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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # WWW, Telefon, Provider & Co => Thema gestartet von: SiLæncer am 02 März, 2007, 15:17
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Wegen systematischer Irreführung von Internetkunden müssen sich seit Freitag zwei Geschäftsleute aus Essen und Solingen vor dem Essener Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, falsche Virenwarnungen verschickt und die ahnungslosen Adressaten anschließend zur Dialer-Installierung verführt zu haben. War der Vorgang abgeschlossen, wurde die Internetverbindung über teure 0190-Nummern hergestellt. Ihr Gewinn soll sich auf knapp 2 Millionen Euro belaufen. Die Angeklagten schweigen zu den Vorwürfen.
Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft tauchte auf den Computerbildschirmen der Internetkunden zum Beispiel folgender Text auf: "Nachricht von Systemsteuerung: Achtung! Ihr Computer ist möglicherweise von einem Virus befallen." Anschließend wurde eine Internet-Adresse genannt, auf der das vermeintliche Problem gelöst werden könne. War der Dialer schließlich installiert, entstanden sofort Kosten von 1,89 Euro pro Minute.
Für den angeblichen Betrug sollen die Angeklagten in Solingen eigens eine Firma gegründet haben. In der Anklageschrift sind zwar nur 33 Fälle aufgelistet, die Essener Staatsanwaltschaft geht aber von einem weitaus größeren Umfang aus. Hauptindiz sind die angeblich hohen Geldeingänge. Die Zahl der Geschädigten schätzt die Staatsanwaltschaft deshalb auf mehrere Tausend. Vielen der Opfer sei die überhöhte Abrechnung aber möglicherweise gar nicht aufgefallen.
Die 17. Strafkammer des Essener Landgerichts hat für den Prozess zunächst noch sechs Verhandlungstage bis zum 13. April vorgesehen.
Quelle : www.heise.de
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Gestern wurde das Urteil gegen zwei Geschäftleute aus Essen und Solingen gesprochen, die sich seit dem 2. März wegen systematischer Irreführung von Internetkunden vor dem Essener Landgericht verantworten mussten. Die 17. Strafkammer hat die beiden 22 und 31 Jahre alten Angeklagten zu jeweils zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Sie hatten gestanden, falsche Virenwarnungen verschickt und ihre ahnungslosen Adressaten zur Installierung von so genannten Dialer-Programmen verleitet zu haben. Anschließend wurde die Internetverbindung über teure 0190er-Nummern hergestellt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich der Gewinn der Angeklagten auf knapp zwei Millionen Euro belief.
In das Urteil sind 33 Fälle eingegangen. Die Staatsanwaltschaft geht jedoch davon aus, dass die Zahl der Geschädigten viel größer ist. Vermutlich sei vielen Opfern die überhöhte Telefonabrechnung gar nicht aufgefallen. Als Grundlage für ihre Gewinneinschätzung nannten die Ermittler die hohen Geldeingänge auf den Konten der Angeklagten.
Quelle : www.heise.de
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Sollten die Unholde nun die erschlichenen Mios behalten können?
Dann hätten die vermutlich kaum nötig, in der Bewährungszeit gegen die Auflagen zu verstossen, oder auch nur arbeiten zu gehen...
So ein Urteil macht mich ganz sicher nicht glücklich...
Mehrfaches Schwarzfahren hatte für mache schon härtere Folgen ::)