Hack soll diese Woche kommen
Beitrag von: SiLæncer am 26 März, 2009, 16:59
Einer bisher unbestätigten Meldung nach aus dem Box-Pirates-Board sollen im Verlauf der nächsten Tage die ersten Karten erhältlich sein, die erneut die illegale kostenlose Nutzung der Premiere Pay-TV-Sparte erlauben.

In dem auf Smartcards und deren Umgehung spezialisierten Forum box-pirates.to wurde die Nachricht bekanntgegeben, dass es in den kommenden Tagen wieder eine illegale Lösung für alle Schwarzseher geben soll, die kein Geld für Premiere ausgeben wollen. Diese Nachricht ist auch in vielen anderen Boards zu lesen, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. Als Vertrieb wird der Kartenhändler ultra-smartcard-store.com genannt. In einem etwas diletantischen Clip auf YouTube spricht man von einem Preis von 50.- Euro.

Welche Auswirkungen dieser Hack auf andere Anbieter wie Sky Italia hat, ist noch unklar. Angeblich wurde durch Reverse-Engineering eine Art Clone-Card hergestellt, wie beispielhaft in diesem Video gezeigt wird (http://www.youtube.com/watch?v=tnY7UVyaFiQ). Premiere Direkt und Blue Movie sind vermutlich bisher die einzigen Formate, die damit entschlüsselt konsumiert werden können. Ein komplettes Umgehen des NDS-Schutzes scheint damit nicht gegeben. Auch bezieht sich der Hack nur auf das Sat-Angebot, nicht auf Kabelseher, denen noch mittels Nagra2 das Sendeangebot ins Haus kommt.

Aus einem PDF heißt es dazu:

"NDS Hack endgültig bestätigt!

Mittlerweile wurde der NDS Hack von Premiere von einem Admin und einem Smartcardvertreiber nach Zusendung einer bereits beschriebenen Karte (weiße DPCS) bestätigt.

Der NDS Hack ist im Moment NUR für Premiere bestätigt und basiert auf dem NDS TEMP-CryptHack vom Oktober letzten Jahres. Dies war der der Ausgangspunkt und die Ursache des erfolgreichen Hacks in späterer Verbindung mit dem Blucryptcam, das ebenfalls ein Schwachstelle bei der Videoguardverschlüsselung hat. Dadurch war es mit einer

Modifizierung möglich auf die NDS Karten zuzugreifen und (diese) zu dumpen. Der gesamte EEPROM und ROM-Bereich der Karten wurde somit erfolgreich gehacked. Ob sich durch diesen Hack auch andere Provider wie Sky Italia oder Großbritannien hacken lassen, ist noch nicht klar. Dies wird warscheinlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Kudelski steckt nach mehreren diesbezüglich aufgetretenen Gerüchten NICHT hinter diesem Hack!!!

EMUs und dergleichen wird es vorerst nicht geben. Die "blauen" Karten werden warscheinlich Ende nächster Woche mit einem eigenen OS in Umlauf gebracht. Beschreibbar werden sie mit jedem Phönix, CAS3 oder Infitityprogrammer sein.

Weitere Infos werden folgen...

Gruss aus der Ukraine"


Inwiefern diese neue Karte ein Hoax sein wird, wie zuvor die Centauruscard und andere, bleibt indes kritisch abzuwarten.

Premiere änderte zuletzt am 20. November 2008 ihre Verschlüsselung und setzt seither auf NDS-Videoguard-Software der Rupert Murdochs News Corp., sowie eine überarbeitete Version von Nagravision. NDS ist ein Anbieter, der weltweit bei vielen Pay-TV-Anbietern eingesetzt wird und dessen Verschlüsselung gilt bisher als absolut sicher. Ein Umgehen der Software bei einem Pay-TV-Anbieter soll laut Firmenangaben keine Auswirkungen auf die Verschlüsselung von anderen Sendern haben.

Ob Premiere die Karten erneut tauschen lässt, so wie im letzten Jahr bei der damaligen Verschlüsselungsumstellung, bleibt abzuwarten. Dabei ist zu bedenken, dass hierzu enorme Investitionen seitens Premiere und NDS vonnöten wäre. Dies könnte die Anbieter in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten bringen. Ob das dann alles letztlich im Sinne der Karten-Hacker liegt, kann man getrost stark bezweifeln. Letztlich stünden dann beide Seiten wieder im Dunkeln.

Kritiker von Premiere sehen das hohe Interesse an solch illegalen Umgehungen des Prinzips Pay-TV im überteurten Preis, der häufig kritisierten Kundenberatung der Hotlines, Zwangsreceivern und einer unflexiblen Paketzusammenstellungsmöglichkeit.

Es bleibt also die kommenden Tage abzuwarten und gleichzeitig zu bedenken, dass der Erwerb, der Vertrieb und der Einsatz solcher Karten illegal und strafbar ist und von Premiere systematisch verfolgt wird. Erst letzt Woche strengte man einen Prozess gegen die Kathrein-Werke KG an, die man über den Gesellschafter Anton Kathrein mit der Zehnder GmbH verbunden sieht. Zehnder wiederum importierte aus China entsprechende Receiver, die zur Umgehung des Schutzsystems von Premiere geeignet waren.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Neue Verschlüsselung bei Premiere - was hat's gebracht?
Beitrag von: Snoop am 08 April, 2009, 11:15
Ich habe das jetzt mal in den OT-Bereich gepostet, weil mir kein anderer passender Bereich untergekommen ist. Wenn Ihr mein, könnt Ihr es gerne umtopfen :)

Ich habe mich schon längere Zeit nicht mehr mit Premiere beschäftigt, mich würde aber trotzdem mal von Euch Fachleuten die Meinung interessieren:

Was hat das neue Verschlüsselungsverfahren für den Sender Premiere denn wirklich erreicht?

Ok, man kann es nicht mehr mit (nahezu) jeder beliebigen Software anschauen und nicht jeder billige Satellitenempfänger aus Fernost kann es schon von Haus aus entschlüsseln (Gerüchten zufolge gibt es aber immer noch Dinger, die das illegal können - stimmt das?), aber hat es effektiv an den zahlenden Premierekunden was geändert?

Steht der Konzern jetzt besser da?

Sind die Einnahmen jetzt so, wie die sich das vorstellen?

Oder sind die neuen Aktien eher eine Verzweiflungstat kurz vor der Insolvenz?



Was meint Ihr?


Edit: Danke an SiLæncer , da passt es besser hin, der Thread ist mit vorher nicht aufgefallen ... sorry  ::)
Titel: Re: Neue Verschlüsselung bei Premiere - was hat's gebracht?
Beitrag von: ritschibie am 08 April, 2009, 17:07
Keinesfalls sind die Einnahmen so, wie es sich der Konzern vortellt.
Leider ist aber auch das Programm keinesfalls so, wie es sich der (jetzt) zahlende Kunde vorstellt.
Sicher zahlt man in GB mehr für das "Komplett-Abo", für's Geld bekommt man allerdings auch
wesentlich mehr. Schau mal hier nach, was es da so alles an Programm gibt:
http://www.tvtv.co.uk/

Horrormässig sind allerdings die Preise für eine SKYbox (unentbehrlich für den Empfang auf 28,2 E).
Da landest Du bei 800 €. Die Abo-Preise für komplett sind etwas höher als die neuen Komplettpreise
von Premiere (53 €), Sky verlangt dafür ca. 60 €. In Deutschland müsstest Du über Vermittler gehen,
die dann den Preis um nochmal 20 € höher treiben würden.

Damit will ich sagen, dass Premiere für ein relativ bescheidenes Programm einen viel zu hohen Preis
verlangt. In Kombination mit einem großen frei empfangbaren Programmpaket der Privaten und Öffentlich-
Rechtlichen ergibt das einen begrenzten Abonnenten-Pool von eben knapp über 2 Millionen. Premiere-Chef
Williams sieht erst bei über 3 Mio. Abonnenten die Gewinnschwelle überschritten:
http://finanzen.sueddeutsche.de/aktien/news_news?secu=675026&show_list=0&dpa_news_id=6093743

Es sieht also nicht rosig aus für den Konzern Premiere (bzw. bald Sky Deutschland)...
Titel: Re: Neue Verschlüsselung bei Premiere - was hat's gebracht?
Beitrag von: spoke1 am 08 April, 2009, 20:15
Zitat
Damit will ich sagen, dass Premiere für ein relativ bescheidenes Programm einen viel zu hohen Preis
verlangt.

Dafür werden ja nun glücklicher Weise die Premiere-Aktien billiger. Könnt ihr euch auf diesem Weg die überhöhten Monatsbeiträge wiederholen.  ;D
Titel: Illegale Livestreams machen Premiere zu schaffen
Beitrag von: SiLæncer am 09 April, 2009, 19:46
Die Pay-TV-Plattform Premiere hat mit illegalen Livestreams im Internet zu kämpfen.

Wenn allwöchentlich am Samstag um 15.30 Uhr die Fußball-Bundesliga angepfiffen wird, schalten nicht nur die Premiere-Abonnenten ein, es versammelt sich auch weiterhin eine erkleckliche Anzahl an Schwarzsehern. Nach Insiderschätzungen sehen sich Tausende Fußballfans Spiele illegal live im Internet an.

Die beliebtesten Piratensender im Netz haben bis zu 25 000 "Zuschauer", berichtet das "Handelsblatt". Die Folge des unbezahlten Fußballkonsums: Der Pay-TV-Plattform Premiere gehen durch Schwarzseher Abonnenten verloren.

Abonnenten bezahlen für ihr Premiere-Bundesliga-Abo 20 Euro pro Monat. Nichtabonnenten schalten ihren PC an und suchen sich einen Anbieter, der die Spiele als illegalen Livestream ins Netz stellt. Ländergrenzen kennt das Internet dabei nicht, so lassen sich mehrere Dutzend Piratensender empfangen.

Da zudem die Qualität der Internet-Übertragungen steigt, treibt diese Entwicklung den Rechteinhabern die Sorgenfalten auf die Stirn. Mussten Scharzseher noch vor Jahresfrist häufig mit ruckelnden Bildern vorlieb nehmen, flimmern heutzutage die Premiere-Originalbilder in guter TV-Qualität über den heimischen PC-Monitor. Die "Lieferung" erfolgt - im Gegensatz zum Abo - gratis.

Nachdem die Pay-TV-Plattform Premiere ihr Sicherheitsleck in der Verschlüsselung nachhaltig stopfte, fließt das Programm den Schwarzsehern aus anderer Quelle zu. "Ich bin mir sicher, dass Premiere durch die Internetpiraterie Abonnenten verlieren wird", erklärt Sportrechtehändler Robert Müller dem "Handelsblatt".

Ohnehin kämpft der Pay-TV-Anbieter um ein stabiles wirtschaftliches Fundament. Im letzten Jahr verlor er über 130 000 Kunden verloren und machte fast 270 Millionen Euro Verlust gemacht. Einer der Verlustbringer waren die Schwarzseher, die es nicht nötig hatten, ein Abo abzuschließen, da der Genuss des Premiere-Programms mit illegal genutzter Hard- und Software sich fast schon zum Volkssport entwickelte. So empfingen zwischenzeitlich bis zu eine Million Menschen Premiere illegal mit manipulierten Set-Top-Boxen.

Premiere geht gegen die Vertreiber und Hersteller dieser Receiver rechtlich vor, um den illegalen Sumpf der Hersteller und Vertreiber von Emulatoren (Emus) und gepachteten Set-Top-Boxen bzw. Modulhersteller trocken zu legen, doch dieses Herangehen hilft bei der Gefahr aus dem Internet nicht weiter.

Dass dies kein gewinnbringender Zustand sein kann, dürfte jedem einleuchten, der etwas von Betriebswirtschaft versteht. Premiere kann es sich nicht leisten, mehrere hundert Millionen Euro für Übertragungsrechte auszugeben, wenn das investierte Geld nicht wieder über zahlende Kunden reinkommt.

Den Rechteanbietern, also den Fußballvereinen und ihren Organisationen, kann diese Entwicklung nicht gleichgültig sein. Sie sind auf möglichst hohe Zahlungen für die Übertragungsrechte angewiesen, um das Produkt "Fußball" durch z.B. die Verpflichtung ausländischer Top-Stars durch Bundesliga-Clubs attraktiv zu machen.

"Internetpiraterie ist für Sportrechte-Inhaber eine der größten Bedrohungen unserer Zeit", sagt die Vereinigung Sports Rights Owners Coalition (SROC), der auch die Deutsche Fußball-Liga (DFL) angehört. DFL-Sprecher Tom Bender versichert gegenüber der Wirtschaftszeitung, die Bundesliga verfolge jede Urheberrechtsverletzung, muss gegenüber dem "Handelsblatt" aber zugeben: "Wenn wir einen illegalen Livestream aufgespürt haben, ist der am nächsten Tag oft bereits wieder verschwunden und auf eine andere Plattform umgezogen."

Offenbar scheint die Fußball-Bundesliga im Reich der Mitte hoch im Kurs zu stehen: Nach Angaben der Vereinigung der Sportrechteinhaber kamen von den 85 illegalen Livestream-Angeboten der Bundesligasaison 2007/2008 drei Viertel aus China.

Im Gegensatz zum chinesischen Fußball-Fan, der manchmal auf bestimmte deutsche Seiten im Internet verzichten muss, weil die Regierung in Bejing diese sperren lässt, hat der deutsche Internet-Nutzer weltweiten Zugriff auf fast alle Seiten - inklusive der illegalen Fußball-Streams aus dem Reich der Mitte.

Quelle: http://www.digitalfernsehen.de
Titel: Premiere beendet Simulcrypt teilweise
Beitrag von: SiLæncer am 30 April, 2009, 16:05
Leipzig - Bislang konnten Teile der Premiere-Programmpakete auch über die Entavio-Plattform sowie die vom ORF in Österreich eingesetzten Cryptoworks-Smartcards empfangen werden. Dies wird sich im Mai ändern.

Nachdem Premiere bereits Anfang des Jahres die Unterstützung der Technisat-Karten eingestellt hatte, werden nun auch die Abonnenten, welche das Pay-TV-Angebot über die Entavio-Plattform oder eine ORF-Smartcard schauen, umgestellt.
 
Die betroffenen Kunden erhielten in den letzten Monaten einen Anruf der Service-Hotline, in dem sie über die Umstellung informiert werden und ihnen gleichzeitig mitgeteilt wird, dass ihnen in den nächsten Tagen ein neuer Receiver samt Smartcard (in den meisten Fällen eine V13-Karte mit NDS-Codierung) zugeschickt wird.

Das Heikle daran: Die von Thomson produzierten so genannten Interaktiv-Boxen sorgen bei vielen Abonnenten für Verärgerung. Sowohl über Entavio als auch über die ORF-Plattform bestand bisher die Möglichkeit, Teile des Premiere-Angebotes auch offiziell über CI-Module zu empfangen. Dies gehört nun endgültig der Vergangenheit an.

Premiere-Zuschauer in Österreich müssen sich allerdings keine Sorgen machen, dass ab sofort zwei Receiver für den parallelen Empfang von ORF und Premiere benötigt werden. Premiere wird auch weiterhin die ORF-Sender auf seinen Smartcards freischalten. Aus diesem Grund werden die ORF-Signale auch in Simulcrypt Nagravision, NDS und Cryptoworks codiert.

Quelle: http://www.digitalfernsehen.de
Titel: Premiere verliert Rechtsstreit gegen Kathrein um über 26 Millionen Euro
Beitrag von: SiLæncer am 28 Mai, 2009, 14:23
München - Im Streit um 26 Millionen Euro Vertragsstrafe hat sich Premiere nicht gegen das Unterhaltungselektronikunternehmen Kathrein durchsetzen können.

Das Landgericht München I wies am Donnerstag in einem Zivilprozess die Klage der Pay-TV-Plattform ab. Premiere hatte Kathrein vorgeworfen, an der Produktion von Gerätschaften beteiligt gewesen zu sein, durch die sich das Premiere-Programm kostenfrei empfangen ließ.
 
Kathrein hatte von 2003 bis 2007 mit Zustimmung von Premiere Receiver zum Empfang des Programms hergestellt. Premiere warf der Firma im Prozess vor, an einem dritten Unternehmen beteiligt gewesen zu sein, das fast 220 000 Schwarzseh-Vorrichtungen aus China eingeführt haben soll. Dies sei eine Verletzung der Produktionsverträge. Das Gericht sah die Vorwürfe jedoch nicht als erwiesen an. Kathrein selbst habe auch keine Umgehungsvorrichtungen vertrieben.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: http://www.digitalfernsehen.de
Titel: Kudelski hält weiter an Open TV fest
Beitrag von: ritschibie am 11 Juni, 2009, 10:20
Nochmals ein Seitenschlenker zur Kudelski-Gruppe

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Cheseaux, Schweiz - Die Kudelski Group, die unter anderem das Verschlüsselungssystem Nagravision entwickelt hat, reagiert heute auf die Aufforderung der Discovery-Gruppe vom Dienstag, die Open TV den Rückkauf der Aktien-Anteile der Kudelski Group empfahl.

Die Kudelski Group teilt mit, dass sie nicht daran interessiert ist, ihre Anteile am Middleware-Anbieter Open TV verkaufen zu wollen. Zudem bekräftigt Kudelski erneut, auch weiterhin seine Verpflichtungen als Mehrheitsaktionär wahrnehmen zu wollen und bereits getätigte Investitionen in Open TV mit den dafür notwendigen Mitteln zu verteidigen, um einen langfristigen Erfolg des Unternehmens zu gewährleisten.
 
Zuvor hatte die Discovery-Gruppe als größter unabhängiger Gesellschafter von Open TV, das Übernahmeangebot Kudelskis an Open TV stark kritisiert. Discovery schlug daher dem Middleware-Anbieter vor, Kudelskis Anteile am Unternehmen in Höhe von 32 Prozent zurückzukaufen.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Sky will im Kathrein-Prozess in Berufung gehen
Beitrag von: SiLæncer am 19 Juli, 2009, 11:38
München - Der Pay-TV-Sender scheiterte im Mai mit seiner Forderung auf 26,35 Millionen Euro Vertragsstrafe in der ersten Instanz, jetzt soll es eine Runde weiter gehen.

Der Premiere-Nachfolger Sky werde demnächst im Zivilprozess gegen das Unterhaltungselektronikunternehmen Kathrein in Berufung gehen.
 
Dies bestätigte der Sky-Vorstand auf der vor einigen Tagen stattgefundenen Hauptversammlung auf Nachfrage eines Kleinaktionärs. Man erhoffe sich weiterhin Schadensersatzzahlungen in mehrfacher Millionenhöhe, so ein Sky-Vorstand. Aufgrund der hohen Schadensersatzforderungen sind bei Sky für das laufende Verfahren inzwischen Kosten von 800 000 Euro angefallen.

Das Landgericht München I hatte Ende Mai in dem Zivilprozess die Klage der Pay-TV-Plattform abgewiesen. Der Sky-Vorgänger Premiere hatte Kathrein vorgeworfen, an der Produktion von Hacker-Receivern beteiligt gewesen zu sein, durch die sich die Aboprogramme kostenfrei empfangen ließen. Das Unternehmen Kathrein hatte von 2003 bis 2007 mit Zustimmung von Premiere lizenzierte Pay-TV-Receiver hergestellt.

"Als Verletzung des Rahmenvertrages macht Premiere Vorfälle bei der Zehnder GmbH, Tennenbronn, geltend. Zehnder wird vorgeworfen, sie habe Receiver nach Deutschland importiert, die über eine Software verfügen, die es potentiellen 'Schwarzsehern' erleichtere, die Verschlüsselung von Premiere zu umgehen. Herr Prof. Dr. Anton Kathrein hält an der Zehnder GmbH zwar eine indirekte finanzielle Beteiligung; dieses Unternehmen ist jedoch nicht mit der Beklagten Kathrein-Werke KG verbunden", hießt es während des ersten Prozesses in einer Stellungnahme von Kathrein. Anton Kathrein behalte sich weiterhin Regressansprüche wegen Rufschädigung vor.

Quelle: www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
Titel: Sky: Migration zu Videoguard läuft wie erwartet
Beitrag von: SiLæncer am 12 Mai, 2011, 15:18
Die Migration hin zum Verschlüsselungssystem Videoguard von NDS läuft nach Aussage von Brian Sullivan wie erwartet. Der Pay-TV-Anbieter ist der Ansicht, dass NDS mehr Potenzial und Flexibilität für weitere Entwicklungen bietet.

Derzeit nutzt der Bezahlanbieter die Verschlüsselungssysteme von der Kudelski-Tochter Nagravision sowie das Videoguard-System von NDS parallel. "Beide CA-Systeme sind sicher und liefern unsere Inhalte effektiv an unsere Kunden", erklärte der CEO von Sky Deutschland bei der Präsentation der Zahlen für das erste Quartal am Dienstag. Dennoch scheint das Ende für die Schweizer gekommen zu sein, auch wenn sich Sullivan hierzu nicht öffentlich äußern will.

Der Pay-TV-Anbieter ist der Ansicht, dass NDS mehr Potenzial und Flexibilität für weitere Entwicklungen bietet. "Deshalb basiert auch Sky Plus auf Videoguard", so Sullivan. Die Verträge mit Nagra laufen im kommenden Jahr aus. Einen konkreten Termin für ein Switchover-Szenario gibt es laut Sullivan aber nicht. Signifikante finanzielle Auswirkungen erwartet der Amerikaner nicht für den Fall, dass Nagra abgeschaltet werden sollte.

Quelle: www.digitalfernsehen.de