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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # WWW, Telefon, Provider & Co => Thema gestartet von: SiLæncer am 29 November, 2006, 15:10

Titel: Studie: Armes Breitband-Deutschland
Beitrag von: SiLæncer am 29 November, 2006, 15:10
Die Deutsche Telekom hat heute in Berlin die Studie "Deutschland Online 4" vorgestellt. Dem Ergebnis nach liegen die wichtigsten aktuellen Entwicklungen bei Triple Play, Internet-TV und Social Web. Außerdem verändere sich der Wettbewerb durch zunehmende Beteiligung branchenfremder Konkurrenten. Erstellt wurde die Studie von Professor Dr. Bernd W. Wirtz von der Deutschen Hochschule für Verwaltung in Speyer zusammen mit der Telekom und Hubert Burda Media. Dazu wurden 115 Experten und 6347 Konsumenten befragt.

 Im Wettbewerb von Telekommunikationsanbietern, Internet-Unternehmen, Medienhäusern und Kabelnetzbetreibern haben die Internet-Unternehmen nach Meinung der Experten die besten Karten, während die Kabelnetzbetreiber von der schwächsten Ausgangsposition starten müssen. Im internationalen Wettbewerb mit innovativen Entwicklungen auf Basis der Breitbandtechnik drohe Deutschland allerdings den Anschluss an die USA und an Asien zu verlieren, stellen die befragten Experten fest. Der Rückstand sei auch bis 2015 kaum aufholbar.

Ganz so düster sieht Walter Raizner vom Telekom-Vorstand die Lage nicht. Deutschland hole mit dem höchsten Tempo in Europa auf; das Wachstum der Breitbandanschlüsse betrage in diesem Jahr 40 bis 50 Prozent. Deutschland sei nicht schlecht bei Innovationen, sondern bei deren Umsetzung zu fertigen Produkten. Eine Diskussion wie um die Regulierungsfreistellung von VDSL könne es nur in Deutschland geben. Anderswo investierten entweder Unternehmen in nicht regulierten Märkten oder der Staat finanziere die Infrastruktur.

In zwei bis drei Jahren, so Raizner, wird es in Deutschland flächendeckend ADSL2+ geben, über das man ein attraktives IPTV-Angebot machen kann. Dies liegt im Trend, wie die Studie belegt: Der Anteil, der Befragten, die Fernsehen von ihrem Telekommunikationsanbieter beziehen wollen, lag mit 47,7 Prozent sogar etwas höher als die derjenigen, die klassische Fernseanbieter (ohne TV-Kabel) bevorzugen.

Die Zahl der Breitband-Anschlüsse werde vermutlich auf 21 Millionen Anschlüsse im Jahr 2010 und auf über 27 Millionen im Jahr 2015 steigen. In neun Jahren würden so fast 70 Prozent aller deutschen Haushalte einen Breitbandanschluss haben. Dabei werde der Anteil der ADSL-Anschlüsse zurückgehen zugunsten von VDSL, TV-Kabel und WiMAX, heißt es weiter in der Studie. 2005 verfügten 76 Prozent der Breitbandnutzer über 1 MBit/s Bandbreite. Dieser Anteil werde sich zum Jahr 2010 auf nur noch 34 Prozent reduzieren, während dann 40 Prozent der Anschlüsse eine Bandbreite von 6 bis weit über 50 MBit/s aufweisen werden, lautet die Prognose.

Als einen weiteren wichtigen Trend erkennt die Studie das Social Web. Demnach wird 2010 die Nutzung von User-generated Content sogar höher liegen als von Inhalten, die Medienunternehmen liefern. Wirtz sieht einen starken Trend darin, dass sich Offline-Communities ins Social Web verlagern. Insbesondere bei jungen Menschen sei dieser Trend zu beobachten. Hier müssten vor allem noch die Rahmenbedingungen der Bildungssystem angepasst werden.

Besonders erfolgreiche Bereiche des Social Web macht die Studie bei Plattformen für den Handel zwischen Endkunden, Online-Communities und Dateiaustauschdiensten. Bei der Finanzierung wird weiter die Werbung die Hauptrolle spielen; nur jeder Zehnte der Befragten glaubt, dass sich Social-Web-Dienste über Nutzungsgebühren finanzieren lassen.

Lebhaft wurde die Frage diskutiert, ob erfolgreiche Diensteanbieter nicht eine Datenmaut an die Telekommunikationsunternehmen bezahlen sollen. Sowohl Prof. Wirtz wie auch Raizner halten diese Idee nicht für abwegig. Die Telekom will aber vorerst nur beobachten, wie die Diskussion über eine solche Datenmaut in anderen Ländern verläuft.

Der ebenfalls in Berlin anwesende Nord-Europa-Chef von Google, Philipp Schindler, vertrat jedoch eine ganz andere Meinung. Er wehrte sich gegen die Ansicht, Google sei Nutznießer der Breitbandinfrastruktur. Das seien die Anwender, die dafür auch bezahlen: "Bedenkt man alle Anschlussgebühren, sind wir weit von einer Null-Euro-Flatrate entfernt. Hier wird nichts verschenkt."

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: Studie: Armes Breitband-Deutschland
Beitrag von: Snoop am 29 November, 2006, 15:40
Was heißt hier "innovativen Entwicklungen auf Basis der Breitbandtechnik"? Ich sitze hier mit einigen weiteren 1000 Einwohnern noch auf IDSN! Wir wären froh, endlich mal ein 1000-er DSL zu bekommen! Aber für den Ausbau in unseren Gemeinden verlangt die Telekom 25.000 Euro Beteiligung der Gemeinde!  :-[ :-X :-\
Titel: Re: Studie: Armes Breitband-Deutschland
Beitrag von: buster am 29 November, 2006, 16:34

Hilfe, wenn ich das schon wieder höre "flächendeckend ADSL2+" und "IPTV-Angebot"...

die sollen doch lieber mal überall 1000-er dsl ausbauen!!!!!!!!!

-sammy-, isdn surfer
Titel: Deutschland beim Breitband nur EU-Mittelmaß
Beitrag von: SiLæncer am 16 Oktober, 2007, 12:29
Deutschland hinkt bei der Verbreitung schneller Internetanschlüsse im europäischen Vergleich weiter hinterher. In der EU-Rangliste mit den meisten Anschlüssen pro 100 Einwohner liegt die Bundesrepublik aktuell nur auf dem neunten Platz. Gut ein Fünftel der Bürger surfte im Juli mit hoher Geschwindigkeit im Internet.

(http://www.heise.de/bilder/97403/0/1)

Deutlich höher war der Anteil schnellerer Internet-Verbindungen in den Niederlanden (ein Drittel) oder Finnland (knapp 29 Prozent). Angeführt wird die von der EU-Kommission am heutigen Montag vorgestellte Rangliste von Dänemark. Dort surfen bereits 37 von 100 Einwohnern mit Breitband-Zugang im Internet. Schlusslicht bei den Anschlussquoten ist mit 5,7 Prozent Bulgarien.

Die für Telekommunikation zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding kritisierte das Gefälle innerhalb der EU. "Europa muss jetzt handeln und seine Breitbandprobleme regeln", sagte Reding. Am 13. November werde sie dazu konkrete Vorschläge vorlegen. Als Haupthemmnisse für das Wachstum des Breitbandmarkts nennt die Kommission fehlenden Wettbewerb und Schwachstellen bei der Regulierung in mehreren Ländern.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: Deutschland beim Breitband nur EU-Mittelmaß
Beitrag von: Jürgen am 16 Oktober, 2007, 13:17
Hinweise auf 'fehlenden Wettbewerb' mag ich wirklich nicht mehr hören.

Wettbewerb führt NICHT zu flächendeckenden Ausbau, einer unverzichtbaren Voraussetzung für allgemeine Verfügbarket, insbesondere in weniger dicht besiedelten Regionen.

Wettbewerber treten bevorzugt in bereits gut versorgten Regionen auf, weil dort am leichtesten viel Geld zu verdienen ist.
Der daraufhin unvermeidliche Preiskampf bindet aber erhebliche Mittel, die dann erst recht nicht für den Ausbau in der Fläche zur Verfügung stehen.
Insofern ist nicht verwunderlich, dass in Grosstädten zahlreiche Anbieter nebeneinander auftreten, die sich im Kampf um Marktanteile gegenseitig zu unterbieten versuchen, während ganze Landstriche oder auch nur Randlagen auf lange Sicht völlig unversorgt bleiben.

An dieser Stelle versagt Regulierung in der Tat völlig.

Wenn ein Land einen technischen Fortschritt wirklich will und die Bevölkerung diesen zunehmend sogar benötigt, ist es eine ureigene hoheitliche Aufgabe des Gemeinwesens, dafür Sorge zu tragen, dass ein entsprechender Ausbau tatsächlich und umfassend geschieht.

Wahrscheinlich ist derlei nur zu gewährleisten, wenn Dienstanbieter und Netzbetreiber grundsätzlich voneinander getrennt werden und technische Infrastrukturen wie solche Netze unter strenge staatliche Aufsicht gestellt oder sogar staatlich betrieben werden.
Wäre das nicht jahrzehntelang mit dem Telefonnetz so gehandhabt worden, hätten vermutlich viele Dörfer selbst heute noch keine Festnetz-Anschlüsse, oder die Nutzer hätten gegebenenfalls astronomische Summen zu zahlen, um endlich angeschlossen zu werden.

Insbesondere macht es keinen Sinn, in bereits versorgten Gebieten weitere Netze parallel zu installieren.
Es wäre geradezu widersinnig, in einen Keller mehrere Wasser-, Gas-, Elektro- oder Telefonhauptleitungen zu führen, solange die Kapazität der vorhandenen sicher ausreicht, weil auch solche Aufwendungen stets dazu führen, dass für unterversorgte Gebiete keine Mittel mehr verfügbar sind.
Auch eine konkurrierende Technik, wie z.B. Internet über Kabelnetze, löst das Problem nicht grundsätzlich, weil auch diese nicht flächendeckend verfügbar sind.

Man sollte sich an der vorhandenen Telefon-Infrastruktur orientieren, die schon lange eine recht gute Flächendeckung bietet, und konsequent darauf hinarbeiten, die Anbindung der Vermittlungsstellen z.B. per Glasfaser auch in der Fläche auf angemessene Leistungsfähigkeit für Hochgeschwindigkeit auszubauen, und insbesondere dort, wo die nachgeordneten Netzebenen mit zu grossen Leitungslängen zu kämpfen haben, das Netz der Vermittlungsstellen zunehmend engmaschiger auszulegen.

Dies zu gewährleisten, vermag der freie Markt keinesfalls. Genau hier muss von Oben angeordnet oder sogar aktiv gehandelt werden.
Unter anderem mit einer präzise geregelten Versorgungspflicht.

Keinesfalls abhalten lassen darf man sich dabei von verbreiteten dreisten Lügen der Netz-Monopolisten, wie z.B. 'das Glasfaser-Telefonnetz erlaubt kein DSL'. Wer als Betreiber derlei Lügen verbreitet, der sollte mit Enteignung gemäss Artikel 14 und 15 oder mindestens Lizenzentzug rechnen müssen.

Infrastruktur ist von übergeordnetem Interesse, ihr Besitz und Betrieb darf nur solchen Anbietern überlassen werden, die das stets nachhaltig und verlässlich zu berücksichtigen bereit sind.

Wettbewerb unter Tochterfirmen ist keiner, führt stets zu unzulässigen Kartellen.

Die letzte Konsequenz eines freien Marktes ist erfahrungsgemäss meist ein faktisches Monopol, mindestens ein Angebotsoligopol. Und sowas gehört auf gar keinen Fall in privatwirtschaftliche Hände, wenn sich ein Land oder eine Region nicht ständig erpressen oder sogar aushungern lassen will.
Titel: Gemeinden: Glasfaserkabel im ländlichen Raum dringend notwendig
Beitrag von: SiLæncer am 16 Oktober, 2007, 13:52
Im internationalen Wettbewerb können die Kommunen ihre Position nach Ansicht des baden-württembergischen Gemeindetages nur halten, wenn der ländliche Raum besser verkabelt wird. "Was früher die Straße war, ist heute die Breitband- und Glasfaserverkabelung", sagte der Hauptgeschäftsführer des Kommunalverbandes, Christian Steger, am Dienstag am Rande des Kommunalforums der Sparkassen-Finanzgruppe in Baden-Baden. "Um in der globalen Konkurrenz mitzubieten, muss Baden-Württemberg in den kommenden fünf Jahren vollständig verkabelt sein", forderte Steger in einem Gespräch mit dpa.

Während in den Städten Breitband-DSL und Glasfaser-Datennetze zur Verfügung ständen, werde der ländliche Raum bei der Frage der Kommunikationstechnologie zu ähnlichen Konditionen immer wieder vertröstet, sagte Steger. Die Gemeinden hätten dadurch zunehmend einen Standortnachteil, den sie nicht länger hinnehmen könnten. "Ich habe erst vor kurzem Post von einem Hotelier aus dem Schwarzwald erhalten, bei dem die Tagung eines Unternehmens abgesagt wurde, weil keine günstige Leitung zur Verfügung stand", sagte Steger. Viele Firmen verlagerten auch ihren ganzen Standort, weil es auf dem bisherigen Gelände keinen Anschluss an das Internet gebe.

Während es in Baden-Württemberg noch keine Einigkeit unter den Ministern gebe, würden entsprechende Förderprogramme für die Verkabelung in anderen Bundesländern bereits unterstützt. "Wir sind im Südwesten nur noch vorne, weil die Besiedelung dichter ist", sagte Steger. Mit einer entsprechenden finanziellen Unterstützung und guten Angeboten müssten daher die Telekommunikationswirtschaft und natürlich die Landesregierung dem ländlichen Raum entgegenkommen. "Das kann nicht nur aus kommunalen Mitteln bezahlt werden", sagte Steger. Die Deutsche Telekom und die Kabel Baden-Württemberg würden allerdings aus Gründen der Wirtschaftlichkeit Glasfaserkabel auf dem Land nicht flächendeckend verlegen. "Globalisierung heißt aber auch Standortentwicklung", sagte der Hauptgeschäftsführer. "Die Verkabelung ist allerdings das große Sorgenkind der Gemeinden."

Auch der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) warb beim Forum vor den Bürgermeistern und Gemeinderäten aus den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs für eine bessere Verkabelung. "Wir brauchen den virtuellen Arbeitsplatz auch auf dem Dorf", sagte Oettinger. "Wir brauchen diese Technologie, damit künftig bei der Frage der Erreichbarkeit das Dorf keinen Nachteil hat gegenüber dem Arbeitsplatz in der Großstadt."

Quelle : www.heise.de
Titel: DSL-Ausbau: Hoffnung für ländliche Gebiete
Beitrag von: SiLæncer am 22 Oktober, 2007, 14:09
Es gibt Grund zur Hoffnung für Personen, die in ländlichen Regionen bisher nicht über DSL online gehen können. Die Telekom will in diesem Jahr 400.000 neue DSL-Anschlüsse in bisher unversorgten Regionen schaffen.

Telekom investiert

Timotheus Höttges, Festnetzchef der Deutschen Telekom, erklärte in einem Interview mit der Zeitung "Welt am Sonntag", dass die Telekom eine dreistellige Millionensumme investieren werde. Der DSL-Marktführer will bis Jahresende eine bundesweite DSL-Versorgung von 94,4 Prozent der deutschen Bevölkerung erreichen. Damit wäre das DSL-Netz der Telekom 2007 um über zwei Prozent gewachsen. Höttges sieht den weiteren Weg vorgezeichnet: "Unser Ziel ist Internet für alle".

Höttges sieht die Telekom derzeit auch "wieder in der Offensive". Mittlerweile seien mehr als 70 Prozent der DSL-Kunden in Laufzeitverträge gewechselt. Sollten die Kunden keine zweijährige Vertragsbindung wünschen, würde die Telekom-Billigmarke congstar eine gute Alternative darstellen. An den Preisen möchte Höttges derzeit aber nichts ändern. "Unsere Preise stimmen so wie sie sind." Entscheidend würde auch die Verlässlichkeit eines DSL-Anbieters sein.

Auch Telekom-Konzernchef René Obermann sieht sein Unternehmen derzeit auf einem guten Weg. Wie berichtet, sei die angepeilte Zahl von 40 bis 45 Prozent der DSL-Neukunden in diesem Jahr sogar schon übertroffen worden. Zur Jahreshälfte 2007 stellte die Telekom 47 Prozent aller Breitbandzugänge.

Quelle : www.onlinekosten.de
Titel: EU-Medienkommissarin fordert Breitband für alle in Deutschland
Beitrag von: SiLæncer am 17 Dezember, 2007, 21:05
EU-Medienkommissarin Viviane Reding hat sich für eine lückenlose Breitbandversorgung Deutschlands stark gemacht. "Während 99 Prozent der Bevölkerung in Köln, Düsseldorf, München oder Hamburg über Breitband verfügen, sind im ländlichen Raum rund 40 Prozent der Bevölkerung ohne Breitbandanschluss", zitiert die Nachrichtenagentur dpa aus dem Redetext Redings anlässlich der Vergabe des Deutschen Mittelstandspreises 2007 am heutigen Montag in Düsseldorf. Es gebe eindeutig zu viele weiße Flecken auf der Breitbandkarte, verdeutlichte die Medienkommissarin.

Reding sprach sich dafür aus, freiwerdende Rundfunkfrequenzen für drahtlose Breitbandanbindungen wie etwa über Wimax zu verwenden. Durch den Übergang vom analogen zum digitalen Fernsehen werden in den kommenden drei Jahren eine Reihe von Frequenzen frei. Auch wenn Teile der Politik und der TV-Anstalten diese weiter für sich beanspruchen wollten, könnte ein Teil für neue Breitbandtechnologien verwendet werden, erläuterte Reding "Wenn wir auch nur einen Teil [...] einsetzen, dann können wir bis zum Beginn des kommenden Jahrzehnts Breitband für alle durchsetzen, in ganz Deutschland und auch in ganz Europa."

Die Medienkommissarin drängt zudem darauf, die Preise für mobile Datennutzung im Ausland deutlich zu verringern. "Ich hoffe sehr, dass diesmal die Mobilfunkbetreiber vernünftig sein werden und freiwillig die Preise für das Daten-Roaming senken werden, die heute bis zu zehnmal so teuer sind wie im Inland", sagte Reding. Mobilfunkkunden sollten mit attraktiven Leistungspaketen geworben werden – und nicht beim Grenzübertritt heimlich abkassiert werden.

Reding erhielt den Deutschen Mittelstandspreis 2007 "für ihr Engagement für mehr Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt". In Form niedrigerer Preise und besserer Versorgung mit Breitband-Internetverbindungen komme ihr Einsatz direkt dem deutschen Mittelstand zugute, heißt es in der Begründung. Im vergangenen Jahr hatte der ehemalige Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, den Preis erhalten.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: EU-Medienkommissarin fordert Breitband für alle in Deutschland
Beitrag von: kater am 17 Dezember, 2007, 21:44
ich liebe die EU-Medienkommissarin, egal wie sie aussieht.
Titel: Re: EU-Medienkommissarin fordert Breitband für alle in Deutschland
Beitrag von: Jürgen am 18 Dezember, 2007, 03:20
Das lass' 'mal ihren griechischen Göttergatten und Vater ihrer drei Kinder nicht hören... :)

Aber recht hat sie.
Völlig klar.

Allein der Gedanke, jemand müsste per Analog-Modem auf den Seiten der Armutsagentur nach Stellen suchen oder sich per E-Mail bewerben, erfüllt mich mit Schaudern.

Um (seriöse) Firmen geht's mir nicht, die haben meist trotzdem genug Möglichkeiten und können zudem erhöhte Kosten ziemlich gut absetzen und damit teilweise den Kleinen Leuten - als einzig wirkliche Zahler i.d.u.L. - aufhalsen.
Zudem besorgt es mich nicht im geringsten, wenn nicht in jedem Kuhdorf ein CallCenter per VoIP Leute zu besch... versucht.
Schön wäre eine Lösung, die Privatkunden fördert, gewerbliche Nutzung jedoch nicht.

Ich weiss, "träum' weiter, alter Mann, das Gutmenschentum der 70er ist perdu"...
Titel: Re: Deutschland beim Breitband nur EU-Mittelmaß
Beitrag von: buster am 18 Dezember, 2007, 15:51
Hat sich mal jemand die Kommentare auf heise.de durchgelesen?

Ich finde es erschreckend, welche Meinung manche Leute über das "Land" haben und welche Kommentare sie zu einem Thema schreiben, mir dessen Problemmatik sie sich nicht auskennen...

Deshlab noch mal:
ISDN ist in heutiger Zeit keine akzeptable Internetverbindung mehr! Es hat sich einiges in den letzten Jahren getan. Internetseiten werden aufwendiger. Flash ist Standad. Updates haben schnell mal 100mb ...
Das alles ist mir ISDN in akzeptabler Zeit nicht mehr möglich ... und die hohen Preise für ISDN darf man nicht vergessen

eigentlich schreib ich das ja an der falschen Stellen, den hier im Cube kommen nur sinnvolle Meinungen  :)

buster
Titel: Deutschland belegt 4. Platz im weltweiten Breitband-Ranking
Beitrag von: SiLæncer am 08 September, 2009, 13:39
Auf seinem jährlich stattfindenden Kongress hat das Broadband Forum aktuelle Zahlen zur Verbreitung von Breitband-Anschlüssen vorgestellt. Demnach zählte es am Ende des 2. Quartals 2009 weltweit rund 444 Millionen Internet-Anschlüsse mit mindestens 128 kbit/s im Downstream. Das sind 14 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Sowohl beim Wachstum als auch in absoluten Zahlen ist China mit derzeit knapp 94 Millionen Anschlüssen der Spitzenreiter. Es folgen die USA und Japan. Immerhin auf Platz vier weltweit und Platz eins in Europa im Länder-Ranking landete Deutschland mit 24 Millionen Breitband-Zugängen.

Bemerkenswert sei, dass nach wie vor mehr DSL-Anschlüsse auf Kupferbasis geschaltet würden als Glasfaser-Zugänge (FTTH), merkte Robin Mersh, COO des Verbands, heute in Paris an. Immerhin habe FTTH aber Kabelzugänge bei der Anzahl der Neuschaltungen überholt. Während sich in Westeuropa ein Sättigungseffekt zeige (+9,96 Prozent), wachse der Breitbandhunger in Osteuropa (+29,36 Prozent) und Lateinamerika (+31,39 Prozent) enorm.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: Deutschland belegt 4. Platz im weltweiten Breitband-Ranking
Beitrag von: Jürgen am 08 September, 2009, 14:54
Zitat
Bemerkenswert sei, dass nach wie vor mehr DSL-Anschlüsse auf Kupferbasis geschaltet würden als Glasfaser-Zugänge (FTTH)...
Das ist überhaupt nicht verwunderlich.

Wir leben in einem Land, in dem immer mehr Haushalte immer weniger Geld in der Tasche haben.
Und so ist es kein Wunder, wenn sich grosse Teile der Bevölkerung z.B. für ein 6000er-DSL zu etwa 20, € pro Monat entscheiden, statt für VDSL ab etwa 45 Teuronen oder noch mehr.
Dem normalen Surfer kann's derzeit ohnehin meist wurschd sein. So viel mehr braucht er eigentlich nicht. Triple Play hin oder her, das hiesse doch nur, für's Fernsehen nochmal extra bezahlen...

Und Glasfaser in die Bude bekommt sowieso kaum jemand angeboten. Ausserdem wohnt nirgendwo anders in Europa ein so grosser Anteil der Bevölkerung zur Miete. Und Mieter werden auch in Hinsicht auf die häusliche Kommunikations-Infrastruktur grundsätzlich nicht gefragt...
Titel: Re: Deutschland belegt 4. Platz im weltweiten Breitband-Ranking
Beitrag von: SiLæncer am 08 September, 2009, 15:56
Interessant finde ich ja auch das die bei einer Bandbreite von 128 kbit/s im Downstream schon von Breitband sprechen ...das ist doch irgendwie ein schlechter Scherz...da dies z.B. ja auch schon für ISDN mit Kanalbündelung zutrifft ...damit kann man heutzutage ja nun wirklich nicht mehr viel mit anfangen..finde ich ...

Titel: Re: Deutschland belegt 4. Platz im weltweiten Breitband-Ranking
Beitrag von: kater am 08 September, 2009, 16:22
auserdem fördert so ein Ranking nur die Neigung zum auf die Schulterklopfen. Schaut mal wie gut wir schon sind.
Damit ist Leuten wie Hesse überhaupt nicht gedient.
Es ist ja klar, daß man nicht jedes einzelne Gehöft mit Glasfaser versorgen kann, aber es gibt auch vernunftige Alternativen.
Titel: Breitbandfördergelder der Bundesländer werden kaum abgerufen
Beitrag von: SiLæncer am 12 Februar, 2010, 16:33
Die Breitbandförderung für den ländlichen Raum kann wegen bürokratischer Hürden nicht fließen und kommt deshalb nicht voran. 2009 sei nicht einmal ein Fünftel der Fördergelder von den Firmen abgerufen worden, beklagt der VATM.
Wettbewerber der Deutschen Telekom haben die Breitbandförderung der Bundesländer erneut kritisiert. Der Vergabeprozess der staatlichen Gelder sei so kompliziert und aufwendig, dass viele Unternehmen auf die Förderung verzichteten, so der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM). Im vergangenen Jahr sei deshalb noch nicht einmal ein Fünftel der zur Verfügung stehenden 25 Millionen Euro abgerufen worden.

"Und wenn sich bei den Vergaberichtlinien nichts ändert, wird sich dieser Stau 2010 noch verschlimmern", so der VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner.

Die Vergabe müsse technologieneutral erfolgen, "damit auch eine Einbeziehung bisher de facto benachteiligter Satelliten- und Funklösungen in der Vergabepraxis ermöglicht wird", sagte Grützner. Eine Förderung von rund 300 Euro könne schon die komplette Ausrüstung für einen Satelliteninternetanschluss abdecken. Bis zu 4 MBit/s seien damit bereits realisierbar. Die Richtlinien für die Vergabeverfahren würden in den jeweiligen Bundesländern teilweise völlig unterschiedlich ausfallen. Lediglich das Bundesland Baden-Württemberg sei bereit zu prüfen, ob Satellitenangebote gefördert werden können.

Ebenso biete Funk häufig eine schnelle und sichere Lösung, so der VATM-Chef. Ericsson will auf dem Mobile World Congress 2010 in Barcelona eine Richtfunkverbindung mit einer Übertragungsrate von 2,5 GBit/s vorführen, die über das 70- bis 80-GHz-Frequenzband (E-Band) läuft. Der schwedische Mobilfunkausrüster wird das erste Richtfunkprodukt im Laufe des Jahres 2010 einführen. Es soll Datenraten von bis zu 1 GBit/s unterstützen.

Die Richtfunktechnik sei dafür geeignet, wenn über die digitale Dividende ländliche GSM-Standorte per LTE ans Breitbandinternet angeschlossen würden. Weil dadurch höhere Datenmengen als bisher anfielen, sagte Ericsson-Sprecher Lars Bayer Golem.de, müssten diese Mobilfunkstandorte mit höheren Bandbreiten angebunden werden als bisher. Dies sei mit Richtfunk besser möglich, denn die Versorgung mit Glasfaser ist dafür zu teuer.

Das andere Einsatzgebiet für Richtfunk liege darin, DSL vor Ort über die Kabelverzweiger per Richtfunk statt über Glasfaser ans Backbone anzubinden. Das stärke den Backhaul, um VDSL mit höheren Bandbreiten anbieten zu können, sagte Bayer.

Quelle : www.golem.de