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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # News und Infos zu Kanälen/Paketen => Thema gestartet von: SiLæncer am 14 Dezember, 2005, 09:23

Titel: Bundesligarechte: Schlechte Karten für Premiere?
Beitrag von: SiLæncer am 14 Dezember, 2005, 09:23
Spekulationen ranken sich um die Vergabe der Bundesliga-TV-Rechte und um den Bezahlsender Premiere, der den Gerüchten zufolge beim Poker leer ausgehen wird.

Wie diverse Zeitungen berichten, spreche einiges dafür, dass stattdessen die Deutsche Telekom einen großen Teil der Rechte erwerben und diese, weil die Telekom keine Rundfunklizenz besitzt, an ARD und ZDF weiter verkauften könnte. Um die Rechte doch noch zu erhalten, müsste Premiere sein Angebot deutlich aufbessern, heißt es. Die exklusive Live-Übertragung von Bundesliga-Spielen ist die
Hauptattraktion des Bezahlsenders. Seitens des Bezahlsender gibt es dazu keine Stellungnahme, die Verhandlungen kommentiert Premiere auf Anfrage von DIGITAL FERNSEHEN nicht.

Bis zum Ende der Woche können die Bieter für die Übertragungsrechte ihre Angebote noch einmal nachbessern.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Kofler kriegt Konkurrenz vom Kabel
Beitrag von: SiLæncer am 19 Dezember, 2005, 21:39
Der Kampf um die Fernsehrechte am Massenspektakel Bundesliga geht in die entscheidende Phase. Am Mittwoch will die zuständige Deutsche Fußballiga (DFL) über die Vergabe der Rechte entscheiden. Auf das Filetstück, die Live-Übertragung der Spiele gegen Bezahlung, schielen diesmal mehr ernsthafte Bieter als der nahezu gesetzte Bewerber Premiere.
   
Kabel pokert mit

Neben der Telekom ist nach Medienberichten indirekt auch die deutsche Kabelbranche unter den Bietern. Die beiden großen Netzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) und Unity Media (ish, iesy) sollen Interesse an den Hauptrechten haben. Die Kabelanbieter wollen demnach die freie Bundesliga-Berichterstattung in der Sportschau ab 18.30 Uhr erhalten.

Telekom und Kabelbetreiber sind Neulinge in Sachen Fernsehausstrahlung. Beide müssten im Falle der Rechtezuteilung für die Grundversorgung und genügend Reichweite sorgen. Das geht nicht von jetzt auf gleich, dürfte also auf ein Kooperationsmodell mit einem Sender hinauslaufen. Schon bald werden exklusive Inhalte für Netzanbieter eine wichtige Rolle spielen. Die Triple-Play-Träume der Branche werden nur wahr, wenn attraktive Inhalte im Angebot sind - so attraktiv wie die Bundeliga.

Der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) hat auch schon pflichtschuldigst seine Bedenken gegen die neuen Mitbewerber zu Protokoll gegeben. "Die Kombination von Übertragungsrechten und Rechtehandel auf der einen sowie Monopolstrukturen im Bereich der Übertragungswege auf der anderen Seite birgt große Gefahren für den Wettbewerb und damit die Meinungsvielfalt der Medien", warnte VPRT-Präsident Jürgen Doetz. Gefährlich ist die neue Konstellation aber vor allem für Premiere.

Mehr Wettbewerb

Der bisherige Bundesliga-Monopolist hat zum ersten Mal ernsthafte Konkurrenz bei den begehrten Live-Rechten - und das aus dem Technologielager. Von weniger Wettbewerb kann also auch kaum die Rede sein. Und Wettbewerb tut weh: Denn nicht nur treiben die neuen Interessenten die Preise nach oben (die DFL erhofft sich Erlöse zwischen 400 und 500 Millionen Euro, im Vergleich zu 300 Millionen im vergangenen Jahr). Premiere verliert auch die bequeme Verhandlungsposition gegenüber der DFL, die sich den Wünschen des Pay-TV-Senders schon mal zu Willen zeigte.

Auch wenn die Runde in diesem Jahr nochmal an Kofler geht: Der Premiere-Boss ist gewarnt. Es gibt in Zukunft andere ernsthafte Mitspieler im Rechte-Zirkus, die das Zugpferd Bundesliga ins Rennen schicken möchten. Für Premiere steht also nicht weniger als die Existenz auf dem Spiel.

Quelle : www.onlinekosten.de
Titel: Härteste Bieterschlacht in der Bundesliga-Geschichte
Beitrag von: SiLæncer am 20 Dezember, 2005, 20:14
Frankfurt/Main - Nachdem sich die Bundesliga im dritten Jahr in Folge in Sachen Zuschauerzahlen auf Rekordkurs befindet, waren die audio-visuellen Live-, Erst- und Zweitverwertungsrechte an den Spielen der Ersten und Zweiten Bundesliga begehrter denn je.

"Es war die komplexeste Ausschreibung und die härteste Bieterschlacht um die Übertragungsrechte in der Geschichte der Bundesliga", hieß es Anfang Dezember aus den Reihen der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt am Main. Schließlich beschert der derzeitige Vertrag nach Angaben von Liga-Präsident Werner Hackmann den Inhabern hohe Quoten und einen wirtschaftlichen Erfolg. Am Mittwoch nun sollen die Fans endlich erfahren, wann und wo künftig der Ball im Fernsehen rollt.

Die DFL, vom Ligaverband mit der Führung der Verhandlungen beauftragt, hatte erstmals die Übertragungsrechte mit einer festen Deadline ausgeschrieben. So konnten Bieter lediglich vom 1. November bis 1. Dezember ihr Angebot für die 233 einzelnen Rechtepakete in den Bereichen Fernsehen, Internet, Handy und Ausland abgeben. Bei den Bewerbern, die um eine Fußball-Übertragung ab der Saison 2006/2007 für maximal drei Jahre buhlten, legte die DFL "im Sinne des Fans" besonderes Augenmerk auf eine inhaltliche und technische Qualitätssicherung. So war beispielsweise eine technische Reichweite im Free-TV von mindestens 80 Prozent vorgeschrieben.
 
35 Interessenten erfüllten diese und weitere Bedingungen und meldeten sich zu dem Verfahren an, darunter acht TV-Sender, 16 Rechteagenturen sowie Telekommunikations- und Internet-Konzerne. Zu den namhaftesten Vertretern gehörten mit ARD, ZDF, Premiere und dem Deutschem Sport-Fernsehen (DSF) die derzeitigen Rechteinhaber sowie die "Neulinge" ProSiebenSat.1, RTL, der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland und die Deutsche Telekom. Wie viele von den Registrierten letztlich auch ein Angebot abgegeben haben, verriet die DFL bislang nicht. Bekannt wurde allerdings, dass für jedes Verwertungsszenario und jedes zu erwerbende Paket mehrere Gebote vorlagen.

Die DFL hatte für die TV-Übertragungen sechs Übertragungs-Varianten ausgeschrieben. Würde der Bezahlsender Premiere, der "mehr Exklusivität" verlangt hatte, die Rechte für Free- und Pay-TV erhalten, würde die ARD am Samstag erst ab 22.00 Uhr von den Begegnungen berichten dürfen. Weiterhin ist ein neues Freitagsspiel und samstags um 18.30 Uhr ein "Match of the Day" möglich. Die Option, dass Premiere alle TV-Rechte an der Bundesliga erwerben könnte, ist auf harsche Kritik bei Fans und Politikern gestoßen. Die ARD hatte wiederholt gefordert, dass ihre "Sportschau" am Samstag nicht später als zum jetzigen Sendetermin um 18.10 Uhr laufen dürfe.

Für den noch bestehenden Vertrag bis zum Ende der Spielzeit 2005/2006 legten ARD, ZDF, Premiere und DSF 2003 ganze 290 Millionen Euro auf den Tisch. Der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung und Verhandlungsführer Christian Seifert ging bereits im Vorfeld der jetzigen Entscheidung von einer deutlichen Steigerung der Kaufsumme aus. Hackmann begründete: "Die TV-Ausschreibung ist die wichtigste Refinanzierungsquelle, die wir in der Bundesliga für unsere Vereine haben. Wir sind auf die Einnahmen aus der TV-Verwertung angewiesen, auch um in Europa wettbewerbsfähig zu bleiben."

Dennoch ging es den Verantwortlichen nach eigenen Angaben nicht darum, automatisch dem Interessenten mit dem höchsten Gebot den Zuschlag zu erteilen. Bei der Vergabe habe die DFL nach den Bedürfnissen der Fans und Zuschauer, redaktioneller Kompetenz, zu erwartender Zuschauer-Reichweite, strategischer Perspektive, Bonität des Bewerbers und nach der wirtschaftlichen Attraktivität des Gebots entschieden.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Poker um Bundesliga-Übertragungsrechte noch nicht vollständig beendet
Beitrag von: SiLæncer am 22 Dezember, 2005, 12:27
Kabel Deutschland steht nach eigenen Angaben mit Arena erst noch in Verhandlungen um die Pay-TV-Rechte für die Fußball-Bundesliga, die sich das Konsortium sichern konnte. Dies erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber heise online. Entgegen anderer Darstellung sei Kabel Deutschland, an dessen Netz nach eigenen Angaben 9,6 Millionen Haushalte in 13 Bundesländern angeschlossen sind, nicht an dem Arena-Konsortium beteiligt. Vielmehr handele es sich bei Arena um eine 100-prozentige Tochter der Unity Media, ihrerseits wiederum einen Zusammenschluss der Netzbetreiber Tele Columbus und iesy, einschließlich deren Tochter ish.

Die Frage, wie man die in den Ausschreibungsbedingungen für die Pay-TV-Rechte geforderte Reichweite von mindestens 40 Prozent der deutschen Haushalte ohne Beteiligung von Kabel Deutschland erreichen konnte, blieb bislang allerdings unbeantwortet. Ebenso ließ sich nicht klären, ob Arena gegebenenfalls den Wirten der "Premiere Sport Bars", die mittels Premiere-Abo die Bundesliga in die Kneipe bringen, ein eigenes Angebot unterbreiten werde. Allerdings will Arena am heutigen Donnerstag eine eigene Pressekonferenz zum Thema Bundesliga-Übertragungsrechte geben. Dabei will man auch zu möglichen Ausstrahlungen seitens Kabel Deutschland und/oder Premiere Stellung nehmen. Bereits am gestrigen Mittwochabend war teilweise zu vernehmen, dass sich der Münchener Pay-TV-Sender nun bei Arena um Übertragungsrechte bemühe.

Quelle : www.heise.de
Titel: Bundesliga-Übertragung: Nichts Genaues weiß man nicht
Beitrag von: SiLæncer am 22 Dezember, 2005, 18:29
Der Käufer der Pay-TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga, die Arena Sport Rechte und Marketing GmbH, hat offenbar noch keinen konkreten Plan, wie die in den Ausschreibungsbedingungen für die Vergabe der Pay-TV-Rechte geforderte Reichweite von mindestens 40 Prozent der deutschen Haushalte erreicht werden soll. Auf einer Pressekonferenz am heutigen Donnerstag in München erklärte der Sprecher der Arena-Geschäftsführung, Bernard de Roos, lediglich, man sei offen für Kooperationen und auch Beteiligungen von Partnern.

Arena hatte von der Deutschen Fußball Liga GmbH (DFL) am gestrigen Mittwoch die Pay-TV-Rechte für die kommenden drei Spielzeiten zugesprochen bekommen und zahlt dafür rund 240 Millionen Euro jährlich. Ein entscheidender Grund für die Rechte-Vergabe der DFL an die 100-prozentige Tochter des Kabelnetzbetreibers Unity Media, der rund 7 Millionen Kabelhaushalte vorrangig in Nordrhein-Westfalen und Hessen versorgt, scheint die im Vorfeld kolportierte enge Zusammenarbeit mit dem größten deutschen Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) gewesen zu sein.

Sprecher de Roos betonte heute erneut, Arena sei eine Initiative der Kabelbetreiber Deutschlands insgesamt, doch Kabel Deutschland erklärte, man stehe erst noch in Verhandlungen um die Pay-TV-Rechte für die Fußball-Bundesliga, die sich das Konsortium sichern konnte. Entgegen anderer Darstellung sei Kabel Deutschland, an dessen Netz nach eigenen Angaben 9,6 Millionen Haushalte in 13 Bundesländern angeschlossen sind und das über ein eigenes Pay-TV-Angebot mit etwa 320.000 Kunden verfügt, nicht an dem Arena-Konsortium beteiligt. Hinter der Muttergesellschaft Unity Media stehen vor allem US-amerikanische und britische Finanzinvestoren, darunter die britische BC Partners und Apollo Investment aus New York, die 39 beziehungsweise 31 Prozent an der Gesellschaft halten.

Allerdings schloss de Roos selbst eine Sublizenzierung von Übertragungsrechten an den Bezahlsender Premiere nicht kategorisch aus. Premiere-Chef Georg Kofler hatte sich am Mittwoch dafür offen gezeigt, nachdem Premiere als großer Verlierer der Vergabe leer ausgegangen war. Der Börsenwert des Unternehmens hatte sich daraufhin nahezu halbiert. Am Donnerstag notierte die Premiere-Aktie nach dem Kursverlust des Vortages von mehr als 40 Prozent praktisch unverändert bei 13,68 Euro.

Konkrete Angaben zu den künftigen Übertragungsmodalitäten der Fußball-Bundesliga im Pay-TV will Arena erst im Frühjahr 2006 machen. De Roos wiederholte lediglich die bereits am Vortag bekannten Eckdaten. So werde das Pay-TV-Angebot von der Saison 2006/2007 an unter 20 Euro im Monat liegen. Klar sei außerdem, dass der neue TV-Sender nicht unter dem Namen Arena vorgestellt werde. "Wir bauen eine eigene neue Redaktion in München auf. Das ist einer der besten Medienstandorte." Arena werde sich die beste Produktion und Redaktion leisten. Namen wollte er nicht nennen.

Klar ist allerdings schon jetzt, dass die Fernsehbilder aus den Stadien auch künftig im Auftrag der DFL von der Produktionsfirma FairPlay Productions geliefert werden. FairPlay Productions produziert schon jetzt alle Premiere Live-Sendungen aus den Stadien der Bundesliga und 2. Bundesliga und stellt Kameraleute, Regisseure und Techniker. Jedes Bundesliga-Spiel wird dabei mit mindestens acht Kameras produziert. Das Basissignal wird allen beteiligten Sendern zur Verfügung gestellt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Premiere hofft noch auf Bundesliga-Spiele
Beitrag von: SiLæncer am 23 Dezember, 2005, 12:41
Der Bezahlsender Premiere hat die Hoffnung auf die Übertragung von Bundesliga-Spielen im kommenden Jahr noch nicht aufgegeben. Premiere werde sich Kooperationsangeboten von Seiten der neuen Rechteinhaber nicht verschließen, sagte Konzernchef Georg Kofler dem Nachrichtensender n-tv. "Es gibt dafür auch handfeste Ansatzpunkte, beispielsweise durch die Tatsache, dass in den allermeisten Premiere-Haushalten ein neues Pay-TV-Angebot nur unter aktiver Mitwirkung von Premiere empfangen werden kann." Hier liege es nahe, dass sich Partner verständigen.

Premiere hatte beim Bieterwettbewerb um die Pay-TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga verloren. Durchgesetzt hat sich das Kabelnetzbetreiber- Konsortium Arena. Gespräche seien geplant, sagte Kofler. "Wir werden jetzt erst mal den Pulverdampf sich etwas verziehen lassen und dann sicherlich vernünftige Gespräche führen."

Zu Spekulationen, Finanzinvestoren wollten Premiere schwächen, um das Unternehmen anschließend zu übernehmen, sagte Kofler: "Wir haben da keine Berührungsängste. Der internationale Trend geht ohnehin in Richtung neue Kombinationen zwischen Medienunternehmen, zwischen Infrastrukturunternehmen, Telekommunikationsunternehmen." Auch in Deutschland werde man in den nächsten Jahren neue Kombinationen erleben.

Siehe dazu auch:

    * Bundesliga-Übertragung: Nichts Genaues weiß man nicht
    * Poker um Bundesliga-Übertragungsrechte noch nicht vollständig beendet
    * Kabelnetzbetreiber schlagen Premiere im Kampf um Bundesliga-Rechte aus dem Rennen


Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/67701
Titel: Premiere klagt gegen Fusion der Kabelfirmen Ish und Iesy zu Unity Media
Beitrag von: SiLæncer am 25 Dezember, 2005, 13:55
Der Bezahlsender Premiere will der Vergabe der Pay-TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga für die kommenden drei Spielzeiten an ein Tochterunternehmen des Kabelnetzbetreibers Unity Media nicht tatenlos zusehen. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärte Premiere-Chef Georg Kofler, sein Unternehmen habe gerade eine Klage beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingereicht. Ziel ist offenbar, die Fusion der Kabelfirmen Ish und Iesy zu Unity Media nachträglich durch das Bundeskartellamt für unzulässig erklären zu lassen. Nach Meinung Koflers gibt es eine vertikale Integration von marktbeherrschenden Stellungen, wenn Netz und Inhalte in einer Hand sind. Premiere als "pures Fernsehhaus" habe dadurch einen Nachteil.

In der vergangenen Woche hatte die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) die Pay-TV-Rechte bis 2009 an die neu gegründete Arena Sport Rechte und Marketing GmbH vergeben. Arena ist eine 100-prozentige Tochter von Unity Media, versteht sich aber als "Initiative der Kabelbetreiber Deutschlands insgesamt". Obwohl im Vorfeld der Rechte-Vergabe eine enge Zusammenarbeit Arenas mit dem größten deutschen Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) kolportiert wurde, ist bislang noch unklar, wie Arena die in den Ausschreibungsbedingungen für die Vergabe der Pay-TV-Rechte geforderte Reichweite von mindestens 40 Prozent der deutschen Haushalte erreichen will. Bislang versorgt Unity Media über die Töchter Ish, Iesy und TeleColumbus lediglich rund 7 Millionen Kabelhaushalte vorrangig in Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Trotz Klage schließt Kofler aber auch den Erwerb von Sub-Lizenzen für Live-Übertragungen von Spielen der Fußball-Bundeliga nicht aus. Dies könne unter neuen Konditionen und Kombinationen im Interesse der Premiere-Abonnenten durchaus Sinn machen, sagte er der Süddeutschen. Und selbst eine Übernahme Premieres durch Kabelkonzerne wie KDG oder Unity Media ist ein Schachzug, den selbst das Premiere-Management gedanklich offenbar schon durchgespielt hat. "Wir werden mittelfristig neue Konstellationen auf den Medien- und Kommunikationsmärkten sehen – das ist ein weltweiter Trend. Das ist jetzt mit den Fußballrechten als Katalysator möglicherweise gefördert worden", sagte der Premiere-Chef im Interview.

Siehe dazu auch:

    * Premiere hofft noch auf Bundesliga-Spiele
    * Bundesliga-Übertragung: Nichts Genaues weiß man nicht
    * Poker um Bundesliga-Übertragungsrechte noch nicht vollständig beendet
    * Kabelnetzbetreiber schlagen Premiere im Kampf um Bundesliga-Rechte aus dem Rennen

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/67769
Titel: Bundesliga im "Baustein"-Satz - Arena zu Übertragungsplänen
Beitrag von: SiLæncer am 29 Dezember, 2005, 10:14
Berlin - Der Kabelzusammenschluss Arena hat erste Vorstellungen über die geplanten Sendungen zur Übertragung der Bundesligaspiele ab der Saison 2006/2007 im Abonnement vorgestellt. Premiere soll leer ausgehen.

So denke das Unternehmen über "viele verschiedene Pakete" nach, die von den Kunden im "Baustein-Verfahren" gebucht werden könnten, sagte Arena-Generalbevollmächtigter Bernard de Roos in einem am Mittwoch verbreiteten Interview mit der Tageszeitung "Die Welt". Zudem sei geplant, dass Abonnenten die Spiele ihres Lieblingsvereins als "Follow-Your-Team"-Angebot bestellen könnten. Insgesamt solle das Angebot höchstens bei 20 Euro im Monat liegen, versprach Roos.
 
Zudem bekräftigte er die Absicht, Teile der Übertragungsrechte in Sublizenzen weiterzugeben, auch an große frei empfangbare Fernsehsender. Dazu lägen dem Unternehmen bereits "verpflichtende Offerten" vor. Dass dabei auch der Bezahlsender Premiere zum Zuge käme, hält Roos allerdings für unwahrscheinlich. "Wir wollen eine neue Sendeplattform neben Premiere in Deutschland aufziehen. Aus dem Monopol soll ein Duopol werden", unterstrich er.

Premiere war bei der Vergabe der Bundesligarechte vor Weihnachten überraschend rausgeflogen und hatte daraufhin Arena, das den Zuschlag für die Bezahlrechte erhielt, Interesse an einer Unterlizenz signalisiert. Zugleich klagt Premiere allerdings gegen die Arena-Mutter Unity Media - einem Zusammenschluss der Kabelnetzbetreiber Ish und Iesy -, weil diese mit dem Marktführer Kabel Deutschland zur Verbreitung des Fußballangebots verhandelt.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Bundesliga: Premiere-Sonderkündigungsrecht greift nicht sofort
Beitrag von: SiLæncer am 04 Januar, 2006, 08:09
Unterföhring - Kunden des Bezahlsenders Premiere können wegen des Verlusts der Bundesliga-Übertragungsrechte ab der Saison 2006/2007 vorerst nicht vorzeitig aus ihrem Vertrag.

Bis zum Ende der Saison 2005/06 wird das Fußball-Angebot unverändert ausgestrahlt. Danach hätten Abonnenten des Paketes "Fußball live" ein Sonderkündigungsrecht, da sich wesentliche Inhalte des Programms verändern würden, sagte Premiere-Sprecher Dirk Herdeegen.

Es sei aber zu früh, darüber zu spekulieren, wie viele Kunden von diesem Recht Gebrauch machen würden. Da sich Premiere um Sublizenzen bemühe, sei nämlich noch nicht klar, welche Spiele künftig live übertragen würden. Hier müsste erst die weitere Entwicklung abgewartet werden. So werde der Sender im Januar mit dem Übertragungsrechtinhaber Arena verhandeln.

Für die kommerziellen Übertragungsrechte der Fußballbundesliga ab 2006/07 will sich Premiere direkt bewerben. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wolle diese im ersten Quartal 2006 ausschreiben, sagte Herdeegen.

Premiere klärt derzeit mit ganzseitigen Anzeigen in Tageszeitungen seine Kunden auf, dass der Sender auch weiterhin "in der ersten Liga" spielen und im WM-Jahr alle 64 Spiele der Weltmeisterschaft und ab September die Topspiele der Uefa Champions League übertragen wird. In den Annoncen verspricht Premiere auch, in den nächsten Monaten daran zu "arbeiten", die Bundesliga wieder ab August zu zeigen.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Arena will Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga weiterverkaufen
Beitrag von: SiLæncer am 24 Januar, 2006, 18:46
Die Münchner Arena Sport Rechte und Marketing GmbH, Käuferin der Pay-TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga für die kommenden drei Spielzeiten, will Teile ihrer Übertragungsrechte offenbar schon in Kürze weiterverkaufen. Derzeit führe Arena Verhandlungen mit den Privatsendergruppen RTL und ProSiebenSat1, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) unter Berufung auf Branchenkreise. Dabei soll es sich vor allem um die Live-Rechte für das neue Freitagsspiel sowie die beiden Sonntagsspiele der 1. Bundesliga handeln.

Arena, Tochterunternehmen des Kabelnetzbetreibers Unity Media, hatte die Pay-TV-Rechte im Dezember von der Deutschen Fußball Liga GmbH (DFL) zugesprochen bekommen und zahlt dafür rund 240 Millionen Euro jährlich. Der Bezahlsender Premiere, bisheriger Inhaber der Pay-TV-Rechte, sucht unterdessen weiter nach Möglichkeiten, künftig doch noch Spiele der Bundesliga live übertragen zu können. Sein Unternehmen werde sowohl auf Arena als auch auf T-Online (das sich die Internet-Übertragungsrechte gesichert hatte) zugehen, sagte Premiere-Chef Georg Kofler auf dem Digital Lifestyle Day in München,

Im Fall Arena könnte allerdings hinderlich sein, dass Premiere zuletzt eine Klage beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingereicht hatte, mit dem Ziel, die Fusion der Kabelfirmen Ish und Iesy zu Unity Media nachträglich durch das Bundeskartellamt für unzulässig erklären zu lassen. Ob Unity Media bei einer Aufspaltung in Free- und Pay-TV-Übertragungen genügend Abonnenten für das teuer erkaufte Projekt Bundesliga-Live finden wird, ist fraglich. Denn wer will schon bis zu 20 Euro monatlich extra ausgeben, wenn 30 Prozent der Spiele sowieso frei empfangbar sind.

Quelle : www.heise.de
Titel: Premiere: Letzte Hoffnung Bundesliga
Beitrag von: SiLæncer am 14 Februar, 2006, 19:42
Premiere-Chef Georg Kofler hat noch immer die Hoffnung, die Rechte zur Übertragung der Bundesliga kaufen zu können. Rechteinhaber Arena aber will davon nichts wissen.

München - Bei den Verhandlungen mit den Inhabern der Live-Übertragungsrechte gebe es Fortschritte, sagte Vorstandschef Georg Kofler heute in München, "aber Ergebnisse sind erst in den kommenden Wochen zu erwarten". Bis dahin seien Prognosen für die Umsatz- und Gewinnentwicklung in diesem Jahr nicht möglich. Premiere sei aber auch ohne Fußball-Bundesliga attraktiv. "Insgesamt sind wir für den künftigen Wettbewerb im Fernsehmarkt solide und flexibel positioniert."

Bei der Übertragung der Champions-League konnte Premiere das Deutsche Sportfernsehen (DSF) als Free-TV-Partner gewinnen. Das DSF werde ab kommender Saison an jedem der 13 Spieltage eine Begegnung live ausstrahlen und außerdem die Höhepunkte der weiteren Spiele zeigen, teilten beide Sender mit. Die Top-Spiele seien aber nur auf Premiere zu sehen, betonte Kofler. Von jeder Bundesliga-Mannschaft im Wettbewerb werde DSF mindestens ein Spiel pro Saison zeigen. Die Vereinbarung gelte für die nächsten drei Jahre.

Im vergangenen Jahr machte Premiere erstmals einen Gewinn. Nach Steuern erzielte der Konzern ein Ergebnis von 48,7 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren noch Verluste in Höhe von 80,6 Millionen Euro aufgelaufen. "Bei der Profitabilität haben wir einen kräftigen Sprung nach vorne gemacht", sagte Kofler. Falls der Pay-TV-Sender in der nächsten Saison tatsächlich keine Fußball-Bundesliga senden könne, müsse er vielleicht kleinere Brötchen backen. Dies müsse aber nicht weniger profitabel sein. "Wir sind in keiner Panik- oder Katastrophenstimmung."

Arena verhandelt mit anderen

Die zu dem Kabelnetzkonsortium Unity Media gehörende Sportrechteagentur Arena hatte Premiere im Bieterverfahren um die Pay-TV-Übertragungsrechte für die Bundesliga ausgestochen. Premiere verhandelt nun nach eigenen Angaben über eine Sublizenz. Arena bestreitet allerdings, dass solche Gespräche stattfinden. "Es gibt derzeit keine Verhandlungen mit Premiere", sagte eine Arena-Sprecherin in München. Verhandelt werde mit verschiedenen anderen Partnern wie Kabel Deutschland und Astra Satellit. Die Ergebnisse sollen im März bekannt gegeben werden.

Nach Angaben aus Branchenkreisen ist Arena auch nicht an einer Weiterlizenzierung an Premiere interessiert. Seit dem Verlust der Rechte hat die Premiere-Aktie die Hälfte ihres Börsenwerts verloren. Experten rechnen mit zahlreichen Kündigungen im Sommer.

Im vergangenen Jahr konnte der Pay-TV-Sender seinen Aufwärtstrend noch fortsetzen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um gut 73,5 Prozent auf 137,5 Millionen Euro. Damit lag Premiere im Rahmen der Erwartungen. Der Gesamtumsatz legte um 9,1 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro zu. "Mit einer Wachstumsrate von 9,1 Prozent liegen wir weiterhin klar über dem Durchschnitt der deutschen Medienindustrie", sagte Kofler. Die Zahl der Abonnenten sei im vergangenen Jahr um 319.282 auf 3,57 Millionen gestiegen.

Analysten enttäuscht

Analysten hatten etwas bessere Ergebnisse und einen konkreten Ausblick erwartet. "Alles in allem sind das enttäuschende Nachrichten", sagte Christoph Schlienkamp vom Bankhaus Lampe.

Stefan Weiss von der WestLB sagte, erst das erste Quartal werde zeigen, wie abhängig Premiere von der Bundesliga sei. Christian Schindler von der Landesbank Rheinland-Pfalz erwartet einen Abonnenten-Rückgang von 20 Prozent.

Auch die Gerüchte um einen Einstieg der Investorengruppe von Haim Saban konnte die Skepsis der Analysten nicht vertreiben. Mit dem Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 gebe es "keine konkreten Gespräche" über einen Einstieg. Er habe auch keinen Hinweis, dass die Investorengruppe von Haim Saban einen Übernahmeversuch starten würde, sagte Kofler und verwies auf den großen Streubesitz bei Premiere. Aber dass "eine Kombination zwischen Pay-TV und Free-TV Sinn machen kann, liegt auf der Hand", sagte Kofler.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Bundesliga-TV: Abonnenten brauchen vielleicht neuen Decoder
Beitrag von: SiLæncer am 06 März, 2006, 09:47
Mögliche Kooperation mit Decoderbox-Hersteller Technisat

Erst hieß es, dass man trotz des Verlustes der Bundesliga-Rechte durch Premiere keinen neuen Decoder benötigt. Doch nun schürt ein Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) die Spekulationen, dass die Abonnenten vielleicht doch neue Hardware benötigen.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt, dass eine mögliche Kooperation zwischen Arena und dem Hardwarehersteller Technisat geprüft wird. Für neue Decoder spricht die Tatsache, dass Arena dann keine Lizenzzahlungen für die Premiere-Decoder leisten müsse, so die FAZ.

Die von Technisat eingesetzte Verschlüsselung Cryptoworks ist nicht mit dem Premiere-Decoder kompatibel, schreibt die FAZ weiter und spricht von 1,8 Millionen Premiere-Satellitendecodern.

Es dürfte schwierig werden, in der kurzen Zeit bis zum Saisonstart eine derart hohe Zahl von Decodern zu produzieren und zu verteilen, so dass es sich vermutlich eher um eine längerfristige Planung handelt.

Arena ist eine Holding der Kabelbetreiber ish, iesy und Tele Columbus.

Quelle : www.golem.de
Titel: Premiere-Verträge jetzt kündbar?
Beitrag von: SiLæncer am 18 März, 2006, 11:24
Beliebige Leistungs- und Preisänderungen in laufenden Verträgen des Bezahlsenders Premiere sind unzulässig. Das Landgericht München I hat jetzt mehrere Passagen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für unwirksam erklärt. Premiere hatte sich vorbehalten, seine Leistungen und Preise zum Teil beliebig zu ändern, ohne die Belange der Verbraucher hinreichend zu berücksichtigen, und seinen Kunden häufig ein Sonderkündigungsrecht vorenthalten. Das Urteil ist besonders brisant, nachdem Premiere bei der Vergabe der Senderechte für die Fußball-Bundesliga leer ausgegangen ist.

Das Landgericht folgte der Auffassung des Verbraucherzentrale-Bundesverbandes (vzbv) und untersagte in einer jetzt veröffentlichten noch nicht rechtskräftigen Entscheidung (Aktenzeichen 12 O 17192/05) die Verwendung der angegriffenen Bedingungen.

Dies betrifft zunächst eine Klausel, mit der sich Premiere vorbehält, das Programmangebot, die einzelnen Kanäle, deren Nutzung und die Zusammensetzung der Programmpakete "zum Vorteil des Abonnenten zu ergänzen, zu erweitern oder in sonstiger Weise zu ergänzen". Nach Ansicht der Kammer handelt es sich um einen unwirksamen Leistungsänderungsvorbehalt zugunsten des Anbieters, da nicht hinreichend auf die Zumutbarkeit einer Änderung für den Kunden abgestellt werde. Was ein "Vorteil" für den Kunden sei, sei nicht ausreichend bestimmt. Demgegenüber sei zu berücksichtigen, dass der Kunde aus einem umfangreichen Angebot von Kanälen und Programmpaketen ein spezifisches Leistungspaket wählt. Dieser Entscheidung kommt daher eine besondere Bedeutung zu, die bei der vorbehaltenen Beliebigkeit der Leistungsänderungsklausel nicht berücksichtigt wird.

Weiterhin darf auch eine Klausel nicht mehr verwendet werden, nach der eine einmalige jährliche Preiserhöhung erfolgen kann, wenn sich die Kosten der Bereitstellung des Programms erhöhen. Die Klausel sah vor, dass die Preiserhöhung drei Monate im Voraus angekündigt werden muss und der Abonnent berechtigt ist, zu kündigen, wenn die Erhöhung mehr als 5% ausmacht. Die Klausel gebe die Voraussetzungen der Erhöhung nicht genügend konkret an. Gleichzeitig sei die Preiserhöhung für die Kunden nicht kalkulierbar. Nachdem die Premiere-Werbung gerade auf das Angebot eines bestimmten Leistungspaketes für einen bestimmten Preis abziele, müsse der Preis für die Kunden grundsätzlich fest bleiben.

Unwirksam sind laut Gericht auch die Klausel, nach der sich Premiere vorbehält, bei Änderungen und Umstrukturierungen des Programmangebots die Beiträge zu ändern, und eine weitere Klausel, nach der der Kunde bei Zustimmung zu einer Leistungsänderung wegen einer Anpassung der Preisstruktur nicht mehr kündigen darf.

Sämtliche dieser Klauseln darf Premiere für den Fall, dass das Urteil rechtskräftig wird, nicht mehr verwenden und sich in bestehenden Verträgen darauf nicht mehr berufen. Für den Fall einer Zuwiderhandlung wurden Ordnungsmittel (Ordnungsgeld oder Ordnungshaft) angedroht.

"Das Urteil stärkt die Rechtsstellung der Verbraucher, die sich von ihrem Vertrag lösen wollen, sollte Premiere in der kommenden Saison keine Fußball-Bundesliga mehr übertragen", kommentiert Patrick von Braunmühl, Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsfragen beim vzbv. Die klaren Worte des Gerichts, etwa dass bei der Abwägung "dem Interesse des Kunden an der versprochenen Leistung grundsätzlich der Vorrang gebührt", untermauern die Position des Verbraucherverbandes, dass Premiere den Kunden mit der Komponente "Premiere Fußball Live" zumindest ein Kündigungsrecht gewähren muss, wenn der Sender seine vertraglichen Pflichten nicht erfüllen kann. "Nach dem Vertrag schuldet Premiere gerade bei laufenden Vereinbarungen die Übertragung der Fußball-Bundesliga auch in der kommenden Saison", so von Braunmühl. Unzulässig wäre es dann, die Kunden im Falle der Nichterfüllung an den Vertrag zu binden.

Der vzbv fordert Premiere auf, eintreffende Kündigungen verbraucherfreundlich abzuwickeln und die Kunden aus dem Vertrag zu entlassen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Arena setzt auf Cryptoworks - Astra-Tochter aus dem Spiel
Beitrag von: SiLæncer am 25 März, 2006, 14:39
Der künftige Live-Rechteinhaber der Fußball Bundesliga, Arena, setzt nach einem Bericht des Magazins "Focus" (Montag) auf Cryptoworks als Verschlüsselungssystem.

Damit wäre der Pay-Anbieter Premiere aus dem Spiel, der bis zuletzt auf eine Kooperation und Lizenzeinnahmen bei der Nutzung seiner Nagravision/Betacrypt-Smartcards gehofft hatte. Eine Nutzung der älteren d-box, die noch bei einer breiten Basis der Abonnenten genutzt wird, ist in diesem Fall aber nahezu ausgeschlossen.

Obwohl Arena erst in dieser Woche Tranponderkapazitäten beim Satellitenanbieter SES Astra angemietet hatte, soll nach "Focus"-Informationen nicht die Sendetochter APS für die Signalzuführung zuständig sein. Statt dessen werde die ORF-Tochter ORS verpflichtet, hieß es. Der technische Dienstleister betreibt bereits eine Cryptoworks-Plattform, weil der ORF in diesem Standard verschlüsselt ist.

Nach früheren Medienberichten soll der neue Fußball-Sender der Sportrechteagentur ebenfalls "Arena" getauft werden, die Preise für Abonnements bei 15 Euro monatlich liegen. Das Unternehmen will alle Details am Montag in München bekannt geben.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Bundesliga-Live-TV künftig für 14,90 Euro pro Monat
Beitrag von: SiLæncer am 27 März, 2006, 17:06
Die Arena Sport Rechte und Marketing GmbH, neue Inhaberin der Live-Übertragungsrechte für die nächsten drei Bundesliga-Spielzeiten, hat ihre Pay-TV-Pläne bekannt gegeben. Demnach will das Unternehmen, das den Pay-TV-Sender Premiere ausstach, alle 612 Spiele der ersten und zweiten Liga zum monatlichen Abo-Preis von 14,90 Euro anbieten. "Das ist der Richtpreis, den Arena bestehenden und möglichen neuen Partnern empfiehlt", lautet die entsprechende Passage in der Mitteilung.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/71326)

Quelle : www.heise.de
Titel: Re:Bundesliga-Live-TV künftig für 14,90 Euro pro Monat
Beitrag von: Croromano am 27 März, 2006, 18:23
Also billig ist's mal gar nicht, vor allem wenn man bedenkt, dass es nur 1. und 2. Bundesliga sind, die da angeboten werden!  :P
Und die Aktivierungskosten (30€ für Sat!) sind fast schon ein Hammer, find ich...
Titel: Arena Fußball: Die Fallstricke und Einschränkungen des Abonnements
Beitrag von: SiLæncer am 28 März, 2006, 14:35
Der Pay-TV-Anbieter Arena erschwert nicht nur Satellitenkunden den Abschluss eines Abonnements für die kommende Spielzeit der Fußball-Bundesliga.

Auch eine Verknüpfung der Smartcard mit dem eingesetzten Receiver ist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu lesen. Dort steht: "Der Kunde wird sowohl bei Vertragsbeginn als auch bei einem späteren Wechsel des Digital Receivers deren Herstellerfirma, den Serientyp und die Seriennummer arena mitteilen, damit der Digital Receiver der SmartCard ggf. zugeordnet werden kann."

Und weiter: "arena kann verlangen, dass die überlassene SmartCard ausschließlich in Verbindung mit einem der SmartCard zugeordneten Digital Receiver verwendet wird. Außerdem ist arena berechtigt, dem Kunden ausschließlich SmartCards zu überlassen, die nur mit einem der SmartCard zugeordneten Digital Receiver genutzt werden können (sog. "Pairing")." Derzeit ist diese Verknüpfung zumindest im Web-Formular aber noch nicht bindend. Wer die Felder "Digital-Receiver" oder "Seriennummer" leer lässt, kann trotzdem bestellen. Sollte das Pairing künftig eingeführt werden, könnte die Smartcard nur mit einem einzigen Receiver im Haushalt betrieben werden - eine ärgerliche Einschränkung, die bereits bei Premiere für viel Verdruss auf Kundenseite sorgte. Denn die Ausgabe weiterer Karten pro Haushalt ist nicht vorgesehen.

Eine Online-Prüfung der Bank-Zugangsdaten findet im Gegensatz zur Adressprüfung noch nicht online statt. Bei einer Testbestellung der SAT+KABEL heute morgen wurden auch sinnfreie Angaben bestätigt. Ein Abonnement ist nur mit Bankeinzug möglich.

Will ein Kunde außerordentlich kündigen, muss laut AGB ein "vorübergehender Programmausfall für mindestens zwei Wochen ununterbrochen andauern". Eine Verlängerung der Vertragslaufzeit sei aufgrund einer Programmunterbrechung aber ausgeschlossen.

Abzuwarten bleibt, ob sich die erhobene "Bereitstellungsgebühr" in Höhe von 5 Euro für Zuschauer, die ihr Programm digital über SES Astra auf 19.2 Grad Ost empfangen (SAT+KABEL berichtete gestern) als Forderung des Luxemburger Satellitenbetreibers erweist.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Premiere will mit Preissenkungen Abo-Verluste aufhalten
Beitrag von: SiLæncer am 29 März, 2006, 09:47
Der Verlust der Übertragungsrechte der Bundesliga geht offenbar einher mit vermehrten Abo-Kündigungen. Dem will Premiere mit Preissenkungen entgegen wirken.


Der Bezahlsender Premiere wird die Preise nach dem Verlust der Bundesliga-Übertragungsrechte senken. "Premiere nimmt den neuen Wettbewerb sportlich an. Unsere Antwort in Form von Angeboten und Preisen werden wir noch vor Ablauf der Bundesliga-Saison bekannt geben", sagte Vorstandschef Georg Kofler dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). Der neue Bundesliga-Sender Arena hatte Premiere völlig überraschend bei dem Bieterwettbewerb für die nächsten drei Spielzeiten der Bundesliga übertrumpft.

Über exakte Preismodelle verfügt Premiere dem Bericht zufolge noch nicht. Denn noch habe Kofler die Hoffnung, die Bundesliga übertragen zu können, nicht aufgegeben. "Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass in unserem Angebot auch Bundesliga enthalten sein wird", sagte er. Er gehe davon aus, dass die Gespräche mit der Deutschen Telekom und Unity Media es ermöglichen, die Bundesliga ab kommender Saison zu zeigen.

Quelle : www.pcwelt.de
Titel: Premiere und Telekom kooperieren bei Fußball
Beitrag von: SiLæncer am 31 März, 2006, 10:33
Deutsche Fußball Liga will keinen Konkurrenten für Arena

Ein Einstieg der Telekom bei Premiere ist offenbar keine Option mehr. Die beiden Unternehmen bilden allerdings eine Allianz in Sachen Bundesliga-Fernsehen, die Premiere doch noch zu einem Konkurrenten von Arena machen würde. Die Deutsche Fußball Liga stemmt sich angeblich gegen die Pläne.

Die Deutsche Telekom und der Pay-TV-Sender Premiere haben sich offenbar auf Eckpunkte einer weit reichenden Allianz verständigt. Wie die Financial Times Deutschland (FTD) unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Kreise berichtete, soll Premiere die geplanten Bundesliga-Übertragungen des Bonner Konzerns im Internet produzieren. Im Gegenzug könne Premiere das Fußballprogramm der Telekom seinen Kunden zugänglich machen.

Die Telekom hatte im Dezember den Zuschlag für die Internetübertragungsrechte der Bundesliga erhalten. Für Premiere war die Übertragung der Fußball-Bundesliga bisher das wichtigste Verkaufsargument, der Verlust der Rechte daher ein herber Schlag. Analysten rechneten mit einer Kündigungswelle, denn zahlreiche Zuschauer haben Premiere nur der Liveübertragungen wegen abonniert.

Jetzt könnte dem Sender dank der Telekom doch noch der Weg in die weitere Liga-Übertragung offen stehen. Indes prüft offenbar die Deutsche Fußball Liga (DFL), ob die Telekom-Pläne überhaupt mit den Angaben bei der Bewerbung um die Rechte übereinstimmen. Laut FTD, die sich auf mit dem Vorgang vertraute DFL-Mitarbeiter beruft, stemmt sich DFL-Chef Christian Seifert bislang dagegen, dass die Telekom dem Unternehmen Arena, das sich im Bieterrennen um die Pay-TV-Rechte gegen Premiere durchgesetzt hatte, Konkurrenz macht.

Daran kann die DFL auch deswegen kein Interesse haben, weil die Liga selbst erwägt, bei Arena einzusteigen. Arena ist die Tochter eines Konsortiums von Kabelnetzbetreibern und kann die Bundesliga in den nächsten drei Spielzeiten live übertragen. Dafür zahlt Arena der Liga jeweils rund 210 Millionen Euro. Die Telekom erwarb für mehr als 40 Millionen Euro die Internetrechte.

Spekulationen um einen Einstieg der Telekom bei Premiere hatten den Aktienkurs von Premiere am Donnerstag kräftig nach oben getrieben. Premiere legte mehr als fünf Prozent zu. Allerdings ist laut FTD eine direkte Beteiligung der Telekom an Premiere vom Tisch. Die Option sei zwar diskutiert, dann aber verworfen worden, hieß es demnach aus informierten Kreisen.

Premiere-Chef Georg Kofler hält derzeit knapp 14 Prozent am Sender, Finanzinvestoren gehören weitere 8,5 Prozent. Der Rest wird frei an der Börse gehandelt. Ein Telekomsprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. Ein Sprecher des Bezahlsenders sagte lediglich, das Unternehmen spreche mit Inhabern der Ligarechte.

In dem geplanten Pakt von Telekom und Premiere geht es für beide Seiten um mehr als nur um die Bundesliga-Rechte. Wie die FTD weiter berichtete, will die Telekom das Inhalte-Portfolio von Premiere - Spielfilme, Dokumentationen und Erotik - nutzen, um Kunden in ihr geplantes neues Glasfasernetz zu locken. Das neue Telekom-Netz könnte im Gegenzug in Zukunft zur bevorzugten Verbreitungsform von Premiere werden: Der Abosender will sich dadurch unabhängiger von Kabel- und Satellitennetzbetreibern machen.

Quelle : www.golem.de
Titel: Telekom verhandelt mit mehreren Fernsehsendern über Fußball-Zusammenarbeit
Beitrag von: SiLæncer am 31 März, 2006, 20:06
Die Deutsche Telekom verhandelt mit mehreren Fernsehsendern über eine Zusammenarbeit bei Live-Übertragungen von Fußballspielen im Internet. "Wir verhandeln aktuell mit mehreren Partnern. Einer davon ist Premiere" sagte ein Konzernsprecher am Freitag auf dpa-Anfrage. Darüber hinaus stehe die Telekom auch mit RTL, Eurosport und dem zu EM.TV gehörenden Sportsender DSF in Verhandlungen, erfuhr die Finanznachrichtenagentur dpa-AFX aus gut informierten Kreisen. Der Bonner Konzern hatte sich die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga über das Internet-Protokoll im Dezember 2005 gesichert.

Der Bezahlsender Premiere und DSF hätten im Augenblick die besten Karten, hieß es weiter. Premiere kann neben der Bundesliga-Erfahrung vor allem mit einem breiten Angebot an Spielfilmen und den Rechten an der Formel 1, der Champions League oder der Fußball-Weltmeisterschaft aufwarten. Dies wäre für die Telekom nach Einschätzung von Branchenexperten vor allem mit Blick auf den Ausbau des neuen Hochgeschwindigkeits- und Breitbandnetzes VDSL interessant.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/71551)

Quelle : www.heise.de
Titel: Arena: Kabel Deutschland unter Druck
Beitrag von: spoke1 am 09 April, 2006, 18:58
Frankfurt/Main - Sportrechteinhaber Arena hat nach eigener Aussage Kabel Deutschland ein "faires Angebot" unterbreitet.

Nun liege es an Kabel Deutschland, den deutschen Fußballfans rechtzeitig den neuen Pay-TV-Sender zur Verfügung zu stellen.
 
Arena äußerte sich zu einer Podiumsdiskussion im Rahmen der 12. Deutschen Sponsoringtage von "Horizont Sport Business" zuversichtlich und sei überzeugt, bis zum Start der Bundesliga alle Probleme lösen zu können.

Gegenwärtig ist der Sender, der im Dezember 2005 die Fernseh- Live-Rechte erworben hat, landesweit mit Decoder nur über Satellit sowie über Kabel nur in Hessen und Nordrhein-Westfalen zu empfangen. Über Satellit kostet das Monatsabo rund 20 Euro, für Kabelkunden in Hessen und Nordrhein-Westfalen bietet Arena die Übertragung aller 612 Erst- und Zweitligaspiele zum Frühbucherpreis von knapp 10 Euro an. Für künftige Kabelkunden werden 14,90 Euro fällig.

Quelle:

http://www.digitalfernsehen.de/news/news_83713.html
Titel: DFL: Kein Bundesliga-Kanal bei Premiere mehr
Beitrag von: SiLæncer am 24 April, 2006, 10:26
Hamburg - Der Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL), Werner Hackmann, warnt die Deutsche Telekom vor zu weit gehenden Plänen bei der Ausstrahlung der Fußball-Bundesliga.

"Wir wollen keinen Rechtsstreit mit der Telekom", sagte Hackmann der "Bild"-Zeitung (Samstagausgabe).
 
Ziel sei ein Kompromiss. "Aber eines ist auch klar: Wir dulden nicht, dass unser Pay-TV-Partner Arena geschwächt wird", fügte er hinzu. Eine Ausstrahlung des Internet-Fernsehens von Telekom über Satellit in Zusammenarbeit mit dem Pay-TV-Sender Premiere wäre "nicht akzeptabel". Denn das würde bedeuten, dass man nicht mal Telekom-Kunde sein müsste, um die Bilder zu empfangen, sagte Hackmann. Die Telekom dürfe die Bundesliga komplett live im Internet über ihre T-Online-Plattform zeigen. In diesem Geist seien die Verträge geschlossen worden.

Im Extremfall könnte die Telekom die Internet-Rechte wieder verlieren, betonte Hackmann. "Das ist jedoch nicht das, was wir wollen. Alle Beteiligten befinden sich in guten Gesprächen", sagte er. Er sei zuversichtlich, dass spätestens am 30. April Klarheit herrsche. Dann müsse die Telekom ihr endgültiges Konzept vorlegen.

"Die 612 Bundesliga-Spiele gibt's live im Fernsehen nur bei Arena und im Internet nur bei der Telekom, wenn man einen V-DSL-Anschluss hat", betonte Hackmann. Die Telekom habe bei den Internet-Rechten den Zuschlag bekommen, weil sie die Bundesliga über die neue Verbindung V-DSL anbieten wollte. Es sei nicht ausgeschlossen, dass Premiere da als Dienstleister die Telekom redaktionell unterstütze. Aber den bisherigen Premiere-Bundesliga-Kanal werde es nicht mehr geben, unterstrich er.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Bundesliga im Kabel: Arena im Abseits
Beitrag von: SiLæncer am 06 Mai, 2006, 13:25
Lauchhammer - Noch immer zeigte der neue Bundesliga-Pay-TV-Sender Arena kein Interesse an der Einspeisung der Fußball-Bundesligaspiele in das Netzwerk des Verbands der unabhängigen mittelständischen Kabelnetzbetreiber, FRK.

Dies gab der Fachverband Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen heute bekannt.
 
Damit sperre Arena über 12 Millionen deutsche Kabelhaushalte aus den Fußballstadien aus, fasst Heinz-Peter Labonte, Vorstandssprecher des FRK - Fachverband Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen zusammen. Für die Vielzahl der Internetdienste anbietenden Firmen entwickle der FRK daher entsprechende Einspeisungsvereinbarungen für T-Online und ihr Bundesligafußball-Angebot als Arena-Alternative.

Mit der Entscheidung der mit dem Kabelmarkt nicht vertrauten Pay TV Verantwortlichen bei Unity Media, die mittelständischen Kabelnetzbetreiber zu ignorieren, werde Arena die selbst gesetzten Reichweitenziele in absehbarer Zeit nicht erfüllen können.

Um den Fußballfans eine Alternative zu dem Pay-TV-Angebot von Arena anzubieten, strebe der FRK Gespräche mit der Deutschen Telekom über eine Weiterverbreitung der Bundesliga-Internetübertragungen an. Da die künftigen Arena-Abonnenten für den Bundesliga-Empfang ohnehin neue Set-Top-Boxen kaufen sollen, beginne ein Reichweitenwettlauf mit T-Online, den die mittelständischen Kabelnetzbetreiber für ihre Internet-Kunden nutzen wollen, erklärte Labonte abschließend.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Abpfiff für Premiere?
Beitrag von: SiLæncer am 11 Mai, 2006, 18:39
Wenn der FC Bayern an diesem Samstag um 17.15 Uhr die 20. Deutsche Fußball-Meisterschaft feiert, beginnt für den Bezahlsender Premiere ein neues Zeitalter. Mit der exklusiven Übertragung der Spiele der Fußball-Bundesliga ist nach dem 34. Spieltag dieser Saison Schluss. Der neue Konkurrent Arena hat sich die Rechte gesichert, die meisten Premiere-Abonnenten werden in Sachen Bundesliga künftig in die Röhre schauen. Der erfolgsverwöhnte Premiere-Chef Georg Kofler gibt sich dennoch selbstbewusst: "Wir suchen die Entscheidung auf dem Platz." Über ein Bündnis mit der Deutschen Telekom soll Premiere zumindest teilweise ein Bundesliga-Sender bleiben. Die guten alten Zeiten der Exklusivität sind am kommenden Samstag aber in jedem Fall vorbei.

Der Südtiroler Georg Kofler ist für seinen Optimismus und seine Fähigkeit, andere damit mitzureißen, in den Branche berühmt. So ließ er sich denn auch von hohen Verlusten und einem Rückgang der Kundenzahl im ersten Quartal nicht schrecken. "Wir gehen durchaus aufrecht in die Zukunft." Dabei galt die Bundesliga bisher als wichtigster Programmbestandteil von Premiere, seit jeher übertrug der Sender die Spiele exklusiv. In einem spektakulären Bieterverfahren sicherte sich nun aber die zu dem Kabelnetzkonsortium Unity Media gehörende Sportrechteagentur Arena die Pay-TV-Rechte für die kommenden drei Jahre.

Kofler sucht nun nach einem Ausweg durch die Hintertür. Seit Wochen verhandelt er intensiv mit T-Online, das sich die Rechte für das Internet gesichert hat. Am liebsten würde Premiere seinen 3,5 Millionen Abonnenten das Telekom-Signal in ihre Premiere-Boxen einspeisen – wie auch immer das technisch gelöst werden soll. Eine solche Lösung will die Deutsche Fußball Liga (DFL) aber verhindern. "Wir dulden nicht, dass unser Pay-TV-Partner Arena geschwächt wird. Im Extremfall könnte die Telekom die Internet-Rechte wieder verlieren", drohte DFL-Präsident Werner Hackmann vor zwei Wochen.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/73015)

Quelle : www.heise.de
Titel: Premiere-Chef Kofler attackiert arena
Beitrag von: SiLæncer am 17 Mai, 2006, 16:17
In Sachen Bundesliga-Übertragungsrechte geht es langsam ans Eingemachte: während die Telekom nach Informationen der BILD-Zeitung Franz Beckenbauer als Fach-Kommentator für die eigenen Übertragungsrechte gewinnen will, geht auch der Pay-TV-Sender Premiere aus der bisherigen Defensive in die kontrollierte Offensive über. Auf der Hauptversammlung in München zeigte sich Premiere-Boss Dr. Georg Kofler einmal mehr überzeugt, auch in der kommenden Saison Bundesliga-Fußball übertragen zu können.
   
Pay-TV-Wunder brauchen länger

Indirekt griff er den neuen Konkurrenten arena, der Kunden mit günstigen Einsteigerpreisen gewinnen möchte, indirekt scharf an. Auch Premiere habe jahrelang versucht, Bundesliga-Fußball sowie das gesamte Premiere-Sport-Angebot für weniger als 20 Euro monatlich zu verkaufen. "Meistens haben wir auch noch einen Receiver kostenlos dazugegeben. Ein Jahr lang war sogar die Perle der Bundesliga-Berichterstattung – die Live-Konferenz – für fünf Euro monatlich im Premiere Start Paket zu haben." Genutzt habe das aber wenig. "Der Ansturm des Millionenpublikums ist dennoch ausgeblieben", so Kofler. Weiter sagte er: "Pay-TV-Wunder brauchen eben etwas länger, und manchmal treten sie gar nicht ein."

Recht ausführlich nahm der Premiere-Boss Stellung zu dem entbrannten Streit um die Übertragungsrechte auf Basis des IP-Standards. Die Deutsche Telekom hatte sich die Internet-Rechte gesichert und will offensichtlich in Zusammenarbeit mit Premiere die IP-Daten nicht nur auf Computer-Bildschirme übertragen, sondern auch auf herkömmliche Fernseher. Kofler sieht dieser Strategie zuversichtlich entgegen. Im Ausschreibungsverfahren habe die Deutsche Fußball Liga ein- und dieselben Live-Rechte gleich zweimal ausgeschrieben – und auch zweimal verkauft. "Einmal für das herkömmliche Fernsehen, analog und digital, und ein zweites Mal für die Übertragung im neuen Fernsehstandard des Internet Protokolls".

Kofler sieht Telekom im Recht

Die DFL bestreitet diese Interpretation vehement, um die Exklusivrechte von arena zu wahren. Kofler will dies aber nicht akzeptieren. Der Formulierung des Ausschreibungstextes sei "klipp und klar" zu entnehmen, "dass eine Übertragung des Bildmaterials auf Basis des Internet-Protokoll-Standards auch über Kabel, Satellit und terrestrisch möglich" sei. Einschränkungen irgendwelcher Art zu diesen IP-Übertragungen seien in der Ausschreibung nicht zu erkennen gewesen. Ergänzend fügte er hinzu, dass Ausschreibungsbedingungen nicht im Nachhinein verändert oder neu interpretiert werden könnten, ohne dass der gesamte Bieterprozess zu hinterfragen wäre.

Nach wie vor sei der Vorstand von Premiere sehr zuversichtlich, bei der Fußball Bundesliga im Spiel zu bleiben. "Aufgrund fortgeschrittener Verhandlungen sehen wir heute gute Chancen, dass Premiere mit einem neuen Partner als Lizenzgeber auch ab der kommenden Saison die Live-Berichterstattung von der Fußball Bundesliga präsentieren kann", erklärte Kofler wie schon vor einer Woche bei der Verkündung der Quartalszahlen.

Quelle : www.onlinekosten.de
Titel: Premiere-Hauptversammlung: Kofler unter Beschuss
Beitrag von: SiLæncer am 17 Mai, 2006, 17:36
München - Die Aktie ein "Börsenrohrkrepierer", die Zahlen für das erste Quartal 2006 "blutrot" - das Urteil der Premiere-Anteilseigner über die Entwicklung des Bezahl-Fernsehsenders seit dem Börsengang ist verheerend.

Auf der Hauptversammlung des Unternehmens im Wappensaal der Münchner Messe machen sie am Mittwoch ihrem Ärger Luft.
 
Dass der Vorstandsvorsitzende Georg Kofler das Geschäftsjahr 2005 als das erfolgreichste der Firmengeschichte bezeichnet, kann sie nicht besänftigen. Für Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz "könnte die Bilanz zu diesem Zeitpunkt nicht schlechter aussehen". Der Aktienkurs habe sich halbiert und sei damit "schlicht eine Katastrophe". Das Geschäftsmodell sei mit dem Verlust der Bundesligarechte zum Teil weggebrochen. "Ich kann Ihre Euphorie nicht so ganz teilen", sagt sie an Kofler gewandt, zumal die positive Bilanz für 2005 hauptsächlich durch Steuerrückzahlungen und andere Sondereffekte zustande gekommen sei.

Dem Vorstand wirft Bergdolt vor, die Anteilseigner vor der Zeichnung ihrer Aktien nicht ausreichend darüber informiert zu haben, dass die Bundesligarechte verloren gehen könnten. Doch damit nicht genug - Kofler und seine Kollegen hätten im Prospekt zum Börsengang zudem Glauben gemacht, dass die Rechte ohne Probleme verlängert werden könnten. "Vertuschen hilft nicht", sagt die Aktionärsschützerin. Der Kapitalmarkt zeige, dass er "Luftnummern" nicht schätze. Bergdolt gesteht Kofler zwar zu, viel für die Ausrichtung des Unternehmens zu tun. Eins solle er dabei aber nicht vergessen: "Das alles kostet auch sehr viel."

Anschließend betritt Matthias Gaebler das Podium. Der Stuttgarter stellt sich vor als "Premiere-geschädigter Aktionär der ersten Stunde". Er wirft dem Vorstand "Schlamperei" vor und stellt klar: "Ich gebe ihnen nicht mein Geld, dass sie es verwirtschaften, ich erwarte, dass sie mehr daraus machen."

Dann attackiert Gaebler die Führung des Abosenders aus Kundenperspektive. Dass Kündigungen wegen des Verlusts der Fußballrechte nicht akzeptiert würden, komme einer Knebelung gleich. Ihn selbst wolle der Sender derzeit mit Hilfe eines Inkassounternehmens zur Zahlung von 300 Euro zwingen - seiner Meinung nach unberechtigt. "Ich freue mich auf ein Gerichtsverfahren, das sie hundertprozentig verlieren werden", sagt er. Kofler lassen die Anschuldigungen nicht kalt. Besonders den Vorwurf, den Börsengang aus Gier vorangetrieben zu haben, weist er von sich. Als er bei Premiere angefangen habe, sei die Gesellschaft "eine Ruine" gewesen - weit und breit habe es keinen Investor gegeben, "der auch nur einen Pfifferling darauf gewettet hätte". Er und die anderen Aktionäre hätten "wirklich viel riskiert" - es sei deshalb unfair, schlicht von "Abkassiererei" zu sprechen.

Eine 84-jährige Aktionärin, die sich im Foyer mit anderen Anteilseignern unterhält, traut Kofler nicht zu, den Aktienkurs wieder in die Höhe zu bringen. "Da können auch tausend gescheite Leute nichts machen", ist sie sich sicher. "Schließlich wird alles schlechter, da macht das Fernsehen keine Ausnahme."

Kofler steht währenddessen im Wappensaal auf dem Podium. Als er die Zukunftsstrategie des Unternehmens präsentiert, fällt die Beleuchtung zum Teil aus. Dämmerung im Saal, auch der gelbe Premiere-Schriftzug verdunkelt sich. Gegen Ende von Koflers Präsentation geht das Licht wieder an und der Vorstandsvorsitzende gewährt einen Ausblick auf eine leuchtende Zukunft: Nach einem Jahr des Übergangs prognostiziert er für 2007 Wachstum bei Abonnenten, Umsatz und Ergebnis.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Bundesliga über Internet bei Premiere !
Beitrag von: RogueOne am 19 Mai, 2006, 12:49
Quelle: www.gmx.de

Premiere und Telekom zeigen Bundesliga

München (dpa) - Die Deusche Telekom und der Bezahlsender Premiere übertragen von der kommenden Saison an gemeinsam die Spiele der Fußball-Bundesliga live über das Internet. "Premiere bleibt im Spiel", sagte Premiere-Chef Georg Kofler am Freitag in München.
Premiere-Kamera beim Fußball
Premiere bleibt in der Bundesliga am Ball.
© dpa

Die Spiele sollen erst einmal über schnelle Breitband- Internetverbindungen ausgestrahlt und über eine Set-top-Box in den Fernseher gebracht werden. Offen war zunächst, ob die beiden Unternehmen zusätzlich das Internet-Signal auch über das Kabel und Satellit verbreiten wollen. In diesem Fall würden sie eine deutlich größere Kundschaft erreichen und sich mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) anlegen.

Premiere hatte das Wettbieten um die Pay-TV-Rechte an der Bundesliga verloren. Die Spiele sind in den kommenden drei Jahren beim neuen Bezahlsender Arena zu sehen. Premiere will nun aber durch die Hintertüre zumindest einen Teil seiner Kunden mit Bundesliga versorgen.
Titel: Bundesliga-TV: Arena plant Beschwerde in Brüssel
Beitrag von: SiLæncer am 21 Mai, 2006, 15:43
Im Streit um die Verwertung von Live-Übertragungsrechten an der Fußball-Bundesliga werden immer größere Geschütze aufgefahren. Während der Münchner Pay-TV-Sender Premiere zuletzt angekündigt hatte, Widerspruch gegen die Erteilung einer Sendelizenz an die Arena Sport Rechte und Marketing GmbH einlegen zu wollen, arbeitet Arena (Inhaberin der Fernsehrechte für die kommenden drei Spielzeiten) nach Informationen des Spiegel derzeit an einer Wettbewerbs-Beschwerde, die in Brüssel eingereicht werden soll. Im Mittelpunkt steht dabei die am Freitag besiegelte Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Telekom und Premiere.

Nach Ansicht von Arena entsteht in der Kombination mit dem bislang marktbeherrschenden Bezahlfernsehanbieter Premiere und der Telekom (Inhaberin der Übertragungsrechte via IPTV) ein mächtiges Oligopol, das andere Marktteilnehmer nach Belieben diskriminieren könne. Premiere will seinen Abonnenten ab Sommer über das neue VDSL-Netz der Telekom weiterhin Live-Bilder aus der Bundesliga liefern. Zudem erwägen die neuen Partner, die IPTV-Signale außer über VDSL auch via Kabel und Satellit in die Haushalte zu bringen. Gegenüber der Welt am Sonntag betonte Premiere-Chef Georg Kofler erneut, in der Ausschreibung der Bundesliga-Rechte seien Übertragungen über das Internet-Protokoll via Satellit und Kabel sogar "explizit vorgesehen".

Arena-Geschäftsführer Dejan Jocic erklärte unterdessen gegenüber dem Spiegel, dass man in einem solchen Fall "selbstverständlich juristisch gegen sie vorgehen" werde. Nach Informationen des Focus drohen der Telekom möglicherweise auch medienrechtliche Probleme. Weil die staatsnahe Telekom keinen Rundfunk veranstalten dürfe und unklar sei, ob die Sendelizenz von Premiere reiche, hätten Direktoren der Landesmedienanstalten Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke Unterstützung angeboten. Eine Antwort von Ricke sei bislang aber ausgeblieben.

Quelle : www.heise.de
Titel: Bundesliga-Streit: Premiere vor dem Untergang?
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juni, 2006, 09:55
Im Streit um die Verwertung der Übertragungsrechte an der Fußball Bundesliga zeichnet sich offensichtlich eine endgültige Einigung ab. Nachdem zunächst die Telekom Kompromissbereitschaft signalisiert hatte, ist nun offensichtlich auch der neue Bezahlsender arena bereit, sich auf einen Deal einzulassen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, will arena nun doch nicht auf die eigenen Internetrechte pochen sollte die Telekom im Gegenzug auf die Verbreitung ihres IP-Signals über Kabel und Satellit verzichten. Der große Verlierer wäre in diesem Fall der bisherige Bundesliga-Platzhirsch Premiere.
   
Exklusivität für beide Seiten

Im Falle einer Einigung hätte arena das Ziel erreicht, exklusiv im klassischen Pay-TV über jährlich 612 Spiele der Fußball Bundesliga und 2. Bundesliga berichten zu dürfen. Das Gleiche gilt für die Telekom, die alle Spiele ohne direkten Konkurrenten über das Internet übertragen dürfte. Sie hätte damit einen echten Mehrwert, um Kunden für das neue IPTV-Angebot T-Home zu begeistern, das rechtzeitig zur neuen Bundesligasaison am 11. August mittels VDSL in zunächst zehn Großstädten zu empfangen sein wird. Später ist ein Ausbau auf 50 Städte geplant. Allerdings nur dann, wenn auf eine Regulierung des neuen VDSL-Netzes verzichtet wird. Ansonsten hatte die Telekom einen Ausbaustopp des Hochgeschwindigkeitsnetzes angedroht.

Premiere im Abseits

Bei Premiere stehen unterdessen stürmische Zeiten bevor. Premiere-Boss Georg Kofler hatte durch die Partnerschaft mit der Telekom gehofft, die Fußball Bundesliga doch noch auf klassischem Wege an seine Kunden bringen zu können. Er hatte dabei auch nicht darauf verzichtet, arena auf der Premiere-Hauptversammlung verbal zu attackieren. Auch die Telekom hatte durch einen offensichtlichen Formfehler im ausgehandelten Vertrag zu den Bundesligaübertragungen stets offen gelassen, die Internetrechte für eine Ausstrahlung des IP-Signals über Kabel und Satellit zu nutzen.

Nun hat sich der Telekommunikationskonzern mit einem Blick in die Zukunft aber offensichtlich für die engere Partnerschaft mit der DFL und gegen Premiere entschieden. Über die DSL-Schiene kann Premiere nun nur einen kleinen Teil seiner Kunden mit Bundesliga-Fernsehen versorgen. Es ist nun davon auszugehen, dass sich Premiere auf einen massiven Kündigungsansturm einstellen muss. An der Börse schmierte der Kurs der Premiere-Aktie zeitweilig auf zirka 10,50 Euro ab, aktuell liegt er bei gut 11 Euro.

Quelle : www.onlinekosten.de
Titel: Arena erwirkt einstweilige Verfügung gegen Premiere
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juni, 2006, 21:09
Im Streit um die Verwertung von Live-Übertragungsrechten an der Fußball-Bundesliga hat die Arena Sport Rechte und Marketing GmbH einen juristischen Erfolg erzielt. Auf Antrag von Arena, das im Dezember die Pay-TV-Rechte für die kommenden drei Spielzeiten von der Deutschen Fußball Liga (DFL) gekauft hatte, erließ das Landgericht Hamburg am heutigen Freitag eine einstweilige Verfügung gegen den Münchner Bezahlfernsehsender Premiere. Danach wird Premiere untersagt, im geschäftlichen Verkehr zu behaupten, der Sender werde auch in der Spielzeit 2006/07 alle Bundesliga-Spiele live präsentieren, ohne darauf hinzuweisen, dass der Empfang nur über das Internet und nicht über Satelliten- oder Kabelfernsehen möglich ist. "Dies verhindert die bewusste Irreführung der Fußball-Fans und schafft Klarheit", erklärte Arena-Geschäftsführer Christoph Bellmer gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Premiere hatte nach dem Verlust der Pay-TV-Rechte an Arena die Nähe zur Deutschen Telekom gesucht, die sich die Internet-Rechte an der Bundesliga gesichert hatte. Mitte Mai einigten sich beide Unternehmen darauf, dass Premiere für T-Online in den kommenden drei Jahren Live-Übertragungen aus der Fußball-Bundesliga redaktionell und medienrechtlich verantworten wird. Zudem wird Premiere sein komplettes Programm über die neue IPTV-Plattform "T-Home" ausstrahlen. Kernpunkt des Streits ist jedoch die unterschiedliche Auslegung der Ausschreibungsbedingungen für die Internet-Rechte: Während die DFL und Arena darauf bestehen, dass eine Verwertung der Internet-Rechte ausschließlich im Medium Internet erfolgen darf, erklärten Premiere und die Telekom wiederholt öffentlich, das IPTV-Signal könne auch über Kabel und Satellit verbreitet werden. Gemäß der einstweiligen Verfügung muss Premiere jetzt bei jeder Werbung darauf hinweisen, dass für den Empfang des Internet-Signals ein VDSL- oder ein ADSL-Anschluss der Deutschen Telekom erforderlich ist.

Quelle : www.heise.de
Titel: Premiere Pay-TV: Verbraucherschützer sehen Sonderkündigungsrecht
Beitrag von: SiLæncer am 09 Juni, 2006, 19:38
Nach der Schlappe des Bezahlsenders Premiere um eine IPTV-Übertragung der Bundesliga über Satellit und Kabel haben Verbraucherschützer erneut auf ein Sonderkündigungsrecht der Abonnenten hingewiesen.

Ein Abo-Paket sei ohne Bundesliga "nicht mehr zumutbar", teilte die Verbraucherzentrale Niedersachsen am Freitag mittag mit, Das Sonderkündigungsrecht gelte allerdings nicht für Abonnenten ohne Fußballpaket. Kündigungswillige sollten per Einschreiben mit Rückschein das Abonnement außerordentlich zum Beginn der neuen Bundesliga-Saison kündigen und Premiere auffordern, die außerordentliche Kündigung spätestens innerhalb einer Frist von drei Wochen zu bestätigen.

Das Landgericht München hatte bereits in einem im Februar ergangenen Urteil (Az.: 12 0 17192/05) festgestellt, dass mehrere Klauseln des Bezahlsenders in seinen AGBs unzulässig sind , die beliebige Leistungs- und Preisänderungen zulassen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund könne durch die Geschäftsbedingungen nicht ausgeschlossen werden, hieß es. Falls Premiere sich weigere, die Kündigung anzunehmen, könnten rechtliche Schritte eingeleitet werden.

Noch im Juni will Premiere für seine Kabel- und Satellitenprogramme eine neue Preis- und Angebotsstruktur präsentieren (SAT+KABEL berichtete). Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rechnet damit, dass den Fußballkunden gezielt neue Angebote unterbreitet werden, um sie bei der Stange zu halten.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Re: Bundesligarechte: Schlechte Karten für Pr*mi*re?
Beitrag von: spoke1 am 09 Juni, 2006, 19:48
Da wird es solche Briefe wohl zu hauf hageln:

(Absender)

An
Premiere AG
Medienallee 4

85774 Unterföhring


(Datum)

(Ihr Kundennummer bei Premiere)


Kündigung meines Premiere-Abonnements

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Bundesligafan und habe seit (Monat/Jahr) das Premiere-Paket ______. Da Sie mangels Lizenz nach derzeitigem Stand ab August 2006 nicht mehr über die Fußballbundesliga berichten können, kündige ich das Paket hiermit zum 31. Juli 2006. Die Bundesliga war für mich der entscheidende Grund, Premiere zu abonnieren. Der Wegfall der Bundesligaberichterstattung ist für mich daher ein wichtiger Grund, der zu einem außerordentlichen Kündigungsrecht führt. Bitte bestätigen Sie die Kündigung bis zum (Zeitpunkt in mindestens zwei Wochen). Wenn ich bis dahin nichts von Ihnen gehört habe, behalte ich mir vor, rechtliche Schritte einzuleiten. Außerdem widerrufe ich die Einzugsermächtigung, die ich Ihnen erteilt habe. Nur die Beträge, die ich Ihnen für Leistungen bis einschließlich Juli schulde, dürfen Sie noch wie gewohnt von meinem Konto einziehen. Sollten Sie darüberhinaus Abbuchungen veranlassen, werde ich Sie stornieren lassen. 

Bitte informieren Sie mich weiterhin über Ihr Programmangebot. Wenn es Ihnen gelingen sollte, nachträglich noch Lizenzen zu erwerben und Sie ab August eine attraktive Bundesligaberichterstattung zu einem fairen Preis anbieten sollten, werde ich überlegen, ob ich nicht erneut Premiere abonniere.
raus!

Mit freundlichen Grüßen,

(Unterschrift)
Titel: Re: Bundesligarechte: Schlechte Karten für Pr*mi*re?
Beitrag von: Jürgen am 10 Juni, 2006, 02:00
Einschreiben mit Rückschein, Sendung im Netz verfolgen und jeden neuen Status ausdrucken.
Normale Post kommt oft nicht an, insbesondere wenn's um Termine geht...
Titel: Zeitung: Premiere-Preise könnten um 8 Euro fallen - 260.000 Kündigungen?
Beitrag von: SiLæncer am 10 Juni, 2006, 17:33
Nach dem Komplettverlust der Fußball-Bundesliga über Satellit und Kabel des Bezahlsenders Premiere könnten die Preise um mindestens 8 Euro sinken.

Auch eine Halbierung der Gebühren sei denkbar, sagten zwei nicht genannte Analysten der Tageszeitung "Frankfurter Rundschau" (Samstagsausgabe). Angesichts dessen gelte Premiere erneut als Übernahmekandidat, hieß es. Zugreifen könnten ausländische Medienkonzerne und trotz Dementis auch die Telekom. Dem allerdings stehen medienrechtliche Bedenken entgegen. Die Bundesregierung ist an dem Bonner Telekommunikationskonzern beteiligt.

Nach Angaben der Zeitung hatte Premiere nach dem überraschenden Verlust der Bundesliga im Dezember des vergangenen Jahres etwa 44.000 Kunden verloren. Weil am Donnerstag auch die Hoffnungen auf eine Verbreitung der IPTV-Signale via Satellit und Kabel zerplatzte , könnten laut "Frankfurter Rundschau" noch in diesem Jahr rund 260.000 Abonnenten zur Konkurrenz abwandern. Andere Analysten hielten auch Zahlen von bis zu einer Million Kündigungen für möglich, hieß es es weiter.

Premiere-Chef Georg Kofler kündigte unterdessen in der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag" an, künftig stärker mit Kabelnetzbetreibern kooperieren zu wollen. Man könne sich die Unternehmen gut als Partner in Vertrieb und Marketing vorstellen, erklärte Kofler. Auch der Austausch von Kundendaten sei denkbar.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Vertrag: Arena und Premiere kooperieren bei Bundesliga
Beitrag von: SiLæncer am 13 Juli, 2006, 09:42
Dem Abo-Sender Premiere ist ein überraschender Coup gelungen. Der Sender kann durch eine Einigung mit dem Rivalen Arena seinen Kunden doch noch Spiele der Fußball-Bundesliga zeigen.

München - Der neue Fußball-TV-Anbieter Arena hat sich überraschend mit dem Bezahlsender Premiere über eine gemeinsame Verbreitung der Fußball-Bundesliga im Pay-TV geeinigt. Dies teilte Premiere heute in München mit. Premiere werde Arena im Kabel vermarkten und technisch rund 9,6 Millionen Kabel-TV-Haushalte im Kabel Deutschland-Gebiet erreichen.

Gleichzeitig werden die Kabelnetzbetreiber ish, iesy und Tele Columbus, Töchter der arena Muttergesellschaft Unity Media, ihren Kunden auch Premiere Pakete direkt offerieren. Arena und Premiere haben einen entsprechenden Distributions- und Vermarktungsvertrag abgeschlossen. Über Premiere, ish, iesy, Tele Columbus, Kabel BW und kleinere Kabelnetzbetreiber erreicht Arena praktisch alle Kabelkunden in Deutschland. Die nationale Verbreitung über Satellit hat Arena mit einer eigenen Plattform gesichert. Premiere wird das Angebot des Senders Arena unverändert ausstrahlen.

Premiere mit ihrem Chef Georg Kofler hatte die Übertragungsrechte an der Bundesliga nach 15 Jahren überraschend an Arena verloren, was den Aktienkurs des Senders drastisch einbrechen ließ. Ohne eine Einigung mit Arena hätten Premiere-Kunden Fußball in den nächsten drei Spielzeiten bis 2009 nur über das geplante Internet-Fernsehen der Deutschen Telekom sehen, für das Premiere die Fußballsendungen auch produzieren soll. Die Bundesliga-Saison beginnt am 11. August.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Premiere plant Freischaltgebühr für Bundesliga-TV
Beitrag von: SiLæncer am 19 Juli, 2006, 14:09
Nach einem Vorab-Bericht des Nachrichtenmagazins Stern plant der Pay-TV-Sender Premiere eine Freischaltungsgebühr für Neukunden des Bundesliga-Programms von Arena. Diese soll neben der monatlichen Abo-Gebühr von 14,90 Euro einmalig in Rechnung gestellt werden.

Laut Stern richtet sich die Höhe der Freischaltgebühr nach dem Umfang des Abonnements, da die Fußball-Übertragungen auch in Kombination mit anderen Premiere-Programmen gebucht werden können. "Aktivierungsgebühren zu Beginn eines Abonnements sind üblich", wird Premiere-Chef Georg Kofler vom Stern zitiert.

Quelle : www.heise.de
Titel: Premiere bietet Arena für 10 Euro an - nur für Komplettpaket
Beitrag von: SiLæncer am 26 Juli, 2006, 15:40
Der Bezahlsender Premiere bietet sein Arena-Abonnement für Kunden des Kabelnetzbetreibers Kabel Deutschland (KDG) für einen nur auf den ersten Blick günstigeren Preis an.

In Verbindung mit einer Buchung aller fünf künftigen Pakete "Blockbuster", "Entertainment", "Thema", "Sport" und "Fußball" kostet die Bundesliga monatlich knapp 10 Euro, teilte der Anbieter am Mittwoch nachmittag mit. Diese Kombination kostet den Konsumenten rund 45 Euro monatlich. Dieser Preis gilt allerdings auch nur bei einer vertraglichen Bindung von zwei Jahren. Hinzu kommt eine "Freischaltungsgebühr" in noch unbekannter Höhe. Ein Einzelabonnement von Arena.TV kostet wie gehabt 15 Euro, alle weiteren Premiere-Abonnements lassen sich beliebig dazu buchen.

Abonnierbar ist Arena bei Premiere für KDG-Kunden ab 1. August, der Münchner Sendern gibt allen Neukunden, die bis zum 5. August direkt bei Premiere bestellen, eine "Saisonstart-Garantie": Abonnenten sollen dann Receiver und Smartcard rechtzeitig zum Anpfiff der Bundesliga-Partie FC Bayern München gegen Borussia Dortmund erhalten.

Premiere verbreitet und vermarktet das Angebot des Konkurrenten in Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und erreicht damit 9,6 Millionen potentielle Abonnenten. Durch die Vereinbarung mit Arena hofft der Bezahlsender, eine Massenflucht seiner Abonnenten zum Start der Bundesliga am 11. August zu verhindern .

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Arena wird teurer
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juli, 2006, 17:35
Noch vor Sendestart hebt der Abosender Arena seine Gebühren für potenzielle Kunden kräftig an. Das Arena-Angebot im Media Markt ist zudem nicht zu empfehlen.

In der kommenden Woche startet die Fußball-Bundesliga in die nächste Saison. Live-Übertragungen gibt es dann beim neuen Anbieter Arena zu sehen, der dem Platzhirschen Premiere die Rechte vor der Nase wegschnappte.

Der Slogan "Das hier ist für euch" auf der Arena-Homepage könnte ab sofort als Kampfansage gewertet werden. Sat-Zuschauer müssen für Arena schon jetzt statt der propagierten 14,90 Euro einen satten monatlichen Aufschlag von fünf Euro zahlen und kommen somit auf 19,90 Euro "nur" für die Bundesliga. Jetzt schreckt Arena mit einem weiteren Aufschlag: Sat-Kunden sollen ab sofort noch eine Aktivierungsgebühr von 29,95 Euro zahlen, propagiert die Arena-Webseite seit gestern. Damit erschleicht sich Arena weitere Gelder von seinen Kunden, obwohl die DFL einen Maximalpreis von 20 Euro im Monat vertraglich festgesetzt hat.

Das seit heute beworbene Arena-Paket des Media Markt ist auch eine Kampfansage an die Fans. Wer hier zugreift ist nach Meinung von digitalfernsehen.de wirklich blöd. Um die Bundesliga vom 11.8 bis 17.12. live verfolgen zu können, sollen Kunden 99 Euro zahlen, pro Monat also fast 25 Euro – womit die DFL-Vorgaben wieder überschritten werden. Zudem kommt auf die Kunden auch hier eine Aktivierungsgebühr von 19,90 Euro zu. Wer denkt, in dem Paket ist ein Sat-Receiver bereits enthalten, der irrt. Beworben wird ein Technisat DigitSat1 für 99 Euro. Vier Monate Bundesliga kosten demnach 217,90 Euro, also über 54 Euro pro Monat.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: BUNDESLIGA- TV - Kein Anschluss unter dieser Nummer
Beitrag von: SiLæncer am 08 August, 2006, 12:09
Am Samstag startet die Bundesliga, und Pay-TV-Kunden können sie über Arena oder Premiere in ganz Deutschland sehen ... In ganz Deutschland? Nicht ganz. In ein paar Großstädten ist die Übertragung noch immer unsicher - und der Ärger der Fans wächst.

Mainz - Die Fußball-Fans in Aachen sind sauer. Und das, obwohl in der vergangenen Bundesliga-Saison für sie doch alles glatt gelaufen ist. Alemannia Aachen hat den Sprung in die erste Liga geschafft, am kommenden Samstag spielt der Verein gegen Leverkusen.

Wer am Fernseher live mitverfolgen will, wie sich Alemannia in den kommenden Wochen schlägt, könnte allerdings Pech haben - zumindest, wenn er sein TV-Bild über Kabel bekommt. Denn der zuständige Netzbetreiber Primacom hat bisher noch nicht zugestimmt, den neuen Pay-TV-Anbieter Arena mit seinem Programm an die Aachener Kabelkunden durchzuleiten. Das bedeutet: Wer keine Satellitenschüssel auf dem Dach hat, kann nach derzeitigem Stand kein Arena abonnieren.

Dabei sollte die Bundesliga-Versorgung der Kabelhaushalte eigentlich längst geregelt sein. In Nordrhein-Westfalen und Hessen bieten die Netzbetreiber Ish und Iesy die Live-Spiele per Kabel an. Arena ist eine Tochter des Iesy-Ish-Zusammenschlusses Unity Media. Wer in Baden-Württemberg wohnt, wendet sich an den dortigen Netzbetreiber Kabel BW. Im Rest des Landes, der von Kabel Deutschland (KDG) versorgt wird, ist Arena-Mitbewerber Premiere eingesprungen, um Arena zu vermarkten.

Das alles ist schon kompliziert genug. Aber es wird noch komplizierter. Denn neben den großen Kabelgesellschaften KDG, Kabel BW, Iesy und Ish gibt es weitere, unabhängige Betreiber.

Einer davon ist Primacom mit Sitz in Mainz, der deutschlandweit rund eine Million Kabelkunden versorgt - unter anderem in Aachen, Mainz, Wiesbaden und Leipzig. Wer derzeit bei der Primacom-Kundenhotline anruft, um Arena zu bestellen, wird von den Beratern enttäuscht: Das sei leider vielerorts noch nicht möglich. Einen Grund dafür bekommen die Kunden nicht genannt. Auch in der Primacom-Pressestelle in Leipzig schweigt man dazu - und übermittelt lediglich: "Sie haben sicherlich Verständnis dafür, dass wir zu den Einzelheiten im Augenblick kein Statement abgeben können."

"Die Gemütslage verschlechtert sich zusehends"

Genau das aber fehlt derzeit vielen Kunden: Verständnis. Im Fanforum von Alemannia Aachen wird diskutiert, wie ärgerlich der Durchleitungszoff für die Zuschauer ist. Ende Juli hat Vereins-Geschäftsführer Bernd Maas einen offenen Brief an die beteiligten Unternehmen geschrieben, in dem steht: "Die Gemütslage der betroffenen Aachener Kabelkunden verschlechtert sich (...) zusehends." Auch als Vermittler hat sich Alemannia bereits angeboten. Noch gibt es keine Antworten auf den Brief.

In der Primacom-Zentrale in Mainz heißt es nun auf Nachfrage, es sei noch zu keiner Einigung mit Arena gekommen, weil Arena pauschal "Garantiezahlungen" verlange. Die Netzbetreiber müssten quasi das Geld für mögliche Abonnenten "vorstrecken" - ohne zu wissen, wie viele Kunden nachher tatsächlich Arena abonnieren. Das hält man bei Primacom für nicht akzeptabel. Arena verweist auf den Kooperationspartner Eutelsat, der die Aufgabe hat, sich im Namen von Arena mit kleineren Netzbetreibern über eine Kabeleinspeisung zu einigen. Bei Eutelsat wiederum hört man, es würden bloß vorgegebene Rahmenbedingungen weitergegeben. Es ist schwer zu beurteilen, wer da nun Recht hat.

In der Branche gibt es außerdem das Gerücht, Primacom hoffe darauf, Teile der Kabelnetze im Osten, die zum Unity-Partner Tele Columbus gehören, übernehmen zu können. Dann werde auch die Arena-Durchleitung akzeptiert, wird spekuliert. Bei Primacom weist man das zurück. Man tue alles, damit auch die Primacom-Kunden Arena empfangen könnten. Zitiert werden möchte allerdings niemand.

Wenn es bis Freitag kein Übereinkommen gibt, sind wohl auch Kabelhaushalte in Mainz, Wiesbaden sowie im Raum Leipzig betroffen - überall dort, wo Primacom nicht bloß auf letzter Netzebene das Signal von Kabel Deutschland weiterleitet, sondern selbst als Betreiber auftritt. Weshalb nicht wie im KDG-Gebiet einfach Premiere als Vermarkter einspringt, weiß man bei Arena nicht so recht zu beantworten. Einen solchen Vertrag gebe es bisher einfach nicht. Noch hoffe man auf eine direkte Einigung.

Für alle, die einfach nur Fußball sehen wollen, ist das Durcheinander völlig unüberschaubar. Zumindest am Samstag müssen Fans von Alemannia Aachen und den Erstliga-Kollegen Mainz 05, die am selben Tag gegen den VfL Bochum spielen, nicht komplett auf Livebilder verzichten. Um Werbung für sein Programm zu machen, überträgt Arena die Live-Konferenz am Samstag ab 15 Uhr parallel auf Sat.1. Und das ist derzeit mit Sicherheit ohne Zusatzvertrag zu empfangen, egal ob über Kabel oder Satellit.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Holpriger Start bei Arena
Beitrag von: SiLæncer am 09 August, 2006, 13:08
München -"Von mir aus könnte es ewig so weiterlaufen mit Premiere als unserem Dienstleister." Als er diese Worte sprach, hatte Arena-TV-Geschäftsführer Christoph Bellmer die schlechte Nachricht wohl noch nicht gehört.

Viele Fußballfans, die am Dienstagabend - zum offiziellen Sendestart von Arena - das Lokalderby zwischen dem FC Bayern und 1860 München über den Arena-Vertriebspartner Premiere im Netz der Kabel Deutschland sehen wollten, lasen lediglich die Mitteilung "Ihre Smartcard ist für diese Sendung nicht freigeschaltet".

Premiere begründete das am Mittwoch damit, dass es einige Zeit dauere, bis die Freischaltung erfolgt. Eine gute Stunde müsse man schon warten, bis zum ersten Mal Arena zu sehen sei. Wer sich einmal diese Zeit nehme, habe künftig keine Schwierigkeiten mehr.

Aber das ist ohnehin nicht das einzige Problem, mit dem der neue Fußballsender Arena kurz vor dem Beginn der Bundesligasaison am nächsten Wochenende noch zu kämpfen hat. In manchen Gebieten wird Arena auch weiterhin nicht zu sehen sein, weil die dortigen Kabelnetzbetreiber bislang keine Nutzungsvereinbarung getroffen haben. Eine dieser Regionen ist Aachen, die ja mit der Alemannia einen Fußball-Erstligisten zu bieten hat. "Das tut mir individuell für die Fans dort schon leid", sagte Bellmer der Nachrichtenagentur ddp am Rande des Sendestarts in München. Aber das liege nun mal an der sehr kleinteiligen Kabelnetzstruktur in Deutschland. "Wir werden nie 100 Prozent erreichen."

Bislang könnten 30 Millionen der insgesamt 36 Millionen Haushalte mit Kabelanschluss Arena TV theoretisch sehen - wenn sie denn zusätzlich zu den normalen Kabelgebühren in der Regel 178,80 Euro für den Einjahresvertrag hinblättern. Wer die Bundesliga per Satellit live sehen möchte, muss im ersten Jahr sogar 268,75 Euro zahlen. Dafür sind dann aber auch alle Partien der ersten und zweiten Liga sowie einige ausländische Meisterschaften mit drin.

Wie viele Fans sich bislang dazu durchringen konnten, Arena zu bestellen, will Bellmer derzeit nicht sagen. Frühestens in der Bundesliga-Winterpause sei er bereit, Abozahlen zu nennen. Nur so viel versicherte der Arena-Geschäftsführer: "Es läuft sehr gut." In drei Jahren will Arena TV so viele zahlende Kunden haben, wie derzeit Premiere, der bisherige Rechteinhaber für die Fußball-Bundesliga. Das wären dann 3,4 Millionen Abonnenten. Noch ist dieses Ziel aber weit entfernt. Eine Forsa-Umfrage ergab jüngst, dass die meisten Deutschen noch nie etwas von Arena TV gehört haben.

Arena hatte sich im Verhandlungspoker um die Live-Übertragungsrechte zwar gegen Premiere durchgesetzt, ist aber zum Teil weiterhin auf die technische Infrastruktur des Konkurrenten angewiesen. Arena-Co-Geschäftsführer Dejan Jocic sieht diese Abhängigkeit kritischer als sein Kollege Bellmer: "Klar helfen wir damit der Konkurrenz." Daran sei aber derzeit leider nichts zu ändern, bedauerte er im ddp-Gespräch.

Rein fußballerisch war Jocic mit dem Sendestart zufrieden: "Alles super, alles toll." Vor ausverkauftem Haus in der Münchner Allianz Arena schlugen die Münchner Löwen den sonst so übermächtigen Lokalrivalen FC Bayern mit 3:0. Und diejenigen Zuschauer, die die Partie zuhause empfangen konnten, sahen eine durchaus ansprechende Fußball-Übertragung von Neuling Arena. Kameraführung, Zeitlupen und Bildschnitte waren schon fast auf dem bisher gewohnten hohen Niveau von Premiere. "Wir sind ein professioneller, echter Fernsehsender", jubelte Arena-Chef Jocic.

Geschafft hat er das mit der Geburtshilfe durch Premiere-Deserteure, darunter der Kommentator der ersten Partie, Oliver Forster, der routiniert den Sieg der Blauen gegen die Roten schilderte. Als Anchorman setzte Arena auf den früheren Sat.1-Fußball-Moderator und Teilzeit-Comedian Oliver Welke. Und am nächsten Samstag sollen Werner Hansch und Günther Koch kommentieren. Dann können übrigens die Bundesliga-Fans die Konferenzschaltung aus sechs Bundesligastadien live und unverschlüsselt auf Sat.1 sehen - sozusagen als Appetithäppchen, um sich von der Qualität von Arena TV zu überzeugen. Doch selbst Geschäftsführer Jocic weiß, dass Fernsehen nur die zweitbeste Lösung ist: "Es gibt nichts Besseres, als im Stadion zu hocken und dort Fußball zu gucken."

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Bundesliga: Satelliten-Kunden von Arena klagen über Bildqualität
Beitrag von: SiLæncer am 22 September, 2006, 15:22
Für die Übertragung der Arena-Bundesliga-Kanäle und das begleitende Tividi-Digitalpaket stehen Betreiber Unity Media über Satellit unzureichende Kapazitäten zur Verfügung - niedrige Bildraten und Sendepausen sind die Folge.

Schon seit Wochen häufen sich in der Redaktion der SAT+KABEL die Beschwerden über Bildartefakte und schlechte Bildauflösung beim Empfang von Bundesliga-Spielen via Satellit. Insbesondere bei der Projektion auf Leinwand oder auf Bildschirmen mit einer Diagonale von mehr als 81 Zentimetern treten die technischen Defizite des digitalen Arena-Signals deutlich zutage.

Tatsächlich bewegte sich die durchschnittlichen Datenrate der Arena-Kanäle 1 bis 9, auf denen alle Begegnungen des Spieltags einzeln übertragen werden, nach Messungen des Internet-Portals satcodx.com in den letzten 30 Tagen zwischen 0,74 und 1,8 MBit/s. Üblich sind bei der Digitalübertragung per Satellit Werte zwischen 4 und 6 MBit/s. Lediglich der Konferenzkanal Arena Home entspricht mit einer Datenrate von 5,5 MBit/s dem üblichen DVB-Standard.

Schuld an der bescheidenen Bildqualität ist der Umstand, dass sich insgesamt zwölf Arena- und Tividi-Kanäle sowie zusätzlich die bandbreiten-intensiven HDTV-Angebote ProSieben HD, Sat.1 HD und Anixe HD den Arena-Haupttransponder 102 (Astra 19,2 Grad Ost, 12.441 GHz, vertikale Polarisation) teilen müssen. Im Pay-TV-Bereich werden in der Regel nicht mehr als zehn Sender in Standard-PAL-Auflösung auf einer Frequenz gebündelt.

Die Folge bekommen auch Abonnenten des Tividi-Digitalpaketes von Unity Media zu spüren. An den Bundesliga-Spieltagen werden Kanäle wie Kinowelt TV kurzerhand abgeschaltet, um die knappen Resourcen nicht zusätzlich zu belasten. Stattdessen erhält der zahlende Kunde auf einer Texttafel den Hinweis, dass der Empfang an den Bundesliga-Spieltagen aufgrund der Live-Übertragungen stark eingeschränkt sei.

Zahlreiche Kunden äußerten gegenüber der SAT+KABEL die Ansicht, dass für einen Preis von 20 Euro monatlich zumindest eine durchschnittliche Bildqualität erwartet werden könne. Arena reagierte bislang nicht auf eine Anfrage der SAT+KABEL vom Freitagvormittag, ob und in welcher Form kurzfristig Abhilfe gegen die technischen Defizite zu erwarten sei.

Der Sender vermeidet offenbar aus wirtschaftlichen Erwägungen die Anmietung weiterer Astra-Kapazitäten, straft Satellitenkunden im Gegenzug aber mit einer zusätzlichen "Bereitstellungsgebühr" in Höhe von 5 Euro ab .

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Bundesliga ist zurück bei Premiere
Beitrag von: SiLæncer am 08 Februar, 2007, 09:55
Auf der Grundlage eines neuen, erweiterten Verbreitungsvertrages mit arena, einem Unternehmen des TV-Kabelkonzerns Unity Media, wird Premiere wieder zum wichtigsten Pay-TV-Vermarkter von Bundesliga-Fußball in Deutschland: So darf Premiere den Bundesliga-Sender arena ab sofort in ganz Deutschland über Satellit verbreiten und vermarkten.

Bislang hatte sich Premiere lediglich mit Arena darauf geeinigt, die Bundesliga-Übertragungen in den Kabel-TV-Netzen von Kabel Deutschland und Kabel BW verbreiten zu dürfen. Premiere vergrößert sein Bundesliga-Vermarktungspotenzial damit nach eigenen Angaben auf über 30 Millionen TV-Haushalte in Deutschland. Mit dem neuen Vertrag erwirbt Premiere auch die nationalen arena-Vermarktungsrechte für Sportsbars (über Kabel und Satellit) und ein langfristiges, nicht-exklusives Lizenzrecht an der Marke arena zur Präsentation und Vermarktung von Bundesliga-live.

Außerdem betreut Premiere künftig im Auftrag von arena technischen Betrieb, Service und Administration der arena-Satellitenplattform. Premiere gibt an arena dafür gegen die geleistete Sacheinlage (Verbreitungs-, Vermarktungs- und Markenlizenzen) 16,4 Millionen neue Aktien aus dem genehmigten Kapital aus. Die Aktien werden von einem unabhängigen Finanzinstitut weisungsfrei verwaltet. Die Vereinbarung mit dem Finanzinstitut schließt jegliche Einflussnahme von arena auf die Unternehmenspolitik von Premiere aus.

Georg Kofler, Vorstandsvorsitzender der Premiere AG, wird in der Mitteilung des Pay-TV-Senders mit den Worten zitiert: "Premiere ist für Bundesliga-Fans wieder die Nummer eins und die erste Adresse – mit mehr Zugangsmöglichkeiten als je zuvor: über Satellit, Kabel und IPTV." Zusätzliche Reichweite bringt die neue Vereinbarung auch im Kabel: Premiere kann arena weiteren 2,2 Millionen TV-Haushalten in kleineren Kabelnetzen direkt anbieten.

"In vielen Premiere-Haushalten kehrt Bundesliga live schon am Freitag auf den Bildschirm zurück: Sie können über ihren Premiere-Sat-Receiver ganz einfach arena sehen", betonte Kofler. Dies war in der Regel bislang nicht möglich, da Premiere mit Nagravision und Arena mit Cryptoworks bei der Satellitenausstrahlung unterschiedliche Verschlüsselungsalgorithmen einsetzten. Für Kunden, die nach dem Wechsel zu Arena extra einen neuen Satelliten-Receiver mit Cryptoworks-Unterstützung beziehungsweise CI-Slot erworben hatten, dürfte dies allerdings ein Schlag ins Gesicht sein. Kritiker sehen zudem in der neuerlichen Vereinbarung mit Premiere eine reine Niederlage seitens Arena.

Buchbar ist das neue Premiere-arena-Angebot ab sofort zu Preisen ab 9,99 Euro pro Monat. Neben Satelliten-Haushalten können auch 2,2 Millionen Kunden kleinerer Kabelnetzanbieter (Netzebene 4) in allen Bundesländern außer Nordrhein-Westfalen und Hessen arena jetzt bei Premiere abonnieren. Den 9,6 Millionen Haushalten im Netz der Kabel Deutschland (KDG) bietet Premiere Bundesliga live auf arena bereits seit August 2006 an. Weitere 2,3 Millionen Kabelhaushalte in Baden-Württemberg können arena bei Premiere buchen – verbreitet wird der Sender dort von Kabel Baden-Württemberg. Insgesamt steigt die Bundesliga-Vermarktungsreichweite von Premiere damit auf über 30 Millionen Haushalte. In den Kabelnetzen von Nordrhein-Westfalen und Hessen wird arena wie bisher von ish und iesy verbreitet und vermarktet.

Besonders einfach und günstig soll der Umstieg für Premiere-Komplett-Abonnenten werden, die ihr Programm über Satellit empfangen. Sie erhalten arena ohne weitere Kosten und sind bereits am kommenden Freitag für arena freigeschaltet. Allen anderen Abonnenten mit Sat-Empfang, die in der vergangenen Saison Zugang zu Bundesliga live hatten, präsentiert Premiere arena die nächsten vier Spieltage (bis zum 24. Spieltag am 2. bis 4. März) in einer kostenfreien Schnupperphase. Grundsätzlich gilt: Premiere-Kunden, bei denen arena nicht zum Umfang des bisherigen Abo-Paketes gehört, können den Bundesliga-Sender ab sofort abonnieren.

Nach der Einigung mit arena erwartet Premiere, dass sich die Wachstumschancen der Pay-TV-Industrie im deutschen Markt insgesamt verbessern. Kofler: "Jetzt gibt es eine einfache und kundenfreundliche Regelung für den Empfang der Bundesliga: über Satellit ebenso wie im Kabel. Premiere ist wieder eine zentrale Anlaufstelle für Bundesliga live". Der gesamte deutsche Pay-TV-Markt habe laut Kofler jetzt bessere Wachstumsperspektiven.

Premiere hat sich das Verbreitungs- und Vermarktungsrecht am Sender arena und seinen Programminhalten langfristig gesichert. Der Satelliten-Distributionsvertrag mit arena hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Noch länger gelten die erworbenen Marken-Lizenzen: Premiere kann die Marke arena zur Präsentation und Vermarktung von Bundesliga-live-Angeboten bis Ende 2026 nutzen. Die Markenrechte an arena hält Premiere auf nicht-exklusiver Basis.

Quelle : www.heise.de
Titel: Premiere-Chef Kofler frohlockt - strategische Schwächung von Arena
Beitrag von: SiLæncer am 08 Februar, 2007, 16:16
München - Ein gutes Jahr nach der Niederlage im Wettpokern um die Fußball-Bundesliga hat Premiere-Chef Georg Kofler die Scharte ausgewetzt.

Schon an diesem Freitag kann der Bezahlsender seinen Abonnenten über Satellit in ganz Deutschland die Partie Hannover gegen Wolfsburg präsentieren - eine Einigung mit dem Erzrivalen Arena macht es möglich. Kofler versuchte, Triumphgefühle zu vermeiden: "Uns ist nicht nach Jubeln zumute, aber wir sind richtig guter Laune." Die Zeit weitgehend ohne Bundesliga sei nicht einfach gewesen. "Wir haben aber bewiesen, dass wir mal den Atem anhalten können, ohne gleich umzufallen."
 
Die neue Allianz zeigt, dass die Felle in der Medienbranche neu verteilt werden. Die Zeit, in der Premiere Pay-TV-Inhalte und die technischen Plattformen für ihre Verbreitung allein dominierte, sind vorbei. Die Kabelgesellschaften drängen als mächtige und finanzstarke Mitspieler aufs Feld. So steht hinter Arena der Kabelnetzbetreiber Unity Media. Auch die Deutsche Telekom drängt ins Mediengeschäft. Ständig formieren sich neue Allianzen. Bei der einen Kooperation stellt Premiere das Programm zur Verfügung und lässt es von anderen vermarkten, ein anderes Mal stellt der Konzern die technische Plattform für fremde Inhalte - zum Beispiel für die Bundesliga- Berichterstattung von Arena. Kofler ist aber überzeugt, dass Premiere bei diesem Wildwuchs in der deutschen Medienlandschaft auch in Zukunft eine dominierende Rolle spielen wird. "Auf der bunten Wiese blühen viele Blumen und in der Mitte steht eine Eiche - nämlich Premiere."

Alle Beteiligten sehen sich offiziell als Gewinner. "Das ist eine win-win-Situation", meint Unity-Chef Parm Santhu. Ähnlich klang es am Donnerstag bei den anderen beteiligten Unternehmen. Premiere kann das Arena-Bundesliga-Programm künftig in ganz Deutschland über Satellit und in 14 von 16 Bundesländern auch über Kabel vermarkten. "Wir sind wieder im Spiel", frohlockte Kofler und korrigierte gleich einmal die Prognosen für das Abonnentenwachstum nach oben. Arena wiederum war mit der Satelliten-Verbreitung auf eigene Faust nicht entscheidend vorangekommen und erreicht jetzt deutlich mehr potenzielle Zuschauer. "Damit ist Arena nach nicht einmal sechs Monaten Sendezeit endgültig eine feste Größe in der deutschen Fernsehlandschaft und als Pay-TV-Sender etabliert", meinte Arena-Geschäftsführer Dejan Jocic.

Doch natürlich hat die derzeitige Regelung auch für alle Beteiligten Schattenseiten. Premiere muss den Großteil der Einnahmen aus dem Bundesliga-Angebot weiter an Arena überweisen. Für Arena wird es wiederum schwieriger, die massiven Investitionen wieder hereinzuholen, wenn ein Teil der Einnahmen beim Wettbewerber Premiere hängen bleibt. "Strategisch ist es eine Schwächung von Arena", meinte denn auch ein Branchenexperte.

Obwohl das Wettbieten zwischen Premiere und Arena zu nochmals höheren Übertragungspreisen geführt hat, könnte denn auch der größte Gewinner der Zuschauer sein. Es sei ein Verdienst von Arena, die Hochpreispolitik von Premiere aufgebrochen zu haben, sagt Unity-Chef Santhu. Auch Kofler räumt ein, Premiere sei heute dank des neuen Wettbewerbs in Sachen Preispolitik und Marketing besser aufgestellt als zuvor.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Premiere wieder mit Samstag-Spieltag der Bundesliga per Satellit
Beitrag von: SiLæncer am 10 Februar, 2007, 09:23
Nach der Allianz von Premiere mit dem Bundesliga-Sender Arena ist am Samstag wieder ein kompletter Spieltag für Kunden des Pay-TV-Senders via Satellit zu sehen.

Premiere-"Komplett"-Abonnenten erhalten das Arena-Programm ohne weitere Kosten und sind freigeschaltet. Allen anderen Abonnenten mit Sat-Empfang, die in der vergangenen Saison Zugang zu Bundesliga-live hatten, können die nächsten vier Spieltage (bis zum 24. Spieltag am 2. bis 4. März) kostenfrei sehen. Für bestehende Arena-Satellitenkunden ändert sich nichts am Empfang und am Preis ihres Abonnements. Bereits gekaufte Receiver und Smartcards können weiter genutzt werden. Das eigenständige und von der Premiere-Redaktion produzierte Bundesliga-Live-Angebot bleibt auf das IPTV-Paket "T-Home" der Telekom beschränkt.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Kartellamt untersucht Premiere-Arena-Deal
Beitrag von: SiLæncer am 10 Februar, 2007, 11:27
Das Bundeskartellamt wird das neue Bündnis des TV-Bezahlsenders Premiere mit dem Rivalen Arena unter die Lupe nehmen. Es sei noch nicht klar, ob es sich bei der Kooperation überhaupt um einen Zusammenschluss handele, der unter die Fusionskontrolle falle und daher beim Kartellamt angemeldet werden müsse, sagte ein Sprecher der Wettbewerbsbehörde in Bonn. Dies könne dann der Fall sein, wenn das verwaltende Finanzinstitut einen Einfluss erlange, der zu Wettbewerbseinschränkungen führen könne. Um diese Frage zu klären, werde das Kartellamt die Verträge prüfen.

Die beiden Bezahlsender hatten Donnerstag eine enge Allianz verkündet. Premiere kann künftig über Satellit in ganz Deutschland das Fußball-Bundesliga-Angebot des Konkurrenten Arena verbreiten. Im Gegenzug übernimmt Arena über eine Kapitalerhöhung 16,7 Prozent der Premiere-Anteile. Ein unternehmerischer Einfluss von Arena soll durch die Verwaltung der Anteile durch ein unabhängiges Finanzinstitut ausgeschlossen werden.

Premiere und Arena sehen durch ihre Zusammenarbeit kein Kartellrisiko. Das Bündnis müsse nicht beim Kartellamt angemeldet werden, weil nur eine bestehende Kooperation vertieft werde, sagte Premiere-Chef Georg Kofler. Auch der Chef des Arena-Besitzers Unity Media, Parm Santhu, sagte, durch die treuhänderische Verwaltung der Premiere-Aktien durch ein Finanzinstitut gebe es kein Kartellrisiko. Der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Wolf-Dieter Ring, hatte diese Konstruktion in einer ersten Reaktion als beispielhaft für ähnliche Bündnisse in der Medienbranche in der Zukunft genannt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Premiere unterbricht Vermarktung von Arena über Satellit
Beitrag von: SiLæncer am 18 April, 2007, 09:59
Die Premiere AG hat nach Gesprächen mit dem Bundeskartellamt die Vermarktung des Bundesliga-Senders Arena über Satellit auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Premiere-Chef Georg Kofler erläutert in einer Börsenpflichtmitteilung, "die Prüfung durch das Kartellamt ist langwieriger und umfassender als erwartet. Durch die Aussetzung der Vermarktung gewinnen alle Beteiligten den nötigen Spielraum, die Transaktion detailliert zu bewerten und gegebenenfalls anzupassen". Kunden, die "Bundesliga live" via Satellit bereits empfangen, sind von der Entscheidung nicht betroffen, erst recht nicht die Vermarktung im Kabel. Premiere könne auch künftig in 13 von 16 Bundesländern Arena anbieten und via Kabel ausstrahlen, heißt es in der Mitteilung.

Hintergrund ist die laufende Überprüfung eines Vertrages zwischen Unity Media, Arena und Premiere vom 8. Februar 2007. Er sieht vor, dass Premiere über Satellit in ganz Deutschland das Fußball-Bundesliga-Angebot des Konkurrenten Arena verbreiten kann. Im Gegenzug übernimmt Arena über eine Kapitalerhöhung 16,7 Prozent der Premiere-Anteile. Ein unternehmerischer Einfluss von Arena soll durch die Verwaltung der Anteile durch ein unabhängiges Finanzinstitut ausgeschlossen werden.

Unity Media, Arena und Premiere bemühen sich laut Mitteilung, die Bedenken des Kartellamtes so schnell wie möglich auszuräumen. Diesem war im Februar noch nicht klar, ob es sich bei der Kooperation überhaupt um einen Zusammenschluss handele, der unter die Fusionskontrolle falle und daher beim Kartellamt angemeldet werden müsse. Spätestens bis zum 31. Mai 2007 wollen die Vertragspartner ein "kartellrechtlich unbedenkliches Modell" entwickeln.

Quelle : www.heise.de
Titel: Premiere-Arena-Deal: Kartellamt nennt Bedingungen
Beitrag von: SiLæncer am 24 April, 2007, 10:58
Bonn - Eher schlecht zu stehen scheinen die Genehmigungschancen für die im Februar geschlossene Vertriebsvereinbarung zwischen Arena und Premiere.

Gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" drückte der neue Präsident des Bundeskartellamts Bernhard Heitzer seine Befürchtungen aus, dass die Zusammenarbeit zwischen den beiden einzigen Konkurrenten den Wettbewerb auf dem Pay-TV-Markt weiter aushebeln könnte.
 
Gleichzeitig nannte er gegenüber der "FAZ" auch die Bedingung für eine Freigabe durch seine Behörde: "Eine Feststellung ist nur dann möglich", so Heitzer weiter, "wenn es zu Effizienzsteigerungen kommt und die Kunden daran angemessen beteiligt werden."

Im Klartext heißt dies wohl, dass das Kartellamt die Wettbewerbsverhinderung nur zulässt, wenn die Kooperation vor allem für den Kunden vorteilhaft ist, etwa in Form von niedrigeren Preise oder verbilligten Empfangsgeräten. Auf die Nachfrage, ob der Verzicht auf die Premiere-Anteile seitens der Arena-Mutter Unity Media die Bedenken ausräumen würde, wollte Heitzer der "FAZ" nicht antworten.

"Wir sind offen für Vorschläge der Unternehmen, die unsere kartellrechtlichen Bedenken ausräumen können", lud Heitzer stattdessen die beteiligten Unternehmen zur Diskussion ein. Auch machte der Kartellwächter deutlich, dass er sich von Premiere und der Arena-Mutter Unity Media nicht unter zeitlichen Druck setzen lässt. So erklärte Heitzer, dass die Prüfung durch seine Behörde auch länger dauern kann als Ende Mai.

Wie DIGITAL FERNSEHEN berichtete, entschied sich Premiere am vergangenen Mittwoch, den Vertrieb des Bundesligasenders Arena über Satellit auszusetzen. Dieser Verkaufsstopp ist zunächst bis Ende Mai angesetzt, in diesem Zeitraum wollen die beteiligten Unternehmen eine tragbare Lösung mit dem Kartellamt finden.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Premiere zielt mit neuem Fußballangebot auf Abschaffung der ARD-"Sportschau"
Beitrag von: SiLæncer am 24 Juni, 2007, 16:17
Der Pay-TV-Sender Premiere hat zwei Jahre vor Ende der laufenden Fernseh-Verträge für die Übertragungen der Fußball-Bundesliga ein erneutes Angebot angekündigt.

"Mehr Geld für mehr Exklusivität", nannte Premiere-Firmensprecher Stefan Vollmer in der "Welt am Sonntag" das Konzept, das auf eine Abschaffung der ARD-"Sportschau" zum bisherigen Sendetermin um 18.30 Uhr abzielt. Mit der gleichen Forderung war Premiere bei der letzten Ausschreibung angetreten und gescheitert. Die Liga hatte die Pay-TV-Rechte im Dezember 2005 an den neuen Premiere-Konkurrenten Arena vergeben. Die Ausschreibung für die neuen Verträge beginnt frühestens am Ende des laufenden Jahres.

Spätere Sendezeiten für die Zusammenfassung der Höhepunkte im Free-TV waren bereits häufiger in der Diskussion. "Auch die Sportschau ist grundsätzlich nicht unantastbar", wiederholte Liga-Präsident Wolfgang Holzhäuser seine Position in der "Welt am Sonntag". "Wenn man sich auf finanzielle Stufen wie in England oder Italien bewegen will, muss man überlegen, wie man dies bewerkstelligen will. Hinsichtlich dessen wird ja bereits seit Jahren auch über veränderte Anstoßzeiten nachgedacht." Martin Kind, Clubchef von Hannover 96, sagte: "Die Sportschau hat natürlich ein sehr großes Standing. Wir müssen aber auch einen anderen Weg diskutieren dürfen, oder die ARD eben in den neuen Vertrag finanziell stärker einbinden."

Die derzeitigen TV-Verträge der Bundesliga laufen seit Juli 2006 und gelten noch zwei Spielzeiten. Das Gesamtvolumen beträgt mehr als 1,2 Milliarden Euro. Mit rund 660 Millionen Euro zahlt der Pay-TV- Sender Arena den größten Anteil.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Premiere bekommt Mitstreiter um Bundesliga-Rechte
Beitrag von: SiLæncer am 23 September, 2007, 13:43
Laut einem Bericht des Focus formiert sich eine neue Allianz im Wettstreit um Übertragungsrechte bei Sportveranstaltungen. Demnach will das Münchner Medienunternehmen EM.Sport Media AG (ehemals EM.TV) bei dem kürzlich gegründeten Satelliten-TV-Bouquet Premiere Star einsteigen. Der Anteil an der Tochter des Pay-TV-Anbieters Premiere solle zunächst bei fünf Prozent liegen. Die Anteilsübernahme deute auf eine enge Zusammenarbeit vom EM und Premiere hin. Auch der größte EM-Gesellschafter, das Schweizer Medienhaus Highlight Communications, habe bereits Gespräche über einen Einstieg bei der Premiere AG geführt.

Demnächst werden die Verhandlungen mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) um die Vergabe der Übertragungsrechte der Bundesliga-Spielzeiten 2009 bis 2012 beginnen. Premiere muss sich nicht nur gegen den zuletzt zum Zuge gekommenen Konkurrenten Arena behaupten, mit dem die Bundesliga-Kooperation mit der Saison 2008/2009 endet, sondern möchte offenbar auch die Sportschau zu einer Bundesliga-Berichterstattung zu späteren Sendezeiten zwingen. Premiere hatte sich kürzlich durch die Ausgabe von Aktien neues Geld für dieses Vorhaben holen wollen, konnte aber dabei nicht über 175 Millionen Euro hinauskommen, was die Beteiligung von EM.Sport und Highlight Communications erklären würde. Laut Focus vermuten Branchenkenner hinter den Highlight- und EM-Aktivitäten den ehemaligen Premiere-Boss Leo Kirch.

Quelle : www.heise.de
Titel: Premiere denkt schon wieder über neue Angebots-Struktur nach
Beitrag von: SiLæncer am 12 November, 2007, 11:23
Der Pay-TV-Sender Premiere denkt wieder über neue Angebots-Struktur seiner Kanäle nach, schließt Preiserhöhungen aber aus.

"Die Preise für unsere Angebote sind fair, so wie sie sind. Insofern werden wir die Preise nicht anheben. Das wäre auch das falsche Signal. Wir sollten dafür eher noch die Preis- und Angebotsstruktur vereinfachen", sagte Premiere-Chef Michael Börnicke dem Branchendienst "DWDL" am Sonntag. Die sei manchmal etwas schwer zu lesen. Auch die Fußball-Bundesliga soll weiterhin 20 Euro monatlich kosten. An einen Einstieg in die eigene Produktion von Serien nach dem Vorbild von HBO denkt Premiere nicht, dies wäre laut Börnicke zu konstenintensiv.

Der Manager kündigte unterdessen eine Kooperation mit Free-TV-Sendern bei der Ausstrahlung von US-Serien an. Börnicke nannte als Vorbild die eigene Marke "Champions TV", die bei Spielen der UEFA Champions League eingesetzt wird und Privatsendern wie Sat.1 die Ausstrahlung ausgesuchter Spiele erlaubt. An einem Erwerb der Satelliten-Plattform Arena der Unitymedia-Tochter hat der Münchner Abosender nach Angaben seines Vorstandsvorsitzenden kein Interesse.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Sportschau-Verschiebung: Premiere umgarnt Sponsoren
Beitrag von: SiLæncer am 14 November, 2007, 16:08
München - Der Abo-Sender Premiere versucht nun mit zwei Studien, die Sponsoren von einer Verschiebung der Bundesliga-Berichterstattung im Free-TV zu überzeugen.

Aus diesem Grund stellt der Abo-Sender eine Reichweitenstudie von "Sport+Markt" vor, die Premiere insgesamt 4,6 Millionen Zuschauer an einem Bundesliga-Wochenende (9. Spieltag) verbrieft.

Gleichzeitig fand diese Erhebung heraus, dass die Premiere-Seher die Trikotsponsoren deutlich stärker wahrnehmen als Sportschau-Zuschauer. So konnten sich Premiere-Seher an durchschnittlich 2,5 Trikotsponsoren erinnern, bei der Sportschau lag dieser Wert bei 1,4. 41 Prozent des Sportschau-Publikums konnten überhaupt keinen Trikotwerber wiedergeben.

Und auch eine zweite Studie, diesmal von IFM, hat keine Beeinträchtigung der Sponsoring-Leistung durch eine Verschiebung der Free-TV-Ausstrahlung auf 22 Uhr festgestellt. Die Sponsoren gehen selbst von einem Wertverfall von 100 Millionen Euro aus. Zwar sei kurzfristig ein Rückgang des medialen Werts um 20 Prozent zu erwarten, jedoch könne dies angesichts der zu erwartenden Pay-TV-Zuwächse noch innerhalb der ersten Lizenzperiode 2009-2012 wieder ausgeglichen werden.

Darüber hinaus versucht Premiere den 22-Uhr-Sendeplatz attraktiv zu machen. So würden zu dieser Urzeit am Samstag im Schnitt über 25 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher sitzen - deutlich mehr als in der Zeitspanne zwischen 18.30 Uhr und 20 Uhr. Die 23 Prozent weniger Kinder zwischen drei und 13 Jahren seien laut der IFM-Studie zu vernachlässigen. Ohnehin hätten durchschnittlich nur 204 000 Kinder in dieser Altersgruppe die Sportschau im Jahr 2006 gesehen, so die Studie weiter.

Bisher stemmen sich die Sponsoren massiv gegen eine Verschiebung der Sportschau, weil damit die Zuschauergruppe deutlich sinken würde. So haben die großen Sponsoren sogar mit "S20 - The Sponsors Voice" eine Vereinigung gegründet (DF berichtete). Ziel der Vereinigung ist es, auf die Bundesliga-Vereine Druck auszuüben, damit die zeitnahe Free-TV-Ausstrahlung erhalten bleibt. Auch haben die Geldgeber den Vereinen bereits mit einer Kürzung der Budgets gedroht.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Bundesgerichtshof verhandelt über Pay-TV-Klauseln von Premiere
Beitrag von: SiLæncer am 15 November, 2007, 11:37
Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt am heutigen Donnerstag über die Wirksamkeit von Pay-TV-Vertragsklauseln.

Die klagende Verbraucherzentrale Bundesverband beanstandet mehrere Bestimmungen in den Geschäftsbedingungen des Senders Premiere. Darin behält sich der Bezahlsender unter anderem vor, die Beiträge für die Abonnenten anzuheben, wenn sich die Kosten für die Bereitstellung des Programms erhöhen. Das Oberlandesgericht München hatte diesen Vorbehalt für zulässig erachtet, weil den Kunden im Fall der Beitragserhöhung ein Kündigungsrecht zustehe und ihre Interessen damit gewahrt seien. Mit einem Urteil wird am Nachmittag gerechnet.

Premiere war im vergangenen Jahr mit der Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) auch wegen vermeintlich nicht eingegangener Smartcards aneinandergeraten. Wird ein Premiere-Vertrag gekündigt, muss die Smartcard an den Sender zurück geschickt werden. Bei nicht verschickten oder nicht angekommenen Karten kassierte Premiere von den Kunden bislang ein Entgelt von 35 Euro.

Quelle : SAT+KABEL

Titel: BGH beanstandet mehrere Klauseln bei Premiere-Abos
Beitrag von: SiLæncer am 15 November, 2007, 16:00
Karlsruhe - Der Bezahlfernsehsender Premiere hat im Streit mit Verbraucherschützern um seine Abo-Bedingungen eine Niederlage vor dem Bundesgerichtshof erlitten.

Der BGH untersagte dem Pay-TV-Betreiber am Donnerstag die Verwendung mehrerer Bestimmungen in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für Aboverträge. Betroffen sind insbesondere Klauseln zu Preis- und Leistungsänderungen. Eine Klage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen hatte damit in vollem Umfang Erfolg.

So beanstandete der BGH eine Klausel, in der sich Premiere eine Erhöhung der Abo-Beiträge vorbehält, wenn sich die Kosten für die Bereitstellung des Programms erhöhen. Damit widersprach der BGH dem Oberlandesgericht (OLG) München. Das OLG hatte die Klausel für zulässig gehalten, weil die Interessen der Kunden durch ein für den Fall der Beitragserhöhung eingeräumtes Kündigungsrecht gewahrt seien.

Auch die Verwendung von vier weiteren Klauseln wurde nun rechtskräftig untersagt. So behielt sich der Pay-TV-Sender unter anderem vor, das Programmangebot oder die Zusammensetzung der Programmpakete etwa für Sport und Film "zum Vorteil des Abonnenten" zu verändern. Beanstandet wurde auch, dass sich der Sender vorbehielt, bei einer Änderung oder Umstrukturierung des Programmangebots auch die Abo-Beiträge zu ändern. Die Begründung seines Urteils will der 3. Zivilsenat des BGH in Karlsruhe noch nachliefern.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Nach Urteil: Premiere passt AGB-Klauseln an
Beitrag von: SiLæncer am 16 November, 2007, 10:34
München - Nachdem der Bundesgerichtshof dem Pay-TV-Betreiber Premiere am Donnerstag die Verwendung mehrerer Bestimmungen in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für Aboverträge untersagte, will Premiere nun reagieren.

"Der BGH hat verschiedene Klauseln der AGBs für unzulässig erklärt, da diese zu unbestimmt, zu ungenau bzw. nicht konkret genug waren," erklärte ein Premiere-Sprecher.

Die beanstandeten Klauseln würden Änderungen der Preis- und Angebotsstruktur laufender Verträge betreffen. "Premiere wird die entsprechenden Klauseln nun schnellstmöglich anpassen, die dann für alle Neuverträge Anwendung finden," so der Sprecher weiter. "Bestehende Verträge bleiben wirksam, die beanstandeten Klauseln finden aber keine Anwendung."

Der BGH beanstandete unter anderem eine Klausel, in der sich Premiere eine Erhöhung der Abo-Beiträge vorbehält, wenn sich die Kosten für die Bereitstellung des Programms erhöhen. Auch die Verwendung von vier weiteren Klauseln wurde nun rechtskräftig untersagt.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: Nach Urteil: Premiere passt AGB-Klauseln an
Beitrag von: Helfried am 16 November, 2007, 11:04
Ich frage mich immer wie die gewiß nicht unterbezahlten Betriebsjuristen von Premiere die Klausen in den premiere-Verträgen so schwammig durchgehen lassen können. Da steckt natürlich System dahinter. Solange keiner meckert, geht das unkommentiert durch. Die denken wahrscheinlich, nur sie sind die Schlauen und alle anderen sind blöd. Aber zum Glück gibt's ja noch weitere Juristen, die beim Studium besser aufgepaßt haben und Ihren Pappenheimer-Kameraden schon aus purer Gehässigkeit und Schadenfreude auf die Pfoten kloppen. Das kann uns nur Recht sein.
Titel: Re: Nach Urteil: Premiere passt AGB-Klauseln an
Beitrag von: lucky am 16 November, 2007, 11:23
Eigentlich ganz einfach:
- Hausjuristen vertreten, weil ja auch vom Haus bezahlt, die Interessen des Hauses. Natürlich werden da auch jegliche Spielräume und kreativen Gestaltungsmöglichkeiten in den Formulierungen genutzt. Bewusst oder unbewusst werden da auch Grenzen überschritten, das ist ja noch nicht mal falsch so lange es keine Grundsatzurteile gibt.

- Die Juristen, die vor Gericht bestimmte Klauseln auf das Klage begehren korrigierten, sind ja schließlich der Unabhängigkeit verpflichtet worden und vertreten eben nicht die Interessen des Hauses. Werden auch vom Staat bzw. uns als Steuerzahlern bezahlt.
Titel: Premiere: Keine Einzelabos mehr für die Bundesliga ab der neuen Saison
Beitrag von: SiLæncer am 03 Februar, 2009, 10:59
München - Ab der Bundesliga-Saison 2009/2010 will der Pay-TV-Anbieter Premiere die Einzelabos für die Fußball Bundesliga einstellen.

Stattdessen soll es ein breites Basis-Paket mit Programmen aus allen Genres geben, berichtet der Kontakter in seiner aktuellen Ausgabe (2. Februar). Der Preis soll für das Basis-Bouquet zwischen 20 und 30 Euro im Monat liegen. Für Sportinhalte müsse extra bezahlt werden, schreibt der Kontakter.

Demnach beträgt der zukünftige Abo-Preis für Bundesligazuschauer zwischen 35 und 40 Euro im Monat.
 
Zudem soll Premiere zwei weitere Varianten für seine Bundesliga-Angebote ausarbeiten. So könne die Liga als Bestandteil des Sportpakets oder eigenständig vermarktet werden, heißt es. Derzeit bezahlen Bundesliga-Fans bei Premiere 19,90 Euro im Einzelabo.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Premiere will Fußball-Bundesliga-Spiele live im Internet zeigen
Beitrag von: SiLæncer am 16 Februar, 2009, 16:38
Unterföhring - Der Bezahlfernsehsender Premiere will die Spiele der Fußball-Bundesliga ab der kommenden Saison im Internet zeigen.

Die Live-Übertragungen stünden auch Nicht-Abonnenten offen, die dann pro Match eine bestimmte Summe zahlen, sagte Premiere-Chef Mark Williams am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Premiere-Kunden sollten eine Rabatt bekommen.

Wie hoch die Preise ausfallen werden und ob alle Begegnungen der im August beginnenden Saison 2009/10 gezeigt werden, sei noch nicht klar. Derzeit verlangt Premiere für die Internet-Übertragungen von Champions-League-Spielen fünf bis zehn Euro.

Bei dem sogenannten "Streaming-Dienst" ist im Gegensatz zum Abo-Angebot von Premiere keine spezielle Settop-Box notwendig, so Reuters. Premiere hatte bei der Vergabe der Bundesliga-Übertragungsrechte durch den Ligaverband DFL im November für die nächsten vier Jahre neben der Pay-TV- auch den Zuschlag für die Web-Ausstrahlung erhalten.

Der Münchner Sender zahlt für beide Lizenzen für die kommende Saison 225 Millionen Euro.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Fast eine Million sehen Fußball bei Sky
Beitrag von: spoke1 am 10 April, 2011, 21:58
Etwa eine Million Zuschauer haben am Samstag die Fußball-Bundesliga beim Pay-TV-Sender Sky verfolgt. Die Hälfte blieb danach auch beim Einzelspiel dran.

Seit einigen Tagen weist nun auch der Bezahlsender Sky seine Quoten aus. Da es keine vergleichbaren Zahlen gibt, müssen diese erst einmal über einen längeren Zeitraum beobachtet werden, um sie richtig bewerten zu können. Aber schon jetzt lässt sich sagen, dass König Fußball das größte Zugpferd des Pay-TV-Kanals ist. Wirklich überraschend ist diese Erkenntnis nicht, dennoch ist der Blick auf die «Bundesliga»-Zahlen von Sky an jedem Wochenende spannend.

An diesem Samstag verfolgten im Schnitt 990.000 Zuschauer ab drei Jahren die Konferenz und die Einzelspiele, der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei starken 9,9 Prozent. Noch besser lief es in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen, hier kam man auf 440.000 Zuseher sowie 11,2 Prozent. Das Spitzenspiel zwischen Stuttgart und Kaiserslautern sahen am Abend immerhin noch 480.000 Zuschauer in HD und SD, der Marktanteil sackte auf 2,1 Prozent ab. Beim jungen Publikum sorgten 260.000 Zuschauer für 3,5 Prozent.

Die Sportshow «Samstag LIVE!» wollten ab 20.49 Uhr noch 30.000 Menschen sehen, sie alle waren zwischen 14 und 49 Jahren alt. Beim Gesamtpublikum führte dies zu 0,1 Prozent Marktanteil, in der Zielgruppe kam die Sendung auf 0,3 Prozent. Das Format scheint allerdings eine feste Fangemeinde zu haben, schon in der vergangenen Woche schalteten 30.000 Zuschauer ein.

Äußerst durchwachsen lief die Übertragung des Qualifikationstrainings der «Formel 1» aus Kuala Lumpur. Wohl auch wegen der frühen Uhrzeit um 9.50 Uhr sahen kaum Menschen zu. 60.000 Zuschauer ab drei Jahren verfolgten die Qualifikation auf dem SD-Kanal von Sky, der Marktanteil in beiden wichtigen Zuschauergruppen lag bei 0,9 Prozent. In HD verfolgten nur 10.000 Menschen die Übertragung, mehr als 0,1 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum war nicht drin.


Quelle (http://www.klamm.de/partner/unter_news.php?l_id=6&news_id=48922)