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PC-Ecke => # Hard-und Software Allgemein => Thema gestartet von: Atilla am 06 Mai, 2006, 22:13

Titel: capturen VHS (kopiergeschützt??)
Beitrag von: Atilla am 06 Mai, 2006, 22:13
hallo ,

nachdem ich es geschafft habe, den Videorecorder an die VIDEO-In Buchse anzuschließen, und das Signal rüberzubekommen stelt sich mir ein problem.
Beim Versuch Titanic auf VHS zu capturen, erscheint über den halben Bildschirm ein weißes Viereck.
Dies ist ja sicherlich ein Kopierschutz? Kann man da was machen??

fragt sich Atilla. ???
Titel: Re:capturen VHS (kopiergeschützt??)
Beitrag von: Sammy am 06 Mai, 2006, 23:40
Ich habe auch eine Geforce 4 und hatte ein ähnliches Problem: Ein weisser Balken in der oberen oder unteren Bildhälfte.

Habe aber von einer VHS Kasette aufgenommen auf der ganz normal was von RTL2  war.

Mit dem Programm das bei der Karte dabei war (Power Director) gings aber einigermasen.. nur bei Knitterstellen war der Balken wieder da.

Versuch mal WinDVR 3 oder Mainconcept PVR , mit beiden habe ich sehr gute Ergebnisse gehabt (inzwischen nicht mehr mit der Geforce 4 sondern mit einer Miro PCTV (Bt 848 Chipsatz)


Titel: Re:capturen VHS (kopiergeschützt??)
Beitrag von: Jürgen am 08 Mai, 2006, 00:53
Die geschilderte Störung ist nicht Bestandteil des üblichen Macrovision-Kopierschutzes für VHS. Deren Auswirkungen sind allesamt zeitlich veränderlich, um besonders störend zu wirken, sie betreffen Helligkeit, Farbe und Synchronisierung. Typischerweise entsteht allerlei Pumpen und / oder Durchlaufen, an einem Capture-Eingang kann dann das Bild in einem bestimmten Rhythmus ganz oder teilweise aussetzen.

Ein immer wieder auftretendes Problem bei'm Capturen von VHS beruht auf den mechanisch bedingten Zeitfehlern und der Kopfumschaltung.
Erst einmal manuelles Tracking versuchen.
Dann - falls möglich - den Kopf-Umschalt-Punkt (X-Value) eher früh einstellen, nicht aus dem sichbaren Bereich schieben.
Still adjust kann auch helfen, das stellt den Unterschied der Umschaltpunkte für die beiden PAL-Halbbilder ein.
Manche gute Videorecorder haben eine Zeitbasis-Korrektur namens "TBC". Einschalten.

Und auf jeden Fall für guten Bandtransport sorgen, d.h. Laufwerk und Köpfe reinigen, die kassette vor der Überspeilung mehrmals komplett vor- und zurückspulen, ggf. auch 'mal Serviceeinstellungen machen lassen...

Zudem hängt das Ergebnis auch von der Qualität der Video-In Hardware ab.
Ich habe hier eine "antike" Fast AVMaster im Einsatz, die schafft selbst eine 100%ige Zeitbasis-Korrektur und schneidet absolut alles weg, was nicht wirklich zum Bild gehört, inklusive TXT und MV...
Derlei kann man von einer professionellen Videoschnittkarte auch erwarten, aber von "Dreingaben" wie Eingängen von GraKas eher nicht...

Übrigens "müssen" seit etlichen Jahren eigentlich alle Video-Komponenten für Endverbraucher auf MV-Kopierschutz wunschgemäss negativ reagieren, der Vertrieb von "Kopierverbesserern" oder Bauanleitungen dafür ist in D verboten. (Semi-)Professionelles Equipment dagegen backt sich meist 'n Ei d'rauf  :P

Detaillierte Anleitungen zum Umgehen von Kopierschutz sind übrigens allesamt verboten  :(
Titel: Re:capturen VHS (kopiergeschützt??)
Beitrag von: Atilla am 09 Mai, 2006, 12:34
Was mich zu der Erkenntnis Kopierschutz brachte sind 2 Dinge:
 
1. auf selbst aufgenommenen Bändern habe ich das Problem nicht
2. der Vorspann ist nicht betroffen, das Viereck schaltet sich erst zu Beginn des Filmes zu

Aber ich werde heute Abend weiterforschen.
Titel: Re:capturen VHS (kopiergeschützt??)
Beitrag von: Jürgen am 10 Mai, 2006, 00:29
Wie sieht das Viereck denn genau aus?
Geht's über die gesamte Breite, ist's völlig stabil oder pumpt's?

Ein Charakteristikum der meisten MV-Varianten ist, dass durch übergrosse oder gar falsche Synchronimpulse viele Videoeingänge mehr oder weniger übersteuert werden, wodurch die Zeilensynchronisation ausser Tritt gerät. Das macht sich meist in oberen Bildbereich bemerkbar, da dort auch noch die VHS-typischen Zeitfehler auftreten.
Die meisten Fernseher stört das nicht, aber da alle anderen Geräte ein von denen prinzipiell abweichendes Synchronsystem verwenden, ist es nicht selten, dass dann das Bild im oberen Bereich oder komplett ausfällt. Viele solcher Geräte wiederholen zudem die letzte als gültig angesehene Zeile, bis die nachste gültige erkannt wird. So ergibt sich quasi ein Rollo-Effekt. Bei vielen DVB- oder DVD-basierten ist die erste Bild-Zeile weiss, wird aber normalerweise nicht dargestellt.

Die erwähnten VHS-Zeitfehler hängen stark von der Laufwerksmechanik (back tension) ab, insbesondere, wenn die Aufnahme auf einem anderen Gerät gemacht wurde.